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Rezension: Königlich und Köstlich: Rezepte und Geschichten aus dem britischen Königshaus

Autorin dieses prachtvoll gestalteten Werkes ist die in Südafrika geborene Spitzenköchin Carolyn Robb, die elf Jahre lang die Küchenchefin Seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles und Prinzessin Diana war.

Für die Blumen-Deko-Ideen in diesem reich bebilderten Buch ist die Floristin Sarah Champier, verantwortlich. Sie auch ist es, die genau beschreibt, wie man die hübschen Gebinde kreiert. Die vielen eindrucksvollen Bilder von den Speisen und Blumenarrangements schließlich stammen von dem in England lebenden Spitzenfotograf Simon Brown.

Thema des Buches sind Rezepte und Geschichten aus dem britischen Königshaus.

Nach einer mehrseitigen Einleitung, in der Carolyn Robb aus ihrem Leben berichtet, beginnt der Rezeptteil. Dieser ist in zehn Kapitel untergliedert. Die einzelnen Rezepte in den jeweiligen Kapiteln werden nicht nur schrittweise sehr gut erklärt, sondern man erhält auch stets Hintergrundwissen zu den Rezepten, zudem einen visuellen Eindruck vom Rezeptergebnis. Zu Ende eines jeden Kapitels folgen Erläuterungen zu den Blumenarrangements, die auch abgebildet sind. Die Materialien sind stets aufgelistet und man erhält eine gute Anleitung, wie man besagte königliche Gebinde gestalten kann.

Wer glaubt, in England verstünde man nicht zu kochen, wird in diesem Buch eines Besseren belehrt.

Zunächst geht es um leckere, kleine Knabbereien, wie etwa "Waldpilz-Tartelletts mit Sahnefüllung" oder "Mini-Chicken-Pies". Das Teigrezept für die Pies finde ich bemerkenswert wegen des Mohns, des Sesams und der Pinienkerne. Die Füllung, die Lauch und frischen Thymian enthält, erinnert geschmacklich eher an eine südfranzösische Kreation.

Im zweiten Kapitel werden Brote vorgestellt. Sehr gut ist das "Schnelle Käse-Tomaten-Brot mit Zwiebeln und Kräutern". Sonnengetrocknete Tomaten und Cheddar sowie feingehackte Küchenkräuter sorgen für ein gelungenes Geschmackserlebnis. Zu diesem köstlichen Brot passt ein Glas Rosé am besten, vielleicht aber auch ein leichter Rotwein mit fruchtigen Geschmacksnuancen.

Im 3. Kapitel werden Vorspeisen und Suppen der königlichen Küche gezeigt. Hier haben mir die "Fischbällchen aus Stremellachs mit Butterlauch und Spargelpesto" am besten gefallen. Das Pestorezept eignet sich auch bestens für andere Fischgerichte oder als Beigabe zu geräucherten Lachsröllchen.

Hervorragende Hauptgerichte für sonnige Tage und milde Abende folgen dann im nächsten Kapitel. Hervorheben möchte ich hier den "Lammfleischsalat mit Minz-Vinaigrette" und das "Sommer-Ratatouille mit kurz gebratenem Thunfisch". Auch diese Speisen wirken sehr mediterran, selbst der Lammfleischsalat mit dem britischen Lieblingskraut "Minze".

Gut erläutert wird, wie man Kates Hochzeits-Bouquet steckt und welche Bedeutung die einzelnen Blumen und Blätter haben. Ein interessanter Exkurs, nicht nur für zukünftige Bräute.

Bei den Gerichten für die kalte Jahreszeit gefällt mir das Rezept für "Fasanenbrust in gebratener Pancetta-Hülle mit Polenta, Wirsing und Pilzsoße" am besten und bei den Desserts und nostalgischen Nachspeisen "Trifle 'Royal' mit Amaretti und Brombeersahne". Durch die Minze erhält die Schlagsahne eine britische Note und verleiht diesem fruchtigen Dessert den letzten Kick.

Auf Seite 127 habe ich meinen Lieblingsblumenstrauß entdeckt. Es handelt sich dabei um einen Biedermeier-Gebinde aus Edelwicken. Wunderschön!

Bei den Rezepten für Kekse, Gebäck und Kuchen hat es mir der Rosenblätterkuchen angetan. Eine königliche Torte, die einfach repräsentativ ist. Die Zutaten deuten auf eine Kalorienbombe hin, die man besser nur bewundert und fotografiert.

Die Bio-Rezepte für Kindergerichte haben mir auch gut gefallen. Witzig sind natürlich die "Teddybärchen-Käsecroutons" für die Tomatensuppe oder die Orangenspalten aus Wackelpudding.

Zum Schluss lernt man typische Rezepte aus dem Einmachglas kennen, darunter auch ein "Einfaches Apfelchutney", das sehr gut schmeckt.

Ein tolles Kochbuch, das alte Vorurteile im Hinblick auf die britische Küche beseitigt

Empfehlenswert.

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Rezension:Wie die Helene zur Birne kam: 50 Rezeptklassiker und ihre Geschichte (Gebundene Ausgabe)

Vor langer Zeit habe ich schon einmal ein Buch rezensiert, das die Geschichte von Rezeptklassikern zum Thema hatte. Wie ich im Vergleich feststellen konnte, kommen die beiden Bücher sich nicht ins Gehege. Im hier vorliegenden Werk von James Winter werden historische Begebenheiten noch ausführlicher dargestellt, zudem werden hier eine Vielzahl anderer klassischer Speisen besprochen als in dem Buch eines deutschen Starkochs.

Man lernt den historischen Hintergrund von Gerichten wie etwa "Eggs Benedict", "Prince-Orloff-Kalbsbraten", "Hummer Thermidor" und von Getränken wie "Bellini" oder "Margarita" kennen. Diese aufschlussreichen Berichte erstrecken sich jeweils auf zwei Seiten und werden von Fotos aus längst vergangenen Zeiten begleitet. Dann folgen allgemeine Erläuterungen zu den fokussierten Speisen, die gut erläuterten Rezepte, bestehend aus der Auflistung der Zutaten und der Anleitung, sowie appetitanregende Fotos vom Rezeptergebnis.

In den Geschichten zu den Rezepten erfährt man wie diese zu ihren Namen kamen und wie man sie erstmals zubereitet hat. Der Geschmack hat sich vielfach gewandelt und damit auch die Zutaten der Klassiker, wobei die Wiedererkennungschance der Gerichte nach wie vor unproblematisch ist.

"Eggs Benedict" habe ich vor einigen Jahren in Belgien erstmals gegessen und zwar dort an der Küste in De Haan und war begeistert vom Geschmack dieses Imbisses. Die Geschichte dazu geht zurück ins das vorletzte Jahrhundert. Ort des Geschehens war New York. In der gehobenen Küche haben die "Eggs Benedict" seit damals einen festen Platz eingenommen, wie übrigens auch all die anderen vorgestellten Speisen.

 Dass das "Rindercarpaccio" im "Cipriani" in Venedig erfunden wurde, wusste ich, kenne auch seit ewigen Zeiten die Geschichte dazu. Von vielen anderen Speisen, die ich zwar schon gegessen habe, war mir der Hintergrund bislang aber nicht bekannt. Über die Histörchen lässt sich nett plaudern, wenn Gäste am Tisch versammelt sind und zwar weit über das eigentliche Thema hinausgehend. An der Geschichte vom "Huhn Marengo" kann sich ein intensives Gespräch über Napoleon entwickeln und die "Tortellini" können Einstieg in ein Gespräch über die Borgias sein.

Die Rezepte für Speisen und Getränke sind allesamt raffiniert gestaltet und lassen sich unkompliziert zubereiten. Sehr gut schmeckt der "Bellini" nach dem angegebenem Rezept. Entwickelt wurde er in "Harry`s" Bar in Venedig. Nur zwei Zutaten sind notwendig, um dieses Kultgetränk herzustellen, das den Namen eines großen Renaissancemalers trägt.

 Ein wenig mehr über klassische Gerichte der gehobenen, internationalen Gastronomie zu wissen, halte ich für sinnvoll, wenn man es nicht als Nachteil sieht, als Connaisseur zu gelten. Die Speisen zudem zuhause zeitgemäß zubereiten zu können, erfreut jeden Hobbykoch.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Feste und Gäste

Dieser wunderschöne Bildband aus dem Callwey-Verlag wartet mit sehr guten Rezepten und gelungenen Deko-Ideen für das ganze Jahr auf.

Untergliedert ist das Buch in die Abschnitte: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dabei beginnt es im ersten Abschnitt mit romantischen Ideen zum Valentinstag, die sicher vielen Romantikern hervorragend gefallen werden, mir aber eine Spur zu herzig sind.

Begeistert bin ich von den schönen Gestaltungsideen, die im Buch als Frühlingspoesie dargeboten werden. Die Rezepte für die "Frischkäse-Zucchini-Lasagne" und den "Kräuterquark" machen selbst im Herbst noch neugierig. 130 solcher köstlichen Rezepte kann man übrigens auf über 150 Seiten nachlesen und sich mit hinreißenden Deko-Ideen befassen, die bestimmten Themen zugeordnet sind. Alle Rezepte sind bestens erläutert und einfach zuzubereiten.

Hervorheben möchte ich die guten Aufstriche und Dips etc., die als "Rezepte im Glas" zusammengefasst sind. Meine Geheimtipps sind der "Petersilienwurzel-Aprikosenminze-Dip" und der "Erbsen-Minze-Dip". Beide raffiniert zubereitete Dips eignen sich gut mit ein paar Scheiben Baguette als kleiner Imbiss zu einem Glas Rosé.

Wirklich schön sind die Dekoideen, in denen Weiß und Grün die wesentliche Rolle spielen, die Farben des Frühlings, wenn er ein wenig elegant sein möchte.

Zauberhafte Deko-Ideen findet man auch im Rahmen des Sommerrezeptabschnitts. Hier sprechen mich vor allem die Rezepte für delikate Sommergetränke und die hübschen Gläser dazu an, natürlich auch sommerliche Pasta-Gerichte und die Rosengebinde, mittels denen man die Tische verschönern kann.

Der Abschnitt für den Herbst ist derzeit natürlich besonders inspirierend. Hier möchte ich die Wildgerichte speziell loben, aber auch die "Waldpilztarte". Bemerkenswerte Ingredienzien und eine raffinierte Würzung machen hier jeden Hobbykoch neugierig.

Die vierte Jahreszeit schenkt dem Leser tolle Glühweinrezepte, schöne Advents-und Weihnachtsdeko-Ideen und endet mit Rezepten für den letzten Tag im Jahr.

Ein Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt, weil es mit Jahreszeitlich geprägten Rezept- und Deko-Ideen aufwartet. Für Menschen mit Sinn für das Schöne, macht es Freude, auch einfach nur darin zu blättern und zunächst die vielen Ideen auf sich wirken zu lassen.

PS: Die "Kürbis-Apfel-Suppe mit Ingwer" ist sehr lecker, gerade jetzt in der Zeit der Apfelernte. Die Apfelraspeln werden zum Schluss in die Suppe eingerührt. Köstlich mit einem sehr säuerlichen Boskoop.

Empfehlenswert. 

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Rezension: Plätzchen, Kekse, Cookies und Makronen: Stück für Stück ein Stückchen Glück (Feines Teegebäck) (Gebundene Ausgabe)

In wenigen Wochen beginnt die Zeit, die für viele mit dem "Herbst-Blues" einhergeht. Um sich diesem zu entziehen, gibt es diverse Möglichkeiten: Nette Gespräche, hin und wieder ein Glas Rotwein und natürlich in Maßen auch etwas Süßes, am liebsten als Beigabe zu einer Tasse Cappuccino. Vielleicht fällt dem ein oder anderen noch Besseres ein...

Das vorliegende Backbuch wartet mit sehr guten Rezepten für Plätzchen, Kekse, Cookies und Maronen auf, die man dann backen, genießen oder auch verschenken kann. In gut nachvollziehbaren Arbeitsschritten werden die Rezepte ausführlich erläutert. Man erfährt auch wie viele Stücke der jeweilige Teig ergibt.

Die vorliegende Rezeptsammlung begreife ich nicht als Weihnachtsbackbuch. Die Backwaren sind eine willkommene Beigabe zum Kaffee, sei es nach einem Menü oder einfach zu einer Tasse Kaffee oder Tee, wenn der Blutzuckerspiegel nachmittags absackt und man rasch wieder in die Gänge kommen will. Wer täglich 1-2 Plätzchen genießt, wird davon nicht dick, sondern nur ein wenig fröhlicher.

Sehr delikat sind die "Pinien-Knusperli", zu deren Herstellung man kein Mehl benötigt und vortrefflich schmecken die "Mandel-Biscotti mit Früchten", die eine ideale Beigabe zum Espresso darstellen.

Die Rezepte sind übrigens in drei Abschnitte untergliedert:
Mit Frucht und Nuss
Schlicht und einfach 
Eingehüllt und gefüllt 

Gehören die beiden soeben genannten Köstlichkeiten dem Abschnitt "Mit Frucht und Nuss" an, zählen die "Ingwerstäbchen" zu "Schlicht und einfach". Sie schmecken allerdings überirdisch gut aufgrund der Macadamianüsse und des kandierten Ingwers.

Einige der Plätzchen und Kekse passen am besten zu Tee. Das gilt ganz besonders für das klassische Shortbread, nicht jedoch für die "Kardamomkipferl", die man m.E. zu türkischem Mokka servieren sollte.

Bei Leckereien aus Abschnitt 3 sind die "Florentiner" meine erste Wahl.  Bei der Zartbitterschokolade sollte man keine Kompromisse eingehen und nur beste Qualität verwenden

Sehr gut finde ich die Rezeptidee für "Knusprige Hasselnusszungen mit Schokoladendip". Jeder bei Tisch kann selbst entscheiden, wie viel Schokolade er auf seinem Plätzchen haben möchte. Eine tolle Idee, die den potentiellen Gast aus seiner Konsumentenhaltung herausholt. Das kann nie schaden.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Fleischbällchen: (Fleisch-, Fisch- und vegetarische Bällchen mit Saucen und Beilagen) (Gebundene Ausgabe)

Dieses Kochbuch von Jez Felwick trägt den etwas irreführenden Namen "Fleischbällchen" und wird insofern möglicherweise Vegetarier abschrecken. Das finde ich schade, denn in diesem sehr guten Kochbuch für den Alltag finden sich auch Rezepte für Fisch- und Veggie-Bällchen. Wieso hat man nicht den Begriff "Lukullische Bällchen" verwendet? Er hätte alles abgedeckt und zudem für Neugierde gesorgt.

Der Autor berichtet zunächst ein wenig über sich selbst, auch über seine Liebe zu den runden Dingern, die an Knödel erinnern und wartet mit hilfreichem Basiswissen zu Fleischbällchen auf.

Es folgt der reich bebilderte Rezeptteil, untergliedert in:  
Fleischbällchen
Fischbällchen 
Veggie-Bällchen
Saucen und Dipps 
Beilagen 

Fleischesser dürfen sich auf solch delikate Gerichte wie "Vietnamesische Nudelsuppe mit Hackbällchen", "Feuerbällchen" oder "Lammbällchen mit Rosmarin" freuen. Dabei erhält man bei den 25 Fleischbällchen-Rezepten stets interessante Infos zu den näher beleuchteten Gerichten, ferner auch immer die Eckdaten zur Vorbereitungs- und Garzeit sowie die Info, für wie viele Personen das einzelne Rezept gedacht ist.

Die Rezepte werden gut erläutert. Die Würzung und die Zutaten sind sehr verschieden, so dass das Kochen nicht langweilig wird.

Besonders gut gefallen mir die Rezepte für Fischbällchen. Diesbezüglich habe ich verschiedene Rezepte bereits ausprobiert. Am besten fand ich die "Garnelenbällchen" mit Pak Choi, die ich mit einem Glas Grauburgunder auf den Tisch brachte, tags darauf gefolgt von den "Thunfisch- Ingwer-Bällchen", die auf grünem Salat gut schmecken.

Wer gerne vegetarisch speist, findet im Buch auch bemerkenswerte Anregungen.

Gefallen hat mir, dass Getränke zu den Hackbällchen empfohlen werden und leckere Soßenrezepte nicht fehlen, die man auch zu Nudelgerichten zum Einsatz bringen kann.

Bei den Beilagen zu den Bällchen möchte ich den "Zitrus-Cousous" hervorheben, den man zu den "Griechischen Hackbällchen" servieren kann. 

 Empfehlenswert.

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Rezension:Das große Buch der Pasteten (Teubner Edition) (Gebundene Ausgabe)

"Das große Buch der Pasteten", versehen mit drei Lesebändchen, ist in einem braunen Schuber verborgen. Das ist viel besser als einst die normalen Schutzumschläge, die aufgrund des häufigen Gebrauchs des jeweiligen Buches irgendwann entsorgt werden mussten und insofern ihren Zweck nicht mehr erfüllten.

Zunächst Grundsätzliches: Die vielen appetitanregenden Fotos in diesem Buch stammen von Michael Holz. Nach einer kurzen Einleitung ist das Buch in drei große Abschnitte untergliedert: Warenkunde, Küchenpraxis, Rezepte. Dazwischen gibt es dann 18 hochinformative Beiträge, sogenannte "ausgeplauderte Küchengeheimnisse" rund um die Pasteten, die dieses großartige Werk wissensmäßig abrunden.

Mit einem Beitrag aus den ausgeplauderten Küchengeheimnissen nimmt das Buch seinen Anfang. Hier geht es um die "Pastenbäckerei: Eine kulinarische Erfolgsgeschichte". Pasteten wurden bereits in der Antike zubereitet, später dann waren sie im Orient an den Höfen der Kalifen sehr beliebt und gelangten aufgrund von Handelsverbindungen schließlich an die Höfe des spätmittelalterlichen Europas.

In der Form wie wir heute Pasteten kennen, gelangten sie aus Italien nach Frankreich. Dort wurde die Paté zur Domäne spezieller Pastetenbäcker oder Patissiers. Wer mehr über die Geschichte der Pasteten erfahren möchte, sollte diese kulinarische Erfolgsgeschichte erst lesen, um sich anschließend in die Pasteten-Zutaten zu vertiefen. Abgehandelt werden zuallererst die Grundzutaten. Hier wird auch ausdiskutiert, welches das geeignetste Pastetenmehl verkörpert.

Farcen und Füllungen kommen zur Sprache und eine Fülle von Pastetengewürzen sowie diverse Kräuter für Pasteten und Terrinen. Auch Salze, Wein und andere Würzmittel, sowie Binde- und Geliermittel werden vorgestellt. All dies muss man aufmerksam lesen, wenn man sich wirklich auf das Projekt "Pastete" einlassen möchte. Dann erst sollte man sich damit befassen, wie man Pasteten zubereitet. Aufgeklärt wird man in einem dieser Küchengeheimnis-Beiträge über die notwendigen Küchengeräte und erfährt auch wie man Pastetenmürbeteig, Pastetenblätterteig und Pastetenhefeteig zubereitet. Besonders interessant finde ich, wie man Blätterteigpasteten bäckt. Das habe ich auch sofort ausprobiert, weil mir die Pastetenhäuser aus dem Supermarkt nicht gefallen und man vor Ort leider keine anderen bekommt. Man kann die Pasteten für Ragout Fin auf Vorrat herstellen und genau das habe ich getan.

Gewürzmischungen beziehe ich normalerweise bei Alfons Schuhbeck, das hat mich aber nicht daran gehindert, die Gewürzmischungen aus dem Buch herzustellen, um damit die Farcen zu würzen, die hier im Einzelnen bestens vorgestellt werden. Sehr gut wird erläutert wie man Farcen zubereitet, Pasten füllt, dekoriert und bäckt.

Man erhält bemerkenswerte Einblicke in die Pastetenküche, lernt auch Terrinen herzustellen. Im Gegensatz zur Pastete kommt die Terrine übrigens ganz ohne Teighülle aus. Es wird u.a. auch gezeigt wie man Timbale zubereitet und wie man Mousse, Parfaits und Sülzen, auch Fonds sowie Jus herstellt. Zudem lernt man Deck- und Füllgelee zuzubereiten, ferner auch Deckensaucen und begleitende Saucen zu kreieren.

Vielleicht fühlt sich der eine oder andere etwas überfordert, wenn er sich das erste Mal in die umfangreichen Informationen vertieft. Keine Angst, es funktioniert relativ einfach, wenn man genau das tut, was im Buch vorgegeben ist.

Der Rezeptteil ist in fünf Kapitel untergliedert:
Gemüsepasteten und -Terrinen
Fischpasteten und -Terrinen
Fleischpasteten und –Terrinen
Wild- und Geflügelpasteten
Käse- und Dessertpasteten

Die einzelnen Rezepte sind schrittweise sehr gut erläutert und man hat die Gelegenheit anhand der Fotos sich einen Eindruck von den Rezeptergebnissen zu verschaffen.

Da mein Gatte und ich an Wochenenden stets Verkostungen sehr hochwertiger Weine vornehmen, über die wir dann auch schreiben, kommt mir dieses Buch überaus entgegen, weil ich stets kleine Speisen zubereite, die mit den Weinen harmonieren sollen. Für heute Abend habe ich übrigens die "Pfifferlingsterrine mit Petersilienbrioche und Apfelpesto" (dazu gibt es ein Glas Moselriesling) zubereitet und die Zutaten auf 2 Personen runtergerechnet. Zudem habe ich noch eine "Kalbfleisch-Schinken-Pastete" kreiert. Dazu werden wir einen Rotwein aus dem Piemont trinken. Auf den Madeiragelee als Deko habe ich verzichtet, weil er geschmacklich vermutlich nicht so gut mit dem Rotwein harmoniert. Sowohl die Terrine als auch die Pastete ließen sich einfach zuzubereiten.

Ich habe alle Rezepte im Buch aufmerksam gelesen, dabei festgestellt, dass man sich stets sehr viel Mühe bei der Auswahl der Ingredienzien gegeben hat und die Speisen geschmacklich insofern sehr verschieden sind. Viele sehr gute Vorspeisen, auch Rezepte für Tellergerichte an Weinabenden, köstliche Nachspeisen und Rezepte für festliche Menüs lassen die Herzen der Hobbyköche höher schlagen.

Die "Tomatensaftsülze Caprese" mit Büffelmozzerella empfinde ich als ideale Vorspeise zu einem mediterranes Fischmenü. Dabei denke ich an Doraden in der Salzkruste gegart als Hauptgang.

Die "Steinpilzterrine" wiederum ist der ideale Beginn eines Wildmenüs. Durch den Kümmel erhält die Terrine eine pikante Note. Zudem sind die Pilze verdaulicher.

Die Fischterrinen werde ich in diesem Herbst alle zubereiten, weil sie bestens mit Weißweinen harmonieren. Hergestellt habe ich bereits die "Lachsterrine mit Wasabicreme". Sie hat sehr gut zu einem Glas trockenen Rheingauriesling geschmeckt und ließ sich problemlos zubereiten. Auch die "Krabbensülze aus dem Glas" war vorzüglich und hat Freunden ebenfalls gemundet.

Demnächst plane ich die "Thunfisch-Garnelen-Empanadas" zuzubereiten. Die Füllung mutet ostasiatisch an, der Teig eher südamerikanisch. Für Weinabende mit Freunden finden sich hier im Buch tolle Rezepte für Gerichte wie etwa "Hackfleischpastete","Kasseler im Brotteig mit Macadamianüssen", auch "Terrine vom Schwein im Parmaschinkenmantel". "Rustikale Leberpastete" oder auch eine "Bauernpastete vom Lamm". Alles problemlos zuzubereiten, wie ich weiß, da ich viel Erfahrung im Herstellen von Terrinen und Pasteten gesammelt habe und die Tücken in Rezepten beim Lesen aufzuspüren in der Lage bin.

Die "Wildschweinterrine mit Äpfeln und Sellerie" werde ich im November zubereiten und meinen Eindruck dann in die Rezension einfügen. Das Rezept selbst klingt wahrlich vielversprechend. Dazu werden wir eine Flasche Barolo trinken. An Weihnachten ist dann wohl als Vorspeise "Fasanenterrine mit Haselnusscrumble" angesagt. Ob es als Nachspeise "Marzipanpasteten mit Apfelrosinen Füllung" gibt oder aber eine "Eisterrine mit Baumkuchenmantel", weiß ich noch nicht. Der Baumkuchenmantel ist eine echte Herausforderung. Genau solchen stelle ich mich immer gerne, weil ich wissen will, ob ich es kann, bzw. wie lange ich üben muss, bis ich es kann.

Dieses Buch ist ein Traum. Überirdisch gute Rezepte für alle Anlässe im niveauvollen Rahmen. 

Sehr, sehr empfehlenswert.

Das große Buch der Pasteten (Teubner Edition)

Rezension: Lieblingsrezepte für Mehlspeisen, Blechkuchen & mehr (Gebundene Ausgabe)

"Wahrer Genuss kann erst entstehen, wenn die verwendeten Produkte so ursprünglich wie möglich verarbeitet werden." (Véronique Witzigmann)

Véronique Witzigmann untergliedert ihr neues Rezeptbuch in die Kapitel:

Süße Aufläufe
Strudel
Vom Blech
Süße Knödel und Nudeln
Kuchen, Gebäck und Co.
Kompotte und Fruchaufstriche

Bevor der reich bebilderte Rezeptteil seinen Anfang nimmt, klärt die gertenschlanke, charmante Autorin die Leser über historisch Wissenswertes zu Mehlspeisen auf, erläutert anschließend Hilfsmittel und Formen, die man zur Zubereitung der Rezepte benötigt und philosophiert über die besten Zutaten.

Die Rezepte, die dann folgen, werden jeweils schrittweise sehr gut nachvollziehbar erklärt, auch wird stets die Zubereitungszeit und die Backzeit genannt.

Besonders begeistert bin ich von den delikaten Strudel-Rezepten und hier speziell vom "Birnenstrudel", der sich durch den frischen Ingwer und den Zimt als ideales Dessert für ein herbstliches Festmenü präsentiert.

Der "Brombeerstrudel" ist eine Leckerei, die sich nicht nur als Nachspeise für Wildgerichte eignet. Wie man den Teig zubereitet und aufrollt wird bestens erläutert. Im Grunde kann nichts schief gehen, wenn man sich genau an die Erklärung erhält.

Lobend erwähnen möchte bei den Blechkuchenrezepten die "Birnen im Blätterteig", die übrigens nicht nur mit einer Tasse Kaffee, sondern auch zu Tee gut schmecken.

Wer gerne süße Knödel mag, findet hier eine Fülle reizvoller Rezepte. Hier möchte ich die "Mispelknödel" hervorheben, aber auch die "Sacherknödel", die man in Pistaziengries wälzt.

Die Rezepte für "Marillenschinken und Topfenpalatschinken" habe ich schon ausprobiert. Der Teig für die Marillenpalatschinken wird durch die gemahlenen Haselnüsse zum Niederknien gut.

Sehr leckere Kompotte und Fruchtaufstriche werden zum Schluss vorgestellt. Den Marillenfruchtaufstrich hat meine Mutter bereits zubereitet. Köstlich. Der Orangenkompott ist ein Geheimtipp als feiner Schlussakkord eines guten Essens.

Das Rezept für Zwetschgenröster gewinnt durch den Johannisbeersaft und Johannisbeerlikör eine französische Note und lässt mich an einstige Habsburger Heiratspolitik denken. Diesen Gedanken möchte ich jetzt aber nicht weiterspinnen.....

Tolle Rezepte. Empfehlenswert.

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Rezension:Mediterran genießen: Verwöhnrezepte rund ums Mittelmeer (Gebundene Ausgabe)

Hier nun ein weiteres Kochbuch der Autorin Cornelia Schinharl. Es enthält sogenannte Verwöhnrezepte rund um das Mittelmeer. Die vielen appetitanregenden Fotos hat Alexander Walter realisiert.

Untergliedert sind die Rezepte in:

Tapas, Antipasti und Mezze 
Suppe und Eintöpfe 
Pasta, Reis und Co
Gemüse 
Fisch und Meeresfrüchte 
Fleisch und Geflügel
Desserts 

Kennen lernt man Gerichte aus Spanien, Frankreich, Italien, dem Orient, der Türkei, und Griechenland. Die einzelnen Rezepte sind schrittweise und dabei sehr gut erklärt. Stets ist der Zeitbedarf angeführt und auch immer das, was wirklich wichtig ist, genauer, worauf man achten soll. Zudem lernt man Rezeptvariationen und Einkaufstipps kennen, die man sich merken sollte.

Viel Warenkundliches ist aufgeführt, so etwa, was man unter Tapas konkret zu verstehen hat oder worin der Unterschied von Ciabatta und Fladenbrot besteht.

Da die Gerichte aus verschiedenen Ländern stammen, sind die Aromen aufgrund der Zutaten und der Würzung auch höchst unterschiedlich. Das macht das Kochbuch für mich interessant.

Obschon ich mittlerweile sehr viele Kochbücher gelesen und rezensiert habe, sind mir in diesem Buch zahlreiche Gerichte begegnet, die mir völlig unbekannt waren. Dies hat mich natürlich neugierig werden lassen.

Hervorheben möchte ich "Labaneh mit Würzöl" aus dem Libanon. Dabei handelt es sich um eine Art Frischkäsebällchen aus dem Libanon, die mit frischer Minze und Koriander den letzten Kick erhalten.

Loben möchte ich das Rezept für die "Bouillabaisse" und auch jenes für die "Rouille" dazu. Unbedingt ausprobieren sollte man "Gazpacho mit Knoblauchgarnelen", eine kalte Suppe aus Spanien, die Tomaten und Gurken enthält.

Hervorragend auch sind die Pasta-, Reis- und Co-Gerichte mit den entsprechenden Saucen und hier nicht zuletzt das Rezept für "Paella ganz klassisch".

Bestens auch ist ein weiteres Gericht aus dem Libanon "Taboulé mit Tomaten und Minze" und ganz meinem Geschmack entsprechen die "Artischocken mit Aioli" sowie die "Zucchiniblüten mit Käse gefüllt".

Sehr gut sind die mediterranen Fischrezepte im Buch und ideal in der heißen Jahreszeit sind die "Garnelen in Tomatensauce" mit Feta zubereitet wie auch die "Muscheln in Weißweinsud".

Auch die mediterranen Fleischgerichte sind sehr lobenswert. Der "Ochsenschwanz mit Sherry" aus Andalusien soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben und die griechischen "Lammspieße würzig mariniert" möchte ich hier anführen, um Neugierde für das Buch zu wecken. Als Festtagessen kommt natürlich der italienische "Wildscheinbraten mit Rotwein" in Frage, dessen Sauce nach Rosmarin, Petersilien, Basilikum und vielen anderen Zutaten mundet, die ganz klar auf das Herkunftsland hindeuten.

Zum Schluss warten noch feine Dessert darauf, Beachtung zu erhalten, nicht zuletzt auch eine "Crème Caramel", die viele sicher schon bei Aufenthalten in Frankreich und Spanien kennen gelernt haben.

Gefallen haben mir die Infos über Wein, Kaffee und Tee. Sie haben mich veranlasst eine Tasse "Caffé latte" zuzubereiten.

Empfehlenswert.

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Rezension: Fingerfood: Zubereiten, Dekorieren, Genießen (Gebundene Ausgabe)

Christina Kempke hat gemeinsam mit den Fotografen Rogge und Jankovic dieses reich bebilderte Rezeptbuch auf den Weg gebracht, das von feinen Häppchen als Appetitanreger über Tapas bis zum großen Fingerfood-Buffet vieles enthält, was sich lohnt, in der Küche auszuprobieren und seinen Gästen anzubieten.

Die sehr gut erklärten Rezepte sind untergliedert in:
Handlich- Aromatisch- Knusprig- Edel- Süß und Fruchtig

Man wird stets darauf hingewiesen, was bei den einzelnen Rezepten wirklich wichtig ist und man wird darüber hinaus auch immer über den Zeitbedarf aufgeklärt.

Gerade für Empfänge eignen sich handliche Imbisse wie "Lamm-Saté mit Paprika-Walnuss-Dip" oder auch "Mini-Saltimbocca". Exzellent sind übrigens die Rezeptideen für Dips, Cremes und Chutneys, die man auf sogenannten Blitzhäppchen zum Einsatz bringen kann.

Bei den aromatischen Rezepten haben mir die "Orangen-Pilze mit Thymian und Pinienkernen" sehr gut gefallen und auch das "Heilbutt-Ceviche" mit Ananas. Diese kleinen Gerichte sind außergewöhnlich und sorgen für Aha-Erlebnisse bei den Gästen.

Vielleicht sind es aber besonders die knusprigen Gerichte, die zu einem Glas Wein auf einem Empfang am besten geeignet sind, ich denke da speziell an "Bündner Crostini mit Birnen und Walnussmayo".

Zu einem Glas Sekt passt eher das "Graved-Lachs-Mousse mit Forellenkaviar" und der "Gebeizte Saibling mit Honig-Senf-Sauce".

Für Freunde eines kleinen süßen Highlights zum Abschluss ist eine "Mini-Tarte-Tatin mit Quitten“ oder ein "Weißes Schokomousse mit Macadamia-Krokant" angesagt.

Möglichkeiten gibt es im Buch viele für alle, die kleine Gaumenfreuden zu schätzen wissen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Geschmack entscheidet - Meine außergewöhnliche Aromenküche. Mit einem Vorwort von Alain Ducasse (Gebundene Ausgabe)

Der Starkoch Angelo Sosa ist der Autor dieses sehr bemerkenswerten Kochbuches, das soeben Gesprächsgegenstand eines Telefonates mit einer Fachfrau war, die mir Wissenswertes über ein Produkt der Geschmacksart "umami" berichtet hat. Diese Geschmacksart spielt im vorliegenden Kochbuch auch eine Rolle.

Das Vorwort  hat Alain Ducasse verfasst. Wie Kenner wissen, ist es einer der besten französischen Köche überhaupt, der mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist. Wenn dieser Meister seines Faches ein Vorwort zu einem Kochbuch eines Kollegen verfasst, sollte man dies als Gütesiegel begreifen.

Die appetitanregenden Fotos stammen übrigens von William Brinson.

Gefallen hat mir die Widmung des Autors: "Mein Sohn Jakob. Glaub an deine Träume, dann werden sie sich erfüllen."

Nach dem Vorwort von Alain Ducasse, lernen wir den zur Wirklichkeit gewordenen Traum Angelo Sosas kennen. Er setzt sich aus dem Inhalt der Kapitel: Süß- Salzig- Rauchig- Bitter- Sauer- Umami- Scharf- Erdig und Nussig zusammen.

Der Autor schreibt zunächst über seine Erfahrungen sowie über seine Obsession und sagt in diesem Zusammenhang, er sei besessen von einem Geschmack, einer Zutat, einem Duft und beginne dann diese mit anderen Aromen zu kombinieren. Viele seiner Rezepte basieren auf einem Dreiklang von Aromen. Sosa postuliert für sich und andere Köche sowie Hobbyköche, sich bitte als Extrakteure zu betrachten, d.h. alle sollten einen Weg finden, aus jeder Zutat die Essenz heraus zu destillieren, um auf diese Weise die individuellen Nuancen hervorzuheben.

Wie weiter oben bereits erwähnt, sind die Rezepte nach Geschmacksrichtungen untergliedert. Alle Rezepte werden schrittweise und dabei sehr gut erklärt. Der Geschmack ist immer kurz gekennzeichnet, so etwa "würzig/salzig/kräuterwürzig", der das Gericht "Kabeljau mit grünen Oliven und Tomaten" kennzeichnet, das mir von der Rezeptur so gut gefiel, dass ich es sogleich nachkochte. Exzellent. Ein schönes, leichtes Sommergericht.

Sehr lecker auch ist "Thunfisch auf Dosenart" mit einer delikaten asiatischen Tatarsauce, auch "Thunfischtatar mit Chipotle-Vinaigrette" schmeckt köstlich. Zu Chipotle habe ich vor Kurzem übrigens eine Rezension geschrieben und mich in diesem Zusammenhäng intensiver mit dem geräucherten Gewürz befasst.

Generell gefällt mir in diesem Buch, dass es viele Fischgerichte enthält, auch solche mit Bitternoten, wie etwa "Thunfischstreifen mit kandiertem Wasabi" 

Die Geschmacksnote "umami" interessiert mich derzeit besonders. Ich habe sie mir mittels der "Bombay-Fisch-Tacos" verdeutlicht. Es geht um einen vollmundigen Geschmack, den ich überaus interessant finde. Bei den scharfen Gerichten will ich "Red Snapper á la Chaca" hervorheben. Dazu ein Glas trockenen Weißwein. Eine perfekte Kombination.

Dieses Kochbuch eignet sich für alle Jahreszeiten. "Wok-Pak-Choi mit Pfefferschoten"- Geschmacksnote: scharf/umami/beißend ist mein Geheimtipp aus diesem Buch. Dazu eine Stange Baguette und ein Glas Rosé. Ganz wunderbar.

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Rezension:Hessische Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele - 30 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte (Gebundene Ausgabe)

In diesem wunderbaren, reich bebilderten Buch der Autorin Goerlich und der Fotografin Francisca Endress werden dreißig Wirtinnen in Hessen und deren Lieblingsrezepte vorgestellt.

Zu Beginn hat man Gelegenheit, sich mittels einer Landkarte kundig zu machen, wo genau die beschriebenen Orte liegen.. Fotos von den Wirtinnen, deren Restaurants und den Rezeptergebnissen begleiten die Texte. Stets werden ausführlich und sehr gut die Wirtinnen und ihre Restaurants beschrieben. Man erhält zudem Ausflugtipps und des Weiteren drei Rezepte, mittels denen man sich sehr gut einen Eindruck von dem jeweiligen Kochniveau des Hauses beschaffen kann.

Die äußerst ansprechenden Rezepte sind alle gut beschrieben und lassen sich bestens nachkochen. Die Kontaktdaten und die jeweilige Homepage werden stets genannt, die Öffnungszeiten und Ruhetage werden auch nicht vergessen.

Mich haben natürlich zunächst die Restaurants im Rhein-Main-Gebiet besonders interessiert, denn hier lebe ich. Dabei fand ich ziemlich zu Anfang bereits das Portrait über die Direktorin im Restaurant Opéra und die Alte Oper Gastronomie sehr lesenswert. Das Restaurant ist mir nämlich nicht unbekannt. Ich finde es gut beschrieben. Als Ausflugsziel von dort aus, den Palmengarten zu nennen, ist eine gute Idee. Tolle Rezepte, nicht zuletzt für das Dessert "Erdbeer-Tiramisù mit süßer Frankfurter Grüner Sauce" sind es wert, ausprobiert zu werden, sei es in dem Restaurant selbst oder zu Hause.

Neugierig haben mich einige Restaurants im Odenwald gemacht und noch neugieriger ein Restaurant in Rüdesheim. Hier begann ich mich in das Porträt der Wirtin und ihres Restaurants "Breuer`s Rüdesheimer Schloss" erst einzulesen, nachdem ich mich in das Rezept "Handkäs`mit Rheingauer Musik" vertieft hatte. Dieses Rezept ist mit Abstand das beste für Handkäse, das ich kenne. Das hängt wohl mit den Haselnüssen, den Rosinen und dem guten Rieslingessig zusammen.

Die anderen Rezepte aus diesem Hause sind auch erste Sahne. Mein Vorurteil gegen die Rüdesheimer Gastronomie ist nach Jahren endlich relativiert worden. Schön, dass als Ausflugsziel die Abtei St. Hildegard genannt wurde, denn erst kürzlich haben wir die Weine von dort getrunken und vorgestellt.

Mein nächstes Ausflugsziel wird Limburg sein. Dort möchte ich nicht nur den Dom besichtigen, sondern auch das Restaurant "Himmel und Erde" besuchen. Wie die "Kaninchenkeule und-filet mit heller Balsamico-Sauce" schmecken wird, ahne ich, denn ich kenne ja schon die Ingredienzien. 

Ein gelungenes Buch.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Aromaküche: Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen (Gebundene Ausgabe)

Dass man ätherische Öle auch zum Kochen verwenden kann, ist mir noch nicht lange bekannt. Ich nutzte sie viele Jahre nur zur Raumbeduftung und für Aromabäder.

Die Köchinnen Sabine Hönig und Ursula Kutschera zeigen in ihrem reich bebilderten Kochbuch, wie man mit ätherischen Ölen würzt. Dabei informieren sie zunächst über das Wesen von ätherischen Ölen und erläutern wie man diese gewinnt. Ferner sensibilisieren sie den Leser für Qualitätskriterien beim Einkauf.

Die Qualität eines ätherischen Öls bestimmt sich nicht zuletzt dadurch, dass es keine Denaturierung durch Moleküle synthetischer Stoffe geben darf, auch kein Entzug einzelner Anteile mittels Nachdestillation und es muss von Terpenen befreit sowie nicht überoxidiert sein, (vgl.: S.13).

Man erfährt, wodurch Qualitätsminderung zustande kommt, lernt auf die Mindestbeschriftung zu achten und kann sich in eine Reihe von Richtlinien einlesen, die eine sichere Anwendung gewährleisten. Generell gilt, dass man nur naturreine ätherische Öle nutzen sollte, die übrigens zum körperlichen Wohlbefinden beitragen.

Man wird in die Grundlagen der Anwendung sehr gut eingeführt und hat Gelegenheit, sich über mehrere Seiten in Auflistungen der beliebtesten ätherischen Seiten vertiefen, erfährt stets wie man sie in der Aromaküche anwenden kann und liest auch immer die Vorsichtsgebote.

Aufgeklärt wird man des Weiteren über Hydrolate. Das sind Nebenprodukte, die bei der Destillation von ätherischen Ölen entstehen.

Bevor der Rezeptteil beginnt, erfährt man wie man aromatische Vorräte anlegt. Hier werden Rezepte für Würzöle, Würzessige, Würzsalze etc. vorgestellt, zudem erhält man hilfreiche Tricks für die Aromaküche und es wird bestens erläutert, wie man das Kochbuch verwenden soll.

Der Rezeptteil ist untergliedert in:
Kalte Vorspeisen
Warme Vorspeisen und Suppen
Hauptgerichte Beilagen
Desserts
Getränke
Das passende
Menü für fast jeden Anlass

Die Rezepte sind gut erklärt. Es werden viele sinnvolle Tipps gegeben. Die Gerichte sind zumeist mediterran oder asiatisch, was mir sehr gut gefällt. Die vorgestellten Menüs sind zudem wohl durchdacht und finden allesamt meine Zustimmung.

Gestern habe ich den "Avocadosalat mit Shrimps und Limettenöl-Dressing" zubereitet und bin von dem Ergebnis noch immer sehr angetan, weil durch das Limettenöl der Salat noch weitaus fruchtiger daherkommt als mit bloßen ausgepressten Limetten.

Sehr gut auch schmeckt die "Kalte Gurkensuppe mit Koriandersamenöl", die ich mit einem Löffel Shrimps anreicherte und als kalte Vorspeise vor dem Avocadosalat als leichtes Hauptgericht (eigentlich ist er ja eine Vorspeise) auftischte. Den frischen Dill sollte man sehr klein hacken, dann kommt das Aroma besser zu Geltung.- Zum Nachtisch gab es "Obstsalat mit Sanddornöl". Als Früchte verwendete ich 1 Apfel, 1/2 Banane, 10 weiße Trauben, 1 Orange, einige rote Stachelbeeren und eine Bio-Limette. Die Ingredienzien, die im Kochbuch für die Aromatisierung angegeben sind, können sie dort auf Seite 132 nachlesen.

 Bleibt noch zu erwähnen, dass im Buch sehr gute Fleisch- und Fischgerichte zu finden sind, darunter eine "Gefüllte Saiblingroulade mit Paprikasauce", die wirklich überirdisch gut mundet.

Ein Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle, weil es in die Geheimnisse von ätherischen Ölen beim Kochen einweiht und wirklich raffinierte Rezepte beinhaltet.

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Rezension: Biokiste vegetarisch: Neue Rezepte aus der Gemüseküche (Gebundene Ausgabe)

Jetzt zur Sommerzeit freuen wir uns natürlich alle darüber, neue Rezepte aus der Gemüseküche kennen zu lernen. Cornelia Schinharl stellt in ihrem reich bebilderten Buch sehr gute Gemüsegerichte vor und zwar in Jahreszeiten untergliedert.

Anhand eines Saisonkalenders hat man Gelegenheit, sich kundig zu machen, was wann bei uns in Mitteleuropa geerntet werden kann.

Die Rezepte in der Folge sind sehr gut erklärt und machen neugierig. Hervorheben möchte ich bei den Frühlingsrezepten Das "Frühlingsgemüse mit Kräutersauce und Hirsepflanzerln", auch das "Erbsen-Risotto mit Zitronenbutter" und die "Zwiebel-Quiche mit Nussguss". Festgehalten werden muss die individuelle Würzung, die jedes Gericht zum Unikat werden lässt.

Vertieft habe ich mich heute in die Sommerrezepte. Dabei habe ich eine Vielzahl von Highlights entdeckt. Beginnend mit einem lauwarmem Salat aus Zucchini und Tomaten. Dazu ein Glas Rosé und etwas Baguette und das kleine, sommerliche Abendessen ist perfekt. Sehr gut mundet die frische Minze in diesem Salat. Pinienkerne, Oliven und Kapern lassen das Gericht besonders mediterran erscheinen.

Überzeugt haben mich auch die Rezepte für "Fenchel-Salat" und für die "Geschmorten Gurken mit Dillpaste und Mandelreis", sowie für den "Salat aus Ofentomaten mit pochierten Ei". Man muss kein Vegetarier sein, um diese Gerichte köstlich zu finden.

Pro Jahreszeit gibt es neben den tollen Rezepten auch immer Hinweise für Vorratshaltung, so etwa für Tomaten in Chiliöl.

Bei den Herbstrezepten habe ich einen gelungen "Sellerie-Apfel-Salat mit Walnüssen" entdeckt. Zu diesem Rezept gibt es zudem noch eine Variante, die ich wegen der Birnen anstelle von Äpfeln fast noch ein wenig interessanter finde. Auch gefällt mir hier der Einsatz von Kürbiskernen und Kürbiskernöl sehr gut.

Die "Spinat-Semmelknödel mit Pilzragout" kann man auch im Sommer gut zubereiten und ebenfalls die "Kürbisravioli mit scharfer Nussbutter" Beide Gerichte sind eigentlich dem Herbst zugeordnet.

Bei den Wintergerichte dann finden sich Rezepte, die typische Wintergemüse enthalten, so etwa Grünkohl, Schwarzwurzel etc, aber auch Chicorée, den ich bislang nur als Salat wahrgenommen habe. "Gebackener Chicorée im Blätterteig" überzeugt durch seine Zutaten, zu denen u.a. Walnüsse und Bergkäse zählen.

Ein tolles Freitagsgericht im Sommer sind "Knusperbohnen mit Quarkbratlingen". Die Zubereitungsart der Bohnen stammt Graubünden. Gefallen hat mir in diesem Buch die Ausgewogenheit in den einzelnen Rezepten und die Tatsache, dass man Wert darauf legt, dass bei der Produktwahl regional, saisonal und nachhaltig vorgegangen wird.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Suppen, die glücklich machen (Gebundene Ausgabe)

Auf meinen Schreibtisch liegen derzeit u.a. zwei Suppenkochbücher. Das hat einen guten Grund. Ich schätze gute Suppenrezepte, weil viele Suppen sich problemlos zubereiten lassen und insofern geeignete Mittagsmahlzeiten darstellen für Menschen wie mich, die während der Werktage nicht stundenlang am Herd stehen können, weil dort nicht ihr Hauptbetätigungsfeld liegt.

Cornelia Schirnharl stellt Suppen vor, die glücklich machen und beginnt mit Erläuterungen zur Basis für beste Suppen, sprich dem Brühe kochen. Sehr gut erklärt wird wie man eine "Klare Fleischbrühe mit Suppenknochen", einen "Fischfond aus Edelfischen" und eine "Gemüsebrühe mit Frühlingskräutern" zubereitet und man wird zudem aufgeklärt, wie diesbezüglich die Grundlagen für die schnelle Küche ausschauen. Dabei kommen u.a. die gekörnte Brühe und auch der Brühwürfel zur Sprache.

Frühlingssuppen werden vorgestellt und die entsprechenden Toppings für cremige Süppchen. Dazu gehören u.a. Knuspernüsse sowie Gemüsechips. Man lernt im Bereich der Frühlingssuppen solche kennen, die Lebensgeister wecken, gute Laune machen und Energie spenden. Alle Rezepte werden sehr gut und schrittweise erläutert. Delikat ist die "Frühlingssuppe mit Ziegenfrischkäse", die besonders vitaminreich daherkommt. Gefallen hat mir auch die "Grüne Suppe mit Radieschenblättern", die die Stimmung heben soll.

Sommersuppen gilt es jetzt zu kochen. Mittels der Kräuterpasten, die u.a. vorgestellt werden, kann man ihnen noch mehr Geschmack verleihen. Hervorheben möchte ich die "Brotsuppe aus Italien" mit sonnengereiften Tomaten und die "Tom Yam Gung" die thailändischen Nationalsuppe, die Austernpilze und Garnelen enthält.

Tolle Herbstsuppenrezepte machen schon jetzt neugierig. Gefunden habe ich mehrere Rezepte für Kartoffelsuppen, alle sehr gut zubereitet, aber auch eine Pilzsuppe, deren Ingredienzien besonders gesund sind.

Schlussendlich dann lernt man Wintersuppen kennen und spezielle Würzmischungen. Die "Zwiebelsuppe mit Käse-Croutons" soll die Selbstheilung aktivieren. Ihre Zutaten klingen vielversprechend.

Mein Favorit bei den Wintersuppen allerdings ist die "Currysuppe mit Mango, Ingwer und Huhn". Sie schmeckt auch an einem kühlen Spätsommertag bestens.

 Sehr empfehlenswert. 

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Rezensionen:Birne, Quitte, Nuss & Traube: (Süße und pikante Rezepte) (Gebundene Ausgabe)

Auf dem Buchmarkt hat die Zeit der Kochbücher für die Herbstsaison begonnen. Natürlich habe ich sogleich Karl Newedels "Birne, Quitte, Nuss und Traube" gelesen, eine reich bebilderte Rezeptsammlung, die mir sehr gut gefällt.

Der Autor untergliedert in: 
Birnenrezepte 
Quittenrezepte 
Rezepte mit Nüssen 
Traubenrezepte 

und wartete zudem mit einem alphabetischen Register auf.

Birnen zählen zu meinen Lieblingsfrüchten, insofern habe ich die Birnenrezepte mit besonderer Neugierde studiert.

 Für alle Rezepte im Buch gilt, dass sie sehr gut und zwar schrittweise erklärt werden, die Zubereitungs- und Backzeit genannt wird und man immer wieder hilfreiche Tipps erhält.

Den "Avocado-Birnen-Salat mit Garnelen" werde ich heute Abend zubereiten. Dazu wird es ein Glas Veltliner geben. Darauf freue ich mich schon jetzt. Das Dressing enthält meine geliebten Chiliflocken und wird mit frischen Bio-Limetten angerührt. Das Rezept für "Gewürzbirne auf Weinschaumsauce" ist schon ein wenig herbstlich und eignet sich als Dessert nach einem Wildgericht. Für Süßmäulchen gibt es in dieser Rubrik ein Rezept für "Birnenschokoladenkuchen" und zudem für "Schoko-Grieß-Strudel mit Birnen". Die Rezepte enthalten interessante Ingredienzien, die bemerkenswerte Backergebnisse versprechen.

Mit Quitten habe ich bislang wenig Erfahrung gesammelt, finde aber das Rezept für "Chili con Quitte" sehr spannend. Nichts für Vegetarier, da es auch Hackfleisch enthält.

Spannend finde ich es nicht nur wegen der Quitten, sondern auch wegen der Gewürze, durch die das ursprünglich mexikanische Gericht orientalische Noten erhält.

Ein wenig an "Tarte Tatin" erinnert der "Umgedrehte Quittenkuchen", wobei dieser Teig gemahlene Haselnüsse aufweist.

Im Bereich der Nussrezepte habe ich die "Haselnuss-Biscotti" gefunden, die ich ausprobieren werde. Ein wahrer Genuss zu einer Tasse Capuccino, wie man mittlerweile auch in unseren Regionen weiß.

Da meine Mutter Trauben in ihrem Garten anbaut und diese bereits fast reif sind, kommen mir die Traubenrezepte sehr entgegen. Den "Blechkuchen mit Traubenschmand" klingt vielversprechend, ich selbst werde aber das "Joghurtmousse mit Traube und Minze" zubereiten, da ich Kuchen nur backe, wenn Gäste kommen und auch dann nur sehr selten.

Ausprobieren möchte ich auch das "Lachsfilet mit Riesling-Trauben-Sauce". Dazu gibt es Wildreis mit frischen Kräutern und natürlich ein gutes Glas Riesling. Die Rezepte zeichnen sich alle durch Kreativität und ein sehr gutes Kochniveau aus. Dabei ist das Preis- Leistungsverhältnis mehr als nur lobenswert.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Die besten Schweizer Rezepte und ihre Geschichte (Gebundene Ausgabe)

Heute möchte ich auf ein bemerkenswertes Kochbuch des Autors Alfred Haefli aufmerksam machen. Ein Schweizer Facebookfreund hat es mir empfohlen. Ich habe es mit großem Vergnügen gelesen und bereits danach gekocht.

In diesem reich bebilderten Buch sind die Rezepte in nachstehende Rubriken untergliedert in:

Suppen
Für den kleinen Hunger 
Vegetarisch Fleisch und Fisch 
Aus dem Ofen 
Eintöpfe 
Desserts 

Wie dem Untertitel zu entnehmen ist, erfährt man stets auch etwas die Geschichte des jeweiligen Rezeptes. Diese Hintergründe sind nicht nur spannend zu lesen, sondern sie eignen sich auch vortrefflich für Tischgespräche.

Bei den Suppen hat mir die "Zürcher Unterländer Weinsuppe" besonders gut gefallen, die seit dem Mittelalter immer mehr veredelt wurde und bei den Gerichten für den kleinen Hunger, nicht zuletzt die "Käseomelette", die ideal zu einem trockenen Weißwein munden. Die Omlette werden mit Walliser Bergkäse und Gruyère gefüllt und mit Weißwein und Williams verfeinert. In einer Auflaufform werden sie dann mit einer Béchamelsauce übergossen und gratiniert.

Bei den vegetarischen Speisen findet man beispielsweise das "Fondue moitié-moitié", das u.a. Gruyère AOC und Freiburger Vacherin aus Rohmilch enthält. Man findet aber auch das Rezept für "Schwyzer Kapuzinerklößchen", die man mit Aprikosenkompott servieren kann. Reisende Kapuziner sollen sie einst in den Kanton Schwyz importiert haben.

Das Rezept für "Rösti mit Pilzragout" hat mir sehr gut gefallen, aber auch das "Tessiner Risotto". Dass man im Tessin Reis anbaut, wusste ich bislang noch nicht. Die Anbauflächen liegen in Ascona, Locarno und Gordola.

Sehr delikate Fleisch- und Fischgerichte machen es nicht einfach, zwei oder drei davon hervorzuheben. Ich habe mich für das "Gefüllte Walliser Kalbsschnitzel" mit Pfifferlingen und natürlich für "Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti" entschieden. Das zuletzt genannte, berühmte Gericht ist übrigens erst 100 Jahre alt.

Interessant finde ich wie man "Albeli mit Kräutern" zubereitet. Albeli sind Felchen, die man in zerlassener Butter badet und mit Kräutern würzt. Die Mischung aus gehackter Petersilie und Schnittlauch passt bestens zum feinen Fellchengeschmack.

"Walliser Cholera" hat eine nicht uninteressante Geschichte, die mal wieder beweist, dass selbst aus etwas Schrecklichem auch immer etwas Gutes erwachsen kann. In diesem Fall ein leckerer salziger Kuchen mit Lauch und Bergkäse gefüllt, der sich bestens als Imbiss eignet, wenn man Freunde zum Weintrinken eingeladen hat.

Zu einer solchen Angelegenheit passt allerdings auch "Kartoffel-Birnen-Ramequin", "Tessiner Klosterkuchen" und der "Appenzeller Brotauflauf".

Die Eintöpfe sind schmackhafte Wintergerichte und auch bei den Desserts findet sich so manches Rezept, das besser in die kühlere Jahreszeit zubereitet werden sollte, so etwa die "Engadiner Nusstorte" oder das Gebäck mit einer langen Geschichte, das die Schweizer "Birewegge" nennen.

Besonders beeindruckt hat mich die "Safrancreme". Safran wird in der Schweiz seit dem 14. Jahrhundert angebaut. Bis zu 12 00 Franken pro Kilo muss man dafür berappen. Keine Sorge, für die Creme sind nur 15 Fäden notwendig, solange man sie nicht im großen Rahmen Gästen auftischen möchte. 

Empfehlenswert.
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Rezension:Panna Cotta: Cremig italienisch - süß und pikant (Gebundene Ausgabe)

Heute möchte ich mal wieder etwas für den Gaumen rezensieren. An einem solch kühlen Tag im Mai heißt es, südliche Geschmackskomponenten in einem Dessert unterzubringen, um sich auf diese Weise lukullisch zu trösten.

Laura Zavan wartet in ihrem Rezeptbuch mit einer typisch italienischen Speise auf, die sie in ihren Rezepten süß und pikant variiert. Panna cotta (gekochte Sahne) ist eine echte Seelentrösterin, deren Herkunft das Piemont ist. Wir wollen jetzt nicht über Kalorien und gesundheitliche Aspekte nachdenken, sondern lieber in Erfahrung bringen, wie man diese himmlisch weiche Creme zubereitet und worin sich die Klassiker von den Aromatisierten, den Fruchtigen und den Salzigen unterscheiden.

Das Mischungsverhältnis für traditionelle Panna-Cotta-Rezepte beträgt 3:1. Soll das Dessert besonders cremig werden, verwendet man ausschließlich Sahne. Die Autorin thematisiert, welche Sahne und welche Milch man dazu nehmen kann, stellt auch diverse Aromen vor, neben Vanille beispielsweise Orangenblüten- oder auch Rosenwasser.

Über die richtige Form, das erfolgreiche Stürzen, das Vorbereiten- und Aufbewahren wird man unterrichtet, um anschließend mehr über Saucen und Fruchtpürees zu erfahren.


Das Grundrezept für eine Panna Cotta wird schrittweise erklärt und mittels Bildern visualisiert. Dann folgt der Rezeptteil, beginnend mit der Klassikern. Alle Rezepte werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Man erfährt stets Näheres über die jeweilige Zubereitungs-, Gar- und Kühlzeit und auch wie viele Leckermäuler bei den angegebenen Mengen satt werden können.

 Bei den Klassikern finden sich Rezepte wie etwa "Panna Cotta mit Karamell", das durch trockenen Marsala erst den richtigen Kick erhält. Mein Lieblingsrezept bei den Klassikern ist "Panna Cotta mit Kaffee", ein sehr schönes Dessert, das von einer Tasse Espresso begleitet werden sollte. Besonders gefallen haben mir auch Rezepte für "Panna Cotta mit dunkler Schokolade" und "Panna Cotta mit Gianduja" denen ich allemal den Vortritt vor "Mousse au Chocolate" geben würde, weil sie viel zarter sind.

Interessant finde ich die Aromatisierten und hier speziell die "Panna Cotta mit Matcha-Tee". Dieses Dessert passt natürlich bestens als Ausklang eines japanischen Menüs, gleichwohl aber auch als Gaumenkitzler zu einer Tasse japanischen Grüntee.

 Bei den Fruchtigen inspiriert mich die "Panna Cotta mit Granatapfelgelee" optisch am meisten, dennoch werde ich wohl eher der Jahreszeit entsprechend dieser Tage eine "Panna Cotta mit Erdbeeren" zubereiten. Dieses Erdbeersahne-Dessert lässt sich problemlos zubereiten und noch problemloser genießen.

Die Salzigen eignen sich als Vorspeise. Die "Panna Cotta mit Pesto" ist ein im Grunde leichtes Gericht, dem ein Fischgericht folgen könnte.

Die Rezepte für alle Jahreszeiten werden Freunde italienischer Kochkunst gut gefallen... und der November im Mai ist alsbald vergessen nach dem zweiten Löffel dieser Köstlichkeit.

Empfehlenswert.

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Rezension:Luftig-leichter Brandteig: ganz einfach [Gebundene Ausgabe]

Windbeutel gab es stets zu meinen Geburtstagen während meiner Kindheit. Sie waren mit Erdbeeren und Sahne gefüllt. Ich fand diese Leckerei stets unwiderstehlich. Jahrzehnte später lernte ich in Frankreich "Profiteroles" kennen, gefüllt mit "Crème Chantilly" und übergossen mit heißer Zartbitter-Schokolade. Ein Traum. Eine Schande übrigens, was die Industrie aus diesem Top-Dessert gemacht hat, wenn man bedenkt, was diesbezüglich im Supermarkt angeboten wird.

Dieses Backbuch nun habe ich meiner Mutter geschenkt, die als Pensionären viel Zeit hat und gerne Rezepte austestet. Als Brandteig-Spezialistin ist sie begeistert von dem, was geboten wird, nicht nur im Bereich süßer Kreationen, sondern auch der pikanten. Gefunden habe ich in dem Rezeptbuch von Luise Lilienthal das ideale Snack-Rezept für einen Sektempfang, doch dazu später mehr.

 Ein Teig und 42 Köstlichkeiten wirbt der Verlag. Die Aussage ist keine Übertreibung. Neudeutsch formuliert handelt es sich um "Hammer-Rezepte" für Genussmenschen.

Zunächst wird in gut nachvollziehbaren Schritten die Teigzubereitung erläutert und auch wie man ihn in Form bringt, bäckt und schlussendlich füllt. Aufgelistet und erläutert wird das richtige Handwerkszeug, dann folgt der reich bebilderte Rezeptteil, der in drei Abschnitte untergliedert ist.

 Die eingangs erwähnten "Profiteroles" sind auch dabei. Stets werden die Zutaten genau genannt, auch die notwendigen Küchengeräte, Backzeiten und die Ofentemperatur bleiben nicht ausgespart, ebenfalls nicht die Anzahl der Gebäckteile. Die Rezepte werden schrittweise sehr gut erklärt und das Backergebnis auf einem Foto gezeigt. Zudem erhält man interessante Produktinformationen.

 Hier will ich jene zu der "Saint-Honoré-Torte" (sie ist sehr delikat, habe sie in Frankreich bereits gegessen) zitieren: "Die Torte ist nach dem Schutzheiligen der Bäcker, dem Heiligen Honorius von Amiens, der Bischof von Amiens war, benannt. Der Bischof starb im Jahre 600. Er selbst hatte nichts mit dem Backhandwerk zu tun, ein Bäcker überschrieb aber im 13. Jahrhundert Land an die Stadt Paris, damit eine Kapelle zu Ehren des Honorius gebaut werden konnte. Im Jahr 1400 gründeten die Bäcker in dieser Kapelle ihre Zunft." (Zitat.: S.23)

 Ich finde solche Geschichten überaus bereichernd und teile diese auch stets bei Tisch Gästen mit. Daraus ergeben sich oft interessante Gespräche.-- Sehr schön sind sie die Schwäne aus Brandteig, eine Spielerei, die eine Kaffeetafel betont edel gestaltet. Gefüllt sind sie mit einer Vanillencreme und eigentlich zu anmutig, um verspeist zu werden. Die "Windbeutel mit Mango-Zimt-Sahne" sind eher ein Dessert für die Winterzeit, während jene mit Kirschfüllung, demnächst darauf warten zubereitet zu werden.

 Wer kleine Kinder hat, sollte Brandteigmäuschen backen. Die schauen wirklich süß aus. Auch "Kaptain Blaubeer" eignet sich als Kinderleckerei, selbst wenn die Kinder schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben.

 Lädt man Gäste auf ein Glas Wein ein und sucht nach Rezepten für Snacks, stößt man hier im Buch auf wirkliche Köstlichkeiten. So etwa auf "Häppchen mit Roquefort und Birne", "Windbeutel mit Ziegenkäse", "Thunfisch im Brandteigmantel", "Gourmetwindbeutelchen mit Lachs" und vieles andere mehr. 16 Gourmetteilchen lassen sich aus besagtem Rezept verwirklichen, gefüllt mit Frischkäse, Dill und Räucherlachs passen sie bestens zum Sektempfang.

 Im dritten Abschnitt, das ist die Rubrik "Zarte Verführer" findet man auch sogenannte "Liebesknochen", in Frankreich nennt man diese Teile "Eclairs". Leider erfährt man nicht wie es zu dieser Wortschöpfung kam. Das stört aber nicht, wenn man sich auf die Milchkaffeecreme einlässt und das Gebäck ebenso andächtig genießt, wie ein weiteres, das sich "Brunnen der Liebe" nennt und mich spontan an ein Gemälde von Hieronymus Bosch denken lässt, das man im Prado besichtigen kann.

Brandteig kann man übrigens auch frittieren. Das ist notwendig, wenn man beispielsweise "Eberswälder Spritzkuchen" zubereiten möchte. Frittiert ist das Gebäck dann aber nicht mehr sinnlich oder gar erotisch, auch nicht wenn es als "Dauphin Kartoffeln" daher kommt. Sonderbarerweise assoziere ich diese spontan mit Ludwig XVI. von Frankreich. Seinem Großvater würde ich dann doch eher die Eclairs zuschreiben. 


Ein tolles Rezeptbuch, das ich gerne empfehle.

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Rezension:Mein WDR-Kochbuch -Björn Freitag

Dies ist ein Kochbuch des westfälischen Fernseh- und Sternekochs Björn Freitag, das nicht nur 130 delikate Rezepte enthält, sondern auch sehr gute Ernährungstipps von der Oecotrophologin Anja Tanas.

Untergliedert sind die Rezepte in die Kapitel: 
Spargel, Spinat und Stielmus 
Erbsen, Bohnen und Linsen 
Tomate, Gurke und Kohlrabi 
Huhn, Schwein und Rind 
Möhre, Pastinake und Sellerie
Apfel, Birne und Quitte 
Kartoffel, Kürbis und Rote Bete 
Weißkohl, Rotkohl und Grünkohl 
Käse, Eier und Milch
Rhabarber, Erdbeere und Heidelbeere 

Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man über die jeweiligen, oben genannten Produkte warenkundlich Wissenswertes über Einkauf, Lagerung und Küche. Dazu kommen dann stets spezielle Ernährungstipps von Anja Tanas.

Unter den Rezepten dann findet man weitere Tipps. Diese allerdings stammen von dem westfälischen Sternekoch.

Natürlich gefällt mir, dass Freitag mit alten Gemüsesorten kocht. Wie er schreibt, hat in Westfalen Blattstielkohlgemüse als deftige Beilage zu Fleischgerichten aller Art Tradition. Stielmus enthält sehr gesundheitsfördernde Senfölglykoside sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Man kann daraus beispielsweise einen "Stielmuseintopf mit Crème fraiche, Kassler und Garnelen" zubereiten.

Viele Rezepte im Buch assoziiere ich mit der gehobenen bürgerlichen Küche der Westfalen, so etwa den "Düsseldorfer Senfbraten vom Kaninchenbuckel mit Stielmus" und den "Sauerbraten vom Butt mit getrockneten Sauerkirchen und Kohlrabi". Westfälische Alltagsgerichte sind wohl eher die "Wirsingrouladen mit Salzkartoffeln", "Apfel-Steckrüben-Eintopf mit Mettendchen" und "Himmel und Ääd". "Piroggen mit Champignons und Sauerkraut" erinnern mich an die eingewanderten Polen, die sich als zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Bergarbeiter im Ruhrgebiet verdingten und die "Kalbsfrikadellen mit Tomaten-Koriander-Füllung" daran, dass in der Region heute auch Türken leben.

Für mich ist das Buch sehr inspirierend, weil ich alte Gemüsesorten sehr zu schätzen weiß, mich freue nun neue Zubereitungsarten in Erfahrung gebracht zu haben und auf eine Vielzahl schmackhafter bodenständiger Rezepte zurückgreifen kann, die durch eine hervorragende Rezeptur meine Neugierde wecken.

Die "Kartoffelsuppe mit Majoran" habe ich gestern ausprobiert. Sie schmeckt exzellent und transportiert die Idee der westfälischen Küche auf sehr sympathische Weise. Hätte ich einen Nachtisch zubereitet, dann wäre es gewiss der "Rhabarber-Vanillen-Kompott mit Holunderblütenparfait gewesen". Das Rezept klingt vielversprechend.

 Empfehlenswert. 

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