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Rezension: Der Speisen Würze-Geschichten um die Esskultur und Tischsitten aus aller Welt- Edition Zeitblende

Dieses wunderbare Buch befasst sich mit ursprünglicher esskultureller Gestaltung und Szenarien wie sie in Erzählungen, Geschichten aber auch in literarischen Texten dokumentiert sind. Dabei werden Quellen aufgetan, die unbekannte und ungewöhnliche Aspekte von Ernährung und Tischsitten beinhalten. Gesucht werden diese primär in außereuropäischen Ländern und Kulturen. Weil man dort noch Ursprüngliches vermutet. Insgesamt geht es bei den Betrachtungen nicht um die Darstellung historischer Entwicklungen, sondern stattdessen um die Authentizität konkreter Situationen und Verhaltensweisen. Von daher auch folgt der Autor nicht selten abenteuerlichen Spuren von Reisenden und Forschern, die eine bestimmte Esskultur erlebt, beobachtet und geschildert haben. Dazu kommt als weitere wichtige Quelle die Innenansichten von Personen fremder Kultur, die Erfahrungen und ihre Wertungen kommunizieren. Das Buch zeigt, dass bislang brachliegendes Wissen über Ernährung und Essverhalten nicht selten von uralten Mythen und Legenden geprägt ist. 

Die Betrachtungen von Kochkunst und Tafelkultur finden in folgenden Ländern statt: Russland, Zentralasien, China, Indonesien, Japan und Korea, Afrika, Mexiko, Andenländer und Amazonien, Nordamerika, Ozeanien und in Ländern, die durch den Islam geprägt sind. 

Dezente Illustrationen zwischen den einzelnen Kapiteln inspirieren, sich stets auf Neues einzulassen.

Auf Seite 75 beginnt die Betrachtung kleiner Leckerbissen rund um die Uhr. Wo? In Indonesien und anderen Inselwelten. So liest man hier zunächst Wissenswertes über die "Javanische Reistafel", die mehr als zwanzig Zugaben enthält, die man am Tisch erst vermengt, bevor man sie verspeist. Etwas gewöhnungsbedürftig ist ein kulinarisches Verfahren auf Bali, von dem der Reiseschriftsteller Richard Katz berichtet. In manchen Dörfern dort diente in den 1930er Jahren noch ein Hund als Wurstmaschine. Man fütterte das Tier, nachdem es zwei Tage gehungert hatte mit Büffelfleisch und Milch, schlachtete es eine Stunde später und entnahm ihm den gefüllten Darm. Aus dem Rest des Hundes wurde wie gewohnt ein Braten oder Suppenfleisch zubereitet.

Einige Seiten später liest man Wissenswertes zur japanischen Teezeremonie, erfährt u.a. , dass jedes Gespräch im Teeraum fern von Alltagsdingen verläuft, man von Malern, Dichtern, Teemeistern und ihren Werken spricht, vom Geschmack und den Anschauungen verschiedener Zeiten und dem auserlesenen Teegerät. Um den Gastgeber zu erfreuen, lobt man den Geschmack des Tees, seine Stärke und seine Farbe und sorgt durch Gesprächsbeiträge für ein schönes Klima. 

Eine unglaubliche Fülle von Textbeiträgen zur Esskultur und zu Tischsitten in all den oben angeführten Ländern warten auf den Leser, der klug dran tut, sie häppchenweise zu "konsumieren", um möglichst lange Freude an diesem Buch zu haben.

An einem der Leseabende schließlich in Mexiko angekommen, erfährt man mehr über eine gute aztekische Köchin, liest über Tortillas und über Kakao, dem Getränk der Edlen von einst. Dieser war "fein gemahlen, glatt eingehend, kräftig geschlagen, rot, herb, mit Pfeffersaft versetzt, blumig, mit blüten des Großohrenbaums, des Götterohrenbaums, mit Vanille, mit dem Saft der Früchte der Mecaxochitl-Pflanze, mit Blütenhonig und Blütenwasser."

Dieses und anderes mehr liest man zu Mexiko, um sich dann in den Andenländern und in Amazonien mit sonderbaren Speisen wie etwa einer "Ameisenpastete" oder auch mit "Pisuslarven" zu befassen, die ein Brotaufstrich sind, der angeblich wohlschmeckend ist.

Lesenswert auch ist das Nachwort mit dem Titel "Esskultur im Zeichen der Globalisierung". Hier wird u.a. auf den Selbstversuch des Amerikaners Morgan Spurlock hingewiesen. Er verspeiste einen Monat lang Mc Donalds Mahlzeiten und nahm 15 kg zu. Sein Cholesterinwert war schlagartig in die Höhe geschnellt und erste Anzeichen einer Lebererkrankung erkennbar.

Fettleibigkeit ist heute weltweit präsentes Phänomen einer ökonomisierten "Modernisierung" der Esskultur, so der Autor. 10 Millionen Diabeteskranke allein in Deutschland sprechen eine warnende Sprache. 

Das Buch zeigt Vielfalt in der Esskultur und dokumentiert wertvolles Wissen, das mehr als nur nachdenklich stimmen sollte bei dem nächsten Big Mac oder alternativ der nächsten Pizza. Dann doch lieber Ameisenpastete.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel  erhältlich

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Der Speisen Würze: Geschichten um Esskultur und Tischsitten aus aller Welt

Rezension: NENI- TEL AVIV- Food.People.Stories- Haya Molcho & Söhne- Brandstätter

Die weitgereiste Haya Molcho ist in Tel Aviv geboren und lernte auf ihren Reisen die Küchen der Welt kennen. So entwickelte sie ihren individuellen, kulinarischen Stil, typisch israelisch und international zugleich. Gemeinsam mit ihren Söhnen eröffnete sie 2009 das erste NENI-Restaurant. Dabei ging ihr Erfolgsrezept, mediterrane und levantinische Esskultur in Europas Metropolen zu bringen, auf. Heute ist NENI eine innovative anerkannte Marke mit Kochschule und eigener Produktlinie, die Restaurants in Berlin, Hamburg, München, Köln, Zürich und Berlin betreibt. 

Für das vorliegende Buch hat Haya Molcho und ihr Team eine Entdeckungsreise durch Tel Aviv gemacht und das laute Treiben auf den Märkten dieser Stadt eingefangen. Streetfood ist dort allgegenwärtig und man ist überrascht, dass hier jemenitische, türkische und irakische Angebote nebeneinander existieren. 

Das reich bebilderte Buch ist in fünf Kapitel untergliedert, in denen mit Rezepten, Fotos von den Speisen als auch von der Stadt und Leuten dort aufgewartet wird. Dazu kommen noch bemerkenswerte Storys, die interessante Bewohner von Tel Aviv, die ihre Gaben leben, dem Leser nahe bringen und das dortige Lebensgefühl erspüren lassen. 

So liest man beispielsweise von einer urbanen Pflanzensammlerin, die im Alter von 29 Jahren ein Studium zur Modedesignerin begann und die sich intensiv mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt, liest von Köchen, Köchinnen und anderen Menschen mit vielen guten Ideen, die diese erfolgreich umsetzen. 

Die Kapitel lauten: 
Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte 
Nenis Grundbaukasten 
Fisch 
Fleisch 
Süßes 

In diesen Kapiteln sind alle Texte und Bilder untergebracht. Die Rezepte sind  1 A, werden in einzelnen Schritten erläutert und weisen zumeist mediterrane Komponenten, nicht selten mit leicht orientalischen Gewürznoten auf. 

Neugierig vertieft man sich zunächst vielleicht in einzelne Rezepte, bevor man sich entscheidet, erste Versuche mit dem Kochbuch zu wagen. Man analysiert möglicherweise die Unterschiede zwischen einer spanischen und israelischen Meeresfrüchte-Paella und begeistert sich für "Krabben-Burekas", die – sieht man mal vom Koriander ab- fast der französischen Küche zugeordnet werden könnten. 

Beinahe italienisch mutet die "Rindertatar-Bruschetta" an. Auch hier bringt die Würze den Vorderen Orient mit Südeuropa zusammen. Das jemenitische "Rinderstew mit Lahoh" hingegen ist Orient pur. Geheimnisvolle Geschmackskomponenten machen hell wach. Was schmeckt man da?  Ein Gericht für weltoffene Gaumen. Eindeutig.

Interessant finde ich das Rezept für "Lamm mit Feigen und Trauben", interessant deshalb, weil es kaum Gewürze enthält. Irgendwie atypisch.

Die Süßspeisen sind allesamt orientalisch süß und begeistern ganz gewiss alle Süßmäuler, selbst in Nordschweden. 

Bei allem sind immer wieder die Storys bemerkenswert, so etwa jene über einen Gewürzhändler oder jene über die Sommeliers, die sogar noch einige Tipps geben im Hinblick auf ihre Lieblingsweingüter in Israel. 

Adressen und Websites von den vorgestellten Personen im Buch werden auch angegeben, sodass man sich weiter informieren und gegebenenfalls Kontakt aufnehmen kann.

Sehr empfehlenswert 
Helga König 

Rezension: Kohlrouladen& Krautwickel- Petra Kolip –Hädecke

Dr. Petra Kolip hat ein Kochbuch verfasst, das zu lesen nicht nur Freude bereitet, weil es hervorragend strukturiert ist, sondern dass zudem wirklich motiviert, die darin enthaltenen Rezepte nachzukochen. 

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die alte Kulturpflanze Kohl, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen soll. Kopfkohl wird übrigens seit dem 11. Jahrhundert bereits angebaut und war bis zur Entdeckung der Kartoffel im 16 Jahrhundert neben Getreide das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung hierzulande. 

Alle Kohlsorten haben einen hohen Vitamin C Anteil, zudem einen hohen Anteil an Vitamin B,  darüber hinaus noch viele Mineralien und anderes mehr. 

Im Rahmen von kleinen Kohlporträts erfährt man Wissenswertes zu: Weißkohl, Wirsing, Rotkohl, Grünkohl, Palmkohl, Chinakohl, Pak Choi und Choi Sum sowie Kai Choi. 

Die einzelnen Kohlsorten haben im deutschsprachigen Raum oftmals unterschiedliche Namen. Dabei wird nicht jeder Bezeichnungen wie etwa "Wirz" oder "Komst" kennen, den Begriff "Kabbes" hingehen wohl eher. 

Man liest Näheres über das Geheimnis einer guten Kohlroulade und erfährt wie man Kohlblätter blanchiert und Blattrippen flachschneidet, liest zunächst Allgemeines über Kohlrouladenfüllungen, erfährt wie man sie rollt und verschließt, anbrät und schmort und eine gute Sauce dazu zubereitet. 

Die Kohlrouladenrezepte sind untergliedert in: 
Kohlrouladen mit Fleisch 
Kohlrouladen mit Fisch und Meeresfrüchten 
Kohlrouladen mit vegetarischer Füllung 
Rouladen mit Mangold, Salat und Weinblättern 

Alle Rezepte werden schrittweise sehr gut erläutert. Die Zutaten sind übersichtlich aufgelistet und immer sehr harmonisch aufeinander abgestimmt.  Was noch? Die Zubereitungs- und die Garzeit werden stets genannt. 

Man staunt über die Fülle von "Kohlrouladenrezepten mit Fleisch" aus vielen unterschiedlichen Ländern. Sehr gut gefallen mir hier die "Zuger Kohlwickel", weil sie in Tomatensauce gegart sind. Für die "Bayerischen Krautwickel" mit Kümmel wurde eine delikate Sauce kreiert, die u.a. Weißwein, süßen Senf und saure Sahne enthält. 

Arabische Kohlrouladen werden ganz ähnlich wie die griechischen Kohlrouladen mit Lammhackfleisch zubereitet, während "Libanesische Kohlrouladen" Lammwürfel und Reis enthalten und mit Zimt sowie Pimentpulver gewürzt werden. In Bosnien aber auch in Ungarn werden die Krautwickel aus sauer eingelegtem Weißkohl zubereitet. Die Rezepte sind vielversprechend. 

Sehr lecker schmecken die "Königsberger Spitzkohlrouladen", die vom Geschmack her die "Königsberger Klopse" noch toppen. 

Diverse Grünkohlrezepte werden Norddeutschen besonders gut gefallen. Ich selbst bin  allerdings von den Rezepten milderer Kohlsorten mit Fisch und Meeresfrüchten am meisten begeistert und hier z.B. von den "Spitzkohlrouladen nach Finkenwerder Art". Ein Festtagsessen! Delikat auch sind die "Chinakohlroulade mit Fisch und Koriander"  und die "Fischröllchen mit Curry und Zitronengras". 

Wer es vegetarisch mag, findet hier Vieles, was anspricht und wer neben Kohl Weinblätter oder dergleichen füllen möchte, wird hier auch fündig. 

Ganz zum Schluss gibt es noch tolle Rezepte aus den Resten des Kohls, den man für die Rouladen verwendet hat. So etwa "Bayrisch Kraut", "Sahnewirsing mit Orange" oder aber einen "Mallorquinischen Kohleintopf " und  schlussendlich Tipps zu Sehens- und Wissenswertem rund um den Kohl.

Dieses Kochbuch ist ein Highlight unter den Kochbüchern in diesem Herbst und Winter. Daraus  Speisen zuzubereiten, wird nicht langweilig, weil jedes Rezept  sich von den anderen unterscheidet.

Maximal empfehlenswert.

Helga König
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Kohlrouladen und Krautwickel

Rezension: Kochen für Freunde-Einfach. Entspannt. Zum Vorbereiten- Ursula Furrer-Heim-at Verlag

Die Autorin dieses Werkes  ist  die Schweizerin Ursula Furrer-Heim. Sie wurde für ihr erstes Buch bereits mit einer Medaille von der Gastronomischen Akademie Deutschland ausgezeichnet. Die schönen Fotos wurden von Patrick Zamp realisiert und das Bildkonzept sowie das Styling stammt von Natascha Sanwald.

Für Freunde zu kochen, ist eine hübsche Idee, speziell wenn man ihnen damit eine wirkliche Freude bereiten möchte. Im vorliegenden Buch hat man Gelegenheit, 20 Menüs mit jeweils drei Gängen zu entdecken, die sich alle sehr gut vorbereiten lassen und leicht aber auch verständlich in der Zubereitung sind. 

Die Zutaten sind problemlos erhältlich und zumeist aus der Region. Ein detaillierter Zeitplan zu jedem Menü sorgt gemeinsam mit den Rezeptbeschreibungen dafür, dass man in Ruhe alles vorbereiten und  mit Freunden eine schöne Zeit verbringen kann. 

Nach einigen Vorbemerkungen, die man nicht überlesen sollte, folgt der Rezeptteil, der in die vier Jahreszeiten untergliedert ist und stets fünf Menüvorschläge enthält, mit jeweils drei Gängen. Appetitanregende Fotos von den einzelnen Gerichten sorgen dafür, dass man einen Eindruck von den Rezeptergebnissen erhält und damit auch von den Serviermöglichkeiten. 

Menüs mit und ohne Fleisch bieten für jeden Geschmack etwas. Dabei sind viele Speisen mediterran angehaucht und wirken fast schwerelos. Das gilt auch für die "Kalbsschnitzelröllchen an Madeirasauce", zu denen eine erfrischende "Spinatpasta" gereicht wird. Die Desserts sind zumeist  keine Kalorienbomben. Sehr ansprechend ist beispielsweise die "Joghurttorte mit Rhabarber-Himbeer-Kompott" aber auch die erfrischende "Heidelbeertarte". Als Vorspeise eine halbe "Birne mit Käsetupfer" sollte man unbedingt ausprobieren und das "Entrecôte Double mit Orangenkräuter-Butter auf Orangen-Linsen" in der kälteren Jahreszeit ebenfalls. Auch die "Pastetchen mit Geflügel und Äpfel" überzeugen und vor allem das "Reh mit Apfelschnitzen". 

In diesem Buch gibt es tatsächlich für viele Vorlieben etwas, so dass Freunde frohlocken dürfen, wenn man mal wieder zu Tisch bittet und beispielsweise "Knuspernüsse zum Aperitif" reicht. Was dann folgt, können Sie dem Buch entnehmen.


Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Kochen für Freunde: Genial, Einfach, Zum Vorbereiten

Rezension: Zu Gast auf Sylt- Regina Stahl- Callwey

Dieses schöne Buch fällt bereits wegen seines Umschlags aus dem Rahmen. Norddeutsche Küchenkacheln laden dazu ein, sie zu berühren und locken auf sinnliche Weise, das Buch mit dem Titel "Zu Gast auf Sylt" zu öffnen, weil man sich dort plötzlich angekommen fühlt. 

Autorin des Werks ist Regina Stahl. Die einstige Mode- und Beauty-Chefin der deutschen "Vogue" kennt die Insel seit ihrer Kindheit und dort auch nahezu jedes Restaurant. Die Hamburger Fotografin Brita Sönnichsen hat die vielen imposanten Bilder für das Buch realisiert, das - kurz zusammengefasst-  60 Sylter Originalrezepte, Anekdoten, Sehnsuchtsorte und Geheimtipps enthält.

Nach einem Vorwort von Regina Stahl ist das Buch in sechs Kapitel gegliedert und beginnt mit dem Inseldorf List. Dort ist die Dittmeyer´s Austern-Compagnie zuhause, die 1986 gegründet wurde. Die berühmte "Sylter Royal" wird in Aquakulturen in der Blidselbucht im Lister Wattenmeer gezüchtet. Sie ist die einzige Auster, die in Deutschland produziert wird. Ein Rezept für "Überbackene Austern" ist beigefügt. 

Man lernt Restaurants in List kennen und jeweils delikate Rezepte von Gerichten, die man dort speisen kann, so etwa eine "Kapitänsscholle", die von Krabben bedeckt, ganz gewiss delikat mundet. "Geheimtipps und Wissenswertes" nennt sich eine Spezialseite in jedem Kapitel. Hier erfährt man dann auch, was man unter "Lister Hafenwasser" zu verstehen hat, bevor es weiter nach Kampen geht. 

Auch dort erhält man visuell einen guten Eindruck, lernt ganz unterschiedliche Restaurants, inklusive Kontaktdaten kennen und dazu sehr gute Rezepte, so etwa auch  aus dem "Gogärtchen" oder vom Bistro-Restaurant "Kaamp Meren".  Das "Lammcarré mit Balsalmico-Linsen"  lässt sich problemlos zubereiten und ganz ähnlich sieht es beim "Rührei mit lauwarmem Räucheraal" aus. Hierbei handelt es sich um ein Rezept aus dem Restaurant "Rauchfang". Es folgen eine ganze Reihe weiterer Lokale und Rezepte aus Kampen und auch hier werden Geheimtipps genannt. Dann wird Westerland vorgestellt. Dieser Ort erhielt 1855 den Status eines Seebades. Auch dort wird man mit den Restaurants vertraut gemacht, lernt für die einzelnen Restaurants typische Gerichte kennen u.a. anderem ein sehr leckeres Rezept für "Nordsee-Miesmuscheln" in Curry-Sahnesud aus dem Restaurant "Die Seekiste". 

Dann wird Keitum vorgestellt und hier das Spitzenrestaurant "Johannes King", der mit seinem "Matjesröstbrot" für Aufsehen sorgt. Eines der interessanten Rezepte stammt aus dem Restaurant "Wine & Dine". Es handelt sich dabei um  "Wildfanggarnele mit Tatar, Spargel, Safran-Chili-Eiscreme und Holunder-Buttermilch-Schaum". 

Das Tipken`s im Hotel Severin`s macht mich besonders neugierig. Der Küchenchef Benjamin Zehetmeier hat u.a. bei Eckart Witzigmann gekocht. Sein "Holsteiner Kalbsfilet mit Erbsen, Morcheln und Madeira –Jus" lassen erahnen wie gut man dort speist. 

Tinnum und hier die "Restaurant Bodendorf´s"  und "Siebzehn 84" im Landhaus Stricker werden ebenfalls vorgestellt und auch das Restaurant "Sansibar" in Rantum bleibt nicht ausgespart. Rezepte vom Feinsten machen auch auf den Folgeseiten neugierig und es wird rasch klar, dass bei einem Besuch, die Wahl eines Restaurants überaus schwer fällt, weil viele sehr gut zu sein scheinen. 

Für Syltreisende ist das Buch ebenso eine Bereicherung wie für alle, die gerne sehr gute Rezepte nachkochen. Warum nicht mit den "Nordsee-Miesmuscheln in Curry-Sahnesud" beginnen? Dazu ein gebuttertes Vollkornbrot und ein Glas trockener Weißwein und der Tag ist gerettet.

Lobenswert erwähnen möchte ich zum Schluss die vielen schönen Fotos. Wer sich in diese vertieft, hat bereits eine Reise  auf die Insel unternommen.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Überall im Fachhandel erhältlich.

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Zu Gast auf Sylt: Sehnsuchtsorte, Originalrezepte und Geheimtipps

Rezension: Salate - Knackig frisch und einfach lecker- Lorenza Alcantara- Heel

Dieses Rezeptbuch werden all jene mögen, die gerne leckere Salate auf den Tisch bringen und  dazu noch gerne gesund essen. 

In der Einleitung erfährt man zunächst mehr über die Bestandteile eines
gemischten Salats. Dabei dienen Getreide und Gemüse als Grundlage, auf der dann aufgebaut wird. Proteine sollten ebenfalls nicht fehlen und auch knusprige, sowie aromatische Zutaten sind unverzichtbar. Zu guter Letzt gehören Würzzutaten natürlich ebenfalls dazu. 

Aufgelistet sind die Garzeiten unterschiedlicher Getreidearten und gezeigt wird wie man Gemüse appetitanregend schneidet, so etwa in Ecken, Rauten, Julien oder Scheiben. 

Die Salatrezepte sind in 4 Rubriken untergliedert. 

-Für jeden Etwas- Leckere und sättigende Rezepte mit Fleisch und Fisch
-Veggie- Farbe und Leichtigkeit-leckere vegetarische und vegane Salate 
-Alles roh –Einfache und schnelle Rezeptideen ohne Herd und Ofen
-Super- Außergewöhnliche Zutaten und Zubereitungsarten für besondere Salate.

Die einzelnen Rezepte werden sehr gut erläutert. Auf Fotos kann man die Rezeptergebnisse sehen, aber auch immer wieder warenkundliche Bilder bestaunen, durch die man beispielsweise diverse Blattsalate oder auch Früchte, Tomaten- und Gemüsesorten sowie Kräuter optisch kennen lernt. 

Lobenswert erwähnen möchte ich die Rezepte für Salatsaucen, Chutneys, Pestos etc. ganz zum Schluss, die bekanntlich für den letzten Kick in einem Salat sorgen.

Alle Rezepte sind  einfach zuzubreiten.

Empfehlenswert.

Helga König

Salate: Knackig frisch & einfach lecker

Rezension: Von der Provence bis nach Pondicherry- Rezepte aus Frankreich und weiter Ferne- Tessa Krios- Gerstenberg

Die Autorin dieses wirklich gelungenen Rezeptbuches- Tessa Krios -  hat bereits 10 Reisekochbücher verfasst. Die Tochter einer Finnin und eines Griechen wuchs in Südafrika auf und erkundete als junge Frau die Welt. Dabei hat sie in den renommiertesten Restaurants in London, Sydney, Athen und Mexiko gearbeitet und lebt heute mit ihrer Familie in der Toskana.

Für das vorliegende Buch hat Tessa Krios eine faszinierende, kulinarische Reise in die einstigen Kolonien Frankreichs unternommen. Ausgangspunkt der Exkursion war die Provence und Endpunkt die Normandie. Jede Region im Buch wird zunächst historisch beleuchtet. Zudem erfährt man stets, welche Produkte dort gedeihen und verspeist werden. Daran schließen sich immer die berühmtesten Gerichte der fokussierten Gegend an. Dass dieses Buch für Hobbyköche eine wahre Fundgrube darstellt,  wird jedem sehr rasch klar, der darin ein wenig blättert. Beigefügt sind den exzellenten Texten Fotos von den Rezeptergebnissen und Reiseimpressionen. 

Als Liebhaberin der Provence haben mich sogleich die Rezepte dieser Region innehalten  und mich  die Qualität des Kochbuches rasch erahnen lassen. Die "Muscheln mit Pistou" aber auch die "Bouillabaisse" lohnen, unvorzüglich auszuprobiert zu werden, weil sie geschmacklich perfekt in den Süden Frankreichs führen. Wunderbar auch ist das Rezept für den "Loup de mer mit Fenchel und Pastis". Ich kannte einen Koch in Antîbes, der ihn mit genau diesen Zutaten zubereitet hat. Köstlich. Alle weiteren Rezepte aus der Provence überzeugen ebenfalls, speziell auch jenes für "Kaninchen mit Thymian und Knoblauch". Lobenswert  ist zudem das Rezept für die "Tomatentarte". Dazu passt bestens ein milder Ziegenkäse und ein Glas trockener Rosé aus dieser Region. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht alle Rezepte, die der Provence zugeordnet sind, verraten. 

Was folgt, ist ein historischer Abriss von Guadeloupe, einer karibischen Insel, die einst Teil des französischen Königreichs war. Hier sind die Rezepte völlig anders. So werden die Langusten mit Rum flambiert und die Fischsuppe mit viel Chili zubereitet. Zwei tolle Rezepte für "Red Snapper" machen neugierig und man überlegt sofort, wozu man die "Sauce Créole" noch verwenden kann. Möglichkeiten gibt es viele. Das "Kreolische Ratatouille" enthält neben den bekannten Zutaten beispielsweise noch ein tropisches Kürbisgemüse. Süßspeisen gibt  es  hier natürlich auch, die ich aber  nicht erwähne, weil mir die dann folgenden Bilder und Rezepte aus Vietnam keine Zeit lassen.  Die Neugierde plagt. Keineswegs vergeblich sucht man nach französischen Nuancen in den asiatischen Rezepten und findet sie u.a. in "Bo Sot Vang", einem Rindfleisch, das in Rotwein mariniert wird. 

Alsdann erfährt man zunächst historisch Wissenswertes von Pondicherry, eine Stadt in Indien, die vormals eine französische Kolonie war. Dass man nun verschiedene Chutney und köstliche Reisgerichte kennen lernt, wundert nicht. Überzeugt hat mich hier ein Fischcurry mit geradezu wunderbaren Aromen. 

Was noch? La Réunion. Auf dieser Insel gibt es eine Vielzahl hauseigener Rum-Rezepte. Einige davon lernt man kennen. Spannend sind die Würzungen der verschiedenen Gerichte. So etwa für ein Fischcurry, das auch Kardamom und Zimt enthält. 

Die Reise endet, wie eingangs erwähnt, in der Normandie, einer meiner Lieblingsgegenden. "Muscheln mit Cidre" überzeugen hier ebenso wie "Gratinierte Meeresfrüchte“. Noch besser allerdings sind die "gebratenen Jakobsmuscheln mit Äpfeln", auch der "Gebackene Camembert" und die wunderbaren Fischgerichte, speziell das Highlight "Seezunge a la Dieppe", ein Festtagsgericht vom Feinsten. 

Viele Rezepte aus der Normandie enthalten Äpfel, so auch der "Schweinebraten mit Cidre, Äpfeln und Backpflaumen" und das Pfeffersteak wird mit Calvados flambiert. 

Alles in allem also ein Kochbuch ganz nach meinem Geschmack, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Helga König
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Rezension: Beauty Kitchen- Koch dich schön, gesund und gut gelaunt – #Carla_Oates

Die Autorin dieses Buches ist überzeugt, dass strahlende Haut generell ein Spiegelbild gesunder Zellen ist. Wer seinen Darm im Gleichgewicht hält und seinen Körper mit nährstoffreichen Lebensmitteln versorgt, verhilft  sich dadurch zu einer  reineren, strahlenderen Haut und mehr Wohlbefinden.

Oates erinnert daran, dass der menschliche Körper aus Zellen und Bakterien besteht. Damit diese stark und vital bleiben, ist es notwendig, ihnen genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen: Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, essentielle Fettsäuren, Antioxidantien, aber auch Präbiotika und Probiotika- wie sie in unverarbeiteten und fermentierten Lebensmitteln enthalten sind.

Carla Oates hat in den 1990er Jahren als Autorin und Stylistin für Modemagazine gearbeitet und sich später als Schönheitsredakteurin mit dem Thema Schönheit und Gesundheit befasst. In dieser Zeit begann sie in Bioläden nach Pflegeprodukten zu suchen, die aus natürlichen Stoffen hergestellt sind und schrieb ihr erstes Buch, das den Titel trägt "Feeding your Skin". Es enthält Rezepte,  mit denen man mittels Getreide, Gemüse und Früchten Schönheitsmittel selbst herstellen kann.

In den Folgejahren befasste sich die Autorin immer intensiver mit dem Thema Darmgesundheit, bzw. Darmenzündungen, deren Folge Hautprobleme, Candidabefall, Konzentrationsschwierigkeiten, Allergien, Abgeschlagenheit, Erkältungsanfälligkeit, Grippe und Autoimmunkrankheiten sein können. Auch mit der Heilkraft durch Ernährung setzte sie sich auseinander und erläutert Wissenswertes zu den Problemen, die durch Getreide, Milchprodukte, Fette und Zucker entstehen können. Zudem reflektiert sie einen ganzheitlichen Ansatz im Zusammenhang mit gesunder Ernährung für mehr Strahlkraft, der nicht zuletzt auch in Bewegung in der Natur und genügend Schlaf besteht.

So kann lang anhaltender Schlafmangel den Alterungsprozess beschleunigen, wodurch man sich weniger gut von Schäden durch freie Radikale, Toxine und UV-Strahlen erholen kann, weil nachts dann nicht genügend Wachstumshormone produziert werden können, die die Zellreparatur, die Kollagenbildung und das Wachstum neuer Hautzellen stimulieren.

Um dem entgegenzuwirken hat die Autorin viele köstliche und dabei gesunde Rezepte entwickelt, die sie wie folgt untergliedert: Frühstück; Mittagessen; Snacks; Abendessen; Beilagen; Desserts; Backwaren; Getränke und Basics.

Im Vorfeld erhält man 19 Küchentipps, die uns zum Strahlen bringen sollen und kann sich ausgiebig mit den Nährstoffen für die Schönheit befassen. Hier erfährt man, wozu die einzelnen Nährstoffe gut sind und in welchen Lebensmitteln man sie vorfindet. Jedes dann folgende Rezeptkapitel beginnt mit einigen gesundheitlichen Überlegungen, so etwa wie man mittels gut gewählter Produkte für das Frühstück den Stoffwechsel ankurbelt. Dann folgen die Rezepte und sehr appetitanregende Bilder von Rezeptergebnissen.

Alle Rezepte sind sehr gut beschrieben, einfach zuzubereiten und beeindrucken durch Vielseitigkeit. Sie orientieren sich an Kreationen aus unterschiedlichen Ländern und nehmen speziell Anleihen an der mediterranen und asiatischen Küche. So darf man sich u.a. an einem Rezept für "Asiatische Frühlingszwiebel-Omlettes mit Kimchi und Krabben" erfreuen aber auch an "Kräuter-Muscheln auf knusprigem Brot mit Knoblauch-Kräuter-Aioli" oder aber- und jetzt wird es ein wenig orientalisch an "Zatar-Brathähnchen mit einer Füllung aus Blumenkohl, Pinienkernen und Rosinen".

Die "Krautwickerl mit Schweinehack und Tomatensauce" sind ein gelungenes Cross-Over, in dem sich, was die Zutaten anbelangt, unterschiedliche Landesküchen wiederfinden. Perfekt zusammengestellt.

Besonders gut gefallen mir die Beilage-Rezepte. Beispiel: "Zitroniger Kräutersalat mit gebackenen Artischocken", "Radicchio mit Feigen, Granatapfelkernen, Orangen und Feta" und "Grüner Spargel aus dem Ofen mit Tomaten, Oliven, Knoblauch und Zitrone."

Neben leckeren Dessert- sind die Getränkerezepte nicht uninteressant. Ideal jetzt im Sommer ist beispielsweise  ist der "Eisgekühlte Hagebutten-Hibiskus-Gewürztee mit frischen Kräutern" und auch der "Kaltgepresste Grüne Saft mit Gurke und frischen Kräutern." 

Die wunderbaren Basics zum Schluss machen natürlich auch neugierig, sei es der "Graved Lachs mit Radieschensprossen und Dillspitzen"  oder beispielsweise die "Eingelegten Salz-Zitronen mit Gewürzen."  Vom Norden bis in den Süden ist einfach alles drin.

Dies ist ein gelungenes Kochbuch, das mehr möchte als nur delikaten Speisen vorzustellen, sondern dass den gesunden, gute gelaunten und damit strahlenden Menschen im Fokus hat.  Ihm zum Erwachen zu verhelfen, ist ein  schönes Ziel.

Sehr empfehlenswert.

Helga König
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Beauty Kitchen: Koch Dich schön, gesund und gut gelaunt

Rezension: Lust auf Wurst- Marcus Bauermann- Mosaik bei Goldmann

Der Fleischermeister Marcus Bauermann betreibt auf Rügen eine Manufaktur mit geradezu überirdisch gut schmeckenden, kulinarischen Produkten. Um die hohe Qualität seiner Kreationen zu erfassen, empfiehlt es sich, vor der Verkostung sein Werk "Lust auf Wurst"- Bewusst genießen" zu lesen. 

Das Vorwort beginnt mit der Botschaft "Wurst ist Glück". Warum das so ist, erklärt Marcus Bauermann in der Folge und möchte durch sein Buch, wo er auch kulinarische Geheimnisse verrät, vor allem die Leser "hemmungslos verführen mit wunderbaren Wurstliebhabereien." 

Das erste Kapitel trägt den Titel "Wurst ist Handwerk". Neben warenkundlichen Informationen und tollen Rezepten erfreut der Rügener seine Leser mit sehr schönen Anekdoten und philosophischen Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Gefallen hat mir der Satz: "Wertvolle Wurst gilt in manchen Kreisen als inoffizielles Zahlungsmittel, Freunden gibt man kein Geld, man bezahlt mit Naturalien." Hier erinnerte ich mich sogleich an meine Kindheit. Damals war es bei Erwachsenen noch üblich, selbstgemacht Kulinarisches zu verschenken,  zwar nicht als Bezahlung für irgendetwas, so doch als Ausdruck von Wertschätzung. 

Interessant ist, was Marcus Bauermann zu Leberwurst schreibt, die für ihn eine Philosophie verkörpert. In seiner Leberwurst sind mehr als nur Leber, Schweinbauch und Gewürze enthalten. Er weist auch auf die Zutaten "Liebe und Überzeugung" hin und dass ehrliches Essen eine Grundlage für Zufriedenheit sei.

"Fleischer" ist seit 1966 der offizielle Name des Handwerks, das Bauermann voller Überzeugung sowie mit viel Reflektion betreibt. In dieser Funktion macht er den Lesern klar, wieso nur eine wirklich frische Schweineleber und ein ganz spezieller Schweinebauch Basis für eine gute Leberwurst sein können. Die Schweine, die Marcus Bauermann bevorzugt, haben gekochte Kartoffeln gefressen und sind "schön fett". Sie werden artgerecht gefüttert und gehalten, aber auch schonend geschlachtet. 

Bauermann verrät sein  persönliches Leberwurstrezept im Buch und erklärt in gut nachvollziehbaren Schritten, wie man diese Wurst zuhause zubereiten kann.

Unbedingt ausprobieren sollte man das Rezept "Pellkartoffeln mit Leberwurst und Kräuterquark". Dabei finde ich es spannend, welche Kräuter im Quarkrezept angegeben werden. So etwa Vogelmiere und Wiesenkerbel. Sie ausfindig in der Natur zu machen, kommt einem kleinen Abenteuer gleich. Man sollte es nicht scheuen des wunderbaren, ursprünglichen Essens wegen, das sehr bekömmlich ist. 

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf alle Rezepte eingehen, um nicht zu viel zu verraten. Erwähnen will ich aber, dass der Autor erklärt, worauf man bei Schinken und Salami achten sollte und dass man im Buch alles Wichtige über die Kunst des Grillens erfährt. 

Das  Werk unterscheidet sich von allen anderen Publikationen im Kochbuchbereich, die ich jemals gelesen und rezensiert habe. Marcus Bauermann versteht nicht nur sein Handwerk, sondern er ist ein Intellektueller, der völlig anders an das, was er handwerklich unternimmt,  herangeht wie man es normalerweise erwartet. Er durchleuchtet die Materie, mit der er sich befasst, wie ein guter Rezensent ein Buch. Das verblüfft und begeistert zugleich. 

Man liest von Bauermanns Art, Schinken herzustellen und von seinen naturgereiften, trockenen Salamis, die er mit seinen Mitarbeitern in der Rügener Landschlachterei zubereitet. Es handelt sich dabei um ein reines Konzentrat, denn über 50% Wasser trocknen in der Reifezeit der Salami aus. 

Bei der ersten Trocknung entsteht der Edelschimmel. Dieser bildet die Schicht, die das Klima in der Wurst reguliert und eine tatsächlich überaus interessante Geschmacksnote hinzufügt. 

Es gibt drei Arten Salami herzustellen. Der Autor nennt: Räucherung, Lufttrocknung sowie Edelschimmel und erklärt, was dies ist. Des Weiteren erfährt man, wie bereits angedeutet,  Essentielles über das Grillen und hier auch, weshalb rohe Bratwurst mindestens 20 bis 25 Minuten auf dem Grill liegen muss, damit das Eiweiß denaturiert. 

Man lernt zudem ein tolles Rezept für Fleischsalat sowie ein damit korrespondierendes für Kartoffelsalat kennen und erfährt ein Grundrezept für selbstgemachte Grillwürste plus Variationen. Wer gerne Steaks isst, wird sich freuen, ein Rezept für "Rib-Eye-Steaks mit Folienkartoffeln und Sauercream nach Metzgerart“ zu entdecken, dass dazu veranlasst, sofort die Koffer zu packen und nach Rügen zu reisen. 

Sehr informativ ist auch, was Marcus Bauermann über das von ihm bevorzugte Salz der Saline Luisenhall schreibt und über die Kunst des Würzens.

Bauermanns "Sülzwurst" ist ein Traum. Im Buch findet man das Rezept dazu und begreift, weshalb  ihre  spezielle Würzung sie so köstlich macht. Inspirierend auch ist das Rezept für "Salami mit Olivenöl" und für "Luftgetrockenetes Schweinefilet als Carpaccio".  Soviel nur: Hier begegnen sich Rügener und mediterrane  Geschmacksnoten auch höchstem Niveau.

Marcus Bauermann ist ein Gourmet, der seine Firma 1998 gegründet hat, um "richtig gute Wurst herzustellen". Dies ist ihm gelungen in seiner Feinschmeckerschlachterei, die einen überregional hervorragenden Ruf besitzt, dessen Ursprung in der Authentizität des Fleischer-Experten Marcus Bauer liegt und seinem unermüdlichen Bestreben seinen Kunden optimalen Genuss zu offerieren. 

Ein spannend zu lesendes Buch, das uns lehrt, wirklich gute Wurst, Schinken aber auch Fleisch  mehr als bislang wertzuschätzen und  noch wählerischer beim Kauf dieser Produkte zu sein.  Gottlob kann man bei Marcus Bauermann online bestellen.

Sehr empfehlenswert Helga König 
Im Fachhandel Onlinebestellung Mosaik bei Goldmann oder Amazon
Lust auf Wurst: Bewusst genießen

Rezension: Samstagabend- Snacks oder Drinks zum Teilen- oder auch nicht- Kate McMillan Callwey

Die Kalifornierin Kate McMillan ist Kochlehrerin und Autorin mehrerer Kochbücher. Gemeinsam mit der Lifestyle-Fotografin Lauren Burke hat sie "Samstagabend- Snacks oder Drinks zum Teilen- oder auch nicht" auf den Weg gebracht.

Dieses Buch wartet mit 50 Rezepten für Snacks, Drinks sowie für kleine und große Köstlichkeiten auf. Gedacht sind diese Drinks und Gerichte für zwanglose Abende mit Gästen. Dazu gibt es eine Vielzahl von appetitanregenden Fotos von den Rezeptergebnissen. Das motiviert natürlich sehr, zur Tat zu schreiten. Mit Freunden Gutes zu teilen,  ist eine schöne Idee, der man gerne nachkommt.

Die Rezeptideen wurden den Küchen vieler Länder entlehnt. Genau das macht den Reiz dieses Buches aus. 

Alle Rezepte sind gut gegliedert und stets wird die Anzahl der Personen genannt für die die Zutaten reichen sollten. Delikate Dips machen neugierig und das Rezept für "Klassische Margarita" dazu, sollte man sich nicht entgehen lassen, zumindest an einem Sommerabend mit Freunden nicht. 

Gefallen hat mir das "Zupfbrot mit Käse und Oliven". Das passt gut zu trockenem Weißwein. Toll auch sind die selbst angefertigten knusprigen Snacks und die italienischen Riesen-Sandwiches. Alle Rezepte sind raffiniert gewürzt. Im Grunde ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar klassisch gefüllte Eier gibt es. Sie werden mit Estragon und Kapern aufgepeppt, was ihnen sehr pikante Geschmacksnoten verleiht, die man länderspezifisch  allerdings schwer zuordnen kann. Das Motto heisst: Das Russische Ei  geht auf Wanderschaft nach Frankreich

Köstlich sind die Rezepte für Ofenkartoffeln und die "Drinks für viele". 

Am besten  aber hat mir das "Texas-Chili" zugesagt, mit einer grandiosen Würze, die mehr als nur vielversprechend daherkommt. Ein interessantes Experiment. Natürlich macht dieser Chili Durst. Gelöscht werden kann er mit "Ingwer Shandy" oder alternativ mit einem "Greyhound". Die Rezepte hierzu werden im Buch mitgeliefert. Soviel dazu.

Alles in allem ist Samstagabend- Snacks oder Drinks zum Teilen- oder auch nicht ein kreatives Rezeptbuch. Jung und international. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König
Überall im Fachhandel erhältlich
Onlinebestellung: Callwey oder Amazon
Samstagabend: Snacks und Drinks zum Teilen – oder auch nicht

Rezension: Alles aus 1 Pfanne- Anna Helm Baxter- at Verlag

Dies ist meine 500. Kochbuchrezension auf  "Buch, Kultur und Lifestyle". Verfasst hat das Werk Anna Helm Baxter. Die appetitanregenden Fotos stammen von Beatriz Da Costa. 

Nach einer kurzen Einleitung wird man zunächst über Pfannen aufgeklärt. Zur Sprache gebracht wird die Gusseisenpfanne und die Edelstahlpfanne. Man erfährt hier deren wesentlichen Unterschiede und was man mit diesen Pfannen tun bzw. unterlassen sollte. Im Anschluss  daran folgt  der Rezeptteil. 

Dieser ist in die Rubriken:

Vegetarisch 
Fisch und Meeresfrüchte 
Fleisch und Huhn
Pasta 
Kuchen und Desserts 

untergliedert. 

Alle Rezepte werden sehr gut erläutert. Man erfährt zudem, für wie viele Personen sie gedacht sind. Die appetitanregenden Fotos, die sowohl Zutaten abbilden als auch die Rezeptergebnisse visualisieren, machen bestimmt nicht nur Hobbyköche neugierig. 70  Rezepte  werden vorgestellt

Spannend finde ich das vegetarische Rezept für "Huevos Rancheros". Dazu gibt es-  ganz so wie in Mexiko üblich - Maistortillas und eine Bohnen-Tomaten-Mischung. Der frische Koriander sorgt für den besonderen Aromakick. 

Bei den Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichten möchte ich auf die "Fregola-Paella mit Meeresfrüchten" hinweisen. Fregola ist eine sardische Pastaspezialität, an die man Weißwein und Hühnerbrühe hinzufügt. Zu den Zutaten gehört u.a. auch Safran. Ein interessantes Pfannengericht, das man auch dann gerne zubereitet, wenn Gäste kommen. 

Erwähnen möchte ich zudem die "Miesmuscheln in Kokosmilch". Die Geschmacksnoten der Zutaten sind asiatisch und dabei fein aufeinander abgestimmt. 

Die Huhn- und Fleischgerichte werden gewiss viel Zustimmung erhalten. Erwähnen möchte ich hier "Gebratenes Huhn à l Coq au Vin" und die "Geschmorte Lammkeule", die nach dem Schmoren kleingezupft,  mit Tomaten und Rucola gemischt wird. 

Dann gibt es noch die Pasta aus der Pfanne. Hier gefallen mir die Käsenudeln am besten. Dazu ein gutes Glas Rotwein und der Abend ist gerettet. 

Kuchen und Desserts aus der Pfanne? Das klingt ungewöhnlich.Wer keine Lust zum Experimentieren hat, sollte mit "Crêpes"  beginnen und beim nächsten Mal "Tarte Tatin mit Birnen" ausprobieren. 

Ein tolles Kochbuch, das dem Zeitgeist entspricht. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich
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Rezension Gemüse- Antonio Carluccio Gerstenberg

Der Autor dieses kulinarischen Werkes mit vielen appetitanregenden Bildern ist der Italiener Antonio Carluccio, der bereits 24 Bücher über die italienische Küche verfasst hat. 

Wie man bereits der Einleitung entnimmt, spielt in der kulinarischen Tradition Italiens Gemüse eine bedeutende Rolle. Dabei ist die italienische Küche sehr regional orientiert. Die Gründe hierfür werden vom Autor genannt. 

Antonio Carluccio stellt in seinem Buch eine große Anzahl von Gemüsesorten warenkundlich vor und beginnt dabei mit zahlreichen Grüngemüsen, Kohl, Schoten, Samen, Stängel Sprossen sowie Blattsalaten. Diesen ersten ausführlichen warenkundlichen Erläuterungen folgen Rezepte, die allesamt schrittweise erklärt werden. Vor jedem Rezept finden sich Anmerkungen, die das jeweilige Gericht dem Leser näher bringen. So findet man in diesem 1. Kapitel u.a. das Rezept für eine "Kohlsuppe aus dem Aostatal", in der gehackter Wirsing, Brotwürfel und Käse eine zentrale Rolle spielen. Erwähnen möchte ich auch die"Überbackene Kohlrouladen". Der Kick dabei ist die Parmesankruste.

Im Buch warten übrigens 120 Rezepte auf die Leser (m/w), auch für ein Rezept für  "Gefüllte Artischocken" und für "Linguine mit Fenchel und Garnelen", die mich wegen des frischen Dills überzeugt haben, der als Würzung perfekt passt. Delikat aber auch ist ein Rezept für einen Salat aus Radicchio und Chicoree mit Speck. 

Anschließend wird man über echtes und sonstiges Wurzelgemüse aufgeklärt. Hier wird beispielsweise sogar die Dahlie erwähnt, die ähnlich wie die Kartoffel im 17. Jahrhundert aus Südamerika importiert wurde. Bei den Azteken waren sie ein Grundnahrungsmittel. 

Die Familie der Zwiebeln wird porträtiert, bevor man erneut mit Rezepten beglückt wird. Dabei ist auch  "Getoastetes Brot mit Öl und Knoblauch", aber auch "Gefüllte Zwiebeln". Die Füllung kommt fast schon orientalisch daher. Aromen wie Zimt und Muskat, auch Rosinen und Pinienkerne sorgen dafür. 

Frucht- Strauch- und Baumgemüse werden in der Folge vorgestellt. Dazu gehören u.a. Oliven, Paprika, Tomaten und auch Chilischoten. Hier gefallen mir besonders die Rezepte mit Paprika. 

Dessen noch immer nicht genug, werden Hülsenfrüchte und Getreide abgehandelt. Hier auch gibt es dann in der Folge Rezepte wie etwa  für "Steinpilzrisotto" oder ein "Sardisches Couscous mit Babyoktopus". Sehr gut werden Kräuter, Gewürze und Nüsse besprochen, bevor man eine Vielzahl wunderbarer Rezepte mit diesen Zutaten kennenlernt. Erwähnen möchte ich "Kabeljau in Dillmarinade", auch "Hausgemachte Würste mit Fenchel" und bei den, Wildpilz- und Trüffelgerichten die "Taglioni mit Pfifferlingen und Kalbsbries", die  "Waldpilzsuppe", auch "Gebackene Eier mit schwarzen Trüffel" und "Rindercarpaccio Trüffeln."

Ein sehr lehrreiches Warenkundebuch, das zugleich Kochbuch ist. Solch ein Werk nimmt man immer wieder gerne zur Hand, macht sich kundig, lässt sich inspirieren und probiert je nach Jahreszeit das ein oder andere aus. Weshalb nicht mit "Gefüllten Tomaten" beginnen? Kapern und Minze  klingen spannend. Alle Zutaten im Rezept schmecken nach Sommer. Genau das Richtige im Winter, wenn die Sehnsucht nach Wärme all zu groß wird. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Überall im Fachhandel erhältlich
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Gemüse: 120 Rezepte

Rezension: Minze Salbei Rose- Rezepte mit Kräutern und Blüten-at Verlag

Lily Diamond ist Autorin, Fotografin mit dem Schwerpunkt der naturnahen, pflanzenbasierten Küche. Im vorliegenden Buch präsentiert sie vegetarische und vegane Rezepte für süße und herzhafte Gerichte für jede Tageszeit sowie Gelegenheit und dazu noch einige Rezepte für  die Schönheitspflege. 

Jedes  Kapitel befasst sich mit einer Aroma- oder Duftpflanze. Zur Sprache gebracht werden: Basilikum, Fenchel, Koriander, Minze, Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian, Lavendel, Jasmin, Rose und Orangenblüte. Dabei haben alle Pflanzen eine kulinarische und eine aromatherapeutische Bedeutung. 

Zunächst erfährt man Wissenswertes über das Aromatisieren von Kräutern und Blüten. So etwa wie man Honig, Zucker aber auch Salz aromatisiert. Anschließend werden die Geschmacksprofile, Eigenschaften, salzige und süße Kombinationen von verschiedenen Kräutern aufgelistet, bevor im Rezeptteil dann einzelne Produkte fokussiert und in den Rezepten verarbeitet, für Interesse sorgen.

Gerichte wie etwa "Blutorangen-Fenchel-Salat mit Oliven" oder für "Capellini mit Salsa marinara und selbst gemachtem Ricotta", dokumentieren die mediterrane Ausrichtung, die das gesamte Buch durchgehalten wird. 

Auch die Rezepte für Desserts verführen durch interessante mediterrane Aromen und die Gesichtspflegemittel, sie bilden den kleinsten Teil der Rezepte, lohnt es durchaus auch auszuprobieren. Das gilt speziell für die Gurken-Rosenblättermaske, die sehr erfrischend ist.

Ein insgesamt dem neuen Zeitgeist entsprechendes Kochbuch.  

Empfehlenswert. 
Helga König


Im Buchhandel erhältlich
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Minze, Salbei, Rose: Rezepte mit Kräutern und Blüten

Rezension: vegetarisch basisch gut- Natasha Corrett, Vicki Edgson- At Verlag

Autorinnen dieses bemerkenswerten Kochbuchs sind die Köchin Natasha Corret, die auf Mauritius die Küchenchefs der "Lux* Island Resorts" in den Zubereitungs- und Kochmethoden der basenbetonten Küche schult und Vicki Egson. Sie ist Ernährungsberaterin und arbeitet Hand in Hand mit Ärzten, um auf diese Weise eine Brücke zwischen Schulmedizin und diese ergänzenden Methoden zu schlagen. Für die vielen appetitanregenden Fotos war die Fotografin Lisa Lindner zuständig. 

Im vorliegenden Buch wird Kocherfahrung mit wichtigem Ernährungswissen verbunden. Dabei erfährt man zunächst Wissenswertes über eine ausgewogene Ernährung und hier speziell etwas über die Vorteile einer basisbetonten Ernährung. 

Eine zu säurebetonte Ernährung belastet die Nieren und die Leber. Diese Organe benötigen als Säurepuffer bestimmte Mineralstoffe wie etwa Magnesium. Basische Nahrung hingegen bewirkt, dass man eine bessere Konzentrationsfähigkeit und mehr Energie besitzt, aber auch besser schlafen kann. 

Anhand einer Tabelle wird gezeigt, welche Nahrungsmittel stark säurebildend, mäßig säurebildend und basisch, sprich basenbildend, alkalisch sind. Im Anschluss erfährt man dann, welche Nahrungsmittel einen sehr hohen ph-Wert haben. Genannt werden u.a. Cayennepfeffer, Lauch, Tomaten auch Grapefruit.

Aufgeklärt wird man über verschiedene Lebensmittelgruppen. Hier liest man auch Näheres über verschiedene Arten von Fetten und insofern u.a. etwas über jene, die schlecht für uns sind, weil sie die Arterien verstopfen und zu Herzerkrankungen und Schlaganfällen führen. 

Es folgen weitere Tabellen, die basische Werte von verschiedenen Lebensmitteln anzeigen, auch Nährstoffe und den jeweiligen Nutzen für den Körper benennen. Erläutert wird sehr gut wie man neue Essgewohnheiten erlernen kann und worin die Grundregeln des bewussten Essens bestehen. 

Man erfährt, woran man Symptome einer Vergiftung oder Belastung erkennt, auch wie man Lebensmittel clever durch andere ersetzt und welcher Nutzen hierdurch entsteht. Anschließend dann geht es zur Sache. 

Es beginnt die Reinigungsphase und hier liest man dann, was man unterlassen und tun sollte in dieser Zeit. Reinigende Säfte und ein Menüplan runden die Infos für diese Phase ab. Die Garmethoden basischer Nahrung, aber auch die Gesundheitswirkung bestimmter Kräuter und Gewürze werden thematisiert. Erst dann folgt der Rezeptteil. 

Untergliedert ist dieser in: 
Frühstück 
Vorspeisen und Suppen 
Salate 
Hauptgerichte 
Süßes und Snacks 
Desserts 

Alle Rezepte sind gut und schrittweise erklärt und überzeugen durch die Ausgewogenheit der Zutaten. Besonders gut gefallen mir die Salate, so etwa der "Granatapfel- Mozzarella-Salat", mit einer gelungenen orientalischen Dressing aber auch der "Riesenchampignon-Fenchel-Salat", der durch die Kürbiskerne einen nussigen Geschmack erhält. Spannend sind die Hauptgerichte, beispielsweise "Aubergine mit Cashewpesto". Bei diesem Gericht spielt Feta und auch Koriandergrün eine Rolle, sodass man sich geschmacklich irgendwo im Maghreb weiß. 

Bei den süßen Speisen und den Desserts wird auf Zucker verzichtet und stattdessen mit Honig oder Agavensirup gesüßt. Dadurch bleibt man im basischen Bereich und fühlt sich eindeutig wohler. 

Geschmacklich sind die Gerichte sehr gut und lassen keineswegs an Gesundheitskost denken.

Empfehlenswert 
Helga König

Im Fachhandel erhältlich

Rezension: Eat better not less around the World.- Nadia Damaso- AT

Nadia Damaso ist die Autorin dieses bemerkenswerten Kochbuchs. Die junge Schweizerin geht mit dem Leser auf eine Reise durch die Länder Brasilien, Peru, Guatemala, Puerto Rico, Indien, Israel Marokko, Japan, Vietnam, Kambotscha, Thailand und die Schweiz, um sich dort von Aromen, Farben und Gewürzen inspirieren zu lassen. 

Nur drei Wochen lang war die einundzwanzigjährige Schweizerin unterwegs. Erstaunlich, was sie alles in dieser knapp bemessenen Zeit in Erfahrung bringen konnte.

Bevor die Länderschau im Buch beginnt, erfährt man, was die Autorin von ihrem Weltenbummel mitgebracht  hat und auch wovon ihre Rezepte inspiriert sind. 

Thematisiert werden zudem Küchenmaschinen und Küchenutensilien. Tipps und Tricks in der Küche und im Alltag setzen die Voraberläuterungen fort. Zudem werden oft verwendete Zutaten näher beschrieben. So etwa Himalayasalz, Kokos und Tahini. 

Erstes  Reiseziel ist Brasilien. Hier berichtet die Autorin u.a. von dem größten Früchte- und Gemüsehändlermarkt in Südamerika. Man lernt eine Reihe bemerkenswerter Rezepte kennen, die sehr gut erklärt werden und den Geist von Brasilien in sich bergen. Die Reisende erzählt kurzweilig  von ihren Erlebnissen und schafft es, Reiseeindrücke und  die neu entdeckten Zutaten mit ihren  Rezeptkreationen gut zu verbinden. 

In Peru war sie u.a. in Cusco, berichtet vom Paradies der Superfoods  dort und hier speziell von "Maca" und "Quinoa". Auch in  Bezug  auf Peru empfindet sie den Geschmack des Landes in ihren Rezepten nach und entwickelt u.a. das Rezept "Ceviche mit Süßkartoffelnestern und Mais-Mango-Koriander-Püree". Nadia Damaso berichtet von einer Tortillabäckerin in Guatemala, stellt ein tolles Rezept für Salat-Tortillas vor, auch eines für einen farbenfrohen Powersalat, der einen auf Hochleistungen bringt. Man erfährt Wissenswertes über Kaffee und hat Gelegenheit, sich in ein Rezept für "Bananeneis mit Pekan-Haselnuss-Crunch auf Espresso-Shot" zu vertiefen. So also schmeckt Guatemala. Köstlich.

Über Kochbananen und Kakao aus Puerto Rico liest man  Wissenswertes, um sich kurz darauf in Indien wiederzufinden. Hier lernt man dann zunächst Indiens Gewürzwelt und die Wunderpflanze Tee kennen, bevor man sich erneut mit Rezepten vertraut machen kann. 

Der Mix aus Reisebeschreibungen, Bildern und Rezepten macht dieses Buch überaus spannend.

Israel bietet Vielfalt in der Küche, weil sie dort ein Mix aus alten traditionellen jüdischen Gerichten, arabischer und fernöstlicher und anderes mehr verkörpert. Sehr schön sind die Fotos von Jerusalem und interessant die Rezepte, die diese Vielfalt dokumentieren.

Die Bilder, die Nadine Damaso in Marokko gemacht hat, beeindrucken mich dabei am meisten. Sehr gut sind die Rezepte für ein typisch marokkanisches Frühstück. Dann erfährt man mehr über "Tajines" und kann eine "Pflaumen-Zimt-Mandel-Tajine mit zitrusfrischer Gerste und Avocado" mittels eines interessanten Rezeptes zubereiten. 

Japan steht auch auf dem Programm. Hier liest man u.a. mehr über Grünen Tee und auch über Sake und kann ein tolles Gericht mit Sobanudeln ausprobieren, um sich alsdann über die Reisfelder von Ninh Binh in Vietnam zu informieren und die traumhafte Rezepte auszuprobieren, so etwa "Goi cuon. Vietnamesische Sommerrollen mit erfrischendem Zitronen-Minze-Cashew-Dip". Erstaunlich, diese . Aromenvielfalt. 

Kambodscha und Thailand machen ebenfalls sehr neugierig. Der Geheimtipp hier; "Fisch-Amok- Das kambodschanische Nationalgericht auf meine Art." Ideal als Silvester-Gericht. Delikat aber auch ist die "Tom-Yum-Suppe", die man auf vier Arten genießen kann. Ich mag sie scharf und leicht am liebsten. 

Schließlich zurück in der Schweiz, kann man sich in ein Rezept für "Kräuterrösti nach Großmutters Art mit frischem Blattsalat" vertiefen oder sich auch dazu entscheiden, für die kommenden Festtage eine "Engadiner Torte" zuzubereiten. Sehr nussig, sehr edel. Wirklich beeindruckend.

Der Titel "Eat better not less around the World " weist übrigens nicht bloß auf eine bestimmte Art sich zu ernähren, hin, sondern ist zugleich ein Lifestyle. Die Zutaten der Gerichte, die Nadia Damaso vorstellt, versorgen den Körper nämlich mit mehr Nährstoffen und Energie, die das Wohlbefinden und die Ausstrahlung erhöhen. Dies überzeugt ebenso sehr wie die Farben, Aromen, Gewürze, denen in diesem Buch vielschichtig gehuldigt wird.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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EAT BETTER NOT LESS - Around the World: Rezepte inspiriert von Aromen, Farben und Gewürzen aus aller Welt

Rezension: Vegetarische Aroma Bibel- Karen Page

Die Autorin dieses bemerkenswerten Nachschlagwerks ist Karen Page. Sie gilt als "internationale kulinarische Koryphäe" und ist Autorin bahnbrechender Bücher zu den neuesten Entwicklungen der Kochkunst. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem James Neard Award und dem Preis der IACP. Die Fotos im Buch wurden von Andrew Dornenburg realisiert. 

Das Werk besteht in erster Linie aus Listen von alphabetisch geordneten, vegetarischen Zutaten und dazu passenden weiteren vegetarischen Zutaten. Diese Listen zu studieren, man möchte es nicht glauben, ist spannender als es zunächst erscheinen mag. 

Die Autorin schreibt in ihrer Einleitung Wissenswertes zur Wahl gesunder Lebensmittel und zur Zusammensetzung der täglichen Nahrung. Zudem schenkt sie einen Überblick über den Vegetarismus in den vergangenen Jahrhunderten. Bereits Leonardo da Vinci sprach sich aus ethischen und humanitären Gründen gegen Fleisch aus. Auch Leo Tolstoi ernährte sich vegetarisch und erklärte Fleischnahrung als unmoralisch. Eine Vielzahl anderer namhafter Persönlichkeiten lebten und leben ebenfalls als Vegetarier, nicht zuletzt Paul McCartney, von dem das Zitat stammt "Wer den Planeten retten möchte, muss damit aufhören, Fleisch zu essen." Womit er vermutlich nicht Unrecht hat. 

Damit Gerichte gut schmecken, müssen die einzelnen Zutaten perfekt zueinander passen. Dies gilt auch für vegetarische Gerichte. Dabei sollte man wissen, dass unsere Geschmacksknospen fünf Geschmackrichtungen wahrnehmen, die in einer guten Küche harmonisch aufeinander abgestimmt sind, um wahren Genuss zu schenken. Bei diesen Geschmacksrichtungen geht es um: Süß, salzig, sauer, bitter und umami. Was man darunter im Einzelnen zu verstehen hat, wird bestens erläutert. 

Zudem wird man über die Mundgefühle wie Temperatur, Textur und Konsistenz, Schärfe und Adstringenz aufgeklärt, liest Wissenswertes zu Aromen,  auch zu süßen Noten und darüber hinaus zu visuellen, emotionalen, mentalen und spirituellen Aspekten, um sich schlussendlich in ein Plädoyer für eine nachhaltige, respektvolle Küche vertiefen zu können.

Bevor die Auflistung beginnt, gibt es noch erhellende Erläuterungen zu den dort verwendeten Kategorien. Die Lebensmittel sind alphabetisch geordnet. Unter dem Buchstaben beispielsweise findet man eine Vielzahl von Pilzen, so auch den Steinpilz, über dessen Erntezeit man Näheres erfährt, aber auch über das Geschmackprofil, die Intensität, das Nährstoffprofil und die Techniken, wie man ihn zubereitet. Es folgt eine Auflistung von Lebensmitteln, die erläutern, womit man die Steinpilze in einem Gericht gemeinsam zubereiten kann und was sich als gutes Zusammenspiel erweist, z.B.: Steinpilze+Rahm+Kartoffeln.  In dieser Art wird mit allen vegetarischen Lebensmitteln verfahren.

Sehr gut beschrieben sind die wichtigsten Kriterien für einen guten Salat und die richtigen Öle für den jeweiligen Verwendungszweck. 

Der eigentliche Reiz im Buch sind -wie schon betont- die Listen. Diese motivieren zum Nachdenken und alsdann zum Ausprobieren, ob beispielsweise Blumenkohl mit Kapern tatsächlich harmoniert oder zu grünen Linsen Ziegenkäse und Minze passen oder die Kombi Fenchel+Chicorée+Birne ein lukullisches Highlight verkörpern. 

Empfehlenswert 

Helga König

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Vegetarische Aroma-Bibel: Lexikon der vegetarischen Aromen- und Geschmackskombinationen

Rezension: Fränkische Weiberwirtschaften-Refugien für Leib und Seele- Hädecke

In diesem reich bebilderten Buch werden Wirtinnen aus Franken und ihre Lieblingsrezepte vorgestellt. Es handelt sich bei diesem Werk um die 2. Auflage mit vielen neuen Adressen. Die spannend zu lesenden Texte stammen von Heidrun Gehrke und die Fotos von Angela Francisca Endress.

Im Grunde passt diese Rezension sowohl in die Reisebuch- als auch in die Kochbuchrubrik von "Buch, Kultur und Lifestyle". Der sehr guten Rezepte wegen, habe ich mit entschlossen, sie einstweilen in der Rubrik für Kochbücher unterzubringen.

Vorgestellt werden insgesamt 29 gastronomische Betriebe in Franken, die von Frauen geführt werden. Die gepflegten Restaurants, rustikalen Beizen, zünftigen Bräuscherschenken und Weinstuben werden stets sehr gut porträtiert. Dazu erfährt man immer auch die Adresse und die Öffnungszeiten sowie Ausflugstipps im Umfeld der einzelnen gastronomischen Betriebe. Anhand von Fotos kann man sich von den Wirtinnen einen ebenso erfreulichen visuellen Eindruck verschaffen wie von den gastronomischen Betrieben und den Rezeptergebnissen.

Wer die delikaten Weine aus Franken bereits kennt, ist natürlich besonders neugierig wie die regionale Küche dort ausschaut und wird in diesem Buch mehr als nur zufriedenstellend fündig. "Bachsaibling, im Papier gegart mit Kartoffelpüree und geschmortem Fenchel-Tomatengemüse" beispielsweise passt perfekt zu einem trockenen Silvaner aus Franken.

Es ist natürlich unmöglich, im Rahmen der Rezension alle 29 Betriebe  zu  besprechen. Freundlich und charmant wirken die abgelichteten Damen allesamt und an Kreativität und Fleiß mangelt es keiner von ihnen. An ihrem jeweiligem Outfit und der Gestaltung der Gasträume lässt sich  im Vorfeld schon erahnen, welche Art von Gerichten jeweils auf einen zukommt.

Da gibt es beispielsweise den Gasthof Hirsch in Bad Staffelstein. Dort agiert Franziskusschwester Michaela als Managerin. Die Gaststätte gehört zum Wallfahrtsort "Vierzehnheiligen", an dem der Jakobsweg vorbeiführt. Die Spezialität der Franziskanerin sind ihre Weihnachtsplätzchen. Auf den Leser warten sehr gut abgestimmte Rezepte und zwar für "Dukatenplätzchen", "Vanillehörnchen" und "Walnussherzen". Es handelt sich  dabei um Buttergebackenes mit sehr feinen Aromen.

Der Frankenunkundige (m/w) hat Gelegenheit, sich auf einer der ersten Seiten schlau zu machen, wo auf der dort abgebildeten Karte die einzelnen Betriebe verortet sind.

So  befindet sich das Restaurant "Harmonie" von Susanne Däumer-Lentz und Iris Steiner  in Lichtenberg. Der Ort liegt im nördlichen Oberfranken an der Grenze zu Thüringen. Die Geschichte des Städtchens lässt sich bis 814 zurückverfolgen. Für das Buch haben die beiden Damen die Rezepte für eine "Fränkische Schiefertrüffelsuppe" und für "Kalbsleber in Schiefertrüffel-Rotwein-Sauce mit Kürbis-Kartoffel-Rösti" beigesteuert. Wissen sollte man, dass die Schiefertrüffel eine Spezialität aus Franken ist. Dort wächst sie auf alten Schieferhalden in der Nähe von Birken und in speziellen Biotopen.

Besonders neugierig gemacht hat mich das Restaurant in der "Ewigen Baustelle" in Wunsiedel, das von Beate Roth und Marion Meyerhöfer betrieben wird. Beate Roth kocht gegen das Vergessen und verleiht ihren Empfindungen beim Kochen poetischen Ausdruck. Ausgebildet ist sie als Mezzosopranistin. Ihre Freundin Marion Meyerhöfer ist gelernte Hotelkauffrau. Das präsentierte Rezept für "Saure Karauschen" möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn "Karauschen" gehören der Karpfenfamilie an. Karpfen ist ein typisch fränkischer Fisch, der hier durch seine Zutaten internationalen Charakter erhält. Eine tolle Rezeptidee.

Wer gerne Karpfen speist, sollte vielleicht auch das Restaurant "Würzhaus" in Nürnberg besuchen. Diana Burkel ist dort die Küchenchefin und zugleich die junge Starköchin. Sie steuerte für das Buch das Rezept für "Gebackenen Kräuterkarpfen mit Fenchel und grünem Apfel" bei. Fein abgestimmte Geschmacknoten machen das Gericht zu einem Highlight,  speziell auch an Festtagen.

Ein solches Highlight ist aber auch die "Schokoladeneistorte" von Marianne Heinl und Kertin Raum, die die Eismanufaktur "Dolomiddi" in Nürnberg, Lauf und Fürth betreiben. Das Rezept findet sich wie so viele andere in diesem gelungen Gastronomieführer, der zugleich ein wunderbares Kochbuch ist.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

 Überall im Fachhandel erhältlich Onlinebestellung bitte hier klicken: Hädecke oder Amazon
Fränkische Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele – Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte

Rezension: Le Ricette die Giuliana...r.3

Dieses Kochbuch entdeckte ich auf der Frankfurter Buchmesse 2017, allerdings nicht am Stand eines Verlags. Die "Fattoria La Vialla" aus der Toscana wartete wie jedes Jahr in Halle 3.1. mit überirdisch gut schmeckenden, biologischen Produkten aus ihrem Weingut und ihrem landwirtschaftlichen Betrieb auf. 

Dort auch entdeckte ich das vorliegende handgeschriebene Kochbuch, in das ich mich sofort verliebte. Es ist in deutscher Sprache verfasst. Das Schriftbild, das möchte ich hervorheben, berührt durch die fast kindliche Bemühtheit des Verfassers,  schön zu schreiben. 

Neben historischem und warenkundlichem Wissen, sowie zahlreichen Geschichten über das Leben in der Fattoria werden eine Vielzahl köstlicher Rezepte vorgestellt und traumhafte Fotos vom Leben und Arbeiten in diesem ökologischen Betrieb  sowie von den Rezeptergebnissen präsentiert. 

Gleich zu Anfang liest man, dass der Brauch in der Toscana ungesalzenes Brot zuzubereiten vermutlich auf das 12. Jahrhundert zurückgeht. Die historischen Hintergründe dazu werden näher erläutert. 

 Foto: Helga König
Der Leser erlebt die Fattoria in unterschiedlichen Jahreszeiten, lernt die Menschen im Betrieb kennen und kann sich dann immer wieder in die Rezepte vertiefen, die sehr ursprünglich daherkommen. Ein mehrgängiges Menü, das mit einer typischen Pasta ihren Anfang nimmt, besticht durch seinen zweiten Gang. Es handelt sich um "Kalbfleischrouladen mit Mortadellafüllung in Tomatensauce". Bei dieser gelungenen Rezeptur fehlen weder Salbei, noch Knoblauch, noch Tomaten. Das Rezept ist wie alle folgenden sehr gut beschrieben und problemlos nachkochbar. Kuchen- Rezepte gibt es zuhauf und man  kann Wissenwertes vom Blumenfest in Arezzo erfahren, bevor man sich mit weiteren tollen Rezepten befassen kann, so etwa für einen "Tintenfischsalat mit Kartoffeln, Sellerie und grünen Oliven" oder für "Linguine mit Seeteufel und Wallnüssen". 

Mir gefallen diese liebevoll zubereiteten Rezepte aus der italienischen Landhausküche sehr gut, auch das Rezept für "Gefüllte Eier",  die mit verschiedenen Teigmassen zubereitet sind, weil sie wirklich authentisch daherkommen.

In den gängigen italienischen Kochbüchern finden sich viele der hier präsentierten Speisen nicht. So haben die Hausfrauen- Köchinnen "Gefüllte Zwiebeln" zubereitet mit Zutaten, die den Gaumen erfreuen oder auch "Polenta mit Schweineleber", ein "Wildschwein mit Milchcreme" oder beispielweise einen Kaki-Kuchen. Dass man diese Früchte für einen Kuchen verwenden kann, war mir bislang neu. Es folgen viele weitere Menüvorschläge mit genauer Rezeptanleitung, auch für ein Trüffelmenü, wobei für mich das "Kalbsfilet mit Steinpilzhut" das Non- plus- ultra- Gericht dieses Kochbuches verkörpert. 

Gefallen hat mir, dass man die Jahreszeiten im Gut miterleben kann und  hier vor allem das fröhliche Miteinander, das die Voraussetzung dafür ist, das viel Gutes auf den Weg gebracht wird.

Sehr empfehlenswert. 

Helga König .

Hier geht es zur Fattoria La Vialla". Dort können Sie das Buch bestellen.