Rezensionen

Rezensionen zu Kochbüchern

Rezension: Das Kochbuch der 100-Jährigen- Rezepte für ein langes, glückliches Leben- Niklas Ekstedt, Henrik Ennart

Das vorliegende, reich bebilderte Buch beruht auf Untersuchungen des Wissenschaftsjournalisten Henrik Ennart. Seine Bemühungen gingen dahin, das Erfolgsrezept der Langlebigen zu entschlüsseln. Der Sternekoch Niklas Ekstedt hat aus den Untersuchungsergebnissen eigene Rezepte entwickelt. Auf diese Weise sind 53 Gerichte entstanden, die im Buch vorgestellt werden. 

Wie die Forschung ergeben hat, leben Menschen in sogenannten Blue Zones gesünder und sind weniger von Herz- und Gefäßkrankheiten, von Demenz, Diabetes und verschiedenen Formen von Krebs betroffen. Grund ist nicht nur die Ernährung, sondern auch der Lebensstil, der den Menschen eine gesunde Balance zwischen körperlicher Beweglichkeit und Entspannung schenkt. Zudem ist das Zusammensein mit Familien und Freunden diesem Personenkreis offenbar wichtiger als die Jagd nach Status und Gewinn.

Den Begriff Blue Zones gibt es seit etwa 10 Jahren. Er geht zurück auf die jahrelange Forschungsarbeit von Enthusiasten, die unermüdlich Daten sammelten, kontrollierten, herumreisten und alte Menschen über ihre Lebensgewohnheiten befragten. So gibt es im Hinblick auf Essen, Bewegung, Vernetzung, Sprache und Denken lesenswerte Fakten im Buch. Man erfährt, dass Menschen in den Blue Zones, sich gut zu entspannen verstehen, dass sie in der Regel gläubig sind und auf diese Weise Stress reduzieren. Allen gemeinsam ist, dass ihre Arbeit und Entspannung in einer gesunden Balance steht. 

Zehn Grundregeln der Menschen, die in den Blue Zones lange leben, werden aufgelistet. Auch werden Ernährungslehren aus Brasilien angeführt. Dann werden einzelne Gebiete die den besagten Blue Zones angehören, vorgestellt und  auch Menschen, die dort leben und trotz ihres hohen Alters sehr jung wirken. 

Über alle Gebiete werden wissenswerte Fakten aufgelistet und es wird erläutert, was man im Einzelnen von den Menschen in bestimmten Blue Zones erlernen kann. Des Weiteren werden typische Gerichte präsentiert und die am häufigsten verwendeten Gewürze als auch so genannte Heiligengewächse, sprich besonders gesundheitsfördernde Gewächse genannt. Im Anschluss daran folgen dann stets Rezepte, die sehr gut erklärt werden und einfach zubereitet werden können. Es sind sehr delikate Gerichte wie etwa "Grillsteak mit Pak Choi, Chili und Sojasauce" oder "Leicht gerösteter Lachs mit Sesam und Limette", die den bestimmten Speisen von der Insel Okinawa entsprechen. 

Auch an der Ostküste Sardiniens gibt es einer dieser Blue Zones. Dort lebt die älteste Familie der Welt. Die fünf Schwestern und drei Brüder zählen zusammen 818 Jahre. Auch hier warten köstliche Gerichte darauf zubereitet zu werden, so etwa "Gebratene Feigen mit Balsamico, Ziegenkäse und Rucola" oder auch "Tomaten mit Mozzarella und Zitrone" oder "Lamm-Rostbraten mit lauwarmem Tomaten-Kartoffelsalat". 

Ich möchte nicht alle Blue Zones im Buch nennen, eine Region in Griechenland gehört dazu. Hier lernt man einen Tee aus einheimischen Kräutern zuzubereiten, liest über Mittelmeerkost und kann sich in köstliche Rezepte vertiefen, wie etwa einen "Gegrillten Wolfsbarsch mit geröstetem Kürbis, Spitzkohl, Nüssen und Kräutern". Auch in Schweden werden in manchen Gebieten die Menschen hochbetagt. Die älteste Schwedin wurde bislang 113 Jahre alt und verstarb 2008. Bemerkenswert ist, dass diese Menschen noch tatkräftig und gesund sind. 

In Ikaria, einer griechischen Insel, unweit von Samos liegt die mittlere Lebenserwartung zehn Jahre höher als im EU-Durchschnitt. Sich mit den Ess- und Lebensgewohnheiten der Menschen dort zu befassen, kann also kein Fehler sein. 

Warum ich das Buch weiter empfehle? Weil es lehrreich ist und zeigt, was wirklich kluges Essen bedeutet und welche Chancen es bietet, wenn man zudem die Geselligkeit schätzt und sich in frischer Luft ausreichend bewegt.

Maximal empfehlenswert. 

Helga König

Das Buch ist überall im Fachhandel erhältlich
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Rezension: BITTER- Der vergessene Geschmack- Manuela Rüther- AT-Verlag

Dieses wunderbare, reich bebilderte Rezeptbuch der Autorin Manuela Rüther habe ich mit großem Interesse gelesen. Bevor sie nach ihrem Abitur freischaffende Fotografin und Autorin wurde, war sie in diversen Sterneküchen tätig. In ihrem Buch reflektiert sie zunächst, was man unter "bitter" zu verstehen hat und man liest u.a. dass es den bitteren Geschmack nicht gibt. Stattdessen sorgen zahlreiche Bitterstoffe dafür, dass man etwas als bitter zur Kenntnis nimmt. Diese Stoffe sind zugleich essentielle Bausteine einer gesunden Ernährung. 

Wer regelmäßig Bitterstoffe konsumiert, tut seinem Magen und Darm Wohltuendes. Worum es sich dabei im Einzelnen handelt, nennt die Autorin natürlich. Sie schreibt unter anderem über den bitteren Geschmack in der Natur und über den sogenannten Bitterwert, der in der Pharmazie zur quantitativen Beschreibung des Bittergrades verwendet wird. Der Bitterwert des Bitterstoffes Amarogentin, der in den Wurzeln mancher Enzianwerte vorkommt, soll dabei die bitterste natürliche Substanz der Welt sein. 

Die Autorin stellt zunächst "Bitter" für Anfänger vor und hier das Bittere als Gewürz und in verschiedenen Lebensmitteln wie etwa Lattichsalaten oder Oliven, aber auch Spargel und Sprossen. Bemerkenswerte Rezepte, die durch tolle Bilder von den Rezeptergebnissen für Aha-Erlebnisse sorgen, werden gut erläutert. Dazu gibt jeweils Tipps und vom Bitterfaktor einzelner Ingredienzien ist auch die Rede. 

Sehr gut gefallen hat mir hier "Spargelrohkost mit Limettenjoghurt und Walnüssen". Hier kommen diverse Bitternoten zusammen. Auch "Scampi mit Senf und Sellerie" ist köstlich. Hier sind die Bitterstoffe in der Kresse enthalten. Fleischgerichte wie "Rinderfilet mit Süßholz und Bitterschokolade" sind von der Geschmackkomposition her  sehr spannend beschrieben. 

Es folgen Überlegungen zu aromatisch bitter und hier u.a.  solche  zur Artischocke, Brunnenkresse, Steckrüben und dergleichen. Eine köstliche "Brunnenkressecremesuppe" lohnt es nachzukochen aber auch "Brot mit Wildkräuterbutter und Radieschen" ist erste Sahne. Ein gelungenes Rezept  ist die Komposition aus "Artischocken mit Erbsen, Pilsen, Speck und Vinaigrette", aber auch "Gebratene Mini-Artischocken mit Joghurt" sollte man zubereiten. Bei den Fleischgerichten möchte ich das "Lammkaree mit Kapuzinerkruste" hervorheben. Haselnusskerne und Pecorino sorgen für feine Geschmacksnoten, die sich mit dem pfeffrig-bitteren Geschmack der Kresse  gut verbinden und zum Lammgeschmack vortrefflich harmonieren. 

"Bitter für Fortgeschrittene" hat den puren Bittergeschmack im Auge, so etwa von Chicorée und Löwenzahn oder Radicchio. Hier dann gibt es so köstliche Gerichte wie "Lauwarmer Kartoffelsalat mit Frisée und Pulpo", auch "Caesar Salad  Bitter" oder "Überbackener Chicorée", ein Gericht, das meines Wissens in den Niederlanden seinen Ursprung hat. 

Bei Bitter "süss und salzig"  geht es beispielsweise um Bitterorange, auch Grapefruit und Bitterschokolade und köstliche Rezepte wie etwa "Teecreme mit Limette, Ingwer und Kumquats" oder um "Frische Grapefruit- Törtchen" aber auch um "Salz-Cedro". 

Es folgen bittere Getränke. Hierzu gehören auch Tee und Kaffee und hier habe ich hocherfreut erfahren, dass Kaffee das B- Vitamin Niacin enthält, das eine antioxitative Wirkung hat und zur Regeneration der Haut, der Muskeln und der DNA beiträgt. Kaffee fördert die Konzentrationsfähigkeit und hat eine beruhigende Wirkung. Bei älteren Menschen stabilisiert er die Atemfähigkeit während des Einschlafens. 

Sehr gute Getränke machen neugierig und der "Kaffee- Angostura-Cocktail"   macht Lust auf mehr.

Zum Schluss werden heilende Bitterpflanzen vorgestellt und man erhält dazu noch Tee-Rezepte und anderes mehr, so etwa Rezepte für Tinkturen.

Dieses Rezeptbuch gehört zu den Highlights im Kochbuchherbst, weil neben der Präsentation  von delikaten Rezepten und damit korrespondierenden Bildern viel fachkundliches Wissen und Gesundheitsaspekte reflektiert werden. 

Jetzt ein "Pink-Grapefruit Sorbet mit Nusshippen", traumhaft! 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Rezension: ROM- Das Kochbuch- Katie Parla & Kristina Gill – Südwest

Dieses schöne und dabei informative Kochbuch ist reich bebildert und schenkt dem Betrachter Einblicke in das lukullische und gesellige Leben Roms, nicht nur durch die Rezeptergebnisse, sondern auch durch eindrucksvolle Fotos, die man sich immer wieder gerne anschaut und  die zum Reisen motivieren.

Zunächst wird man ein wenig mit der kulinarischen Geschichte der Stadt vertraut gemacht und erfährt alsdann, dass in diesem Buch traditionelle und moderne Gerichte der "Cucina romana" präsentiert werden. Zahlreiche Klassiker wurden in Zusammenarbeit mit namhaften Köchen der Stadt für den Hausgebrauch adaptiert.

Anstelle der traditionellen Kapitelfolge, haben sich die Autorinnen für eine Aufteilung entschieden, die auch Platz für neue Klassiker und andere bemerkenswerte Gerichte bietet. Ihnen liegen bei der Rezeptsammlung zwei Minderheiten speziell am Herzen: Die römischen und lybischen Juden. 

Sehr gut unterrichtet wird man über die römische Küchenausstattung für zu Hause und lernt wichtige Zutaten kennen. Dazu gehört auch Fenchelpollen und natürlich Peperoncini. 

Die Rezepte sind nach Themen geordnet und zwar wie folgt: 
Snacks, Vorspeisen und Street Food 
Klassiker und Variationen
Quinto Quarto
Gemüse 
Dolci 
Getränke

Vor jedem Gericht gibt es warenkundliche Informationen. Zudem werden im Rahmen von spannend zu lesenden Textbeiträgen kulinarische Spezialitäten wie Carbonara, Guanciale, aber auch Roms heimliche Köche oder die Ghettoküche vorgestellt. 

Die Rezepte werden sehr ausführlich und dabei schrittweise erläutert. Lecker als Beigabe zu einem Glas Weißwein sind beispielsweise die "Bruschetta mit Artischocke, Zitrone und Pecorino Romana" oder auch ein Stück von der "torta rustica", die auch in römischen Weinbars angeboten wird und eine Gemüsefüllung enthält. Sehr delikat ist das Rezept für "Hähnchen mit Tomaten und Paprika" das man in Rom traditionell am Fest Mariä Himmelfahrt speist und das durch Weißwein und frischen Majoran eine pikante Note bekommt. 

Neugierig auch hat mich ein jüdisches Fisch-Gericht gemacht. Es handelt sich dabei um einen pikant zubereiteten Fisch mit Couscous. 

Sehr gute Gemüsegerichte motivieren dazu, sie auszuprobieren. Dabei überzeugen mich die "Gebackenen, gefüllten Tomaten mit Reis" ebenso wie der "Salat aus rohen Artischocken". 

Lobend erwähnen möchte ich zudem "Knusperstangen mit Oliven, Walnüssen und Zucchini" und diverse Dolci, wie etwa die Haselnuss-Meringen. 

Tolle Getränke runden alles ab. Spannend finde ich hier den Lorbeer-Degistif. Er stammt vom letzten Tiberfischer. Hier spielen Fenchelblüten, Lorbeerblätter und Wildkräuter eine Rolle. Das Rezept ist ebenso inspirierend wie jenes für Römischen Martinez. 

Sehr empfehlenswert 

Helga Konig

Rezension: Die jüdische Küche- Eine kulinarische Reise zwischen Tradition und Moderne- mit über 160 Rezepten- Texte und Bilder von Annabelle Schachmes

Dieses äußerst bemerkenswerte Kochbuch  wartet mit 160 Rezepten aus der jüdischen Küche, zudem mit einer Fülle appetitanregender Fotos von den Rezeptergebnissen und mit Impressionen jüdischer Marktgepflogenheiten auf. Dazu gibt es noch einfühlsame Texte, die den Leser motivieren, in eine Esskultur einzutauchen, die mehr als nur facettenreich ist. 

Wie Amanda Sthers im Vorwort schreibt, ist die sogenannte jüdische Küche Ausdruck eines Glaubens und der Überzeugungen, die allen Herausforderungen standgehalten haben, und – wie archäologische Fundstücke- den Ablauf der Geschichte dokumentieren. In ihren Augen ist das Werk weit mehr als ein Kochbuch, sondern darüber hinaus ein Handbuch des Überlebens mit Freude. 

Annabell Schachmes, die Autorin des Buches,   betont, dass die jüdische Küche in erster Linie eine Weltküche sei. Die hänge damit zusammen, dass jüdische Gemeinden in der ganzen Welt sich über Generationen an die Kultur und Tradition der Länder, wo sie sich niederließen, angepasst hätten. 

Die vorliegende Publikation ist das Ergebnis monatelanger Recherchen und Reisen um den Globus, die Schachmes unternommen hat, um die Ursprünge der Gerichte zu verstehen.

Untergliedert sind die Rezepte in die Rubriken:

Gewürze, Eingelegtes& Würzmittel 
Vorspeisen 
Hauptgerichte 
Beilagen 
Suppen 
Street Food & 
New Yorker Delis
Brot&Backwaren
Desserts 

Über die Würzpasten Harissa und Chratin liest man Wissenswertes, lernt Zitronen in Salz auch Gurken in eine bemerkenswerte Marinade einzulegen, die durch Estragon und Pfeffer sehr pikant schmeckt. Das Rezept für die Baharat-Gewürzmischung sollte man sich gut einprägen, denn es ist in der israelischen Küche nicht hinwegzudenken. 

Sehr gute Vorspeisen, darunter auch "Pierogi", ein traditionelles Gericht, aus der polnischen Küche kann unterschiedlich gefüllt werden. Das gleiche gilt für die etwas kleineren Teigtaschen mit dem Namen "Pirioschki". 

Sehr delikat sind die Salate, so etwa der "Orangensalat mit Oliven und Granatäpfeln", der durch frischen Ingwer eine besondere Note erhält und köstlich auch ist der "Fenchelsalat mit Anis", der bestens als Beilage zu Fisch passt. In der Folge dann erfährt man mehr über "Brikteig-Taschen". Sie kommen aus der sephardischen Küche und werden zu jeder Gelegenheit gegessen. Anhand von Fotos wird schrittweise gezeigt wie man sie zubereitet und erhält zahlreiche Rezepte für unterschiedliche Füllungen. 

Ähnlich wird bei "Böreks" vorgegangen, deren Teig mich am meisten anspricht. Es handelt sich dabei um Filo-oder Blätterteig. "Schaschuka" ist eine Tomatenspeise, die meiner Vorliebe für Tomaten und Chili sehr entgegenkommt, aber auch "Hraime", eine Speise mit vielen Tomaten und Fisch finde ich köstlich und bin verwundert, dass ich beide Gerichte seit langer Zeit  schon zubereite, ohne zu wissen, dass es Gerichte aus der jüdischen Küche sind. Bislang glaubte ich, es seien eigene Kreationen, o.k.,  meine Ururgroßmutter war eine geborene Goldstein... 

Immer wieder faszinieren Fotos von Märkten. Ein Rezept für "Gefüllten Auberginen" mit Feta, Granatäpfeln und frischer Minze zaubert den Sommer auf den Tisch und "Gefilte Fisch", eine aschkenasische Spezialität, die man bis ins 17. Jahrhundert hinein bereits im polnischen Schetel servierte, muss man zubreiten, um eine Idee von der jüdischen Küche zu erhalten. 

Tomaten und Knoblauch spielen bei vielen Speisen eine große Rolle, nicht nur jenen, die tunesisch beeinflusst sind. Eine Sabbat-Spezialität aus dem Irak heißt "Tbit". Es handelt sich dabei um ein köstlich zubereitetes Huhn. 

Man lernt Speisen mit Couscous zuzubereiten und erfährt mehr über Tajines- nordafrikanische Schmorgerichte, die in speziellen Gefäßen mit konischen Deckeln gleichen Namens zubereitet werden. 

Außergewöhnliche Beilagen machen neugierig, so etwa "Kascha", ein Gericht aus Buchweizen. Gefallen hat mir u.a. die Graupensuppe mit Rindfleisch und Steinpilzen und die köstlichen Brot & Backwaren sowie die Desserts und hier speziell die andalusisch-jüdische Gebäckspezialität "Montecaos" wie auch "Gefüllte Datteln und Mandeln". 

Zum Schluss des Buches wird man übrigens noch mit jüdischen Feiertagen und diesbezüglichen kulinarischen Gepflogenheiten und Bräuchen vertraut gemacht und darf sich freuen, dass die Rezepte sehr gut erklärt sind und man seinen Gästen das ein oder andere dazu erzählen kann, so etwa zu den Rezepten von "Pastrami", die sich  durch die Migration vieler aschkenasischer Juden Ende des 18. Jahrhunderts verändert haben.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Vietnamesische Straßenküche- Tracey Lister und Andreas Pohl- Fotos Michael Fountoulakis – AT Verlag

Dieses sehr inspirierend bebilderte Kochbuch nimmt seinen Anfang mit der Kultur der Straßenküche Vietnams. Dabei handelt es sich um eine schnelle Küche, bei der alle Zutaten vorbereitet sind und die Fertigstellung der Speisen schnell und einfach realisiert werden kann. 

Die Gerichte sind allesamt frisch und die Rezepte so angelegt, dass sechs Personen davon satt werden können. 

Zunächst lernt man diverse Rezepte für Frühling- und Sommerrollen kennen. Die Rezepte werden schrittweise gut nachvollziehbar erläutert, zudem werden stets einige Zusatzinformationen warenkundlicher Art geliefert. 

Besonders gut gefallen mir die Frühlingsrollen mit Meeresfrüchten, ein vietnamesischer Klassiker mit einigen französischen Zutaten und die "Sommerrolle mit Schweinefleisch und Garnelen". Grill- und Bratgerichte sowie Gekochtes und Gedämpftes sind weitere Themen des Buches und  man wird dabei in Garküchen geführt, um zu sehen, wie das Ambiente dort ausschaut, in dessen Umfeld gekocht wird. 

Natürlich werden auch Suppengerichte vorgestellt  auch  Frittiertes und gewöhnungsbedürftige Speisen wie etwa "Flussgarnelen mit Schweinebauch" oder "Froschschenkel mit Zitronengras und Chili". 

Sehr gut finde ich die Rezepte für Baguette und Salate, die französischen Noten mit asiatischen Komponenten vortrefflich verbinden, so etwa am Beispiel "Zitronengras- Rindfleisch-Spieße in Baguette" besonders gelungen dargestellt. 

Es werden auch wirklich schöne Desserts angeboten, allen voran ein Obstbecher mit zerstoßenem Eis,  Kokosmilch und Joghurt. 

Zum Schluss werden Rezepte für verschiedene Saucen präsentiert und im Glossar dann typisch asiatische Nudeln und Kräuter. 

Ein gelungenes Rezeptbuch, das aufgrund der Bilder neugierig macht,  in die Straßenküche Vietnams einzutauchen und ihren Geschmack  am heimischen Herd auszuloten. 

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Herzhaft Vegetarisch- Iris Lange-Fricke

Die beiden Köchinnen Iris Lange-Fricke und Stefanie Nickel sind die Autorinnen dieses bemerkenswerten, vegetarischen Rezeptbuches, das mit 90 Rezepten für viel Neugierde sorgt. 

Untergliedert sind diese Rezepte in: 
Burger, Sandwiches&Wraps
Pasta& Pizza 
Klassiker in der Veggie-Variante 
Grillen Quick&Easy 
Angeber-Rezepte 
Salate 
Suppe&Eintöpfe 

Alle Rezepte werden in gut nachvollziehbaren Arbeitsschritten erklärt. Die Zubereitungszeit wird stets genannt, auch für wieviel Personen ein Rezept angedacht ist, bleibt nicht ausgespart. 

Fotos vom Rezeptergebnis motivieren zusätzlich zum Zubereiten. 

Die Rezepte eignen sich teilweise auch  gut als Beilage zu Fleisch oder Fisch. Das gilt beispielsweise für die "Überbackenen Paprikaschoten", auch für "Geschmorte Fenchel mit Tomaten" oder auch für den "Scharfen Krautsalat mit Avocado und Erdnussdressing". Ich halte es für wichtig, dies zu erwähnen, weil nicht jeder in einer Familie vegan oder vegetarisch speist und Kompromisse angebracht sind. 

Das Buch enthält  neben vegetarischen und auch vegane Gerichte. Letztere sind gekennzeichnet. 

Besonders gut gefallen hat mir der „Süss-Saure Linseneintopf“ und der „Fruchtige Tomatenrisotto mit Balsamico- Schalotten".  Die Würzung ist stets vielfältig, raffiniert und pikant.

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Sinnliche Ayurveda Küche Markus Dürst, Johanna Wäfler Doris Iding- AT Verlag

Zwei der Autoren dieses Buches (Markus Dürst und Johanna Wäfler) betreiben gemeinsam die Gesundheitspraxis "Swastha-Ayurveda" für energetische Ayurvedatherapie und Gesundheitsberatung in Niedau bei Biel. Die ärztlich geprüfte Yogalehrerin und Ethnologin Doris Iding gehört ebenfalls dem Autorenteam an. Sie lebt und arbeitet als freie Journalistin und Autorin in München. Hier auch ist sie Dozentin für Yogaphilosophie in der Yogaausbildung.

Dieses Kochbuch mit 100 Rezepten für Gesundheit und Lebensfreude beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen des Ayurveda und der ausführlichen Beschreibung der wichtigsten aphrodisischen Kräuter und Gewürze. Hier wird jeweils informiert über die aphrodisierende Wirkung, die Herkunft, die allgemeine Wirkung, die energetische Wirkung, über mögliche Gefahren und über Verwendung in der Ayurvedaküche.

Bei den Kräutern handelt es sich um Basilikum, Bergbohnenkraut, Bohnenkraut, Dill, Estragon, Majoran, Minze, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse und bei den Gewürzen um Cayenne, Chilli, Rose, Kardamom, Vanille, Zimt.

Es folgen ein Fragebogen zur bioenergetischen Grundkraft und die Rezepte untergliedert in:

Frühstück und Getränke
Vorspeisen und Suppen
Hauptgerichte 
Saucen, Dips und Snacks 
Desserts Gebäck 

Bei den Rezepten ist jeweils die Wirkung auf einzelne Dosha-Typen Vata (V) und Kapha (K)angeben. Alle Rezepte sind auf 4 Personen berechnet und sind  dabei sehr gut beschrieben. Man erhält immer wieder brauchbare warenkundliche Infos, speziell was die erotisierende Wirkung von Speisen einzelner Lebensmittel anbelangt. 

Die Speisen sind vegetarisch, sehr vitamin- und mineralstoffreich und wirken verjüngend, stressmindernd sowie anregend. 

Hervorheben möchte ich den "Provenzalischen Kartoffelgratin" der tollen Kräutermischung wegen, auch die Wirsingröllchen mit den nussigen Geschmacksnoten und leckere Desserts wie etwa "Mangocreme mit Mangokompott" oder "Kaktussfreigen mit Orangensauce". 

Wer gerne gewürzreich speist,  findet hier vieles, was anspricht. 

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Abenteuer Fisch- Alexander & Kaja Quester, Joachim Gradwohl- Brandstätter

Dieses Rezeptbuch zum Thema Fisch beginnt  mit nachdenklichen Betrachtungen des Autors Alexander Quester zu seinen Eindrücken, die er beim Fischfang gewinnen konnte. Alsdann wird man mit Warenkunde vertraut gemacht und erfährt zuallererst wie man frische Fische, auch frische Filets und frischen Räucherfisch erkennt. 

Transport und Lagerung, auch das Vorbereiten von Fischen werden genau erklärt und man lernt zudem verschiedene Zubereitungsarten kennen, zudem auch das Beizen und Räuchern von Fischen. Mehr erfährt man zu verschiedenen Methoden des Fischens, kann sich mit vier interessanten Reportagen rund um das Thema Fisch befassen und sich toller Rezepte erfreuen. 

Erwähnen möchte ich den "Geräucherter Saibling, Kartoffelrösti& Saure-Sahne-Dip", auch den "Bach-Forellentartar mit marinierten Gartengurken", zu dem man ein Glas Riesling genießen sollte, um das Geschmackserlebnis abzurunden. Viele Rezepte haben mediterrane Noten. Das gilt auch für die "Gebratene Forelle mit Auberginengemüse". Dann aber entdeckt man das "Isländische Fischpüree mit Lachsforelle" und beginnt aufmerksam zu lesen und zu rätseln. Was ist an dem Rezept isländisch? Die Lachsforelle. Ganz klar. Die schwarzen Oliven sind eindeutig mediterran. Macht aber nichts. Das Rezeptergebnis kann sich sehen lassen. 

Sehr gut ist das Rezept für "Lachsforelle mit Fenchelsalat". Der Limettensaft und die schwarzen Oliven sorgen neben den Fenchelknollen für pikante Noten. Auch das "Exotisches Fisch-Gemüse-Curry" kocht man gerne nach. Hier passt am besten ein fruchtiger Sauvignon Blanc dazu. Bestens als kleiner Imbiss zu einem Glas Wein eignen Fisch-Crostini, so etwa mit Saiblingstartar. 

Mein Rezept-Favorit allerdings sind die "Fisch-Spieße mit Brotsalat und Ingwersauce". Es handelt sich dabei um eine interessante Komposition aus asiatischen- und italienischen Geschmacksnuancen. Dazu ein Glas kühlen Rosé und der Grillabend ist perfekt abgerundet.

Erwähnenswert ist übrigens die Reportage mit dem Titel "Diese Kräuter mag der Fisch". Hier haben mich die Tipps zu Minze, Bohnenkraut und Estragon besonders interessiert, wobei natürlich Dill für viele Fischgerichte ein Muss ist.

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Zu Gast in Griechenland- Rezepte, Küche Kultur- te Neues

Das vorliegende Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt von Prinzessin Tatiana von Griechenland und der New Yorkerin Diana Farr Louis. Die Gewinne aus diesem Werk sollen die Hilfsorganisation BOROUME in Griechenland unterstützen, die dazu beiträgt, dass notleidende Menschen genügend zu essen und zu trinken bekommen. 

BOROUME setzt sich gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein, indem täglich Tausende von Essensportionen vor dem Wegwerfen gerettet und gespendet werden. Gleichzeitig bekämpft die Organisation die Unterernährung. 

In diesem Buch werden Persönlichkeiten aus aller Welt vorgestellt, die mit Griechenland verbunden sind. Sie haben den Autoren erzählt, was dieses Land für sie bedeutet, lassen an ihren Erinnerungen teilhaben und berichten, was sie in Griechenland gerne speisen. Zudem haben sie ihre Lieblingsrezepte verraten. Das alles zu lesen, ist überaus spannend. 

Im Rahmen der Rezeptpräsentation erfährt man auch Hintergründe zu den Speisen und kann sich so in kulinarischer Hinsicht ein Bild über die griechische Mentalität machen. Man liest u.a. mehr zum griechischen Lieblingsessen von I.M. Königin Anne-Marie. Sie war einst Königin der Hellenen und ist auf Schloss Amalienburg in Dänemark geboren. Für sie ist Griechenland ein magischer Ort, wo ihre Trauung stattfand, die als ihre schönste Erinnerung für sie gilt. 

Zu den Persönlichkeiten im Buch zählt übrigens auch Carole Bamford, die Gründerin eines britischen Unternehmens, das Produkte von Bauernhögen verkauft. Sie hat die tollen Rezepte für einen "Griechischen Salat" und für "Oktopus-Carpaccio mit Taramosalate & Salat" beigesteuert. 

Diana von Fürstenbergs Rezepte "Lammbraten mit Knoblauch & Zitronenkartoffeln" und auch für "Gegrillter Oktopus" sind feinste Zubereitungen, die sich ideal als Gerichte für einen Sommerabend mit Freunden eignen. 

Doch das sind nur wenige Beispiele aus einer Fülle wunderbarer Gerichte von Menschen, die viel Erfahrung mit gutem Essen haben und von denen man sich gerne beraten lässt.

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: 33x Beeren- Heinrich Gasteiger

Dieses reich bebilderte Rezeptbuch für köstliche Desserts ist eine Teamarbeit  von Heinrich Gasteiger, Gerhard Wiesner und Helmut Bachmann. 

Heinrich Gasteiger lebt mit seiner Familie in der Nähe von Meran und gilt in seiner Heimat als Lenker und Denker in allen Bereichen des Kochens. Dabei hat er vormals in jungen Jahren in den renommierten Küchen der europäischen Spitzenhotellerie vielfältige Erfahrungen sammeln können. Gasteiger organisiert neben seiner Lehrtätigkeit Events und arbeitet als Produktentwickler als auch als innovativer Food-Designer im Lebensmittel- und Feinkostbereich. Seine Kochbücher wurden allesamt zu Bestsellern. 

Gerhard Wiesner ist Küchenchef im Gourmetrestaurant "Trenkerstube" in Castel in Dorf Tirol und Helmut Bachmann arbeitet als Berufsschullehrer in Brixen. Zudem organisiert und leitet er u.a. seit vielen Jahren die Kochmeisterausbildung in Südtirol. 

Im vorliegenden Buch stellt das Team Südtiroler Beerenfavoriten und ihre exotische Verwandtschaft vor. Dabei wird man zunächst Beerenobst im Allgemeinen vertraut gemacht und kann sich dann mit der Erdbeere näher befassen, die neben Vitamin C, Kalzium, Kalium und Ballaststoffe wie Pektin und Zellulose enthält. 

Man bekommt sehr gute Tipps rund um diese köstliche Beerenfrucht und wird belehrt wie man sie perfekt vom Ansatz befreit und schneidet. Zudem werden zahlreiche Fragen zum Thema Erdbeeren beantwortet, bevor man dann auch über andere Beerenfrüchte aufgeklärt wird. Dieser warenkundliche Teil ist sehr gut abgehandelt, doch ebenso vortrefflich sind die Rezepte, untergliedert in die Kapitel: Cremen und Mousses, Warme Beerendesserts, Gefrorene Beerendesserts, Kuchen und Schnitten mit Beeren, Beerensüppchen, Drinks und Smoothies, Marmeladen und Gelees aus Beeren. 

Alle Rezepte werden sehr gut und dabei schrittweise erläutert. Zudem werden stets zusätzliche wirklich hilfreiche Tipps gegeben. 

Hervorheben möchte ich "Crêpes mit Topfenfüllung auf Walderdbeeren". Ein Rezept, das von den Zutaten her bereits neugierig macht und das ähnlich wie "Heiße Himbeeren mit Vanilleparfait" auch anspruchsvolle Gäste überzeugen wird. Im Bereich der Rezepte für "Warme Beerendesserts" findet man "Süße Schwarzbeerknödel". Heidelbeeren sind eine spannende Alternative zur Marillenfüllung. Auch diese Knödel lassen  geröstete Weißbrotbrösel nicht vermissen. Köstlich! 

Delikate Parfaits, Sorbets und Halbgefrorenes sind ideal für die warme Jahreszeit. Hier überzeugen mich die "Himbeer-Pfirsiche auf Honigparfait" am meisten. Das Parfait enthält u.a. Waldhonig und Rum. Durch die gehackten Pistazien entsteht ein schönes Farbspiel auf dem Dessertteller. Das erfreut das Auge natürlich. 

Wer Kuchen oder Schnitten zu Kaffee liebt, findet hier im Buch auch interessante Ideen. Besonders gut gefallen mir die "Kleinen Waldfrüchtetörtchen" und die "Kastanienroulade mir Preiselbeersahne". Auch bei den Beerensüppchen wird man angenehm überrascht. Wer eine "Kamillenkaltschale, Beerenallerei und Erdbeersorbet" zubereitet und sie mit Freunden oder der Familie auf der Terrasse vergnügt genießt, kann nichts falsch gemacht haben, denn er versteht schöne Momente zu verschenken.

Sehr delikate Rezepte,  pädagogisch gut aufbereitet,  machen  das Büchlein  zu einem kulinarischen  Lesevergnügen. 

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Käfer- Vegetarische Küche- teNeues

Nachdem ich vor einigen Tagen das Kochbuch Käfer- Das Grillbuch von teNeues auf "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensiert habe, möchte ich nun das Kochbuch Käfer "Vegetarische Küche" vorstellen. Ganz ähnlich wie bei dem Grillbuch werden auch hier neben den Rezepten des Käfer Küchenchefs Thomas Kahl Weinempfehlungen präsentiert und auch in diesem Werk gibt es appetitanregende Bilder von Mathias Neubauer sowie anderes mehr. 

Die Rezepte sind alle sehr ausführlich und gut nachvollziehbar schrittweise beschrieben. Hier macht es  sehr neugierig, welche Weine zu den vegetarischen Gerichten gereicht werden. Hervorheben möchte ich bei den Rezepten zunächst den "Tomatensalat mit Burrata, Schalotten und geröstetem Brot". Dazu wird ein Wein von Kühling-Gillot gereicht, ein Cuvée aus Riesling, Rivaner und Spätlese. Bemerkenswert auch ist das "Gemüse-Millefeuille mit Schnittlauch und Rucolasalat", zu dem der äußerst delikate Rosé Bandol Coer de Grain aus der Domaine Ott empfohlen wird. Dabei wird nicht unerwähnt gelassen, dass die Region Bandol eine für Rosé renommierte Appellation an der Mittelmeerküste ist. 

Vielversprechend  sind die "Gebackenen Steinpilze mit Ciprianisauce und Kräutern". Auch dazu gibt es einen Wein aus der Domaine Ott. Diesmal einen "Blanc de Blanc Clos Mireille", der frisch, mineralisch ist und insgesamt mit seinem mediterranem Charakter besticht. 

Gefallen haben mir des Weiteren die "Kräuterknödel mit Rahmschwammerl und Räuchertofu". Dazu wird ein Trollinger aus dem Weingut des Grafen Neipperg empfohlen. 

Neben vielen delikaten Rezepten und interessanten Weinempfehlungen liest man Wissenswertes beispielsweise zu Gemüsen von der Reichenau oder auch zu Sherry aus dem Süden Spaniens wie auch zu Miasa Safran, deren Markenbotschafter der Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann ist. 

Bei diesen Rezepten vergisst man gerne  Fleisch oder auch Fisch und genießt mit Entzücken beispielweise "Feine Tagliolini mit Trüffel und Parmesansauce". Dazu wird ein köstlicher Merlot empfohlen und zwar der aus der Toskana stammende Ornellaia aus dem berühmten Weingut "Le Volte dell`Ornellaia"

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: #Käfer- Das Grillbuch #teNeues

Dieses tolle Grillbuch mit 30 Rezeptideen von Käfer-Küchenchef Thomas Kahl und eindrucksvollen Fotos von Mathias Neubauer ist deshalb besonders lesenswert, weil es neben hochwertigen Rezepten informative Weinempfehlungen zu zahlreichen Gerichten aus dem Buch enthält und es zudem mit neugierig machenden Skizzierungen einzelner Weingüter aufwartet. 

Des Weiteren erfährt man Wissenswertes im Hinblick auf Warenkunde, so etwa zu "La Paludier de Guérande", das ist ein grobes Salz, das von Hand in den Salzgärten der Guérande nach traditionell überlieferter Methode geerntet wird. Es eignet sich hervorragend für Salzkrusten an Fisch und Fleisch. Auch Gewürze sind ein Thema und zudem Spargel aus dem Spargelhof Koppold. 

Man staunt, über die Raffinesse bei der Zusammenstellung der Zutaten einzelner Rezepte. "Rinderfilet mit Starkbier und Café-de-Paris-Butter" lässt zu Beginn bereits aufhorchen, weil die komplexen Ingredienzien zum Ausprobieren verlocken. Die Weine aus Weinregionen aus aller Welt sind präzise beschrieben, so dass man nachempfinden kann wie die Geschmacksnuancen einzelner Gerichte mit den Aromen der Weine harmonieren. Vielversprechend auch ist das Rezept für "Kotelett vom Duroc mit grünen Tomaten und frittiertem Knoblauch". Das Fleisch wird mit einer Marinade eingerieben, die Fichtenwipfelöl enthält. Dazu wird Cru Bourgois, Château de Pez aus Saint Estèphe, Bordeaux empfohlen, dessen Aromen den Grillgeschmack des Koteletts unterstreicht. 

Hervorheben möchte ich auch die "Maispourlarde mit mediterraner Füllung",  zu der ein Weißwein-Cuvée aus dem Hause Kühling-Gillot aus Rheinhessen gereicht wird. 

Man wird  übrigens des Weiteren von köstlichen Fischgerichten überrascht. Die "Dorade vom Grill mit mediterranen Gewürzen" macht ebenso neugierig wie der "Jakobsmuscheln-Spieß mit Safran-Apfel-Chutney", der von einen Meursault begleitet wird, dessen Bouquet mehr als nur vielversprechend zu sein scheint. Gegrillter Hummer, auch gegrillte Garnelen überzeugen wie alle anderen Rezepte, die dokumentieren, dass Grillen mit Niveau in diesem Sommer angesagt ist.

Dass es auch Desserts vom Grill geben kann, wird nicht jedem bekannt sein. Lassen Sie sich einfach überraschen… 

Ein gelungenes Kochbuch. Ideal für gut gelaunte Weinfreunde, die gemeinsam Grillen sowie bei einem guten Tropfen gerne über die Kunst des Lebens plaudern,  die ohne Ess- und Trinkkultur einen schmerzhaften Mangel zu beklagen hätte.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Koch Dich glücklich mit Cornelia Poletto- Gräfe und Unzer

Im neuen Kochbuch der Sterneköchin Cornelia Poletto reflektiert diese zunächst u.a. die häufigsten Ernährungsirrtümer wie auch Fragen der Qualität beim Einkaufen.

Es geht in diesem Zusammenhang u.a. darum, mehr über gutes Olivenöl in Erfahrung zu bringen. Dabei gilt die Faustregel: "Je mehr Sonne die Oliven abbekommen haben, desto milder ist das aus ihnen gepresste Öl."

Man liest aber auch Wissenswertes zu echtem Aceto Balsalmico und zum Einkauf von Fleisch und Fisch. Über unterschiedliche Geschmacksrichtungen bleibt man ebenfalls nicht uninformiert und auch Gewürze und Kräuter werden in den Vorbetrachtungen nicht ausgespart.

Die appetitanregend bebilderten Rezepte in der Folge sind untergliedert in die Rubriken:

Guter Start in den Tag
Leicht und schnell für jeden Tag
Zeit für den besonderen Genuss

Sie alle sind sehr gut erklärt und die Arbeitsschritte dabei erfreulich übersichtlich gestaltet. Auf den einzelnen Rezeptseiten finden sich immer wieder auch brauchbare Tipps und warenkundliche Erläuterungen, die man zu lesen nicht verabsäumen sollte.

Zudem stellt die Köchin ihre Lieblingsprodukte vor. Dabei handelt es sich um: Beeren und Sauermilchprodukte, Kartoffeln und Hülsenfrüchte, Parmesan und grünes Gemüse, Fisch und Avocado, Nüsse und Zitrusfrüchte.

Die  Gerichte sind äußerst delikat. Das gilt für die "Waldpilz-Kartoffel-Suppe mit Knusperkräutern"ebenso wie für den "Mangold-Linsen-Salat mit Kaninchen-Saltimbocca", aber auch den für den "Marinierten Thunfisch mit gegrillter Avocado" und für"„Polettos Garnelencocktail mit Avocado und Zitrusfrüchten" sowie für  die vielen anderen tollen Rezeptideen. Nicht unerwähnt möchte ich "Kalbsinvoltini mit Erbsen-Pfifferlings-Kasserolle" lassen.   Die Zutaten der einzelnen Speisen sind harmonisch aufeinander abgestimmt und aromenreich.

Alles in allem ein gelungenes Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

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Rezension: Schweizer Alpküche- Margrid Abderhalden- Schweizer Alpküche- 100 Rezepte

Dieses Kochbuch mit imposanten Fotos vom Leben und Arbeiten auf der Alp stellt 100 einfache Gerichte  aus der Schweiz vor, die zumeist aus Milch, Rahm, Butter, Käse hergestellt worden sind, doch auch frisches Brot, Gemüse und Fleisch spielen eine Rolle. 

Rezeptideen gibt es zu: Salat, Suppe, Hauptgerichten, Fleisch, Rezepten mit altbackenem Brot, Süßen Gerichten, Brot und Gebäck sowie Grundrezepten

Ganz nebenbei erfährt man etwas über das Leben auf der Alp, erhält zahlreiche Tipps und kann sich viele der Speisen auf den beigefügten Fotos ansehen. 

Es sind Suppen wie etwa eine "Grüne Kartoffelsuppe", die mit Brennesseltrieben angereichert worden ist oder eine andere, die frische Steinpilze enthält. Brennesseltriebe finden sich auch in anderen Speisen. Dann gibt es leckere Rezepte für Kartoffelpuffer und auch für einen Käsekuchen mit Speckwürfeln, der gut zu einem Glas Weißwein passt. 

Gerichte wie Pilzrisotto mit Alpkäse oder auch diverse gratinierte Gemüsegerichte überzeugen ebenso wie der Rahmbraten von Alpenschwein. Gefallen haben mir die "Käseschnitten", die gut zu einem Glas Rotwein passen. Schinken, Zwiebeln und Käse spielen hier eine Rolle. Käse ist auch wichtig für die "Sennerösti" und für "Brotgratin" mit Tomaten. 

Bei den Süßspeisen überzeugen Gerichte wie "Gebrannte Creme" oder auch die "Gestürzte Apfeltorte" mit Zimtrahm und die "Quarktorte" mit Rosinen. Dann gibt es da noch Rezepte für gesunde sowie kranke Tage wie etwa einen Holunderbeersirup und auch Apfelkräutertee und zum Schluss noch Infos über Kräuter, die man bei Alltagsbeschwerden und Krankheiten einsetzen kann. 

Ein schönes und interessantes Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle, weil es  Natur pur vermittelt.

Helga König

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Rezension: #Erdbeer-#Träume - #Cornelia_ Adam- Gerstenberg

Die Foodjournalistin Cornelia Adam hat gemeinsam mit dem Grafiker Stephan Schöll dieses Büchlein zur bevorstehenden Erdbeersaison auf den Weg gebracht.

Schon eingangs wird erwähnt, dass Erdbeeren seit Ewigkeiten ein Symbol für Sinnlichkeit sind. Bereits die Germanen und auch die Römer weihten ihre Walderdbeeren  ihren Göttinnen. 

Erdbeeren zählen zu den Rosengewächsen, wobei nicht die roten Beeren, sondern die kleinen gelben Kernchen, die auf der glatten Haut sitzen, die Früchte sind. Der Vitamin- C- Gehalt der Erdbeeren ist bemerkenswert hoch. Hinzu kommen noch Mineralstoffe und Calcium. Erdbeeren sind also gesund.

Man erhält diverse gute Tipps zu den roten Dingern und wird anschließend über einige Sorten aufgeklärt.  Dabei sollte man wissen, dass kleine Sorten ein intensiveres Aroma haben. 

Die Rezepte sind in die Rubriken: 
Drinks und Eis 
Desserts 
Kuchen und Törtchen 
Marmelade und Co.
untergliedert. 

Besonders gut gefallen hat mir das Rezept für eine "Erdbeer-Rosen-Bowle", eine tolle Rezeptur für die Monate Mai und Juni. Auch ohne Eismaschine sind einige Eiskreationen herstellbar. So etwa "Christines Erdbeerparfait" oder auch das "Erdbeer-Joghurt-Eis mit Ingwer". 

Bei den Desserts möchte ich die "Erdbeergrütze mit Pistazien" hervorheben. In diesem Dessert spielt auch Roséwein eine Rolle. Nicht nur Kinder werden begeistert sein von "Erdbeer-Grieß-Timbales" , ein gelungenes Dessert, das man unbedingt ausprobieren sollte. 

Bei den Kuchen und Törtchen beeindruckt die "Erdbeer-Mousse-Torte" allein schon optisch des Farbspiels wegen. Allerdings ist die "Erdbeertarte" mehr als nur ein Hingucker. Der Nussteig harmoniert bestens mit dem Belag aus einer Ricottacreme und frischen Erdbeeren. 

Liebhaber von Erdbeerkonfitüre kommen ebenfalls auf ihr Vergnügen und wer Erdbeeren in Rum einlegen möchte, erfährt auch wie das geht. 

Dies ist also ein gelungenes Büchlein, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man Erdbeeren liebt. 

Dabei eignet sich "Erdbeerlikör"  als schönes Mitbringsel. Ihn zuzubereiten ist gar nicht schwer. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: #Brainfood- Rebecca Katz, Mat Edelson- AT Verlag

Rebecca Katz und Mat Edelson sind die Autoren dieses bemerkenswerten Kochbuchs, das Rezepte für #Konzentration, #Gedächtnis und geistige Klarheit enthält. 

Es geht in dieser Publikation also darum, dem Gehirn den richtigen Treibstoff zu geben, damit es funktionieren kann. Dabei werden 85 Power-Zutaten vorgestellt, die unserem Gehirn nützen. Eine Studie kanadische Wissenschaftler zeigt, dass #Stresshormone die kognitive Hirnleistung negativ beeinflussen. Es kann sogar so weit gehen, dass lang anhaltender Stress zur Zerstörung von Gehirnzellen im Hippocampus, dem Hirnzentrum für Gedächtnis und Lernen führen kann. 

Dies lässt sich durch entsprechende Nahrung verhindern. So ist es das Serotonin, das für gute Laune sorgt. Um dieses Glückshormon zu produzieren, benötigen wir Tryptophan, das eines von vielen gehirnwirksamen Aminosäuren ist. Aber auch Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv aufs Gemüt aus. Festgestellt wurde, dass in Japan Depressionen weniger verbreitet sind als anderswo (z. B. 90% weniger als unter Amerikanern) und dass Japaner durchschnittlich fünfzehnmal mehr Omega-3-Fettsäuren verzehren als Amerikaner. 

Auch die Vitamine B6, B 9 und B12 sollte man zu sich nehmen, um bessere Denkleistungen zu erzielen, zudem sind Bewegung und Sport in diesem Zusammenhang wichtig.

Im Buch lernt  man eine Vielzahl gesunder Nahrungsmittel kennen, die sich positiv auf Gedächtnis, Stimmung, Gemüt, Schlaf, Energie und viele Gehirnfunktionen auswirken. All die vorgestellten Lebensmittel werden sehr gut erklärt. Chilis beispielsweise verzögern den langfristigen mentalen Abbau, während Fenchel aufgrund des Vitamins B 9 die Gehirnleistung ankurbelt. Grapefruitsaft, auch Haferflocken und nicht zuletzt Himbeeren verbessern unseren kognitiven Leistungen, doch auch Kartoffeln, Knoblauch, Walnusskerne und viele andere Nahrungsmittel mehr, über die man im Buch sehr gut aufgeklärt wird, lassen unser Gehirn frohlocken.

Man erfährt zudem mehr über die Grundprinzipien des gehirngesunden Kochens und kann sich dann in Rezepte vertiefen, die untergliedert sind in: 
Suppen 
Gemüse und Salate 
Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte 
Was immer schmeckt 
Saucen, Dips und Dressings, 
Getränke 
Süßes 

Die Rezepte werden alle schrittweise und sehr gut beschrieben. Vor jedem Rezept erfährt man Warenkundliches, zudem auch für wie viele Personen die Zutaten gedacht sind, wie lange die Zubereitungszeit und wie lange die Kochzeit andauert. Des Weiteren wird der Nährwert pro Portion und die Haltbarkeit eines jeden Rezepts angegeben. 

Ideal für die bevorstehende warme Jahreszeit sind die Salatrezepte. Hier möchte ich den "Avocado-Zitrus-Salat" hervorheben, der durch die Minzeblätter und den geriebenen Ingwer sehr delikat aromatisiert ist, auch der "Hochsommerliche Salat mit Wassermelone und Kirschtomaten" ist  ein Genuss für den Gaumen. Hier spielen u.a. Koriandergrün, Feta und geröstete Kürbiskerne eine Rolle. 

Gefallen haben mir auch die Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten, wie etwa der "Ingwer-Lachs aus dem Ofen mit Granatapfel-Oliven-Minze-Salza". Hier verhelfen die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren alle Sinne auf Hochtouren zu bringen. 

Bei den Fleischgerichten überzeugt der "Thailändische Rindfleischsalat", wobei das Fleisch eher ein Nebendarsteller ist. Alle anderen Rezepte, auch die Desserts verfügen über bemerkenswerte Zutaten und klingen vielversprechend. 

Ob "Sizilianische Hühnersuppe" oder "Provenzialischer Fischeintopf" eines scheint gewiss,  bei allen Gerichten wird der Gaumen aber auch das Gehirn erfreut. Was kann man mehr wollen?

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Good to Glow – Superfood-Gerichte und Health Rezepte

Tali Shine und  Steph Adams sind die Autorinnen dieses Kochbuchs, das im teNeues Verlag erschienen ist. 

Die Rezepte stammen von Gesundheitsfachleuten, Supermodels, Modedesignern, Fitnesstrainern und Celebrities aus aller Welt. Vervollständigt wird das Werk durch Gesundheitstipps und einer Liste internationaler Hotspots. 

Zunächst äußert sich Tali Shine zu Grundsätzlichem und das bedeutet: Kein Gluten, keine Weizenkeime, kein raffinierter Zucker aber gute Fette und Öle. Sie begründet ihre Tipps ganz ähnlich wie Steph Adams, die ebenfalls mit sehr brauchbaren Empfehlungen aufwartet. 

Anschließend liest man mehr über die 10 Wege, die unsere Haut zum Leuchten bringen und auch, weshalb Quiona, Hafer, Kürbis und Bohnen zu TOP Superfoods zählen.

Die Rezepte sind untergliedert in: 
Säfte & Smoothies 
Frühstück& Brunch 
Salate & Hauptspeisen
Snacks& Desserts

Im Inhaltsverzeichnis erfährt man stets,  von wem die Rezepte stammen. Alle Rezepte werden sehr gut erklärt und teilweise von sogar kommentiert. Zudem lernt man im Rahmen von Kurzportraits die Personen die die Rezepte kreiert haben. Diese sind unkompliziert in der Zubereitung und vor allem gesund. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: #Desserts- #Julien_Duvernay- Der Patissier von #Tanja_Grandits- AT Verlag

Autorin dieses Buches ist #Tanja_Grandits. Sie ist die Chefin des legendären, mit zwei Michelin-Sternen und 18 Gault Millau-Punkten bewerteten Restaurants #Stucki in #Basel. Vom #Gault_Millau wurde sie als "Koch des Jahres 2014" ausgezeichnet. Tanja Grandits ist zudem Kolumnistin und Autorin mehrerer erfolgreicher Bücher im AT Verlag. 

Im vorliegenden Werk stellt sie Rezepte des Patissiers und Chocolatiers Julien Duvernay vor. Er ist seit 2012 Chef der süßen Küche des Restaurants Stucki. Wie Urs Heller, der Chefredakteur des Gault Millau Schweiz die Leser wissen lässt, sind die Kreationen Duvernays nicht das Ergebnis von kreativen Schüben und spontanen Einfällen, sondern von guter Schulung und harter Arbeit, aber auch von nächtelangen Testreihen.

Im "Stucki" wechselt monatlich das Menü und wird dabei saisonalen Gegebenheiten angepasst. Duvernays Kreationen bestechen dadurch, dass sie avantgardistisch sind im Hinblick auf die Geschmacksbilder. Zudem bauen sie aber zeitgleich in der Zubereitung auf das klassische Patisserie-Handwerk auf. 

Die Umsetzung der Rezepte ist alles andere als einfach, denn es handelt sich dabei um Rezepturen, wie sie in der Patisserie des Restaurants "Stucki Tanja Grandits" verwendet werden. Die Desserts setzen sich aus mehreren Teilrezepten zusammen. Die Beschaffung der Zutaten ist auch nicht immer problemlos möglich.  Hier zeigt sich, Gutes ist stets mit Mühe verbunden.

Für Liebhaber schöner Kochbücher ist dieses Werk allein der Bilder wegen ein Hochgenuss, aber auch ungemein erhellend, um zu begreifen, was ein Spitzen-Patissier können und leisten muss, um im Ranking ganz weit oben zu stehen. Selten habe ich solch komplexe Dessertrezepte gelesen, die übrigens untergliedert sind in die Rubriken: Zitrus, Karamell, Gemüse, Tee, Blüten, ÖL, Getreide, Kräuter, Pfeffer. 

Auf den Seiten 62ff lernt man beispielsweise ein "Fenchel Schokolade Dessert" kennen. Notwendig für diese Komposition ist die Herstellung von Schokoladen-Brioche, getoasteten Brioche, Schokoladenganache-Gelee, Schokoladensauce, Schokoladen-Mousse, Fenchel-Schokoladen-Crémeux, Fenchelsalat. Die Zubereitung  wird gut beschrieben und es wird auch erläutert wie man alles kunstvoll anrichtet. 

Jedes Rezept ist eine Herausforderung an die Geduld und das Fingerspitzengefühl desjenigen, der bereit ist,  das Dargebotene auszuprobieren. Neugierde hilft natürlich dabei, zur Tat zu schreiten. 

Wie schmeckt ein "Erbsen Apfel Estragon Dessert", das aus acht Kreationen zusammenfügt ist? 

Wen könnte man mit "Grüntee Passionsfrucht Eclairs" überraschen? 

Welche Gespräche könnten sich bei Tisch entwickeln?  Welche Gäste sind in der Lage, die Kreationen Julien Duvernays  wirklich zu würdigen?

Jetzt im Frühling ein "Sauerampfer Apfel Dessert" auf den Tisch zu bringen, das aus 12 Teilen besteht, ist schon hohe Kunst. Die Kreationen verdienen es,  ohne Vor- und Hauptspeisen genossen zu werden. Man sollte sich vollständig auf die Geschmackskomponenten des Desserts konzentrieren und sie Gästen auch erläutern.

"Grüner Pfeffer Ananas Kaffee Dessert" ist ein Traum aus neun Teilen. Wie schmecken die einzelnen Teile und wie harmonieren sie auf der Zunge miteinander? Dies ist ein abendfüllendes Thema für Menschen, die Esskultur gerne auch kommunizieren.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Rezension: Zucker, Dattel, Kaviar- Lebensmittel, die unsere Welt verändert haben.- Gerstenberg

Dieses sehr informative, reich bebilderte Nachschlagwerk erzählt sehr kurzweilig auf welche Weise nachstehende Lebensmittel Einfluss auf die Geschichte und Wirtschaft hatten.

Bei den Lebensmitteln handelt es sich um folgende Produkte: Wolhaarmamut, Brot, Pazifiklachs, Lamm, Rind, Datteln, Bier, Sojabohne, Mais, Nudeln, Olivenöl, Spartanische Blutsuppe, Garum, Kimchi, Schokolade, Paella, Gewürze, Salzhering, Frankfurter, Pekingente, Cassoulet, Steckrüben, Roquefort, Kartoffel, Mayonnaise, Rendang, Zucker, Biltong, Irish Stew, Tee, Hartkekse, Gin, Vindaloo, Apple Pie, Amerikanischer Whiskey, Madeleines, Kaviar, Banane, Corned Beef, Jaffa –Orange, Amerikanischer Bison, Coco-Cola, Hamburger, Anzac Biscuits, Birds-Eye Tiefkühlfisch, Swanson TV Dinner, Campbell´s Dosensuppe, Starbucks Coffee, Milchpulver, Goldreis. 

1564 bereits wurde die erste "Frankfurter" Wurst hergestellt und zwar zur Feier der Kaiserkrönung Maximilian II. Über diese Wurst und ihren Weg nach Amerika liest man ebenso Spannendes wie beispielsweise über die "Madeleines". Das sind kleine Biskuitkuchen aus Frankreich, die durch den Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust weltberühmt wurden. 

Es führt zu weit, all die Episoden im Buch an dieser Stelle zu erwähnen, doch gesagt werden kann, dass jeder, der sich mit Lebensmittel-Warenkunde gerne befasst, begeistert sein wird von der Fülle an Infos, die ihm hier entgegengebracht wird. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Beerenglück für Genießer- Karl Newedel- Bassermann Inspiration

Dieses Rezeptbuch ist den Beerenfrüchten gewidmet, die ihrer Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien wegen als besonders gesunde Lebensmittel eingestuft werden.

Bei den Rezepten handelt es sich um solche für delikate Desserts sowie Köstlichkeiten für die Kaffeetafel und Getränke, die in die Rubriken: Erdbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Stachelbeeren, Beerenmischung untergliedert sind. 

Die Rezeptergebnisse sind allesamt abgebildet. Die Back- oder Kühlzeit werden stets genannt und auch die Zahl der Portionen, die aus einem Rezept gemacht werden können. 

Vom delikaten "Erdbeersorbet" über einem "Nussparfait mit Himbeerkompott" bis hin zu "Stachelbeer-Windbeuteln" offenbaren  sich dem Leser  eine Vielzahl von Verwöhnrezepten, die nicht nur Gäste  begeistern werden.

"Preiselbeersirup und-likör" oder auch "Erdbeer-Minz-Limes" sind Getränke, die man einfach zubereiten kann und die  für Damen-Kränzchen im Garten offenbar gedacht sind. Wer Torten mag, der wird die "Himbeer-Tiramisu-Torte" zuallererst zubereiten, hingegen werden Freunde französischer Leckereien wohl eher ein kleines "Baisertörtchen mit Beeren" bevorzugen. 

In allen Fällen werden die Rezepte schrittweise erläutert und sind sehr gut nachvollziehbar. Neben vielen süßen Rezepten findet man auch eine süß-saure Rezeptur für "Eingemachte Stachelbeeren", die bestens zu Grill- oder Wildgerichten passt. 

Ganz zum Schluss werden die Erntezeit und auch die Inhaltsstoffe der einzelnen Früchte, die im Buch genannt werden, näher beschrieben. 

Ein schönes, informationsreiches Buch, das alle erfreuen wird, die im Sommer Fruchtreiches auf den Tisch bringen wollen 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Bistro Küche – Die besten 110 Rezepte- #Alain_Ducasse

Autor dieses Kochbuchs ist der Drei-Sterne-Koch Alain Ducasse.  Er erhielt vom Guide Michelin als erster und einziger Koch im gleichen Zeitraum die Höchstwertung von drei Sternen für seine Kochkunst: Je drei Sterne für seine Restaurants Le Plaza Athénée in Paris, Alain Ducasse at the Essex House in New York und Le Louis XV in Monaco.

Alain Ducasse besitzt zudem drei namhafte Bistros in Paris, genannt  - "Aux Lyonnais", "Benoit" und "Allard". 110 Gerichte aus diesen Bistros werden im vorliegenden Buch ausführlich beschrieben.

Untergliedert sind die Rezepte in:

Vorspeisen
Hauptgerichte
Desserts

Alle Rezepte werden sehr gut erklärt. Angezeigt wird für wie viele Personen die Zutaten ausreichen und wieviel Zeit man für Zubereitung und das Garen  eines Gerichts jeweils benötigt.

Die Rezeptergebnisse kann man sich anhand appetitanregender Bilder genauer ansehen. Es wird auch immer erklärt wie man die Speisen anrichtet und welcher Wein am besten dazu passt.

Erwähnt wird zudem, in welchem der Bistros das Gericht angeboten wird. Unter den Vorspeisen findet man auch ein Rezept aus dem Burgund: "Pochierte Eier in Rotweinsauce" und ein Rezept für "Weinbergschnecken in Kräuterbutter" wie man sie im Elsass zubereitet. Sehr gute Rezepte für "Zwiebelsuppe" und "Benoit"- Terrinen  motivieren zur Küchenarbeit.

Wunderbare Fischgerichte wie etwa der "Rochenflügel auf Grenobler Art", "Zander in Rotweinsauce" oder "Pochierter Steinbutt" warten darauf, zubereitet zu werden aber auch vorzügliche Speisen mit Innereien, so etwa ein "Gebratenes Kalbsbries mit Schwarzwurzeln und schwarzen Trüffeln" oder auch ein "Schlemmerragout mit Kalbsbries, Flusskrebsen, Fois gras und Trüffeljus" machen neugierig auf die Geschmacksergebnisse.

Delikate Fleisch- und Geflügelspeisen, darunter ein köstliches "Hühnerfrikassee mit Flusskrebsen, eine  "Wildenten-Pastete", auch "Hasenpfeffer" und  "Frischlingsragout mit Maronen, Steinpilzen und Wildäpfeln" empfiehlt es sich nachzukochen.

Tolle Dessert runden das Buch perfekt ab. Hier möchte ich die "Mirabellen-Tarte“  und auf die "Mandeltarte mit île  flottante" hinweisen

Alle Speisen im Buch begeistern und  motivieren  zum  Ausprobieren der Rezepte.

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Rezension: Antipasti & Tapas- Häppchenweise ans Mittelmeer- Martin Kintrup

Dieses wunderbare, kleine Büchlein befasst sich mit: Antipasti, Tapas, Mezze und Häppchen. Was man darunter zu verstehen hat, wird im Vorfeld näher erläutert. Dann folgt der Rezeptteil.

Die einzelnen Rezepte werden jeweils schrittweise, gut nachvollziehbar erläutert. Die Zutaten präsentieren sich als qualitativ hochwertig. Man erfährt immer, für wie viele Personen ein Rezept angedacht ist, wie lange die Zubereitungs- und Garzeit andauert und wie es um Kalorien, Eiweiß, Fette und Kohlehydrate bestellt ist. 

Antipasti sind italienische Vorspeisen, die einfach und rustikal aber auch aufwendig und raffiniert daherkommen können.  Sie eignen sich auch bestens als Beigabe zu einem Glas Wein. Das gilt für "Vitello Tonnato" ebenso wie für "Bresaola –Carpaccio". Bei dem "Bresaola" handelt es sich um einen luftgetrockneten Rinderschinken. Gefallen hat mir das Rezept für "Gratinierte Zucchini-Garnelen-Röllchen", das durchaus auch als Imbiss bei einem Empfang etwas hergibt. 

Tapas sind in Spanien kleine Beigaben zu Wein und Sherry. Hier überzeugen "Mejillones a La Marinera"- das sind Miesmuscheln in Tomatensauce, wie diverse baskische belegte Brote, die man "Pintos" nennt. Sehr speziell sind Mezze- Gerichte. Das sind Vorspeisen aus dem Orient, die von der Würzung her etwas gewöhnungsbedürftig sind. Dann gibt es da noch die Häppchen aus Deutschland. Überzeugt haben mich hier "Garnelen-Tomaten-Spieße", aber auch der "Saibling-Tatar"

 Alles in allem interessante Rezepte, die es lohnt auszuprobieren. 

Mit kostenloser App zum Sammeln  ihrer Lieblingsrezepte.
Sehr empfehlenswert. 

Helga König

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Rezension: #PASTA- Raffiniert und einfach selbst gemacht- TE

Dieses bemerkenswerte Kochbuch thematisiert #PASTA vom Feinsten vor. 

Untergliedert sind die Gerichte in die Rubriken:

Salate und Vorspeisen 
Suppen und Eintöpfe 
Mit Gemüse, Fisch, Fleisch 
Gefüllte Pasta 
Gnocci, Spätzle, Klöße 

Die einzelnen Rezepte werden schrittweise, sehr gut nachvollziehbar erläutert. Auf beigefügten Fotos kann man sich die fertigen Gerichte näher anschauen. Hier auch wird die Zubereitungszeit jeweils genannt und das Niveau bewertet. Man erfährt nicht nur wie man Nudeln perfekt gart oder auch vorgart, aufbewahrt und aufwärmt, sondern liest zudem Wissenswertes über Asiatische Nudeln, lernt Reis-Vermicelli knusprig zu frittieren und einzelne Nudelsorten zu unterscheiden. Man weiß nach der Lektüre auch wie man Nocken zubereitet und hat eine Vorstellung von asiatischen Würzzutaten.

Basisrezepte für Nudelteige, auch feine Füllungen für Teigtaschen und das Wissen um Gnoccis aus Kartoffelteig runden grundsätzliches Wissen zum vorgegeben Thema ab. 

Damit Sie eine Vorstellung von den Rezepten im Buch erhalten, möchte ich einige hervorheben:

Bei den Vorspeisen will ich den "Glasnudelsalat mit Garnelen und Hähnchen" aber auch "Nudel-Gemüse-Salat mit Kaninchen-Saltimbocca" benennen. Beides sind perfekt komponierte Rezepte, die sich auch als Tellergerichte an Sommerabenden zu einem Glas Wein eignen. Die Suppengerichte sind vorzüglich.  Aufmerksam möchte ich hier machen auf "Gnoccis in Flusskrebstopf mit Morcheln", auch auf "Thai-Suppe mit Reisnudeln Fleischbällchen und Dips"  und auf "Gekühlte Dashi mit Sobanudeln", die aus Buchweizenmehl hergestellt wurden. 

Vorzügliche Pastagerichte machen die Wahl nicht leicht. Hervorheben möchte ich  "Tagliatelle mit Kaninchenragout", auch "Tomaten-Maltagliati mit Chicorée und Jakobsmuscheln" oder zur bevorstehenden Spargel-Saison "Spinat –Tagliatelle mit Garnelen und Spargel". Nicht unerwähnt soll die "Glasnudelpfanne mit Fisch und Meeresfrüchten" bleiben,  des Weiteren die "Nudeln mit Huhn und Spargel" und die "Asia-Nudelpfanne". 

Wer gefüllte Pasta liebt, findet hier vieles, was den Gaumen erfreut, so etwa "Ravioli mit Spinatfüllung und Flusskrebsen". Tolle "Lasagne-Rezepte" und "Schwäbische Maultaschen" machen ebenfalls neugierig. 

Für Gnocci-Fans empfehle ich die "Ricotta-Gnocci mit Kalbsleber und Zwiebeln."

Das Buch hat ungleich mehr zu bieten. Es ist sehr handlich und ideal, um damit täglich in der Küche zu arbeiten. Sehr gute Zutaten und eine feine Würze machen die Gerichte  niveauvoll

Dazu gibt es noch eine kostenlose App mit allen Rezepten  und Einkaufslistenfunktion.

Sehr empfehlenswert 
Helga König

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