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Rezension: Schöne Heimat, Kit Schulte –Callwey



Kit Schulte, die  Autorin dieses Buches, lebte jahrelang in den USA und hat nach ihrer Rückkehr die deutsche Küche wiederentdeckt, konkret ihre Traditionen, Zutaten und handwerklichen Methoden. Mit ihrem Werk möchte Kit Schulte deutsche Klassiker und teilweise vergessene Köstlichkeiten mit den Trends der Gegenwart verbinden. 

Die Fotos von Nora Novak machen deutlich dass der Begriff "Heimat" alles andere als abschreckend sein muss. 

Die Autorin hinterfragt, was man überhaupt unter deutschem Essen zu verstehen hat und wie es mit Einflüssen aus Nachbarländern und Regionen im kulinarischen Deutschland ausschaut. Sie thematisiert, den Süden, den Norden, den Mittleren Westen, den Osten und die Berliner Küche und nennt spezifische Spezialiäten wie etwa "Pillekauken", "Schinkenbegräbnis" oder "Pälzer Grumbeerwaffeln", befasst sich mit Wildpflanzen und erklärt wie man diese am besten sammelt. 

Hier beginnen dann auch die ersten Rezepte, so etwa für "Holunderblütensirup oder –gelee". Neugierig hat mich das Rezept mit "Mahoniebeeren" gemacht, von denen ich bislang glaubte, sie seien nicht essbar, weil giftig. Sehr gut erläutert wird wie man "Hagebutten- oder auch Schlehengelee"  zubereitet. Das "Wildkräuterpesto" zeigt, dass regionale Küche sehr innovativ sein kann, wenn man sich Rezepten aus anderen Ländern nicht verschließt. Alles andere als spießig geht es weiter mit einem Rezept für "Gefrorenes Quarkparfait mit Löwenzahnblütensirup". Wer einen Naturgarten hat, kann den Löwenzahn dort im Frühling ernten. Leute mit englischem Rasen werden lange vergeblich suchen müssen. Rezepte für "Brennnessel" (die findet man auch im Naturgarten) und ein tolles Rezept für "Waldmeisterbowle" verbinden Althergebrachtes mit neuen Geschmacknoten auf bemerkenswerte Weise. 

Des Weiteren thematisiert die Autorin die Kräuter und Gewürze in der deutschen Küche, beginnt mit einem knappen historischen Rückblick und wartet mit einem Senfrezept auf, das durch den beigefügten Honig auch zu Weißwurst schmeckt. Lobenswert auch sind die Infos zum vergessenen Geschmack und hausgemachten Delikatessen. So waren einst bittere Wildkräuter- pflanzen und- gemüse gängige Kochzutaten, wurden dann jedoch vergessen und erleben jetzt erst wieder eine Renaissance. 

Ein tolles Rezept für "Schwarze Walnüsse" macht ebenso neugierig wie das Rezept für "Frankfurter Grüne Soße", das durch den Joghurt leichter daherkommt als vormalige Mayonnaisen-Mischungen. 

Der gute alte "Rumtopf" wird thematisiert und ein Rezept wird mitgeliefert. Schade, dass ich den Steintopf meiner Mutter verschenkt habe… Die Rezepte für "Kräuterbutter" und "Kräuterquark", auch der "Krabbensalat" sind typisch für die deutsche Küche und bei den Suppen und Eintöpfen nickt man wissend, wenn man hierzulande seine Kindheit verbracht hat. Doch dann entdeckt am das Rezept mit dem Namen "Spanisch Frikko" und denkt "Nanu?" Es handelt sich, so wird bei der Lektüre klar, um einen "Westfälischen Eintopf", dessen Ursprünge nicht ganz geklärt sind. 

Typisch auch Salate. Sehr gut zubereitet sind der "Krautsalat", auch die "Variationen des Kartoffelsalats" und natürlich der "Gurkensalat mit Dill und Schnittlauch". Es folgen vegetarische Gerichte, so etwa "Buchweizenrisotto mit Ofenfenchel, jungen Erbsen und Pesto", der unverkennbar mediterrane Anklänge hat. Typisch für Deutschland sind eher die "Schmorgurken mit Bratkartoffeln" und auch die "Pilzpfanne", zwei sehr delikate Rezepte bei denen man Fleisch nicht vermisst. 

Sehr gut ist die kleine Auswahl von "Fleisch- und Fischgerichten". Hervorheben möchte ich hier die "Kohlrouladen mit geschwenkten Kräuterkartoffeln", die "Königsberger Klopse mit Kartoffeln" und die "Forelle Müllerinnenart mit Kartoffeln und Gurkensalat". Es handelt sich um gut bürgerliche Rezepte, die vom Geschmack her überzeugen. 

Was noch? Nachtische…! Den Apfelstrudel muss man ausprobieren. Ein tolles Rezept! Und die Kuchenrezepte erinnern an den Geschmack der Kindheit, so der "Pflaumenkuchen" oder aber der "Kalte Hund", der heute bei mir tabu ist wegen des Kokosfetts. 

Zum Schluss dann werden über viele Seiten landestypische Gemüsesorten und Früchte wie auch Wildkräuter thematisiert. Infos dieser Art sind stets wichtig, denn: Ohne Warenkunde, keine klugen Mahlzeiten.

Ein gelungenes Buch, das den Begriff "Heimat" im Zusammenhang mit Kochen ein wenig entstaubt und mit Klischees aufräumt. Prima!

Empfehlenswert.

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Rezension: PINSA- Daniela Taglialegne, Sven Oliver Neitzel-at Verlag



Was versteht man unter einer Pinsa? 

Es handelt sich um eine Art Fladenbrot, das man herzhaft oder süß belegt oder auch pur genießen kann. Der Teig soll superbekömmlich sein, so die Autoren und wird von ihnen als innen besonders leicht und fluffig beschrieben, hat außen eine dünne und knusprige Teigschicht, die all die frischen Toppings nicht nur trägt, sondern geschmacklich erst richtig hervorhebt. Nachdem ich die ein oder andere "Pinsa" zubereitet habe, kann ich dies bestätigen. 

Eine "Pinsa" brutzelt übrigens nicht im heißen Backofen mit einer Käseschicht wie eine Pizza, sondern sie wartet mit frischen Produkten auf und ist damit per se gesünder. Das spricht neben vielen interessanten geschmacklichen Komponenten für dieses Produkt, das hierzulande noch nicht in aller Munde ist.

Nachdem man zunächst über Warenkundliches informiert wird, hier auch mehr über den "Fior de Latte" und "Pecorino" erfährt, beginnt alsbald der Rezeptteil mit insgesamt 80 Rezepten. 

Ausführlich und sehr gut werden Sauerteig, Sauerteilstarter und Pinsateig erläutert. Danach folgen bemerkenswerte Saucenrezepte und Rezepte für Dips, Toppings und dergleichen mehr. Die Teigzubereitung sollte man mehrmals lesen und überdenken, bevor man zur Tat schreitet. Dann wird das Ergebnis mehr als nur zufriedenstellend sein. 

Die geschmackvollen Dips in Verbindung mit Pinsastreifen sind einer idealer Imbiss zu einem Glas Rosé an einem Sommerabend, auch wenn Gäste kommen. Daumen hoch also! 

Die dann folgenden Rezepte für die Pinsa-Beläge sind untergliedert in: Vegetarisch/Vegan, Fleisch, Fisch, Sandwich und Süß. 

Alle Rezeptergebnisse sind appetitanregend abgelichtet. Die Backzeit wird stets genannt und es wird genau beschrieben, was zu tun ist. Alle Rezepte verführen dazu, Gäste einzuladen und mit ihnen den Genuss zu teilen. 

Nicht immer erinnert ein Rezept an Italien, gewiss aber "Gorgonzola & Spinat" als Belag, dazu noch Walnusskerne und ein Topping aus "Crema di Balsalmico" und "Créme fraiche". Wunderbar! 

Wer es gerne etwas deftiger mag, wird begeistert sein von dem Belag "Prosciutto cotto & Salsicca" mit einem Topping aus grüner Kräutersauce oder Pastirma & Büffelmozzarella“. 

Auch asiatische Geschmacksnoten findet man, so etwa beim Belag "Asia Lachs & Frühlingszwiebeln" und einem Topping aus Koriander und geröstetem Sesamsamen. 

Wer es gerne ein wenig süß mag, sollte die Variation "Apfel& Gogonzola" ausprobieren mit einer Topping aus braunem Zucker und Honig. 

Für Kinder eignet sich der Belag aus "Vanillepudding & Zimtapfel", wobei hier auch große Kinder gewiss gerne davon ein Stück naschen möchten. 

Bleibt zu sagen: Ein gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

 Helga König 

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Rezension: Vergnügt vegan- Rezepte für die ganze Familie-Peggy Brusseau- Gerstenberg



Weshalb vegan, fragt man sich immer wieder, wenn man sogar in Supermärkten auf viele solcher Produkte stößt? 

Peggy Brusseau, die Autorin dieses Buches beantwortet dies kurz und knapp mit den Worten "Eine vegane Ernährung tut Ihnen gut- und unserem Planeten erst recht."

Sie erwähnt in diesem Zusammenhang die Abholzung der Regenwälder, das Überleben der indigenen Völker und den Klimawandel. Auch wer nicht ganz auf tierische Lebensmittel verzichten möchte, ist gut beraten, sich im Großen und Ganzen umzustellen, allein der ungesunden gesättigten Fettsäuren wegen, die mitverantwortlich sind für Wohlstandskrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. 

Die 80/20-Regel lässt sich gut umsetzen und gesünder leben. 

Man erfährt in diesem Buch, was vollwertige Lebensmittel sind und weshalb regional einzukaufen, viele gute Gründe hat. Aufgelistet werden saisonale Produkte, die man im Garten anbauen oder beim Bauern kaufen kann. Dabei sollte man auf ein bestimmtes Bild auf dem Teller achten, das viele Farben enthält. 

Man erfährt auch, welche Küchenutensilien man für die vegane Küche benötigt und kann sich alsdann in eine sehr gute Nährstofftabelle einlesen, wo man mehr über Makro- und Mikronährstoffe erfährt, deren Quellen im Einzelnen benannt werden. Es werden Nahrungsmittel genannt, die für die Gesundheit unerlässlich sind und zwar wegen der darin enthaltenen Folsäure. Thematisiert wird auch B 12, Eisen und Kalzium. Des Weiteren wird die Protein- Frage bei veganer Ernährungsweise zufriedenstellend geklärt und unter anderem sehr gut vermittelt, weshalb ein Frühstück für gute Laune, Konzentration und Motivation so wichtig ist. 

In der Folge lernt man im Rahmen nachstehender Kapitel  viele leckere, vegane Rezepte kennen und zwar für: Frühstück, Snacks für Zwischendurch, Mittagessen, Familienessen, Leichtes Abendessen, Partys und Feste. 

Die Rezepte sind allesamt sehr gut erläutert. Dabei werden die Zubereitungszeit stets genannt, auch Alternativen und Varianten des jeweiligen Rezepts bleiben nicht unerwähnt. Eingestreut in die einzelnen Rezeptteile sind immer wieder sehr gute Informationsseiten, so etwa über Körner und Mehle. Was unter Quinoa und Amarant zu verstehen ist, hat sich bei Insidern schon herumgesprochen, doch was ist beispielsweise "Teff"? Die Autorin lässt die Leser nicht im Ungewissen.

Bohnen und Linsen sind ein weiteres Thema. Hier lernt man zahlreiche Sorten kennen und wie man diese kocht. Zudem werden Fette und Muse sowie Margarinen sehr gut besprochen und es wird u.a. hervorragend erklärt, wie eine Nahrungskette entsteht. 

Über das Leben und die Farbe Grün, auch über Tiefenökologie, über die Rechte von Tieren und über die Goldene Regel philosophiert die Autorin überzeugend und schafft durch ihre Texte Bewusstsein.

...und wenn man vielleicht mit der "Lauch-Kartoffelsuppe" beginnt, kann man diese mit einem herkömmlichen Rezepte vergleichen und entdecken wie köstlich die vegane Variante schmeckt. 

Alles in allem ein gelungenes Buch, das in die Zeit passt, in der viel über Transformation geredet wird und man durch ein verändertes Kochverhalten, einen gesundheitlich nützlichen Beitrag dazu leisten kann. 

Maximal empfehlenswert! 

 Helga König 

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Rezension: Zu Gast in Cornwall-Rezepte und Geschichten-Emily Scott-Gerstenberg


Emily Scott ist eine leidenschaftliche Köchin, die das vorliegende Buch während des Lockdowns ihres mehrfach ausgezeichneten gastronomischen Betriebs "St. Tudy Inn" in Cornwall verfasst hat. Das Werk ist Koch- und darüber hinaus Erinnerungsbuch an ihre Kindheit, ihre Reisen, aber auch eine Hommage an die Liebe zu Cornwall, das man nicht nur durch einfühlsame Texte, sondern auch durch wunderschöne Bilder kennenlernt. 

Ihre gastronomischen Fähigkeiten erwarb die Britin in einer kleinen Küche am Hafen von Port Isaac, wo sie sieben Jahre ein Restaurant betrieb und dort ihre Begeisterung für Fischgerichte entdeckte. 

Wie in allen guten Kochbüchern erfährt man auch in diesem etwas zu den, für die Rezepte notwendigen Arbeitsgeräte, über die Zutaten, die man im Vorratsschrank haben sollte und über Kräuter und Wildblumen, die bei den Gerichten eine Rolle spielen. Alsdann werden Basisrezepte vorgestellt. Keineswegs immer britisch, denn die Köchin hat sich auf ihren Reisen ins Ausland stets inspirieren lassen. Ein eindeutig britisches Grundrezept aber ist dieses für "Englische Gurken-Sandwiches mit gesalzener Butter". Puristisch, aber sehr fein.

Emily Scott schreibt eindrucksvoll über das Meer zur Winterzeit, bevor sie mit bemerkenswerten Rezepten aufwartet, darunter "Seezunge mit Kräuter-Dressing, Brunnenkresse und Blüten" und "Hähnchen mit Orangen, Créme Double und Estragon". Auch über die Weihnachtszeit liest man Wissenswertes und findet u.a. ein tolles Vorspeisenrezept für "Räucherlachsröllchen" und für den Hauptgang ein Rezept für "Weihnachtlich glasierten Schinken mit Gewürznelken." Dazu wird eine "Petersiliensauce" und dunkles Brot gereicht. Köstlich auch die Nachspeise, wobei nicht ganz einfach zuzubereiten... Hier wartet die Köchin mit einem Rezept für eine "Baiserrolle mit Clementinencreme und Passionsfrüchten" auf. 

Es folgen wärmende Frühlingsgedanken und auch hier wieder appetitanregende Rezepte, so etwa für "Krabben-Linguine mit Chili, Zitrone und Petersilie" oder für eine "Langsam gebratene Lammschulter mit Paprika, Knoblauch und Thymian." Wer gerne Hühnersuppe löffelt, wird begeistert sein von "Marnies Hühnersuppe mit Bärlauch, Spinat und Frühlingskräutern". Sehr aromatisch und gut bei Erkältung! 

Während man die schönen Meeresimpressionen betrachtet, denkt man vielleicht darüber nach, die Ingwerkekse auszuprobieren, da sie einen typisch britischen Geschmack haben und entscheidet sich dann doch für Mandel-Pistazien-Biscotti (S.142), weil sie den Gaumen doch etwas mehr betören. 

So gestärkt liest man über den Sommer am Meer, erfährt so ganz nebenbei, dass es in Cornwall den besten Hummer gibt und erhält ein Rezept für "Gegrillten Hummer mit feinen Kräutern", bei dem man den Cholesteringehalt in Windeseile verdrängt. Schalen- und Krustentiere sind keine Speisen für jeden Tag! 

Weiter geht es mit Hochsommereindrücken und einem leichten "Im Ofen gebratenen Petersfisch mit Zitrone und Thymian". Für Süßmäulchen wird ein Rezept für eine "Pfirsich-Mandel-Tarte" präsentiert, die daran erinnert, dass es in Frankreich lukullisch auch sehr interessant sein kann. 

Herbstliche Impressionen von Cornwall runden den Spaziergang durch die Jahreszeiten ab. Hervorheben möchte ich hier die "Miesmuscheln mit Lauch Cidre und Créme Double" und den schönen Satz: "Eins mit dem Ozean zu sein, Heilsames- nichts fühlt sich besser an als der Geschmack des Meeres und das Salz in meinen Haaren." 

Maximal empfehlenswert

Helga König 

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Rezension: Wunderbares Wintergemüse- Uschi Korda& Erwin Werlberger-Servus

Dieses Kochbuch ist die ideale Inspiration für die Küche während der Wintermonate.  Die Autoren Uschi Korda  und Erwin Werlberger stellen die bekanntesten 16 Wintergemüsesorten warenkundlich und in delikaten Rezepten vor. 

Erwin Werlberger ist Küchenchef im  Restaurant "Winterstellgut" in Annaberg/Österreich. Er hat bei internationalen Spitzenköchen viele Erfahrungen sammeln können, nicht zuletzt bei dem 3- Sternekoch Hans Haas im Münchener "Tantris". Seine Gemüsesorten, so auch die Wintergemüse, erwirbt er bei Josef Winkler in Tanneberg, über den man im Buch Wissenswertes erfährt. 

Thematisiert werden: Chicorée, Karotte, Grünkohl, Rotkraut, Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Rüben, Chinakohl, Weißkraut, Kürbis, Sellerie, Topinambur, Kohlsprossen, Radicchio, Petersilienwurzel und Wirsing. 

Die genannten Gemüsesorten werden ausführlich und gut portraitiert.  Zuallererst erfährt man immer, was das vorgestellte Gemüse kann, anschließend wird Spezialwissen  dazu präsentiert, auch zur Geschichte des Gemüses liest man das Ein oder Andere, zudem Anekdotisches und man wird unterrichtet,  wie man die einzelnen Gemüsesorten im eigenen Garten anbauen kann. Wann jeweils gesät und wann geerntet wird, bleibt auch kein Geheimnis. 

Einige der Gemüsesorten habe ich bislang noch nicht ausprobiert, so etwa den Grünkohl, der, wie man im Buch erfährt, mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen als König aller Kohlsorten gilt. Unfassbar: Schon 100 mg Grünkohl sollen den täglichen Bedarf an Vitamin C decken. Und das ist nicht alles…!

Die Rezepte zeigen, dass man Grünkohl vielseitig verwenden und sehr delikat zubereiten kann und selbst beim "Grünkohleintopf" das Ergebnis keineswegs eine braune Pampe sein muss.

Sehr gut gefallen und hervorheben möchte ich das "Rotkrautgemüse", das im Rezept zu einer Bauernente und Buchteln gereicht wird. Durch den Portwein und den Honig bekommt es übrigens  den letzten Kick. 

Erstaunt bin ich von den Dessertkreationen, die Gemüse enthalten und bin mir nicht sicher, ob ich sie sich alle-  ungefragt - Gästen kredenzen würde, denn sie setzen eine gewisse Aufgeschlossenheit allem Unbekannten gegenüber voraus. Welcher Gast hat das wirklich ?

Ein Dessert-Rezept allerdings dürfte problemlos durchgewunken werden: Das "Kürbiskernparfait mit Topfencreme". Hergestellt werden müssen hierzu: eingelegte Kürbis, Krokant, Parfait und eine Topfencreme. Mehr möchte ich nicht verraten.

Hervorheben möchte ich die Gerichte mit Wirsing und hier den "Rahmwirsing mit Kabeljaustrudel", den "Wirsingflan mit gerösteten Pinienkernen" sowie die "Wirsing-Wachtel-Roulade mit Couscous". Auch sehr gut gelungen sind die Rezepte zum Schluss in der Rubrik "Auf Vorrat- Eingekocht, eingelegt und fermentiert". Hier findet man Rezepturen zu Sauerkraut, zu Suppenwürze und vielem anderen mehr. 

Insgesamt enthält das Buch 80 Rezepte für Vorspeisen, Suppen, Jause, Hauptspeisen, Nachspeisen und Speisen für die Vorratskammer. Alle problemlos nachkochbar, wenn man sich die Rezeptur zunächst klar gemacht hat, bevor man zur Tat schreitet. 

Wintergemüse muss nicht profan schmecken. Das lernt man während der Lektüre dieses Buches bereits und darf sich am Herd und anschließend bei Tisch von der Richtigkeit des Erlernten überzeugen. Vielleicht zu aller erst mit einem "Radicchiokrapferl mit Gerstel-Garnelenfüllung"? Sehr komplex in der Zubereitung... Ideal also in dieser Jahreszeit, wo man das Haus ohnehin eher ungern verlässt.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Mein Küche im Frühling und Sommer- Meret Bissegger -at Verlag


Die Pflanzen- und Gemüsespezialistin Meret Bisseger stellt in diesem Buch 50 Frühlings- und Sommergemüse und darüber hinaus zahlreiche Gewürzkräuter vor. Diese Produkte beschreibt sie im Hinblick auf deren Botanik, Herkunft, Arten und Sorten, vermittelt dazu Tipps zur Verarbeitung sowie Lagerung und wartet mit über 160 zumeist vegetarischen und veganen Rezepten auf. 

Das reich bebilderte Werk mit tollen Fotos von Hans-Peter Siffert nimmt nach diversen Vorworten seinen Anfang mit sehr guten Ratschlägen zur Küchenpraxis, stellt Produzenten vor, informiert über gemeinschaftliche und auch regenerative Landwirtschaft, über Bio-Richtlinien für den Anbau im Gewächshaus und vieles andere mehr. 

Alsdann folgen die Gemüseporträts und Rezepte. Den Anfang nimmt hier dabei der Spargel, gefolgt von falschen Spargeln und ähnlichen Spezialitäten. Dass man all die Pflanzen, von denen hier die Rede ist, verspeisen kann, habe ich nicht für möglich gehalten. Das gilt beispielsweise für Yuccablüten und Traubenhyazinthen, auch für Taglilien und Farne. 

Der Pyrenäen-Milchstern, auch Ährenspargel genannt wird in den Vogesen kultiviert und im vorliegenden Rezept gekocht, an Ricotta mit Fichtenschösslingen präsentiert. 

Ein delikates Gericht mit "gegrillten Frühlingszwiebeln und Ingwer-Rhabarber-Vinaigrette" ist nur ein Beispiel dafür, was man mit Frühlingszwiebeln kreieren kann. Die Gemüseporträts sind übrigens sehr anschaulich und insofern gut gelungen. Sie alle zu benennen und zu allen Gerichten Stellung zu nehmen, führt allerdings im Rahmen der Rezension zu weit. 

Gefallen hat mir die Einweich- und Kochzeittabelle für getrocknete Hülsenfrüchte, auch alles zum Thema Erbsen und Bohnen. Über Okra und Malvengewächse wird man ebenfalls bestens aufgeklärt, erfährt auch welche Zutaten passen. Gemüse wie Mönchsbart und Salicorn kennt nicht jeder. Ich kannte sie jedenfalls nicht. Spannend, welche Gerichte man daraus entwickeln kann… 

Ein Gemüse aus Großmutters Zeiten, lässt aufhorchen: Mangold.  Die "Mangoldwickel mit Reis und Nüssen" sind ein verlockendes vegetarisches Rezept, bei dem man Fleisch nicht vermisst und auch die "Mangold-Quiche" überzeugt, vor allem, wenn der Teig wie hier mit Dinkelvollkornmehl zubereitet worden ist. 

Mein Lieblingsgemüse- die Tomate- wird sehr gut beschrieben und die beigefügten Rezepte sind auch wirklich köstlich. Feine Aromen, gut kombiniert. Sommer pur!

Optisch hat mir das Gericht  "Papaccella gefüllt mit Ricotta und Linsensprossen" insgesamt am besten gefallen und besonders überzeugt haben mich u.a. die "Taboulé" und auch die "Grüne Sauce". 

Zusammenfassend: Das Buch hat unendlich viel zu bieten. Wer bei  "Gerste mit Gartenmelde und Zitrusfrüchten" zögert, sollte zunächst die Sommerpasta "Spaghetti mit Sauce aus rohen Tomaten und Zucchini" probieren und sich dann immer mehr in die komplexe Thematik vertiefen. Es gibt sehr viel zu erkunden in Sachen kulinarischer Aha-Erlebnisse. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Täglich Besser Essen - Hugh Fearnley-Whittingstall- atVerlag


Der Lebensmittelaktivist Hugh Fearnley-Whittingstall ist der Autor dieser hervorragenden Publikation und darüber hinaus ein mehrfach ausgezeichneter Food-Journalist. 

Sein Werk enthält sieben Ratschläge, die unser Leben verändern können. Eingeteilt ist das Buch in zwei große Abschnitte: 

1. Abschnitt: Die 7 Wege 
2. Abschnitt: Die Rezepte 

Zunächst wird man ausgiebig über vollwertige Lebensmittel aufgeklärt und erfährt, weshalb sie so wichtig sind. Merken sollte man sich dabei, dass Lebensmittel im Allgemeinen umso besser sind, je weniger sie verändert, umgestaltet oder mit anderen kombiniert wurden. 

Anhand einer Tabelle wird veranschaulicht, worin der Unterschied zwischen einem vollwertigen Lebensmittel und der verarbeiteten Version zu finden ist. So liest man beispielsweise, dass Chicken-Nuggets nur ca. 50 Prozent Huhn und ansonsten den bedenklichen Zusatz von raffiniertem Mehl und Salz enthalten. 

Aufgelistet werden auch Produkte, die einen vollwertigen Ersatz zu bedenklichen Industrieprodukten verkörpern. Sehr gut erläutert werden Ballaststoffe und man liest u.a. Wissenswertes über Bio-Eier, die einen höheren Anteil an Vitamin E und essenziellen Fettsäuren haben wie Eier aus Legebatterien. Über Fisch und Fleisch wird man auch aufgeklärt und erkennt recht bald, dass man auf Fleisch am besten ganz verzichtet aus unterschiedlichen Gründen, die im Buch benannt werden. 

Ein Lebensmittel-Vielfalt-Check ist sehr aufschlussreich für die Selbsterkenntnis und die Infos zum Thema Darmgesundheit sind es auch. Das Motto heißt: "Mehr Ballaststoffe für kurzkettige Fettsäuren."

Aufgeklärt wird man über probiotische Lebensmittel und deren Wirkung auf unsere Gesundheit und erhält zudem in diesem Kapitel wie in den dann folgenden und vorangegangenen stets einen sehr brauchbaren Maßnahmenplan. 

Mit den Worten "Weniger Kohlenhydrate" ist das nächste Kapitel betitelt. Hier erfährt man dann, was raffinierte Kohlenhydrate sind und welche Lebensmittel diese enthalten. Was schlimm an ihnen ist, wird genau erörtert und hier auch, weshalb man Zucker reduzieren soll. Über vollwertiges Brot liest man Wissenswertes, um dann über gesunde Fette informiert zu werden. Dabei lernt man zunächst die verschiedenen Arten von Fetten kennen, liest dass Fast Food und frittierte Lebensmittel bedeutende potentielle Quellen von gefährlichen Transfetten sind und man nur 30 Gramm gesättigte Fettsäuren zu sich nehmen soll, weil diese Herzinfarkte und Schlaganfall auslösen. 

Thematisiert wird, wie man mittels einfachen Methoden gesättigte Fette reduzieren kann und erfährt mehr über die gesunden ungesättigten Fettsäuren und hier über Omega 3 und 6. So ist Omega 3 entzündungshemmend. Deshalb sollte man nicht erhitztes Leinsamen-, Walnuss oder Hanföl zu sich nehmen, um gesund zu bleiben. 

Über Getränkefallen liest man ebenfalls Wissenswertes und so auch, dass man auf den Milchverbrauch achten sollte.  Gelernt habe ich hier, dass Hafermilch die klügere Beigabe ist. 

Wasser sei das beste Getränk für die Gesundheit und Alkohol sollte man am besten fast vollständig herunterfahren, so die Botschaft.  Natürlich werden die Gründe genannt.

Wichtig auch ist die Achtsamkeit beim Essen. Der Autor zeigt anschaulich, wie dies in der Praxis ausschaut. 

Die Wege, die im Buch benannt werden, führen nicht nur zu besserem Essen, sondern auch zu gesünderem und nachhaltigerem Abnehmen. Wer fit sein möchte, sollte darüber hinaus, Bewegung in sein Leben bringen. Zur Sprache gebracht wird auch wie man Stress reduziert. Die Möglichkeiten, die der Autor auflistet, überzeugen. Wie man gut einschläft, kommt auch zur Sprache und zum Schluss des ersten Abschnitts zudem, noch sieben Wege zur Unterstützung der 7 Wege. Aufklärung pur also.

Alsdann werden 100 Rezepte im 2. Kapitel vorgestellt. Viel Gemüse, Salate und Vollkorn, wenig Fleisch, dafür Fisch, um es auf den Punkt zu bringen, darum geht es in den Rezepten, die alle gut erklärt und einfach nachkochbar sind. Das gilt auch für die Süßspeisen. 

Was zu sagen bleibt? Dies ist ein aufklärendes Buch, das man unbedingt gelesen und verinnerlicht haben sollte. 

Wer den ersten Teil verstanden hat, sieht eine Notwendigkeit, die 100 Rezepte nachzukochen, die vielleicht ein beherztes Ja zum Geschmackswandel erforderlich machen. Alles mundet ursprünglicher und dadurch authentischer. So viel wird an dieser Stelle verraten,

Maximal empfehlenswert.
Helga König

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Rezension: Das Leben ein Fest-Das Kochbuch der islamischen Welt-Anissa Helou-atVerlag


Dieses exzellente Kochbuch präsentiert 300 authentische Rezepte aus der islamischen Welt. Darüber hinaus erzählt es von muslemischen Traditionen und Festen und schenkt Einblick in die Geschichte, Geografie und Religion der islamischen Länder von Afrika, über den Nahen Osten bis hin nach Indien und Indonesien. 

Man erhält in der Einleitung bereits einen historischen Überblick, was die Ausbreitung des Islam und mit ihr dessen Küche anbelangt. Dabei erfährt man, dass viele Gerichte, die man heute typischerweise mit der arabischen, persischen und nordafrikanischen Küche in Verbindung bringt, so etwa Hummus, Baklava, Pilaw und Couscous im ersten arabischen Kochbuch noch nicht enthalten sind. 

Die Kapiteleinteilung folgt den für die islamische Küche wesentlichen Zutaten oder Lebensmittelgruppen. 

In der Einleitung auch wird man über die wichtigste Frucht im Islam- die Dattel- näher informiert und erfährt, dass man traditionell nach dem Vorbild Mohammeds nur jeweils drei Stück davon verzehrt. Dann sollte der Bedarf nach Süßem auch gestillt sein. Über Ramadan und andere wichtige Feste erfährt man Wissenswertes ebenfalls  noch in der Einleitung, dann werden die einzelnen Kapitel vorgestellt und hier gibt es zunächst ein Kapitel über #Brot. 

Vor jedem Rezept liest man warenkundlich Interessantes, so auch über "Jemenitisches Brot" oder beispielsweise über "Sansibarisches Brot". Dies ist ein typisches Ramadanbrot, welches zum täglichen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang gereicht wird. Es enthält u.a. Kokoscreme und auch Hefe. Aus Sansibar stammen zudem die herzhaften Pfannkuchen mit Kichererbsen und aus Usbekistan kommt ein Fladenbrot, das sehr berühmt ist und mit Zwiebeln, Schwarzkümmel und Sesam bestreut wird. 

In der Folge lernt man eine Vielzahl von Brot und Pasteten kennen- mit Füllung und Belag-. Sehr gut gefallen haben mir die "Libanesisch-Syrischen Teigtaschen" mit unterschiedlichen Füllungen, so etwa Frischkäse und Petersilie, auch das "Nordafrikanisch gefüllte Brot" mit zwei traditionellen Füllungen, so z.B. mit Kräutern. Herzhafte Rezepte mit Brot gibt es auch eine Vielzahl und dazu noch zwei süße Rezepte mit Brot. Das eine Gericht heißt "Brot des Harem" und ist eine berühmte libanesische Süßspeise. 

Es folgt eine Fülle von Fleischgerichten, beginnend mit einem gebratenen Zicklein, das in einer sehr gewürzreichen Marinade eingelegt wird. Dann kann man Gerichte studieren, die Kamelfleisch enthalten, bekommt zahlreiche Kebab-Rezepte an die Hand und kann sich fernerhin in tolle Lammrezepte vertiefen, die höchst unterschiedlich gewürzt sind. Sehr schmackhaft ist der "Iranische Lammeintopf mit gemischten Kräutern", der durch den gehackten Dill und den Koriander ganz hervorragend mundet. 

Auf einer Doppelseite werden spezielle Milchprodukte vorgestellt, so etwa der jordanische "Jameed", ein gesalzener, getrockneter Joghurt oder auch "Shanklisch", ein syrischer Blauschimmelkäse, der im "Shaklisch-Salat" die tragende Rolle spielt. Zahlreiche Speisen mit Joghurt, darunter auch delikate Dips führen dann zu Gerichten mit Reis, Getreide Hülsenfrüchten und zu Pastarezepten. Auch hier sollte man sich in die vielen Möglichkeiten vertiefen und sich für das ein oder andere Gericht mit Bedacht entscheiden. Weshalb nicht für die "Iranische Granatapfelsuppe"? Sie stammt ursprünglich aus Täbris in Ost-Aserbaidschan und besticht durch ihre pikante Würze, die nicht zuletzt den Kräutern geschuldet ist.

Dann lernt man Fischgerichte kennen. In der islamischen Welt soll es generell keine große Anzahl von Fischrezepten geben. Das hängt damit zusammen, dass man den Fisch so hoch schätzt, dass man ihn einfach brät oder grillt und mit einem Dip oder einer Würzsauce reicht. Dennoch findet man im Buch Rezepte wie "Indonesisches Fischcurry", auch "Schwertfischspieße" oder auch einen "Senegalesischen Fischeintopf", der ein ideales Gericht darstellt, wenn einige Gäste kommen, weil er zu angeregten Gesprächen über den reichhaltigen Inhalt einlädt. 

Mit großem Interesse habe ich die Seiten studiert, die  Gewürze und Gewürzpasten zum Thema haben. Man erhält hier sehr viele interessante Rezepte für nuancenreiche Gewürzmischungen. Hier haben es mir die indonesischen Rezepte für Sambals besonders angetan. Sehr gut auch sind die Gerichte mit Gemüse, so etwa ein iranisches Kräuteromelette mit Safran und Berberitzenbeeren oder auch "Blumenkohl in Tomatensauce"  aus Tunesien. Diverse Rezepte mit Auberginen machen neugierig, auch ein saudisches Salsa und zum Schluss die süßen Leckereien, vor allem die Rezepte für syrische "Baklava" mit köstlichen Nüssen, auch der ägyptische Grieskuchen und die Dattel-Eiscreme vom Persischen Golf.

Wie man einen "Arabischen Kaffee" zubereitet wird auch erklärt und man kann sich vom gedanklichen  Genießen erschöpft  im Glossar ausgiebig mit dem Inhalt von Begriffen auseinandersetzen, die einem zum lukullischen  Sprachakrobaten machen

Alles in allem ein großartiges Buch.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension: NENI- Haya Molcho & Söhne- Wien- Food. People. Stories- Brandstätter

Die renommierte Köchin #Haya_Molcho ist eine Institution im kulinarischen Wien. Sie kombiniert dort die Aromen ihrer Heimat Israel mit traditioneller und moderner Wiener Küche. 

Im vorliegenden Buch erfährt man im Rahmen ihrer spannend zu lesenden Familiengeschichte zunächst wie alles begann, weshalb sie 1978 nach Wien kam, wie und wo sie kochen lernte, auch dass sie durch ihren Ehemann, einen Pantomimen, viele Länder bereiste und so auf den Märkten allerorten Eindrücke sammelte, die ihr später zugutekamen. 

Man liest zudem Näheres über ihre vier Söhne, die "Molcho-Brüder", die in Wien aufgewachsen, über ihr Leben und ihre kulinarischen Erfahrungen berichten, erhält Lieblingsadressen der Molchos in Wien im punkto Restaurants &Cafés, auch der Bars, für Shopping sowie Kunst und Kultur. 

Zwischen einer Fülle wunderbarer Rezepte werden immer wieder interessante Menschen vorgestellt und Stadtansichten präsentiert. 

Zunächst aber lernt man köstliche Gemüse-Rezepte kennen, nicht selten mit orientalischen Noten, wie etwa "Gefüllte Zwiebeln mit Cashew-Tahina" oder "Auberginen-Bulgur-Falafeln mit Tahina und Jalapeno-Salsa."

Diverse Gerichte von Köchen Wiener Restaurants, die man im Buch kennenlernt, kann man nachkochen, so auch den "Seesaibling Sauer" von Alexander Mayer, der ein Lokal in Wien betreibt. Dieses und viele weitere Rezepte sind sehr gut beschrieben. 

Wer gerne Fleischgerichte mag, findet hier wunderbare Rezepte, so auch einen "Orientalischen Rindergulasch" mit sehr raffinierten Gewürznoten. Die "Gebratene Entenbrust mit geröstetem Rotkohl und Orangensauce" kommt traditionell daher, allerdings auch modern, weil sie durch die Bio-Orangen mit fruchtigem Aroma angereichert ist. 

Zwischen den Persönlichkeitsporträts und den Rezepten kann man immer wieder Fotos von Wien bewundern und die Rezeptergebnisse bestaunen. Auf diese Weise wird gekonnt Reiselust auf das kulinarische Wien geweckt. 

Sehr eindrucksvoll sind die Impressionen vom Schönbrunner Schlossgarten und vom Palmenhaus dort. Beide Bilder sind im Herbst aufgenommen worden und vermitteln Wiener Charme und Melancholie. Nach einem langen Spaziergang durch diese Atmosphäre, ein "Beef Brisket mit Babykartoffeln" zu verspeisen, versöhnt mit dieser Welt, speziell wenn dann noch ein köstlicher Nachtisch folgt. Diesbezüglich werden sehr gute Gaumenkitzler vorgestellt. Für Traditionalisten könnten dies die "Marillenknödel" sein und für Freunde des Cross-Over möglicherweise der "Orientalische Nuss-Strudel". Die Auswahl an interessanten Rezepten ist groß. 

In Zeiten von Corona muss Wien in die Küche der Leser kommen und hier mit ihrem Duft betören. Haya Molcho und ihre Söhne schaffen es, dass eines der wahren Abenteuer im Kopf stattfindet, gemeint ist das Abenteuer einer kulinarischen Reise nach Wien. 

Man ist beim Lesen gedanklich in der Donaumetropole, während der Gaumen deren Geschmack genussvoll erkundet. Spannend. 

Maximal empfehlenswert

 Helga König 

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Safran- Das rote Gold- Sandra u. Urs Durrer- at Verlag


Dieses bemerkenswerte, sehr ansprechend illustrierte Buch aus dem at Verlag befasst sich mit den Anbau, der Geschichte, dem Handel und mit Rezepten von Safran. Dabei wird zunächst das Wort "Safran" von seiner Herkunft her ausgelotet. Alsdann wird man über die Botanik und Herkunft her informiert. 

Safrankulturen gibt es bereits seit viertausend Jahren. Die Minoer nutzten ihn damals zum Färben und setzten ihn als Medizin ein. Man erfährt in der Folge Wissenswertes über die Inhaltsstoffe von Safran, um dann zunächst über die Geschichte des Safrananbaus sehr gut informiert zu werden. Durch die Handelstätigkeit der Minoer kamen die Safranknollen bis nach Persien, wurden dort im ganzen Reich angebaut und gelangten über die Seidenstraße bis nach China. Auch die Griechen kultivierten Safran und die Römer waren es, die die Anbaumethoden verbesserten. 

Man liest zudem über den einstigen Safrananbau im deutschsprachigen Raum und den Handel mit diesem Gewürz in Venedig aber auch anderenorts, hier dann zudem, wie man mit Betrügern verfuhr, die die kostbare Ware verfälschten. 

Sehr spannend ist das Kapitel, das sich mit dem Farbstoff befasst, auch in längst vergangener Zeit. Neben Italien waren es Holland und England, in denen viel gefärbt und mit gefärbten Stoffen gehandelt wurde. In der Antike wurde in der Kunst Safran ein wichtiger Farbstoff, um Zinn, Silber, Leder oder Marmor wie Gold aussehen zu lassen und man nutzte im Mittelalter Safran für Goldschriften in Büchern. Des Weiteren erfährt man, auf welche Weise Safran als Heilmittel wirkt und weshalb es ein begehrtes Klostermittel war. 

Dass Safran sogar in der Körperpflege verwendet wurde, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass er entzündungshemmend ist. 

Man liest über aktuelle Anbaugebiete. Es wird sogar der Anbau im eigenen Garten thematisiert und näher erläutert. Zudem wird der Pflanzenzyklus erklärt und visualisiert. Die Qualität ist ein weiteres Themas und auch, worauf beim Safrankauf zu achten ist. 

Man wird natürlich auch mit den vielfältigen Aromen des Gewürzes vertraut gemacht, lernt traditionelle Safrangerichte aus unterschiedlichen Ländern kennen, liest zudem Wissenswertes zu Safran in alten Kochbüchern, um dann Gerichte mit Safran namhafter Köche kennenzulernen. Bei den Köchen und Köchinnen handelt es sich um Anna Matscher, Dirk Horberg, Gabrielle Batlogg, Max Stiegl und Tino Zimmermann. 

Alle Köche und Köchinnen werden kurz vorgestellt, dann werden eine Reihe sehr guter Rezepte  präsentiert, die allesamt gut nachvollziehbar beschrieben worden sind. Auch das Anrichten wird erklärt und es wird ein Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis gezeigt. Sehr inspirierend. 

Zu all diesem gibt es noch Textporträts von Produzenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Südtirol und vieles anderes mehr. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht alles verraten. Urteilen Sie selbst.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Tartes- Norbert Krüger, Risa Nagahama- Elsa Publishing


Dieses tolle Backbuch mit appetitanregenden Fotos von Joerg Lehmann ist eine Teamarbeit von Norbert Krüger und Risa Nagahama. Vorgestellt werden 52 Tartevariationen, die im Buch wie folgt definiert werden: 

"Tartes sind wie ein Versprechen. Um uns Freude zu spenden und unsere Esstische als auch unser Beisammensein mit Schönheit zu schmücken."

Das klingt vielversprechend und macht neugierig.

Zunächst lernt man die wichtigsten Utensilien kennen, um eine Tarte herstellen zu können. Dann wird ein Mürbeteigrezept präsentiert und 11 Variationen dazu vorgestellt. Zwei Methoden zu einem guten Ergebnis zu gelangen, werden mitgeliefert. Anschließend geht es mit einem #Auslegteig und einem #Blitzblätterteig weiter. Saucen und Cremes werden auch noch im Vorfeld thematisiert und es wird erörtert, weshalb man auf pflanzliche Milch ausweichen sollte. Nachdem man schließlich auch noch informiert ist, wie man einen Karamell zubereitet, kann man  sich mit diesen Grundinformationen im Gepäck den Kapiteln 

Frühling
Sommer
Herbst 
Winter 

und dort den gut beschriebenen Tarte-Rezepten widmen.

Diese sind mal pikant und mal fruchtig ausgerichtet. So findet man bei den Frühlingsrezepten u.a. ein solches, das ursprünglich aus Japan kommt, sprich aus Risas Heimat, das ähnlich vielversprechend ist wie die Oliventarte, die mit einem Olivenpudding Aufsehen erregt. 

Sehr gut ist die "Tarte d`or", eine süße Fencheltarte aus Blätterteig, zu der eine Tasse Grüner Tee am besten passt, die man aber auch mit einem Glas trockenen Weißwein genießen kann. 

Ich möchte nicht alle Rezepte hier benennen, sondern nur einen kleinen Eindruck wiedergeben, auch von den dann folgenden Rezepten für die #Sommertartes. Sehr erfreulich, dass man ein Rezept für eine köstliche Erdbeertarte, sie wird "La Serenissima" genannt, hier offeriert bekommt. Auch eine leicht süße Tarte mit Tomaten ist dabei, die zu mildem Ziegenkäse bestens passt und eine fruchtige Kräutertarte "Der Provinzial", die an einem Sommerabend zu einem kühlen Glas Pro Secco für Gaumenfreuden sorgt. 

Man staunt, welch raffinierte Rezepte in diesem Buch versammelt sind. Für den Herbst gleich zu Beginn eine "Apfel-Kräuter-Tarte" mit einem Mandel- oder Walnussmürbeteig. Dazu wird ein Schluck Riesling empfohlen. Eine vortreffliche Wahl! Im Herbst spielen auch Pilze sowie Nüsse bei den Zutaten für Tartes eine Rolle und im Winter dann geht es mit Gaumenschmeichlern dieser Jahreszeit weiter, die ich an dieser Stelle nicht verraten werde. Lassen Sie sich überraschen. 

Zum Schluss sind Bezugsquellen aufgelistet, so eine Adresse, wo man ungestopfte Geflügellebern erwerben kann oder auch hochwertige Lebensmittel aus Japan. 

Alles in allem ein sehr schönes Backbuch für alle, die das Besondere und vor allem Frankophile und das Cross-over zu schätzen wissen. 

Maximal empfehlenswert.

Helga König 

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Rezension: Winterzauber und Weihnachtszeit- Rezepte und Ideen für die schönste Jahreszeit-Wohnen und Garten-Callwey

 
Dieser wundervolle Bildband zur bevorstehenden Advents und Weihnachtszeit ist in vier große Abschnitte untergliedert:

Advent und Weihnachtszeit 
Weihnachtsgewürze und –gebäck 
Weihnachtsfeiertage 
Silvester und Neujahr 

Eine Fülle von Dekoideen für die kalte Jahreszeit, dazu inspirierende Fotos und appetitmachende Rezepte als auch ausgewählte Texte aus "Wohnen & Garten" machen diesen Bildband zu einem Fest für die Sinne. 

Sehr edel gestaltete Eye-Catcher in Weiß- und Grün, bei denen Blüten von Christrosen und weiße Amaryllis nicht fehlen dürfen, lassen sogleich innehalten aber auch die winterlichen Gartenszenen in Rot und Weiß inspirieren sehr. 

Rezepte für "Cranberry-Cidre", der ohne Alkohol auskommt und für einen "Roten Samtkuchen" bieten sich auch als Leckereien für Kinder an. 

Gezeigt werden in der Folge Winter- und Adventskränze. Hier gefällt mir der große Kranz aus Ilexblättern und- früchten besonders gut. Er besticht in seiner Schlichtheit. Ein hervorragendes Glühweinrezept und ein "Orangenkuchen" stimmen  dann in die Adventszeit ebenso ein wie die perfekten Rezepte für "Zimtsterne",  für der Walnusskuchen und die "Bratäpfel mit Zimt". Die Rezepte werden wie alle weiteren Rezeptideen im Buch sehr gut erklärt und haben stets das gewisse Etwas, sprich ausgewogene, raffinierte Zutaten. Das gilt auch für den "Wintersalat mit Birnen", der sich als sättigender Imbiss präsentiert. 

Nichts zu vergessen sind die hübschen Geschichten und Anekdoten, die in den Bildband eingebunden sind, so etwa zum Städtchen Bad Ems, wo Goethe und Dostojewski bereits kurten. Köstlichkeiten wie "Heiße Gewürzschokolade" oder "Paris-Brest mit Cremefüllung" machen unmissverständlich klar, dass in dieser Jahreszeit geschlemmt werden darf, man  nicht nur kocht und bäckt, sondern jetzt auch Briefe von Hand schreibt, vielleicht bei zauberhafte Lichtspielen und einer Tasse guten Tee. So entschleunigt man auf angenehme Weise.

Weihnachtsgewürze und –gebäck vom Feinsten gilt es zusammenzubringen. Natürlich kann man nicht alle Rezepte ausprobieren, deshalb fällt meine Entscheidung auf die "Vanillenkipferl", die sehr fein im Geschmack sind. Delikate Stollenrezepte und ein überirdisch gutes Rezept für "Riciarelli" (italienisches Mandelgebäck) vergrößern die Vorfreude auf die nächsten Wochen, die von den köstlichen Baumkuchenrezepten noch  mehr gepusht wird. All das wird in schönstem Ambiente präsentiert. 

Es folgen Rezepte und Dekoideen für Weihnachten. Dabei ist Tafeln in festlicher Nostalgie am Heiligen Abend angesagt und hier mit Bildern aus dem Landhaus "Les Cernailles" in der Picardie in Frankreich. Die Rezeptideen überzeugen. Hervorheben möchte ich das "Hirschfilet mit gebackenen Birnen und Preiselbeeren", auch den "Weihnachtsbraten mit Roquefort" und die köstlichen Desserts mit Birnen. 

Doch für Silvester und Neujahr gibt es hier auch tolle Rezeptideen. So etwa für eine "Kartoffelsuppe im Brotteig" oder auch für eine "Lachs-Frischkäse-Terrine". Im Neuen Jahr dann geht es mit einem "Feigensalat" weiter, der u.a. Pinienkerne und Tête de Moine enthält. Eine gelungene, mediterrane Vorspeise. 

Exzellent und festlich auch ist das Rezept für "Schweinefilet mit Trockenfrüchten und Selleriepüree". 

Ganz zum Schluss dann erfährt man Wissenswertes zur Geschichte der Ananas und darf sich in köstliche Rezepte  mit dieser tropischen Frucht vertiefen. 

Alles in allem ein gelungenes Buch, das viel Information bietet und dies im wirklich schönen Rahmen.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Seelenwärmer-Annemarie Wildeisen-at Verlag


Dieses reich bebilderte, sehr bemerkenswerte Kochbuch der Autorin Annemarie Wildeisen wartet mit unkomplizierten, dabei  höchst unterschiedlichen Rezepten für ein ganzes Küchenjahr auf. Dabei ist das Werk in sechs große Abschnitte untergliedert.

Die einzelnen Rezepte sind gut gegliedert, die Zutaten perfekt aufgelistet und es wir ein appetitanregendes Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis präsentiert. Zudem erfährt man stets für wie viel Personen die Zutaten ausreichen und- was nicht unwichtig ist- Annemarie Wildeisen kommentiert jedes Rezept und verleiht dadurch allen Rezepten eine persönliche Note. Durch diese Kommentare erinnert man sich besser an die Rezepte und wird neugieriger auf das Rezeptergebnis. 

Zunächst lernt man Rezepte für jeden Tag kennen. Hier möchte ich bei den Salaten den "Nüsslisalat mit Kartoffel-Crôutons" hervorheben Es handelt sich um einen Feldsalat mit einer Käse-Dressing, den man durchaus ohne weitere Gänge als Mittagsmahl auf den Tisch bringen kann. Die "Suppengerichte" begeistern allesamt. Hervorheben möchte ich hier zunächst die "Blumenkohlsuppe mit Zitronenbröseln". Durch die Zitronenbrösel kommt  die Suppe fast mediterran daher und der Portwein in ihr verstärkt diesen gekonnt südlichen Eindruck. Mediterran auch erscheint die "Kartoffel-Oliven-Suppe" mit Schinkenrahm. Hier sorgen Weißwein, Noilly Prat, Oliven, Knoblauch und Basilikum für den gelungenen mediterranen Effekt. Auch sehr gut gefällt mir das Rezept für die "Zwiebelcremesuppe", nicht nur weil das Toastbrot gewürfelt und geröstet ist, sondern weil der Gruyère nicht überbacken in die heiße Suppe gestreut wird. 

Bevor man Pasta-Rezepte liest, sollte man zunächst die 10 Pasta-Gebote studieren. Bei den Rezepten stieß ich auf "Risoni mit Zitrone und Kräutern". Ein Rezept, das man unbedingt ausprobieren sollte...  Dazu ein paar gebratene Gambas und ein Glas Rosé. Köstlich!  

Gelegenheit hat man auch das Risotto-Einmaleins zu erlernen und es dann vielfältig umzusetzen. Hervorheben möchte ich, der Jahreszeit angepasst, den "Kürbis-Prosecco-Risotto" und den "Steinpilzrisotto mit Portwein". Beide Pasta-Rezepte sorgen für Aha-Erlebnisse und machen staunen, was vegetarisch möglich ist. 

Was weiter? Rezepte, die mit "Grüne Tage" umschrieben sind. Hier sorgt zunächst ein "Überbackenes Kartoffel-Knoblauch-Püree" für Neugierde, das mit Tomatensalat auf den Tisch kommt. 

Man lernt des Weiteren Verschiedenes aus Kräutern zu kreieren, "Kräuterbutter" und "Pesto" gehören dazu, kann sich durch viele grüne Rezepte kochen, lernt Eier zu pochieren und in die Welt der Tomaten eintauchen. Die "Tomaten in Basilikumrahm" sind ein Geheimtipp. 

Im Abschnitt "Alles für einen Sommertag" wird die Lust am Kochen und am Essen nochmals gesteigert. "Rauchlachs mit Gemüsetatar" aber auch die "Schinken-Gemüse-Sulz" eignen sich hervorragend als Vorspeise, wenn Gäste kommen und zu einem Glas kühlen Rosé passt natürlich der „Sommerliche Gemüse-Frischkäse mit Knoblauchbrot"  bestens. 

Sehr delikate Fleischgerichte wie etwa "Saté vom Schweinsfilet mit Gurke" aber auch "Basilikum –Kalbfleisch mit Melone und Avocado" sollte man vorrangig nachkochen. 

Dann lernt man über Mozzarella und Burrata Wissenswertes und wird mit Zucchetti- und Erbsengerichten vertraut gemacht. Gelungen auch ist das Rezept für "Marinierten Lachs mit Limetten-Mayonnaise"

Dann kommen die Genusstage… Hervorheben möchte ist hier die "Schweinsfiletröllchen auf Röstgemüse", das "Lamm an Knoblauchsauce", aromatisiert mit Cognac, das "Zitronenhuhn mit Fenchel" und den "Gefüllten Hackbraten", der ebenfalls erfreulich mediterran daherkommt. 

Es folgen Backtage. Hier finde ich den "Sizilianischen Olivenölkuchen" bemerkenswert, weil er schnörkellos ist. Dann gibt es noch eine Reihe toller Desserts. Erwähnen möchte ich die "Limettentörtchen", zudem das "Aprikosen-Himbeer-Schichtdessert" und den "Überbackenen Rhabarberkompott". 

Dieses Koch- und Backbuch ist tatsächlich ein "Seelenwärmer" und die Rezeptergebnisse sind es auch. Wer gerne kocht, hat viel Freude mit diesem zeitgemäßen Kochbuch, weil die Autorin es versteht über die Landesgrenzen hinweg Gerichte zu kreieren, die erfreulich weltoffen daherkommen. Die Gewürze sind stets gut aufeinander abgestimmt und stets ein wenig geheimnisvoll. Was will man noch mehr?

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Salt & Silver- Mexiko- Tacos- Tequila-Tattoos- Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher- Brandstätter



Dieses Buch ist eine Teamarbeit der Autoren Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher. Die beiden haben sich für ein Reisejahr nach Lateinamerika auf den Weg gemacht, bepackt mit zwei scharfen Messern, zwei Surfbrettern und einem Haufen Kameraequipment. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 

Zunächst beschreiben die beiden ihre altbewährte Kochausrüstung. Dazu gehört u.a. eine Molcajete aber auch eine Tortillapresse. Alsdann werden die Hauptdarsteller der mexikanischen Küche vorgestellt und hier auch Achiote, ein landestypisches Gewürz, zudem Flor de Jamaica, das sind getrocknete Hibiskusblüten oder auch Hoja Santa, gemeint ist der mexikanische Blattpfeffer. 

Weil Chili die Seele der mexikanischen Küche ist, lernt man die zehn meist genutzten Chilis von weltweit etwa 90 Sorten kennen und weiß dann, welche man wozu verwendet. Des Weiteren werden die Taco Essentials, die man zu Tacos immer servieren sollte, aufgelistet und gut erläutert. Tacos kennt in Mexiko jeder und  die Leser des Buches wissen hinterher auch alles über dieses Gericht.

Es folgen Rezepte für Tacosalsas. Alsdann lernt man das Herz der mexikanischen Küche kennen: Die Tortillas. Das sind runde Teigfladen, die aus Maismehl hergestellt werden. Vorgestellt werden unterschiedliche Varianten. 

In der Folge lernt man dann diverse Reiseziele der beiden mittels imposanten Fotos und kurzweiligen Anekdoten kennen, so etwa Merida, Oaxaca oder auch La Paz. 

Rezepte für landestypische Speisen oder Getränke machen neugierig. Gefallen haben mir u.a. der "Garnelencocktail, auch das "Tropival Ceviche" und die "Tosttadas mit Meeresfrüchten". Delikat sind die Avocados in verschiedenen Speisen, nicht zuletzt, wenn sie, wie auf den Märkten Mexikos ausgereift sind. 

12 mexikanische Salsas lernt man kennen, auch sehr gute Fleischgerichte, immer wieder Tacos und natürlich  die berühmte Guacamole, die man dippen kann. 

Mezcal, ein mexikanische Agavenschnaps ist ein Thema. Zudem werden bemerkenswerte Cocktails vorgestellt. 

Hier reisen zwei Menschen, die einer Generation angehören, die Tatoos und Street Art lieben, eine teilweise gewöhnungsbedürftige Sprache sprechen und die die Leser lehren, locker zu bleiben. 

Dies und vieles mehr, macht dieses Reise-und Rezeptebuch zu einem Highlight für alle, die weltoffen, neugierig und vor allem tolerant sind.

Empfehlenswert,

Helga König

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Rezension: Die Geschichte beginnt mit einem Huhn- Rezepte, für die es sich zu leben lohnt- Ella Risbridger



Das Buch beruht auf drei Grundregeln, die es unbedingt zu beachten gilt: 

1. Salze dein Pastawasser 
2. Nimm im Zweifelsfall Butter 
3. Mach einfach weiter 

Diese drei Grundregeln stehen am Anfang des sehr geschmackvoll illustrierten Rezeptbuches und deuten darauf hin, dass die Rezeptbuchautorin es locker angehen lässt.

Ella Risbridger ist eine Geschichtenerzählerin, die beim Kochvergnügen immer wieder Anekdoten erzählt. Dadurch entsteht Nähe zu ihr. Man begreift, weshalb sie die präsentierten Gerichte in einer ganz bestimmten Art kocht. 

Der Reigen (bestehend aus 80 Rezepten) beginnt mit einem sogenannten "Mitternachtshuhn", das mit 8 Zehen Knoblauch und delikaten Kräutern pikant gewürzt wird. Die Autorin erklärt sehr gut wie das Huhn zubereitet wird und bietet allen, die das Rezept nachkochen wollen genügend Raum für kleine geschmackliche Veränderungen. Ihr geht es um Kochfreude und auch darum, dass man das Weingenuss dabei nicht vergisst. 

Diesem ersten Eindruck folgt ein Gang durch die Küche. Hier erfährt man, welche Utensilien für die Rezepte notwendig sind und was in der Speisekammer, im Eishaus, Kühlschrank und Gefrierfach vorrätig sein sollte. Gefallen hat mir, dass die Autorin Tipps gibt, was man tun kann, wenn etwas schief geht. "So was passiert eben", lässt sie die Leser unverkrampft wissen. 

Dann folgt der Rezeptteil, untergliedert in: 
Frühstück Suppe & 
Brot Picknicks & Pack-Ups 
Vorratsschrankgerichte & Mitternachtsgelage 
Wochenendküche 
Süße Sachen 

Auch hier wieder wartet sie mit einer Fülle kurzweiliger Anekdoten auf und zeigt wie man bei ihr frühstückt. Von Beeren-Crumble über Porridgee-Muffins, hin zu Würstchen, Spiegelei und Pommes und schlussendlich Wiener Eiern, findet man alles, was der Gaumen am frühen Morgen begehrt, wenn der Magen leer ist. So lässt sich gut gelaunt in den Tag starten. 

Wer Ferien hat, kann anschließend ein Brot backen. Warum nicht mit einem "Böse-Stiefmutter-Schwarzbrot" beginnen? Es soll sehr gut zu Rote-Bete-Suppe und Graves-Lachs schmecken. Ein Rezept für eine "Rauchige Rote-Bete-Pistazien-Suppe" lernt man in der Folge kennen. An Knoblauch wird auch hier nicht gespart. Alle Suppenrezepte werden gut erklärt, auch die "Perfekte Rösttomaten-Knoblauch-Suppe", die ein ideales Sommergericht ist. 

Ein paar praktische Tipps für Picknicks & Pack-ups läuten das nächste Kapitel ein. Hier möchte ich die "Paté nach Art des Großen Mannes" hervorheben, die zu Baguette und einem Glas Rotwein überzeugt. 

Ella Risbridger kocht international. "Ziegenkäse im Blätterteig mit Salsa" kommt griechisch angehaucht daher und die "Aufmunternden Chili-Zitronen-Spaghetti" eindeutig italienisch. 

Im Kapitel "Vorratsschrankgerichte & Mitternachtsgelage" findet man u.a. "Drei Ideen und ein Ei. Wie man langweilige Gerichte schnell interessant macht." Solche Tipps sollte man sich merken.

Es folgen Rezepte für die Wochenendküche. Hierzu gehört u.a. das "Rosa Roastbeef für zwei", aber auch die "Samstagnachmittagslasagne mit geschmortem Lauch", ein Muschelgericht und ein Hühnercurry. Spätestens jetzt wird jedem klar, dass in diesem Buch das Huhn nicht zwingend eine Hauptrolle spielt. Halt, bei den Süßen Sachen schon…! Selbst bei dem "Gewürzkuchen für Dachbodenleseratten" geht nichts ohne Eier.

Alles in allem ein kurzweiliges Rezeptbuch, das die Autorin nicht grundlos ein "Manifest der Augenblicke" nennt, für die es sich zu leben lohnt. 

Das Buch endet, mit diversen Rezepten für Brühen, die man im Gefrierfach gut aufbewahren und in vielen Gerichten zum Einsatz bringen kann. 

Ein gelungenes Kochbuch, das in unsere kommunikative Zeit passt, wo man weder während des Essens noch beim Kochen schweigt. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Kimons Griechische Küche-Klassiker neu interpretiert-Kimon Riefenstahl teNeues


Kimon Riefenstahl, der Autor dieses Buches, führt das familieneigene Luxushotel Danai Beach Resort & Villas im Norden Griechenlands in zweiter Generation. Dort stehen griechische und französische Kreationen auf der Speisekarte. 

Im vorliegenden Buch "#Kimons_Griechische_Küche" gibt der passionierte Hobbykoch Einblick in seine ganz persönliche Rezeptsammlung – eine Mischung aus kulinarischen Kindheitserinnerungen, experimentierfreudigen Kochabenteuern und griechischen Klassikern. 

Wie teNeues informiert,  geht es dem Enkel eines erfahrenen Fischers dabei nicht nur um das Essen in geselliger Runde, sondern auch um die sorgfältige Auswahl und Herkunft der einzelnen Ingredienzen. Vieles, was im heimischen Kochtopf landet, stammt von kleinen Betrieben und Märkten aus der Region – oder gleich aus dem eigenen Gemüsegarten oder dem Hühnerstall des Feinschmeckers. 

Ob für erfahrene Hobbyköche oder neugierige Anfänger – Kimons "Griechische Küche" sei ein kulinarisches Plädoyer für mehr Genuss und Entschleunigung. 

Ein solches Statement macht natürlich neugierig. 

Zunächst erfährt man, dass Kimon Riefenstahl das Frühstück liebt und was das für ihn bedeutet. Dann lernt man entsprechende Rezepte kennen und erhält anhand von tollen Fotos jeweils einen Eindruck vom Rezeptergebnis. Im Vorspann zu jedem der präsentierten Rezepte skizziert er persönliche Eindrücke, die mit den Speisen verbunden sind, sodass die Gerichte wie Liebeserklärungen anmuten. 

Vom "Griechischen Joghurt mit Honig und Nüssen" über ein "Pikantes Rührei mit Feta" findet man mancherlei Frühstücksrezepte, bei denen man sofort zustimmt, auch was die Aromen anbelangt. Etwas irritiert war ich als ich das Rezept für einen "Marmorkuchen" bei den Frühstücksrezepten fand. Doch weshalb nicht? Süßmäulchen sind bestimmt entzückt. Wenn sie dann den ganzen Tag Hunger haben, wissen sie wenigstens weshalb. Zucker ist eben ein Gierhals.

Kimon Riefenstahl schreibt über Honig, nicht zuletzt, weil es in der Nähe seines Wohnortes die größte Bienenpopulation Europas gibt. Kleine Einschübe, wie über Honig gibt es auch zu den Themen Olivenöl und Wein (sehr gut skizziert sind  übrigens die griechischen Rebsorten). Diese Kurzberichte lockern die Rezeptpassagen bestens auf. Man lernt  köstliche Rezepte für "Griechische Salate" kennen, auch einen entsprechenden Salat für Feinschmecker, der allein vom Anblick her bereits Appetit macht.

Kleine Gerichte, "Meze" genannt, sind ideal für einen Imbiss mit einem Glas Wein. Wer griechischen Tsatsiki mag, findet hier das Originalrezept, das auch Minze und etwas Ouzo enthält.  Vielversprechend auch sind die "Ziegenkäsetaler mit Cherrytomatenkonfitüre" aber auch die "Saftigen Cherrytomaten mit Ziegenkäse und frischen Kräutern". Drei tolle Dips (u.a. einer mit Auberginen) lohnt es ebenso auszuprobieren, wie den "Gegrillten Fetakäse". Einige Rezepte für "Kretische Dakos" machen neugierig, auch ein "Muschelpilaf" und ein "Dressing für Austern". 

Es folgen Rezepte für Pasta und Reis. Hier möchte ich hervorheben: "Pikante mediterrane Linguini", ein vegetarisches Gericht, sehr gut aromatisiert, ebenfalls vegetarisch "Gefüllte Tomaten & Paprika" mit Dill und Minze und "Griechische Orzo mit Meeresfrüchten". 

Anschließend werden Hauptgerichte präsentiert: Gleich zu Beginn ein "Traditionelles Moussaka" mit einer köstlichen Béchamelsauce, ein Rezept für "Lammkaree mit einer Panade mit Petersilie und Minze" und ein weiteres für "Zartes Lamm mit Zitronenkartoffeln“. All das macht Lust zum Nachkochen. Natürlich auch das "Rib Eye Steak mit marinierten Cherrytomaten" und das "Huhn in Joghurtmarinade". 

Die Rezepte für "Fisch & Meeresfrüchte" überzeugen alle. Wobei mich das Rezept für die "Meerbrasse auf mediterranem Gemüsebett"“ am meisten anspricht, gefolgt von "Kalamari auf frischem Blattspinat". Auch hier wird mit Dill und Minze gewürzt. 

Was noch? Suppen. Und erneut kommt der von mir geschätzte Dill vor, so etwa in der "Giouvarlakia- Suppe mit Fleischbällchen".... 

Fast zum Schluss lernt man Dessertrezepte kennen. So etwa diverse Kaimaki-& Loukoumi-Eissorten, auch köstliche kleine saftige Schokoladenkuchen, die Kinderherzen höher schlagen lassen, und ein Orangenkuchen, der die Sonne Griechenlands in sich birgt. 

Wer Cocktails mag, findet hier sehr gute Rezepte mit und ohne Minze und wer sich für Gutes für die Vorratskammer interessiert, sollte mit selbst gemachten Croutons beginnen, die mit Knoblauch und Thymian gewürzt werden oder auch Oliven in eine delikate Marinade einlegen. 

Ein sehr inspirierendes, schönes Kochbuch mit 80 kreativen Rezepten, die dazu verhelfen, den Sommer - auch zuhause- mediterran zu gestalten. Olivenöl, Dill, Minze, Thymian, Knoblauch, Tomaten und Feta sind ein Muss und auch ein Glas Wein, dazu noch vieles mehr, wenn man sich  durch die Lektüre kulinarisch weiterentwickelt hat im Hinblick auf griechischer Küche. 

 Maximal empfehlenswert 

 Helga König

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Rezension: Rezepte aus Tim Raue- Der Brasserie. Callwey



Der internationale Spitzenkoch #Tim_Raue stellt 66 Rezepte vor, die dokumentieren, welche Köstlichkeiten man in seiner "Brasserie Colette" in Berlin und deren Dependancen erwarten darf. 

Für Tim Raue ist Paris unangefochten die Hauptstadt der Haute Cuisine, allerdings ist sie für ihn zwischenzeitlich zudem das Epizentrum des unbeschwerten täglichen Genusses, so jedenfalls vor den Zeiten von Corona. 

Um einen ersten Eindruck  im Hinblick auf Brasserie-Kochkunst zu erhalten, werden die Klassiker und die Lieblingsprodukte der Brasserie-Küche aufgelistet und kurz skizziert. Dann erfährt man u. a., dass besagte Küche keine Produkt- sondern eine Aromaküche sei. Das bedeutet, eine Küche, bei der Gewürze, Garmethoden und das Geschick des Kochs maßgeblich am Gelingen des Gerichts beteiligt sind. 

Tim Raue philosophiert ausgiebig über die "Bistronomie", die die Demokratisierung von Bistrokultur und Feinschmeckerküche zu einer zeitgemäßen Interpretation von Tradition kombiniere.

Ab Seite 37 dann beginnt der Rezeptteil des Buches. Zunächst lernt man verschiedene Vorspeisen kennen. Ein Foto vom Rezeptergebnis, eine gut gegliederte Zutatenliste und die schrittweise Beschreibung der Zubereitung machen es für alle Leser möglich, die tollen Rezepte  problemlos nachzukochen.

Allen Rezepten geht eine kurze Einführung voraus, durch die man eine Idee von dem jeweiligen Gericht erhält. Was die Leser erwartet, sind Gerichte wie etwa "Austern gratiniert" oder "Austern mit Vinaigrette". Hier ist die Vinaigrette eindeutig das Highlight, wegen ihres frucht- kräutrigen Geschmacks. 

Sehr edel und nicht unkompliziert in der Zubereitung ist die "Entenleberterrine mit Apfel, Zimt und Maronen". Dazu schreibt Raue "Wenn es ein Gericht verdient, als großer Klassiker der französischen Küche zu gelten, dann dieser hier. Der Terrine von ungestopfter Entenleber stellen wir für den richtigen Frischekick Apfel entgegen, der Thymian sorgt für herbale Noten. Das französische Savoir-vivre stellt sich dann von ganz alleine ein." Das klingt vielversprechend. 

Neugierig auch macht das "Seeigelrührei mit Karotte und Brioche". Hier erfährt man, dass die Korsen diesen Geschmack sehr lieben aber auch weshalb. 

Neben besagten Gerichten wird ein Fülle weiterer Vorspeisenrezepten vorgestellt, allesamt Highlights, ganz ähnlich wie die Suppen. Hier stellt die "Kräutersuppe mit Schneckenbrioche" meine erste Wahl dar. Sie spiegelt den Frühling im Elsass nach meiner Empfindung. 

Spannend sind die vegetarischen Rezepte. Hier überzeugt die "Tarte Savoyarde" . In ihr spielt Käse eine entscheidende Rolle und lädt zum Weingenuss ein. Das Rezept für "Ratatouille" sollte man unbedingt zubereiten. Die Geschmacksaromen sind nämlich extrem gut aufeinander abgestimmt. 

Ein schönes Sommergericht ist die "Tarte Tomate", die mit Kirschtomaten daherkommt und in kleinen Tarteletteformen zubereitet wird. 

Die Fischrezepte, die dann folgen, sorgen für  viele Aha-Erlebnisse. Vielleicht sollte man mit "Moules Frites" beginnen und sich über das einfache, aber hocharomatische Gericht freuen, in dem man Estragon nicht vergessen sollte, weil dieser neben Ingwer perfekt mit dem beigefügten Cidre harmoniert. 

Unkompliziert aber delikat ist der "Garnelentopf" und mehr als nur köstlich die "Bouillabaisse" mit vielen ausgesuchten Zutaten. Sehr delikat zudem ist das Rezept für "Seeteufel mit Spinat, Roquefort und Trauben", zu dem Tim Raue einen Pinot Noir empfiehlt. 

Dann Fleisch und Geflügel… Das "Boeuf Bourguignon"  werde ich an einem kühlen Sommertag zubereiten. Die Zutaten versprechen ein Gaumenfest. Das versprechen sie allerdings auch beim "Coq au vin", dessen Hauptzutat übrigens Stubenküken sind. 

Zu den Festtagsessen zählt ganz gewiss auch das "Rinderfilet Wellington mit Kohlstampf & Blätterteigsravioli", eine leichte und raffinierte Version des französischen Feiertagsklassikers, bei der jede Komponente für sich glänzen darf. 

Was noch? Natürlich auch Desserts. Z. B. "Crème Brulée", mit  Callison-Eis und Papaya, die beste Komposition überhaupt... oder auch "Île Flottante", dessen Spezialität bei Tim Raue das Eierlikör-Eis verkörpert. 

Ein Reihe von Grundrezepten und Empfehlungen in punkto Wein & Champagner als auch Tipps & Adressen von Brasserien schließen das gelungene Werk ab, das bekundet, dass Tim Raue nicht nur über den Tellerrand blicken kann, sondern auch kollegial ist, denn er empfiehlt seine Konkurrenz unverkrampft weiter. 

All das spricht für ihn und sein Können sowieso.

PS: Die Texte zu diesem reich bebilderten Kochbuch stammen von Katharina Raue und die Fotos von Joerg Lehmann. 

Maximal empfehlenswert

Helga König

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