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Safran- Das rote Gold- Sandra u. Urs Durrer- at Verlag


Dieses bemerkenswerte, sehr ansprechend illustrierte Buch aus dem at Verlag befasst sich mit den Anbau, der Geschichte, dem Handel und mit Rezepten von Safran. Dabei wird zunächst das Wort "Safran" von seiner Herkunft her ausgelotet. Alsdann wird man über die Botanik und Herkunft her informiert. 

Safrankulturen gibt es bereits seit viertausend Jahren. Die Minoer nutzten ihn damals zum Färben und setzten ihn als Medizin ein. Man erfährt in der Folge Wissenswertes über die Inhaltsstoffe von Safran, um dann zunächst über die Geschichte des Safrananbaus sehr gut informiert zu werden. Durch die Handelstätigkeit der Minoer kamen die Safranknollen bis nach Persien, wurden dort im ganzen Reich angebaut und gelangten über die Seidenstraße bis nach China. Auch die Griechen kultivierten Safran und die Römer waren es, die die Anbaumethoden verbesserten. 

Man liest zudem über den einstigen Safrananbau im deutschsprachigen Raum und den Handel mit diesem Gewürz in Venedig aber auch anderenorts, hier dann zudem, wie man mit Betrügern verfuhr, die die kostbare Ware verfälschten. 

Sehr spannend ist das Kapitel, das sich mit dem Farbstoff befasst, auch in längst vergangener Zeit. Neben Italien waren es Holland und England, in denen viel gefärbt und mit gefärbten Stoffen gehandelt wurde. In der Antike wurde in der Kunst Safran ein wichtiger Farbstoff, um Zinn, Silber, Leder oder Marmor wie Gold aussehen zu lassen und man nutzte im Mittelalter Safran für Goldschriften in Büchern. Des Weiteren erfährt man, auf welche Weise Safran als Heilmittel wirkt und weshalb es ein begehrtes Klostermittel war. 

Dass Safran sogar in der Körperpflege verwendet wurde, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass er entzündungshemmend ist. 

Man liest über aktuelle Anbaugebiete. Es wird sogar der Anbau im eigenen Garten thematisiert und näher erläutert. Zudem wird der Pflanzenzyklus erklärt und visualisiert. Die Qualität ist ein weiteres Themas und auch, worauf beim Safrankauf zu achten ist. 

Man wird natürlich auch mit den vielfältigen Aromen des Gewürzes vertraut gemacht, lernt traditionelle Safrangerichte aus unterschiedlichen Ländern kennen, liest zudem Wissenswertes zu Safran in alten Kochbüchern, um dann Gerichte mit Safran namhafter Köche kennenzulernen. Bei den Köchen und Köchinnen handelt es sich um Anna Matscher, Dirk Horberg, Gabrielle Batlogg, Max Stiegl und Tino Zimmermann. 

Alle Köche und Köchinnen werden kurz vorgestellt, dann werden eine Reihe sehr guter Rezepte  präsentiert, die allesamt gut nachvollziehbar beschrieben worden sind. Auch das Anrichten wird erklärt und es wird ein Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis gezeigt. Sehr inspirierend. 

Zu all diesem gibt es noch Textporträts von Produzenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Südtirol und vieles anderes mehr. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht alles verraten. Urteilen Sie selbst.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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