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Rezension: Alles Kürbis –Kochbuch-Martin H. Lorenz-Callwey

Dieser reich bebilderte Prachtband von Martin H. Lorenz hat den Kürbis zum Thema, der für den Autor mehr als ein zeitloses Symbol des Herbstes ist. 

In seiner Einleitung schreibt Lorenz historisch Wissenswertes über den Kürbis und hier auch, dass man ihn in Mexiko bereits vor über 7500 Jahren angebaut hat. 

Zunächst lernt man Kürbisarten und Sorten kennen. Davon gibt es erstaunlich viele. Man wird mit Gruppen, Sortennamen der wichtigsten Sorten, den jeweiligen Eigenschaften, der Qualität in der Küche, den Anwendungen und Vorratshaltung, der Beschaffenheit der Schale der Haupterntezeit sowie der Attraktivität vertraut gemacht und freut sich über die vielen Aha-Erlebnisse. 

Alsdann lernt man die Schönheit der Zierkürbisse kennen und kann sich in ein dekoratives, sich über zwei Seiten erstreckendes Foto mit Zierkürbissen vertiefen. Der Herbst zeigt sich hier in seinen schönsten Farben. 

Anschließend erfährt man mehr über Sommer- und Winterkürbisse, auch über Zucchini, der botanisch zur Familie der Kürbisse gehört und kann es kaum abwarten, sich in die Rezepte zu vertiefen. 

Anbau, Ernte und Lagerung der Kürbisse werden zuvor ausführlich erläutert. Tolle Fotos lassen die Superfood in immer neuem Licht erscheinen. Wissenswertes in punkto Gesundheit erfährt man, was die Kürbisse anbelangt, auch. Des Weiteren wird man mit Kürbiskernöl vertraut gemacht und kann sich mit Kürbisblüten befassen, bevor man sich mit den Utensilien für die Kürbisküche beschäftigen vermag.

Mit all dem hilfreichen Wissen ausgerüstet, sollte man sich dann noch die besten Zubereitungsmethoden für Kürbisse gut einprägen, um sich in der Folge mit 70 Rezepten renommierter Spitzenköchinnen und –köchen in aller Ruhe beschäftigen zu können.

Untergliedert sind diese in: Grundrezepte; Vorspeisen; Salate und Bowls; Suppen und Eintöpfe; vegetarische Rezepte; Pasta, Risotto und Co; Fleisch; Fisch; Brot und herzhaftes Gebäck sowie Desserts. 

Die Rezepte wie auch die Fotos von den Rezeptergebnissen sind auf höchstem Niveau angesiedelt. Sie nachzukochen erfordert viel Fingerspitzengefühl und Geduld. Lesen allein genügt nicht, man muss sich die einzelnen Arbeitsschritte bewusst machen. 

Einzelne Rezepte hervorzuheben, verbietet das hohe Niveau aller. Es gibt kein "am besten", alle munden vorzüglich, sind handwerklich perfekt, sind kleine Kunstwerke, fast zu schade, um sie zu verspeisen. Überzeugen Sie sich selbst!

 Helga König

Rezension: Curry – Traditionelle Rezepte aus ganz Indien- Maunika Gowardhan- Callwey

Maunika Gowardhan, die Autorin dieses Buches, ist eine renommierte Köchin, die in diesem Werk 80 authentische Rezepte aus Indien vorstellt. In der Einleitung bringt sie den Lesern die einzelnen Regionen Indiens und deren kulinarische Vorlieben näher, um dann kurz zu erläutern, wie das Buch aufgebaut ist. 

Der Begriff "Curry" bezeichne im Kern ein sämiges, halbtrockenes Gericht, das mit Gewürzen zubereitet und mit Fladenbrot oder Reis gegessen wird. Auf einer Karte von Indien werden die Regionen mit ihren speziellen, dort angebauten Gewürzen visualisiert und in einem sich anschließenden Text dann die regionale geschmackliche Vielfalt zur Sprache gebracht. Das lässt neugierig werden!

Weiter geht es dann mit der Fokussierung der Grundausstattung von Gewürzen, denn diese seien das Herzstück der indischen Küche. Näher beschrieben werden u.a. "Kurkuma" und "Grüner Kardamom", auch lernt man Rezepte für Gewürzmischungen kennen, die sehr delikat sind. 

Auf einigen Seiten wird erörtert, wie man in Indien Zwiebeln zubereitet und anschließend verrät die Autorin dann wie sie Currys kocht. 

Nach dieser umfangreichen, sehr hilfreichen Einleitung werden im Rahmen von 5 Kapiteln Rezepte präsentiert, die das Aroma Indiens in seiner ganzen Vielfalt wiedergeben. Bei den Kapiteln handelt es sich um:

- Gemüse 
- Huhn 
- Lamm 
- Meeresfrüchte 
- Beilagen 

Die Rezepte sind in jedem Kapitel nach Zutaten gegliedert. Dabei ist jede Region gekennzeichnet und führt entlang einer kulinarischen Route nach Nord-, Süd-, Ost- und Westindien. 

Die einzelnen Rezepte sind sehr gut erklärt, enthalten jeweils in einem Vorspann einen erläuternden Teil und zudem ein appetitanregendes Foto vom Rezeptergebnis.

Ich staune Seite für Seite über die Gewürzvielfalt, die den Speisen innewohnt und verstehe, weshalb die vegetarischen Gerichte rasch sättigen. Es hängt mit den Gewürzen zusammen. Sie wärmen von Innen.

"Cremige Pilze mit Erbsen" ist ein gutes Beispiel hierfür. Sehr wärmend, auch durch die Erbsen.  Sättigend ist z.B. das "Gemüse-Curry mit Ingwer, Chili und grünem Kardamom". Es handelt sich um eine Art leckeren Eintopf, der leicht gesüßt serviert wird. 

Wer Speisen mit Huhn mag, findet im 2. Kapitel delikate Rezepte, so etwa "Würziges Hähnchen mit schwarzem Pfeffer, Ingwer und Curryblättern" oder "Scharfes Chicken Marsala mit gebratenen Zwiebeln, Knoblauch, Fenchelsamen und Chili".  Man muss sich bei der Zutatenliste stets in die Gewürzauflistung vertiefen, bevor man sich entscheidet. Wie schmeckt weißer Mohnsamen in einer Gewürzpaste? Man sollte Mut haben, alles einfach auszuprobieren. 

Das gilt auch für die "Currys" mit Lamm. Bei der ersten Auswahl hilft der visuelle Eindruck. Dann gilt es die Zutatenliste zu lesen und sich vorzustellen, wie alles zueinander passt. So entsteht Neugierde. 

Sehr gut finde ich den "Lamm-Eintopf mit Ingwer, Muskatnuss und grünen Chilis", der Gewürze wegen. Aber auch das "Scharfe Lammhack mit Erbsen, Kurkuma, Ingwer und Koriander," das man durchaus auch zu Baguette servieren kann, ist erste Sahne. 

Meeresfrüchte oder Fisch mit intensiver Würzung machen neugierig. Hier überzeugen mich "Scharfe Garnelen mit Fenchel, Knoblauch, Chili und Tomate" und auch das "Würzige Tomaten- Fisch-Curry mit Knoblauch, Chili, Limette und Curryblättern."

Um alles im Buch nachzukochen, benötigt man Monate! 

Wer sich für die "Beilagen" interessiert, findet hier u.a. eine geschmackvolle Reisbeilage oder auch "Indische Fladenbrote", die gut zu vielen Gerichten im Buch passen, sie sogar ergänzen.

Wie man "Ghee" herstellt, wird zum Schluss erklärt und nicht unerwähnt gelassen, dass dieses Butterschmalz den Gerichten ein intensives, nussiges Aroma verleiht, das sich zum Kochen perfekt eigne, da es einen hohen Rauchpunkt habe und ideal zum Rösten von Gewürzen und Braten von Zwiebeln sei. 

Das Buch ist für alle, die gerne Kochen eine ideale Lektüre,  speziell  in der  trüben Jahreszeit, weil es  Vielfalt in die Küche bringt.

Helga König

Rezension: Wohlfühlküche- Herzhafte Speisen für frostige Tage- Gerstenberg

Dieses appetitanregende Kochbuch enthält 69 Rezepte für die Spätherbst- und Wintermonate, untergliedert in: 

-Herzhafte Suppen 
-Fondues und Überbackenes
-Gegrillte Sandwiches und Offenkartoffeln 
-Wärmende Snacks und Abendessen 
-Süßes 
-Heiße Getränke 

Den stets gut gegliederten und verständlich erläuterten Rezepten ist jeweils ein kleiner, einladender Text vorangestellt, der zum Nachkochen inspiriert. 

Heute, am 8. Oktober 2026 spürt man erstmals in diesem Jahr den Herbst- kühl aber nicht frostig- und hat deshalb vielleicht Lust, sich mit den tollen Rezepten im Buch auseinanderzusetzen. Warum nicht mit einem Gericht aus der Rubrik "Fondues und Überbackenes"? Ich entscheide mich für "Blumenkohl mit Lauch-Gratin", eigentlich eine Beilage aber auch ein köstliches Tellergericht, das nicht nur sättigt, sondern dazu noch den Gaumen entzückt. Oregano- und Salbeiblättchen sorgen für einen interessanten Geschmackskick neben der Cheddarsauce auf dem Kohl- und Lauchbett.

Doch beginnen wir von vorne mit den Suppengerichten. Hier hat es mir die "Französische Zwiebelsuppe mit Comtè – Röstbrot" angetan. Bemerkenswerte Zutaten sorgen hier für ein ausgewogenes Geschmackerlebnis, das an Reisen ins Elsass denken lässt. 

Für kalte Tage nach einem langen Spaziergang sind die "Gulaschsuppe mit saurer Sahne" aber auch die "Linsen- Speck- Suppe" ein Gaumenschmaus - nicht nur für Frierkatzen. Tolle Ingredienzien sorgen für Gesprächsstoff mit den Mitessern am Tisch.

Von den Fondues präferiere ich "Croûte nu fromage nature", relativ einfach in der Zubereitung und ideal zu einem Glas Rotwein - jetzt im Herbst. 

Wer gegrillte Sandwiches Ofenkartoffelgerichte mag, kommt auch auf seine Kosten. Beispiel: "Mit Fisch gefüllte Ofenkartoffeln". Das Aromen-Potpourri überzeugt. 

Mein Lieblingskapitel heißt  übrigens "Wärmende Snacks und Abendessen". Hier entdeckt man so wunderbare Rezepte wie etwa "Einfacher Wurststrudel" oder eine "Pilz-Walnuss-Quiche mit Blauschimmelkäse" oder aber "Champignons mit Kartoffelsahne", um nur einige dieser tollen Kreationen zu nennen. 

Zu Guter Letzt warten noch süße Rezepte auf die Leser. Hier überzeugen viele, am meisten aber der "Apfel-Croissant-Auflauf mit Calvados". 

Danach noch einen "Vanille-Macchiato" und die Welt ist in Ordnung!

Ein handliches, gut in der Küche einsetzbares Kochbuch mit köstlichen Rezepten! Wozu an kalten Tagen noch das Haus verlassen? 

Rezension: Ballaststoffpower- Hugh Fearnley Whittingstall.at Verlag

Hugh Fearnley Whittingstall ist der englische Bestsellerautor dieses appetitanregend bebilderten Kochbuchs. Hier stellt er 12 Pflanzen vor, die reich an Ballaststoffen sind. 

Im Vorwort erläutert Prof. Tim Spector gut verständlich die wissenschaftlichen Grundlagen zu diesem Werk. 

Die rund 100 Rezepte sind mit jeweils zwei informativen Punkten versehen. Was diese bedeuten, sollte man nicht überlesen, sondern sich gut merken. 

Doch zunächst geht es darum, aufzeigen, wie man 30 Gramm Ballaststoffe täglich zu sich nehmen kann. Das ist die Menge, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird, um darmgesund zu bleiben. 

15 "Ballaststofffreunde" werden deshalb aufgelistet und ausführlich erörtert. Dazu gehört natürlich frisches Obst, Hafer, Hummus, auch Oliven. Dass Mahlzeiten mit Vollkornprodukten, Kartoffeln oder aus Puy-Linsen Ballaststoffe haben, wird der ein oder die andere bereits wissen. 

Eine ganze Reihe wohlschmeckender Geschmackslieferanten werden vorgestellt. So etwa geräuchertes Paprikapulver oder eingelegte Zitronen. Auch sehr brauchbare Hinweise zu den Rezepten werden geliefert. Alsdann kann man in bunten Kreisen erfahren, welche Gemüsesorten in den einzelnen Rezepten dominieren. 

Der Reigen beginnt mit Erbsen. Sechs Rezepte werden diesbezüglich vorgestellt. Vorab gibt es, wie bei allen anderen Gemüsesorten, spannend zu lesende warenkundliche Informationen. 

Was den Leser und die Leserinnen erwartet, sind Rezepte wie etwa "Erbsentaboule" oder auch "Gebratene Erbsen mit Kopfsalat, Zwiebeln und Croûtons", also internationaler Flair, insofern nicht langweilig. Delikate Würzungen auch bei "Erbsella", spanisch angehaucht, überzeugen so sehr, dass man mit dem Ausprobieren neugierig fortfährt.

Als Liebhaberin von Gemüsegerichten stöbere ich in allen 100 Rezepten. Die delikaten Rezepte für Karotten, Kohl, Bohnen, Blumenkohl, Lauch, Pilze, Tomaten, Linsen, Spinat, Zuckermais und Brokkoli werden beeindruckend präsentiert. Meine Favoriten sind die Blumenkohl- und Lauchrezepte.

Fleischesser können alle Rezepte mit diesen zusätzlichen Eiweißspendern anreichern. Die Ballast-Power des Gemüses bleibt erhalten. Einfach mal ausprobieren, z.B. mit einer "Karottenlasagne"!
Helga König

Rezension: Von Insel zu Insel- Die Aromen Griechenlands-Lazaros Kapageoroglou


Lazaros Kapageoroglou, der Autor dieses Kochbuchs, ist Chefkoch in der Schweiz. Der gebürtige Grieche hat für dieses Werk Rezepte von verschiedenen Inseln Griechenlands gesammelt. Dabei hat er die einzelnen Insel besucht, mit den Menschen geredet, mit ihnen gekocht, hat fotografiert und probiert, wie er schreibt und mit den Inselbewohnern gelacht. Das klingt vielversprechend und sympathisch!

Das Buch ist untergliedert in: 

-Ionische Genüsse 
-Kreta 
-Kykladen 
-Der Dodekanes
-Nordostägäische Inseln 

Die Reise beginnt im Westen. Hier besucht der Autor die Inseln des Ionischen Meeres- Korfu, Kefalonia und deren Nachbarn, alsdann Kreta, die größte griechische Insel, dann im Süden der Ägäis die Dokanes-Inseln, unter diesen Rhodos, Symi und Kalymnos, schließlich die Kykladen und am Ende die Inseln der nördlichen Ägäis, wie Chios, Lesbos und Samos. 

Die Rezepte in den einzelnen Kapiteln zeigen die Vielfalt der geschmacklichen Vorlieben der Griechen. Alle Rezepte werden gut erklärt und mittels eines appetitanregenden Fotos werden die Rezeptergebnisse jeweils gezeigt. Inselimpressionen vervollständigen den visuellen Eindruck. 

Vorgestellt werden herzhafte aber auch süße Speisen. Man erfährt stets, wo der Schwerpunkt der Aromen der einzelnen Inseln sich in den Speisen wiederfindet. So gibt es beispielsweise ein Rezept für "Tsimeta", das sind gefüllte Zucchiniblüten. Auf den Kykladen werden sie mit Reis und Kräutern gefüllt auf Kreta stattdessen mit Käse. Spannend auch sind die Zutaten für "Gemista", sprich gefüllte Tomaten in der Variation auf Syros. Hier spielen die Aromen von Rosinen und Pinienkernen in der Füllung eine Rolle. Köstlich sind der Gemüseeintopf mit Namen "Soufiko", ein typisches Sommergericht der Insel Ikara, wie auch die Muscheln in pikanter Tomatensoße, genannt, "Media Saganaki", das in meinen Augen, alle Inseln geschmacklich vereint. 

Die Gerichte in ihrer Gesamtheit zeigen regionale Unterschiede auf, die sehr gut erläutert werden. Sich in die Zutatenliste der vielen schönen Rezepte zu vertiefen, ist der Schritt, um die griechischen Inseln nicht nur geschmacklich, sondern von ihren Anbaumöglichkeiten her zu erkunden und zu verstehen.

QR Codes, die dem Buch beigefügt sind, führen zu Playlists mit griechischer Musik und schenken die passende musikalische Begleitung beim Lesen, Kochen und auch beim Speisen. 

Was noch? Griechische Klassiker. Sie kommen ganz zum Schluss. Hier möchte ich den Fisch im Backpapier hervorheben, der auf den Kykladen besonders beliebt sein soll. Er nennt sich "Psári Stin Ladokóla".

Nicht zu vergessen, ein wirklich köstliches "Tsatsiki", beispielsweise zu gegrillten Gemüse! 

So entstehen kulinarische Inseleindrücke, die man nicht so rasch vergisst.

Lesen? Ja! Nachkochen unbedingt! Die Inseln besuchen? Ideal!

Rezension: Sunshine, Lemons and Sea Salt, Donna Hay, at Verlag




Donna Hay, die Autorin dieses Kochbuchs, ist führende Food-Redakteurin und Autorin von Bestseller-Kochbüchern, die weltweit über 8 Millionen Mal verkauft wurden. Im vorliegenden, reich bebilderten Werk öffnet sie ihre Küche und stellt Rezepte aus ihrer australischen Heimat vor, wo sie an der Küste lebt. 

Ihr Buch hat sie in zwei Teile untergliedert und präsentiert im Teil 1 zunächst ihren eigenen Deko-Stil. Hier arbeitet sie bei der Tischdeko gerne mit kontrastierenden Farben und bezieht selbst die Farbe und Zutaten des Gerichts, das sie kochen möchte, in ihr Dekokonzept mit ein. Die Gestaltungsergebnisse sind erste Sahne! 

Alsdann folgen sechs Kapitel mit Rezepten. Zunächst lernt man Frühstücksrezepte kennen. "Soufflé –Pfannkuchen mit aufgeschlagener brauner Butter und Beeren" oder einen "Geschichteter French Toast mit Pistaziencreme, aufgeschlagener Ricotta und Lemon Curd" sind gewiss köstlich, doch nichts für jeden Tag in Zeiten, wo man hört und liest, dass  man sparsam mit Zucker umgehen sollte. Sein Ruf ist bekanntermaßen nicht der beste.

Sehr gute, sommerliche Lunchgerichte werden im 2. Kapitel präsentiert. Besonders lobenswert ist das Rezept für "Zitronenpasta mit Lachs crudo", feine Geschmacksnoten durch Zitrone, kleine Kapern und Dill überzeugen. Gefallen auch haben mir die Rezepte für "Tartines" und hier speziell für "Tartines mit Zitronenpesto, Zucchini und Burrata" und jene mit "minziger Erbsen-Mandel-Salsa". Eine delikate Bowl in diesem Kapitel, mit scharfem glasierten Tofu erfreut nicht nur die Genießer, die auf ihre Gesundheit achten. 

Sehr gute Rezepte für Gerichte an Sommerabenden lohnt es auszuprobieren. Hier möchte ich den "Rindfleischsalat mit scharfem Miso-Dressing" hervorheben, der eine salzig-saure Note enthält und viel Biss hat. Gefallen auch hat mir das Rezept für "Hähnchenspieße mit Parmesan-Zitronen-Kruste", das der Würzung wegen mediterran anmutet. 

Kapitel 4 inspiriert zu farbenfrohen Snacks und Beilagen. Das Rezept für "Kleine Oliven-Zitronen-Labneh-Kugeln" hat mich sofort überzeugt. Mit Baguette ein wirklich idealer Snack! 

Kapitel 5 wird Süßmäuler begeistern. Von Kuchen- bis Eis-Kreationen finden die LiebhaberInnen alles was ihr Zuckerschnütchen begehrt. 

Wirklich gute Basics entdeckt man in Kapitel 7. Hier fand ich die unterschiedlichen Rezepte für Labnehs besonders spannend. Für mich eine Neuentdeckung mit vielen Vorteilen, allen voran Eiweiß.

Im 2. Teil geht es dann um "Küstengenüsse".  Vorgestellt werden 4 Menüs mit diversen Gängen. Schon die Deko für die einzelnen Menüs verheißt Freude. Die Rezepte selbst versprechen einen sonnigen Sommer auf den Tellern.  

Loben auch muss man das umfangreiche Glossar zum Schluss. Hier gibt es viel zu lernen, selbst für jene, die glauben alles bereits zu wissen.

Helga König

Rezension: Alles Kartoffel- Das Kochbuch-Martin H. Lorenz- Callwey


Martin H. Lorenz, der Autor dieses Spitzenkochbuchs ist ein erfahrener Kochbuchautor, der für vorliegendes Werk zahlreiche namhafte Köch:innen gewinnen konnte, deren Kartoffelgerichtkreationen man kennenlernen darf. 

Die appetitanregenden Fotos, die die 70 Rezepte begleiten, wurden von dem Fotografenteam Juni realisiert. 

In der Einleitung schreibt Martin H. Lorenz, dass die Knolle von den Ureinwohnern Boliviens und Perus schon vor 8000 Jahren angebaut wurde und die Spanier sie im 16. Jahrhundert nach Europa brachten. Wie sie sich dann weiterverbreitete, kann man dem in der Einleitung enthaltenen historischen Abriss entnehmen. Weltweit soll es circa 5000 Sorten geben, dabei entscheide das Bundessortenamt, welche Sorten bei uns angebaut werden dürfen. 

Bevor man eine Menge Warenkundliches über die Kartoffel erfährt, kann man sich in die Anatomie einer Kartoffel vertiefen und sich daraufhin mit Kartoffelarten und -sorten befassen. Thematisiert werden: Festkochende, vorwiegend festkochende und mehlige Sorten. Man lernt diese im Einzelnen mit Namen kennen, erfährt Näheres über ihren Geschmack und wozu man sie verwendet. Das sind sehr wichtige Informationen, wenn man beim Zubereiten von Speisen mit der Knolle keine Fehler machen möchte.

Des Weiteren wird man über alte Sorten und Neuzüchtungen gut aufgeklärt, liest Wissenswertes über die Süßkartoffel und den richtigen Erntezeitpunkt von Kartoffeln. Ein umfangreicher Saisonkalender nebst Informationen über den Verwendungszweck von 54 edlen Sorten verdeutlicht, dass man viel falsch machen kann, wenn man nicht gut informiert ist. 

Lagerung und Haltbarkeit bleiben auch nicht ausgespart. Diese Informationen sollte man sich gut einprägen, um perfekte Kochergebnisse zu erzielen. 

Lobend erwähnen möchte ich die gesunden Inhaltstoffe in der Kartoffel und ihre Heilwirkung. All das spricht für den Erdapfel, der geschmacklich alles andere als profan daher kommt. 

Utensilien für die Kartoffelküche werden bestens erläutert und auch Schnitt- sowie Reibetechniken werden genannt. Gut beschrieben sind die typischen Gartechniken der Kartoffel und perfekte Kombinationen. 

Der Rezeptteil ist untergliedert in: Basisrezepte. Vorspeisen, Salate und Bowls, Suppen und Eintöpfe, vegetarische Rezepte, Kartoffelpasta und Co.,  Fleisch,  Rustikal, Fisch,  Brot, Desserts.

Schon bei den vielen Basisrezepten wird klar, dass die Kartoffel ein wirkliches Juwel unserer Erde ist, das man fachkundig behandeln muss, um sich z.B. allein bei 13 Grundrezepten für Kartoffelpüree oder -stampf auszukennen. Die Rezepte, die man in der Folge kennenlernt, sind hervorragend beschrieben. Stets erfährt man von wem sie stammen. Der Schwierigkeitsgrad wird stets genannt. Im Grunde machen alle Rezepte neugierig. 

Eine Vorspeise des peruanischen Spitzenkochs Virgilio Martinez finde ich besonders spannend, sie nennt sich "Andes Central" und ist ein Lobgesang auf das Ursprungsland der Kartoffel. 

Hervorheben möchte ich bei den Salaten der "Gebeizten Lachs mit badischem Kartoffelsalat" von Thomas Martin, den man zuhause gut nachkochen kann, ohne zuvor 5 Kochkurse vorab absolviert zu haben. 

Bei den Suppen spricht mich die "Kartoffelsuppe mit Thymian und Kapernbutter" speziell an, eine Kreation von Tanja Grandits aus dem Restaurant "Stucki" in Basel, die geschmacklich einfach perfekt abgerundet ist, ganz ohne Schnörkel. 

Sehr delikate vegetarische Rezepte lesen sich so spannend wie ein guter Krimi. Der langjährige Drei-Sterne-Koch Dieter Müller wartet mit dem Rezept "Blumenkohl mit Ei. Kräuterschmelze auf Rahmkartoffeln" auf und überzeugt sofort. Fleisch oder Fisch vermisst man hier nicht.

Es folgen Rezepthighlights für jeden kultivierten Gaumen. So etwa der "Rehrücken mit Kartoffelknödel und Blaukrautpüree" von Mario Ojster aus Mathon bei Ischgl oder das "Kalbsgeschnetzelte Züricher Art mit knusprigen Rösti" von Thomas Huber oder "Thunfischsteak mit Wasabi-Kartoffelschnee" von Rheto Mathis aus St. Moritz oder auch interessante Brotrezepte und Desserts wie etwa "Zwetschgenknödel in Butter-Zimt-Bröseln mit Hollerröster“ aus der klassischen österreichischen Küche. Köstlich!

Das Buch ist eine Bereicherung für jeden, der mehr über Kartoffeln wissen möchte und eine Freude für all diejenigen, die gerne etwas Delikates kochen, auch essen möchten und dabei verstehen wollen, warum Kartoffeln keine blöden Pellmänner, sondern vielseitig einsetzbare Zauberfeen mit gesundem Inhalt sind. 

Helga König

Rezension: Meine grüne französische Bistro-Küche Lieblingsrezepte für jeden Tag-Anne-Katrin Weber-at-Verlag



Die Autorin dieses wahrlich gelungenen Kochbuchs ist die sympathische Köchin und Ernährungswissenschaftlerin Anne-Katrin Weber. Sie ist darüber hinaus Verfasserin zahlreicher, teilweise mit Preisen ausgezeichneter Koch- und Backbücher als auch Food-Stylistin. 

Mit dem Food-Fotografen Wolfgang Schardt, der die schönen Bilder im Buch gemacht hat, verbindet die Autorin eine lange Freundschaft aber auch ihr gemeinsames kulinarisches Magazin. Seine Fotos bringen die grüne französische Bistro-Küche dem Leser und Betrachter überzeugend nahe. 

In der Einleitung schreibt Anne-Katrin Weber neugierig machend über ihre Liebe zu Frankreich und der grünen Küche. Alsdann folgt der Rezeptteil, untergliedert in 9 Kapitel. Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen einstimmenden Text und wird fortgeführt mit köstlichen Rezepten, die sehr gut erläutert sind.

Zunächst geht es um kleine Imbisse zum "Apéro", gemeint ein Umtrunk mit Freunden, zu dem man beispielsweise "Artischockenchips mit Zitronenmayonnaise" oder ein "Mürbes Käsegebäck" reichen kann. Rezepte hierfür oder für andere Kleinigkeiten stellen den Anfang des Rezeptreigens dar. 

Kapitel 2 "Salut Printemps- Junges Gemüse" hat mir besonders gut gefallen. Hier warten frühlingshafte, französisch inspirierte Ideen auf die Leser. Spargelrezepte sind auch dabei. Immer wieder überzeugen delikate Kräuterwürzungen und viel Grün auf dem Teller, so auch beim "Grünen Couscous-Salat mit Lammkoteletts". 

Man lernt delikate Brotrezepte kennen, so etwa für "Pain Perdu mit roter Zwiebelkonfitüre" oder auch für "Mini-Croques". Das grüne Versprechen wird dabei stets gehalten. 

Alle dann noch folgenden Kapitel informieren die LeserInnen stets ein wenig mehr über die regionalen Besonderheiten der vorgestellten Bistro-Küche, so auch, was in Paris oder Marseille angesagt ist. Wobei mir die Pariser Bistro-Gerichte am besten gefallen haben. Sie haben einfach das gewisse Etwas. Hervorheben möchte ich hier die "Spinat-Ziegenkäse-Tarte" und die "Fencheltarte". Ideal, wenn Gäste kommen und man bei einem guten Glas Wein  angeregt plaudern möchte.

Die Rezepte aus dem Kapitel, das die Bistro-Gerichte von Marseille thematisiert, haben orientalische Noten. Wer das mag, wird begeistert sein. 

Ich mag die Bistro-Küche der Provence mit am meisten. Die Gerichte dieses Kapitels treffen genau meinen Geschmack. Beispiele? Die "Provenzialische Gemüseterrine" oder auch die "Gegrillte Dorade mit Kräuter- Olivenöl-Sauce". Sehr delikat. 

Köstliche Rezepte mit Feigen werden im nächsten Kapitel vorgestellt, gefolgt von Rezepten aus der Bretagne. Erwähnen möchte ich hier die "Tarte Tatin mit Äpfeln und Camembert". Vorzüglich!

Wintergerichte, wie etwa "Gefüllte Wirsingblätter mit Senfsauce" runden den Reigen harmonisch ab.

Die Rezepte aus diesem Buch werde ich häufiger nachkochen, das sie kulinarisch genau dem entsprechen, was ich liebe und weil die Bilderwelt daran erinnert, weshalb Frankreich mein Sehnsuchtsort ist und bleibt. Es ist der Sinn für das "Savoir vivre".

Helga König

Rezension: Paris Bistro International- 89 Rezepte- Marine Gora- Romain Tellier-Gerstenberg


Die in Paris lebenden Autoren dieses Rezeptbuchs mit 89 Rezepten berichten zunächst von ihrem Bistro mit dem Namen "Gramme", das sie in dieser Metropole betreiben. Ihr Buch ist als Handbuch gedacht, um zuhause die Gerichte des Bistros nachzukochen. 

Zu Beginn lernt man- ansprechend illustriert- eine Vielzahl von Grundrezepten und Würzmittel kennen. Hierbei handelt es sich um raffinierte Rezepte für Trockenvorräte, Eingelegtes und Fermentiertes, Marmeladen, Brotaufstriche, Vinaigrettes, Würzöle und Salsas, Saucen als auch süße Toppings. 

In den sich daran anschließenden sechs Kapiteln lernt man Rezepte für Salate, Sandwiches & Burger, Bowls und belegte Brote, Desserts, Frühstück und Getränke kennen. Appetitanregende Fotos von den Rezeptergebnissen regen die Lust zum Nachkochen an.

Inspiriert von den Küchen unterschiedlicher Nationalitäten, die in dieser Stadt leben, sind den Würzungen der präsentierten Gerichte keine Grenzen gesetzt. Das macht das Nachkochen spannend. 

Der Schwierigkeitsgrad, die Vorbereitungs- und Zubereitungszeit werden stets genannt und auch für wie viele Personen die Zutaten reichen. Wer es einfach mag, sollte mit dem Rezept "Gemüse mit Aioli" beginnen und sich dann beispielsweise durch die Zubereitung von "Reis-Bowl mit knusprigem Hähnchen" steigern. Besonders gefallen haben mir die raffiniert zubereiteten Desserts, so etwa "Île flottante", das durch "Umboshi-Flocken" eine besondere Geschmacksnote erhält. 

Sechs unterschiedliche Vinaigretten machen Lust auf die kommende Salatsaison. Diese lassen sich gut in Salatrezepte einbauen, die man in seinem Bestand hat und  so diesen die Langeweile des Ewig-das-Gleichen nimmt. 

Inspirierend für alle, die Kreativität in der Küche zu schätzen wissen. 

Rezension: In Pizza we crust- Callwey



Dieses edle Pizzarezeptbuch bietet mehr als 70 klassische und innovative Rezeptkreationen und befasst sich darüber hinaus mit molekularem Insiderwissen für Perfektionisten. 

Das Werk beginnt mit einer umfangreichen Leseanleitung und einer vierseitigen Lesematrix, die einen nicht verschrecken, sondern neugierig machen sollte. Alle Pizza-Rezeptergebnisse sind dann erst einmal auf kleinen Fotos mit Seitenanzahl appetitanregend abgelichtet. Von den Rezepten liest am aber erst später Konkretes.

Alsdann werden einzelne Pizzaöfen vorgestellt und hier nachstehende Fragen sehr gut beantwortet: 
Was kann das Gerät? 
Wie funktioniert es? 
Was kommt dabei heraus- 
Crunch, Fluff oder Keks? 

Ausführlich erläutert werden jeweils: 
Funktionsweise 
Temperatur 
Ergebnis 
Dazu dann gibt es  jeweils einen erhellenden Kommentar oder ein Fazit. 

Was dann folgt ist eine umfangreiche Teigerklärung, beginnend mit dem Kapitel "Mehl verstehen". Hier werden die wichtigsten Parameter vorgestellt und es wird resümiert, was besonders wichtig ist. Weiter geht es dann mit "Hydration und Salz". Bei dieser Hydration geht es um das Verhältnis Wasser zu Mehl im Teig und was die Hydration beeinflusst. Das Thema Salz wird gut erklärt, es ist ein entscheidender Faktor für Gärverhalten, Struktur und Geschmack. 

Schon jetzt wird deutlich, Pizzabacken ist eine Wissenschaft und kein Spaziergang. Das wird noch klarer, wenn man sich mit dem Kapitel "Fett, Zucker und Enzynkram"  befasst hat und als dann mit Hefe, den Vorteigen und der Fermentation. 

Die Gärung und die Teigführung werden ebenfalls gut erläutert, so lernt man auch die Fehler bei Über- oder Untergärung kennen. Backtechnik und Temperaturführung bleiben auch nicht ausgespart und schließlich auch  wird  die Backzeit und Krustenbildung als letzter Akt thematisiert. 

Alsdann werden-  ausführlich und verständlich beschrieben - Pizzateige vorgestellt und seitens Professor Thomas A. Vilgis molukulares Insiderwissen über Teig,  sehr komplex aufgeschlüsselt, vermittelt. 

Bevor Rezepte- über 100 Seiten später vorgestellt werden, geht es u.a. um das Würzen, Rösten und Veredeln von Pizzateig, um Besonderheiten und Wirkung diverser Mehlsorten, auch um deren Wirkung und "Pimpeffekt". 

Es wird sehr gut und bildreich die Herstellung von Teig erklärt, bevor unglaublich delikate Saucen präsentiert werden, die man auf den Teig aufträgt. Auch hier gibt es im Anschluss molekularwissenschaftliche Erläuterungen von Prof. Vilgis. 

Später wird man mit der "Zwischenschicht Käse" vertraut gemacht, hier auch mit "den abgefahrensten Käsesorten für Pizza mit Charakter". Auch hier gibt es im Anschluss molekularwissenschaftliche Erläuterungen von Prof. Vilgis. 

Alsdann wird der Belag erörtert und hier- auch molukularwissenschaftlich aufbereitet- u.a. pflanzliche und tierische Beläge in Augenschein genommen. 

Was an Zutaten nach der Zeit im Ofen kommt, wird im Kapitel "Pimp my Pizza"  gut erörtert. Kräuter sind u.a. ein weiteres Thema. Dann werden die Rezepte vorgestellt.

Alle Rezepte werden sehr gut erklärt und visualisiert. Einzelne Kreationen hervorzuheben, wäre unfair, denn alle Kreationen sind von erster Qualität und haben nichts mit dem zu tun, was man normalerweise unter einer Pizza versteht. Was hier präsentiert wird, ist nicht zu überbieten und erfordert viel Zeit und Geduld, wenn es exzellent geraten soll. 

Ein Buch für Gourmets, die  genau wissen wollen, weshalb etwas kulinarisch und optisch perfekt daherkommt.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Onlinebestellung: Callwey oder überall im Buchhandel erhältlich.

Rezension: Zu Gast in Rom-Stefan Maiwald; Fotos Andrea de Lorenzo-Callwey


Stefan Maiwald, der Autor dieses reich bebilderten Reisebuchs, das zugleich ein Rezeptbuch ist, beginnt mit einem Vorwort, das wie eine Ode an den Gegenstand seiner Erörterungen in diesem Buch anmutet. Ja, Rom ist atemberaubend und einzigartig, ewig und jung zugleich! Wieso? Das ahnt man schon im Vorwort. Nach Ende der Lektüre aber gibt es keinen Zweifel mehr. Doch entdecken Sie die Antwort selbst!

In der Einleitung erfährt man allgemein Wissenswertes über die Römische Küche. Man erhält anhand einer Karte einen Überblick über die Lage der Stadtteile, über die man in der Folge Näheres lesen kann. Es handelt sich um: 

-Trastevere 
-Rund um den Vatikan 
-Monti, Esquilino, San Lorenzo 
-Historisches Zentrum 
-Trevibrunnen und Tridente 
-Der Süden: Testaccio und San Giovanno 

In 6 Kapiteln werden diese Stadtteile näher beleuchtet. Dies geschieht im Rahmen wunderschöner Fotos, einer Kurzbeschreibung des jeweils fokussierten Stadtteils, der Präsentation exzellenter Speiselokale, durch Bilder der Örtlichkeiten, wie auch der Betreiber und einfühlsamer Beschreibungen der Lokale mit Adressen und Öffnungszeiten. Darüber hinaus gibt es pro Speiselokal zwei Rezepte, die sehr gut erklärt werden und visualisiert sind. 

29 Speiselokale lernt man in diesen 6 Kapiteln kennen. Zudem gibt es pro Kapitel jeweils 2 Seiten "Geheimtipps und Wissenswertes". Hier geht es um Sehenswertes in den jeweiligen Stadtteilen, aber auch um Hoteltipps. 

Ich schlage das Kapitel "Rund um  den Vatikan" auf und bewundere die Kuppel des Vatikans, lese, dass der Vatikanstaat den höchsten Pro-Kopf-Weinkonsum verzeichnet und schmunzele. Mich begeistert ein Rezept der "Bianca Trattoria", das von Davide del Duca betrieben wird, der am liebsten auf den Märkten der "Piazza San Giovanni die Dio"  und "Trionfale" stöbert und u.a. Gerichte wie etwa eine "Zuppa die Pesce" (Fischsuppe mit Romanesco) kreiert. Diese kann man zuhause problemlos nachkochen, denn ihr Schwierigkeitsgrad ist zu schaffen. Damit die Suppe sättigt, gehört zu ihren Zutaten auch "Maltagliati- Pasta". 

Wer nach Devotionalien sucht, findet eine gute Adresse im Rahmen der "Geheimtipps und Wissenswertes" des besagten Kapitels, erfährt aber auch, dass Roms Shoppingmeile in der Nähe des Vatikans beheimatet ist und man beispielsweise im Hotel "Sant´ Anna" ganz in der Nähe des Papstes nächtigen kann. 

Interessant finde ich die Beschreibung der Bäckerei und des Cafés "Forno Conti" im Esquilino-Viertel. Dort kann man den Bäckern beim Arbeiten zusehen und erfährt auch, wie man beispielsweise einen "Toast die Formaggio Perfetto" (Der perfekte Käsetoast)  zubereitet. 

Lange verweilte mein Blick auf den Fotos des "Historischen Zentrums". Überwältigend! Gleich zu Beginn der Präsentationen der Speiselokale in diesem Stadtviertel entdecke ich ein Rezept von Francesca Ciucci. Im Grunde ganz einfach: "Spaghettoni con Pomodorini Datterini" (Spaghettoni mit Datteltomaten und Pecorini). 

Viele der römischen Gerichte bestechen durch Einfachheit, gerade im historischen Zentrum. Das gilt auch für die vorgestellten Pizzarezepte. Man fokussiert sich auf das Wesentliche.

Im Kapitel "Trevibrunnen und Tridente" entdecke ich auf der Seite für Wissenswertes einen Hinweis zur "Casa di Goethe". Ein Museum. Dort lebte Goethe gemeinsam mit Malern während der Zeit seines Romaufenthaltes. Ihm hätte gewiss die "Lingua de Manzo con Salza Verde" (Rinderzunge in Grüner Sauce mit Petersilie, Knoblauch und Chili) geschmeckt. Heimweh nach Frankfurt hätte sie aber nicht ausgelöst! 

Pastaliebhaber werden begeistert sein von der Vielfalt des Guten. Doch auch die anderen Rezepte lassen Neugierde aufkommen, diese nachzukochen oder aber die entsprechenden Lokale während einer Romreise aufzusuchen. Die "Geheimtipps und das Wissenswerte", das dieses Buch außerdem bietet, erweisen sich ganz gewiss als hilfreich während eines Romaufenthalts. 

Darüber hinaus gibt es noch ein Kapitel "Service". Dort werden bemerkenswerte "Caffés" vorgestellt, u.a. das älteste Kaffeehaus Roms, das "Antico Caffè Greco". Hier soll Goethe bereits Stammgast gewesen sein. In besagtem Kapitel geht es auch um Top-Adressen für "Gourmet Shopping", nicht zuletzt um Märkte, zudem um Adressen für die besten Orte für ein Glas Wein am Abend. 

Das Werk ist, um es auf den Punkt zu bringen, in vieler Hinsicht eine Bereicherung und damit: 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Hut ab! Das Pilzkochbuch-Martin H. Lorenz-Callwey


Der Autor dieses Prachtbandes ist der leidenschaftliche Pilzesammler und erfahrene Kochbuchautor Martin H. Lorenz. Ihm zur Seite steht Dennis Regul. Er ist Pilzsachverständiger, Toxikologe und Arzt. 

Die Einleitung zu diesem großartigen Werk hat Martin H. Lorenz verfasst. Hier lässt er die Leser wissen, dass derzeit 120.000 Pilzarten bekannt und wissenschaftlich beschrieben sind. Ein Drittel der heimischen Pilzarten gelte als gefährdet oder extrem selten und 5% seien sogar vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. 

Lorenz listet die 5 Merkmale auf, wonach die Deutsche Gesellschaft für Mykologie die Lebensweise der Pilze beschreibt. Dies zu erfahren, ist natürlich sehr erhellend. Möglich, dass man sie vor vielen Jahren  im Biologieunterricht gehört hat. Doch das ist lange vergessen, wenn man zwischenzeitlich nicht Pilze sammeln war. 

Anhand einer Illustration lernt man die Anatomie eines Pilzes kennen. Dann werden die Pilzarten und Sorten sehr gut beschrieben. Rund 60 Pilze werden ausführlich thematisiert. Stets nach dem gleichen Schema. In dieses gehören u.a. die Erntezeit, das Aussehen von Hut oder Fruchtkörper, Besonderheiten, die Bekömmlichkeit, giftige Doppelgänger und anderes mehr. Viele Sorten sind mir bislang nicht bekannt gewesen. Die Namen allein lassen aufhorchen, so etwa "Gemeiner Klapperschwamm", "Honiggelber Hallimasch" oder "Krause Glucke". Was verbirgt sich hinter diesen spektakulären Namen? Martin H. Lorenz verrät es den Leserinnen. Dass es violette Pilze gibt, wusste ich bislang nicht. Wer diese Farbe auf dem Teller liebt, kann jetzt damit experimentieren. Mit Fliegenpilzen, das sind die roten mit den weißen Pünktchen, aber besser nicht.

Ein doppelseitiger Saisonkalender zeigt die Hauptverfügbarkeit der Pilze an. Wichtig für Pilzesammler!

Dann wird man mit den Grundlagen des Sammelns vertraut gemacht. Hier erhält man hilfreiche Tipps, erfährt auch Wissenswertes über moderne Zuchtmethoden, durchaus auch für Anfänger geeignet. Die Utensilien für Pilzsammlung und Zubereitung lernt man ebenfalls kennen. Dazu gehören auch eine Trillerpfeife und eine Lupe. Dabei ist die Trillerpfeife nicht für das raschere Wachstum Pilze gedacht!

Des Weiteren kann man sich in die Techniken zur Pilzvorbereitung einlesen und erfährt mehr zu giftigen Pilzen, lernt tückische Symptome kennen und auch was man im Notfall tun sollte.

Weiter geht es mit der Präsentation der Trüffel. Hier erfährt man u.a. auch die fünf entscheidenden Faktoren für die Trüffelpreise. Detailliert vorgestellt werden der Sommertrüffel, der Weiße Trüffel, der Wintertrüffel und der Winteredeltrüffel. Dazu gibt es einen Saisonkalender, wo man die Hauptverfügbarkeit der einzelnen Sorten erfahren kann. 

Nach dem warenkundlichen Teil, der sehr viel Wissenswertes enthält, werden zunächst rund 20 Grundrezepte für Pilzgerichte vorgestellt und deren Zubereitung sehr gut erklärt. Zu diesen Grundrezepten zählen beispielsweise eine "Pilzsauce", auch ein einfaches "Pilzragout" oder "Rahmpfifferlinge". 

Alsdann kann man sich in Rezepte für 12 Pilzvorspeisen vertiefen. Hier findet man z.B. ein köstliches Rezept für "Steinpilze in brauner Butter". Es verlockt dazu, zur Tat zu schreiten. Zumal es nicht zu kompliziert in der Zubereitung ist. Auch verlockend ist das Rezept für "Grünen Spargel mit Morcheln und Mascarpone-Nocken". Schon etwas komplizierter. Eine Speise für schöne Maitage. Das Rezept für "Portobello mit Engelshaar und Pilz-Albufeira" scheint mir für Fortgeschrittene zu sein. Es zubereiten zu können, erfordert Ehrgeiz und Fingerspitzengefühl. Sprachliebhaber bringen das Gericht allein schon wegen der phantasieanregenden Worte auf den Tisch.

Die Rezepte unterschiedlicher Spitzenköche, unter ihnen die Kochlegenden Eckart Witzigmann und Harald Wohlfahrt, sind allesamt sehr gut beschrieben Die Köche werden alle genannt. Es folgen Rezepte für 7 warme und kalte "Pilzsalate". Hervorheben möchte ich hier den "Salat alla Cesare, mit Kaisergranat, Steinpilzen, Pfirsich und Kaiserlingen." Ein köstlicher Sommersalat! Dann auch den "Salat von Trompeten-Pfifferlingen mit gebratenen Wachtelbrüstchen." Der jetzt im Frühherbst für Aha-Erlebnisse bei Gästen sorgen dürfte.

4 Rezepte für "Suppen und Eintöpfe" mit Pilzen, dazu wie bei allen Rezepten im Buch appetitanregende Fotos, sprechen den Gaumen ebenso an, wie die 14 vegetarischen Rezepte. Unverschämt gut schmeckt übrigens der "Pilz-Toast mit Ei und cremiger Hollandaise" aber auch der "Waldpaprikasch mit Sauerrahm". Rezepturen werden hier nicht verraten. Nur der Mund darauf  wird wässerig gemacht.

Genannt werden wie bei allen Rezepten die Vorbereitungs- und Kochzeit, der Schwierigkeitsgrad und die Portionen, die aus den Zutaten hergestellt werden können. 

Es folgen "Pasta und Co" Rezepte. Hier habe ich mich in das Rezept "Pfifferlingsnudeln mit frischem Thymian in Weisswein-Sahne- Sauce"  verliebt. Köstlich! Ausprobieren möchte ich demnächst auch  die "Steinpilzetarte mit Schnittlauchcreme“. Abwarten bis es auf dem Wochenmarkt Steinpilze gibt…! 

Dann die Fleischgerichte mit Pilzen…! Z.B. "Kotelette vom Weideschwein mit Goldröhrling und gefüllter Paprika" oder auch "Geschmorte Rinderschulter mit gebratenen Pilzen und Polenta". Beide Gerichte sind bemerkenswert aromatisch gewürzt und im Grunde Festtagsspeisen. 

Bei den Fischgerichten war ich zunächst zögerlich. Fisch und Pilze? Passt das? Ja! Probieren Sie z. B. "Felchen und Morcheln mit Erbspüree" und überzeugen sich selbst. 

Desserts mit Pilzen? Auch das ist möglich. Vielleicht testen Sie zunächst "Birnensorbet mit Morchelganitur und Tonkabohne", bevor Sie sich an gewagtere Komposition aus diesem Buch heranwagen. 

Ganz zum Schluss dann im Kapitel "Service" kann man sich i.a. in spannende "Pilzmythen" vertiefen und dann immer wieder im Buch blättern, um Lust auf ein Pilzgericht zu bekommen.  70 Rezepte warten darauf zubereitet zu werden. Hier gilt es, sich zu entscheiden, solange noch Pilzköpfe aus dem Boden "schießen".   

Maximal empfehlenswert 
Helga König 

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Rezension: Girl-Dinner-Georgia Freedman-Callwey



Georgia Freedman, die Autorin dieses Buches, wartet mit 50 Rezepten auf, deren gemeinsame Merkmale wenig Aufwand und viel Geschmack sind. 

Die appetitanregenden Fotos hat Leela Cyd realisiert. 

Die 50 Rezepte der Snacks sind  jeweils für eine Person konzipiert, doch es lassen sich auch Snacks aus mehreren Rezepten für einen oder mehrere  Gäste zubereiten. Diesbezüglich werden gute Kombinationen angeboten, beispielsweise für einen Spieleabend oder für eine Gartenparty.

Insgesamt 5 Kapitel warten darauf studiert zu werden: 

-Frisch und Fix
-Speisekammersnacks 
-Klassiker und Variationen 
- Snack-Prep 
- Klotzen statt kleckern 

Die Rezepte des ersten Kapitels sind gedacht für Imbisse am Abend, an denen man mit wenig Aufwand etwas Leckeres zubereiten möchte. Dabei werden die Rezepte für 10 Sandwichmahlzeiten gleich zu Beginn präsentiert, jeweils mit der Info, worauf es ankommt. Fotos visualisieren, worum es geht. 

Dann folgen weitere 11 Rezepte, alle ausführlich erklärt, mit übersichtlichen Zutatenlisten und Zubereitungszeiten. Hervorheben möchte ich hier: "Burrata mit Obst, Pesto und Crostini". Das Rezept für die delikate, hausgemachte Pesto wird auf der nächsten Seite nachgereicht. Mediterran und gute Laune machend! 

Sehr delikat auch ist der "Spanische Salat mit Thunfisch, Tomate und Olive". Ihn zuzubereiten, ist kein Kunststück. Etwas komplizierter ist die Zubereitung für "Gegrillten Feta mit Tomaten und knusprigem Brot". Griechenland lässt grüßen! 

Interessant finde ich die Story um den "Frischkäse-Gemüsetoast nach polnischer Art". Das Gericht weist übrigens nicht nur polnische, sondern auch dänische Noten auf. Schmeckt gut und ist vor allem gesund.

Es geht weiter mit "Snacks aus der Speisekammer". Hier überzeugt mich am meisten die „Antipasti-Platte mit gebratenen Artischockenherzen.“ Weshalb? Gute Geschmacksnoten und ein schönes Food-Design. 

Bei den "klassischen Snacks und Variationen" überzeugt mich am meisten das Rezept für "Klassische Bruschetta". Was dazu passt, wird auch erwähnt, aber an dieser Stelle nicht verraten.

Bei den "Snack-Preps" werden zeitaufwendigere Rezepte vorgestellt, so etwa "Fladenbrot mit Kürbis nach Senegalesischer Art". Hier sind die Gewürze bemerkenswert aber auch die Zutaten. Einen Gast dazu einzuladen, finde ich spannend, des Gesprächs wegen, das sich aufgrund dieser Speise geradezu aufdrängt. 

Im 5. Kapitel dann hat mir das Rezept für "Ungefüllte Avocado mit Krabbe" am besten gefallen. Sehr gute Zutaten, hübsch angerichtet! Dazu ein Glas trockenen Weißwein und die Welt ist in Ordnung. 

Den Rezepten folgen eine Liste guter Produkte aus der Vorratskammer, eine hilfreiche Beschreibung der Snacking-Grundausstattung und eine sehr gute Auflistung inklusive Erläuterung von Vorräten aus aller Welt. Wer weiß schon auf Anhieb, was man unter "Gochujang", "Katsuobushi" oder "Shiro Mitten" zu verstehen hat? 

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Die Küche von Andalusien-Maria José Sevilla-Gerstenberg



Maria José Sevilla, die in Madrid geborene, preisgekrönte Verfasserin dieses Kochbuchs ist eine namhafte Kochbuch- und Fernsehautorin und gilt als Expertin für spanische Küche und Weine.

Gemeinsam mit der studierten Fotografin Nassima Rothacker hat sie dieses bemerkenswerte Buch im Verlag Gerstenberg auf den Weg gebracht, das sich kulinarisch mit dem wohl schönsten Landstrich Spaniens befasst. 

Nach einer zweiseitigen Einleitung lernt man zunächst die Zutaten der andalusischen Küche kennen. Nicht nur das Fleisch der iberischen Schweine, die in den Wäldern von Salamanca gehalten werden, ist eine Zutat der Region, sondern auch Oliven, Sherry-Essig und Reis, der dort in Andalusien angebaut wird und vieles andere mehr. 

Der Rezeptteil des reich illustrierten Buches umfasst sechs Kapitel, als da sind: 
Tapa und Raciones 
Brote und Gebäck 
Gemüse rund ums Jahr 
Vom Fischhändler 
Beliebte Fleischgerichte 
Für Naschkatzen 

Jedes Kapitel beginnt mit einem warenkundlichen Teil, der stets sehr viele Informationen bereithält. Darüber hinaus warten  in die Rezeptwelt einstimmende Bilder auf die Leser. Erst dann geht es zu den Rezepten, die auch bebildert sind. Insgesamt warten 80, sehr gut beschriebene Rezepte darauf, ausprobiert zu werden. 

Zu Beginn des ersten Kapitels erfährt man Wissenswertes zu Tapas. Das ist eine Zusammenstellung kleiner Gerichte. Vormals wurde ein Tellerchen damit in Bars kostenlos zu einem Glas Sherry gereicht. Dieses Tellerchen bedeckte das Glas. Eine größere Portion Tapas wird übrigens als "Racion" bezeichnet.

Was es mit der Tapas-Kultur auf sich hat, wird sehr gut erläutert. Dann lernt man köstliche Tapas-Rezepte kennen. Den einzelnen Rezepten wurden stets warenkundliche Infos vorangestellt. Hervorheben möchte ich bei den Tapas-Rezepten "Röstbrot mit gebratenen Wachteleiern und Iberico-Schinken", "Garnelenpuffer aus Cadiz“, "Knoblauchgarnelen“ und mit "Gemüse gefüllte Muscheln mit Aioli". 

Die Namen aller Gerichte im Buch werden in spanischer und deutscher Sprache benannt. 

Knoblauchgarnelen (Gambas al ajillo) sind als klassische Tapa in ganz Andalusien beliebt, liest man. Sie sind einfach zuzubereiten. Welchen Wein man dazu genießen soll, erfährt man auch. 

Dann liest man Wissenswertes über Brot und Gebäck. Brot soll eines der Lieblingsessen der Spanier sein und aus Andalusien sollen die vielfältigsten Brotsorten stammen. Deshalb lernt man einige sehr interessante Brotrezepte kennen, nicht zuletzt für "Festtagsbrote aus Granada". Gefallen haben mir speziell "Andalusische Brötchen mit Tomaten, Olivenöl und Iberico-Schinken". Völlig unkompliziert, jedoch bestens im Geschmack.

Weiter geht es mit Gemüse und Co. Hier liest man u.a. auch, dass die Andalusier frischen Fenchel in Fleisch- und Gemüseeintöpfen nutzen und Marinaden mit Fenchelsamen verfeinern. Die wunderbare Rezepte überzeugen mich alle. Hervorheben möchte ich  die "Andalusische Gazpacho", die man problemlos auch in unseren Regionen zubereiten kann, die "Gebratenen Erbsen mit Speck und Waldpilzen" und den "Sommersalat aus Jaen".  Kein Zutatenbeschaffungsproblem.

Sehr gut beschrieben sind auch die warenkundlichen Teile der dann folgenden Kapitel. Bei den Fisch- und Schalen- sowie Krustentiergerichten werde ich jetzt im September (Monat mit r) die "Miesmuscheln mit Zitronenschale, Zwiebeln und Weißwein" ausprobieren. Kompliziert ist die Zubereitung nicht. Etwas arbeitsintensiver ist der "Seeteufel-Meeresfrüchte-Salat". Sehr gut aufeinander abgestimmte Zutaten!

Die "Paella nach Sevilla-Art" mit vielen bemerkenswerten Zutaten ist von den Aromen her das Highlight des Buches. Ein Fest für die Augen und für den Gaumen zugleich!

Und dann die Fleischgerichte…! "Maurischen Fleischspieße "Andalusi" machen der tollen Gewürze wegen neugierig. Nein sagen kann man auch nicht bei dem "Marinierten Iberico-Filet mit Röstkartoffeln und Paprika" und dem "Cordobanischen Schweinefilet mit klassischen Saucen" sowie vielen anderen Fleischgerichten, die man natürlich nicht zu oft genießen sollte, aus unterschiedlichen Gründen. Sie wissen schon!

Die Welt der Süßspeisen schließlich wartet mit Köstlichkeiten wie "Mandel-Aprikosen-Kekse" auf, auch mit einem "Blutorangen-Karamell-Flan" oder beispielsweise einer "Roulade mit Orangencremefüllung". Diese perfekt herzustellen, ist etwas kniffelig. 

Alles in allem ist dieses Rezeptbuch eine lohnenswerte Investition, weil es sich um eine Fundgrube unendlich delikater Speisen handelt, die dokumentieren, dass die Kochkultur in Andalusien eine lange Geschichte hat.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension: Das Kew Gardens Kochbuch-Jenny Linford -Gerstenberg


Dieses reich bebilderte, vegetarische Rezeptbuch mit 67 Rezepten von Spitzenköchen und Food-Journalisten informiert zunächst über die Botanischen Gärten von Kew/England. Im Mittelpunkt der Arbeiten dort steht der Kampf gegen Verlust von Artenvielfalt. Es geht vor allem um den Erhalt der genetischen Vielfalt. Zwischenzeitlich seien zwei von fünf Pflanzen vom Aussterben bedroht. Deshalb seien in der "Millennium Seed Bank" von Kew in Wakehurst mehr als 2,4 Milliarden Samen aus der ganzen Welt aufbewahrt, um ihr Erbgut für die Zukunft zu erhalten. In einer Zeit des Klimawandels und Artensterbens ist das Engagement von Kew wichtiger denn je. 2014 wurden in Kew auf dem Gelände der vormals königlichen Küchengärten ein neuer Küchengarten angelegt. Hier soll die Lücke zwischen Kew Forschung in den Bereichen Pflanzenvielfalt als auch Genetik und dem praktischen, täglichen Anbau unserer Lebensmittel geschlossen werden. 

Die Rezepte, die dann folgen, sind in nachstehende Rubriken untergliedert: 
Kräuter& Gewürze 
Getreide und Hülsenfrüchte 
Blattgemüse 
Wurzeln, Kürbisse und Knollen 
Pilze 
Früchte & Nüsse 

Jedem der Kapitel gehen allgemeine Erläuterungen zu den Themen, sprich warenkundliche Informationen, voraus, die es sich lohnt, genau zu studieren. Dann folgen die Rezepte. Dabei kann man zu fast 70 Mitwirkenden im Buch auf den letzten Seiten Näheres erfahren und sie mittels Foto visuell kennenlernen. 

Die Rezepte sind alle sehr gut erklärt, die Zutaten übersichtlich aufgelistet und zu Beginn eines jeden Rezepts gibt es einen kleinen einstimmenden Text. Darüber hinaus darf man sich einer Reihe appetitanregender Fotos von den Rezeptergebnissen erfreuen. Wunderschöne Gartenimpressionen übrigens fehlen auch nicht. 

Die Speisen sind allesamt sehr gut und ausgewogen gewürzt und bestechen durch Internationalität in den Geschmacksnoten. Vielfalt ist das Prinzip, was die Speisenpalette anbelangt. Genau mein Fall! 

Jenny Chandler, eine in Bristol ansässige Food-Autorin und Kochlehrerin wartet mit einem Rezept für "Salat mit gerösteter Rote Beete, Carlin-Erbsen auf". Dieser Spätsommersalat ist als Hauptgericht gedacht und begeistert durch seine Zutaten. 

Interessant auch ist ein Rezept von Sarit Packer und Itamar Srulovich, die in London ansässig sind. Sie stellen das Gericht vor: "Pikant gerösteter Kürbis mit Quitten und Datteln". Wie bei den meisten Gerichten begeistert hier die Aromavielfalt und das Gefühl geschmacklich weit weg in einem Phantasieland zu sein. 

Besondern beeindruckt bin ich von dem Kapitel mit Pilzrezepten. Da gibt es beispielsweise ein Rezept von der burmesischen Starköchin Mimi Aye, das den Namen trägt: "Pfifferlingsalat nach Shan-Art: "Hmo thingan thoke". Dieses vegane Gericht verzichtet auf Geschmacksnoten, die es eindeutig als asiatisch outen könnten. Superlecker! Ideal jetzt in der Pfifferlingszeit! 

Gefallen hat mir auch das nordindische Rezept von Roopa Gulati, das sie schlicht "Gemischte Pilze mit Tomaten und Kreuzkümmel" nennt. Die Aromen sind unverkennbar indisch und lassen die Pilze fast zur Nebensache werden, weil die Gewürze dem Gericht den eigentlichen Kick geben. Dazu indisches Brot und man fühlt sich ganz weit weg von zuhause, irgendwo dort, wo Mangobäume wachsen. 

Diese Rezepte und viele andere verdeutlichen, dass vegetarische Rezepte alles andere als langweilig daherkommen müssen. Das Geheimnis sind die außergewöhnlichen Zutaten. 

 Maximal empfehlenswert 

 Helga König

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Rezension: Rezepte, die du lieben wirst- Thomas Straker- Callwey


Dieses Kochbuch mit appetitanregenden Fotos von Issy Croker ist das Werk des Internetlieblings Thomas Straker, der auf Instagram und Tik Tok, wie der Verlag Callwey bekundet, Millionen begeistert und in der vorliegenden Publikation mit über 100 Rezepten aufwartet. 

Seit 2022 betreibt der kreative Küchenchef das Restaurant Straker's in London und erklärt in der Einleitung, in der man Wissenswertes über seinen Werdegang erfährt, "Unser Konzept ist nicht wirklich neu: Wir servieren unverschämt leckeres Essen, so wie es sein sollte-einfach und gekonnt." 

Das macht natürlich neugierig, was die Rezepte im Buch anbelangt. Sie sind untergliedert in: Butter; Brot; Salat; Suppe; Pasta; Fisch; Fleisch; Saucen; Gemüse und Desserts. 

Alle Rezepte sind sehr gut besprochen und insofern tatsächlich nachkochbar, wenn man zur Tat schreiten möchte. Leichte Bauchschmerzen bekomme ich, was die Zutaten anbelangt: Butter und Sahne bis zum Abwinken, Eier, Zucker, Weißmehl! Nichts für Menschen, die Bauchfett argwöhnisch beäugen!

Gut, Thomas Straker ist noch jung, ist schlank und hat einen kalorienzehrenden Job ! Bleibt zu hoffen, dass seine Fans keine "Couchpotatoes" sind…! 

Der Reigen der Rezepte beginnt mit von Straker kreierten, aromatisierten Buttersorten, die für ihn, zum Beginn jeder Mahlzeit gehören. Es handelt sich um außergewöhnliche Buttersorten, wie etwa "Knochenmarkbutter" oder beispielsweise "Algenbutter". 

Sehr gute Brotrezepte, bei denen gesundes Olivenöl nicht selten eine Rolle spielt, verdienen ein besonderes Augenmerk. Die Fladenbrote hingegen sollte man nicht jeden Tag genießen, wenn der Blutzucker nicht ins Unermessliche steigen soll. 

Alsdann geht es um Salate. Hier entdeckt man sehr viele gute Kreationen, vom einfachen "Tomatensalat in Olivenöl" bis hin zum leckeren Salaten wie etwa "Radicchio-Salat mit Pecorino, Clementine und Walnuss" oder auch Herbstsalate wie "Salat mit Roter Bete, Linsen, Fenchel und Kräutern". 

Die Suppen sind alle von den Ingredienzien her mehr als sättigend und stets aromamäßig gut aufeinander abgestimmt. Jetzt an den heißen Julitagen eignet sich die "Gazpacho" am besten. Der Sherryessig sorgt für ein pikantes Geschmackerlebnis. 

Ein Rezept für Nudelteig wird all jene begeistern, die eine Nudelmaschine haben. Von den Pasta-Rezepten fand ich die "Gnocci mit Salbei und brauner Butter" am spannendsten, ein Rezept, das durch die gerösteten Haselnüsse den letzten Kick erhält. 

Am besten haben mir die Fischrezepte gefallen. Die Kreation "Seezunge en Papillote" sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch erste Sahne: der "Gebratene Steinbutt mit Kartoffeln und Fenchel" und ein Highlight der besonderen Art  ist das "Seeteufel-Curry". Die vielen Zutaten sollten nicht schrecken! Das Ergebnis zählt und versöhnt mit der Mühe. 

Bei den Fleischgerichten machen zwei typische britische Pasteten auf sich aufmerksam, feine Kräuterwürzungen, gottlob keine Minze! Speziell gelobt werden müssen die "Rinderbäckchen". Ein Festtagsgericht, das nicht nur Männer erfreuen wird! 

Auf Seite 196 finde ich ein Rezept für "Fleischbällchen", das durch die Tomatensauce und das Basilikumpesto nebst dem gerösteten Sauerteigbrot zum Gaumenschmaus an einem warmen Sommerabend mit Gästen werden kann. Schon etwas herbstlich dagegen kommen die "Schweinekoteletts mit Pflaumen" daher. Die u.a. mit Estragon gewürzte Sauce ist die ideale Begleitung zu den Koteletts. Chapeau! Getoppt werden kann dies nur noch von dem Rezept für "Rinderfilet mit Pfeffersauce." 

Präsentiert werden des Weiteren eine Reihe sehr guter Saucen und tolle Gemüsegerichte. Das "Kartoffelpüree" ist vom Butteranteil her der Hammer! Leichter ist das "Ratatouille", das die Butterorgie relativiert. 

Mein Lieblingsgemüserezept heißt "Caponata". Es kommt aus Sizilien und schmeckt himmlisch gut.

Was noch? Zum Schluss die Desserts... Für den Vanillenpudding werden 9 Eier verwendet, dazu noch 500 g Sahne etc. etc. Wer Angst vor Plaque hat, der sollte die Dessertrezepte nur lesen und die "Mousse au Chocolat bloß auf dem beigefügten Foto bestaunen. 

Zu viel der Sünde und keiner der die Absolution erteilt! 

Dennoch: Sehr empfehlenswert für alle, die vom Guten nicht zu viel  auf den Teller legen. Genuss bleibt bescheiden! Köstlich! 

Helga König 

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Rezension: Das Lexikon der Aromen- und Geschmackskombination-Karen Page, Andrew Dornenburg- at Verlag


Karen Page und Andrew Dornenburg sind ein preisgekröntes Autorenteam, das neben dem  Verfassen zahlreicher Bücher, dazu noch wöchentlich seit 2007 eine Kolumne in der Washington Post schreibt. Verheiratet sind die beiden seit 1990 und leben in New York. 

Der Fotograf der ausgesuchten Bilder ist Barry Salzmann, Gewinner des International Golden Light Awards. 

Durch dieses wunderbare Buch lernt man, ohne Rezepte perfekt zu kochen, weil man ausführlich über Aromen- und Geschmackskombinationen aufgeklärt wird. Dabei lernt man zunächst die Sprache der Speisen zu verstehen. Ausführlich wird erläutert, was der Mund erkennt. Man erfährt, was man unter den Geschmacksknospen versteht, liest Wissenswertes zu Süße, Salzigkeit, Säure, Bitterkeit und zu Umami. Man liest aber auch neben dem Geschmack über Mundgefühle wie Temperatur, Schärfe und beispielsweise Astringenz. Des Weiteren erfährt man, was die Nase, was Herz, Verstand und Seele wahrnehmen. 

Dann darf man sich in den Gedanken des Drei-Sterne-Kochs George Blanc aus Vonnas in Frankreich vertiefen. Er sagt: "Befriedigendes, erfolgreiches Kochen basiert nicht nur auf Know-how. Es entspringt dem Herzen, stellt große Ansprüche an den Gaumen und bedarf der Begeisterungsfähigkeit und einer großen Liebe zu den Speisen, um es zu vollbringen". 

In der Folge liest man, dass hervorragendes Kochen nicht nur die durchdachte Zusammenstellung und Behandlung der Ingredienzien ist, sondern auch den Moment zelebriert. Man müsse sich die Zeit nehmen, die grundlegenden Prinzipien, wie man Speisen einen exzellenten Geschmack verleiht, zu erlernen und zu beherrschen. 

Das vorliegende Buch vermittelt den LeserInnen das nötige Wissen sehr eingängig, wie man verschiedene Zutaten kombinieren und zubereiten kann. 

Man lernt zwei grundlegende Gedankengänge kennen, die einen guten Koch dazu befähigen, Speisen besonders delikat schmecken zu lassen und sollte diese beherzigen. 

Da es wichtig ist, in diesem Zusammenhang das Wesentliche des Augenblicks zu erkennen, wird man diesbezüglich gut herangeführt, lernt aber auch die Essenz der Ingredienzien zu begreifen. 

Die geschmackliche Intensität wird näher beleuchtet, um zu verstehen, was zueinander passen könnte. Dann lernt man die Geschmacksverbindungen von A bis Z näher kennen. 

Ich blättere z. B. zu dem Buchstaben N und finde zunächst den Begriff "Nahöstliche Küche", finde darunter eine Fülle von Lebensmitteln, die in dieser Küche eine Rolle spielen und Aromenkombinationen. Dann entdecke ich nähere Beschreibungen, etwa zum Thema wie man das richtige Öl verwendet oder auch, welche Sauce am besten zu welcher Pasta passt und so unendliche viele Informationen, dass man sie beim ersten Lesen gar nicht alle aufnehmen kann. 

Ich bleibe beim Begriff "Schwedische Küche" hängen, lese da die Zutaten, die eine Rolle spielen und zudem die Aromenkombinationen, doch ich lese auch, was zu vermeiden ist der schwedischen Küche: Knoblauch und Schärfe. Schweden sind halt keine Ungarn!

Unter dem Begriff "Tomaten" bin ich erst einmal sprachlos über das, wozu alles man sie verwenden kann und welche Aromakombinationen möglich sind. Nicht grundlos nennt man die Tomate den Paradiesapfel! 

Spannend auch ist, wie man verschiedene Käsesorten in der Küche einsetzt, so etwa den "Burrata" oder Blauschimmelkäse. 

Dies sind nur einige wenige Beispiele von vielen. 

Kurzum: Das Buch ist mehr als nur nützlich. Es ist ein Muss in der Küche, wenn man sich Fehler ersparen möchte und geschmacklich nicht völlig daneben liegen möchte, weil man keinen Schimmer hat, wozu Lotuswurzeln passen und sie deshalb durch unsinnige Experimente verhunzt.  

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Too Easy- Der kurze Weg zum Genuss-Donna Hay


Donna Hay, die Autorin dieses gelungenen Rezeptbuchs, gilt als die führende Food-Redakteurin und hat zahlreiche Kochbuchbestseller geschrieben. 

"Too easy" wird all jenen gefallen, die gerne abwechslungsreich, weltoffen und geschmackvoll  kochen wollen und beim Zubereiten von Speisen nicht Ewigkeiten damit zubringen möchten, Zutaten für Gerichte einzukaufen, um dann stundenlang am Herd zu stehen.

Um dieses zu vermeiden, stellt die Autorin zunächst eine Fülle von Grundzutaten aus ihrem Vorrat vor, sprich Produkte, die man stets zuhause haben sollte, um nicht wegen jeder Kleinigkeit, sich Richtung Lebensmittelladen in Bewegung setzen zu müssen. Diese Produkte sind allesamt im Hinblick auf ihre Verwendungsmöglichkeiten sehr gut erklärt, bevor man in der Folge, in insgesamt neun Kapiteln, Rezepte mit viel Genuss lesen kann. Diese Rezepte sind allesamt ebenfalls sehr gut erklärt. Dabei sind appetitanregende Fotos von den Rezeptergebnissen stets vorhanden. Man erfährt immer für wie viele Personen die Zutaten ausreichen und erhält auch immer hilfreiche Hinweise (Tipps) der erfahrenen Köchin zum entsprechenden Gericht.

Im ersten Kapitel entdeckte ich ein sehr delikates Rezept für "Thunfisch-Rucola-Zitronen". Es ist einer der Gerichte, die "schneller als takeaway" laut Donna Hay herstellbar sind. Das Rezept überzeugt. Den Hinweis Thunfisch aus dem Glas zu verwenden, halte ich für sinnvoll, weil man sieht, was man kauft. 

Bei den "Klassikern im Schnellverfahren" (2. Kapitel) möchte ich den "Hackbraten mit Apfel, Salbei und glaciertem Bacon" hervorheben. Er unterscheidet sich von dem herkömmlichen Hackbraten durch seine Würzung und der mediterranen Präsentation, die sofort an Baguette und ein kühles Glas Rosé als Begleiter denken lässt. 

Gerichte, die man in der Heißluftfritteuse zubereiten kann, werden auch vorgestellt, auch solche, die man in einem Topf herstellen kann, wie etwa  den "Nudelauflauf mit Parmesan-Hackbällchen", der einen längeren Spaziergang nach dem opulenten Mahl erforderlich macht. 

Mein Lieblingskapitel ist das mit dem Titel "Geschmackverstärker". Hervorheben möchte ich hier "Jalapeno Fischfrikadellen", deren Salsa mit Koriander- und Minzeblättern und weiteren Zutaten den Fischfrikadellen jede Form von Alltäglichkeit nimmt. 

Im Kapitel "Aufsetzen und ausruhen" köcheln die Gerichte im Herd oder Ofen vor sich hin. Hier gibt es u.a. Rezepte für zwei Festtagsbraten als da sind "Geschmortes Minze-Senf-Lamm mit Zitronenkartoffeln" und "Rinderbrust in Balsamsauce mit süßen Zwiebeln", die für Aha-Erlebnisse sorgen und auch für Feinschmecker-Gäste geeignet sind. 

Das Kapitel "Mehr als Salat" ist ideal als Inspiration für Sommerabende. Hier möchte ich den "Salat mit pochiertem Kokoslachs" hervorheben. Ein Mix aus interessanten Aromen lässt den Gaumen frohlocken. Das Rezept "Steak-Salat mit Chemiechurri dressing" dürfte fleischhungrigen Männern gefallen. Auch hier fallen die tollen Aromen beim Lesen des Rezeptes sofort ins Auge. 

Dann das Kapitel "Desserts"... Hier kommen Süßmäulchen auf ihre Kosten. Gästen würde ich den "Mandel-Ricotta-Kuchen mit Himbeeren" oder die "Zwetschgen –Vanille-Tarte-Tatin" anbieten. Nicht nur als Abschluss eines Menüs interessant, sondern auch als Highlight bei einer "Kaffee-und Kuchen-Tafel."! 

Was noch? Gesunde Süßigkeiten, getarnt als "Superschnelle Snacks", was kann das sein? Beispielsweise ein "Hafer-Energieriegel mit Banane und Kokos". Nicht jedermanns Highlight! Die Schoko-Haselnuss-Schnitte überzeugt dann schon eher. 

Das Buch endet mit einem mehrseitigen Glossar, das sich lohnt zu lesen, weil es einen kenntnisreicher werden lässt in Sachen Zutaten. 

Die Rezepte gefallen mir, weil sie international und insofern weltoffen daher kommen, leicht nachkochbar sind und dennoch das gewisse Etwas enthalten, das einen dazu  bringt, immer wieder Gerichte daraus zuzubereiten. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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