Dieses Blog durchsuchen

Rezension: Weyringer Wallersee- Poesie des Kochens- Verlag Anton Pustet.

  
Edle, sehr hochwertige Kochbücher gibt es seit einigen Jahren kaum noch. Das mag daran liegen, das es einfach für die Verlage zu kostspielig geworden ist oder aber dass bestimmte Verlage nicht mehr existieren. Auf "Buch, Kultur und Lifestyle" habe ich eine ganze Anzahl solcher Bücher im vergangenen Jahrzehnt rezensiert und freue mich, nun endlich wieder einmal einen solchen Prachtband vorstellen zu dürfen. 

Der Rückseite des Buchdeckels entnimmt man die Zeilen "Kochkunst auf höchsten Niveau trifft Kunstwerk trifft Literatur trifft Fotografie." Versprochen werden alsdann "farbenprächtige, sinnlich üppig-irdische Malerei sowie literarische Geschichten, die durch die Welten, Zeiten und Mythen führen. Vor allem Gerichte, die man sich schon beim bloßen Betrachten und Nachlesen der Rezepte auf der Zunge zergehen lassen kann." 

Die Autoren sind: 
- Emanuel Weyringer, welterfahrener Haubenkoch, 
- Johann Weyringer, einer der erfolgreichsten und vielseitigsten Maler, Zeichner und Bildhauer Österreichs und Vater des Haubenkochs
- Walter Müller, renommierter Salzburger Schriftsteller 
- Peter Angerer, international geschätzter Fotograf 

Der Schriftsteller Walter Müller erzählt in diesem faszinierenden Buch zauberhafte Geschichten, in denen sich Reiseanekdoten von Emanuel Weyringer- er war in der ganzen Welt unterwegs- mit Warenkundlichem, was einzelne Produkte aus den Rezepten im Buch anbelangt und mit Mythen im Zusammenhang mit diesen Produkten auf bemerkenswerte Art verbinden.

Illustriert sind diese Geschichten mit sehr schönen Gemäldeablichtungen von Johann Weyringer, deren Farbgebung mich mitunter an Miros Werke erinnert. Farben von Johann Weyringers Werk durchziehen das gesamte Buch. Näheres zu den abgelichteten Gemälden liest man auf den letzten Seiten. Dort sind die Titel, die Technik, die Entstehungsjahre und die Größe der Originale benannt. Die Gemälde korrespondieren mit den vorgestellten Gerichten. 

Hinzu kommen im Buch die tollen Fotos der Rezeptergebnisse, die nicht nur lukullisch, sondern auch kunsthandwerklich perfekt gestaltet sind und ebenfalls Farbenfreude erkennen lassen. 

Im Grunde sollte man maximal drei Geschichten am Abend bei einem Glas Wein lesen oder besser noch, einem gebildeten, weltläufigen, kulinarisch und künstlerisch interessierten Menschen vorlesen und anschließend über die Inhalte sprechen sowie Bilder gemeinsam bestaunen. 

Schon die erste Geschichte, eine über Muscheln beeindruckt und macht neugierig auf das Rezept. Ich hüte mich, hier diese Geschichte oder andere nachzuerzählen. So viel nur.., sie sind wunderschön und überaus inspirierend.

Mich beeindruckt die Weitgereistheit des Kochs, seine Fähigkeit Reiseeindrücke in raffinierte Rezepte zu verwandeln, auch beeindruckt mich die Poesie der Autors, dessen Geschichten aus "Tausendundeiner Nacht" stammen könnten. So sehr betören sie die Sinne. Die Gemäldeablichtungen und die Bilder tun das Ihre dazu. 

Zu Ende des 1. Teils, in dem die Geschichte zu den Rezepten nachzulesen ist, gibt es ein Nachwort von Johann Weyringer. Anschließend folgen einige Impressionen zum Restaurant "Weyringer Wallersee", in dem sich die Farbenfreude des 1. Teils des Buches auf dezente, sehr edle Art widerspiegelt. Dort zu speisen, welch ein Geschenk! 

Anschließend dann beginnt der Rezeptteil, im nüchternem Grau mit schwarzer Schrift gehalten. Die Zutaten sind jeweils aufgelistet und die Rezepte gut beschrieben. Die Zusammenstellung der Zutaten lassen bereits den Kochkünstler erahnen. 

Nachkochen ist kein Sparziergang aber möglich, wenn man sich zuvor in die Rezepte vertieft und den Spirit begriffen hat, viel Geduld aufbringt und sich durch anfängliche Missgeschicke nicht beirren lässt. Gestalten auf dem Teller, Du meine Güte...

Wonach mir jetzt wäre? Ich wähle mal den "Gefüllten Kaninchenrücken mit Mango-Chutney und Salsa della Nonna" oder vielleicht doch lieber den "Fasan in Bitterschokolade mit Morcheln und Hirseragout." Zum Dessert dann "Salzburger Nockerl mit Preisbeermarmelade". Die Vorspeise? Vielleicht "Marinierter Oktopus mit Kräuterwiese und Tom-KhA-Gai-Sauce." 

Wer generell nicht nachkochen mag, weil er es sich nicht zutraut und sich das Buch ausschließlich zur mentalen und visuellen Freude anschafft, hat auch alles richtig gemacht, denn Bücher wie dieses sind ein Juwel und  insofern ganz besonderer Schatz in der Kochbuchsammlung.

 Maximal empfehlenswert. 

Helga König 

Onlinebestellung: Verlag Anton Pustet oder Amazon  

Rezension: Terra Mediterranea- Eine kulinarische Reise ums Mittelmeer- Fischer


Die Autoren dieses reich bebilderten Buches sind der mit dem Grimme-Preis und dem Bayrischen Fernsehpreis ausgezeichnete Autor Daniel Speck und der renommierte Fotograf Gio Martorana. 

Das Werk ist kein klassisches Kochbuch, erfährt man gleich zu Beginn, obschon sich alles ums Essen drehe. Vorgestellt werden drei Köche aus drei Kulturräumen des Mittelmeeres. Charakterisiert werden sie als leidenschaftliche Genießer, großzügige Gastgeber und faszinierende Geschichtenerzähler. Bei den Köchen handelt es sich um Martina Caruso aus Salina, Jacob Lellouche aus Tunis und Fadi Kattan aus Betlehem. Diese Männer stellen in der vorliegenden Publikation ihre ganz persönlichen Rezepte vor. Für diese drei Köche sei Kochen mehr als die Zubereitung von Lebensmitteln, es handele sich um das Öffnen einer Tür. Es gehe um die Geschichten hinter den Gerichten, denn jedes Gericht erzählt von einer Reise, einer Begegnung, einer Verwandlung. So viel zur Einstimmung. 

Das Werk ist in drei Teile untergliedert: 
Teil 1: Salina 
Teil 2: Tunis 
Teil 3: Betlehem 

Den Rezepten in den 3 Teilen des Buches, sind Texte vorangestellt, die etwas über die Ort erzählen, der gerade fokussiert wird. Es sind sehr individuelle Eindrücke, zugleich Reiseberichte mit viel wissenswertem Inhalt. Die Rezeptergebnisse anschließend  sind stets visualisiert. Die Rezepte selbst gutgegliedert und verständlich dem Leser nahegebracht. Man erfährt immer für wieviel Personen die Zutatenmenge ausreicht und wie lange die Zubereitungszeit andauert. Zudem erfährt man historisch oder sonstig Wissenswertes, auch Anekdotisches im Hinblick auf die einzelnen Rezepte. 

Die Insel Salina ist berühmt für ihre Kapern. Diesbezüglich erfährt man das Ein oder Andere und erhält zudem ein Rezept für Kapern-Eis, das sich weniger als Dessert denn als Zwischengang  eignet ganz ähnlich wie Basilikum-Eis. Hervorheben möchte ich im ersten Teil das Rezept für "Zahnbrasse mit Orangen und Kopfsalat", weil es die Insel facettenreich darstellt mit all seinen typischen Zutaten. Als Abschluss eine sizilianische Süßspeise? Ja. Ich wähle die "Zitronen-Granita", nicht zuletzt, weil die Autoren viel historisch Wissenswertes zum Rezept beigefügt haben. Solche Informationen inspirieren und regen beim Genießen die Phantasie an. Gefallen auch haben mir die Weinempfehlungen von Luca Caruso zu den Gerichten Die vorgestellten Weine im 1. Teil des Buches stammen nahezu alle aus Sizilien. 

Im 2. Teil dann geht es um Tunis. Hier liest man u.a., dass Buchhandlungen keine normalen Geschäfte seien, sondern Reisebüros für Zeitreisende. Eine tolle Definition, die mir sofort gefallen hat. In einer Buchhandlung in Tunis bekam Daniel Speck den Tipp Jacob Lellouche aufzusuchen, der mehr erzählen könne als in Büchern stehe. Er und seine Mutter betreiben das letzte jüdische Restaurant in Tunis und zwar im Hafenviertel La Goulette. 

Und dann dessen Rezepte.. Wunderbar! Der "Zitronensalat" eingangs  ist auf einem blauen Fischerboot angerichtet, das am Strand von Karthago von den Protagonisten gefunden wurde. Das macht neugierig. Dann erhält man u.a. ein Rezept für "Harissa" nach Art des Hauses. Hier spielen Chilischoten die maßgebliche Rolle. Kreuzkümmel ist in zahlreichen Rezepten angesagt, auch in dem Rezept "Fisch in Araimi-Sauce" spielt Kreuzkümmel eine Rolle. Dazu gibt es Couscous, dessen Rezept ebenfalls neugierig macht. Es handelt sich um einen Gemüsecouscous. 

Spannend auch ist das Rezept für "Zitronenhühnchen", das man an Couscous oder weißem Reis anrichten kann. Ein wunderbares "Lammragout mit Aprikosen" erweist sich als das tunesische Lieblingsleibgericht des Autors, das Jacob mit Rosinen und Mandeln anreichert, aber auf Zimt verzichtet, obschon dieses Gewürz traditionell verwendet wird. Bemerkenswerte Desserts runden die Küche von Jacob Lellouche ab. Dazu gehört das Rezept für einen "Dattel-Griess-Kuchen". Über das "Brot der Wüste" (Datteln), erfährt man vorab Näheres und ist erstaunt, wie viele gesunde Stoffe es enthält. 

Im 3. Teil dann geht es um Betlehem und den Koch Fadi Katthan. Auch hier wieder erfährt man Wissenswertes über den Ort und den Koch, dessen ausgesuchte Rezepte eine Liebeserklärung an seine palästinensische Familie sind. Spannend an der palästinensischen Küche ist die Tatsache, dass die Einflüsse aller Völker, die in diesem Land lebten und durch das Land zogen, integriert sind. Genannt werden die Kanaaniter, Philister, Phönizier, Ägypter, Israeliten, Samariter, Römer, Perser, Griechen, Araber, Afrikaner, Türken und Armenier. Diese Küche ist übrigens nicht nur eine Reflektion der Menschen und der Geschichte, sondern auch der Handelsgeschichte am Kreuzpunkt zwischen Europa, Asien und Afrika.

Beeindruckende Bilder von Jerusalem und spannend zu lesende Texte führen schließlich zum 3. Rezeptteil mit Rezepten, die ebenfalls von inhaltsreichen Texten begleitet werden, so etwa beim "Orangensalat mit Granatapfel", wo man mehr über den Granatapfel erfährt, der ein universelles Symbol des Mittelmeers ist. Rezepte für "Rote Linsensuppe mit geröstetem Brot" oder auch "Gefüllte Zucchini" machen der Gewürze wegen neugierig. Das gilt auch für die Fleischgerichte, bei denen großzügig mit Gewürzen umgegangen wird. Selbst der "Frittierte Wolfsbarsch" kommt ohne Gewürzvielfalt nicht aus, die man übrigens "Baharat" nennt. Wer es süß liebt, kann den "Engelshaarkuchen" nachbacken und sich anschließend wünschen, dass ihm Flügel wachsen, weil die opulenten Speisen, die Beine etwas ermattet haben. 

Wer gerne mit exotischen Gewürzen hantiert, süße Desserts mag und Zitronen schätzt, wird  das Werk nicht nur als Reisebuch zu schätzen wissen, sondern auch in der Küche nutzen und über die Ergebnisse der Kochkunst der drei Köche staunen. Das aber setzt genaues Lesen voraus.

Maximal empfehlenswert. 
Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: S.Fischer oder Amazon

Rezension: Amalfi Küche-Rezepte aus Italiens Süden-Katie & Giancarlo Caldesi- Prestel



Die Autoren dieses schönen Kochbuchs sind Katie & Giancarlo Caldesi. Sie nehmen die Leser mit auf eine Reise entlang der süditalienischen Mittelmeerküste und stellen 100 Rezepte vor, teils süditalienische Klassiker, teils regionale Spezialitäten. 

Es waren die Römer, so liest man, die der Region ein kulinarisches Erbe an hocharomatischen Köstlichkeiten wie "Garum" vermachten, die heute als "Colatura di alici" bekannt ist. 

Man erfährt in der Folge erst mal historisch Wissenswertes über die "Costiers Amalfitana" und natürlich auch, ab wann es UNESCO Weltkulturerbe wurde. Die Kochkultur dort- selbst in den gehobenen Michelin-Sterne-Restaurants basiert auf der einfachen Hausmannskost der Region. 

Solche Rezepte werden vorgestellt, untergliedert in: 
Antipasti-Vorspeisen 
Minestre-Suppen 
Pane& Pizza- Brot und Pizza 
Risotto& Brodi- Risottos und Brühen 
Pasta &Gnocci 
Pesche- Fisch und Meeresfrüchte 
Carne-Fleisch
Contorni- Gemüse und Beilagen 
Dolci-Süßes 
Cocktails& Bibite-Cocktails und Drinks 
Fromaggi- Käse 

Im Zuge der Antipasti wird man mit Sardellen, typisch für die Region, vertraut gemacht und hier auch mit der bernsteinfarbenen Würzsauce, genannt "Colatura di alici", die man nicht zuletzt zu heißen Spaghetti genießt. Es folgen diverse Sardellenrezepte und wunderbare fotografische Impressionen von der Region. 

Dann werden Antipasti-Rezepte vorgestellt, nicht zuletzt ein "Tomatensalat mit Mozzarella& Basilikum", der durch den getrockneten Oregano den letzten Pfiff erhält und Italien von seiner besten Seite zeigt, der tomatig-fruchtig-süßen...  

Häufig erfährt man Wissenswertes im Hinblick auf die vorgestellten Rezepte oder die hierfür verwendeten Produkte. So auch bei den "Gefüllten Zucchiniblüten", die durch die Käse- und Kräuteraromen dem Gaumen gefallen. Der "Brotsalat mit Mozzarella & Basilikum" ist eine ideale Speise an Sommerabenden. Dazu ein Glas kühlen Rosé. Perfekt! 

Die Suppenrezepte beeindrucken alle wegen ihrer vielen Zutaten und ihrem gelungenen Aromenspiel. Gefallen hat mir besonders die "Suppe mit Röstpaprika und Kartoffeln". Staudensellerie, auch Blattspinat und viel Schärfe sorgen dafür, dass man winterliche Temperaturen rasch vergisst. Die "Fischsuppe" erhält durch italienische Würze, so etwa Kapern und Tomatenmark ihre individuelle mediterrane Note. Doch ich möchte nicht alle Suppenrezepte hier verraten. 

Die Autoren berichten über die Brotsitten in Italien. Brot wird dort mit allergrößtem Respekt behandelt und bei den Katholiken am 13. Juni in der Kirche sogar gesegnet. 

Man erfährt des Weitern, wie man einen guten Pizzateig zubereitet und lernt leckere Beläge kennen. Die "Pizza Marinana" soll eine der einfachsten Pizzen sein. Wie man sie herstellt, wird gut erläutert. Man lernt zudem u.a. das Rezept für die "Pizza al Metro" kennen und erfährt Näheres über ihren Erfinder. 

Auch die Risotto- Rezepte machen neugierig. Hier hat mir das Rezept für "Risotto mit Zitrone & Garnelen" am besten gefallen, weil es geschmacklich Italien widerspiegelt. Zitronen sind das gelüftete Geheimnis. 

Viele Pasta-Rezepte machen es nicht leicht, sich für ein spezielles zu entscheiden, das man allen anderen vorziehen möchte. Vielleicht "Zitronen-Ravioli in Minz-Butter", weil man diese Geschmackskomposition sehr mag aus Gründen, die man nicht wirklich benennen kann. 

Köstlich auch sind die "Kartoffelgnoccis mit Tomatensauce, Mozzarella & Basilikum" und im Anschluss die Fisch- und Meeresfrüchtegerichte, so etwa der "Wolfsbarsch im Ofen" oder "Pfeffrige Miesmuscheln". Alles sehr ursprünglich, ohne großes Chi-Chi und deshalb sympathisch. 

Weiter geht es dann mit Fleischgerichten. Hier möchte ich "Kaninchen nach Ischia-Art" hervorheben, der stimmigen Ingredienzien wegen, obgleich das "Zitronen-Hähnchen" vielleicht den besseren Gruß aus der Region darstellt. Warum? Der Zitronen wegen. (Daran ist Goethe schuld!)

Sehr gute italienische Gemüsezubereitungen, wie etwa "Mangoldstängel mit Tomaten & Oliven" überzeugen. Die "Dolci" tun es nicht minder… Meine Favoriten sind die "Mandel-Küchlein" und die "Zitronen-Törtchen". 

Zitrone ist der Geschmack der vorgestellten Region, so meine Analyse der Rezepte. Deshalb auch möchte ich zum Schluss den "Limoncello" erwähnen, für den man ein Rezept erhält, bevor man sich über typische Käsesorten kundig machen und in der Folge sich stets aufs Neue freuen kann kann, so schöne Fotos von der vorgestellten Region und den präsentierten Speisen wieder  und wieder bestaunen zu können. Traumhaft! Ein echtes Geschenk!

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: Amazon oder Prestel

Rezension: Winterglück & Weihnachtszeit- Rezepte und Ideen für die schönste Jahreszeit-Callwey



In diesem traumhaften Bildband werden tolle Deko-Ideen für drinnen und draußen, vor allem aber köstliche Rezepte und fantasievolle Tischarrangements aus "Wohnen& Garten" vorgestellt, die die Zeit von Advent bis über Neujahr hinweg bereichern sollen. 

Das Buch ist in drei Abschnitte untergliedert: 
Dekorationsideen für die Weihnachtszeit 
Rezepte, Tischdekoration und mehr 
Auf ins Neue Jahr 

Tolle Deko-Ideen - eingangs mit rotem Samt -  wirken edel und sehr weihnachtlich. Die Inspirationen für selbst verpackte Präsente und handgeschriebene Weihnachtskarten, auch für nostalgische Tischkarten sind mehr als nur gelungen. Hübsch auch ist der Adventskalender aus süßen Tütchen und einem kleinen Paket, das Bastelfreunde gewiss gefallen wird. Orangen und deren Schalen werden dekomäßig genutzt. Hier hat mir der Türkranz besonders gut gefallen. Das Rezept für "Orangenmarmelade" mit einem Hauch von Zimt reicht für 3 Gläser, die sich als Mitbringsel für Freunde nicht nur in der Adventszeit eignen. Auch die "Amaretto-Beeren-Marmelade" eignet sich als kleines Geschenk, zumal sie auch eine Anleitung für das optische Design mit repräsentativem Wachssiegel enthält. 

Einige Seiten sind den Misteln gewidmet, die von den Druiden als Zauberpflanzen verehrt wurden. Auch hier gibt es wieder viele Anregungen für schmückende Gestaltungsideen. Diesen Ideen folgen u.a. welche für Girlanden aus immergrünen Zweigen und für Lichterglanz als auch Tannengrün im Garten und im Wintergarten.

Das Adventsdeko in Rot auf Grün mit viel Weiß erzeugt eine vorweihnachtliche Stimmung, bevor es dann funkelnder weiter geht… Es folgen "Rezepte, Tischdekorationen und mehr" im 2. Abschnitt.

Rezepte für winterliche Eintöpfe machen neugierig auf die Zutaten, speziell bei einer Edelversion einer "Soljanka", die es einst nur im Osten Deutschlands gab. Doch auch für das "Boeuf Bourguignon", das als Festtagsgericht an einem Adventssonntag gewiss für Gaumenfreude sorgt. 

Dem biederen Ruf von Rosenkohl wird in der Folge entgegengewirkt mittels außergewöhnlichen Rezepten aber auch Dekorationsideen. Anschließend kann man sich kundig machen, über Fisch und Meeresfrüchterezepte für die Weihnachtstage und die dazugehörige Deko. Schlicht und dabei edel  sind die "Lachssterne" und appetitanregend  die  "Tomaten-Fisch-Suppe". Weiter geht es dann mit Zapfendeko und einem Rezept für "Springerle", das sind Anisplätzchen, die die Urgroßmutter schon gebacken hat und am besten in Milchkaffee eingetunkt werden, weil sie zumeist steinhart sind. Was macht man falsch?

Großes Lob für das tolle Rezept für eine "Apfel-Blätterteig-Tarte" und den kurz darauf folgenden Text mit dem Titel "Petit Papa Noel". Lob auch für die süßen Rezepte, beginnend mit den "Himbeer-Marzipan-Herzen", dem "Schwedische Mandeltörtchen" folgen und weiteres Köstlichkeiten mehr. Gezeigt wird, wie man ein Lebkuchenhaus herstellt aber auch eine "Weihnachtstorte mit Lebkuchenhaus",  zudem süße aber auf herzhafte Strudel zubereitet.  Super. Was will man mehr?

Rezepte und Tischdekoration sind ein spannendes Thema,  so auch bei den alten Strohsternen, denen man neuen Glanz verleihen kann, um sich alsbald mit Bratäpfelvariationen zu befassen. 

Gelungen auch sind die Rezepte mit Ingwer. Weihnachtlich kommen die "Gratinierten Austern mit Ingwer" daher und ein Konfekt der besonderen Art sind die "Energiekugeln mit Ingwer & Kurkuma.". Die braucht man nach opulenten Festtagen. 

Gefallen auch haben mir auch die Rezepte für "Quittenbrot mit Walnüssen" und für "Baklava mit Pistazien", beide kommen orientalisch daher und lassen an "Tausendundeine Nacht" denken. 

Was noch? Sehr schöne Glühweinrezepte und ein wunderbares Sektfrühstück zu Beginn des Neuen Jahres überzeugen gewiss all jene, die Gutes mit Schönem verbinden und sich an Vielem erfreuen können, auch an orientalischen Teegläsern und Zuckersternen, um dazu ein Stück Kokosgewürzkuchen zu genießen, vor einem ausgedehnten Spaziergang. 

Blättern und lesen in diesem schönen kulinarischen Buch kann in dieser dunklen Jahreszeit nur empfohlen werden.

Onlinebestellung bitte hier klicken: Callwey oder Amazon

Rezension: Wild Küche-Mikael Einarsson, Hubbe Lemon- gestalten


Dieses beeindruckende Kochbuch mit tollen Fotos hat der Koch Mikael Einarsson gemeinsam mit dem Jäger Hubbe Lemon verfasst. Die beiden Schweden sind gut befreundet und berichten zuallererst über ihr Leben. Beide hervorragend ausgebildet und erfolgreich in ihren Berufen, gehen gemeinsam auf die Jagd und vermitteln ihren Lesern erst einmal bemerkenswertes Wissen über Jagdwaffen, die alles andere als kostengünstig zu erwerben sind. 

Anschließend lernt man Begriffe aus der Jägersprache kennen Dabei verbirgt sich beispielsweise hinter dem Begriff "aufbrechen" folgendes blutige Tun des Jägers: "das Herausnehmen von Eingeweiden und inneren Organen aus dem Wildkörper." Des Weiteren wird man über verschiedene Formen der Jagd sehr gut informiert. Thematisiert werden die Treibjagd, die Pirschjagd, die Ansitzjagd, die Brackierjagd, das Buschieren, die Jagd mit Ströberhunden, die Jagd mit Apportierhunden, die Jagd mit lautgebenden Vorstehbunden, die Baujagd und die Jagd mit Frettchen. Zu lesen, was dies alles im Einzelnen bedeutet, ist höchst spannend. Wer beispielsweise Wasservögel jagen möchte, benötigt einen Apportierhund, d.h. ein Tier, das herausschwimmt und die Beute holt.

Man liest weiter, was "anschießen" bedeutet und was nach dem Schuss geschieht. Gezeigt wird, wie das Tier "aufgebrochen" und "zerwirkt" wird. Verharmlosende Begriffe! Das Tun: Nichts für zarte Gemüter! Diese sollten sich eher um das Zubereiten des Wilds kümmern. 

In der Folge wird ausführlich und sehr gut über die Jagd von Elchen, Schwarzwild, Rehwild, Damhirschen, Hasen und Federwild berichtet. Den Anfang nimmt dabei die Jagd von Elchen. Neben den Jagdbeschreibungen, hat man Gelegenheit immer wieder tolle Fotos zu bewundern, die einem die Jagdromantik näher bringen, die es neben der blutigen Seite der Jagd natürlich auch gibt. 

Man  erfährt  u.a. Näheres über die Biologie & Ökologie der Elche, über Jagdzeit, die Jagdformen, über die eingesetzten Hunde, die Waffen auch über den Abschuss und in analoger Weise wird bei dem anderen oben bereits erwähnten Wild auch vorgegangen. 

Dann lernt man Wildgerichte zubereiten. Zunächst vom Elch. Bei allen Rezepten wird stets die Vorbereitungs- und Zubereitungszeit genannt. Auch lernt man aromareichen Gerichte kennen. Sie werden schrittweise, gut nachvollziehbar erklärt. Die Rezeptergebnisse werden visualisiert. So lernt man u.a. einen "Elchgulasch" zuzubereiten, auch ein "Elchsteak in Portermarinade" oder auch "Elchrouladen in Sahnesauce". Hübsche Anekdoten und stets aufs Neue beeindruckende  Bilder lockern all die höchst informellen Texte auf. 

Wenn man sich durch alle Seiten bewegt hat und immer mehr über die Tiere, die ja erlegt werden sollen, aber auch die Jagd erfährt, ist man zwar theoretisch in der Lage beispielweise ein Reh zu erlegen, doch praktisch wird es bei vielen anders aussehen. Wer mag schon ein Reh "aufbrechen"?  Wer kann Blut sehen, wer gelassen in das Innere eines  "aufgebrochenes " Tieres schauen und es dann ausweiden?

Die Rezepte versöhnen.

Wird dem Leser zu viel zugemutet, wenn er am Ende genau weiß, dass der köstliche "Rehbraten mit schwedischen Fächerkartoffeln" bedingt, dass ein Reh erst einmal erschossen werden muss und das zu ganz bestimmten Zeiten und man durch die Lektüre auch ganz genau weiß, was bei der Jagd  Blutiges geschieht?

 Ich finde, dass einem nicht zu viel zugemutet wird. Man muss sich mit der Realität des Lebens immer auseinandersetzen. Es ist gut zu wissen, was alles im Vorfeld unternommen werden muss, um einen "Hasen in Blutsauce" zuzubereiten oder ein "Im ganzen geröstetes Schneehuhn". Bei allem aber ahnt man das Archaische, das dem Jagen zu Grunde liegt. Eher etwas für wenig zart besaitete Männer, vermute ich. Für die Jäger gibt es dann "Fein gewürfeltes Tartar von der Rehkeule". Sie haben es sich verdient.

Ein tolles Buch mit sehr guten Wild- Rezepten.

Onlinebestellung bitte hier klicken: gestalten oder  Amazon.

Rezension: Zu Gast in Portugal- Corinna Lawrenz- Callwey



Corinna Lawrenz hebt in ihrer Einleitung hervor, dass neben Geschichten und Reisetipps die Rezepte der Restaurants in Portugal das Herzstück dieses Buches sind. Wundervolle Fotos von Roza Kadi schenken Eindrücke von der Reise, auf die die Autorin uns mitnimmt. Lawrenz lebt seit über zehn Jahren in Portugal, arbeitet als Kulturredakteurin und betreibt eine biologische Safranfarm.
 
Die Reise ist in 6 Kapitel untergliedert:

Algarve- Sonnenküste und Sonnenfrüchte 
Alentejo-Von Korkeichenhainen und rauer Küste 
Lissabon und Umgebung-Farm to Table und junge Tasca-Kultur 
Zentrum-Von Bergbächen und gigantischen Wellen 
Porto und Umgebung- vom Duoro in die Welt 
Norden- Von Weinkultur und Weidewirtschaft 

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die Landschaft der "Algarve", die aufgrund ihrer Beschaffenheit klassische Destination für Roadtrips und Genussurlaub gleichermaßen sei. Neben kulinarischen Tipps von Anna und Laura, die beiden Damen werden eingangs kurz vorgestellt, gibt es Infos zu Sehenswürdigkeiten, des Weiteren werden Restaurants präsentiert und Rezepte, nach denen dort gekocht wird. 

Der Reigen wunderbarer Speisen beginnt mit einem "Wolfsbarscheintopf mit Garnelen". Süßkartoffeln und Tomaten, aber auch Chilischoten und Lorbeerblätter u.a. mehr sorgen für ein interessantes Geschmackerlebnis. In der Folge lernt man dann  eine Vielzahl von Restaurants kennen, gewinnt einen Eindruck von den Betreibern, dem Interieur und tollen Rezepten mit visualisierten Rezeptergebnissen, die stets in gut nachvollziehbaren Schritten beschrieben werden. Der portugiesische Begriff des Gerichts wird stets neben der deutschen Übersetzung genannt. Anna und Laura verraten zudem ihre Lieblingsstrandhotels, dann wird das "Alentjo"  kurz skizziert. 

Das ist die weite Landschaft, die sich jenseits des "Tejo" von der Atlantikküste bis an die Grenze zu Spanien erstreckt. Es handelt sich dabei um die größte Region Portugals. Auch hier wird nach dem Schema wie bi der "Algarve" verfahren. Delikate Gerichte wie etwa "Gabeldorsch mit Venusmuscheln und Grüne Sauce" machen neugierig und man ahnt die Aromen der Region nicht nur in diesem Fischrezept,  sondern auch in der "Kichererbsten-Panisse mit Schmorfleisch, Paprika und Minze" oder auch dem "Cozido a Portuguesa im Tontopf". Land und Wasser geben sich die Ehre. 

Ich möchte einzelne Restaurants nicht hervorheben. Das wäre unfair, auch wenn alle toll porträtiert sind. Ein Rezept allerdings möchte ich hervorheben. Es handelt sich dabei um die "Großkopfmeeräsche mit Walnüssen, gegrillter Birne und Schweinebauch." Es ist nicht unkompliziert dieses edle Gericht zuzubereiten, aber es verschafft einem eine Idee vom Geschmack des "Alentjo".

Fotos auch von "Lissabon" führen den Leser in diese wundervolle Stadt, wo  man erneut Restaurants und Rezepte kennen lernt, auch Tipps für kulturell Sehenswertes bleiben nicht ausgespart. Das Hauptaugenmerk liegt aber auch den Rezepten, die nichts alle die Leichtigkeit von Fischrezepten aufweisen, siehe das Rezept "Entenreis auf Orangensalsa".  

Weiter geht es ins "Zentrum", wo die Landschaften abwechslungsreich sein sollen. Hier lernt man  auch spannende Rezepte kennen, so etwa für "Kürbismarmelade", die man zu milden Schafkäse genießen kann. Gute Fleisch-aber auch Fischgerichte machen es Hobbyköchen nicht einfach, Entscheidungen zu treffen. 

Es folgt dann "Porto", die zweitgrößte Stadt des Landes, Hauptstadt des Nordens und Namensgeberin von Portugal. Auch hier wieder gibt es interessante Gaumenfreuden, die man zu landestypischen Weinen genießen sollte. 

Im "Norden" dann wird mit Gerichte wie etwa "Nackenfilet vom Bisaroschwein mit Herbstrüben und Pilzen" aufgewartet, zudem mit einer "Kastaniensuppe" und "Gegrilltem Lamm" und man studiert auch hier die Gewürze, um den portugiesischen Gaumen zu verstehen und mit ihm die Mentalität der Menschen dort, die den Fado als Ausdruck ihrer Seele hervorgebracht haben. Geheimnisvoll, weniger einfach als man vielleicht annimmt!

Maximal empfehlenswert 
Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: Callwey oder Amazon

Rezension: Schöne Heimat, Kit Schulte –Callwey



Kit Schulte, die  Autorin dieses Buches, lebte jahrelang in den USA und hat nach ihrer Rückkehr die deutsche Küche wiederentdeckt, konkret ihre Traditionen, Zutaten und handwerklichen Methoden. Mit ihrem Werk möchte Kit Schulte deutsche Klassiker und teilweise vergessene Köstlichkeiten mit den Trends der Gegenwart verbinden. 

Die Fotos von Nora Novak machen deutlich dass der Begriff "Heimat" alles andere als abschreckend sein muss. 

Die Autorin hinterfragt, was man überhaupt unter deutschem Essen zu verstehen hat und wie es mit Einflüssen aus Nachbarländern und Regionen im kulinarischen Deutschland ausschaut. Sie thematisiert, den Süden, den Norden, den Mittleren Westen, den Osten und die Berliner Küche und nennt spezifische Spezialiäten wie etwa "Pillekauken", "Schinkenbegräbnis" oder "Pälzer Grumbeerwaffeln", befasst sich mit Wildpflanzen und erklärt wie man diese am besten sammelt. 

Hier beginnen dann auch die ersten Rezepte, so etwa für "Holunderblütensirup oder –gelee". Neugierig hat mich das Rezept mit "Mahoniebeeren" gemacht, von denen ich bislang glaubte, sie seien nicht essbar, weil giftig. Sehr gut erläutert wird wie man "Hagebutten- oder auch Schlehengelee"  zubereitet. Das "Wildkräuterpesto" zeigt, dass regionale Küche sehr innovativ sein kann, wenn man sich Rezepten aus anderen Ländern nicht verschließt. Alles andere als spießig geht es weiter mit einem Rezept für "Gefrorenes Quarkparfait mit Löwenzahnblütensirup". Wer einen Naturgarten hat, kann den Löwenzahn dort im Frühling ernten. Leute mit englischem Rasen werden lange vergeblich suchen müssen. Rezepte für "Brennnessel" (die findet man auch im Naturgarten) und ein tolles Rezept für "Waldmeisterbowle" verbinden Althergebrachtes mit neuen Geschmacknoten auf bemerkenswerte Weise. 

Des Weiteren thematisiert die Autorin die Kräuter und Gewürze in der deutschen Küche, beginnt mit einem knappen historischen Rückblick und wartet mit einem Senfrezept auf, das durch den beigefügten Honig auch zu Weißwurst schmeckt. Lobenswert auch sind die Infos zum vergessenen Geschmack und hausgemachten Delikatessen. So waren einst bittere Wildkräuter- pflanzen und- gemüse gängige Kochzutaten, wurden dann jedoch vergessen und erleben jetzt erst wieder eine Renaissance. 

Ein tolles Rezept für "Schwarze Walnüsse" macht ebenso neugierig wie das Rezept für "Frankfurter Grüne Soße", das durch den Joghurt leichter daherkommt als vormalige Mayonnaisen-Mischungen. 

Der gute alte "Rumtopf" wird thematisiert und ein Rezept wird mitgeliefert. Schade, dass ich den Steintopf meiner Mutter verschenkt habe… Die Rezepte für "Kräuterbutter" und "Kräuterquark", auch der "Krabbensalat" sind typisch für die deutsche Küche und bei den Suppen und Eintöpfen nickt man wissend, wenn man hierzulande seine Kindheit verbracht hat. Doch dann entdeckt am das Rezept mit dem Namen "Spanisch Frikko" und denkt "Nanu?" Es handelt sich, so wird bei der Lektüre klar, um einen "Westfälischen Eintopf", dessen Ursprünge nicht ganz geklärt sind. 

Typisch auch Salate. Sehr gut zubereitet sind der "Krautsalat", auch die "Variationen des Kartoffelsalats" und natürlich der "Gurkensalat mit Dill und Schnittlauch". Es folgen vegetarische Gerichte, so etwa "Buchweizenrisotto mit Ofenfenchel, jungen Erbsen und Pesto", der unverkennbar mediterrane Anklänge hat. Typisch für Deutschland sind eher die "Schmorgurken mit Bratkartoffeln" und auch die "Pilzpfanne", zwei sehr delikate Rezepte bei denen man Fleisch nicht vermisst. 

Sehr gut ist die kleine Auswahl von "Fleisch- und Fischgerichten". Hervorheben möchte ich hier die "Kohlrouladen mit geschwenkten Kräuterkartoffeln", die "Königsberger Klopse mit Kartoffeln" und die "Forelle Müllerinnenart mit Kartoffeln und Gurkensalat". Es handelt sich um gut bürgerliche Rezepte, die vom Geschmack her überzeugen. 

Was noch? Nachtische…! Den Apfelstrudel muss man ausprobieren. Ein tolles Rezept! Und die Kuchenrezepte erinnern an den Geschmack der Kindheit, so der "Pflaumenkuchen" oder aber der "Kalte Hund", der heute bei mir tabu ist wegen des Kokosfetts. 

Zum Schluss dann werden über viele Seiten landestypische Gemüsesorten und Früchte wie auch Wildkräuter thematisiert. Infos dieser Art sind stets wichtig, denn: Ohne Warenkunde, keine klugen Mahlzeiten.

Ein gelungenes Buch, das den Begriff "Heimat" im Zusammenhang mit Kochen ein wenig entstaubt und mit Klischees aufräumt. Prima!

Empfehlenswert.

Onlinebestellung bitte hier klicken: Callwey oder Amazon

Rezension: PINSA- Daniela Taglialegne, Sven Oliver Neitzel-at Verlag



Was versteht man unter einer Pinsa? 

Es handelt sich um eine Art Fladenbrot, das man herzhaft oder süß belegt oder auch pur genießen kann. Der Teig soll superbekömmlich sein, so die Autoren und wird von ihnen als innen besonders leicht und fluffig beschrieben, hat außen eine dünne und knusprige Teigschicht, die all die frischen Toppings nicht nur trägt, sondern geschmacklich erst richtig hervorhebt. Nachdem ich die ein oder andere "Pinsa" zubereitet habe, kann ich dies bestätigen. 

Eine "Pinsa" brutzelt übrigens nicht im heißen Backofen mit einer Käseschicht wie eine Pizza, sondern sie wartet mit frischen Produkten auf und ist damit per se gesünder. Das spricht neben vielen interessanten geschmacklichen Komponenten für dieses Produkt, das hierzulande noch nicht in aller Munde ist.

Nachdem man zunächst über Warenkundliches informiert wird, hier auch mehr über den "Fior de Latte" und "Pecorino" erfährt, beginnt alsbald der Rezeptteil mit insgesamt 80 Rezepten. 

Ausführlich und sehr gut werden Sauerteig, Sauerteilstarter und Pinsateig erläutert. Danach folgen bemerkenswerte Saucenrezepte und Rezepte für Dips, Toppings und dergleichen mehr. Die Teigzubereitung sollte man mehrmals lesen und überdenken, bevor man zur Tat schreitet. Dann wird das Ergebnis mehr als nur zufriedenstellend sein. 

Die geschmackvollen Dips in Verbindung mit Pinsastreifen sind einer idealer Imbiss zu einem Glas Rosé an einem Sommerabend, auch wenn Gäste kommen. Daumen hoch also! 

Die dann folgenden Rezepte für die Pinsa-Beläge sind untergliedert in: Vegetarisch/Vegan, Fleisch, Fisch, Sandwich und Süß. 

Alle Rezeptergebnisse sind appetitanregend abgelichtet. Die Backzeit wird stets genannt und es wird genau beschrieben, was zu tun ist. Alle Rezepte verführen dazu, Gäste einzuladen und mit ihnen den Genuss zu teilen. 

Nicht immer erinnert ein Rezept an Italien, gewiss aber "Gorgonzola & Spinat" als Belag, dazu noch Walnusskerne und ein Topping aus "Crema di Balsalmico" und "Créme fraiche". Wunderbar! 

Wer es gerne etwas deftiger mag, wird begeistert sein von dem Belag "Prosciutto cotto & Salsicca" mit einem Topping aus grüner Kräutersauce oder Pastirma & Büffelmozzarella“. 

Auch asiatische Geschmacksnoten findet man, so etwa beim Belag "Asia Lachs & Frühlingszwiebeln" und einem Topping aus Koriander und geröstetem Sesamsamen. 

Wer es gerne ein wenig süß mag, sollte die Variation "Apfel& Gogonzola" ausprobieren mit einer Topping aus braunem Zucker und Honig. 

Für Kinder eignet sich der Belag aus "Vanillepudding & Zimtapfel", wobei hier auch große Kinder gewiss gerne davon ein Stück naschen möchten. 

Bleibt zu sagen: Ein gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. 

 Helga König 

 Onlinebestellung bitte hier klicken: at Verlag oder Amazon

Rezension: Vergnügt vegan- Rezepte für die ganze Familie-Peggy Brusseau- Gerstenberg



Weshalb vegan, fragt man sich immer wieder, wenn man sogar in Supermärkten auf viele solcher Produkte stößt? 

Peggy Brusseau, die Autorin dieses Buches beantwortet dies kurz und knapp mit den Worten "Eine vegane Ernährung tut Ihnen gut- und unserem Planeten erst recht."

Sie erwähnt in diesem Zusammenhang die Abholzung der Regenwälder, das Überleben der indigenen Völker und den Klimawandel. Auch wer nicht ganz auf tierische Lebensmittel verzichten möchte, ist gut beraten, sich im Großen und Ganzen umzustellen, allein der ungesunden gesättigten Fettsäuren wegen, die mitverantwortlich sind für Wohlstandskrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. 

Die 80/20-Regel lässt sich gut umsetzen und gesünder leben. 

Man erfährt in diesem Buch, was vollwertige Lebensmittel sind und weshalb regional einzukaufen, viele gute Gründe hat. Aufgelistet werden saisonale Produkte, die man im Garten anbauen oder beim Bauern kaufen kann. Dabei sollte man auf ein bestimmtes Bild auf dem Teller achten, das viele Farben enthält. 

Man erfährt auch, welche Küchenutensilien man für die vegane Küche benötigt und kann sich alsdann in eine sehr gute Nährstofftabelle einlesen, wo man mehr über Makro- und Mikronährstoffe erfährt, deren Quellen im Einzelnen benannt werden. Es werden Nahrungsmittel genannt, die für die Gesundheit unerlässlich sind und zwar wegen der darin enthaltenen Folsäure. Thematisiert wird auch B 12, Eisen und Kalzium. Des Weiteren wird die Protein- Frage bei veganer Ernährungsweise zufriedenstellend geklärt und unter anderem sehr gut vermittelt, weshalb ein Frühstück für gute Laune, Konzentration und Motivation so wichtig ist. 

In der Folge lernt man im Rahmen nachstehender Kapitel  viele leckere, vegane Rezepte kennen und zwar für: Frühstück, Snacks für Zwischendurch, Mittagessen, Familienessen, Leichtes Abendessen, Partys und Feste. 

Die Rezepte sind allesamt sehr gut erläutert. Dabei werden die Zubereitungszeit stets genannt, auch Alternativen und Varianten des jeweiligen Rezepts bleiben nicht unerwähnt. Eingestreut in die einzelnen Rezeptteile sind immer wieder sehr gute Informationsseiten, so etwa über Körner und Mehle. Was unter Quinoa und Amarant zu verstehen ist, hat sich bei Insidern schon herumgesprochen, doch was ist beispielsweise "Teff"? Die Autorin lässt die Leser nicht im Ungewissen.

Bohnen und Linsen sind ein weiteres Thema. Hier lernt man zahlreiche Sorten kennen und wie man diese kocht. Zudem werden Fette und Muse sowie Margarinen sehr gut besprochen und es wird u.a. hervorragend erklärt, wie eine Nahrungskette entsteht. 

Über das Leben und die Farbe Grün, auch über Tiefenökologie, über die Rechte von Tieren und über die Goldene Regel philosophiert die Autorin überzeugend und schafft durch ihre Texte Bewusstsein.

...und wenn man vielleicht mit der "Lauch-Kartoffelsuppe" beginnt, kann man diese mit einem herkömmlichen Rezepte vergleichen und entdecken wie köstlich die vegane Variante schmeckt. 

Alles in allem ein gelungenes Buch, das in die Zeit passt, in der viel über Transformation geredet wird und man durch ein verändertes Kochverhalten, einen gesundheitlich nützlichen Beitrag dazu leisten kann. 

Maximal empfehlenswert! 

 Helga König 

Onlinebestellung: Gerstenberg oder Amazon

Rezension: Zu Gast in Cornwall-Rezepte und Geschichten-Emily Scott-Gerstenberg


Emily Scott ist eine leidenschaftliche Köchin, die das vorliegende Buch während des Lockdowns ihres mehrfach ausgezeichneten gastronomischen Betriebs "St. Tudy Inn" in Cornwall verfasst hat. Das Werk ist Koch- und darüber hinaus Erinnerungsbuch an ihre Kindheit, ihre Reisen, aber auch eine Hommage an die Liebe zu Cornwall, das man nicht nur durch einfühlsame Texte, sondern auch durch wunderschöne Bilder kennenlernt. 

Ihre gastronomischen Fähigkeiten erwarb die Britin in einer kleinen Küche am Hafen von Port Isaac, wo sie sieben Jahre ein Restaurant betrieb und dort ihre Begeisterung für Fischgerichte entdeckte. 

Wie in allen guten Kochbüchern erfährt man auch in diesem etwas zu den, für die Rezepte notwendigen Arbeitsgeräte, über die Zutaten, die man im Vorratsschrank haben sollte und über Kräuter und Wildblumen, die bei den Gerichten eine Rolle spielen. Alsdann werden Basisrezepte vorgestellt. Keineswegs immer britisch, denn die Köchin hat sich auf ihren Reisen ins Ausland stets inspirieren lassen. Ein eindeutig britisches Grundrezept aber ist dieses für "Englische Gurken-Sandwiches mit gesalzener Butter". Puristisch, aber sehr fein.

Emily Scott schreibt eindrucksvoll über das Meer zur Winterzeit, bevor sie mit bemerkenswerten Rezepten aufwartet, darunter "Seezunge mit Kräuter-Dressing, Brunnenkresse und Blüten" und "Hähnchen mit Orangen, Créme Double und Estragon". Auch über die Weihnachtszeit liest man Wissenswertes und findet u.a. ein tolles Vorspeisenrezept für "Räucherlachsröllchen" und für den Hauptgang ein Rezept für "Weihnachtlich glasierten Schinken mit Gewürznelken." Dazu wird eine "Petersiliensauce" und dunkles Brot gereicht. Köstlich auch die Nachspeise, wobei nicht ganz einfach zuzubereiten... Hier wartet die Köchin mit einem Rezept für eine "Baiserrolle mit Clementinencreme und Passionsfrüchten" auf. 

Es folgen wärmende Frühlingsgedanken und auch hier wieder appetitanregende Rezepte, so etwa für "Krabben-Linguine mit Chili, Zitrone und Petersilie" oder für eine "Langsam gebratene Lammschulter mit Paprika, Knoblauch und Thymian." Wer gerne Hühnersuppe löffelt, wird begeistert sein von "Marnies Hühnersuppe mit Bärlauch, Spinat und Frühlingskräutern". Sehr aromatisch und gut bei Erkältung! 

Während man die schönen Meeresimpressionen betrachtet, denkt man vielleicht darüber nach, die Ingwerkekse auszuprobieren, da sie einen typisch britischen Geschmack haben und entscheidet sich dann doch für Mandel-Pistazien-Biscotti (S.142), weil sie den Gaumen doch etwas mehr betören. 

So gestärkt liest man über den Sommer am Meer, erfährt so ganz nebenbei, dass es in Cornwall den besten Hummer gibt und erhält ein Rezept für "Gegrillten Hummer mit feinen Kräutern", bei dem man den Cholesteringehalt in Windeseile verdrängt. Schalen- und Krustentiere sind keine Speisen für jeden Tag! 

Weiter geht es mit Hochsommereindrücken und einem leichten "Im Ofen gebratenen Petersfisch mit Zitrone und Thymian". Für Süßmäulchen wird ein Rezept für eine "Pfirsich-Mandel-Tarte" präsentiert, die daran erinnert, dass es in Frankreich lukullisch auch sehr interessant sein kann. 

Herbstliche Impressionen von Cornwall runden den Spaziergang durch die Jahreszeiten ab. Hervorheben möchte ich hier die "Miesmuscheln mit Lauch Cidre und Créme Double" und den schönen Satz: "Eins mit dem Ozean zu sein, Heilsames- nichts fühlt sich besser an als der Geschmack des Meeres und das Salz in meinen Haaren." 

Maximal empfehlenswert

Helga König 

Onlinebestellung bitte hier klicken: Gerstenberg oder Amazon

Rezension: Wunderbares Wintergemüse- Uschi Korda& Erwin Werlberger-Servus

Dieses Kochbuch ist die ideale Inspiration für die Küche während der Wintermonate.  Die Autoren Uschi Korda  und Erwin Werlberger stellen die bekanntesten 16 Wintergemüsesorten warenkundlich und in delikaten Rezepten vor. 

Erwin Werlberger ist Küchenchef im  Restaurant "Winterstellgut" in Annaberg/Österreich. Er hat bei internationalen Spitzenköchen viele Erfahrungen sammeln können, nicht zuletzt bei dem 3- Sternekoch Hans Haas im Münchener "Tantris". Seine Gemüsesorten, so auch die Wintergemüse, erwirbt er bei Josef Winkler in Tanneberg, über den man im Buch Wissenswertes erfährt. 

Thematisiert werden: Chicorée, Karotte, Grünkohl, Rotkraut, Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Rüben, Chinakohl, Weißkraut, Kürbis, Sellerie, Topinambur, Kohlsprossen, Radicchio, Petersilienwurzel und Wirsing. 

Die genannten Gemüsesorten werden ausführlich und gut portraitiert.  Zuallererst erfährt man immer, was das vorgestellte Gemüse kann, anschließend wird Spezialwissen  dazu präsentiert, auch zur Geschichte des Gemüses liest man das Ein oder Andere, zudem Anekdotisches und man wird unterrichtet,  wie man die einzelnen Gemüsesorten im eigenen Garten anbauen kann. Wann jeweils gesät und wann geerntet wird, bleibt auch kein Geheimnis. 

Einige der Gemüsesorten habe ich bislang noch nicht ausprobiert, so etwa den Grünkohl, der, wie man im Buch erfährt, mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen als König aller Kohlsorten gilt. Unfassbar: Schon 100 mg Grünkohl sollen den täglichen Bedarf an Vitamin C decken. Und das ist nicht alles…!

Die Rezepte zeigen, dass man Grünkohl vielseitig verwenden und sehr delikat zubereiten kann und selbst beim "Grünkohleintopf" das Ergebnis keineswegs eine braune Pampe sein muss.

Sehr gut gefallen und hervorheben möchte ich das "Rotkrautgemüse", das im Rezept zu einer Bauernente und Buchteln gereicht wird. Durch den Portwein und den Honig bekommt es übrigens  den letzten Kick. 

Erstaunt bin ich von den Dessertkreationen, die Gemüse enthalten und bin mir nicht sicher, ob ich sie sich alle-  ungefragt - Gästen kredenzen würde, denn sie setzen eine gewisse Aufgeschlossenheit allem Unbekannten gegenüber voraus. Welcher Gast hat das wirklich ?

Ein Dessert-Rezept allerdings dürfte problemlos durchgewunken werden: Das "Kürbiskernparfait mit Topfencreme". Hergestellt werden müssen hierzu: eingelegte Kürbis, Krokant, Parfait und eine Topfencreme. Mehr möchte ich nicht verraten.

Hervorheben möchte ich die Gerichte mit Wirsing und hier den "Rahmwirsing mit Kabeljaustrudel", den "Wirsingflan mit gerösteten Pinienkernen" sowie die "Wirsing-Wachtel-Roulade mit Couscous". Auch sehr gut gelungen sind die Rezepte zum Schluss in der Rubrik "Auf Vorrat- Eingekocht, eingelegt und fermentiert". Hier findet man Rezepturen zu Sauerkraut, zu Suppenwürze und vielem anderen mehr. 

Insgesamt enthält das Buch 80 Rezepte für Vorspeisen, Suppen, Jause, Hauptspeisen, Nachspeisen und Speisen für die Vorratskammer. Alle problemlos nachkochbar, wenn man sich die Rezeptur zunächst klar gemacht hat, bevor man zur Tat schreitet. 

Wintergemüse muss nicht profan schmecken. Das lernt man während der Lektüre dieses Buches bereits und darf sich am Herd und anschließend bei Tisch von der Richtigkeit des Erlernten überzeugen. Vielleicht zu aller erst mit einem "Radicchiokrapferl mit Gerstel-Garnelenfüllung"? Sehr komplex in der Zubereitung... Ideal also in dieser Jahreszeit, wo man das Haus ohnehin eher ungern verlässt.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: Servus oder Amazon

Rezension: Mein Küche im Frühling und Sommer- Meret Bissegger -at Verlag


Die Pflanzen- und Gemüsespezialistin Meret Bisseger stellt in diesem Buch 50 Frühlings- und Sommergemüse und darüber hinaus zahlreiche Gewürzkräuter vor. Diese Produkte beschreibt sie im Hinblick auf deren Botanik, Herkunft, Arten und Sorten, vermittelt dazu Tipps zur Verarbeitung sowie Lagerung und wartet mit über 160 zumeist vegetarischen und veganen Rezepten auf. 

Das reich bebilderte Werk mit tollen Fotos von Hans-Peter Siffert nimmt nach diversen Vorworten seinen Anfang mit sehr guten Ratschlägen zur Küchenpraxis, stellt Produzenten vor, informiert über gemeinschaftliche und auch regenerative Landwirtschaft, über Bio-Richtlinien für den Anbau im Gewächshaus und vieles andere mehr. 

Alsdann folgen die Gemüseporträts und Rezepte. Den Anfang nimmt hier dabei der Spargel, gefolgt von falschen Spargeln und ähnlichen Spezialitäten. Dass man all die Pflanzen, von denen hier die Rede ist, verspeisen kann, habe ich nicht für möglich gehalten. Das gilt beispielsweise für Yuccablüten und Traubenhyazinthen, auch für Taglilien und Farne. 

Der Pyrenäen-Milchstern, auch Ährenspargel genannt wird in den Vogesen kultiviert und im vorliegenden Rezept gekocht, an Ricotta mit Fichtenschösslingen präsentiert. 

Ein delikates Gericht mit "gegrillten Frühlingszwiebeln und Ingwer-Rhabarber-Vinaigrette" ist nur ein Beispiel dafür, was man mit Frühlingszwiebeln kreieren kann. Die Gemüseporträts sind übrigens sehr anschaulich und insofern gut gelungen. Sie alle zu benennen und zu allen Gerichten Stellung zu nehmen, führt allerdings im Rahmen der Rezension zu weit. 

Gefallen hat mir die Einweich- und Kochzeittabelle für getrocknete Hülsenfrüchte, auch alles zum Thema Erbsen und Bohnen. Über Okra und Malvengewächse wird man ebenfalls bestens aufgeklärt, erfährt auch welche Zutaten passen. Gemüse wie Mönchsbart und Salicorn kennt nicht jeder. Ich kannte sie jedenfalls nicht. Spannend, welche Gerichte man daraus entwickeln kann… 

Ein Gemüse aus Großmutters Zeiten, lässt aufhorchen: Mangold.  Die "Mangoldwickel mit Reis und Nüssen" sind ein verlockendes vegetarisches Rezept, bei dem man Fleisch nicht vermisst und auch die "Mangold-Quiche" überzeugt, vor allem, wenn der Teig wie hier mit Dinkelvollkornmehl zubereitet worden ist. 

Mein Lieblingsgemüse- die Tomate- wird sehr gut beschrieben und die beigefügten Rezepte sind auch wirklich köstlich. Feine Aromen, gut kombiniert. Sommer pur!

Optisch hat mir das Gericht  "Papaccella gefüllt mit Ricotta und Linsensprossen" insgesamt am besten gefallen und besonders überzeugt haben mich u.a. die "Taboulé" und auch die "Grüne Sauce". 

Zusammenfassend: Das Buch hat unendlich viel zu bieten. Wer bei  "Gerste mit Gartenmelde und Zitrusfrüchten" zögert, sollte zunächst die Sommerpasta "Spaghetti mit Sauce aus rohen Tomaten und Zucchini" probieren und sich dann immer mehr in die komplexe Thematik vertiefen. Es gibt sehr viel zu erkunden in Sachen kulinarischer Aha-Erlebnisse. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: at Verlag oder Amazon

Rezension: Täglich Besser Essen - Hugh Fearnley-Whittingstall- atVerlag


Der Lebensmittelaktivist Hugh Fearnley-Whittingstall ist der Autor dieser hervorragenden Publikation und darüber hinaus ein mehrfach ausgezeichneter Food-Journalist. 

Sein Werk enthält sieben Ratschläge, die unser Leben verändern können. Eingeteilt ist das Buch in zwei große Abschnitte: 

1. Abschnitt: Die 7 Wege 
2. Abschnitt: Die Rezepte 

Zunächst wird man ausgiebig über vollwertige Lebensmittel aufgeklärt und erfährt, weshalb sie so wichtig sind. Merken sollte man sich dabei, dass Lebensmittel im Allgemeinen umso besser sind, je weniger sie verändert, umgestaltet oder mit anderen kombiniert wurden. 

Anhand einer Tabelle wird veranschaulicht, worin der Unterschied zwischen einem vollwertigen Lebensmittel und der verarbeiteten Version zu finden ist. So liest man beispielsweise, dass Chicken-Nuggets nur ca. 50 Prozent Huhn und ansonsten den bedenklichen Zusatz von raffiniertem Mehl und Salz enthalten. 

Aufgelistet werden auch Produkte, die einen vollwertigen Ersatz zu bedenklichen Industrieprodukten verkörpern. Sehr gut erläutert werden Ballaststoffe und man liest u.a. Wissenswertes über Bio-Eier, die einen höheren Anteil an Vitamin E und essenziellen Fettsäuren haben wie Eier aus Legebatterien. Über Fisch und Fleisch wird man auch aufgeklärt und erkennt recht bald, dass man auf Fleisch am besten ganz verzichtet aus unterschiedlichen Gründen, die im Buch benannt werden. 

Ein Lebensmittel-Vielfalt-Check ist sehr aufschlussreich für die Selbsterkenntnis und die Infos zum Thema Darmgesundheit sind es auch. Das Motto heißt: "Mehr Ballaststoffe für kurzkettige Fettsäuren."

Aufgeklärt wird man über probiotische Lebensmittel und deren Wirkung auf unsere Gesundheit und erhält zudem in diesem Kapitel wie in den dann folgenden und vorangegangenen stets einen sehr brauchbaren Maßnahmenplan. 

Mit den Worten "Weniger Kohlenhydrate" ist das nächste Kapitel betitelt. Hier erfährt man dann, was raffinierte Kohlenhydrate sind und welche Lebensmittel diese enthalten. Was schlimm an ihnen ist, wird genau erörtert und hier auch, weshalb man Zucker reduzieren soll. Über vollwertiges Brot liest man Wissenswertes, um dann über gesunde Fette informiert zu werden. Dabei lernt man zunächst die verschiedenen Arten von Fetten kennen, liest dass Fast Food und frittierte Lebensmittel bedeutende potentielle Quellen von gefährlichen Transfetten sind und man nur 30 Gramm gesättigte Fettsäuren zu sich nehmen soll, weil diese Herzinfarkte und Schlaganfall auslösen. 

Thematisiert wird, wie man mittels einfachen Methoden gesättigte Fette reduzieren kann und erfährt mehr über die gesunden ungesättigten Fettsäuren und hier über Omega 3 und 6. So ist Omega 3 entzündungshemmend. Deshalb sollte man nicht erhitztes Leinsamen-, Walnuss oder Hanföl zu sich nehmen, um gesund zu bleiben. 

Über Getränkefallen liest man ebenfalls Wissenswertes und so auch, dass man auf den Milchverbrauch achten sollte.  Gelernt habe ich hier, dass Hafermilch die klügere Beigabe ist. 

Wasser sei das beste Getränk für die Gesundheit und Alkohol sollte man am besten fast vollständig herunterfahren, so die Botschaft.  Natürlich werden die Gründe genannt.

Wichtig auch ist die Achtsamkeit beim Essen. Der Autor zeigt anschaulich, wie dies in der Praxis ausschaut. 

Die Wege, die im Buch benannt werden, führen nicht nur zu besserem Essen, sondern auch zu gesünderem und nachhaltigerem Abnehmen. Wer fit sein möchte, sollte darüber hinaus, Bewegung in sein Leben bringen. Zur Sprache gebracht wird auch wie man Stress reduziert. Die Möglichkeiten, die der Autor auflistet, überzeugen. Wie man gut einschläft, kommt auch zur Sprache und zum Schluss des ersten Abschnitts zudem, noch sieben Wege zur Unterstützung der 7 Wege. Aufklärung pur also.

Alsdann werden 100 Rezepte im 2. Kapitel vorgestellt. Viel Gemüse, Salate und Vollkorn, wenig Fleisch, dafür Fisch, um es auf den Punkt zu bringen, darum geht es in den Rezepten, die alle gut erklärt und einfach nachkochbar sind. Das gilt auch für die Süßspeisen. 

Was zu sagen bleibt? Dies ist ein aufklärendes Buch, das man unbedingt gelesen und verinnerlicht haben sollte. 

Wer den ersten Teil verstanden hat, sieht eine Notwendigkeit, die 100 Rezepte nachzukochen, die vielleicht ein beherztes Ja zum Geschmackswandel erforderlich machen. Alles mundet ursprünglicher und dadurch authentischer. So viel wird an dieser Stelle verraten,

Maximal empfehlenswert.
Helga König

Onlinebestellung bitte hier bestellen:  at Verlag oder Amazon

Rezension: Das Leben ein Fest-Das Kochbuch der islamischen Welt-Anissa Helou-atVerlag


Dieses exzellente Kochbuch präsentiert 300 authentische Rezepte aus der islamischen Welt. Darüber hinaus erzählt es von muslemischen Traditionen und Festen und schenkt Einblick in die Geschichte, Geografie und Religion der islamischen Länder von Afrika, über den Nahen Osten bis hin nach Indien und Indonesien. 

Man erhält in der Einleitung bereits einen historischen Überblick, was die Ausbreitung des Islam und mit ihr dessen Küche anbelangt. Dabei erfährt man, dass viele Gerichte, die man heute typischerweise mit der arabischen, persischen und nordafrikanischen Küche in Verbindung bringt, so etwa Hummus, Baklava, Pilaw und Couscous im ersten arabischen Kochbuch noch nicht enthalten sind. 

Die Kapiteleinteilung folgt den für die islamische Küche wesentlichen Zutaten oder Lebensmittelgruppen. 

In der Einleitung auch wird man über die wichtigste Frucht im Islam- die Dattel- näher informiert und erfährt, dass man traditionell nach dem Vorbild Mohammeds nur jeweils drei Stück davon verzehrt. Dann sollte der Bedarf nach Süßem auch gestillt sein. Über Ramadan und andere wichtige Feste erfährt man Wissenswertes ebenfalls  noch in der Einleitung, dann werden die einzelnen Kapitel vorgestellt und hier gibt es zunächst ein Kapitel über #Brot. 

Vor jedem Rezept liest man warenkundlich Interessantes, so auch über "Jemenitisches Brot" oder beispielsweise über "Sansibarisches Brot". Dies ist ein typisches Ramadanbrot, welches zum täglichen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang gereicht wird. Es enthält u.a. Kokoscreme und auch Hefe. Aus Sansibar stammen zudem die herzhaften Pfannkuchen mit Kichererbsen und aus Usbekistan kommt ein Fladenbrot, das sehr berühmt ist und mit Zwiebeln, Schwarzkümmel und Sesam bestreut wird. 

In der Folge lernt man eine Vielzahl von Brot und Pasteten kennen- mit Füllung und Belag-. Sehr gut gefallen haben mir die "Libanesisch-Syrischen Teigtaschen" mit unterschiedlichen Füllungen, so etwa Frischkäse und Petersilie, auch das "Nordafrikanisch gefüllte Brot" mit zwei traditionellen Füllungen, so z.B. mit Kräutern. Herzhafte Rezepte mit Brot gibt es auch eine Vielzahl und dazu noch zwei süße Rezepte mit Brot. Das eine Gericht heißt "Brot des Harem" und ist eine berühmte libanesische Süßspeise. 

Es folgt eine Fülle von Fleischgerichten, beginnend mit einem gebratenen Zicklein, das in einer sehr gewürzreichen Marinade eingelegt wird. Dann kann man Gerichte studieren, die Kamelfleisch enthalten, bekommt zahlreiche Kebab-Rezepte an die Hand und kann sich fernerhin in tolle Lammrezepte vertiefen, die höchst unterschiedlich gewürzt sind. Sehr schmackhaft ist der "Iranische Lammeintopf mit gemischten Kräutern", der durch den gehackten Dill und den Koriander ganz hervorragend mundet. 

Auf einer Doppelseite werden spezielle Milchprodukte vorgestellt, so etwa der jordanische "Jameed", ein gesalzener, getrockneter Joghurt oder auch "Shanklisch", ein syrischer Blauschimmelkäse, der im "Shaklisch-Salat" die tragende Rolle spielt. Zahlreiche Speisen mit Joghurt, darunter auch delikate Dips führen dann zu Gerichten mit Reis, Getreide Hülsenfrüchten und zu Pastarezepten. Auch hier sollte man sich in die vielen Möglichkeiten vertiefen und sich für das ein oder andere Gericht mit Bedacht entscheiden. Weshalb nicht für die "Iranische Granatapfelsuppe"? Sie stammt ursprünglich aus Täbris in Ost-Aserbaidschan und besticht durch ihre pikante Würze, die nicht zuletzt den Kräutern geschuldet ist.

Dann lernt man Fischgerichte kennen. In der islamischen Welt soll es generell keine große Anzahl von Fischrezepten geben. Das hängt damit zusammen, dass man den Fisch so hoch schätzt, dass man ihn einfach brät oder grillt und mit einem Dip oder einer Würzsauce reicht. Dennoch findet man im Buch Rezepte wie "Indonesisches Fischcurry", auch "Schwertfischspieße" oder auch einen "Senegalesischen Fischeintopf", der ein ideales Gericht darstellt, wenn einige Gäste kommen, weil er zu angeregten Gesprächen über den reichhaltigen Inhalt einlädt. 

Mit großem Interesse habe ich die Seiten studiert, die  Gewürze und Gewürzpasten zum Thema haben. Man erhält hier sehr viele interessante Rezepte für nuancenreiche Gewürzmischungen. Hier haben es mir die indonesischen Rezepte für Sambals besonders angetan. Sehr gut auch sind die Gerichte mit Gemüse, so etwa ein iranisches Kräuteromelette mit Safran und Berberitzenbeeren oder auch "Blumenkohl in Tomatensauce"  aus Tunesien. Diverse Rezepte mit Auberginen machen neugierig, auch ein saudisches Salsa und zum Schluss die süßen Leckereien, vor allem die Rezepte für syrische "Baklava" mit köstlichen Nüssen, auch der ägyptische Grieskuchen und die Dattel-Eiscreme vom Persischen Golf.

Wie man einen "Arabischen Kaffee" zubereitet wird auch erklärt und man kann sich vom gedanklichen  Genießen erschöpft  im Glossar ausgiebig mit dem Inhalt von Begriffen auseinandersetzen, die einem zum lukullischen  Sprachakrobaten machen

Alles in allem ein großartiges Buch.

Maximal empfehlenswert

Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken: atVerlag oder Amazon

Rezension: NENI- Haya Molcho & Söhne- Wien- Food. People. Stories- Brandstätter

Die renommierte Köchin #Haya_Molcho ist eine Institution im kulinarischen Wien. Sie kombiniert dort die Aromen ihrer Heimat Israel mit traditioneller und moderner Wiener Küche. 

Im vorliegenden Buch erfährt man im Rahmen ihrer spannend zu lesenden Familiengeschichte zunächst wie alles begann, weshalb sie 1978 nach Wien kam, wie und wo sie kochen lernte, auch dass sie durch ihren Ehemann, einen Pantomimen, viele Länder bereiste und so auf den Märkten allerorten Eindrücke sammelte, die ihr später zugutekamen. 

Man liest zudem Näheres über ihre vier Söhne, die "Molcho-Brüder", die in Wien aufgewachsen, über ihr Leben und ihre kulinarischen Erfahrungen berichten, erhält Lieblingsadressen der Molchos in Wien im punkto Restaurants &Cafés, auch der Bars, für Shopping sowie Kunst und Kultur. 

Zwischen einer Fülle wunderbarer Rezepte werden immer wieder interessante Menschen vorgestellt und Stadtansichten präsentiert. 

Zunächst aber lernt man köstliche Gemüse-Rezepte kennen, nicht selten mit orientalischen Noten, wie etwa "Gefüllte Zwiebeln mit Cashew-Tahina" oder "Auberginen-Bulgur-Falafeln mit Tahina und Jalapeno-Salsa."

Diverse Gerichte von Köchen Wiener Restaurants, die man im Buch kennenlernt, kann man nachkochen, so auch den "Seesaibling Sauer" von Alexander Mayer, der ein Lokal in Wien betreibt. Dieses und viele weitere Rezepte sind sehr gut beschrieben. 

Wer gerne Fleischgerichte mag, findet hier wunderbare Rezepte, so auch einen "Orientalischen Rindergulasch" mit sehr raffinierten Gewürznoten. Die "Gebratene Entenbrust mit geröstetem Rotkohl und Orangensauce" kommt traditionell daher, allerdings auch modern, weil sie durch die Bio-Orangen mit fruchtigem Aroma angereichert ist. 

Zwischen den Persönlichkeitsporträts und den Rezepten kann man immer wieder Fotos von Wien bewundern und die Rezeptergebnisse bestaunen. Auf diese Weise wird gekonnt Reiselust auf das kulinarische Wien geweckt. 

Sehr eindrucksvoll sind die Impressionen vom Schönbrunner Schlossgarten und vom Palmenhaus dort. Beide Bilder sind im Herbst aufgenommen worden und vermitteln Wiener Charme und Melancholie. Nach einem langen Spaziergang durch diese Atmosphäre, ein "Beef Brisket mit Babykartoffeln" zu verspeisen, versöhnt mit dieser Welt, speziell wenn dann noch ein köstlicher Nachtisch folgt. Diesbezüglich werden sehr gute Gaumenkitzler vorgestellt. Für Traditionalisten könnten dies die "Marillenknödel" sein und für Freunde des Cross-Over möglicherweise der "Orientalische Nuss-Strudel". Die Auswahl an interessanten Rezepten ist groß. 

In Zeiten von Corona muss Wien in die Küche der Leser kommen und hier mit ihrem Duft betören. Haya Molcho und ihre Söhne schaffen es, dass eines der wahren Abenteuer im Kopf stattfindet, gemeint ist das Abenteuer einer kulinarischen Reise nach Wien. 

Man ist beim Lesen gedanklich in der Donaumetropole, während der Gaumen deren Geschmack genussvoll erkundet. Spannend. 

Maximal empfehlenswert

 Helga König 

Onlinebestellung bitte hier klicken: Brandstätter oder Amazon

Safran- Das rote Gold- Sandra u. Urs Durrer- at Verlag


Dieses bemerkenswerte, sehr ansprechend illustrierte Buch aus dem at Verlag befasst sich mit den Anbau, der Geschichte, dem Handel und mit Rezepten von Safran. Dabei wird zunächst das Wort "Safran" von seiner Herkunft her ausgelotet. Alsdann wird man über die Botanik und Herkunft her informiert. 

Safrankulturen gibt es bereits seit viertausend Jahren. Die Minoer nutzten ihn damals zum Färben und setzten ihn als Medizin ein. Man erfährt in der Folge Wissenswertes über die Inhaltsstoffe von Safran, um dann zunächst über die Geschichte des Safrananbaus sehr gut informiert zu werden. Durch die Handelstätigkeit der Minoer kamen die Safranknollen bis nach Persien, wurden dort im ganzen Reich angebaut und gelangten über die Seidenstraße bis nach China. Auch die Griechen kultivierten Safran und die Römer waren es, die die Anbaumethoden verbesserten. 

Man liest zudem über den einstigen Safrananbau im deutschsprachigen Raum und den Handel mit diesem Gewürz in Venedig aber auch anderenorts, hier dann zudem, wie man mit Betrügern verfuhr, die die kostbare Ware verfälschten. 

Sehr spannend ist das Kapitel, das sich mit dem Farbstoff befasst, auch in längst vergangener Zeit. Neben Italien waren es Holland und England, in denen viel gefärbt und mit gefärbten Stoffen gehandelt wurde. In der Antike wurde in der Kunst Safran ein wichtiger Farbstoff, um Zinn, Silber, Leder oder Marmor wie Gold aussehen zu lassen und man nutzte im Mittelalter Safran für Goldschriften in Büchern. Des Weiteren erfährt man, auf welche Weise Safran als Heilmittel wirkt und weshalb es ein begehrtes Klostermittel war. 

Dass Safran sogar in der Körperpflege verwendet wurde, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass er entzündungshemmend ist. 

Man liest über aktuelle Anbaugebiete. Es wird sogar der Anbau im eigenen Garten thematisiert und näher erläutert. Zudem wird der Pflanzenzyklus erklärt und visualisiert. Die Qualität ist ein weiteres Themas und auch, worauf beim Safrankauf zu achten ist. 

Man wird natürlich auch mit den vielfältigen Aromen des Gewürzes vertraut gemacht, lernt traditionelle Safrangerichte aus unterschiedlichen Ländern kennen, liest zudem Wissenswertes zu Safran in alten Kochbüchern, um dann Gerichte mit Safran namhafter Köche kennenzulernen. Bei den Köchen und Köchinnen handelt es sich um Anna Matscher, Dirk Horberg, Gabrielle Batlogg, Max Stiegl und Tino Zimmermann. 

Alle Köche und Köchinnen werden kurz vorgestellt, dann werden eine Reihe sehr guter Rezepte  präsentiert, die allesamt gut nachvollziehbar beschrieben worden sind. Auch das Anrichten wird erklärt und es wird ein Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis gezeigt. Sehr inspirierend. 

Zu all diesem gibt es noch Textporträts von Produzenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Südtirol und vieles anderes mehr. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht alles verraten. Urteilen Sie selbst.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Onlinebestellung bitte hier klicken:  at Verlag oder Amazon