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Rezension: Täglich Besser Essen - Hugh Fearnley-Whittingstall- atVerlag


Der Lebensmittelaktivist Hugh Fearnley-Whittingstall ist der Autor dieser hervorragenden Publikation und darüber hinaus ein mehrfach ausgezeichneter Food-Journalist. 

Sein Werk enthält sieben Ratschläge, die unser Leben verändern können. Eingeteilt ist das Buch in zwei große Abschnitte: 

1. Abschnitt: Die 7 Wege 
2. Abschnitt: Die Rezepte 

Zunächst wird man ausgiebig über vollwertige Lebensmittel aufgeklärt und erfährt, weshalb sie so wichtig sind. Merken sollte man sich dabei, dass Lebensmittel im Allgemeinen umso besser sind, je weniger sie verändert, umgestaltet oder mit anderen kombiniert wurden. 

Anhand einer Tabelle wird veranschaulicht, worin der Unterschied zwischen einem vollwertigen Lebensmittel und der verarbeiteten Version zu finden ist. So liest man beispielsweise, dass Chicken-Nuggets nur ca. 50 Prozent Huhn und ansonsten den bedenklichen Zusatz von raffiniertem Mehl und Salz enthalten. 

Aufgelistet werden auch Produkte, die einen vollwertigen Ersatz zu bedenklichen Industrieprodukten verkörpern. Sehr gut erläutert werden Ballaststoffe und man liest u.a. Wissenswertes über Bio-Eier, die einen höheren Anteil an Vitamin E und essenziellen Fettsäuren haben wie Eier aus Legebatterien. Über Fisch und Fleisch wird man auch aufgeklärt und erkennt recht bald, dass man auf Fleisch am besten ganz verzichtet aus unterschiedlichen Gründen, die im Buch benannt werden. 

Ein Lebensmittel-Vielfalt-Check ist sehr aufschlussreich für die Selbsterkenntnis und die Infos zum Thema Darmgesundheit sind es auch. Das Motto heißt: "Mehr Ballaststoffe für kurzkettige Fettsäuren."

Aufgeklärt wird man über probiotische Lebensmittel und deren Wirkung auf unsere Gesundheit und erhält zudem in diesem Kapitel wie in den dann folgenden und vorangegangenen stets einen sehr brauchbaren Maßnahmenplan. 

Mit den Worten "Weniger Kohlenhydrate" ist das nächste Kapitel betitelt. Hier erfährt man dann, was raffinierte Kohlenhydrate sind und welche Lebensmittel diese enthalten. Was schlimm an ihnen ist, wird genau erörtert und hier auch, weshalb man Zucker reduzieren soll. Über vollwertiges Brot liest man Wissenswertes, um dann über gesunde Fette informiert zu werden. Dabei lernt man zunächst die verschiedenen Arten von Fetten kennen, liest dass Fast Food und frittierte Lebensmittel bedeutende potentielle Quellen von gefährlichen Transfetten sind und man nur 30 Gramm gesättigte Fettsäuren zu sich nehmen soll, weil diese Herzinfarkte und Schlaganfall auslösen. 

Thematisiert wird, wie man mittels einfachen Methoden gesättigte Fette reduzieren kann und erfährt mehr über die gesunden ungesättigten Fettsäuren und hier über Omega 3 und 6. So ist Omega 3 entzündungshemmend. Deshalb sollte man nicht erhitztes Leinsamen-, Walnuss oder Hanföl zu sich nehmen, um gesund zu bleiben. 

Über Getränkefallen liest man ebenfalls Wissenswertes und so auch, dass man auf den Milchverbrauch achten sollte.  Gelernt habe ich hier, dass Hafermilch die klügere Beigabe ist. 

Wasser sei das beste Getränk für die Gesundheit und Alkohol sollte man am besten fast vollständig herunterfahren, so die Botschaft.  Natürlich werden die Gründe genannt.

Wichtig auch ist die Achtsamkeit beim Essen. Der Autor zeigt anschaulich, wie dies in der Praxis ausschaut. 

Die Wege, die im Buch benannt werden, führen nicht nur zu besserem Essen, sondern auch zu gesünderem und nachhaltigerem Abnehmen. Wer fit sein möchte, sollte darüber hinaus, Bewegung in sein Leben bringen. Zur Sprache gebracht wird auch wie man Stress reduziert. Die Möglichkeiten, die der Autor auflistet, überzeugen. Wie man gut einschläft, kommt auch zur Sprache und zum Schluss des ersten Abschnitts zudem, noch sieben Wege zur Unterstützung der 7 Wege. Aufklärung pur also.

Alsdann werden 100 Rezepte im 2. Kapitel vorgestellt. Viel Gemüse, Salate und Vollkorn, wenig Fleisch, dafür Fisch, um es auf den Punkt zu bringen, darum geht es in den Rezepten, die alle gut erklärt und einfach nachkochbar sind. Das gilt auch für die Süßspeisen. 

Was zu sagen bleibt? Dies ist ein aufklärendes Buch, das man unbedingt gelesen und verinnerlicht haben sollte. 

Wer den ersten Teil verstanden hat, sieht eine Notwendigkeit, die 100 Rezepte nachzukochen, die vielleicht ein beherztes Ja zum Geschmackswandel erforderlich machen. Alles mundet ursprünglicher und dadurch authentischer. So viel wird an dieser Stelle verraten,

Maximal empfehlenswert.
Helga König

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Rezension: Das Leben ein Fest-Das Kochbuch der islamischen Welt-Anissa Helou-atVerlag


Dieses exzellente Kochbuch präsentiert 300 authentische Rezepte aus der islamischen Welt. Darüber hinaus erzählt es von muslemischen Traditionen und Festen und schenkt Einblick in die Geschichte, Geografie und Religion der islamischen Länder von Afrika, über den Nahen Osten bis hin nach Indien und Indonesien. 

Man erhält in der Einleitung bereits einen historischen Überblick, was die Ausbreitung des Islam und mit ihr dessen Küche anbelangt. Dabei erfährt man, dass viele Gerichte, die man heute typischerweise mit der arabischen, persischen und nordafrikanischen Küche in Verbindung bringt, so etwa Hummus, Baklava, Pilaw und Couscous im ersten arabischen Kochbuch noch nicht enthalten sind. 

Die Kapiteleinteilung folgt den für die islamische Küche wesentlichen Zutaten oder Lebensmittelgruppen. 

In der Einleitung auch wird man über die wichtigste Frucht im Islam- die Dattel- näher informiert und erfährt, dass man traditionell nach dem Vorbild Mohammeds nur jeweils drei Stück davon verzehrt. Dann sollte der Bedarf nach Süßem auch gestillt sein. Über Ramadan und andere wichtige Feste erfährt man Wissenswertes ebenfalls  noch in der Einleitung, dann werden die einzelnen Kapitel vorgestellt und hier gibt es zunächst ein Kapitel über #Brot. 

Vor jedem Rezept liest man warenkundlich Interessantes, so auch über "Jemenitisches Brot" oder beispielsweise über "Sansibarisches Brot". Dies ist ein typisches Ramadanbrot, welches zum täglichen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang gereicht wird. Es enthält u.a. Kokoscreme und auch Hefe. Aus Sansibar stammen zudem die herzhaften Pfannkuchen mit Kichererbsen und aus Usbekistan kommt ein Fladenbrot, das sehr berühmt ist und mit Zwiebeln, Schwarzkümmel und Sesam bestreut wird. 

In der Folge lernt man eine Vielzahl von Brot und Pasteten kennen- mit Füllung und Belag-. Sehr gut gefallen haben mir die "Libanesisch-Syrischen Teigtaschen" mit unterschiedlichen Füllungen, so etwa Frischkäse und Petersilie, auch das "Nordafrikanisch gefüllte Brot" mit zwei traditionellen Füllungen, so z.B. mit Kräutern. Herzhafte Rezepte mit Brot gibt es auch eine Vielzahl und dazu noch zwei süße Rezepte mit Brot. Das eine Gericht heißt "Brot des Harem" und ist eine berühmte libanesische Süßspeise. 

Es folgt eine Fülle von Fleischgerichten, beginnend mit einem gebratenen Zicklein, das in einer sehr gewürzreichen Marinade eingelegt wird. Dann kann man Gerichte studieren, die Kamelfleisch enthalten, bekommt zahlreiche Kebab-Rezepte an die Hand und kann sich fernerhin in tolle Lammrezepte vertiefen, die höchst unterschiedlich gewürzt sind. Sehr schmackhaft ist der "Iranische Lammeintopf mit gemischten Kräutern", der durch den gehackten Dill und den Koriander ganz hervorragend mundet. 

Auf einer Doppelseite werden spezielle Milchprodukte vorgestellt, so etwa der jordanische "Jameed", ein gesalzener, getrockneter Joghurt oder auch "Shanklisch", ein syrischer Blauschimmelkäse, der im "Shaklisch-Salat" die tragende Rolle spielt. Zahlreiche Speisen mit Joghurt, darunter auch delikate Dips führen dann zu Gerichten mit Reis, Getreide Hülsenfrüchten und zu Pastarezepten. Auch hier sollte man sich in die vielen Möglichkeiten vertiefen und sich für das ein oder andere Gericht mit Bedacht entscheiden. Weshalb nicht für die "Iranische Granatapfelsuppe"? Sie stammt ursprünglich aus Täbris in Ost-Aserbaidschan und besticht durch ihre pikante Würze, die nicht zuletzt den Kräutern geschuldet ist.

Dann lernt man Fischgerichte kennen. In der islamischen Welt soll es generell keine große Anzahl von Fischrezepten geben. Das hängt damit zusammen, dass man den Fisch so hoch schätzt, dass man ihn einfach brät oder grillt und mit einem Dip oder einer Würzsauce reicht. Dennoch findet man im Buch Rezepte wie "Indonesisches Fischcurry", auch "Schwertfischspieße" oder auch einen "Senegalesischen Fischeintopf", der ein ideales Gericht darstellt, wenn einige Gäste kommen, weil er zu angeregten Gesprächen über den reichhaltigen Inhalt einlädt. 

Mit großem Interesse habe ich die Seiten studiert, die  Gewürze und Gewürzpasten zum Thema haben. Man erhält hier sehr viele interessante Rezepte für nuancenreiche Gewürzmischungen. Hier haben es mir die indonesischen Rezepte für Sambals besonders angetan. Sehr gut auch sind die Gerichte mit Gemüse, so etwa ein iranisches Kräuteromelette mit Safran und Berberitzenbeeren oder auch "Blumenkohl in Tomatensauce"  aus Tunesien. Diverse Rezepte mit Auberginen machen neugierig, auch ein saudisches Salsa und zum Schluss die süßen Leckereien, vor allem die Rezepte für syrische "Baklava" mit köstlichen Nüssen, auch der ägyptische Grieskuchen und die Dattel-Eiscreme vom Persischen Golf.

Wie man einen "Arabischen Kaffee" zubereitet wird auch erklärt und man kann sich vom gedanklichen  Genießen erschöpft  im Glossar ausgiebig mit dem Inhalt von Begriffen auseinandersetzen, die einem zum lukullischen  Sprachakrobaten machen

Alles in allem ein großartiges Buch.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension: NENI- Haya Molcho & Söhne- Wien- Food. People. Stories- Brandstätter

Die renommierte Köchin #Haya_Molcho ist eine Institution im kulinarischen Wien. Sie kombiniert dort die Aromen ihrer Heimat Israel mit traditioneller und moderner Wiener Küche. 

Im vorliegenden Buch erfährt man im Rahmen ihrer spannend zu lesenden Familiengeschichte zunächst wie alles begann, weshalb sie 1978 nach Wien kam, wie und wo sie kochen lernte, auch dass sie durch ihren Ehemann, einen Pantomimen, viele Länder bereiste und so auf den Märkten allerorten Eindrücke sammelte, die ihr später zugutekamen. 

Man liest zudem Näheres über ihre vier Söhne, die "Molcho-Brüder", die in Wien aufgewachsen, über ihr Leben und ihre kulinarischen Erfahrungen berichten, erhält Lieblingsadressen der Molchos in Wien im punkto Restaurants &Cafés, auch der Bars, für Shopping sowie Kunst und Kultur. 

Zwischen einer Fülle wunderbarer Rezepte werden immer wieder interessante Menschen vorgestellt und Stadtansichten präsentiert. 

Zunächst aber lernt man köstliche Gemüse-Rezepte kennen, nicht selten mit orientalischen Noten, wie etwa "Gefüllte Zwiebeln mit Cashew-Tahina" oder "Auberginen-Bulgur-Falafeln mit Tahina und Jalapeno-Salsa."

Diverse Gerichte von Köchen Wiener Restaurants, die man im Buch kennenlernt, kann man nachkochen, so auch den "Seesaibling Sauer" von Alexander Mayer, der ein Lokal in Wien betreibt. Dieses und viele weitere Rezepte sind sehr gut beschrieben. 

Wer gerne Fleischgerichte mag, findet hier wunderbare Rezepte, so auch einen "Orientalischen Rindergulasch" mit sehr raffinierten Gewürznoten. Die "Gebratene Entenbrust mit geröstetem Rotkohl und Orangensauce" kommt traditionell daher, allerdings auch modern, weil sie durch die Bio-Orangen mit fruchtigem Aroma angereichert ist. 

Zwischen den Persönlichkeitsporträts und den Rezepten kann man immer wieder Fotos von Wien bewundern und die Rezeptergebnisse bestaunen. Auf diese Weise wird gekonnt Reiselust auf das kulinarische Wien geweckt. 

Sehr eindrucksvoll sind die Impressionen vom Schönbrunner Schlossgarten und vom Palmenhaus dort. Beide Bilder sind im Herbst aufgenommen worden und vermitteln Wiener Charme und Melancholie. Nach einem langen Spaziergang durch diese Atmosphäre, ein "Beef Brisket mit Babykartoffeln" zu verspeisen, versöhnt mit dieser Welt, speziell wenn dann noch ein köstlicher Nachtisch folgt. Diesbezüglich werden sehr gute Gaumenkitzler vorgestellt. Für Traditionalisten könnten dies die "Marillenknödel" sein und für Freunde des Cross-Over möglicherweise der "Orientalische Nuss-Strudel". Die Auswahl an interessanten Rezepten ist groß. 

In Zeiten von Corona muss Wien in die Küche der Leser kommen und hier mit ihrem Duft betören. Haya Molcho und ihre Söhne schaffen es, dass eines der wahren Abenteuer im Kopf stattfindet, gemeint ist das Abenteuer einer kulinarischen Reise nach Wien. 

Man ist beim Lesen gedanklich in der Donaumetropole, während der Gaumen deren Geschmack genussvoll erkundet. Spannend. 

Maximal empfehlenswert

 Helga König 

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Safran- Das rote Gold- Sandra u. Urs Durrer- at Verlag


Dieses bemerkenswerte, sehr ansprechend illustrierte Buch aus dem at Verlag befasst sich mit den Anbau, der Geschichte, dem Handel und mit Rezepten von Safran. Dabei wird zunächst das Wort "Safran" von seiner Herkunft her ausgelotet. Alsdann wird man über die Botanik und Herkunft her informiert. 

Safrankulturen gibt es bereits seit viertausend Jahren. Die Minoer nutzten ihn damals zum Färben und setzten ihn als Medizin ein. Man erfährt in der Folge Wissenswertes über die Inhaltsstoffe von Safran, um dann zunächst über die Geschichte des Safrananbaus sehr gut informiert zu werden. Durch die Handelstätigkeit der Minoer kamen die Safranknollen bis nach Persien, wurden dort im ganzen Reich angebaut und gelangten über die Seidenstraße bis nach China. Auch die Griechen kultivierten Safran und die Römer waren es, die die Anbaumethoden verbesserten. 

Man liest zudem über den einstigen Safrananbau im deutschsprachigen Raum und den Handel mit diesem Gewürz in Venedig aber auch anderenorts, hier dann zudem, wie man mit Betrügern verfuhr, die die kostbare Ware verfälschten. 

Sehr spannend ist das Kapitel, das sich mit dem Farbstoff befasst, auch in längst vergangener Zeit. Neben Italien waren es Holland und England, in denen viel gefärbt und mit gefärbten Stoffen gehandelt wurde. In der Antike wurde in der Kunst Safran ein wichtiger Farbstoff, um Zinn, Silber, Leder oder Marmor wie Gold aussehen zu lassen und man nutzte im Mittelalter Safran für Goldschriften in Büchern. Des Weiteren erfährt man, auf welche Weise Safran als Heilmittel wirkt und weshalb es ein begehrtes Klostermittel war. 

Dass Safran sogar in der Körperpflege verwendet wurde, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass er entzündungshemmend ist. 

Man liest über aktuelle Anbaugebiete. Es wird sogar der Anbau im eigenen Garten thematisiert und näher erläutert. Zudem wird der Pflanzenzyklus erklärt und visualisiert. Die Qualität ist ein weiteres Themas und auch, worauf beim Safrankauf zu achten ist. 

Man wird natürlich auch mit den vielfältigen Aromen des Gewürzes vertraut gemacht, lernt traditionelle Safrangerichte aus unterschiedlichen Ländern kennen, liest zudem Wissenswertes zu Safran in alten Kochbüchern, um dann Gerichte mit Safran namhafter Köche kennenzulernen. Bei den Köchen und Köchinnen handelt es sich um Anna Matscher, Dirk Horberg, Gabrielle Batlogg, Max Stiegl und Tino Zimmermann. 

Alle Köche und Köchinnen werden kurz vorgestellt, dann werden eine Reihe sehr guter Rezepte  präsentiert, die allesamt gut nachvollziehbar beschrieben worden sind. Auch das Anrichten wird erklärt und es wird ein Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis gezeigt. Sehr inspirierend. 

Zu all diesem gibt es noch Textporträts von Produzenten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Südtirol und vieles anderes mehr. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht alles verraten. Urteilen Sie selbst.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Tartes- Norbert Krüger, Risa Nagahama- Elsa Publishing


Dieses tolle Backbuch mit appetitanregenden Fotos von Joerg Lehmann ist eine Teamarbeit von Norbert Krüger und Risa Nagahama. Vorgestellt werden 52 Tartevariationen, die im Buch wie folgt definiert werden: 

"Tartes sind wie ein Versprechen. Um uns Freude zu spenden und unsere Esstische als auch unser Beisammensein mit Schönheit zu schmücken."

Das klingt vielversprechend und macht neugierig.

Zunächst lernt man die wichtigsten Utensilien kennen, um eine Tarte herstellen zu können. Dann wird ein Mürbeteigrezept präsentiert und 11 Variationen dazu vorgestellt. Zwei Methoden zu einem guten Ergebnis zu gelangen, werden mitgeliefert. Anschließend geht es mit einem #Auslegteig und einem #Blitzblätterteig weiter. Saucen und Cremes werden auch noch im Vorfeld thematisiert und es wird erörtert, weshalb man auf pflanzliche Milch ausweichen sollte. Nachdem man schließlich auch noch informiert ist, wie man einen Karamell zubereitet, kann man  sich mit diesen Grundinformationen im Gepäck den Kapiteln 

Frühling
Sommer
Herbst 
Winter 

und dort den gut beschriebenen Tarte-Rezepten widmen.

Diese sind mal pikant und mal fruchtig ausgerichtet. So findet man bei den Frühlingsrezepten u.a. ein solches, das ursprünglich aus Japan kommt, sprich aus Risas Heimat, das ähnlich vielversprechend ist wie die Oliventarte, die mit einem Olivenpudding Aufsehen erregt. 

Sehr gut ist die "Tarte d`or", eine süße Fencheltarte aus Blätterteig, zu der eine Tasse Grüner Tee am besten passt, die man aber auch mit einem Glas trockenen Weißwein genießen kann. 

Ich möchte nicht alle Rezepte hier benennen, sondern nur einen kleinen Eindruck wiedergeben, auch von den dann folgenden Rezepten für die #Sommertartes. Sehr erfreulich, dass man ein Rezept für eine köstliche Erdbeertarte, sie wird "La Serenissima" genannt, hier offeriert bekommt. Auch eine leicht süße Tarte mit Tomaten ist dabei, die zu mildem Ziegenkäse bestens passt und eine fruchtige Kräutertarte "Der Provinzial", die an einem Sommerabend zu einem kühlen Glas Pro Secco für Gaumenfreuden sorgt. 

Man staunt, welch raffinierte Rezepte in diesem Buch versammelt sind. Für den Herbst gleich zu Beginn eine "Apfel-Kräuter-Tarte" mit einem Mandel- oder Walnussmürbeteig. Dazu wird ein Schluck Riesling empfohlen. Eine vortreffliche Wahl! Im Herbst spielen auch Pilze sowie Nüsse bei den Zutaten für Tartes eine Rolle und im Winter dann geht es mit Gaumenschmeichlern dieser Jahreszeit weiter, die ich an dieser Stelle nicht verraten werde. Lassen Sie sich überraschen. 

Zum Schluss sind Bezugsquellen aufgelistet, so eine Adresse, wo man ungestopfte Geflügellebern erwerben kann oder auch hochwertige Lebensmittel aus Japan. 

Alles in allem ein sehr schönes Backbuch für alle, die das Besondere und vor allem Frankophile und das Cross-over zu schätzen wissen. 

Maximal empfehlenswert.

Helga König 

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Rezension: Winterzauber und Weihnachtszeit- Rezepte und Ideen für die schönste Jahreszeit-Wohnen und Garten-Callwey

 
Dieser wundervolle Bildband zur bevorstehenden Advents und Weihnachtszeit ist in vier große Abschnitte untergliedert:

Advent und Weihnachtszeit 
Weihnachtsgewürze und –gebäck 
Weihnachtsfeiertage 
Silvester und Neujahr 

Eine Fülle von Dekoideen für die kalte Jahreszeit, dazu inspirierende Fotos und appetitmachende Rezepte als auch ausgewählte Texte aus "Wohnen & Garten" machen diesen Bildband zu einem Fest für die Sinne. 

Sehr edel gestaltete Eye-Catcher in Weiß- und Grün, bei denen Blüten von Christrosen und weiße Amaryllis nicht fehlen dürfen, lassen sogleich innehalten aber auch die winterlichen Gartenszenen in Rot und Weiß inspirieren sehr. 

Rezepte für "Cranberry-Cidre", der ohne Alkohol auskommt und für einen "Roten Samtkuchen" bieten sich auch als Leckereien für Kinder an. 

Gezeigt werden in der Folge Winter- und Adventskränze. Hier gefällt mir der große Kranz aus Ilexblättern und- früchten besonders gut. Er besticht in seiner Schlichtheit. Ein hervorragendes Glühweinrezept und ein "Orangenkuchen" stimmen  dann in die Adventszeit ebenso ein wie die perfekten Rezepte für "Zimtsterne",  für der Walnusskuchen und die "Bratäpfel mit Zimt". Die Rezepte werden wie alle weiteren Rezeptideen im Buch sehr gut erklärt und haben stets das gewisse Etwas, sprich ausgewogene, raffinierte Zutaten. Das gilt auch für den "Wintersalat mit Birnen", der sich als sättigender Imbiss präsentiert. 

Nichts zu vergessen sind die hübschen Geschichten und Anekdoten, die in den Bildband eingebunden sind, so etwa zum Städtchen Bad Ems, wo Goethe und Dostojewski bereits kurten. Köstlichkeiten wie "Heiße Gewürzschokolade" oder "Paris-Brest mit Cremefüllung" machen unmissverständlich klar, dass in dieser Jahreszeit geschlemmt werden darf, man  nicht nur kocht und bäckt, sondern jetzt auch Briefe von Hand schreibt, vielleicht bei zauberhafte Lichtspielen und einer Tasse guten Tee. So entschleunigt man auf angenehme Weise.

Weihnachtsgewürze und –gebäck vom Feinsten gilt es zusammenzubringen. Natürlich kann man nicht alle Rezepte ausprobieren, deshalb fällt meine Entscheidung auf die "Vanillenkipferl", die sehr fein im Geschmack sind. Delikate Stollenrezepte und ein überirdisch gutes Rezept für "Riciarelli" (italienisches Mandelgebäck) vergrößern die Vorfreude auf die nächsten Wochen, die von den köstlichen Baumkuchenrezepten noch  mehr gepusht wird. All das wird in schönstem Ambiente präsentiert. 

Es folgen Rezepte und Dekoideen für Weihnachten. Dabei ist Tafeln in festlicher Nostalgie am Heiligen Abend angesagt und hier mit Bildern aus dem Landhaus "Les Cernailles" in der Picardie in Frankreich. Die Rezeptideen überzeugen. Hervorheben möchte ich das "Hirschfilet mit gebackenen Birnen und Preiselbeeren", auch den "Weihnachtsbraten mit Roquefort" und die köstlichen Desserts mit Birnen. 

Doch für Silvester und Neujahr gibt es hier auch tolle Rezeptideen. So etwa für eine "Kartoffelsuppe im Brotteig" oder auch für eine "Lachs-Frischkäse-Terrine". Im Neuen Jahr dann geht es mit einem "Feigensalat" weiter, der u.a. Pinienkerne und Tête de Moine enthält. Eine gelungene, mediterrane Vorspeise. 

Exzellent und festlich auch ist das Rezept für "Schweinefilet mit Trockenfrüchten und Selleriepüree". 

Ganz zum Schluss dann erfährt man Wissenswertes zur Geschichte der Ananas und darf sich in köstliche Rezepte  mit dieser tropischen Frucht vertiefen. 

Alles in allem ein gelungenes Buch, das viel Information bietet und dies im wirklich schönen Rahmen.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Rezension: Seelenwärmer-Annemarie Wildeisen-at Verlag


Dieses reich bebilderte, sehr bemerkenswerte Kochbuch der Autorin Annemarie Wildeisen wartet mit unkomplizierten, dabei  höchst unterschiedlichen Rezepten für ein ganzes Küchenjahr auf. Dabei ist das Werk in sechs große Abschnitte untergliedert.

Die einzelnen Rezepte sind gut gegliedert, die Zutaten perfekt aufgelistet und es wir ein appetitanregendes Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis präsentiert. Zudem erfährt man stets für wie viel Personen die Zutaten ausreichen und- was nicht unwichtig ist- Annemarie Wildeisen kommentiert jedes Rezept und verleiht dadurch allen Rezepten eine persönliche Note. Durch diese Kommentare erinnert man sich besser an die Rezepte und wird neugieriger auf das Rezeptergebnis. 

Zunächst lernt man Rezepte für jeden Tag kennen. Hier möchte ich bei den Salaten den "Nüsslisalat mit Kartoffel-Crôutons" hervorheben Es handelt sich um einen Feldsalat mit einer Käse-Dressing, den man durchaus ohne weitere Gänge als Mittagsmahl auf den Tisch bringen kann. Die "Suppengerichte" begeistern allesamt. Hervorheben möchte ich hier zunächst die "Blumenkohlsuppe mit Zitronenbröseln". Durch die Zitronenbrösel kommt  die Suppe fast mediterran daher und der Portwein in ihr verstärkt diesen gekonnt südlichen Eindruck. Mediterran auch erscheint die "Kartoffel-Oliven-Suppe" mit Schinkenrahm. Hier sorgen Weißwein, Noilly Prat, Oliven, Knoblauch und Basilikum für den gelungenen mediterranen Effekt. Auch sehr gut gefällt mir das Rezept für die "Zwiebelcremesuppe", nicht nur weil das Toastbrot gewürfelt und geröstet ist, sondern weil der Gruyère nicht überbacken in die heiße Suppe gestreut wird. 

Bevor man Pasta-Rezepte liest, sollte man zunächst die 10 Pasta-Gebote studieren. Bei den Rezepten stieß ich auf "Risoni mit Zitrone und Kräutern". Ein Rezept, das man unbedingt ausprobieren sollte...  Dazu ein paar gebratene Gambas und ein Glas Rosé. Köstlich!  

Gelegenheit hat man auch das Risotto-Einmaleins zu erlernen und es dann vielfältig umzusetzen. Hervorheben möchte ich, der Jahreszeit angepasst, den "Kürbis-Prosecco-Risotto" und den "Steinpilzrisotto mit Portwein". Beide Pasta-Rezepte sorgen für Aha-Erlebnisse und machen staunen, was vegetarisch möglich ist. 

Was weiter? Rezepte, die mit "Grüne Tage" umschrieben sind. Hier sorgt zunächst ein "Überbackenes Kartoffel-Knoblauch-Püree" für Neugierde, das mit Tomatensalat auf den Tisch kommt. 

Man lernt des Weiteren Verschiedenes aus Kräutern zu kreieren, "Kräuterbutter" und "Pesto" gehören dazu, kann sich durch viele grüne Rezepte kochen, lernt Eier zu pochieren und in die Welt der Tomaten eintauchen. Die "Tomaten in Basilikumrahm" sind ein Geheimtipp. 

Im Abschnitt "Alles für einen Sommertag" wird die Lust am Kochen und am Essen nochmals gesteigert. "Rauchlachs mit Gemüsetatar" aber auch die "Schinken-Gemüse-Sulz" eignen sich hervorragend als Vorspeise, wenn Gäste kommen und zu einem Glas kühlen Rosé passt natürlich der „Sommerliche Gemüse-Frischkäse mit Knoblauchbrot"  bestens. 

Sehr delikate Fleischgerichte wie etwa "Saté vom Schweinsfilet mit Gurke" aber auch "Basilikum –Kalbfleisch mit Melone und Avocado" sollte man vorrangig nachkochen. 

Dann lernt man über Mozzarella und Burrata Wissenswertes und wird mit Zucchetti- und Erbsengerichten vertraut gemacht. Gelungen auch ist das Rezept für "Marinierten Lachs mit Limetten-Mayonnaise"

Dann kommen die Genusstage… Hervorheben möchte ist hier die "Schweinsfiletröllchen auf Röstgemüse", das "Lamm an Knoblauchsauce", aromatisiert mit Cognac, das "Zitronenhuhn mit Fenchel" und den "Gefüllten Hackbraten", der ebenfalls erfreulich mediterran daherkommt. 

Es folgen Backtage. Hier finde ich den "Sizilianischen Olivenölkuchen" bemerkenswert, weil er schnörkellos ist. Dann gibt es noch eine Reihe toller Desserts. Erwähnen möchte ich die "Limettentörtchen", zudem das "Aprikosen-Himbeer-Schichtdessert" und den "Überbackenen Rhabarberkompott". 

Dieses Koch- und Backbuch ist tatsächlich ein "Seelenwärmer" und die Rezeptergebnisse sind es auch. Wer gerne kocht, hat viel Freude mit diesem zeitgemäßen Kochbuch, weil die Autorin es versteht über die Landesgrenzen hinweg Gerichte zu kreieren, die erfreulich weltoffen daherkommen. Die Gewürze sind stets gut aufeinander abgestimmt und stets ein wenig geheimnisvoll. Was will man noch mehr?

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Salt & Silver- Mexiko- Tacos- Tequila-Tattoos- Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher- Brandstätter



Dieses Buch ist eine Teamarbeit der Autoren Thomas Kosikowski und Johannes Riffelmacher. Die beiden haben sich für ein Reisejahr nach Lateinamerika auf den Weg gemacht, bepackt mit zwei scharfen Messern, zwei Surfbrettern und einem Haufen Kameraequipment. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. 

Zunächst beschreiben die beiden ihre altbewährte Kochausrüstung. Dazu gehört u.a. eine Molcajete aber auch eine Tortillapresse. Alsdann werden die Hauptdarsteller der mexikanischen Küche vorgestellt und hier auch Achiote, ein landestypisches Gewürz, zudem Flor de Jamaica, das sind getrocknete Hibiskusblüten oder auch Hoja Santa, gemeint ist der mexikanische Blattpfeffer. 

Weil Chili die Seele der mexikanischen Küche ist, lernt man die zehn meist genutzten Chilis von weltweit etwa 90 Sorten kennen und weiß dann, welche man wozu verwendet. Des Weiteren werden die Taco Essentials, die man zu Tacos immer servieren sollte, aufgelistet und gut erläutert. Tacos kennt in Mexiko jeder und  die Leser des Buches wissen hinterher auch alles über dieses Gericht.

Es folgen Rezepte für Tacosalsas. Alsdann lernt man das Herz der mexikanischen Küche kennen: Die Tortillas. Das sind runde Teigfladen, die aus Maismehl hergestellt werden. Vorgestellt werden unterschiedliche Varianten. 

In der Folge lernt man dann diverse Reiseziele der beiden mittels imposanten Fotos und kurzweiligen Anekdoten kennen, so etwa Merida, Oaxaca oder auch La Paz. 

Rezepte für landestypische Speisen oder Getränke machen neugierig. Gefallen haben mir u.a. der "Garnelencocktail, auch das "Tropival Ceviche" und die "Tosttadas mit Meeresfrüchten". Delikat sind die Avocados in verschiedenen Speisen, nicht zuletzt, wenn sie, wie auf den Märkten Mexikos ausgereift sind. 

12 mexikanische Salsas lernt man kennen, auch sehr gute Fleischgerichte, immer wieder Tacos und natürlich  die berühmte Guacamole, die man dippen kann. 

Mezcal, ein mexikanische Agavenschnaps ist ein Thema. Zudem werden bemerkenswerte Cocktails vorgestellt. 

Hier reisen zwei Menschen, die einer Generation angehören, die Tatoos und Street Art lieben, eine teilweise gewöhnungsbedürftige Sprache sprechen und die die Leser lehren, locker zu bleiben. 

Dies und vieles mehr, macht dieses Reise-und Rezeptebuch zu einem Highlight für alle, die weltoffen, neugierig und vor allem tolerant sind.

Empfehlenswert,

Helga König

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Rezension: Die Geschichte beginnt mit einem Huhn- Rezepte, für die es sich zu leben lohnt- Ella Risbridger



Das Buch beruht auf drei Grundregeln, die es unbedingt zu beachten gilt: 

1. Salze dein Pastawasser 
2. Nimm im Zweifelsfall Butter 
3. Mach einfach weiter 

Diese drei Grundregeln stehen am Anfang des sehr geschmackvoll illustrierten Rezeptbuches und deuten darauf hin, dass die Rezeptbuchautorin es locker angehen lässt.

Ella Risbridger ist eine Geschichtenerzählerin, die beim Kochvergnügen immer wieder Anekdoten erzählt. Dadurch entsteht Nähe zu ihr. Man begreift, weshalb sie die präsentierten Gerichte in einer ganz bestimmten Art kocht. 

Der Reigen (bestehend aus 80 Rezepten) beginnt mit einem sogenannten "Mitternachtshuhn", das mit 8 Zehen Knoblauch und delikaten Kräutern pikant gewürzt wird. Die Autorin erklärt sehr gut wie das Huhn zubereitet wird und bietet allen, die das Rezept nachkochen wollen genügend Raum für kleine geschmackliche Veränderungen. Ihr geht es um Kochfreude und auch darum, dass man das Weingenuss dabei nicht vergisst. 

Diesem ersten Eindruck folgt ein Gang durch die Küche. Hier erfährt man, welche Utensilien für die Rezepte notwendig sind und was in der Speisekammer, im Eishaus, Kühlschrank und Gefrierfach vorrätig sein sollte. Gefallen hat mir, dass die Autorin Tipps gibt, was man tun kann, wenn etwas schief geht. "So was passiert eben", lässt sie die Leser unverkrampft wissen. 

Dann folgt der Rezeptteil, untergliedert in: 
Frühstück Suppe & 
Brot Picknicks & Pack-Ups 
Vorratsschrankgerichte & Mitternachtsgelage 
Wochenendküche 
Süße Sachen 

Auch hier wieder wartet sie mit einer Fülle kurzweiliger Anekdoten auf und zeigt wie man bei ihr frühstückt. Von Beeren-Crumble über Porridgee-Muffins, hin zu Würstchen, Spiegelei und Pommes und schlussendlich Wiener Eiern, findet man alles, was der Gaumen am frühen Morgen begehrt, wenn der Magen leer ist. So lässt sich gut gelaunt in den Tag starten. 

Wer Ferien hat, kann anschließend ein Brot backen. Warum nicht mit einem "Böse-Stiefmutter-Schwarzbrot" beginnen? Es soll sehr gut zu Rote-Bete-Suppe und Graves-Lachs schmecken. Ein Rezept für eine "Rauchige Rote-Bete-Pistazien-Suppe" lernt man in der Folge kennen. An Knoblauch wird auch hier nicht gespart. Alle Suppenrezepte werden gut erklärt, auch die "Perfekte Rösttomaten-Knoblauch-Suppe", die ein ideales Sommergericht ist. 

Ein paar praktische Tipps für Picknicks & Pack-ups läuten das nächste Kapitel ein. Hier möchte ich die "Paté nach Art des Großen Mannes" hervorheben, die zu Baguette und einem Glas Rotwein überzeugt. 

Ella Risbridger kocht international. "Ziegenkäse im Blätterteig mit Salsa" kommt griechisch angehaucht daher und die "Aufmunternden Chili-Zitronen-Spaghetti" eindeutig italienisch. 

Im Kapitel "Vorratsschrankgerichte & Mitternachtsgelage" findet man u.a. "Drei Ideen und ein Ei. Wie man langweilige Gerichte schnell interessant macht." Solche Tipps sollte man sich merken.

Es folgen Rezepte für die Wochenendküche. Hierzu gehört u.a. das "Rosa Roastbeef für zwei", aber auch die "Samstagnachmittagslasagne mit geschmortem Lauch", ein Muschelgericht und ein Hühnercurry. Spätestens jetzt wird jedem klar, dass in diesem Buch das Huhn nicht zwingend eine Hauptrolle spielt. Halt, bei den Süßen Sachen schon…! Selbst bei dem "Gewürzkuchen für Dachbodenleseratten" geht nichts ohne Eier.

Alles in allem ein kurzweiliges Rezeptbuch, das die Autorin nicht grundlos ein "Manifest der Augenblicke" nennt, für die es sich zu leben lohnt. 

Das Buch endet, mit diversen Rezepten für Brühen, die man im Gefrierfach gut aufbewahren und in vielen Gerichten zum Einsatz bringen kann. 

Ein gelungenes Kochbuch, das in unsere kommunikative Zeit passt, wo man weder während des Essens noch beim Kochen schweigt. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Kimons Griechische Küche-Klassiker neu interpretiert-Kimon Riefenstahl teNeues


Kimon Riefenstahl, der Autor dieses Buches, führt das familieneigene Luxushotel Danai Beach Resort & Villas im Norden Griechenlands in zweiter Generation. Dort stehen griechische und französische Kreationen auf der Speisekarte. 

Im vorliegenden Buch "#Kimons_Griechische_Küche" gibt der passionierte Hobbykoch Einblick in seine ganz persönliche Rezeptsammlung – eine Mischung aus kulinarischen Kindheitserinnerungen, experimentierfreudigen Kochabenteuern und griechischen Klassikern. 

Wie teNeues informiert,  geht es dem Enkel eines erfahrenen Fischers dabei nicht nur um das Essen in geselliger Runde, sondern auch um die sorgfältige Auswahl und Herkunft der einzelnen Ingredienzen. Vieles, was im heimischen Kochtopf landet, stammt von kleinen Betrieben und Märkten aus der Region – oder gleich aus dem eigenen Gemüsegarten oder dem Hühnerstall des Feinschmeckers. 

Ob für erfahrene Hobbyköche oder neugierige Anfänger – Kimons "Griechische Küche" sei ein kulinarisches Plädoyer für mehr Genuss und Entschleunigung. 

Ein solches Statement macht natürlich neugierig. 

Zunächst erfährt man, dass Kimon Riefenstahl das Frühstück liebt und was das für ihn bedeutet. Dann lernt man entsprechende Rezepte kennen und erhält anhand von tollen Fotos jeweils einen Eindruck vom Rezeptergebnis. Im Vorspann zu jedem der präsentierten Rezepte skizziert er persönliche Eindrücke, die mit den Speisen verbunden sind, sodass die Gerichte wie Liebeserklärungen anmuten. 

Vom "Griechischen Joghurt mit Honig und Nüssen" über ein "Pikantes Rührei mit Feta" findet man mancherlei Frühstücksrezepte, bei denen man sofort zustimmt, auch was die Aromen anbelangt. Etwas irritiert war ich als ich das Rezept für einen "Marmorkuchen" bei den Frühstücksrezepten fand. Doch weshalb nicht? Süßmäulchen sind bestimmt entzückt. Wenn sie dann den ganzen Tag Hunger haben, wissen sie wenigstens weshalb. Zucker ist eben ein Gierhals.

Kimon Riefenstahl schreibt über Honig, nicht zuletzt, weil es in der Nähe seines Wohnortes die größte Bienenpopulation Europas gibt. Kleine Einschübe, wie über Honig gibt es auch zu den Themen Olivenöl und Wein (sehr gut skizziert sind  übrigens die griechischen Rebsorten). Diese Kurzberichte lockern die Rezeptpassagen bestens auf. Man lernt  köstliche Rezepte für "Griechische Salate" kennen, auch einen entsprechenden Salat für Feinschmecker, der allein vom Anblick her bereits Appetit macht.

Kleine Gerichte, "Meze" genannt, sind ideal für einen Imbiss mit einem Glas Wein. Wer griechischen Tsatsiki mag, findet hier das Originalrezept, das auch Minze und etwas Ouzo enthält.  Vielversprechend auch sind die "Ziegenkäsetaler mit Cherrytomatenkonfitüre" aber auch die "Saftigen Cherrytomaten mit Ziegenkäse und frischen Kräutern". Drei tolle Dips (u.a. einer mit Auberginen) lohnt es ebenso auszuprobieren, wie den "Gegrillten Fetakäse". Einige Rezepte für "Kretische Dakos" machen neugierig, auch ein "Muschelpilaf" und ein "Dressing für Austern". 

Es folgen Rezepte für Pasta und Reis. Hier möchte ich hervorheben: "Pikante mediterrane Linguini", ein vegetarisches Gericht, sehr gut aromatisiert, ebenfalls vegetarisch "Gefüllte Tomaten & Paprika" mit Dill und Minze und "Griechische Orzo mit Meeresfrüchten". 

Anschließend werden Hauptgerichte präsentiert: Gleich zu Beginn ein "Traditionelles Moussaka" mit einer köstlichen Béchamelsauce, ein Rezept für "Lammkaree mit einer Panade mit Petersilie und Minze" und ein weiteres für "Zartes Lamm mit Zitronenkartoffeln“. All das macht Lust zum Nachkochen. Natürlich auch das "Rib Eye Steak mit marinierten Cherrytomaten" und das "Huhn in Joghurtmarinade". 

Die Rezepte für "Fisch & Meeresfrüchte" überzeugen alle. Wobei mich das Rezept für die "Meerbrasse auf mediterranem Gemüsebett"“ am meisten anspricht, gefolgt von "Kalamari auf frischem Blattspinat". Auch hier wird mit Dill und Minze gewürzt. 

Was noch? Suppen. Und erneut kommt der von mir geschätzte Dill vor, so etwa in der "Giouvarlakia- Suppe mit Fleischbällchen".... 

Fast zum Schluss lernt man Dessertrezepte kennen. So etwa diverse Kaimaki-& Loukoumi-Eissorten, auch köstliche kleine saftige Schokoladenkuchen, die Kinderherzen höher schlagen lassen, und ein Orangenkuchen, der die Sonne Griechenlands in sich birgt. 

Wer Cocktails mag, findet hier sehr gute Rezepte mit und ohne Minze und wer sich für Gutes für die Vorratskammer interessiert, sollte mit selbst gemachten Croutons beginnen, die mit Knoblauch und Thymian gewürzt werden oder auch Oliven in eine delikate Marinade einlegen. 

Ein sehr inspirierendes, schönes Kochbuch mit 80 kreativen Rezepten, die dazu verhelfen, den Sommer - auch zuhause- mediterran zu gestalten. Olivenöl, Dill, Minze, Thymian, Knoblauch, Tomaten und Feta sind ein Muss und auch ein Glas Wein, dazu noch vieles mehr, wenn man sich  durch die Lektüre kulinarisch weiterentwickelt hat im Hinblick auf griechischer Küche. 

 Maximal empfehlenswert 

 Helga König

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Rezension: Rezepte aus Tim Raue- Der Brasserie. Callwey



Der internationale Spitzenkoch #Tim_Raue stellt 66 Rezepte vor, die dokumentieren, welche Köstlichkeiten man in seiner "Brasserie Colette" in Berlin und deren Dependancen erwarten darf. 

Für Tim Raue ist Paris unangefochten die Hauptstadt der Haute Cuisine, allerdings ist sie für ihn zwischenzeitlich zudem das Epizentrum des unbeschwerten täglichen Genusses, so jedenfalls vor den Zeiten von Corona. 

Um einen ersten Eindruck  im Hinblick auf Brasserie-Kochkunst zu erhalten, werden die Klassiker und die Lieblingsprodukte der Brasserie-Küche aufgelistet und kurz skizziert. Dann erfährt man u. a., dass besagte Küche keine Produkt- sondern eine Aromaküche sei. Das bedeutet, eine Küche, bei der Gewürze, Garmethoden und das Geschick des Kochs maßgeblich am Gelingen des Gerichts beteiligt sind. 

Tim Raue philosophiert ausgiebig über die "Bistronomie", die die Demokratisierung von Bistrokultur und Feinschmeckerküche zu einer zeitgemäßen Interpretation von Tradition kombiniere.

Ab Seite 37 dann beginnt der Rezeptteil des Buches. Zunächst lernt man verschiedene Vorspeisen kennen. Ein Foto vom Rezeptergebnis, eine gut gegliederte Zutatenliste und die schrittweise Beschreibung der Zubereitung machen es für alle Leser möglich, die tollen Rezepte  problemlos nachzukochen.

Allen Rezepten geht eine kurze Einführung voraus, durch die man eine Idee von dem jeweiligen Gericht erhält. Was die Leser erwartet, sind Gerichte wie etwa "Austern gratiniert" oder "Austern mit Vinaigrette". Hier ist die Vinaigrette eindeutig das Highlight, wegen ihres frucht- kräutrigen Geschmacks. 

Sehr edel und nicht unkompliziert in der Zubereitung ist die "Entenleberterrine mit Apfel, Zimt und Maronen". Dazu schreibt Raue "Wenn es ein Gericht verdient, als großer Klassiker der französischen Küche zu gelten, dann dieser hier. Der Terrine von ungestopfter Entenleber stellen wir für den richtigen Frischekick Apfel entgegen, der Thymian sorgt für herbale Noten. Das französische Savoir-vivre stellt sich dann von ganz alleine ein." Das klingt vielversprechend. 

Neugierig auch macht das "Seeigelrührei mit Karotte und Brioche". Hier erfährt man, dass die Korsen diesen Geschmack sehr lieben aber auch weshalb. 

Neben besagten Gerichten wird ein Fülle weiterer Vorspeisenrezepten vorgestellt, allesamt Highlights, ganz ähnlich wie die Suppen. Hier stellt die "Kräutersuppe mit Schneckenbrioche" meine erste Wahl dar. Sie spiegelt den Frühling im Elsass nach meiner Empfindung. 

Spannend sind die vegetarischen Rezepte. Hier überzeugt die "Tarte Savoyarde" . In ihr spielt Käse eine entscheidende Rolle und lädt zum Weingenuss ein. Das Rezept für "Ratatouille" sollte man unbedingt zubereiten. Die Geschmacksaromen sind nämlich extrem gut aufeinander abgestimmt. 

Ein schönes Sommergericht ist die "Tarte Tomate", die mit Kirschtomaten daherkommt und in kleinen Tarteletteformen zubereitet wird. 

Die Fischrezepte, die dann folgen, sorgen für  viele Aha-Erlebnisse. Vielleicht sollte man mit "Moules Frites" beginnen und sich über das einfache, aber hocharomatische Gericht freuen, in dem man Estragon nicht vergessen sollte, weil dieser neben Ingwer perfekt mit dem beigefügten Cidre harmoniert. 

Unkompliziert aber delikat ist der "Garnelentopf" und mehr als nur köstlich die "Bouillabaisse" mit vielen ausgesuchten Zutaten. Sehr delikat zudem ist das Rezept für "Seeteufel mit Spinat, Roquefort und Trauben", zu dem Tim Raue einen Pinot Noir empfiehlt. 

Dann Fleisch und Geflügel… Das "Boeuf Bourguignon"  werde ich an einem kühlen Sommertag zubereiten. Die Zutaten versprechen ein Gaumenfest. Das versprechen sie allerdings auch beim "Coq au vin", dessen Hauptzutat übrigens Stubenküken sind. 

Zu den Festtagsessen zählt ganz gewiss auch das "Rinderfilet Wellington mit Kohlstampf & Blätterteigsravioli", eine leichte und raffinierte Version des französischen Feiertagsklassikers, bei der jede Komponente für sich glänzen darf. 

Was noch? Natürlich auch Desserts. Z. B. "Crème Brulée", mit  Callison-Eis und Papaya, die beste Komposition überhaupt... oder auch "Île Flottante", dessen Spezialität bei Tim Raue das Eierlikör-Eis verkörpert. 

Ein Reihe von Grundrezepten und Empfehlungen in punkto Wein & Champagner als auch Tipps & Adressen von Brasserien schließen das gelungene Werk ab, das bekundet, dass Tim Raue nicht nur über den Tellerrand blicken kann, sondern auch kollegial ist, denn er empfiehlt seine Konkurrenz unverkrampft weiter. 

All das spricht für ihn und sein Können sowieso.

PS: Die Texte zu diesem reich bebilderten Kochbuch stammen von Katharina Raue und die Fotos von Joerg Lehmann. 

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension: Jerusalem- Rezepte, Restaurants, Geschichten-Vanessa Schlesier, Malte Jäger -at verlag


Vanessa Schlesier, die Autorin dieses Werkes, arbeitet als Multimedia-Journalistin in Berlin und berichtet regelmäßig über den Nahen Osten. Malte Jäger fotografiert professionell Kulinarisches weltweit und lichtet hierbei Welten ab, die sich ihm ohne Kamera nicht öffnen würden. Seine Bilder spiegeln, so die Verlagsinfo, seine Leidenschaft für Menschen wider und deren Freude am Leben wie auch am Genuss. Das kann ich nach intensivem Studium des vorliegenden Buches bestätigen.

Worum geht es? 

Der Leser lernt anhand von 70 Rezepten ausgesuchter Restaurants das kulinarische Jerusalem kennen. Hinzu kommen Geschichten, zu deren Entstehung wie auch Porträts von Köchinnen und Köchen. 

In Jerusalem gäbe es, so liest man,  kein typisches Aroma, das die Stadt bestimme, jedoch Klassiker, die seit Jahrhunderten gekocht werden. Eindrucksvolle Fotos erzählen Geschichten über diese Stadt und die Menschen dort, die abgelichtet wurden. 

Angetan war ich bereits beim ersten Durchblättern gleich eingangs vom Restaurant #Machneyuda, dessen Besitzer Gerichte kreieren möchten, die glücklich machen und voller Emotion sind. Die vorgestellten Rezepte werden nicht nur, was dieses Restaurant anbelangt, sehr gut erläutert. Man kann sich auf diese Weise in bestimmte Vorlieben der Köche vertiefen, um sich eine Idee von kulinarischen Gesamtkonzept Jerusalems zu verschaffen. 

Ganz einfach zuzubereiten ist das Rezept "Aubergine mit Nussbutter und Pistazie". Nur vier Zutaten werden benötigt und dennoch entsteht ein wunderbares Geschmackserlebnis. 

Vorgestellt wird u.a. eine "Pasta mit Miesmuscheln in Feuergerösteter Tomatenbutter" aus dem Restaurant #Yudal, dessen Speisen hervorragend sein sollen,  vermutlich weil die Zutaten besonders fein aufeinander abgestimmt sind. 

Man lernt unterschiedliche Teile von Märkten kennen und in der Folge beispielsweise die Zubereitung für "Siske". Das sind kurdische Fleischtaschen, in denen zahlreiche Gewürze sich miteinander vermählen. 

Allerorten  erlebt man gesellige Menschen und Speisen, die Genuss pur versprechen. Fleisch- und Fischgerichte, auch Vegetarisches werden gekocht. Unmöglich, hier alle Restaurants zu benennen, die im Buch zur Sprache kommen oder gar all die guten Rezepte vorzustellen... 

Delikat sind die Fischbällchen (Ktzitot Dagim) von Shamoule, in der Koriander eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Spannend auch sind die Gerichte von Shmil Holand und hier eine genau Beschreibung des Schabbatspeise "Cholent". Es handelt sich um ein Einwanderergericht, bei dem im Laufe der Jahrhunderte die Zutaten sich änderten. 

Man stößt auf eine Reihe weiterer traditioneller Gerichte und immer wieder auch auf tolle Impressionen der Stadt. Leber in verschiedener Zubereitungsart lässt erahnen, dass man diese in Jerusalem  in allen Ethnien gerne verspeist. 

...und irgendwann dann schließlich ein Rezept des Restaurants Eucalyptus, das im Künstlerviertel Jerusalems gelegen ist und von dem man sofort annimmt: das ist jetzt aber typisch für alle. Worum es sich handelt? Um ein "Langsam gegartes Lamm" . 

Dann liest man Näheres über "Hummus" und darf sich in Rezepte wie "Lammhirn" oder "Falafel Moustache" vertiefen und  die Gewürzvielfalt bestaunen. 

Levantinische Gewürze sind das A und O, wenn man nach diesem Kochbuch kochen möchte, bevor man in der Nach-Corona-Zeit möglicherweise eine Reise nach Jerusalem anstrebt. 

Orte erschließen sich kulinarisch, auch die Geschichte der Orte tut es, weil ihre Aromen wie der Gastro-Experte Izzeldin Bukhari sagt, aus vergangener Zeit immer noch lebendig sind. Das leuchtet ein.


Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension:Zu Gast auf Mallorca-Sehnsuchtsorte. Originalrezepte und Geheimnistipps-Thomas Niederste- Werbeck, Fotos Janne Peters



Autor dieses reich bebilderten Buches ist der Kunsthistoriker Thomas Niederste-Werbeck. Die traumhaften Bilder hat die Fotografin Janne Peters realisiert. 

In Corona-Zeiten stimmen Bücher wie das hier vorliegende natürlich etwas melancholisch, eine Stimmung die Chopin bekanntermaßen zu eigen war. Wie auch immer: Reisen und damit auch Mallorca sind in weite Ferne gerückt. 

Das Buch und die darin vorgestellten Restaurants  als auch die wunderbaren Rezepte sind in sechs Rubriken untergliedert und beginnen mit Lokalitäten entlang der Westküste Mallorcas. Die Westküste soll felsig, oft einsam und abgeschieden, mitunter langsam und verschlafen, dann wieder wild, rau und bombastisch sein. 

Die vorgestellten Restaurants dieser Gegend wie aller anderen Regionen werden ausführlich beschrieben. Dazu gibt es Fotos, Öffnungszeiten, Kontaktdaten und weitere Informationen, Geheimtipps, Rezepte der jeweils vorgestellten Häuser und Fotos von den Rezeptergebnissen. 

Vorgestellt wird aber auch das Unternehmen "Fet a Soller", das für Orangen und eine Vielfalt an frischen Produkten und Delikatessen steht. Ein tolles Rezept für einen Orangenkuchen und ein weiteres für Orangenmarmelade sorgen für Aha-Erlebnisse. 

Die Rezepte der einzelnen Restaurants können nicht genug gelobt werden. Das gilt auch für den "Fisch in Chraime" aus dem Restaurant "Neni" im Bikini Hotel, Port de Soller. 

Dann erfährt man mehr über die Besonderheiten in und um Palma, der Stadt, die maurisch und mediterran zugleich anmuten soll, dabei modern, malerisch, sehr urban, sehr historisch, immer international daherkomme. Erneut lernt man wunderbare Restaurants kennen, auch eben solche Rezepte und stellt rasch fest, dass die Auswahl guter Restaurants auf der Insel alles andere als gering ist. Ein Grund mehr, sie zu besuchen. 

An der Südküste dann gibt es beeindruckende Salzberge und die weitläufigen Salinen von Es Trenc. Das Flor de Sal wird nach traditioneller Art abgeschöpft. Elf Sorten soll er in einem kleinen Shop direkt neben den Salinen geben. Die Internetadresse dazu, erfährt man im Buch auch und man erhält ein Rezept für Salzzitronen. 

Ein Interview mit dem Zwei-Sterne-Koch Fernando Arellano ist lesenswert, bevor man sich näher mit der Ostküste befassen kann, dem Mekka der Sonnenanbeter. Auch hier wieder werden fantastische Restaurants und neugierig machende Rezepte präsentiert, so etwa für ein "Ratatouille mit Ziegenkäse"  mit delikaten Geschmacksnoten. 

Weiter geht es dann zur Inselmitte und hier u.a. zum Restaurant Mandala, wo wunderbar gekocht wird. Das Rezept für "Jakobsmuscheln mit Velouté aus Thai-Ingwer und grünem Apfel" überzeugt ebenso wie das Rezept "Wolfsbarsch, Fenchel und rosa Grapefruit" 

Was noch? Die Nordküste. Dort soll es gewaltige Steineichenwälder geben, große Naturschutzgebiete mit einsamen Buchten und weißem Sand. Auch hier gibt es tolle Restaurants, wo Köche perfekt kochen können, auch eine "Crema Catalan" bestens zubereiten und nicht zuletzt mit einem Rezept für ein "Orangenhühnchen" aufwarten, das man umgehend nachkochen möchte. Geschmackvolle Zutaten sorgen für Gaumenfreude. 

In Zeiten, wo der Begriff "Reisen" ein Sehnsuchtswort geworden ist, wird das Kochen nach Rezepten von Köchen aus Gegenden, die man gerne bereisen möchte, zu einem besonderen Highlight und zur Illusion, dass der Sehnsuchtsort zu uns gekommen ist. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König 

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Rezension: Week Light-Superschnelle Wolhlfühlrezepte- Donna Hay-atcerlag



Die australische Kochbuchautorin #Donna_Hay, hat bereits 29 Kochbücher geschrieben und diese international mehr als 7 Millionen Mal verkauft. Als Fernsehköchin hat sie ihr Können in 32 Ländern weitervermittelt. 

Ihr neues Werk enthält eine Vielzahl "superschneller Wohlfühlrezepte". Eingangs erklärt sie kurz wie man gesünder speist. Alsdann kann man einige Bilder von ihr und ihrem Sohn im Garten bewundern, anschließend geht es zur Sache. In sieben Kapiteln breitet sie ihre Rezeptideen aus und zeigt den Lesern anhand appetitanregender Fotos die Rezeptergebnisse. 

Die Rezepte sind untergliedert in:
modernes update
schüsselweise gutes 
beete voll grün 
keine zeit 
von einfach zu brillant 
für süßes ist immer platz 
die grundlagen 

Vegetarisches aber auch Fleischgerichte findet man in der Rubrik "modernes update". Die Köchin arbeitet stets mit vielen Zutaten und ist kreativ beim Würzen der Speisen. Sehr lobenswert, so kommt keine Langeweile auf! 

Zwei Beispiele aus der 1. Rubrik: 
"Thai-Rindfleischsalat" mit köstlichem Nam-Jim-Dressing Aber auch eine 
"Veggie-Bolognese", die aufgrund der gehackten Kichererbsen sehr sizilianisch daherkommt. 

In der 2. Rubrik geht es um die perfekte Harmonie der Texturen, um Cremig-Weiches, verbunden mit Knackig-Kernigem.

Zwei Beispiele aus der 2. Rubrik: 
"Frühlingsgemüse-Bowl". Sie lädt der grünen Farbtöne bereits zum Essen ein. Der geröstete Hanfsamen macht bestimmt nicht high, oder? 
"Knackig rohes Pad Thai". Das Gemüse ist mit dem Julienschneider in feine Streifen geschnitten worden. Minze und Koriander sorgen für asiatische Geschmacknoten, natürlich auch der Ingwer, die Sojasoße und anderes mehr. Schöner Sommersalat, nahrhaft durch die Nüsse. 

In der Rubrik 3  erwartet den Leser wahrhaft Köstliches 

1. Beispiel: "Gurkenröllchen mit mit Chia-Lachs“. Überzeugend, was die Harmonie der Geschmacknoten anbelangt, aber auch der tollen Optik wegen. 
2. Beispiel: "Einfache Grüne Ei-Parmesan-Soufflès" . Dazu einen Tomatensalat und man fühlt sich wie in Italien. Natürlich nur dann, wenn die Speise von einem kühlen Glas Rosé begleitet wird. 

In der 4. Rubrik geht es um rasches Kochen. Hier beeindrucken erneut die grünen Farbtöne.

Beispiel 1: "Zucchini-Nudeln mit Zitrone, Ricotta und Basilikum". Ein schnelles Gericht, optisch schön und wohlschmeckend. 
Beispiel 2: "Grüne Eierpfanne". Überzeugt optisch und geschmacklich. Würde die Variante mit Mangold bevorzugen. 

Rubrik "Von einfach zu brillant". Das klingt spannend- Hier findet man viele Köstlichkeiten. Deshalb

3 Beispiele: 
Beispiel 1: "Ziegenkäse-Tarte mit Brokkoli, Kürbis und Salbei". Passt ideal zu Rosé an einem Sommerabend im Garten oder auf dem Balkon 
Beispiel 2: "Tomaten-Mozzarella-Tortillas mit Minze-Basilikum-Öl". Ideales Sommergericht. Sehr frisch schmeckend. 
Beispiel 3 : "Himbeer-Apfel-Granola-Schnitten". Tolles Dessert, nicht süß. 

In der Rubrik 6 beeindrucken vor allem

Beispiel 1: "Zitronenthymian-Honig-Mandel-Kuchen", sehr feine mediterrane Geschmacksnoten. Der Kuchen ist schön saftig. Aber auch 
Beispiel 2: "Himbeer- oder Vanille-Softeis". Anstelle Zucker wird Ahornsirup zum Süßen verwendet. 

In der Rubrik "Grundlagen" schließlich findet man u.a. köstliche Rezepte für Dressings oder auch ein tolles Rezept für Körner- Kerne-Brot. 

Im Glossar zum Schluss werden die Basiszutaten präzise erläutert. Ein sehr gutes Kochbuch, das dem kulinarischen Zeitgeist entspricht. 

Maximal empfehlenswert 
Helga König

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Rezension: Ferrante, Frisch& Fenchelkraut- Ich koche mich durch die Weltliteratur-Nicole Giger- atVerlag



Die Journalistin Nicole Giger wartet mit einem sehr bemerkenswerten Kochbuch auf, das im Grund weit mehr als eine Rezeptsammlung darstellt, denn es ist darüber hinaus eine Sammlung von Ideen und Geschichten, von Anekdoten und Erinnerungen, von Anregungen zum Kochen, Reisen und Lesen. Bei allem sind die im Buch enthaltenen Rezepte nicht kompliziert. Die Gerichte lassen sich auch ohne besondere Kochkenntnisse und stundenlange Vorbereitung zubereiten. 

Die Autorin interessiert sich für die Geschichten hinter den Rezepten, die Herkunft von Speisen, aber auch für die hiesigen und fremden Traditionen. Im Buch stellt sie einen Zusammenhang zwischen ihren Rezeptkreationen und der Weltliteratur her und erzählt persönliche kulinarische Anekdoten aus ihrem Leben. Die Reise beginnt mit "Herrn Hesses Heimwehland" und Gigers kulinarischen Anekdoten von dort, nämlich von Indien. 

Eingebunden ist ein Zitat aus Hermann Hesses Text "Sehnsucht nach Indien", zudem ein Foto, das Mangos, eine typisch indische Frucht, zeigt und des Weiteren ein indisches Gericht. Hierbei handelt es sich um "Masala Chicken, Süßkartoffeln und Korianderpesto". Die Gewürze sind fein aufeinander abgestimmt und eindeutig indisch. 

Es geht weiter mit dem russischen Schriftsteller Gogol, der 1838, begeistert aus Rom schrieb und sich dort in die lokale Küche verliebt hatte. Hier erwartet den Leser dann  ein vegetarisches Gericht mit ausgesuchten Geschmacksnoten. Das Pesto für die "Makkaroni mit geröstetem Blumenkohl und Mascarpone" ist typisch italienisch, ich sage nur Basilikum! Anstelle von Pinienkernen gibt es allerdings Macadamianüsse im Pesto. 

Dann liest man u.a. die "Abschiedsworte an Pelika", eine gelungene Laudatio an die Pellkartoffel von Joachim Ringelnatz und Reflektionen zu Synonymen, die teilweise fast poetisch klingen. Ein Rezept dazu fehlt auch nicht. Diesmal sogar mit zwei Pestos. 

Seite für Seite führen die kulinarischen und literarischen Spaziergänge Leser an bemerkenswerte Orte, so auch in Wiener Kaffeehäuser, wo eine Vielzahl von Schriftstellern zuhause war. Der Journalist Alfred Polgar meinte: "Das Kaffeehaus ist ein Ort für Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen." Oder eben einen Quarkkuchen. Das Rezept im Buch dazu überzeugt. 

Eine Fülle von Geschichten. Textauszügen und Rezepten folgen, unmöglich sie alle im Rahmen der Rezension zu streifen. Sehr schön und hauptsächlich auch wahr finde ich das eingebundene Zitat von Mark Twain "Reisen ist fatal für Vorurteile, Bigotterie und Engstirnigkeit."

Es folgen tolle Rezepte und immer wieder Impressionen von schönen Orten und Ereignissen wie das "Festa del Nodo d Amore" in Italien. Hier wird dann freilich mit einem Nudelgericht aufgewartet - einer "Kürbis-Amaretti-Lasagne" und man hat Gelegenheit sich in ein sehr gutes Zitat zu vertiefen. Es stammt von Bill Buford "Das schöne am Essen, ist das es um Kultur geht, um Großmütter, um den Tod und um Kunst, darum sich selbst auszudrücken, um die Familie und um Gesellschaft-und zur gleichen Zeit ist es einfach das Abendessen."

Ein tolles, inspirierendes Kochbuch, mit vielen guten Gedanken und Rezepten. 

Sehr empfehlenswert. 

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Rezension: PASTA TI AMO!- 101 Rezepte der besten Köche der Welt- Judith Marnet - Callwey



Dieses reich bebilderte Buch enthält 101 Pasta-Rezepte der besten Köche der Welt. Zusammengetragen wurden die Rezepte von #Judith_Marnet. Das Vorwort hat die Spitzenköchin #Cornelia_Poletto verfasst. 

#Pasta ist eines der Lieblingsgerichte nicht nur der Italiener, sondern auch von uns Deutschen. Deshalb wohl werden jetzt in Coronazeiten allerorten Nudeln gehamstert. Um eine wirklich vortreffliche Pasta auf den Tisch zu bringen, bedarf es allerdings eines bemerkenswerten Rezeptes. Wenn die besten Köche der Welt mit Pasta-Rezepten aufwarten, wie hier im Buch, kann im Grunde nichts mehr schief gehen. 

Die Köche und Köchinnen und der jeweilige Ort, wo sie ihr Handwerk ausüben, werden im Rahmen von informativen Textportraits  mit Foto des jeweiligen Protagonisten (m/w) vorgestellt. Die Zutaten der einzelnen Pasta- Gerichte sind immer gut nachvollziehbar aufgelistet, die Rezepte bestens untergliedert und erläutert. Ein Foto vom jeweiligen Rezeptergebnis rundet die einzelne Pasta-Präsentation ab. 

Beim ersten Durchblättern blieb mein Blick auf dem Gericht "Lombrichelli della Nonna" hängen. Der Koch Luigi Cicoria bereitet seine Speisen seit 2003 im "I Colosseo" zu. Dieser Gastronomiebetrieb befindet sich in Bad Dürkheim. 

Wie alle Pasta-Teige im Buch wird auch dieser für "Lombrichelli della Nonna" per Hand zubereitet und ausgerollt. #Kürbissauce, #Kürbiskerpesto und #Jakobsmuscheln spielen eine nicht unwichtige Rolle in dieser Pasta, in der Thymian nicht hinwegzudenken ist. 

In Salerno kocht Vito Puglia in der "Enoteca Osteria Perbacco2. Im Buch lernt man sein Pasta-Gericht "Scialatielli mit Meeresfrüchten" kennen. Diverse Muschelarten werden eingebunden und Brotbrösel gehören auch dazu. Im Nudelteig ist Ziegenkäse verarbeitet. Ein sehr gutes Rezept mit ausgewogenen Geschmacksnoten. Die Köche und Köchinnen aus unterschiedlichen Regionen Italiens und solche aus anderen Ländern Europas verstehen alle Pasta höchst individuell zuzubereiten. Dabei sind die Ingredienzien überaus vielfältig. 

Auf Sylt kocht Paul Becker im "Hotel Miramar" und stellt im Buch "Tomaten-Hummer-Tortelloni mit Kirschtomaten, Spargel und Zitronen-Butter-Schaum" vor. Ein nicht unaufwendiges Gericht mit einer Fülle spannender Zutaten. Cornelia Poletto, hat u.a. "Spaghetti alla Carabinieri mit Zucchini und Minze" kreiert. Das lässt die Pasta (durch die Minze bedingt) irgendwie sizilianisch anmuten, während ihre "Fontina –Tortelli mit Maronen und Steinpilzen" eher piemontesisch daherkommen. 

Unmöglich alle Gerichte im Rahmen der Rezension zu benennen. Hervorheben möchte ich die Kreation von Hariprasad Shetty aus dem Hotel "The Duchess" in Amsterdam. "Taglioni mit Pistatien-Peso und Burrata" , sehr nussig und edel. 

Ob in der Schweiz, in Spanien, in Österreich oder in Riga oder anderswo überall entlocken Köche (m/w) der Pasta neue Geheimnisse, auch in Asien, in Amerika und schlussendlich in Afrika. Die Geheimnisse spiegeln sich übrigens in den Zutaten.

Es macht Freude die Rezepte zu lesen und auch nachzukochen. Freude macht es aber auch über die vielen tollen Köche (m/w) mehr zu erfahren und auch über die Orte, wo sie ihrem Handwerk nachgehen. 

 Ein wunderbares Kochbuch,  das ich sehr gerne weiterempfehle.

 Helga König

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Rezension: Cannabis Food- Stephanie Hua/Doreen Carroll- atVerlag




Nachstehendes Team hat dieses bemerkenswerte Buch verfasst: 

#Stephanie_Hua. 

Sie ist Gründerin und Chefkonditorin von "Mellows". Es handelt sich hierbei um ein Unternehmen, das handgefertigte Gourmet-Marshmallows mit Cannabis-Füllung herstellt. Sie ist Absolventin von San Francisco Cooking School, Food- Journalistin, Rezeptentwicklerin als auch Foodfotografin. 

#Coreen_Carroll

Sie hat die San Francisco Cooking School absolviert und als Azubi in einer Metzgerei sowie in Pop-up-Restaurants gearbeitet. Heute ist sie Chefköchin von Cannaisseur-Series, die Cannabis-Dinner in gehobenem Ambiente anbietet. Coreen Carrol ist ausgezeichnet als eine von Amerikas Top-Ten-Cannabis-Köchen (2017). 

#Cannabis ist eine Pflanze, die wegen ihrer medizinischen und bewusstseinsverändernden Eigenschaften im Laufe der Jahrhunderte in allen Kulturen verwendet wurde und  mittlerweile immer mehr verwendet wird, weil man ihren gesundheitlichen Wert erkannt hat. 

Die Autorinnen präsentieren einfache, leicht herstellbare und bekannte Rezepte, aber auch neue sowie anspruchsvolle Kreationen mit Cannabis. Dabei haben sie auf das Gleichgewicht zwischen üppigen Schlemmereien und gesünderen Varianten geachtet. Wichtig: Die Köchinnen verwenden primär frische Zutaten der Saison. 

Man kann sich zunächst über Hanfsorten näher informieren und hier über Cannabis Sativa (echter Hanf), Cannabis Indica (Indischer Hanf) aber auch über Cannabis ruderalis (Ruderalhanf) und erfährt wie diese Sorten wirken. 

Wie Cannabis im Körper wirkt, genauer wie die sogenannten #Cannabinoide wirken, wird gut erläutert. Dabei ist #THC der wohl bekannteste Cannabinoid-Komplex in Hanfpflanzen. Er ist psychoaktiv und beeinflusst die Stimmung und das Verhalten. THC weist auch therapeutische Effekte auf, speziell, was die Linderung von Schmerzen anbelangt. Des Weiteren wird #CBD genannt, das am zweithäufigsten untersuchte Cannabinoid. Es soll nicht psychoaktiv sein und könne sogar dem berauschenden Effekt von THC entgegenwirken. 

Neun unterschiedliche Cannabinoide lernt man kennen und auch deren therapeutische Wirkungen, die sehr breitgefächert sind. Auch die #Terpene (ätherischen Öle der Pflanzen) im Hanf werden  benannt. 

Zur Sprache gebracht werden des Weiteren die Küchenutensilien für die moderne Cannabis-Küche, auch Techniken für die Zubereitung und Tipps zur Gästebewirtung. 

Zunächst werden Cannabis-Basis-Rezepte vorgestellt, darunter Cannabis-Kokosöl, Cannabis-Tinktur und Cannabis-Honig. Um diese zuzubereiten, muss man die Premium-Cannabisblüten sachgerecht decarboxylieren. Wie das funktioniert wird auch erläutert. 

Dann folgt der Rezeptteil. Die Zeiten für die Zubereitung, die Ruhezeit und das Mengenergebnis werden jeweils genannt. Die Zutaten sind übersichtlich aufgelistet und die Zubereitung wird sehr gut erläutert. Ein Foto vom Rezeptergebnis wird auch immer gezeigt. 

Man kann sich in Herstellerporträts einlesen, so etwa für  die Hersteller  von "Würzigen Superfood-Trüffeln", die "Cannabis-Kokosöl" enthalten. Cannabis-Kokosöl wird in vielen der Rezepte verarbeitet, auch in "Grünen Eiern in Parmaschinken" und hier im Kräuterpesto. 

Gefallen hat mir auch das Rezept für "Trauben-Crostini", die gut zu einem Glas trockenen Weißwein passen. Hier ist Cannabisbutter in die Cashew-Creme verarbeitet worden. 

Sogenannte #Edibles sind gesunden Speisen, denen Cannabis beigegeben wurde, so auch den "Gougéres mit Gruyère und grünem Knoblauch“, bei denen Cannabis-Butter verarbeitet wurde. 

Süße und pikante Häppchen sorgen bei Gästen für Aha-Erlebnisse und wer mag kann anschließend noch einen Joint rauchen. Offenbar ist Cannabis ja überaus gesundheitsförderlich und insofern ein Superfood. Ich überlege derzeit, die Pflanze im Garten anzubauen.

 Ein schönes und dabei lehrreiches Buch. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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