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Rezension: Küchengeheimnisse erfolgreicher Frauen- Kathleen Beringer & Valerie Wizemann

Katheleen Beringer & Valerie Wizemann sind die Autorinnen dieses schönen Kochbuches, das die Küchengeheimnisse von 21 erfolgreichen Frauen lüftet. 

Das Buch ist reich bebildert und zeigt nicht nur die Speisen, die die beruflich stark engagierten Frauen kreiert haben, sondern auch jeweils Fotos von ihnen und von ihren hübsch gestalteten Wohnungen. Man erfährt stets, in welchem Beruf die Frauen erfolgreich  tätig sind und welche Art des Kochens sie bevorzugen. 

Damit sie eine Vorstellung davon haben, welche Berufe die Damen ausüben, nenne ich einige davon: Managerin, Foodredakteurin, Designerin, Illustratorin und Autorin, Köchin, Sopranistin, Art-Direktorin, Immobilienunternehmerin, Winzerin und Innenarchitektin. 

Wie man erkennen kann, handelt es sich um sehr unterschiedliche Berufe, die eine gute Ausbildung voraussetzen. Das Klischee des Hausmütterchens erfüllt keine dieser Frauen. Alle stehen voll im Leben und begreifen das Kochen vermutlich  als weiteren kreativen Akt. 

Bevor ich die Rezepte näher studiert habe, las ich zunächst über die Frauen und nahm  die unterschiedlichen Wohnstile genauer unter die Lupe. Das geschah nicht ohne Grund, denn mich interessierte, ob man vom Wohn- auf den Koch-Stil schließen kann. Ja, man kann und dies finde ich mehr als nur bemerkenswert. 

Alle Rezepte sind sehr gut erläutert und werden in schönem Ambiente präsentiert. Dass die Managerin Isabel May einen sachlichen Wohnstil bevorzugt, war zu erwarten, dass sie Sandwiches und Scones perfekt zubereiten kann, macht sie sympathisch und dass sie bei aller Sachlichkeit und wohlüberlegten Ordnung einen Sinn für alte, hochwertige Sammeltassen hat, lässt sie liebenswert erscheinen. Natürlich erwartet man von ihr nicht die Kochkünste wie von den beiden Kochbuchautorinnen im Buch. Eine davon,  eine Starköchin- Cornelia Poletto-, wartet mit einem vorzüglichen Menu auf. Ihr "Vitello Tonnato" schmeckt köstlich und ihr "Loup de mer in der Meersalzkruste mit Kirschtomaten-Fondue" ist ein Gedicht. Das "Kirschtomaten-Fondue" passt auch vortrefflich zu Scampis oder aber zu Ziegenkäse wie ich meine. Ihr Dessert mit Äpfeln und Mascarpone werde ich demnächst nachkochen und auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorstellen. 

Ein tolles Menü hat die überaus  sympathische Sopranistin Juliane Banse auf den Weg gebracht. Ihr Hauptgang  "Lachs auf Gemüse" erhält durch den Ingwer den letzten Kick. Gefallen haben mir die Kreationen auch der Backbuchautorin und Kunstbäckerin Laura Seebacher und hier im Speziellen ihr Nachtisch  "Crêpe –Torte mit Vanille, Orange und Schokoladensauce". Schon der Anblick ist die wahre Lust. 

Spannend auch finde ich, was die Winzerin Christin Wöhrwag auf den Tisch bringt, nicht zuletzt eine delikate Quiche-Variationen, die Leckerbissen speziell für Weintrinker sind. Sollte es auf dem Wochenmarkt hier vor Ort noch Weinbergpfirsiche geben werde ich die "Weinberg-Gorgonzola-Quiche" am kommenden Freitag zubereiten, ansonsten wird es die "Feigen-Roquefort-Quiche" wohl geben. Vier Quiche-Variationen!!! Wunderbar! 

Auch die anderen Rezepte der Winzerin machen neugierig. Ihren Wein möchte ich natürlich auch kennen lernen, denn wer so gut kochen kann, dessen Weine werden sich auch sehen lassen können. 

Mehr möchte ich nun nicht verraten, außer dass zum Schluss die Lieblingsmusik und die Lieblingsweine der Protagonistinnen aufgelistet worden sind. Einige der Damen mögen keine Musik bei Tisch, Wein hingegen mögen fast alle. Christin Wöhrwag schätzt den Wein aus eigenem Hause sehr, was mich  nicht wundert, aber noch neugieriger macht. 

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das  Buch bestellen:http://www.callwey-shop.de/buecher/kochen-backen.html. Sie können das Kochbuch aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: donna Hay- Die neuen Klassiker- Donna`s Favoriten- über 300 Rezepte

Dies ist eines der besten Kochbücher in diesem Bücherherbst. Verfasst wurde es von der australischen Kochbuchautorin Donna Hay, die bereits 22 Kochbücher geschrieben hat und als Fernsehköchin in 32 Ländern ihr Können weitervermittelt. 

Das vorliegende reich bebilderte Kochbuch  zeigt Rezepte aus dem "donna hay magazine". Die Rezeptsammlung enthält eine Auswahl an bürgerlichen Lieblingsgerichten, modernen Neuinterpretationen, trendigen Aromakombinationen und saisonalen Spezialitäten. 

Zunächst lernt man eine Vielzahl pikanter Speisen kennen, die mit Eier- und Käse-Rezepten ihren Anfang nehmen. Alle Rezepte werden gut erklärt und die Bilder, die viele der Speisen visualisieren, lassen sofortige Kochlust entstehen. 

Tolle Quiche-Rezepte machen sehr neugierig, aber auch die Soufflés, die ideal zu Rotwein passen. Mit Rezepten für Pasta, Asia-Nudeln und Reis geht es bei den pikanten Speisen weiter und man überlegt sofort, ob man nicht doch die "Sommerliche Bolognese"  jetzt im Frühherbst noch rasch auf den Tisch bringen sollte oder stattdessen das ebenfalls noch sommerliche  "Erbsen-Minz-Risotto".

Geradezu überirdisch gute Rezepte für "Paella" lassen umtriebig  zur Kochschürze greifen, speziell die "Paella mit Meeresfrüchten". Wunderbare Suppenkreationen, darunter auch "Clam Chowder" und eine Top Hühnersuppe mit Reisnudeln überzeugen   sogar den renitentesten Suppenkasper. 

Sehr gute, pikante Rezepte für Rindfleisch sind natürlich für Rotweinfans von besonderer Bedeutung. Die Roastbeefrezepte gefallen ebenso wie die "Gegrillte Rinderbrust nach Texas-Art"  oder aber auch das "Rindfleisch aus dem Wok". 

Viele unterschiedliche Steak-Rezepte begeistern nicht nur Männer, wobei das Rib-Eye-Steak aus dem Ofen mit Steinpilz-Portwein-Butter mit seinen 600 Gramm schon fast für ein Ehepaar ausreicht. Tolle pikante Rezepte mit Huhn, etwa "Süß glasiertes Huhn nach chinesischer Art", auch sehr gute Schmorhühnchenrezepte  finden sofortige Zustimmung und lassen lange überlegen, was man nun wirklich kochen möchte. Die Qual der Wahl... So geht es weiter auch bei den Schweinefleischrezepten, wo mich die asiatischen Gerichte am meisten interessieren. 

Die Lammrezepte sind  exzellent gewürzt. Perfekt ist hier die "Rosmarin-Knoblauch-Lammkeule", auch die "Kräuter-Lammhaxen in Rotweinsud".  Für Fischliebhaber bietet Donna Hay alles was man sich nur denken kann, sogar sehr gute Sushi-Rezepte und ein Fisch-Curry. 

Die Pasteten in der Folge lassen vermuten, dass hier eine Französin kocht. Warum sollte man nicht mit einer "Lachs-Tarte" beginnen, wo sie doch so einfach zubereitet werden kann?  Ein leicht erreichbares Erfolgserlebnis am Anfang motiviert.

Sehr gute Salate und Beilagen machen den Mund erneut wässrig,  beispielsweise die "Karamellisierte Pastinaken" oder der "Apfel-Fenchel-Salat mit Salzkaramell-Pekannüssen". 

Anschließend  gibt es da noch eine Fülle süßer Rezepte, untergliedert in Cookies, Kekse, süße Schnitten, Kleingebäck, Kuchen, Puddings und Aufläufe, Pies und Tartes sowie Desserts. Hier haben mich die Puddingrezepte besonders begeistert und des Weiteren die Rezepte für Pies und Tartes. 

Alles in allem ein unglaublich vielseitiges Koch- und Backbuch, mit sehr differenzierten Aromen,  das sich sehr gut auch als Hochzeitsgeschenk eignet. 

Sehr empfehlenswert.
Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum AT Verlag und können das Buch bestellen.
http://www.at-verlag.ch/buch/978-3-03800-825-5/Donna_Hay_Die_neuen_Klassiker.html Sie können  aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke  die Bestellung vornehmen.

Rezension: Tartes & Tartelettes- Aurélie Bastian

Dieses reich bebilderte Rezeptbuch wird all jene begeistern, die ihre Gäste gerne mit einer Tarte überraschen, wenn sie ein süßes Highlight zum Abschluss eines Menüs auf den Tisch bringen möchten. 

Zunächst erfährt man, was man unter einer Tarte zu verstehen hat und worin diese sich von einem typisch deutschen Kuchen unterscheidet. Stichwort: hauchdünner Teig. Anschließend wird in sechs Schritten gezeigt wie man eine perfekte Tarte zubereitet und es wird erläutert, was für das Herstellen des Bodens notwendig ist. Wie man das Backpapier perfekt zuschneidet und in 13 Arbeitsschritten einen klassischen Tarteboden kreiert,  kommt auch zur Sprache und es wird gezeigt wie man kleine Tarteletteringe mit Teig exakt füllt. 

Anschließend folgen die Rezepte, die allesamt bestens in einzelnen Arbeitsschritten erläutert werden. Sehr gute Sommertartes wie etwa die "Tarte à la rose" warten auf die Hobbybäcker, aber auch viele Herbst- und Winterkreationen. Die "Mandel-Birnen-Tarte" habe ich schon ausprobiert und bin von dem Ergebnis begeistert. Wobei ich es mir mit den Birnen einfach machte, indem ich diese aus dem Einweckglas verwendet habe. 

Großes Lob gilt dem Rezept für "Orangentarteletts", die mit einer Mandelcreme und einer Orangencreme gefüllt werden. Eine der wohl typischsten französischen Kreationen ist die "Tarte Tatin Pfirsich-Lavendel", die durch den Karamell aus Zucker, Lavendelblüten und gesalzener Butter ihren speziellen Geschmackskick erhält. 

Eine Fülle Fragen wird zum Ende des Buches  beantwortet, die beim Backen einer Tarte aufkommen könnten. Die Antworten sollte man aufmerksam lesen, dann erspart man sich Fehler beim Zubereiten.

Erklärt wird auch wie man Zutatenmengen verändert  und zwar je nach Größe einer Tarteform, so dass eigentlich nichts mehr schief gehen kann, auch bei der "Pflaumentarte mit Streusel" nicht, deren dünner Boden mich so überzeugt hat, dass ich sie zum Ende der Pflaumenzeit am Wochenende abermals backen werde. 

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen.http://www.randomhouse.de/Tartes_Tartelettes_von_Aurelie_Bastian_Bassermann_Inspiration/aid55177.rhd. Natürlich ist es auch möglich, bei Ihrem Buchhändler um die Ecke zu bestellen.

Rezension: In Cucina con Amore – Sophia Loren


Sophia Loren  wird Ende des Monats 80 Jahre alt. Die aus Italien stammende Weltschauspielerin hat 1971 dieses Kochbuch erstmals veröffentlicht, das nun im Gräfe und Unzer Verlag wohl anlässlich dieses Ereignisses neu aufgelegt worden ist. Das Buch enthält eine Einführung zur neuen Auflage, verfasst 2013 in Rom seitens Sophia Loren. Zudem ist das Vorwort aus dem Jahre 1971 zur ersten Auflage, ebenfalls von der Verfasserin geschrieben, abgedruckt. 

Neben vielen delikaten Rezepten dieser Hobbyköchin lernt man  Loren als herzliche Gastgeberin kennen, die ihre Leinwandpartner nach Drehschluss gerne kulinarisch verwöhnte.

Sie präsentiert Ihre Lieblingsrezepte für Antipasti und Partygerichte, für Pasta und Reisgerichte, Suppen, Pizzas, Polenta, Fischgerichte; Geflügel und Wildgerichte, Eierspeisen und Gemüsegerichte, Süßes und Gebäck  und plaudert zwischendrin kurzweilig.

Man schmunzelt, wenn sie 1971 auf Seite 213 anmerkt: "Natürlicherweise werden es vor allem Frauen sein, die mein Buch zur Hand nehmen, und ihnen möchte ich sagen: Kochen muss Freude machen und darf nicht zur lästigen Routine werden und das wird ihnen gelingen, wenn sie stolz darauf sind, etwas gekocht zu haben, wofür Sie von Ihrem Mann und auch von Ihren Kindern Lob ernten. Glauben Sie mir: Sie werden sich auf diese Weise so manchen Gang zum Psychiater ersparen.“ 

Die Rezepte sind alle bestens beschrieben. Schwierigkeitsgrad und Zubereitungsart werden genannt. Im Unterschied zu  so manch heutigem Rezeptbuch stehen die Rezepte und nicht die visualisierten Kochergebnisse im Vordergrund. 

Es ist also Fantasie gefragt, wenn man sich auf ein Rezept einlässt und "Involtini" oder "Braciole" zubereiten möchte. Diese Art des Kochens finde ich sehr spannend, zudem schafft sie Freiräume für Kreativität, wenn man nicht ein festgelegtes und "food-gestyltes" Bildergebnis präsentiert bekommt.

Ein interessantes, italienisches Kochbuch mit sehr schönen Fotos von der Diva in jüngeren Jahren etwa beim Flambieren einer selbstgemachten Eiscreme wartet auf  die Leser, die  problemlos  die Gerichte nachkochen können, weil sie unkompliziert sind.

So wie Sophia Loren sich hier 1971 präsentiert,  war dies ungewöhnlich für den Zeitgeist der damaligen Frauenbewegung. Heute muss man feststellen, dass diese Italienierin ihrer Zeit nicht hinterher, sondern weit voraus war, nicht nur mit dem Rezept für einen "Gekochten Kapaun."

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen http://www.gu.de/buecher/graefe-und-unzer/graefe-und-unzer/731042-in-cucina-con-amore/ oder bestellen Sie beim Buchhändler um die Ecke, um ihn zu unterstützen.

Rezension: Kochen kann jeder mit Sarah Wiener

Autorin des vorliegenden Buches ist die aus Österreich stammende Fernsehköchin Sarah Wiener, deren jüngstes Kochbuch den aufmunternden Titel "Kochen kann jeder" trägt. 

Ihre Rezepte hat sie in die Kapitel 
Suppen und Eintöpfe 
Salate und Vorspeisen 
Hauptgerichte 
Desserts und Kuchen 
untergliedert. 

Im Vorfeld wartet sie mit brauchbaren Tricks und Tipps auf, etwa wie man Gemüse säubert oder Fleisch bearbeitet. Im Rahmen der einzelnen dann folgenden Kapitel werden jeweils spezifische Grundtechniken für bestimmte Speisen erläutert. 

Wenn man sich diese erst mal bewusst gemacht hat, wird das Zubereiten einfacher. Bei Brühen und Suppen beispielsweise geht es ums Abschäumen, auch ums Abfetten oder darum, wie man Brühe passiert. Man lernt Grundrezepte kennen, die gut erläutert werden. Oft werden Varianten zu den kreierten Rezepten mitgeliefert. Die Rezepte werden schrittweise erklärt. Angeführt ist für wie viele Personen die Zutaten gedacht sind und wie lange die Zubereitungszeit andauert. 

Sarah Wiener bereitet gut bürgerliche Rezepte zu, achtet dabei auf eine stets interessante Würzung der Gerichte und auf unkomplizierte Zubereitungsschritte. Einige Rezepte sind mit einem Symbol (Kochmütze mit drei Sternen) versehen. Das sind die Klassiker von Sarah Wiener. Einer dieser Klassiker ist das "Wiener Schnitzel", perfekt zubereitet. Hält man sich an die Rezeptangaben, so schlägt die Panade die gewünschten Blasen. 

Lobenswert ist das Rezept für die "Gespickte Lammkeule" mit provenzalischen Kräutern, auch der "Rinderschmorbraten mit Wurzelwerk" und so delikate Rezepturen wie etwa "Gebratene Ente mit Marillen", die Idyllen am Neusiedler See oder in der Wachau vor den geistigen Auge entstehen lassen. 

Natürlich macht das Foto vom "Geschmorten Rotweinhuhn" neugierig und auch die Fotos diverser Fischgerichte führen dazu, dass man aufmerksam die Rezepte liest. Der Hobbykoch wird nicht überfordert, auch nicht beim Gratinieren von Fenchel und auch nicht beim Zubereiten von "Gefüllten Zucchini mit Minzejoghurt". Bei sehr vielen, selbst mediterranen Gerichten erkennt man die österreichische Handschrift, auch beim "Risotto mit Eierschwammerl". Tolle Saucen, einfach in der Zubereitung für Nudeln überzeugen ebenso wie die Pestos. 

Die Desserts und Kuchen schließlich gefallen, weil sie teilweise an Desserts aus der eigenen Kindheit erinnern, so etwa der "Vanillenpudding mit Himbeeren" oder an Ferien in Österreich, beispielsweise das "Marillensorbet“. 

Lobend erwähnen möchte ich, dass das Papier für das Buch aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt

Empfehlenswert.
Anbei der Link zum Verlag. Dort können Sie das Buch bestellen:
http://www.gu.de/buecher/graefe-und-unzer/graefe-und-unzer/562956-kochen-kann-jeder-mit-sarah-wiener/
Wenn Sie Ihren Buchhändler  in Ihrer Nähe unterstützen möchten, dann bestellen Sie bitte dort.

Rezension: Homemade- Das Goldene von GU- Rezepte zum Einmachen und Selbermachen

Ich spreche selten über Preise, wenn ich Produkte rezensiere, hier aber kann ich nicht anders. Dieses Rezeptbuch ist das, was man wohl als ein Super-Schnäppchen bezeichnen muss. Noch während ich die Rezension dazu geschrieben habe, habe ich einem befreundeten Hobbykoch am Telefon davon erzählt, der es sofort bestellt hat und es nicht bereuen wird.

Wer einen Garten besitzt und derzeit einkocht, einlegt oder Marmelade zubereitet, findet alles, was er sich nur wünschen kann. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl anderer Rezeptideen, auf die ich noch zu sprechen komme. Die 7 Kapitel mit vortrefflichen Rezepten beginnen stets mit einer kleinen Küchenpraxis, der dann themenbezogene Rezepte folgen. 

Bei den Konfitüren im ersten Kapitel kann man sich beispielweise über Gläser kundig machen, auch wie man sie sterilisiert und erhält einen Saisonkalender für Konfitüren und Geleezutaten. Die Rezepte, die dann folgen werden alle schrittweise erläutert. Der Reigen beginnt mit unterschiedlichen Rezepten für Erdbeerkonfitüre. Gläseranzahl, Zubereitungs- und Ruhezeit werden immer genannt Eine Vielzahl von Tipps wird gegeben. Diese rangieren unter den Begriffen wie Genuss-, Profi- und Aroma-Tipp. 

Gelees, Marmeladen, Konfitüren aus feinen Früchten werden mit köstlichen Rezepturen zu raffinierten Leckereien verarbeitet. Dabei findet sich herkömmliches aber auch Exotisches wie etwa "Caipirinha-Gelee". Mein Traum von Konfitüren-Glück ist die "Aprikosen-Mirabellen-Konfitüre". Sehr delikat.  Rezepte für "Zwetschgenmus", "Hagebuttenmus", auch für "Feigenkonfitüre mit Mandeln" bieten sich neben Trauben- und Apfelgelee in der jetzigen Jahreszeit an, wenn man gerne Süßes zubereitet. Sehr gut auch sind die Rezepte für Liköre, wie etwa von Schlehen, Aprikosen oder Cassis.

Auch die Folgekapitel faszinieren Hobbyköche gewiss sofort, begonnen bei den Trüffeln und Pralinen, wunderbaren Kuchen im Glas und Eisvariationen, hin zu Kompotten und in Alkohol eingelegen Früchten. Unmöglich hier alles aufzuzählen. Tatsache ist, dass man sogleich zur Tat schreiten und am liebsten alles ausprobieren möchte. Doch bei der Fülle unterschiedlicher Rezepte ist man Jahre beschäftigt.

Eingelegtes wie etwa "Schafskäse mit scharfen Oliven" oder  "Artischocken mit Zitronen" begeistern ebenso wie "Rosmarin- Ofentomaten" und all die "Kräutercremes", "Joghurtdips", "Chutneys" sowie die angemachten Butter-Variationen. Alles wird perfekt erläutert und lässt sich gut nachvollziehen, selbst die Brot- und Nudelrezepte. Aufgeklärt wird man über Fonds und Pasten, auch Senf lernt man zuzubereiten. Hier überzeugt mich der "Feigensenf" besonders. Neben wunderbaren Ölen und Essigen warten u.a. Fleischpasten und Terrinen darauf, zubereitet zu werden. Die "Geflügelleberpastete" ist nicht schwierig in der Zubereitung, aber exzellent im Geschmacksergebnis, etwas aufwendiger ist die "Wildterrine", die man im bevorstehenden Herbst aber unbedingt ausprobieren sollte. Sehr gut passt zu Baguette die "Sherry-Leber-Creme", die auf der Basis von Hühnerlebern kreiert wird und wunderbar mit einem Glas Rosé harmoniert. 

Auch eingelegte und geräucherte Fische sind auf dem Programm. Das "Wildkräuterpesto" habe ich gestern zubereitet. Es hält zwei Monate im Kühlschrank. Vermutlich wird es aber recht schnell aufgebraucht sein, da es köstlich schmeckt

 Ein tolles Buch. Sehr empfehlenswert.


Wenn Sie das Buch direkt bestellen wollen, dann folgen Sie diesem Link:http://www.gu.de/buecher/kochbuecher/geniesserkueche/730668-homemade!-das-goldene-von-gu/. Ansonsten empfehle ich  Ihnen zu Ihrem Buchhändler um die Ecke zu gehen und dort zu bestellen..

Rezension : Lafers Kräuterküche- Gräfe und Unzer

Dies ist eine neue Publikation aus dem Hause Gräfe und Unzer. Autor ist der Spitzenkoch Johann Lafer, dessen Bücher ich sehr zu schätzen weiß. Bereits in den frühen 1990ern hatte ich übrigens Gelegenheit erstmals von ihm zubereitete Speisen zu genießen und war von der Geschmacksvielfalt überwältigt. 

Das vorliegende Buch ist in neun Kapitel untergliedert: 
Mein Kräutergarten & ich 
Kräuter in meiner Küche 
Meine besten Kräuter-Basic-Rezepte 
Meine Salat- und Gemüse-Rezepte
Meine Suppen-, und Eintopf-Rezepte 
Meine Pasta-, Reis- und Gnocchi-Rezepte
Meine Fisch- und Meeresfrüchte- Rezepte 
Meine Fleisch-, Geflügel- und Wildrezepte 
Meine Süssspeisen- und Dessert-Rezepte. 

Nach einem knappen Vorwort berichtet Johann Lafer wie er zu seinem Kräutergarten kam. Auf etwa 80 Quadratmetern wachsen auf seinem Anwesen Küchenkräuter, essbare Blüten und Heilpflanzen. Der Starkoch erteilt Tipps, womit Anfänger beginnen sollen, wenn sie einen Kräutergarten anlegen und erläutert verschiedene Küchenkräuter ausführlich. Dabei geht er systematisch vor. Man erfährt immer etwas zum Vorkommen, dem Geruch und Aroma sowie der Verwendung der Kräuter, zu denen nicht nur Kräuter wie Basilikum und Dill zählen, sondern auch Olivenkraut (kannte ich bislang nicht) und Zitronenverbene (haben nur wenige im Garten). 

Die Rezepte sind wie stets bei Johann Lafer perfekt erläutert. Sehr gut gefällt mir bei den Kräuter-Basic-Rezepten  das "Orangen-Rosmarin-Öl", das beispielsweise als weitere Ingredienzien Safran, Kardamom und Zimt enthält und damit fast ein wenig orientalisch daherkommt. 

Tolle Kräuterbutterrezepte sollte man unbedingt ausprobieren, denn sie sind ungleich besser als die Produkte aus dem Supermarkt. Dies gilt auch für die "Pesto alla Genovese", für die "Frankfurter Grüne Sauce" und die "Kräuterremoulade". Fantastisch. 

Sehr gute Salat- und Gemüserezepte warten darauf,  zubereitet zu werden. Vorzüglich ist die Rezeptur für "Tabouleh mit Feta und Pinienkernen mit Minze und Petersilie". Lafer vergisst nicht zu erwähnen, dass dieser Bulgursalat ursprünglich aus dem Libanon kommt und erwähnt auch, wozu man ihn dort reicht. Das Besondere an seinem Salat sind die kleinen Gurkenscheiben und die Pinienkerne. Lecker. 

Ganz hervorragend ist der "Bunte Artischockensalat", sehr mediterran zubereitet. Köstlich. Sehr gut auch ist  das Gemüse-Kräuter-Ratatouille, das durch die Kräuterkombination erst richtig raffiniert schmeckt. 

Bei den Suppen möchte ich für die noch sommerlichen Tage jetzt die "Gurken-Joghurt- Kaltschalte" und die "Geeiste Melonensuppe mit Gurken- Dill- Schaum" hervorheben. Sehr gut aber auch  ist die "Spargelschaumsuppe mit Nordseekrabben". Dabei gehen Dill- und Spargelaromen eine delikate Verbindung ein. Die "Bärlauch-Käse-Spatzen" sind eine tolle alternative zu den üblichen Pastagerichten und unkompliziert in der Zubereitung, wobei die "Spaghetti mit Kräuter-Tomatensugo" auch vorzüglich munden. Delikaten Fisch- und Meeresfrüchterezepte machen neugierig und hier vor allem die "Doraden im Kräuter-Salzmantel" mit Basilikum, Rosmarin und Zitronenthymian und der "Thunfsch mit Basilikum-Tempura" mit mediterranen Kräutern. 

Für Fleisch- Geflügel- und Wildesser gibt es ebenfalls wunderbare Gerichte in diesem Kräuterkochbuch. Gefallen haben mir speziell  "Kalbsmedaillons mit Zitronen- Kräuter-Butter" mit gemischten Kräutern, schwarzen Oliven und Kapern, das  "Rosmarin-Kaninchen" und das "Lamm mit Tomaten-Kräuter-Kruste" mit mediterranen Kräutern. 

Die Nachspeisen mit Kräutern irritieren zunächst der ungewöhnlichen Ingredienzien wegen. Probiert man aber die Rezepte erst mal aus, ist man von den Ergebnissen überrascht. Großes Lob für das "Verbenen-Parfait auf Melonensalat" und für das "Basilikum-Zitronen-Sorbet", das ich in einer Menüfolge auch schon mal zwischen dem Fisch- und Fleischgang auf den Tisch bringen würde. 

Ein gelungenes Kräuterkochbuch. Empfehlenswert.

Hier können Sie direkt bestellen: http://www.gu.de/buecher/graefe-und-unzer/graefe-und-unzer/731088-lafers-kraeuterkueche/ Ansonsten empfehle ich  Bestellungen bei Ihrem Buchhändler um die Ecke vorzunehmen.

Rezension: Echt italienisch! Toskanische Küche

Dieses wunderbare Kochbuch, das 80 traditionelle und moderne Rezepte der toskanischen Küche vorstellt, beinhaltet Kreationen von Paola Baccetti, Laura Giusti und Franco Palandra. Die Fotos wurden von Colin Dutton realisiert. Diese zeigen nicht nur appetitanregende Speisen, sondern auch traumhafte Impressionen der thematisierten Region. 

Das Buch beginnt mit einem dreiseitigen Abriss über die toskanische Küche. Bereits im Mittelalter entstanden dort regional- typische Speisen wie "Panzaella" (Brotsalat) und ein Jahrhundert danach gelangten diverse regionale Rezepte nach Frankreich, nachdem Katharina von Medici aufgrund Ihrer Ehe mit Heinrich von Orléan Königin von Frankreich wurde. Über die weitere historische, kulinarische Entwicklung in der Toskana bleibt man auch nicht im Ungewissen. 

Die Rezepte sind folgenden Rubriken zugeordnet: 
Vorspeisen Suppen und Pasta 
Fisch- und Fleischgerichte 
Gemüse und Beilagen 
Dessert und Gebäck 
Weine 
Tuscookany 

Dabei beginnen die Vorspeisenrezepte mit dem vorhin bereits erwähnten Brotsalat, den selbst Personen zubereiten können, die normalerweise noch nicht einmal ein Spiegelei zu braten in der Lage sind. 

Einige sehr vorzügliche Bruschetta-Rezepte lohnt es, auf den Tisch zu zaubern, nicht zuletzt "Bruschetta mit Steinpilzen und Knoblauch" und die "Bruschetta mit Tomaten". Eine Suppe, die man unbedingt nachkochen sollte, ist die Steinpilzsuppe mit frischer Bergminze, in der Tomaten und Parmesan nicht fehlen dürfen, zudem einige hervorragende Pasta-Gerichte.  Hier auch ein ganz einfaches Gericht "Spaghetti mit Knoblauch, Öl und Pfefferschoten", das ich sehr gut finde, denn mitunter sind es solche Speisen, die den ursprünglichen Charakter eines später dann unterschiedlich verfeinerten Gerichts am besten wiedergeben. 

Wunderbare Fleisch- und Geflügelgerichte, darunter "Perlhuhn mit Vino Santo uns Steinpilzen", "Kaninchen nach Jägerart" aber auch  "Tatar vom Chianina-Rind" überzeugen ebenso,  wie der "Rindertopf mit Rotwein", der mit 1o Knoblauchzehen sich als ein Wochenendgericht empfiehlt, nachdem man das Haus nach dem Genuss besser nicht mehr verlässt. 

Gefallen hat mir das Rezept für den "Fischeintopf nach Livorneser Art", der tomatig daherkommt, so wie ich es liebe und einige Gemüsegerichte, insbesondere der "Artischockensalat im Parmesankörbchen", 

Sehr delikate Desserts runden dieses Kochbuch perfekt ab. Hier sollte man es nicht verabsäumen, das Mandelgebäck aus Siena zu probieren. Spannend auch sind die Betrachtungen der Weine aus der Toskana. Bekanntermaßen ist die Hauptsorte dort der Sangiovese. 

Die bedeutendsten Weine wachsen um den Ort Montalcino in der Provinz Siena, nicht zuletzt der Brunello. Einige Weine werden näher vorgestellt, darunter ein  "Vino Nobile di Montepulciano" vom Weingut Avignonesi. Doch ich möchte nicht zu viel verraten.

Ein sehr schönes Buch, das neugierig macht und nicht nur zum Kochen verführt, sondern auch dazu, die Toskana zu besuchen und eventuell dort auch Kochkurse zu belegen. Darüber erfährt man zum Schluss auch noch Näheres.

Empfehlenswert.


Rezension: ARD Buffet- Unsere besten Rezepte für jeden Tag

Dieses Kochbuch enthält ausgewählte Rezepte der Sendung "ARD- Buffet". Vorgestellt werden Highlights der Spitzenköche Jacqueline Amirfallah, Sören Anders, Frank Buchholz, Karlheinz Hauser, Michael Kempf, Vincent Klink; Otto Koch und Jörg Sackmann. 

Auf den letzten Seiten werden nicht nur die Moderatoren der Sendung näher vorgestellt, sondern auch die Köche in Bild und Text.

Die Rezepte sind untergliedert in: 
Vorspeisen, Salate & Suppen 
Vegetarische Gerichte Fisch & 
Meeresfrüchte Geflügel& Fleisch
Desserts

Nicht wenigen der Rezepte sind appetitanregende Fotos beigefügt. Alle Rezepte sind sehr gut und schrittweise erläutert. Man erfährt auch stets für wie viele Personen sie angedacht sind. Die Zutatenliste ist immer übersichtlich strukturiert. Stets wird man in Kenntnis gesetzt, wer das Rezept kreiert hat. 

Sehr spannend in Erfahrung zu bringen, welche Gewürze die einzelnen Köche bevorzugen und auch welche Zutatenzusammenstellungen. Die Rezepte sind unterschiedlich, dass man immer wieder Neues und Ungewohntes auf den Tisch bringen kann. Natürlich hat mich die "Tafelspitzsülze mit Frankfurter Grüner Sauce" als Quasi- Frankfurterin sofort neugierig gemacht. Ein wenig irritiert hat mich allerdings der bemerkenswert entspannte Umgang mit den Kräutern. Zur Original-Frankfurter Sauce verwendet man ganz bestimmte Kräuter und dies nicht ganz grundlos, wie mir Frankfurter Köche immer wieder glaubhaft darlegten. Doch weshalb eigentlich keine persönliche Note?

Sehr gut sind die "Filoteig- Törtchen mit Ziegenfrischkäse und Kräutern". Minze und Estragon sorgen hier für ein besonders interessantes Geschmacksergebnis. Bei den Suppen hat es mir die "Gemüsesuppe unter der Blätterteighaube" besonders angetan. Otto Koch hat sie kreiert. Es handelt sich dabei um eine Interpretation der weltberühmten Trüffelsuppe in Blätterteig von Paul Bocuse. Für Aromareichtum sorgen in Otto Kochs Suppe die Kräuter. 

Sehr gute vegetarische Gerichte überzeugen. Als exzellent erweist sich  der "Spargel im Blätterteig mit Safransauce" von Frank Buchholz. Die Zubereitung ist nicht besonders schwierig. Den obligatorischen Schinken zu diesem Mai-Gemüse vergisst man gerne, wenn man dieses Rezept ausprobiert hat. 

Vincent Klink stellt u.a. "Wirsingrouladen mit Pilzfüllung und Mandelpüree" vor. Das Mandelpüree passt übrigens auch sehr gut zu Forellenfilets. Die "Linguine im Sherrysud mit gebratenen Steinpilzen" von Frank Buchholz entsprechen exakt meinen Vorstellungen. Der Sherry rundet die Geschmacksnoten hervorragend ab. 

Sehr gute Fischspeisen warten darauf nachgekocht zu werden. Hier überzeugt mich die "Gebratene Forelle mit Schnittlauchkartoffeln und Mandelsauce" von Vincent Klink am meisten, ein Schwarzwälder Traditionsgericht, das ich als Kind bereits liebte. Die "Meeresfrüchte in Artischockensud mit Safrantortellini“ und Parmesan-Aioli von Jörg Sackmann  sind ein absolutes Highlight, auch wenn Gäste kommen. 

Delikate Fleischspeisen machen die Entscheidung nicht leicht. Jacqueline Amirfallahs "Kalbsinvoltini mit Kartoffel-Steinpilz-Püree" möchte ich erwähnen und ihr  "Wildschweinragout mit Kartoffelnocken und Quitten". Die Köchin hat übrigens nach ihrem Studium der Soziologie erst zu kochen begonnen, erweiterte ihr Wissen u.a. in dem renommierten Sterne-Restaurant  "Im Schiffchen" in Düsseldorf und betreibt heute das Bistro Apex in Göttingen. 

Bei den Desserts will ich den  "Topfenknödel mit Himbeersauce" von Karlheinz Hauser nicht unerwähnt lassen. Ein in gebratenen Semmelbrösel versteckter Traum, der ebenso überzeugt wie Jörg Sackmanns "Ofenschlupfer mit Aprikosen und Vanillencreme". 

 Empfehlenswert.

Hier der Link zum Verlag. Dort können Sie bestellen, alternativ  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke.

Rezension: Venedig- Die Kulturrezepte

Laura Zavan ist die Autorin dieses bemerkenswerten Kochbuchs, das 100 Rezepte und fünf kulinarische Spaziergänge durch die schönsten Quartiere Venedigs enthält und zudem mit zahlreichen interessanten Adressen zum Ausprobieren aufwartet.

Die tollen Fotos von Venedig und den Speisen im Buch stammen von Grégoire Kalt

Unterteilt in 5 Kapitel mit Rezepten, sind die besagten textlichen Spaziergänge auflockernd  und Atmosphäre erzeugend dazwischengeschoben. Sie führen den Leser durch Cannaregio, San Polo, Castello, San Marco, Santa Croce, Dorsoduo, Giudecca sowie auf die Inseln Mazzaorbo und  Burano.

Zunächst erfährt man mehr über den venezianischen "bacaro". Das ist eine Weinbar, in der man kleine Häppchen zu sich nehmen kann und einen Aperitif- bevorzugt ein kleines Glas Wein- genießt. Man lernt diverse Rezepte für diese kleinen Häppchen kennen, erfährt mehr über "Il Baccalà" (Stockfisch), der in einigen Häppchen-Rezepten eine Rolle spielt. Es folgen delikate Rezepturen für Crostini, Panini und Tramezzini. 

Die Rezepte lassen sich einfach zubereiten. Man erfährt jeweils für wie viele Personen sie gedacht sind, und wie lange die Zubereitung sowie die eventuelle Kochzeit andauert. Gefallen haben mir die"kleinen Kräuteromelette", auch die frittierten Meeresfrüchte in der Tüte. Sehr gut auch sind die Rezepte für die Drinks wie etwa für den berühmten "Bellini", dessen Geschichte man auch erfährt. Viele werden sie allerdings schon kennen. 

Die Erläuterungen durch das Ghettoviertel sind bestens. Diese im Gepäck liest man sich in die "Antipasti" (Vorspeisen) ein. Besonders neugierig macht mich die "Venezianische Vorspeisenplatte", die keineswegs aufwendig in der Zubereitung ist, aber viel zu bieten hat. Sehr gut auch ist das "Carpaccio wie bei Cipriani", aber auch die "Jakobsmuscheln aus dem Ofen" und die "Gebraten Königsgarnelen", die mit Artischocken serviert werden.. Erwähnen möchte ich das Rezept für "Gebratene Muscheln" und für "Marinierte Sardellen" sowie für die"Ravioli mit kleinen gebratenen Artischocken und für die "Tortellini Al Gamberi". 

Es ist unglaublich spannend,  in diesem Buch zu lesen, weil vor vielen Gerichten noch spezielle warenkundliche und andere Informationen mitgeliefert werden.  Das"Risotto mit Meeresfrüchten" überzeugt mich aufgrund der Zutatenkomposition  sehr und die "Zuppa de Pesce" ist eine schöne Alternative zur südfranzösischen Bouillabaisse. 

Tolle Fischgerichte wie etwa "Goldbrassen aus dem Ofen" oder "Steinbutt mit Kräutern" lassen sich einfach zubereiten. Das auch gilt für den  "Wolfsbarsch mit Fenchel" und den "gegrillten Seeteufel". 

Alles leichte Sommergerichte, ideal zu einem trockenen Glas Weißwein. Kräuter, Olivenöl und Knoblauchzehen sorgen für südliche Aromen. Die Fleisch- und Geflügelgerichte sind ebenfalls mit Knoblauch und Kräutern gewürzt. Sehr gut ist das Rezept für Kaninchen im Schmortopf. Basilikum und Tomaten machen klar, woher das Rezept kommt. Die "Leber auf venezianische Art" habe ich bereits ausprobiert und zwar in der im Buch ebenfalls erwähnten Variante, - mit Feigen, Rosinen und Pinienkernen- , die dem Gericht eine beinahe orientalische Note verleiht. 

Wunderbare Gemüsegerichte überzeugen selbst Menschen, die normalerweise nicht so gerne Gemüse mögen und die Desserts gefallen auch, aber eher im  Herbst und Winter.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen:http://www.at-verlag.ch/buch/978-3-03800-826-2/Laura_Zavan_Venedig_Die_Kultrezepte.html
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Rezension: Das Schwedenkochbuch - Rezepte und Geschichten aus Margaretes Küche

Dieses Kochbuch von Margareta Schildt Landgren ordnet die darin enthaltenen schwedischen Gerichte den Jahreszeiten zu. 

Neben den sehr guten Rezepten hat der Leser Gelegenheit sich in Geschichten zu vertiefen, die ihm schwedische, kulinarische Gepflogenheiten nahebringen; entsprechende fotografische Impressionen und appetitanregende Fotos runden das Kochbuch zu einem Werk ab, das man immer wieder gerne in die Hand nimmt, sei es um darin zulesen oder eines der Gerichte zuzubereiten. 

Die Rezepte sind sehr gut gegliedert und beginnen mit nicht selten  kleinen Anekdoten, oftmals sehr persönlichen. 

So ganz nebenbei erfährt man Wissenswertes über die Gepflogenheiten der Schweden in den einzelnen Jahreszeiten, über das Lucia-Fest (der ein oder die andere wird die hübschen schwedischen Mädchen mit der Kerzenkrone schon gesehen haben), über warenkundliche Besonderheiten, über den Mittsommer und vieles andere mehr und lernt ungewöhnliche Rezepte kennen, die es sich lohnt nachzukochen. 

Gerade am vergangenen Freitag habe ich den "Schwedischen Garnelencocktail" ausprobiert und ihn mein Repertoire von kalten Gerichten  eingefügt, die ich zu Weißwein serviere. 

Sehr gut auch ist das Rezept für "Gegrillten Lachs", der aufgrund der Semmelbrösel-Kräuter-Kruste eine besonders delikate Note erhält. 

Es führt zu weit auf all die tollen Gerichte hier einzugehen. Erwähnen möchte ich aber, dass man sich bei den Gewürzen eher zurückhält und auf die Aromen der Hauptzutaten vertraut. Das gilt für die Fleischgerichte ebenso wie für Fischspeisen. 

Festhalten lässt sich, dass es sich um eine delikate, nicht zu schwere Küche handelt, die sich selbst bei den Süßspeisen als nicht bombastisch erweist Der Schwerpunkt liegt fast immer auf  gesunden Produkten und  auf naturbelassenen Aromen,  köstlich zubereitet und raffiniert komponiert. 

Empfehlenswert.
Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch bestellen https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836927598 oder aber Sie wenden sich an Ihren Buchhändler vor Ort und bestellen bei ihm.

Rezension: Esprit de Campagne- Rezepte aus einem französischen Landhaus- Christina Hubbeling

Die Schweizer Autorin Christina Hubbeling stellt in ihrem reich bebilderten Kochbuch Rezepte aus einem französischen Landhaus vor. Schon der Einband beeindruckt und thematisiert französische Rokoko-Szenen, die sich irgendwo auf dem Land zugetragen haben und zwar zu Zeiten Rousseaus, dem man das Zitat "Retour à la nature!" („Zurück zur Natur!“) zuschreibt. 

Das Buch ist sehr edel und wirkt durch die Tatsache, nicht mit Hochglanzfotos zu arbeiten, überaus authentisch. Neben sehr schönen Rezepten von den vorgestellten Gerichten werden Impressionen des französischen Landlebens gezeigt aber auch sehr eindrucksvolle Landschaftsbilder. 

Die Rezepte sind untergliedert in: 
Vorspeisen
Hauptgerichte 
Nachspeisen 

Zudem gibt es noch ein weiteres Kapitel mit der Überschrift: Vorrat 

Vor jedem Kapitel und vor vielen Rezepten liest man persönliche, kurzweilige Notizen, die ungemein auflockernd wirken und dem Kochbuch eine charmante Note verleihen. 

Wer Frankreich kennt und dort die Autobahn verlassen hat, um die auch kleineren Orte kennenzulernen, weiß um die gutbürgerliche Küche der Franzosen, deren Niveau legendär ist. 

Bei den Vorspeisen haben mir die "Jakobsmuscheln aus dem Ofen" sehr gut gefallen. Durch die Aromatisierung mit Marsala erhalten sie den letzten Kick. Bestens auch ist das Rezept für "Französische Zwiebelsuppe aus dem Ofen" und für die "Kartoffelsuppe mit Brillant-Savarin". Der frische Majoran rundet das Geschmackserlebnis wirklich perfekt ab. 

Für den Herbst und Winter wartet der  "Wintersalat mit Jakobsmuscheln" auf die Hobby-Köche. Interessante Zutaten machen den Salat zur idealen Vorspeise für einen Hauptgang mit Wild. 

Bei den Hauptgerichten begeistert mich u.a. das Rezept für  "Dorade mit frischen Kräutern", auch der "Zwiebelkuchen mit Rosmarin und Ziegenkäse", wenn Freunde zum geselligen Weinumtrunk kommen. Die Rezeptur für das "Hühnchen in Rotwein" möchte ich besonders loben und auch jene für die "Terrine wie zu Großmutters Zeiten". Dazu etwas Brot ein Glas Rotwein und ein Abendessen ist gelungen.

Wunderbare Desserts warten des Weiteren auf den Leser. Mitunter ist ein schlichtes Dessert das Beste, was man nach einem üppigen Hauptgericht servieren kann. Hier erweist sich der "Fenchel- Ingwer-Kuchen" als gelungen. Für Süßmäuler, die es etwas üppiger mögen, ist der "Aprikosenkuchen à la Château –de- Vaulx"  ideal. Ich selbst bin Fan von  "Karamelflan". Das Rezept im Buch reicht für sechs Personen und lässt sich einfach zubereiten. 

In der Rubrik "Vorrat"  lernt man z.B. ein Rezept für "Hausgemachten Tomatenketchup“ kennen aber auch für "Holunderbutter", die man in Frankreich zu Crêpes oder Baguette genießt. 

Alles in allem ein gelungenes Kochbuch. 

Empfehlenswert.

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Rezension: Das Safran Kochbuch- Susanne Fischer Rizzi

Susanne  Fischer- Rizzi,  die Autorin  dieses anspruchsvollen, reich bebilderten schönen Buches, das weit mehr ist als ein Kochbuch im herkömmlichen Sinne hat zunächst Philosophie studiert, bevor sie sich zur Heilpraktikerin ausbilden ließ. In Indien studierte sie ayurvedische und tibetische Kräuterheilkunde. Zudem wurde sie von indianischen Heilerinnen und Heilern unterrichtet. Heute lebt Fischer -Rizzi in einem Bauernhaus in den Allgäuer Bergen und hat zwischenzeitlich dreizehn Bücher zu den Themen Naturheilkunde sowie Aromatherapie geschrieben. 

Die Fotos in diesem Buch hat Ulla Mayer-Raichle realisiert. Vor mir liegt die 5. Auflage des Werkes, das nicht grundlos mit der Goldlorbeeren-Medaille und dem Goldenen Lorbeerblatt von Historia Gastronomica Helevetia als auch mit der Silbermedaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands ausgezeichnet worden ist. 

Untergliedert ist das Buch in vier große Abschnitte. Im ersten Abschnitt erfährt man was Safran, - das rote Gold- überhaupt ist, wo es wächst und woher es kommt. Man lernt die Blüten des Safrankrokus anhand von Bildern kennen und auch die dunkelroten Safranfäden, die aus dem Blütenkelch herauswachsen. Um ein Kilo von ihnen zu sammeln, benötigt man zwischen 250 000 und 360 000 Stück. 

Safran ist nicht billig. Derzeit kostet 1 Kilo bis zu 6000 Euro. 

Als ursprüngliches Herkunftsland der Kostbarkeit wird Kaschmir genannt. Dort wurden Kulturen des wilden Safran an den Hängen des Himalaja angelegt. Wer sich über die Geschichte und Verbreitung des Safran näher kundig machen möchte, wird im Buch sehr gut informiert. Dabei bleibt der Handel mit dem roten Gold nicht ausgespart. Handel mit  Gewürzen galt als einträglichstes Geschäft des Abendlandes. 

Nicht zuletzt Venedig und der Vatikan drängte nach gewinnbringendem Safranhandel, der damals auch ein Motiv für Kriege im Orient war. Über echten und gefälschten Safran wird man ausführlich durch Bilder und Texte aufgeklärt, bevor man Näheres über das Heilen mit Safran erfährt. Schon die Ägypter nutzen ihn als Heilmittel. 

In allen Zeiten nahm man an, dass Safran verjüngt und die Organe revitalisiert. In der europäischen Heilkunde wird Safran mit Wein, Tee oder Milch gemischt. Die Autorin berichtet über Safran in der ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Heilkunde, in letzterer wird er bei stagnierender Lebensenergie verordnet, aber auch zur Stärkung von Herz und Leber. 

Man erfährt Wissenswertes zur Dosierung, zum Aroma,  zur Löslichkeit,  zum Zusammenspiel der Zutaten, zum Einkauf und der Aufbewahrung von Safran bevor die Koch-Rezepte folgen.

Diese sind untergliedert in: Suppen, Fisch, Fleisch und Geflügel, Reis, Teigwaren und Co, Gemüse und Kräuter, Desserts, Gebäck, Getränke, Liköre, Wein und Elixiere. 

Die Rezepte werden alle sehr gut erklärt und erweisen sich als äußerst delikat.  Sonntagsgerichte, zumeist. Das gilt für die "Kastilische Safran-Mandel-Suppe" ebenso wie für die "Spanischen Thunfischfilets", auch für die "Bouillabaisse", die sich in der Rezeptur allerdings nicht von Rezepten anderer Kochbücher unterscheidet. Sehr gut ist die Zusammenstellung der Zutaten für das "Lammcouscous aus Marokko" und lobenswert auch das "Madras –Chicken-Curry". Gefallen hat mir die Anekdote, die dem Rezept für "Risotto Alla Milanese" beigefügt ist, ein einfaches, aber exzellent schmeckendes Gericht, zu dem ein Glas trockener Weißwein bestens passt. 

Nicht vergessen wurde das Rezept für die "Spanische Paella" sowie für "Persischen Mandelreis" und das Rezept für die "Aioli". 

Desserts vom feinsten, so etwa  "Zulaidas Datteln", die als Zutaten nicht nur Safran, sondern Rosenwasser, gehackte grüne Pistazien und Honigmarzipan enthalten. Überzeugend auch die "Orangen im Bett" und die "Safraneiscreme", die "Russische Bärentatzentorte" und die tollen Getränke zum Schluss. Der "Nektar der Mondgöttin" wirkt ähnlich beruhigend wie der "Sonnenstrahlentee". Am neugierigsten aber macht mich der "Altrömische Gewürzwein nach Apicius", den ich bislang noch nicht zubereitet habe, weil ich eine der  Zutaten vermutlich nur bei einem Gewürzhändler in Wiesbaden erwerben kann. Es handelt sich hierbei um Mastixkörner. 

Wer sein Herz stärken möchte, sollte ein Angelika-Elixier für ein langes Leben zubereiten und sich zudem diese Zeilen merken, die ich zu Ende des Buches entdeckt habe, 

"Lass Dein Lachen hellschimmernde Lust sein 
wie glitzerndes Licht auf rieselnden Wellen 
Lass Dein Leben leicht dahintanzen am Rande
Der Zeit wie der Tautropfen am Rande des Blattes.“

 (Rabingranath Tagore) 

Sehr empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können dort das Buch bestellen http://www.at-verlag.ch/buch/978-3-03800-613-8/Susanne_Fischer-Rizzi_Das_Safran_Kochbuch.html
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Rezension: Kochen à la Liberte - Französische Rezepte neu interpretiert- Daniel Galmiche

Der Einführung in dieses Kochbuch kann man entnehmen, wie es dazu kam,  die wesentlichen Aussagen unter dem Motto der französischen Revolution festzuhalten: Liberté, Égalité, Fraternité.

Besagte drei Kapitel im Buch interpretieren die französische Küche neu. Liberté stellt Rezepte vor, in denen komplizierte herkömmliche Techniken durch einfachere ersetzt worden sind. Égalité demokratisiert die Rezepte, indem einfachen Zutaten eine Rolle zuwächst. Fraternité  möchte die Kombination klassischer Zutaten, die innovativ und stilvoll neu kombiniert werden.

Zunächst lernt man in diesem Buch bemerkenswerte Grundrezepte kennen, so etwa für eine " Französische Vinaigrette" oder auch für  "Croûtons". Alle vorgestellten Grundrezepte sind gut und schrittweise erklärt. Man erfährt immer für wie viele Personen die Rezepte gedacht sind und wie lange die Zubereitungszeit andauert.

Der dann folgende in die drei erwähnten Kapitel untergliederte, reich bebilderte Rezeptteil beginnt mit "Liberté- Klassische Gerichte, von den Einschränkungen der traditionellen französischen Küche befreit.“ Zugeordnet sind diese Rezepte den Oberbegriffen  "Leichte Gerichte", "Hauptgerichte", "Desserts". Vor jedem Gericht hat man Gelegenheit eine kleine persönliche Einführung zu lesen und sich dann in die Rezepte zu vertiefen, die im ersten Teil bereits sehr kreativ daherkommen. In einem eingebundenen Sonderteil erfährt man Wissenswertes über das Trocknen von Lebensmitteln. Gerichte wie etwa  "In Cidre geschmortes Paprikahuhn" oder ein  "Warmer Salat mit glasierten Wachteln" sprechen mich sehr an und auch "Mit Lamm und Lavendel gefüllte Tomaten".

Ein tolles Herbst- und Wintergericht ist das "Hirschbourguinon mit dunkler Schokolade und Sternanis". Das Rezept gefällt mir weit besser als das Original, nicht nur weil hier Wild verwendet wird, sondern auch weil Gewürze wie Sternanis für Aromen sorgen, die Anklänge an den Orient mit einbinden. Als Dessert eine "Tartin Tatin",  nicht traditionell mit Äpfeln, sondern stattdessen mit Ananas, Chili und Zitronengras zu untermauern, finde ich mehr als spannend und eine "Blutorangen- und Sternanis-Tarte" ist an sich das ideale Dessert nach dem soeben erwähnten "Hirschbourguinon mit dunkler Schokolade und Sternanis."

Der zweite Teil des Buches gehört der Egalité, d.h. den demokratischen Gerichten, die schlichten Zutaten eine große Rolle schaffen. Besonders gefallen haben mir bei den leichten Gerichten: "Schnecken mit Fenchel und Mandel in Rotweinsauce", auch der "Salat mit Radieschen, Chicorée und marinierte Birnen". Über "Sous-Vide- Garen" wird in einem Sonderbericht gut geschrieben. Zu diesem Thema habe ich im letzten Jahr ein Buch rezensiert und meine dies beurteilen zu können. 

Ein gelungenes Hauptgericht ist das "Schweinelendchen mit Pilzen, Feigen und Maronen", auch sehr gut sind die "Lachskrautwickel mit Zitronensauce". In diesem Teil überzeugt mich als Dessert das "Honigparfait mit pochiertem Rhabarber" am meisten. 

Im dritten Teil "Fraternité" schließlich lernt man Gerichte kennen, die klassische Zutaten erfindungsreich und mit Stil neu kombinieren. Hier überzeugen mich bei den leichten Gerichten die "Teigtaschen mit Hähnchen, Lauch und Waldpilzen" und auch das "Jakobsmuschelsouffle mit Pilzschaum". Die Estragonblätter passen bestens in dieses Rezept. Über Räuchern wird man in einem Sonderbeitrag aufgeklärt und kann sich praktische Kenntnisse zu dem Thema beim Zubereiten eines "Eintopfs mit geräuchertem Hähnchen und Zucchini" erwerben. Wunderbare Gerichte allesamt. Wenn es zum Nachtisch dann "Crêpes Suzette und Grapefruit-Rosmarin-Sirup gibt", dann ist man sich nicht mehr sicher, ob man zuhause oder irgendwo in der Provence bei Tisch sitzt. 

Für Liebhaber der französischen Küche allemal ein Grund für einen Neuerwerb.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch bestellen.  https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836920995 oder aber Sie wenden sich an Ihren Buchhändler vor Ort und bestellen bei ihm.

Rezension: Quiches- Ofenfrisch verführerisch- Tanja Dusy

Dieses Set enthält ein Rezeptbuch für Quiches mit kostenloser App zum Sammeln von Lieblingsrezepten sowie eine brauchbare Quicheform von 28cm Durchmesser mit Hebeboden. Die Form muss vor dem ersten Gebrauch gereinigt werden. Man sollte sie vor jedem Benutzen kurz einfetten und stets auf den Rost, nicht aber auf den Ofenboden stellen. Vor dem Schneiden  ist es notwendig, die Quiche aus der Form zu heben. Das funktioniert problemlos, weil der Boden nicht mit dem Rand fest verbunden ist.

Im aufklappbaren Klappendeckel der Vorderseite des reich bebilderten Büchleins finden sich Erläuterungen zu den Quiche-Basics. 

Untergliedert ist das Nachschlagewerk in drei große Rezeptteile:
Mit Gemüse und Käse 
Mit Fisch und Fleisch 
Klein und Fein 

Eingangs findet man zunächst gute warenkundliche Informationen, dann geht es gleich  zur Sache. 

Alle Rezepte sind schrittweise und sehr gut beschrieben. Die Zutaten werden übersichtlich aufgelistet und bestechen durch eine durchgängig interessante Aromagestaltung. Zubereitungs- und Backzeit werden stets genannt und auch die Anzahl der Kalorien pro Stück.

Der Klassiker "Quiche Lorraine" wurde bei den Rezepten nicht gottlob ausgespart, doch es finden sich viele andere Rezepte, die die Wahl nicht leicht machen. Weintrinker werden entzückt sein, was sie ihren Gästen zukünftig als Imbiss zum Wein jeweils präsentieren können. 

Sehr gut gefallen mir u.a. die "Chicoréequiche", bei dem u.a. Camembert eine Rolle spielt, natürlich auch der wunderbare "Zwiebelkuchen" und die "Meeresfrüchtequiche". Ideal zu Weißwein.

Im Buch sind auch für kleine Tarteförmchen (8- 12 cm Durchmesser) Rezepte angegeben, die mich allesamt überzeugt haben. Zu Rotwein kann man "Birnen-Gorgonzola-Törtchen"  reichen. Diese gelungene Rezeptur, lohnt sich auszuprobieren. Raffiniert sind die "Tomaten-Tartes-Tatins", Sehr gut mit einem Glas Rosè, aber auch die "Oliven-Ricotta-Tarteletts" für die Sommerparty. 

Ein gelungenes Rezeptbuch von Tanja Dusy als tolles Geschenkset. 

Empfehlenswert. 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Set bestellen:http://www.gu.de/buecher/kochbuecher/geniesserkueche/729801-quiche-set/ oder bei Ihrem Buchhändler um die Ecke kaufen.

Rezension: Die portugiesische Küche- Alexandra Klobouk, Rita Cortes Valente de Oliveira

Nachdem wir vor Kurzem auf "Buch, Kultur und Lifestyle" portugiesische Weine vorgestellt haben, möchte ich heute ein Kochbuch rezensieren, das sich mit der portugiesischen Küche näher befasst. 

Untergliedert sind die Rezepte in die Rubriken: 
Appetithappen 
Suppen 
Fisch 
Fleisch 
Beilagen 
Süße Sachen 

Vorangestellt sind dem Rezeptteil ein Essay über die Küche Portugals und Anmerkungen zu diesem Kochbuch, verfasst von der Autorin und Kulturillustratorin Alexandra Klobouk. 

Im Rezeptteil finden sich viele Fotos, aber auch hübsche Illustrationen, die einen visuellen Eindruck von den Kochergebnissen Rita Cortes Valente de Oliveira vermitteln. 

Die Appetithappen, genannt "Petiscos" speist man in kleiner Runde, zuhause oder auch in entsprechenden Lokalen, in denen man den Fado hören kann und trinkt dazu Wein oder auch Bier. Die Autorin wartet bei vielen Rezepten, die übrigens alle sehr gut erklärt werden, fast nebenbei mit ein wenig  historischem Hintergrund oder aber speziellen Tipps auf. 

Da mir die portugiesische Küche bislang relativ unbekannt war, habe ich mit viel Neugierde die Rezepte gelesen und das ein oder andere auch bereits ausprobiert. Natürlich ist diese Küche mediterran, aber ursprünglicher als die italienische oder spanische. Fisch und Schalentiere finden sich in so manchem Rezept und mit hochwertigem Olivenöl wird nicht gegeizt. 

"Die scharfen Garnelen" überzeugen als Vorspeise mich am meisten, gefolgt von den "Venusmuscheln in Wein, Knoblauch und Koriander". Sehr gut wird anhand von Illustrationen erläutert, was man tun muss, damit der Muschelgenuss ohne Risiko funktioniert. Lecker auch sind die Rezepte für Bacalhau und für die Suppen, so etwa für die berühmte "Caldo verde", eher eine Suppe für den Herbst oder Winter des Kohls wegen. Für die Sommerzeit eignet sich natürlich die "Klassische Gaspacho" besser. Mir gefällt, dass sie mit Minze und Oregano aromatisiert wird. Das verleiht dem Gericht einen wirklich tollen Geschmack. Da dürfte selbst ein Brite nicht "nein" sagen. 

Im Rahmen zweier illustrierter Seiten lernt man die landestypischen Fische kennen und in der Folge dann hervorragende Rezepte. Sehr gut wird erläutert wie man Fische perfekt grillt und wie man den berühmten "geschichteten Fischtopf"  zubereitet. Dieser "Caldeirada" ist eine Kreation eines portugiesischen Fischers und enthält sowohl Wein als auch Whiskey, um die Aromen von Fisch, Gemüse und anderen Zutaten zu betonen. Ausprobieren muss man  "Cataplana mit Meeresfrüchten und Fleisch", ein Rezept mit zahlreichen Varianten für jedermanns Geschmack. 

Auch die Fleischgerichte machen neugierig, so etwa "Rebhuhn mit Maroni", auch "Schweinfilet mit Portwein, Honig und Balsalmico" sowie der "Besoffene Hase" und das "Zicklein aus dem Ofen". Knoblauch spielt nicht selten eine Rolle bei der Aromatisierung von Gerichten, auch Kräuter und hier auffallend oft Lorbeerblätter und immer mal wieder Minze. 

Delikat schmecken die portugiesischen Salate und die traditionellen Ofenkartoffeln passen bestens zu gegrilltem Fleisch oder auch zu Fisch. Welcher portugiesischer Wein zu welchen Speisen passt, wird auch erläutert. Man lernt die wichtigsten Weinanbaugebiete kennen und weiß am Ende auch, welcher Portwein zu welchem Dessert passt. 

Die Königin der portugiesischen Süßigkeiten ist ein Sahnepastetchen aus Blätterteig und einer köstlichen Eigelb-Sahne-Creme. Sehr lecker aber auch ist die Mandeltarte, die man in Italien ganz ähnlich zubereitet. Erläutert wird im Dessertteil zudem, welche Kaffee-Kreationen man in Portugal bevorzugt und man erhält sogar noch Adressenmaterial im Hinblick auf Lebensmittel und empfohlene Weine aus Portugal. 

Den Adressen möchte ich http://www.wein-deko.de/weinlaender/portugal.html anfügen. Diese Weine passen bestens zu den köstlichen Speisen, die im Buch vorgestellt werden.

Sehr empfehlenswert.

Bestellen können Sie das Buch direkt beim Verlaghttp://www.kunstmann.de/titel-1-1/die_portugiesische_kueche-958/ oder aber  im örtlichen Buchhandel.

Rezension: Ein königliches Kochbuch

Dieses bemerkenswerte Kochbuch enthält saisonale Rezepte aus dem Buckingham Palace. Dabei sollte man wissen, dass die königlichen Küchen einen Großteil ihrer Vorräte von unterschiedlichen Residenzen beziehen.

Im diesem Buch lernt man nicht nur auserlesene Rezepte kennen, sondern auch edles historisches Porzellan, tolle Blumenarrangements und schöne Gedecke. Die Menü-Rezepte sind den vier Jahreszeiten zugeordnet. Doch bevor man sich mit den Zutaten und Rezepturen im Einzelnen beschäftigen kann, erfährt man Wissenswertes zur Geschichte des königlichen Speisens. Hier auch liest man, dass mehrere Chefköche im Laufe der Jahrhunderte die Küchen geleitet haben und erfährt hierzu Wissenswertes.

Historische königliche Kochbücher bleiben nicht ausgespart, bevor man mehr über die Küche im Hier und Jetzt bei Hofe erfährt. So liest man u.a., dass der Buckingham Palace jährlich mehr als 50 000 spezielle Besucher zählt. Bei diesen handelt es sich um Gäste der Königinnen bei Banketten, Mittagessen, Diners, Empfängen und Gartenpartys.

Informiert wird man über den Ursprung der Zutaten, die zumeist von lokalen Lieferanten stammen. Man bevorzugt britische Erzeugnisse. 

Es werden Gärten und Ländereien gezeigt, wo die Früchte, das Gemüse oder auch das Wild heranwachsen, das dann in den Küchen verarbeitet wird. 

Im Rezeptteil kann man nicht nur delikate Rezepturen kennen lernen, sondern sich an wunderschönem Porzellangeschirr erfreuen, über das man ganz nebenbei aufgeklärt wird. Die Speisen sind durchaus nachkochbar, auch wenn man keine Originalprodukte zur Verfügung hat. 

Zutaten sind in guten Fachgeschäften erhältlich. Jeweils wird ein jahreszeitlich orientiertes Menü vorgestellt, das sich für entsprechend festliche Angelegenheiten bestens  eignet. 

Mir gefällt u.a., dass die Präsentation der einzelnen Gänge genau erläutert wird. Damit Sie eine Vorstellung erhalten,  führe ich kurz das Sommer- Menü hier an:

Spargel-Krone mit Krebsfleisch und Alphonso 
Mango Paupiette von der Seezunge mit Brunnenkresse-Mousse 
Sablé Breton mit Erdbeeren und Zitronencreme 

Sehr neugierig macht mich die Vorspeise des Frühlingsmenüs, die sich "Eier Drumkiblo" nennt. Wenn man  nicht all zu tief in die Tasche greifen möchte, kann man den Garnelenanteil an der Speise erhöhen und auf die Hummerschwänze verzichten, zumal diese ohnehin für das Gericht zerkleinert werden und sich im Mix kaum geschmacklich hervorheben.

Für Schokoladenliebhaber hält das königliche Menü-Buch einen Schokoladenkuchen bereit, der noch nicht einmal gebacken werden muss. 

Ein schönes, informatives Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Das Buch können sie direkt beim Verlag bestellen https://www.gerstenberg-verlag.de/ oder aber bei Ihrem  Buchhändler  vor Ort kaufen.

Rezension: Mein Küchen - ABC- Alfons Schubeck

Das ist das neue Kochbuch des von mir sehr geschätzten Sternekochs Alfons Schuhbeck. Es enthält neben delikaten Rezepten die 220 wichtigsten Fragen rund ums Kochen, die Schuhbeck sehr gut nachvollziehbar beantwortet. Die Fragen haben Bayern 3-  Hörer und Hörerinnen der beliebten Radiosendung "Kinderleicht kochen" an den Starkoch gestellt.

Untergliedert ist der Inhalt in die Rubriken:
Kräuter & Gewürze
Suppen & Saucen
Gemüse Kartoffeln, Nudeln & Co.
Fisch & Meeresfrüchte
Fleisch Geflügel& Wild
Desserts & Einmachen
Gebäck- süß & herzhaft

Die Vornamen der Personen, die die Fragen gestellt haben und auch deren Wohnorte werden genannt. Alle Fragen werden ausführlich beantwortet. Unter diesen fand ich übrigens viele, deren Beantwortung mich sehr neugierig machte und dass, obschon ich glaubte,  Küchengeheimnisse  seien nicht mehr mein Thema.

Auf Seite 14 beispielsweise liest man "Ist es sinnvoll, Gewürze vorher anzurösten?". Hier fand ich einen Hinweis, dass man   Paprikapulver nicht anrösten soll, weil es den Gewürzcharakter verändert. Vor langer Zeit hatte ich in einem ungarischen Kochbuch die Empfehlung gelesen, man solle das Paprikapulver anrösten und ich war damals alles andere als begeistert von dem Ergebnis. Schuhbeck hat ja so Recht. Auch bei allen anderen Antworten. Er weiß einfach, worüber er spricht. 

Jedem  der oben genannten Kapitel sind Fragen und Antworten vorangestellt. So erfährt man, was man am sinnvollsten mit Zucchini machen soll oder auch wie man Artischocken richtig zubereitet. Sehr hilfreich ist es zu wissen, wie man Okraschoten verarbeitet und Pak-Choi zubereitet, eine asiatische Kohlsorte, die ich als Beigabe zu WOK-Gerichten sehr schätze. 

Woran man frischen Fisch erkennt, wird der eine oder die andere wissen, doch weiß auch jeder, wann man ihn am besten salzt und würzt? 

220 Fragen und Antworten, bis hin zu der Frage, die Süßmäuler gerne beantwortet haben möchten: "Wieso hält der Backteig nicht an den Apfelkücherln?" 

Die Rezepte im Buch sind wie stets bei Alfons Schuhbeck sehr gut beschrieben. Ich schätze seine klare Sprache und den logischen Aufbau seiner Rezepte.  

Man erfährt natürlich auch für wie viele Personen die Zutaten reichen. Jedem der Rezepte ist eine spezielle Frage mit Antwort zugeordnet. So erfährt man ganz nebenbei zu der "Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen", wie man generell Gemüsesuppen bindet. 

Ein sehr schönes Rezept besonders  jetzt im Sommer ist der "Fischeintopf mit Curry", der auch abgekühlt sehr gut schmeckt. Dabei erfährt man auch, wie der Fisch in der Suppe nicht zerfällt. Lachs, Zander, Kabeljau auch Riesengarnelen bekommt man beim Fischhändlern problemlos, auch der Rest der Zutaten lässt sich einfach beschaffen. Alles ist bestens aufeinander abgestimmt. Ein wenig Baguette dazu und ein gutes Glas Riesling und die Welt ist in Ordnung. 

Sehr gut sind die "Venusmuscheln im Anissud" und der "Oktopus auf eingelegtem Gemüse". 

Übrigens müssen Fleischesser auch nicht darben. Verlockend finde ich hier nicht nur das "Rinderfiletsteak mit Rosmarinsauce", sondern auch den "Rosa gebratenen Lammrücken mit sommerlichem Gemüse", wenn Gäste kommen und man am Wochenende auf der Terrasse oder im Garten speisen möchte. 

Es ist nicht zwingend notwendig ein Kind zu sein, um "Marillenknödel mit Zimtbröseln" zu mögen, aber erwachsen sollte man schon sein, wenn man den Knödelinhalt mit Marillengeist oder Orangenlikör aromatisiert. 

Habe mich soeben entschieden die "Quiche Lorraine mit Schinken" heute Abend zuzubereiten. Das Rezept überzeugt. Dazu werden wir einen delikaten Weißwein trinken, der zu den verwendeten Käsesorten im Quiche-Rezept  am besten passt. 

Ein sehr gutes Buch. 

Sehr empfehlenswert.

Sie können das Buch problemlos beim Verlag direkt bestellen:  http://www.zs-verlag.com/

Rezension:Crashkurs Essen und Wein (Allgemeine Einführungen)

Gerd Rindchen und Gotthard Scholz haben ein Buch auf den Weg gebracht, das ich mit ganz großer Neugierde gelesen habe, denn ich schätze die Verbindung von delikaten Speisen und dazu harmonierenden Weinen sehr und lasse mich gerne diesbezüglich beraten.

Klappt man den vorderen Buchdeckel auf, werden dem Leser Infos zu den wichtigsten Weinen nach Geschmackstypen entgegengebracht, auch Weintypen und Essensklassiker bleiben nicht ausgespart.

Zunächst darf man sich mit zwei Goldenen Regeln befassen, die verdeutlichen, dass die Autoren eine liberale Grundhaltung bei allen Empfehlungen zu dem Thema besitzen und nicht missionieren wollen.

Es gibt hilfreiche Betrachtungen zu sogenannten Weinbasics. Hier erfährt der Leser nicht zuletzt Wissenswertes zum Einfluss der Tannine und wird mit dem ersten Irrtum von vielen, die im Buch zur Sprache kommen, vertraut gemacht. In dem hervorragend illustrierten Buch werden sechs Weintypen vorgestellt, darunter der von mir geschätzte grüne Typ, der knackig und frisch daherkommt und der u.a. sehr gut zu Seafood aller Art passt. Typische Weine dieser Sorte werden aufgelistet, darunter der von mir geschätzte junge grüne Veltliner oder auch Sauvignon blanc.

Es führt zu weit alle Typen hier zu benennen. Rot und Lila lässt sich denken, doch was versteckt sich unter dem orangen Typ, der hier als "voll und intensiv" gekennzeichnet ist? Gewürztraminer beispielsweise. Alle Typen werden bestens beschrieben und zum Schluss des Kapitels gibt es noch einen Überblick, wo man sich alles anhand eines Schaubildes abermals vergegenwärtigen kann.

Sehr gut aufgeklärt wird man über die Weintemperaturen. Hier wird der ein oder andere staunen, speziell bei Rotweintemperaturen.

Anhand einer Illustration erfährt man mehr zur Verarbeitung von Geschmacks- und Geruchsinformationen. Erläutert werden in Texten im Anschluss Süße, Säure, Salziges, Bittertöne, Scharfes, Fettiges, auch Umami-Noten im Wein. Gezeigt wird, welche Geschmackskombinationen bei Speis und Trank sinnvoll sind und welche man meiden sollte. Erläutert wird auch, welcher Wein zu welcher Sauce harmoniert und zwar ausführlich und sehr gut nachvollziehbar.

Essensbasics und Wein sind ein weiteres Thema. Hier auch wird mit dem Irrtum aufgeräumt, dass man zu hellem Fleisch stets Weißwein und zu dunklem immer Rotwein genießen sollte. Alle Fleisch- und Fischsorten, auch Krustentiere, Gemüse etc. werden im Hinblick auf den passenden Wein in Augenschein genommen. Sehr gut werden Zubereitungsarten und Wein thematisiert. So stellt sich die Frage, welcher Wein passt zu Gerichten aus dem Topf, Backofen oder auch Pfanne und es wird die Goldene Regel Nr. 5 mitgeliefert, wonach ein Wein um so gehaltvoller sein sollte, je intensiver der Geschmack der Speise ist.

Zur Sprache gebracht wird auch, welche Weine zu scharfen Essen passen und welche Weine man diesbezüglich meiden sollte. Man erfährt Wissenswertes zu Kräutern und Gewürzen und welche Weine damit jeweils harmonieren. Besondere Weinpartner wie Käse und Schokolade werden unter die Lupe genommen, auch Dessertweine werden als Essensbegleiter thematisiert

Sehr gut sind die sieben Goldenen Regeln zur richtigen Weinauswahl und die vielen Hinweise zur Länderküche. "Welcher Wein zum Curry?" wird sich der ein oder andere bereits gefragt haben, doch hier werden weitaus mehr Fragen beantwortet, beispielsweise welchen Wein man zu Sushi trinkt.

Passende Weine für alle Fälle kommen auch zur Sprache, bevor der Praxisteil beginnt. Dort gibt es sehr gute Rezepte, die in bestens nachvollziehbaren Arbeitsschritten erläutert werden. Zu diesen Rezepten werden unterschiedliche Weine empfohlen und begründet, weshalb sie dazu passen.

Beispiel: "Zanderfilet in Weißweinsauce". Weinempfehlungen: Silvaner aus Franken, Chablis aber auch Spätburgunder Rosé. Rezept und Gründe für die Kombi werden genannt, nicht aber Weine aus speziellen Weingütern. Hier geht es um Generelles.

Ein sehr gutes Buch, das ich jedem empfehle, der stimmige Aromakombinationen auf Zunge und Gaumen zu schätzen weiß.

Wie immer gilt: Wer liest, ist anschließend informierter.

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