Lazaros Kapageoroglou, der Autor dieses Kochbuchs, ist Chefkoch in der Schweiz. Der gebürtige Grieche hat für dieses Werk Rezepte von verschiedenen Inseln Griechenlands gesammelt. Dabei hat er die einzelnen Insel besucht, mit den Menschen geredet, mit ihnen gekocht, hat fotografiert und probiert, wie er schreibt und mit den Inselbewohnern gelacht. Das klingt vielversprechend und sympathisch!
Das Buch ist untergliedert in:
-Ionische Genüsse
-Kreta
-Kykladen
-Der Dodekanes
-Nordostägäische Inseln
Die Reise beginnt im Westen. Hier besucht der Autor die Inseln des Ionischen Meeres- Korfu, Kefalonia und deren Nachbarn, alsdann Kreta, die größte griechische Insel, dann im Süden der Ägäis die Dokanes-Inseln, unter diesen Rhodos, Symi und Kalymnos, schließlich die Kykladen und am Ende die Inseln der nördlichen Ägäis, wie Chios, Lesbos und Samos.
Die Rezepte in den einzelnen Kapiteln zeigen die Vielfalt der geschmacklichen Vorlieben der Griechen. Alle Rezepte werden gut erklärt und mittels eines appetitanregenden Fotos werden die Rezeptergebnisse jeweils gezeigt. Inselimpressionen vervollständigen den visuellen Eindruck.
Vorgestellt werden herzhafte aber auch süße Speisen. Man erfährt stets, wo der Schwerpunkt der Aromen der einzelnen Inseln sich in den Speisen wiederfindet. So gibt es beispielsweise ein Rezept für "Tsimeta", das sind gefüllte Zucchiniblüten. Auf den Kykladen werden sie mit Reis und Kräutern gefüllt auf Kreta stattdessen mit Käse. Spannend auch sind die Zutaten für "Gemista", sprich gefüllte Tomaten in der Variation auf Syros. Hier spielen die Aromen von Rosinen und Pinienkernen in der Füllung eine Rolle. Köstlich sind der Gemüseeintopf mit Namen "Soufiko", ein typisches Sommergericht der Insel Ikara, wie auch die Muscheln in pikanter Tomatensoße, genannt, "Media Saganaki", das in meinen Augen, alle Inseln geschmacklich vereint.
Die Gerichte in ihrer Gesamtheit zeigen regionale Unterschiede auf, die sehr gut erläutert werden.
Sich in die Zutatenliste der vielen schönen Rezepte zu vertiefen, ist der Schritt, um die griechischen Inseln nicht nur geschmacklich, sondern von ihren Anbaumöglichkeiten her zu erkunden und zu verstehen.
QR Codes, die dem Buch beigefügt sind, führen zu Playlists mit griechischer Musik und schenken die passende musikalische Begleitung beim Lesen, Kochen und auch beim Speisen.
Was noch? Griechische Klassiker. Sie kommen ganz zum Schluss. Hier möchte ich den Fisch im Backpapier hervorheben, der auf den Kykladen besonders beliebt sein soll. Er nennt sich "Psári Stin Ladokóla".
Nicht zu vergessen, ein wirklich köstliches "Tsatsiki", beispielsweise zu gegrillten Gemüse!
So entstehen kulinarische Inseleindrücke, die man nicht so rasch vergisst.
Lesen? Ja! Nachkochen unbedingt! Die Inseln besuchen? Ideal!
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