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Rezension: Für mich – Rezepte und Verwöhnideen für Körper, Geist und Seele- Callwey

Dieses Werk ist weit mehr als ein Kochbuch und könnte ebenso gut in die Rubrik "Gesundheit, Wellness und Sport" bei "Buch, Kultur und Lifestyle" eingebunden werden. 

Amber Rose, Sadie Frost und Holly Davidson haben "Für mich" verfasst. Die Fotos stammen von David Loftus. Alle drei Damen erzählen jeweils über zwei Seiten hinweg Autobiografisches, sodass man eine Idee von deren Werdegang hat und versteht, weshalb sie ein Buch über Gesundheit und Nahrung für den Körper, Geist und Seele geschrieben haben. 

Im ersten Teil werden Rezepte vorgestellt. Diese sind untergliedert in: 
Smoothies& Getränke, 
Frühstück, 
Suppen, Salate & Beilagen, 
Hauptgerichte, 
Süßes 
Grundrezepte. 

Die einzelnen Rezepte werden schrittweise sehr gut erklärt und enthalten beste Zutaten von hohem gesundheitlichem Nutzen. Allen Rezepten sind einige Spezialinfos zugeordnet. Bei "Grüner Morgen Smoothie" liest man eingangs beispielsweise "Protein ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Nüsse sind eine wirklich gute Quelle dafür, insbesondere für Vegetarier und Veganer."

Am meisten überzeugt mich bei den "Smoothies und Getränken" der "ABC -Saft mit Ingwer & Kurkuma“, da er viele Enzyme und immunstärkende Vitalstoffe beinhaltet. 

Die Rezepte für das Frühstück bieten für jeden Geschmack etwas. Dabei ist der "Obstsalat mit Thai-Kräutern und Limettensaft"   ideal für diese Jahreszeit. Sehr inspirierend gerade jetzt im Sommer ist das Kapitel über "Suppen, Salate & Beilagen", wie etwa "Fenchelsalat mit Blutorangen & Büffelmozzarella". Sehr gut finde ich die Auflistung von Nahrungsmitteln mit Protein, guten Fetten und auch den probiotischen Lebensmitteln. Delikate, teilweise exotische oder mediterrane Hauptgerichte sorgen für Aha-Erlebnisse. Das gilt für "Huhn auf japanische Art" genauso wie für den "Fischertopf mit Fenchel & Estragon-Gremolata". 

Sie Süßspeisen sind auch nicht uninteressant. Erwähnen möchte ich hier "Gebackene Feigen & Erdbeeren mit Honig, Vanille & gerösteten Mandeln".  Sie sind einfach in der Zubereitung aber köstlich. 

Die Grundrezepte zum Schluss  runden  die Rezeptpräsentation bestens ab.

Im zweiten Kapitel geht es um Atmenübungen, um Yoga, beispielsweise bei Depressionen oder Ärger. Anhand von Bildern und erläuternden Texten hat man Gelegenheit, sich in die Übungen zu vertiefen. Meditationen sind ein Thema und auch Feng-Shui. Weiter geht es mit "Gesundheit & Schönheit". Hier lernt man Gesichtsmasken und mehr kennen, auch Übungen für das Gesicht und den Hals, liest Wissenswertes zu Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln, wird auch über Vitamine aufgeklärt und was alles man unternehmen kann, um sich wohl zu fühlen. Über eine gute Haltung, auch über Ausdauer& Krafttraining wird man unterrichtet, Work-outs werden ebenfalls nicht vergessen und zum Schluss erfährt man Grundwissen zum Thema Ernährung, so auch zum Zucker. 

Was mir gefällt, ist die Ganzheitlichkeit, die in diesem Buch zum Ausdruck kommt. Genuss und Gesundheit müssen sich nicht wiedersprechen. Das Gegenteil ist der Fall. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es jedoch auch bei  Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.callwey-shop.de/fuer-mich.html

Rezension ZU Gast- Genuss mit allen Sinnen Nr. XII 2015

Dieses kulinarische Magazin erscheint zweimal jährlich und wird von Regula Wolf und Michael Schinharl in Zug in der Schweiz herausgegeben. Überrascht wird man im Heft Nr. XII/ 2015 zunächst mit Impressionen zu einer festliche Einladung und kann sich in Details vertiefen, die ein Gefühl dafür vermitteln, wie man ein edles und durchaus nicht nur nüchternes Tischambiente gestaltet. Gäste wollen träumen, sich im Himmel fühlen und sich entsprechend erinnern. So können sie es.

Champagner ist ein Thema dieses gelungenen Magazins und hier erfährt man gleich zu Beginn, dass die Keller des Champagnerhauses Laurent-Perrier gefüllt sind mit hunderttausenden dickwandigen, dunklen Flaschen, die kopfüber zum edelsten Getränk reifen. Von diesen Flaschen erhält man einen visuellen Eindruck. Der Beitrag ist sehr kurzweilig geschrieben. Dabei wird auch nicht Pater Dom Pérignon (1639-1715) vergessen, der angeblich den Champagner erfunden hat. Legenden müssen sein, auch wenn die Wirklichkeit höchst wahrscheinlich anders aussah. 

Über die strengen Regeln in der Champagne liest man und erfährt, dass 15000 Winzer die großen und kleinen Champagnerhäuser mit Trauben beliefern und die Region 34000 Hektar Weinberge umfasst. Wissenswertes über das Haus Laurent Perrier und eine Auflistung wichtiger Begriffe in Bezug auf Champagner runden den gelungenen Beitrag ab. Vorgestellt wird der Zwei- Sterne-Koch Nils Henkel, der im Schlosshotel Lerbach feinste Speisen zubereitet. Für die Leser präsentiert er ein Acht-Gänge-Menü. Dabei ist der Sommelier Peter H. Müller für die passenden Champagner zuständig. 

Eine Rezension zu einem Buch, das ich auf "Buch, Kultur und Lifestyle" vorgestellt habe, gibt es auch. Es handelt sich dabei um "Das kulinarische Erbe der Alpen- Enzyklopädie der alpinen Delikatessen", das ich ebenfalls nicht grundlos empfohlen habe. Über Produkte von RUNGIS in Meckenheim liest man Wissenswertes und wird immer wieder angeregt  präsentierte Speisen zuhause zuzubereiten, besonders die Gerichte von Bobby Bräuer, Küchenchef im besternten "Esszimmer" in München und von Thomas Fesenmair, einem Redaktionsmitglied. Hier findet man solche Köstlichkeiten wie "Zander gebeizt, als Tatar und als Rückenfilet" oder auch "Paleron vom Kalb- Bries-Perlzwiebel und Selleriecreme". 

Man lernt eine Dorade im Salzteigmantel richtig zu filetieren, erhält tolle Rezepte aus einer Brasserie in Zürich kennen und zudem ein wunderbares Champagnertrüffelrezept aus der Schokoladenmanufaktur von Eberhard Schell. 

Ein Interview mit dem Fotografen Johann Willsberger und einige Buchvorstellungen runden das Magazin ab, das ich gerne weiterempfehle. 

Helga König

Überall im Fachhandel  erhältlich.

Rezension: Ruths Kochbuch- Die wunderbaren Rezepte meiner jüdischen Familie- Ruth Melcer –Gerstenberg

Dieses Kochbuch haben die Autorinnen Ruth Melcer und Ellen Presser gemeinsam mit dem Grafiker Stephan Schöll auf den Weg gebracht. 

Die Jüdin Ruth Melcer lebte bis 1942 in Mazowiecki in Polen, kam als Kind in ein Arbeitslager und 1944 in Konzentrationslager Ausschwitz Birkenau, das sie gottlob überstand und lebt heute in München. 

Ellen Presser, die Co-Autorin  leitet das Kulturzentrum der Israelischen Kultusgemeinde in München und Stephan Schöll, der für die Bilder zuständig ist,  ist Kosmopolit. 

Ruth Melcer erzählt zunächst ihre Lebensgeschichte auf wenigen Seiten. Dann lernt man jüdische kulinarische Gepflogenheiten kennen, beginnen mit "Tscholent", einem Eintopfgericht, das am Schabbat, - dem jüdischen Ruhetag- verspeist wird, weil man ihn am Vortag bereits zubereiten kann. Graupen, Bohnen und Beinfleisch spielen in diesem Gericht eine Rolle, auch Kartoffeln und Zucker.

Über den Schabbat erfährt man in der Folge dann Wissenswertes, aber auch über den Begriff "koscher" und anderes mehr. Eine Reihe typischer Gerichte werden von ihrer Rezeptur vorgestellt, untergliedert in Vorspeisen, Beilagen, Suppen, Speisen für Pessach, Hauptspeisen, Kuchen u. Kompott. 

Diese Rezepte sind gut erläutert und man findet solch typische Speisen wie "Gefilte Fisch" darunter, doch auch viele Gerichte, die die mir von meiner ostpreußischen Großmutter her geläufig sind, so etwa "Marinierte Heringe", "Kalbssülze",  "Gefüllte Kalbstbrust", "Klopsiki", "Krautwickel". Es handelt sich um Gerichte aus der gutbürgerlichen Küche für jeden Tag,  aber auch für Festtage. 

Alles in allem nicht uninteressant, sei es zum Nachkochen oder einfach nur, um alte Familienrezepte einer jüdischen Familie zu bewahren, darüber mit Freunden zu sprechen, denen man eine Nuss-Mandel-Torte kredenzt, die einfach köstlich schmeckt und hinterher ein Glas koscheren Wein genießt. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch bestellen. https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836920957
Sie können es jedoch auch  beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Fabelhaft Französisch- Köstlichkeiten für jeden Anlass Callwey- Cathleen Clarity, Kathrin Koschitzki

Cathleen Clarity arbeitete nach ihrer Ausbildung als Köchin in einem mit zwei Sternen ausgezeichneten Restaurant in Paris und machte sich später mit einem eigenen Catering-Unternehmen selbstständig. Zudem gründete sie eine Kochschule.  Diese vielseitig begabte Frau  ist für die Texte im Buch und die Rezepte zuständig.

Die vielen appetitanregenden Fotos im Buch  wurden seitens  der Pâtissière Kathrin Koschitzki realisiert. 

Vorgestellt werden insgesamt 12 Menüs. Die einzelnen Rezepte werden schrittweise erläutert. Zur Sprache kommen stets ein Amuse Gueule, eine Vorspeise, eine Hauptspeise und ein Dessert. 

Es wird immer die Anzahl der Personen genannt, für die die Zutatenmenge angedacht ist und auch die Vorbereitungs- und Garzeit erwähnt. 

Vom "Frühlingslunch mit Familie" über ein "Ladies Lunch" hin zu diversen Dinner- Variationen und zahlreichen anderen sehr gute Menü-Ideen wird vieles geboten, was sich lohnt, nachgekocht zu werden. 

Vor jedem Menü werden einige Gedanken zu den dann folgenden Kreation kommuniziert. 

Menü 05  "Dinner am Samstagabend- Für Fleischliebhaber" setzt sich beispielsweise zusammen aus: 

Amuse Gueule 
Feine Rinderfiletscheiben 
Mit Rucola und Meerettichcreme 

Vorspeise 
Klassisches Rindertatar 
Mit Kapern, Zwiebeln und Petersilie 

Hauptspeise 
Côte de boeuf- Hochrippe 
mit gebratenen neuen Kartoffeln und Kräuterbutter 

Dessert 
Pflaumen-Feigen-Kompott 
mit Ziegenkäse-Eis und Kakaobruch –Hippen 

Die Rezepturen weisen stets raffinierte Zusammenstellungen auf. So enthält die Kräuterbutter für das Côte de Boeuf neben Schnittlauch und Petersilie auch Koriandergrün und sowohl beim Fleisch als auch bei den Kartoffeln wird mit mit Fleur de Sel agiert. 

Alle Rezepte haben typisch französische Noten, natürlich auch die Gänge des Menu 12 – "Hähnchen auf Französische Art", aber auch der "Lammfiletbraten mit Artischockenpüree und Artischocken à la barigoule mit Jus" und  das Dessert  "Galette mit Feigen und Roten Trauben"

Natürlich kann man die Rezepte der Menüs auch kreativ neu zusammenstellen oder einzelne Gänge als bloße Tellergerichte zubereiten, so etwa  "Frische Muscheln Marière mit Dillspitzen und Blüten."

Alles in allem ein gelungenes Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle.

Helga König

Bitte kliken Sie auf den Link, dann gelangen sie zum Callwey-Verlag und können das Buch bestellen.

http://www.callwey-shop.de/fabelhaft-franzoesisch.html. Sie können das Buch aber auch  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke kaufen.

Rezension: So frühstückt die Welt- Rezepte und Geschichten- Melanie Jonas +Margitta Schulze Lohoff +Holger Talinski +Diana Müller-Delius Edition

Dieses bemerkenswerte Buch ist eine Teamarbeit von Melanie Jonas, Margitta Schulze Lohoff, Holger Talinski und Diana Müller. Gezeigt wird in drei reich bebilderten Kapiteln wie man in Deutschland, in Europa und schlussendlich in der ganzen Welt frühstückt. 

In die einzelnen Kapitel, die viele gelungene Frühstücksrezepte enthalten, sind auch kurzweilig zu lesende Texte eingebunden. Alles zusammen ist ein spannendes Leseerlebnis, das kosmopolitische Anregungen für den Frühstückstisch schenkt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 

Die Frühstücksrezepte sind allesamt gut erläutert und die Texte sehr breitgefächert angelegt. So erfährt man im ersten Kapitel mehr über das perfekte Frühstücksei, lernt in diesem Zusammenhang das Ökodorf Brodowin kennen und erfährt mehr über Hähne und Hühner, die als nervöse Tiere bezeichnet werden und die sich ohne Fluchtmöglichkeiten in der Nähe nicht ins Freie wagen. 

Man liest, wovon sich Bio-Hühner ernähren und begreift, weshalb ein Bio-Ei doppelt so viel kostet  wie ein Ei, das in einer Legebatterie produziert wurde. Garzeiten im Überblick kommen zur Sprache. Dann lernt man u.a. ein sogenanntes Bauernfrühstück zuzubereiten, liest Wissenswertes über Tomaten, die den Glücksbotenstoff Serotonin enthalten und erfährt die Rezeptur von Westfälischem Schwarzbrot, auch von Waffeln für ein süßes Frühstück. Man wird ferner in das Geheimnis von Glückssmoothies eingeführt und erhält einen Überblick über Frühstücksgepflogenheiten hierzulande, beginnend mit einem traditionellen Frühstück. 

Neugierig machen die Rezepte beispielsweise aus Dänemark, so etwa für einen "Graved Lachs", auch für die dazugehörige "Senf-Dill-Sauce“ und lesenswert ist das Interview mit der Ernährungsexpertin Dr. Gesa Schönberger über die Bedeutung des Frühstücks und anderer Mahlzeiten. 

Es werden Frühstückstipps aufgelistet und ein französisches Rezept für "Pochierte Eier" mit Cidre-Soße vermittelt. Über eine norwegische Foodkünstlerin, die auf Instagram 300 000 Follower hat, erfährt man Näheres und wird ausgiebig über ein echtes englisches Frühstück unterrichtet. Auch das Frühstück in vielen anderen europäischen Ländern kommt zur Sprache und hier nicht zuletzt litauische Spezialitäten wie etwa  "Gefüllte Eier mit Schinken", mit viel frischem, gehackten Dill. 

Kapitel 3 thematisiert Frühstücksgepflogenheiten aus aller Welt. Hier z.B. lernt man einen "Simbabwischen Ochsenleber-Schmortopf" zuzubereiten, der für die Doktorantin Dorothy Makaza der Geschmack ihrer Kindheit ist. 

Man muss es nicht zwingend wissen, doch mich interessiert es, was man in Vietnam, auch in Kamerun oder in Peru zu Tagesbeginn speist, sagt es doch viel über die Menschen aus, die dort leben. Lobenswert aber auch ist das Rezept für eine "Wan-Tan-Suppe", die zwar rechts arbeitsaufwendig ist, aber überzeugt, ideal als Highlight bei einem Brunch... 

Zum Schluss werden im Glossar bemerkenswerte Frühstückteilchen erläutert, beispielsweise für Chiasamen, der an Leinsamen erinnert und allerbeste Inhaltsstoffe enthält. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zur Edition Delius und können dort das Buch bestellen:http://www.delius-klasing.de/buecher/So+fr%C3%BChst%C3%BCckt+die+Welt.203382.html. Sie können es jedoch auch direkt bei Ihrem Buchhändler ordern.

Rezension: Zu Gast in Marokko- Rob & Sophia Palmer- Callwey

Der Food-Fotograf Rob und die Autorin Sophia Palmer haben gemeinsam dieses schöne, reich bebilderte Buch konzipiert. Über die beiden erfährt man zu Beginn Näheres, auch wie das Projekt zustande kam. 

Die im Buch vorgestellte Reise durch Marokko ist kulinarisch geprägt. Deshalb auch hat Eben Pirce Lenderking in seinem Vorwort über die Küche Marokkos historisch Interessantes geschrieben. Anschließend erfährt man mehr über den Souk und die Händler dort, kann sich in Bilderwelten vertiefen und  in die ersten Rezepte, die wie alle  weiteren gut erläutert sind. 

Immer wieder fließen kleine Geschichten in das Gesamtwerk  ein, dabei spielt in einer der Geschichten ein Tangia- Gefäß eine Rolle. Der darin gekochte "Junggesellen-Eintopf" soll das Lieblingsgericht alleinstehender Männer in Marokko sein. Viele Gerichte sind mit Knoblauch, Kreuzkümmel etc gewürzt, enthalten Salzzitronen, Safran u.s.w. Dann gibt es da auch eine „Langusten-Tajine mit Safransauce, Quiona und grünem Gemüse", die vielversprechend daherkommt, auch süße Speisen und immer wieder Impressionen sowohl fotografischer als auch textlicher Art. 

Man lernt verschiedene Orte und Gegenden kennen und solch wunderbar delikaten Speisen wie "Lachs mit Tomaten-Zwiebel-Salsa" oder "Rindfleisch-Tajine mit Datteln und Walnüssen", auch einen "Marokkanischen Karpfen". Bilder von Casablanca und hier  ebenfalls wieder Anekdotisches, gefolgt von Gerichten wie "Marokkanische Eier" oder Meeresfrüchte-Pastilla" lassen den Leser immer mehr in die marokkanische Kultur eindringen und zudem in Bilder, die geradezu mittelalterlich erscheinen, wie etwa die berühmte  Färberei in Fès. 

Typisch von den Geschmacksnuancen her erscheinen mir die "Fleischbällchen-Tajine mit Tomatensauce" wegen der Aromen von Tomate, Koriandergrün, Kreuzkümmel und Knoblauch. 

Über den Wein in Marokko erfährt man ebenfalls Wissenswertes. Er wurde von den Phönizern vor über 2500 Jahren dort eingeführt. 

Es ist unmöglich, über all die Rezepte zu schreiben, über die Zubereitung von Salzzitronen, Grüner Harissa oder Couscous mit Lamm und Gemüse, aber auch über die Eindrücke der beiden Reisenden so etwa in den staubigen Wüsten und majestätischen Bergen Marokkos und dort bei einer Nomadenfamilie. 

Eine Legende, die kurz erwähnt wird, sagt viel über die Gastfreundschaft der Marokkaner aus. Es geht dabei um die Dünen von Erg Chebbi. Der Legende nach sind sie eine Strafe dafür, dass man einer Frau mit Kind während eines Festes in einem Ort keinen Unterschlupf gewährte. Dies führte dazu, dass der Ort unter einem Sandsturm begraben wurde. 

Mir gefällt, dass man Früchte bei vielen Speisen zum Einsatz bringt, so etwa bei der "Lamm-Pflaumen-Pastete" oder bei "Kürbis mit Zitronenthymian und Zitronen-Aioli".  Das macht die Speisen paradiesisch.

Diese kulinarische Reise durch Marokko ist ein Fest der Sinne, während man schaut und liest atmet man die Düfte ein, spürt den Geschmack des Landes vielfältig auf der Zunge, er ist köstlich und möchte kommuniziert werden.

Lobenswert ist das gesamte Werk und insofern auch die Adressen für Unterkünfte zum Schluss sowie das umfangreiche Glossar. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Callweyverlag und können das Buch bestellen.http://www.callwey-shop.de/buecher/kochen-backen/zu-gast-in-marokko.html. Sie können es aber auch  beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Chili Pepper- Scharfe Leidenschaft- Über 110 Rezepte von Cinzia Trenchi

Dieses Kochbuch habe ich mit besonders großem Interesse studiert, denn ich mag Speisen, die sehr scharf zubereitet werden, nicht nur weil sie delikat schmecken, sondern auch, weil sie gesund sind. 

Im Vorwort schreibt Enzo Monaco, der Präsident der italienischen Chiliakademie,  historisch Wissenswertes über den Protagonisten des gelungenen Kochbuchs. Kolumbus brachte die Chilischote einst mit nach Europa. Er entdeckte sie übrigens auf seiner ersten Fahrt und berichtet über sie in einer Reisenotiz von 1493. Etwa 60 Jahre danach wurde sie in ganz Spanien verbreitet.

Cinzia Trenchi schreibt in dem dann folgenden Beitrag Warenkundliches über den Chili, der zur Gattung Capsicum gehört, von der alle Sorten stammen. Dabei reicht die Farbpalette von Hellgelb und Orange über Rot und Grün bis hin zu Braun und Schwarz. Von der Schärfe her gibt es Chilischoten, die kaum wahrnehmbar sind, aber auch sehr intensive scharfe Sorten. Chilis wirken antibakteriell. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. 

Mario Dadamo berichtet darüber wie man Chilischoten anbaut und weshalb die Farbe der Schoten variiert. Anhand von Schaubildern lernt man eine Fülle von Schoten optisch näher kennen und wird daraufhin in die Rezeptwelt eingeführt. Diese ist untergliedert in:
Vorspeisen 
Hauptgang 
Beilagen 
Soßen und Eingelegtes 
Nachspeisen 

Jedem Kapitel ist ein allgemeiner Text vorangestellt, wo man mehr über die Verwendung der einzelnen Chilisorten erfährt. Die Rezepte sind gut strukturiert und in ihrer Verschiedenheit niemals langweilig. Man erfährt zudem stets, welche Chilisorte zum Einsatz kommt. Zudem wird man über die Herkunft oder anderes im Hinblick auf die einzelnen Speisen aufgeklärt. 

Bei den Vorspeisen hat mich  "Ceviche mit Tomaten und Chili" am meisten neugierig gemacht, ein marinierter, roher Fisch, köstlich zubereitet und sehr appetitanregend angerichtet.  Bestens zudem ist das Rezept für "Miesmuscheln mit Knoblauch, Petersilie und Chili" und im Bereich des ersten Ganges die vorzüglichen "Pastarezepte", das "Tabulé" mit geschälten Mandeln, auch der "Nudelsalat mit Garnelen" und  die"Jambalaya" mit Garnelenschwänzen. 

Gefallen auch finde ich am Rezept der "Mexikanischen Paella", die mittels Safran die schöne Farbe erhält. Sehr gute Suppenrezepte, zudem eine "Bouillabaisse" eignen sich durchaus auch als Hauptgericht, die den Suppenspeisen dann folgen. Hier sind die Gerichte auch wieder international angelegt. Vom Macreb-Lamm über Kaninchen nach Ischia-Art bis hin zu "Seebarsch mit Chili und Granatapfelkernen" findet man viele, sehr gut aufeinander abgestimmte Gewürznoten bei allen Gerichten.

Beilagen, die mit Chili einen besonderen Pepp erhalten, gibt es natürlich auch, darunter ein "Blumenkohl-Dal" mit roten Linsen und Blumenkohl. Die Rezepte für Soßen und Eingelegtes bieten mancherlei, was es lohnt, nachzubereiten. Da wäre z.B. Barbecue-Soße "Authentic Arawak", mit Cidre und Rotwein sowie vielen pikanten Ingredienzien: ein Hochgenuss. Diverse Salsa-Rezepte eignen sich auch als Beilage zu gegrilltem Fisch und die "Pilacca" ist ein Highlight auf geröstetem Baguette zu einem Glas Rosé. 

Nachspeisen mit Chili lassen zunächst an Schokolade denken und man wird auch tatsächlich diesbezüglich fündig, so etwa bei  "Erdbeeren mit Schoko-Chili-Soße", bei einer traumhaften "Schokoladensoße mit Gewürzen", ideal zu einem cremigen Vanilleneis. Sehr delikat ist der "Pikante Birnenstrudel", der an einen südamerikanischen Bäcker denken lässt, der in Wien sich gekonnt im Crossover übt.

Alles in allem ein gelungenes Kochbuch mit tollen Foodfotos von Fabio Petroni, das  jene,  die es heiß mögen, begeistern wird. 

Empfehlenswert. 

Helga König

Bittte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen:
http://www.verlagshaus.de/titel-12241-chili_pepper_1154.html Sie können es jedoch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Meze in Istanbul – Kulinarische Spaziergänge und Originalrezepte

Dieses schöne Buch aus dem GU-Verlag wurde von einem bemerkenswerten Autorenteam auf den Weg gebracht. Taneli Türkkan studierte in Istanbul und lernte seine Frau Erika dort kennen. Ihre Tochter Petra ist Foodjournalistin und Kochbuchautorin. Das vorliegende Buch begreift sich als ein Familienprojekt, an welchem außerdem der Fotograf Uwe Tölle und der Illustrator Martin Haake mitgearbeitet haben.

Zunächst liest man von Istanbuls öffentlichem Verkehrsnetz, bevor man die schönsten Seiten der Stadt kennenlernt, unter diesen das Basarviertel sowie die Straßen und Gassen drum herum. Einzelne Stadtteile und zudem 50 Rezepte zum Nachkochen werden vorgestellt. Zudem wird mit einer Fülle von Adressen aufgewartet.

Die Rezepte werden schrittweise erläutert. Kalorienanzahl und Zubereitungs- sowie Garzeiten werden auch genannt.

Worin liegt der Reiz dieser Küche? Vielleicht an den Würznuancen und in einer raffinierten Zutatenkomposition. Beispiel: "Bulgursalat mit Sauerkirschsaft". Hier werden u.a. Minzeblättchen zum Aromatisieren genutzt. Über Raki und Wein erfährt man Wissenswertes, denn zum festlichen Mahl  trinken Türken, sofern sie keine strenggläubigen Muslime sind, durchaus Alkohol. Einladende Fotos von der Stadt und Geschäften, sowie Restaurants begleiten die Präsentation der Rezepte und witzige Straßenskizzen erleichtern die Spaziergänge.

Rezepte wie "Gedünstete Okraschoten" finde ich hilfreich, weil man die Zutaten auch hier beim türkischen Gemüsehändler um die Ecke erhält. Ausprobieren werde ich demnächst die "Scharfe Bulgurbällchen", in der Hoffnung beim türkischen Händler vor Ort auch Granatapfelessig zu bekommen und zudem die "Artischocken in Olivenöl". Bilder dazu veröffentliche ich dann wie immer auf Facebook.

Das Glossar zu studieren, finde ich spannend. Hier werden einzelne Lebensmittel näher beschrieben, von deren Existenz ich teilweise bislang nur wenig wusste. Alles in allem ein interessantes Buch, besonders für Reiselustige, die Istanbul besuchen möchten und im Vorfeld sich nicht nur darüber informieren wollen, was alles sie dort in Augenschein nehmen möchten und zudem auch schon mal austesten wollen wie die ortstypische Küche schmeckt.

Empfehlenswert. 

Bitte klicken Sie auf den Link, dann  gelangen Sie zu GU und können das Buch bestellenhttp://www.gu.de/buecher/kochbuecher/internationale-kueche/815697-meze-in-istanbul/. Sie können es aber auch direkt  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: #Sommerküche- Tanja Dusy - GU

Die Kochbuchautorin Tanja Dusy hat gemeinsam mit dem Fotografen Klaus–Maria Einwanger dieses schöne Kochbuch auf den Weg gebracht. Die Fotos von den Sommergerichten, die man im Buch kennenlernt, aber auch von den zauberhaften Sommerimpressionen, bei denen fröhliche Kinder, die in der Natur spielen, nicht fehlen, schenken Bildbetrachtern gute Laune und lassen sie neugierig die 150 Rezeptideen studieren.

Die Rezepte sind alle sehr gut erläutert und in verschiedene Kapitel untergliedert, die mit Oberbegriffen wie Landpartie, Sommernachtstraum, Beerenträume oder Ferienlaune schon andeuten, wohin die Geschmacksreise gehen soll.

So findet man im ersten Kapitel delikate Tellergerichte wie "Lachscarpaccio mit Radieschenvinaigrette" oder auch ein "Buntes Gemüse mit Pesto", ferner so köstliche Sommerspeisen wie etwa  "Grüner Spargelrisotto mit Kräutern" und anderes mehr. Unter dem Begriff "Landpartie" vereinen sich nicht zuletzt zahlreiche Brotrezepte, aber auch ein zartes Senf-Kräuter-Roastbeef wird zum Picknick angedacht. Die Zutaten für die Rezepte sind stets raffiniert gewählt, Zubereitungszeit und Kalorienanzahl werden genannt. Das gilt auch für die Speisen für schöne Sommerabende im Freien, wo man nicht nur "Rosmarin-Ofenkartoffeln" und "Ofentomaten mit einer Kräuterhaube"   speisen kann, sondern auch diverse Fleischgerichte, die sehr gut gewürzt sind. 

Lobenswert sind zudem die Rezepte für den Hochsommer, so etwa der "Salat mit Grillpfirsich und Schinken" oder auch der "Brotsalat mit Fenchel und Salami". Delikat zudem ist das Rezept für "Leichte Kräutermousse mit Himbeersalat", ein gelungener Imbiss zu einem Glas Rosé, ganz ähnlich wie die "Knusprige Ricotta-Kräuter-Tarte". Des Weiteren werden köstliche Eisrezepte dargeboten und exzellente Tartes, Konfitüren und so vieles andere mehr, was Vorfreude auf den Sommer aufkommen lässt. 

Wer mag, kann schon mal eine einfache "Zitronentarte" backen oder einen italienischen Zitronenlikör kreieren. Es gibt viele Wege die Sonne zu locken. Jetzt ein "Johannisbeersorbet mit Cassis" und der Sommer kann kommen….:-)) 

Sehr empfehlenswert

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum GU-Verlag und können das Buch bestellen.http://www.gu.de/buecher/kochbuecher/geniesserkueche/816335-sommerkueche/ Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern. 

Rezension: Das #Wachau_Kochbuch- Kulinarisches Weltkulturerbe aus dem Herzen Österreichs. Christine Saahs- #Brandstätter

Im Zuge verschiedener Weinpräsentationen aus Österreich in den kommenden Monaten auf "Buch, Kultur und Lifestyle"  habe ich nach Kochbüchern gesucht, die sich mit Spezialitäten aus bestimmten Regionen dieses Landes befassen und bin in diesem Zusammenhang auf eine Neuerscheinung aus dem Hause Brandstätter gestoßen, denn Speis und Trank sollten bekanntermaßen miteinander harmonieren. 

Autorin dieses Wachau-Kochbuches ist Christine Saahs. Sie lebt und arbeitet mit ihrer Familie auf dem #Nikolaihof, dem ältesten Weingut Österreichs. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie dafür gesorgt, dass man nicht nur Klassiker der Region kennenlernt, sondern sie berichtet zudem aus ihrer Kindheit und beschreibt das Lebensgefühl der Menschen in der Wachau. 

Diese Region ist altes Kulturland. Schon im 11. Jahrhundert wurden dort bereits Klöster erbaut und entsprechend weit reichen kulinarische Interessen zurück. Die Wurzeln des Besitzes der Familie Saahs  findet man in der Römerzeit. 470 n. Chr. wurde dort erstmals Weinanbau nachgewiesen und 777 n. Chr. wird das Anwesen erstmals in einer Urkunde des Stifts Kremsmünster erwähnt. 

Im gastronomischen Teil der Weinstube wird mit Bio-Lebensmitteln von heimischen Bauern gekocht. Das Brot stammt aus eigener Produktion und die Kräuter sowie das Gemüse kommen aus dem heimischen Biogarten. 

Das Kochbuch ist in die Rubriken: 
Vorspeisen 
Suppen 
Hauptspeisen
Desserts 
Brot und Wein 
untergliedert. 

Auflockernd gibt es dazwischen besagte anekdotischen Texte mit dem entsprechendem Lebensgefühl und guten Informationen, so etwa gleich zu Beginn zu den "Wachauer Marillen", deren Ursprungsbezeichnung von der EU anerkannt und geschützt sind. 

Die Rezepte werden sehr gut erläutert und man erhält nicht selten Zusatztipps, kann sich zumeist auch in Bilder von den Kochergebnissen vertiefen und Dekorationsanregungen holen. 

Bei den Vorspeisen bin ich besonders von dem "Wachauer Schwammerlsalat" angetan, eine sehr gutes vegetarisches Gericht, zu dem "Wachauer Laberl" gereicht werden, die ich im letzten Jahr auf "Buch, Kultur und Lifestyle" bereits vorgestellt habe, nachdem wir sie verkostet hatten. Sehr gut finde ich das Rezept für die "Kräftige Rindersuppe" mit diversen Einlagen, aber auch die "Franziskaner Brotsuppe", die jetzt zur Fastenzeit ein willkommenes Gericht darstellt. 

Mich interessieren stets die regional doch oft sehr verschiedenen Rezepte für Kartoffelsuppe, weil man diesem an sich einfachen Gericht viel über Geschmacksvorlieben entnehmen kann. Frischer Majoran, Liebstöckel, Zitronenschale, Pilze und Selchspeck sorgen eine pikante Abrundung der "Wachauer Erdäpfelsuppe", die mit Wiesenblüten auf den Tisch kommt. 

Bei den Hauptgerichten findet man  u.a. ein Rezept für einen "Gerollten Nierenbraten", ideal als Festgericht an Ostern, auch einen "Kremser Zwiebelrostbraten", zu dem in der Wachau, wie das Bild zeigt, Weißwein gereicht wird. Bemerkenswert ist das "Benediktiner Butterschnitzel". Hier wird übrigens ein Bezug zu den Benediktinern in Stift Melk hergestellt, deren Klosterküche stets für Delikates sorgte.  Das panierte Kalbschnitzel wird einer reduzierten Sauerrahmsauce und Kartoffelpüree serviert. 

Unmöglich ist es hier, alle Gerichte auch nur zu streifen, doch den "Wachauer Wurzelkarpfen" möchte ich nennen, der mit geriebenem Meerrettich, sprich Kren, auf den Tisch gebracht wird. 

Bei den Desserts ist es nicht einfach, sich zu entscheiden. Der "Wachauer Topfen-Marillen-Strudel" hat bei mir erste Präferenz, gefolgt von dem feinen "Klostermus", dessen Protagonisten Äpfel sind, die raffiniert  aromatisiert und mit Mandelblättchen und Rosenblättern garniert werden. Auch Kuchen- und Tortenrezepte werden präsentiert und ein Rezept für "Wachauer Wäschermädel" macht neugierig, zu denen dann Marillenröster, Marillenrahm oder Vanillensauce gereicht werden. 

Sehr gut gefällt mir das Kapitel über "Brot und Wein" und hier zunächst die fast philosophischen Betrachtungen zum Brot, natürlich auch die Rezepte und schließlich die "Kleine Weinschule für den großen Geschmack". In diesem Zusammenhang auch werden die drei Hauptweinsorten des Nikolaihofs kurz charakterisiert. Bei den drei Weinen handelt es sich um: Grüner Veltliner, Riesling und Neuburger. Dabei ist der Neuburger, eine alte österreichische Sorte, milder im Geschmack als Veltliner und besticht mit feinen, zarten würzigen Aromen und leicht nussigem Abgang.

Nicht unwichtig für Menschen, die österreichische Spezialbegriffe nicht kennen, ist das kleine österreichisch- deutsche Küchenglossar zum Schluss. 

Ein gelungenes Kochbuch.  Sehr empfehlenswert.

Helga König


Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Brandstätter-Verlag und können das Buch dort direkt bestellen. Sie können es aber auch  bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern:http://www.brandstaetterverlag.com/buch/das-wachau-kochbuch

Rezension: Vegetarisch- Teubner-Verlag

Wir nähern uns mit Meilenstiefeln der Fastenzeit. Ab Mittwoch ist fleischlose Kost angesagt, zumindest bei Katholiken, auch wenn sie normalerweise keine Vegetarier sind. "Teubner kocht vegetarisch" kommt da gerade recht. Dieses reich bebilderte Kochbuch enthält eine Fülle von Gourmet- Rezepten aus der fleischlosen Küche, dazu grundlegende Techniken und Basisrezepte, sowie Reportagen und Hintergrundinformationen zu Gemüse, Pasta & Co als Ergänzung zu den vorgestellten Rezepten. 

Untergliedert ist das Buch in:

Kleinigkeiten 
Salate
Suppen und Eintöpfe 
Pasta, Reis u. Co 
Kartoffeln und Gemüse 
Tofu und Käse 

Die Rezepte werden schrittweise und sehr präzise erläutert. Dazu gibt es stets zusätzliche Tipps und Infos. Schon beim ersten Durchblättern wird klar, dass dieses Buch den Ansprüchen von Feinschmeckern gerecht wird. Jetzt im Februar sind natürlich immer noch warme Suppen angesagt. Hervorheben möchte ich hier den "Waldpilz-Eintopf mit Semmelknödelchen".  Sehr gut sind die beigefügten Pilzerläuterungen. Den Igelstachelpilz kannte ich bislang noch nicht. 

Sehr gut auch ist die "Indische Linsensuppe" mit Möhren, Orangen und Koriander, bei der frische Curryblätter nicht fehlen sollten. Die Erläuterungen zu Wurzelgemüse zeigten mir mal wieder eine Bildungslücke auf, denn "Di Soncino“ kannte ich bislang noch nicht. Überaus gute Pasta- Reis- und Nudelgerichte lassen mich nachdenklich werden in Bezug auf den Begriff  "Fasten". Gelungen sind nicht nur die "Nudeltaschen mit Frühlingsfüllung". Hervorheben möchte ich "Schupfnudeln mit Spitzkohl und Pfefferkirschen", die  "Gemüse-Paella mit Oliven", aber auch die Zwiebeln mit Quionafüllung, die selbst hungrige Männer sättigen werden. 

Unmöglich auf alles einzugehen, was in diesem Buch geboten wird. Fest steht, dass man selbst auch als Nichtvegetarier Lust auf einer Fleischpause bekommt. 

Köstliche Kartoffelgerichte wie etwa "Kartoffelauflauf mit Fenchel, Kokos und Orangensalz" überzeugen ebenso wie bestimmte Speisen mit Käse. Großes Lob gilt hier den Kreationen "Gorgonzola-Ravioli mit Aprikosenchutney" und den "Foliteigtäschchen mit Schafskäse und Honigschaum". 

Nicht unerwähnt möchte ich die Salate lassen, denn sie sind  der Frühling pur. Hier überzeugen alle Kreationen. Der "Ananas-Gurken-Salat“ mit Chili-Pfeffer-Salz beeindruckt vielleicht am meisten der exotischen Geschmacksnoten wegen. 

Alles in allem ein gelungenes Kochbuch.  Ich werde  es zunächst in der Fastenzeit nutzen und mich dann überraschen lassen... 

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie  Zum Teubner-Verlag und können das Buch bestellen.http://www.gu.de/buecher/teubner/handbuecher/815942-vegetarisch/. Sie können es aber auch direkt bei ihren Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Bettina Matthaei- Gemüse kann auch anders- Vegetarische Rezepte für jede Jahreszeit - GU

"Gemüse kann auch anders- Vegetarische Rezepte für jede Jahreszeit" hat die Kochbuchautorin Bettina Matthaei gemeinsam mit dem Fotografen Wolfgang Schardt auf den Weg gebracht. Matthaei begründet zunächst, weshalb sie das Buch geschrieben hat und verrät vorab bereits, dass sie 25 Gemüsesorten bzw. Gemüsegruppen jeweils ein Kapitel geschenkt hat. 

Alle Kapitel beginnen mit nützlichen Infos über Herkunft, Saison, Geschmack und Zubereitungsarten von Gemüse, denen sich dann die Rezepte mit Kombinationstipps anschließen. Alle Rezepte sind vegetarisch, vegan und glutenfrei

Zunächst aber geht es um die spezifischen Gewürze für Gemüse. Pfeffer wird am häufigsten verwandt. Es werden diverse Sorten genannt und erwähnt, wozu man sie verwendet. Erläutert wird aber nicht nur pfeffriger Geschmack, sondern auch wie frisch-zitronige oder beispielsweise orientalisch angehauchte Geschmacksnoten entstehen. 

Die Autorin nennt die Zutaten, die sie an Gemüsegerichten am liebsten verwendet und erläutert wie man bestimmte Gewürzmischungen selbst herstellen kann. Die 200 Veggie- Rezepte sind den beagten 25 Gemüsekapiteln zugeordnet. Dabei lernt man zuallererst Artischockenrezepte kennen. Alle Rezepte werden schrittweise erläutert. Die Zubereitungszeit wird stets genannt. Auch erfährt man immer für wie viele Personen ein  jeweils Rezept gedacht ist.  Die Kalorienanzahl wird nicht verheimlicht. 

Artischocken und Auberginen gibt es erst im Sommer auf dem Wochenmarkt. Jetzt ist die Zeit für Blumenkohl, Brokkoli und Romanesco. Wunderbare Rezepte warten darauf,  zubereitet zu werden. Der "Blumenkohl-Curry" hat es mir besonders angetan, der aufgrund seiner Zutaten wie Erdnusskerne, Koriandergrün, Galgantpaste und auch Kokosmilch geschmacklich in einen anderen Kontinent führt, fernab vom deutschen Kohlgemüse. 

Erbsen mag ich seit meiner Kindheit, deshalb auch haben mich diese Rezepte speziell interessiert. Überaus delikat ist der "Zuckerschoten-Salat mit Avocado". Eine Festtagszwischenspeise ist der "Erbsen-Flan mit Zuckerschoten-Streifen". Dazu passt ein Glas Weißburgunder bestens. 

Gefallen haben mir auch die Fenchelrezepte und hier vor allem "Würziges Fenchelgratin" mit frischen und eingelegten Pfefferkörnern aufgepeppt. Es führt zu weit, auf alle Gemüsesorten hier näher einzugehen, aber ich möchte auf den Kohlrabi hinweisen, da dieser ja bekannter Weise ein Frühlingsgemüse ist. "Gefüllte Kohlrabiblätter" setzen natürlich Bio-Ware voraus. Minze, Reis, Pinienkerne u.a. m. spielen hier eine Rolle. 

Paprika kann man mittlerweile das ganze Jahr über kaufen. Insofern machen diese Rezepte immer neugierig. Sehr gut gefällt mir hier die "Peperonata- Persisch inspiriert" mit solch exotischen Zutaten wie etwa getrocknete Rosenblätter und Granatapfelmelasse. 

Speziell hervorheben möchte ich allerdings die Pilzgerichte. Die  "Pasteten mit Maronen in Noilly-Prat-Sahne" überzeugen ebenso wie die "Steinpilz-Gnocci" und die "Gefüllten Riesen-Champignons". Es ist erstaunlich, was das alphabetisch geordnete Gemüserezeptbuch alles zu bieten hat: Tolle Spargel-Gerichte, so etwa eine "Spargeltarte" und auch "Spargel mit Zabaione", nicht zu vergessen delikate Tomaten-Rezepte, aber auch Zwiebel-Gerichte, darunter eine "Zwiebel-Curry-Suppe" mit spannenden Geschmacksnuancen. 

Auf den letzten Seiten hat die Autorin aus den Rezepten jahreszeitliche und andere Menüs zusammengestellt. Besonders gut gefällt mir das: 

Sommer-Menü

Grüner Tomaten-Kiwi-Salat 
Gefüllte Zucchiniblüten 
Mediterrane Pastinaken mit Röstkartoffeln 
Zimtiges Tomaten-Sorbet. 

Macht Appetit, nicht wahr? 

Empfehlenswert.

Bitte klicken ie auf den Link, dann gelangen Sie zum GU- Verlag und können das Buch betellen:http://www.gu.de/buecher/kochbuecher/gesunde-leichte-kueche/815556-gemuese-kann-auch-anders/. Sie können es jedochauch direkt bei  Ihrem Buchhändler um die Ecke kaufen.

Rezension: Rosenmarmelade- Ein Sommer in Polen- Rezepte & Geschichten- Beata Zatorska, Simon Target-Gerstenberg

Vor einigen Wochen habe ich das Buch "Kandierte Orangen" von Beata Zatorska auf "Buch, Kultur und Lifestyle" rezensiert. Weil mich dieses Buch so sehr begeistert hat, wollte ich unbedingt in Erfahrung bringen, was es mit ihrem kulinarischen Lesebuch "Rosenmarmelade" auf sich hat, denn immerhin gewann die Autorin damit den renommierten Gourmand Awards.

Zatorska ist in einem abgelegenen Dorf am Fuße der Tatra aufgewachsen und arbeitet heute als Ärztin in Australien. Ihr Buch basiert auf handgeschriebenen Rezepten ihrer Großmutter sowie Erinnerungen an ihre Kindheit in den 1960er und 1970er Jahren und wird durch einen Bericht einer Reise durch ihre ursprüngliche Heimat, die sie unmittelbar bevor sie das Buch verfasste realisiert hatte, ergänzt.

Die zauberhaften Fotos hat Simon Target realisiert. Er ist Drehbuchautor und Regisseur zahlreicher australischer Fernsehsendungen. Das Buch beginnt mit den nostalgischen Sätzen "Es war meine Aufgabe, die Rosenblätter zu sammeln, aus denen wir Marmelade kochten. Ich war damals fünf. Tag für Tag inspizierte ich, gemeinsam mit den Bienen, die leuchtend grünen Wildrosensträucher, um zu sehen, ob sich wieder ein paar Knospen geöffnet hatten."

Wenig später dann kann man Großmutter Józefas Rosenmarmeladenrezept kennen lernen, nach dem das vorliegende Buch benannt worden ist.

In der Folge lässt die Autorin den Leser an vielen Kindheitserinnerungen teilnehmen und stellt polnische Spezialitäten vor. 

In den Gläsern mit sauer eingelegten Gurken werden nicht nur Dill und Knoblauch, sondern auch Blätter von Obstbäumen mit eingekocht. An das Rezept für einen Mohnstrudel kann man sich jetzt im ausklingenden Winter noch heranwagen. Die Fabel vom Mohn jedoch liest man wohl eher  im Sommer mit  größerem Vergnügen. Feine Liköre aber auch einen Wodka mit Pfeffer kann man selbst herstellen und sich stets aufs Neue in die Anekdoten und Geschichten aus Polen vertiefen. 

Pilzgerichte lohnt auszuprobieren, so etwa "Jozefas Hackfleischbällchen mit Waldpilzen und Buchweizen" und auch "Piroggen" mit unterschiedlichen Füllungen. 

Die schönen Landschaftsbilder und  Städteaufnahmen, die Simon Target gemacht hat, begeistern ganz besonders. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Gezeigt werden alte, vormals preußische Schlösser, auch das Zisterzienserkloster Krzeszow, in dem man einst die Originalpartitur von Mozarts Zauberflöte und andere Handschriften versteckt hatte. 

Zwischen dem Mix aus Beschreibungen von Sehenswertem und Anekdoten sowie wundervollen Bildern, wird man immer wieder mit Rezepten vertraut gemacht und erfährt mehr über deren geschichtlichen Ursprung. Die in Fett ausgebackenen "Liebesschleifen" stammen aus dem Mittelalter. Damals brachte die Edelfräulein bunte Bänder an die Ritter ihrer Wahl an, wenn diese in die Schlacht zogen. Man lernt Städte kennen wie Breslau, Posen, Danzig, Thorn, Warschau und auch Krakau. Traumhaft.

Auf Schloss Kórnik befinden sich 400 000 Bücher, unter diesen das berühmteste Werk von Kopernikus  "Über die Umschwünge der himmlischen Kreise."

Alles in diesem kulinarischen Reisekochbuch verlockt zu einer Polenexkursion. Viele Städte wurden nach dem Krieg  originalgetreu nachgebaut. Man staunt bei allem, was man sieht und spürt die melancholische Seele, die allem innewohnt. 

Plötzlich auf Seite 218 lerne ich Chopins Geburtshaus kennen und bin berührt. Man kann sich an den Bildern nicht satt sehen, liest die Texte voller Neugierde und wer kochen kann,  testet die polnischen Rezepte gerne aus. 

Ein tolles Buch, das ich gewiss noch oft zur Hand nehmen werde, weil es mich wirklich sehr anspricht.

Empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen  Sie zum Gerstenbergverlag und können das Buch bestellen:https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailansicht&url_ISBN=9783836927802&highlight=+Rosenmarmelade. Sie können es jedoch auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Pesto, Salsa & Co. selbst gemacht- Einfache Rezepte für raffinierte Würz- und Grillsaucen

Dieses bemerkenswerte Rezeptbuch mit Texten von Martin Kintrup und Fotos von Melanie Zanin wird all jene begeistern, die ein Faible für köstliche Würz- und Grillsaucen haben. 

Um solche Saucen herzustellen, erfährt man zunächst Wissenswertes im Hinblick auf die entsprechenden Küchenhelfer. Anschließend wird thematisiert wie man selbst zubereitete Saucen lange haltbar macht und gezeigt  wird auch, wie man sie als Geschenk hübsch gestaltet. 

Die Rezepte sind fünf Kapiteln zugeordnet: 
1. Klassiker von scharf bis cremig- Senf, Mayo, Vinaigrette 
2. Heisse Liebe – Ketchup, Salsas, Grillsaucen 
3. Kräuterfrisch- Pesto, Salsa, Mojo 
4. Herzhaft eingemacht- Chutneys, Mostarda, Confit 
5. Würzige Exoten- Currypasten, Asia-Saucen, Sambal 

Alle Rezepte werden sehr gut erläutert. Die Zutaten sind jeweils perfekt aufgelistet und man erhält auch immer gute Infos zur Zubereitungszeit, Haltbarkeit und der Anzahl der Kalorien. Nicht selten werden Rezeptvarianten mitgeliefert. 

Tolle Senfrezepte machen gleich zu Beginn neugierig, aber weit neugieriger machte mich das Rezept für eine "Rouille", die bei Fischsuppen eine Notwendigkeit darstellt. Dieses Rezept ist raffiniert gestaltet, weil etwas Honig beigefügt wurde. 

Die Cocktailsauce mutet durch den Orangensaft und den Joghurt sommerlich an und passt bestens in einen Krabbencocktail. Bei den Dressings finde ich die "Steirische Salatdressing" besonders empfehlenswert. Hier verleiht das Kürbiskernöl den letzten Kick.


Ketchup selbst zu machen, halte ich für sehr sinnvoll, weil er ohne Zusatzstoffe auskommt. Am besten gefällt mir das Rezept für Curryketchup, bei dem auch eine Knoblauchzehe nicht fehlen darf. Wer Steak mag, findet hier ein sehr gutes Rezept für eine Steaksauce, in der Chipotle eine Rolle spielt. Wunderbar für gegrillten Fisch sind die "Grapefruit-Granatapfel-Salsa" und die "Tomaten-Ananassalsa" mit ihren sommerlichen Fruchtnoten, der Schärfe und der kräutrigen Frische. 

Alle, die Pasta schätzen,  finden in diesem Buch köstliche Pestos. Das "Bärlauchpesto"  mit Macadamianüssen gefällt mir am besten. Hervorragend aber  für Baguette zu einem Glas Weißwein ist das "Frankfurter-Kräuter-Pesto". Das "Knoblauch-Zitronen-Confit" passt sehr gut zu kalten Fleisch und das "Zwetschenchutney" zu Käse. 

Wie man grüne und rote Currypaste selbst herstellen kann, wird auch erläutert.   

Für das kommende Frühjahr und den Sommer ist das Buch geradezu ideal. Dabei führt uns "Acocado-Mojo" geschmacklich nach Spanien und "Muhammara" sogar in den Orient.

Empfehlenswert.

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum GU-Verlag und können das Buch bestellen.http://www.gu.de/buecher/kochbuecher/kochen-fuer-jeden-tag/816533-pesto--salsa-&-co--selbst-gemacht/. Sie können es aber auch direkt beim Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Himmel und Erde- In der Küche eines Restaurantkritikers- Jürgen Dollase

Jürgen Dollase der Autor dieses nicht leicht verdaulichen Kochbuchs versteht sich nicht als Gastronomietester, sondern als Restaurantkritiker. Liest man sein Buch, wird schnell klar, dass es sich bei diesem Mann (Sternzeichen Jungfrau) um einem Intellektuellen handelt, mit dem Kirschenessen zum Wagnis werden könnte, wenn man ein auf Harmonie bedachter Mensch ist. Sein Geist ist auf Widerspruch gebürstet, um auf diese Weise harte Nüsse knacken zu können. 

Das Buch habe ich seit Monaten bereits im Bestand, habe immer wieder darin gelesen und das ein oder andere auch ausprobiert. Dollase versteht etwas vom Kochen, vielleicht gerade deshalb, weil er ein Intellektueller ist, dessen Analysefähigkeiten ihn dazu zwingen, das, womit er sich befasst, besonders intensiv zu durchleuchten, um Geheimnisse die lüften, die bislang kaum jemand auch nur im Ansatz erahnt hat. 

Gleich zu Beginn erläutert er die Bedeutung des Kochens für einen Restaurantkritiker und hat in diesem Zusammenhang einen Satz formuliert, der mir so gut gefällt, dass ich ihn zitieren möchte: "Ein Kritiker, der sich der Kochkunst verpflichtet fühlt, wird automatisch immer wieder sowohl den Blick auf das Ganze suchen wie auch das Detail reflektieren.“ Dieser Satz verrät viel über Jürgen Dollase und man weiß sofort, die Lektüre des Buches garantiert, dass  hier Wissen mit Erkenntnis belohnt wird.

Mir gefällt, wenn er schreibt, dass man die Leistungen von Köchen erst dann einschätzen und schätzen kann, wenn man selbst am Herd arbeitet. Das sehe ich auch so. 

Produktkenntnisse sind eine Grundbedingungen, um gut kochen zu können, auch ist es wichtig spezielle Zutaten zu kennen und mit ihnen subtil hantieren zu können, dazu kommt ein umfangreiches Wissen über Kochtechnikern und Produktkombinationen, die Lektüre vieler Kochbücher internationaler Spitzenköche, wenn man das Tal der Ahnungslosen verlassen und Schüler Dollases werden möchte. Doch dann muss man noch das Schmecken erlernen. 

Der Autor macht im Buch deutlich, wie differenziert man schmecken kann und was es diesbezüglich zu beachten gibt. Dabei sollte man wissen, dass das Hinschmecken und die Entwicklung eines guten Geschmacks nicht zuletzt die wichtigste Voraussetzung für gutes Kochen ist. 

Dollase unterrichtet in seinem Buch über die Grundlagen seiner Küche, zu denen nicht nur Produkte sowie Einkauf zählen und er schreibt in Sonderbeiträgen über Grundsätzliches, wie etwa Anmerkungen zum Garen von Fleisch und über den Aufbau von Gerichten. Diese Beiträge sind in die einzelnen, sehr textreichen Kapitel eingebunden, die da lauten:

Gemüse
Fast nichts- einfach aber genial 
Optimierung und Gerichte die ich immer wieder koche 
Einfache Produkte 
Grenzwertiges 
Sensorik 
Nova Regio 
Neue Konzepte 
Desserts. 

All das, was sich in den Kapiteln verbirgt, kann man leider in einer Rezension nicht zu Sprache bringen. So staune ich zunächst über Dollases "Kollektion von Wirsingzubereitungen" und seine Betrachungen über die Sensorik eines ausgeweiteten Gemüsetellers, freunde mich mit seinen Rosenkohlvariationen an und erkenne, dass Zitronen- und Orangenzesten dem Rosenkohl eine fast sommerliche Frische verleihen. Das lässt dieses Gemüse in völlig neuem Licht erscheinen. Ideal sind die Rosenköhlchen mit Mikro- Croûtons, weil sie das vormalige Bauerngartengemüse königlich erscheinen lassen, aber auch die anderen Varianten sind nicht uninteressant, besonders jene nicht mit kandiertem Ingwer und Datteln. Das ist wirklich weltläufig.

"Der Tafelspitz mit glasierten Karotten" macht das Niveau klar, welches man hier anstreben soll. Das Gericht "Côte de Boeuf, Kartoffeln 'wie aus dem Kartoffelfeuer', Kohlrabicreme mit Rosmarin-Infusion" ist ein vielschichtiges Geschmackserlebnis. Aber auch all die anderen Speisen wie etwa "Pot-au-feu de volaille blanc, Melange von Zitrusfrüchten und seltenen Pfeffern, Rosmarin und Lavendel" oder "Lamm mit Tomatenvariationen, karamellisiertem Fenchel, Schafskäse und zerdrückten Oliven-Kartoffeln" dokumentieren, worum es Dollase geht. 

Spannend zu lesen  ist, was Dollase zur Sensorik zu schreiben weiß und wie er die Theorie in seinem "Sensorischen Ragout von der Tomate" umsetzt. 

Das Buch hat sehr viel zu bieten, ist weit mehr als ein Kochbuch mit warenkundlichem Teil. Es handelt sich um Werk, das die Zeiten überdauern wird, weil es im Grunde ein Kochphilosophiebuch aus den Anfängen des 3. Jahrtausends n. Chr.  ist. 

Die Fotos von Thomas Ruhl runden das wunderbare Werk ab, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn sich an Nachdenklichkeiten im Bereich kulinarischer Genüsse erfreuen kann und zudem am Herd mit Vorliebe Dinge ausprobiert, die nicht einfach umzusetzen sind.
  
Sehr empfehlenswert.

Helga König

Folgen Sie dem Link, dann können Sie das Buch direkt beim Verlag bestellen:http://www.at-verlag.ch/buch/978-3-03800-814-9/Juergen_Dollase_Himmel_und_Erde.html

Rezension: Dinner mit Mr. Darcy- Köstlichkeiten aus Jane Austens Welt- Pen Vogler

Die Welt der Jane Austen ist mir aufgrund der  beiden Bücher "Stolz und Vorurteil"  sowie "Emma" nicht mehr völlig unbekannt. Andere Bücher dieser britischen Schriftstellerin kenne ich allerdings  nicht. 

Im vorliegenden Kochbuch trifft man auf die Romanheldinnen dieser Autorin und zwar auf Emma, Elisabeth, Fanny, Mrs. Bennet. Es handelt sich also  um ein Buch für Jane Austen-Fans und solche, die es noch werden wollen, denn es möchte genau denen, die sich an der Nachahmung von Speisen und Dinners aus Janes Leben und Romanen versuchen möchten, Ideen liefern.

Die Rezepte sind gut erklärt und Bezüge zu einzelnen Werken werden stets hergestellt. Zudem werden in informativen Texten, die den Rezeptseiten auflockernd zwischengeschoben sind, ehemalige Tischgepflogenheiten etc. erläutert. 

Die Gerichte kommen typisch englisch daher. Das gilt auch für die "Geschmorte Schweinekeule", deren Zutaten gewöhnungsbedürftig sind aber durchaus neugierig machen. Das "Kalbsragout" bekommt durch Sherry seinen letzten Kick und die "Taubenpastete" erhält ihn durch einen Bund Kräuter. 

Das Rezept für "Geschmorten Truthahn" ist besonders lobenswert und die "Gebratene Hammelkeule mit Austern gefüllt" nicht jedermanns Sache. 

Vorzüglich hingegen scheint mir der "Igel aus Marzipan", auch der "Buttrige Apfelkuchen" zu sein und wirklich köstlich schmeckt der Orangenwein. 

Alle in allem ein Kochbuch für die Freunde der britischen Küche, die weitaus besser schmeckt als ihr Ruf ist. 

Empfehlenswert

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen. http://www.callwey-shop.de/buecher/kochen-backen/dinner-mit-mr-darcy.html. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke kaufen.

Rezension: #Cocktail_Kunst- Die Zukunft der #Bar- #Stephan_Hinz- 'Edition_Fackelträger

Stephan Hinz, der Verfasser des Buches "Cocktail Kunst", weiß wovon er schreibt, denn er ist Barmanager und trägt den Titel "Deutscher Meister und Mixologe des Jahres". Zudem verfügt er über diverse Weltmeistertitel. 

In seinem reich bebilderten Barbuch fragt er zunächst, was Alkohol überhaupt ist und beantwortet diese Frage ausführlich. In der Folge erzählt Hinz dann die Geschichte des Alkohols, die vor 10 000 Jahren bereits ihren Anfang nahm. Die ersten Destillationsmethoden gab es etwa um 5500 vor Chr. Bier  hatten die Menschen bereits vor der Erfindung des Weins erstmals hergestellt. Wein breitete sich maßgeblich durch die Griechen im Mittelmeerraum aus. Seinen Ursprung vermutet man in der Region des heutigen Israel. 

Die Azteken entwickelten ihre alkoholischen Getränke aus fermentierten Stechwinden, Kakteen, Mais und Agaven. Dabei entstand unter dem Einfluss der spanischen Destillationsmethoden aus dem Saft der Agaven schließlich Mezcal und später Tequila. 

Der Autor schreibt auch über die Geschichte des Rums und anderer Destillate, bevor er erläutert, was man unter einem Cocktail zu verstehen hat. Wie sich die Geschichte des Cocktails zeigte, wird auch erläutert. 

Alsdann beginnt der praktische Teil. Vorgestellt werden hier zunächst die Utensilien für die Zubereitung der Getränke, auch werden die Grundtechniken für gute Drinks nachvollziehbar erklärt und die Maßeinheiten für die Bar aufgelistet.

Anschließend wird man in die Geheimnisse des Cocktails eingeführt. Es folgen eine Fülle theoretischer Betrachtungen und praktischer Anleitungen sowie eine Auflistung mit dem Titel "Die Chemie der Bar".

All dies macht deutlich, dass ein Barmanager außerordentlich umfangreiche Kenntnisse für seinen Job benötigt, wenn er wirklich gut sein möchte. Man lernt unendlich viele Rezepte kennen, so etwa im Bereich der exklusiven Avantgardecocktails und der Klassiker von Aperil Spritz bis Zombie. Sie alle werden sehr gut beschrieben, so dass  man unverkrampft zur Tat schreiten kann. 

Das gilt auch für "Feuerzangenbowle Reloades", ein Traditionsgetränk das sich gerade jetzt am bevorstehenden Silvesterabend zuzubereiten anbietet.

Stefan Hinz reflektiert das Verkosten und Schmecken und wartet mit einer bemerkenswerten Warenkunde auf. Sich in diese immer wieder zu vertiefen, schenkt viele neue Erkenntnisse, die man umsetzen sollte, nicht nur wenn Gäste kommen. 

Sehr delikat ist der "Pimm`s Cup" der sommerlichen Geschmacksnoten wegen, ein Sehnsuchtsdrink in dieser trüben Winterperiode, der mich gedanklich an die Südküste Englands versetzt, weil ich ihn dort vor einigen Jahrzehnten erstmals trank. 

Empfehlenswert

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Rezension: Die Weltköche zu Gast im Ikarus- Maibock mit Bete und Schokolade- 60 außergewöhnliche Rezepte und 12 internationale Chefs im Portrait- Pantauro

Das Vorwort dieses Prachtbandes, das allein schon der beeindruckenden Bilder wegen begeistert, hat der Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann verfasst. Er ist der Patron im "Ikarus". Das Salzburger Hangar -7 stellt eine weltweit einmalige Ansammlung beeindruckender Avantgarde- Architektur dar. Dazu kommen liebevoll gepflegte einsatzbereite Flugzeugschmuckstücke, wechselnde Kunstausstellungen und ein einzigartiges Gastromieangebot.

Im Hangar -7- Restaurant "Ikarus" präsentiert eine internationale Kochelite Ihre Spitzenküche seit 2003. Dabei vereint das Gastkoch-Konzept im Ikarus die großen Namen der internationalen Spitzenküche. Monat für Monat findet ein Wechsel statt. Hier treffen sich die angesagtesten Trends ebenso wie die ewig gültigen Klassiker.

Das Buch lädt ein, hinter die Kulissen der einzigartigen kulinarischen Vision und ihrer Umsetzung zu schauen. 60 Rezepte und 12 internationale Chefs werden porträtiert. Dabei handelt es sich um folgende Spitzenköche:

Bart De Pooter- De Pastorale- Rumst-Reet/Belgien 
Jannis Brevet- Manoir Restaurant Inter Scaldes/Niederlande 
André Chiang- Restaurant André- Singapur 
Paco Pèrez- Restaurant Miramar, Llanca/Spanien 
Alexandre Gauthier- La Grenouillère- La Madelaine-sous-Montreuil/ Frankreich 
Ana Ros- Restaurant Hisa Franko- Kobarid /Slowenien 
Rodolfo Guzmán- Boragó- Santiago de Chile/Chile 
Magnus EK – Oaxen Krog- Stockholm/Schweden 
Sat Bains- Restaurant Sat Bains- Nottingham –Vereinigtes Königreich 
Ikarus Team- Restaurant Ikarus im Hanger 7- Salzburg/Österreich 
Matthew Lighter-Atera, New York/USA 
Jesper Kriketerp& Rasmus Klim Restaurant Radio- Kopenhagen Dänemark 

Über jeden der Köche erfährt man stets Wissenswertes, kann sich in Bilder über die jeweiligen Restaurants vertiefen, erhält im Rahmen von Sentenzen individuelle küchenphilosophische Randbemerkungen und liest dann Sätze wie etwa "Kochen heißt teilen, kochen bedeutet Kommunikation. Großartiges Kochen heißt Referenzen setzen." (Bart de Pooter).

Jeder der Köche wartet mit einem Menü auf, das stets sehr genau erläutert und sogar erklärt wird wie man es stets anrichtet. Mich interessierte zunächst, was die einzelnen Köche im Rahmen ihrer Sentenzen sagen und wie sie das dann praktisch umsetzen. Dabei gefällt mir Jannis Brevet besonders gut, speziell, dass er glaubhaft den Satz "Meine Küche ist eine klare Küche mit viel Transparenz, denn ich koche für das Produkt" in die Tat umsetzt. So etwa das Gericht "Atlantik-Steinbutt mit Fenchel, Kürbiskernöl, mariniertem Gemüse und Muskatblütenschaum". Gesegnet ist ein Mensch, der von sich sagen kann "Ich würde an keinem anderen Ort der Welt leben wollen. Weil ich in diesen Ort verliebt bin." Paco Pèrez sagt das von sich. Er kocht übrigens göttlich. Man versteht sofort, weshalb, wenn man ihn in seinem Umfeld erlebt. 

Unter den 12 Küchenchefs ist auch eine Frau, Ana Ros, eine Slowenin. Es gefällt mir, wenn sie sagt: "Die Kreation von Gerichten beginnt immer im Kopf. Es ist ein sehr kreativer Job, wenn man etwas Neues und Frisches machen will." Ihre Kreationen überzeugen und beweisen, was sie meint.

Besonders neugierig machte mich das, womit das Ikarus-Team selbst aufwartete. Der Patron Eckart Witzigmann sagt den entscheidenden Satz "Man kann Ideen haben, aber man braucht auch die Fähigkeiten, umzusetzen zu können." Dass er dies kann, weiß zwischenzeitlich wohl jeder.

Das präsentierte Menü ist ein wahrer Traum, die einzelnen Speisen so schön angerichtet, dass man sich fast nicht wagt, sie zu verspeisen. Ob man all die nicht unkompliziert erscheinenden Rezepte zuhause nachkochen kann, hängt von den eigenen Fähigkeiten ab und der Geduld, die man aufzubringen bereit ist, um die Texte exakt umzusetzen. 

Ein überzeugendes Buch, das die Idee des Gastkochkonzepts im Hangar 7 sehr gut vermittelt und auch den daraus monatlichen Wechsel, durch den das Ikarus-Team weltweite Kontakte aufgebaut hat und von daher die besten Produkte von überall her erhält. 

Rezension: Gwyneth Paltrow- Julia Turshen- Meine Rezepte für Gesundheit und gutes Aussehen- Genießen ohne Gluten, Zucker und Laktose- AT Verlag

Gwyneth Paltrow ist Schauspielerin und Oscargewinnerin. Nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch diagnostizierte der Arzt bei ihr Blutarmut, Vitamin-D-Mangel und schlechte Nierenwerte. Sie verzichtete im Rahmen einer Auslassungsdiät auf Kaffee, Alkohol, Milchprodukte, Zucker, Schalentiere, Gluten und Soja und aß fortan nur biologisch produziertes Fleisch. Auch konservierte Lebensmittel standen auch nicht mehr auf ihrem Speiseplan.

Sie und Julia Turshen haben gemeinsam dieses Buch verfasst, dessen Rezepte alle auf gängigen Zutaten beruhen, aber ohne Zucker, Gluten und weitgehend laktosefrei, zudem nicht selten sehr proteinreich oder aber vegan sind.

Aufgelistet und näher erläutert werden eine Reihe von Produkten, die man diesbezüglich im Vorratsschrank haben sollte. Anschließend werden Frühstückrezepte, Rezepte für Salate und Dressings, Suppen, Geflügel und wenig Fleisch, Fisch, Gemüse, Körner, Getränke, für Kinder und Naschkatzen vorgestellt sowie des Weiteren Grundrezepte aller Art kommuniziert. 

Insgesamt warten 180 Rezepte darauf nachgekocht zu werden. Die Rezepte werden alle sehr gut erklärt. Zudem sind appetitanregende Foto beigegeben, die überzeugend wirken. Zum Schluss kann man noch in Wochenpläne einsehen, in denen Rezepte für den ganzen Tag zusammengestellt worden sind und zwar nach bestimmten Kriterien, wie etwa eine Detox-Woche.

Ein gutes Kochbuch, für alle, die im kommenden Jahr endlich gesünder leben möchten.

Rezension: So geht Kochen- Spielend leicht zum Meisterkoch- Das ultimative Anleitungsbuch- Gabriela Scolik Team/No. Parking-Moewig

Dieses Kochbuch richtet sich an kochinteressierte Menschen, die ungern Rezepte lesen,  sondern lieber Bilder betrachten, richtet sich damit in erster Linie an eine neue Generation, die von Kind an in Bilderfluten gebadet hat.

Das überaus kreative Werk kommt insofern mit wenigen Worten aus und arbeitet stattdessen mit 400 gezeichneten Gebrauchsanleitungen.

Das finde ich, nachdem ich weit weit mehr als 400 Kochbücher gelesen und rezensiert habe, besonders witzig und spannend. Zu glauben, dass hier ein Kochbuch für Minderintelligente auf den Weg gebracht wurde, ist ein Trugschluss. Das Gegenteil ist der Fall. Geschult werden beim Studieren des Kochbuchs die bildorientierte Intelligenz und die Achtsamkeit im Hinblick auf Gegenständliches.

Zunächst werden Symbole und Zeichen erklärt und anschließend anhand von beschrifteten Bildern gezeigt, welche Grundausstattung man in der Küche haben sollte. Es wird dargestellt wie man einen Tisch perfekt deckt (großes Lob dafür!) oder auch die Kalorienzufuhr und der Kalorienverbrauch in 30 Minuten visualisiert. So sieht man beispielsweise eine Stoppuhr unter der dann "Laufen" und die Zahl "295" steht. Diese Info verarbeitet der Kopf entsprechend und man wird zukünftig stets dann, wenn man eine Uhr sieht, sein Gewissen in puncto Kalorien und Bewegung spüren.

Des Weiteren wird dargestellt, welche Lebensmittel man vorrangig in anderen Ländern speist. Es werden u.a. Lebensmittelfarben gezeigt sowie benannt und es werden Lebensmittel kombiniert. Das finde ich besonders gut, weil die Darstellung im bildlichen Gedächtnis haften bleibt, ähnliches gilt auch für Gewürze und Kräuter.

Die Warenkunde vermittelt bildlich dargestellt viele interessante Informationen, so etwa über nachhaltigen Fischverzehr, über Pasta-Arten und Kaffee. Ausführlich wird gezeigt wie man unterschiedliche Lebensmittel fürs Zubereiten vorbereitet, so etwa Artischocken, Avocados oder Austern.

Mittels Bildern lernt man Teige fertigzustellen und auch Speisen, die man nicht kochen muss. Dann aber geht es ans Kochen, das bestens bildlich vermittelt wird. Später lernt man auch über Bilder Gerichte im Ofen zuzubereiten oder zu schmoren, in der Pfanne zu braten und zu frittieren, sowie zu grillen. Backen und Einmachen als auch den Umgang mit Getränken lernt man ebenfalls auf diese Weise. Schritt für Schritt wird gezeigt wie man beispielsweise eine Weinflasche öffnet, Korkstücke entfernt oder unterschiedliche Cocktails mixt.

Alle Rezepte im Buch sind gut umsetzbar. Der Spieltrieb und die Neugierde werden angeregt. Pädagogisch ist es dieses Bildwerk perfekt aufgebaut und macht gute Laune, weil es so schön bunt daher kommt. 

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Verlag und können das Buch bestellen.http://www.edel.com/buch/release//so-geht-kochen/. Sie können das Buch aber auch direkt beim Buchhändler Ihrer Wahl ordern.