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Rezension: Mein Istrien Kochbuch- Mit Geschichten von Manfred Matzka- Brandstätter

Dieses Buch ist eine Teamarbeit von Anica-Matzka – Dojder und ihrem Ehemann Manfred Matzka sowie einer Reihe weiterer Menschen, die auf einer der letzten Seiten des Werks alle benannt werden. 

Anica Matzka- Dojder lebt seit 1972 in Wien und war Gesundheitsmanagerin und Politikerin. Sie erinnert sich gerne an ihre Kindheit in der #Vojvodina, mit delikatem Essen und großartiger Gastlichkeit. In Istrien  hat sie mit guten Köchen Freundschaft geschlossen und von ihnen gelernt. 

Manfred Matzka schreibt Reiseführer über die kroatisch-slowenische Halbinsel Istrien, des Weiteren publiziert er historische Abhandlungen. Für das vorliegende Werk hat er Geschichten über Istrien verfasst und zwar über die Historie der Halbinsel, ihr Lebensgefühl, ihre Menschen und deren Beziehung zum Genuss und zum Essen. 

Wo #Istrien genau lokalisiert ist, kann man einem Kartenausschnitt zu Beginn des Buches entnehmen. Dort auch sind Orte angeführt, die man in der Tipp-Liste für Märkte, Wein, Olivenöl, Restaurants und Trüffel präsentiert bekommt. 

Zwischen Manfred Matzkas kurzweilig zu lesenden Texten sind dann immer wieder Rezepte aus Istrien eingestreut, stets mit einer kleinen Vorabinfo, einer gut gegliederten Zutatenliste, einer schrittweisen Rezepterklärung und einigen, sehr brauchbaren Tipps für die jeweilige Speise. Sehr gut gefallen hat mir der Beitrag mit dem Titel "Istriens Küchenkräuter". Der Fokus liegt auf Lorbeer-Blättern, Rosmarin, Salbei, Thymian, Oregano, Lavendel und Basilikum. Hierzu erfährt man Näheres, liest über die Gepflogenheiten auf den Märkten, so etwa auf Fischmärkten Istriens und kann sich mittels des Rezeptes "Nudeln Mare e Monti" einen ersten Eindruck davon verschaffen, was man mit Meerestieren in der istrischen Küche so macht. Scampis werden nicht nur in diesem Gericht verwendet, auch in Kartoffelknödeln und im Salat beispielsweise.

Lecker ist ein vegetarisches Rezept für Maronensuppe mit Steinpilzen und Weißwein und neugierig macht der "Wildspargelsalat". Wilder Spargel ist ein bitterer, farbenkräftiger aus Istrien, der sehr einfach in der Zubereitung ist und in Istrien offenbar zu vielen Mahlzeiten gereicht wird. 

Man lernt eine Fischpastete zuzubereiten, auch Sardellen zu marinieren, erfährt ein gutes Muschelrezept, liest über den Fischfang rund um Istrien und kann sich in delikate Fischrezepte vertiefen. Hier tauchen dann immer auch die eingangs genannten Kräuter auf. Natürlich interessiert die Fischsuppe. Sehr gut ist das Rezept für "Seeteufel in Zitronensauce". 4 Biozitronen werden dazu verwendet, auch Rosmarinzweige und anderes mehr. Hier vermählt sich die Sonne mit dem Meer auf subtile Weise. 

Bestens werden diverse Fische näher beschrieben, so auch der Drachenkopf, der im "brodet" als Delikatesse gilt. In diesem Gericht geht man übrigens großzügig mit Knoblauch um. Über Pasta und Risotto in Istrien liest man ebenfalls  Wissenswertes, lernt auch hier landestypische Gerichte kennen, so etwa "Pasta mit Scampischwänzen in Tomatensugo" oder "Wildspargel-Risotto". 

Was noch? Spannend zu lesen, ist der Artikel über Lamm. Das dann folgende Rezept für  "Lammbraten" werde ich am Ostersonntag genauso  wie im Rezept zubereiten, d. h. den Braten nicht mit Rotwein, sondern wie im Rezept  mit Weißwein während des Garens im Ofen zu übergießen. Vermute, dass der Lammgeschmack dann besser rauskommt.

Einige Gerichte aus der ursprüngliche Küche von Istrien wie etwa "Gefüllte Paprika“ oder "Gestampfte Kartoffeln", in die Olivenöl - anstelle wie bei uns Butter- vermengt werden, lernt man kennen, liest Wissenswertes über Oliven aus Istrien und auch über Trüffel und lernt diese perfekt zuzubereiten,  beispielsweise einem Rezept für ein "Getrüffeltes Kaninchen". 

Über Wein von der Halbinsel Istrien wird man auch informiert und lernt einen istrischen Likör zuzubereiten, um schließlich  zudem noch einige süße Leckereien kennenzulernen. Hier überzeugt besonders der "Sauerkirschstrudel" und das "Kornelkirschenparfait" besonders. 

Natürlich ist das literarisch-kulinarische Gästebuch zum Schluss für Literaturfreunde interessant, weil man dort Wissenswertes über Literaten erfährt, so etwa Anton Tschechow und auch James Joyes,  die die Küche dort kennengelernt und etwas dazu geschrieben haben. 

Zu guter Letzt werden noch eine Reihe Restaurants empfohlen, sodass eigentlich eine Reise auf die Halbinsel nichts mehr im Wege steht.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Mein Istrien-Kochbuch. 70 authentische Rezepte mit regionalen Spezialitäten sowie Geschichten über Kultur, Kulinarik und Landschaft

Rezension: RISOTTO TI AMO! 101 Rezepte der besten Köche der Welt- Riso Gallo- Callwey

Dieses bemerkenswerte Kochbuch mit einem Vorwort von #Cornelia_Poletto ist auf Betreiben von #Riso_Gallo entstanden. Er gilt als Koryphäe der Reisproduktion und ruft jährlich zu einem Wettbewerb auf, um die besten Risottorezepte von Spitzenköchen aus aller Welt zusammenzutragen. 

Die Meisterköchin Cornelia Poletto hat das Vorwort zu diesem Werk geschrieben. Die Texte stammen von Allan Bay und Judith Marnet hat sie aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Kuratiert wird das Werk von Adriano Canever. 

Cornelia Poletto lässt in ihrem Vorwort die Leser wissen, dass schon seit dem 15. Jahrhundert in der Po-Ebene im Norden Italiens #Reis angebaut wird. Die bekanntesten Sorten heißen #Carnaroli, #Arborio und #Vialone. Reis dürfe man nicht gar kochen, schreibt Frau Poletto, weil er immer weiter zieht. Des Weiteren dürfe man ihn nicht vor dem Kochen waschen, denn die Stärke, die am Reiskorn hafte, bewirke eine natürliche Bindung und Cremigkeit. 

Die im Buch enthaltenen 101 #Risottogerichte stammen aus Restaurants folgender Länder: Italien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Großbritannien, Österreich, Deutschland, Schweiz, Portugal, Malta, Polen, Kroatien, Lettland, Russland, Katar,Vereinigte Arabische Emirate, Libanon, Israel, Thailand, Singapur, China, Taiwan, Japan. 

Man lernt jeweils auf einer Doppelseite mittels eines Fotos und einer  Kurzbiografie den Koch des jeweils durch Rezept und Bild präsentierten Gerichts kennen, erfährt auch stets Wissenswertes zum Restaurant, kann sich in die Zutatenliste vertiefen, erfährt für wie viele Personen ein Rezept gedacht ist.

Spannend finde ich, wie die Köche aus aller Welt Risottogerichte interpretieren. Hervorheben möchte ich Monique Troc-Possets "Risotto mit Meeresfrüchten und Algen". Sie bereitet diese Speise im #Schatull_Vaals (NL) zu, das in einem Schloss aus dem 18. Jahrhundert untergebracht ist. Das Risotto kommt nicht zu cremig daher. Die Komposition ist stimmig. Es wird auf Gewürze verzichtet, sodass der Meergeschmack, der durch die Meeresfrüchte und das beigegebene Meerwasser entsteht, im Vordergrund steht. Großartig.

Wunderbar auch ist das Rezept für "Risotto mit Jersey-Hummer und Hummerbutter"  #Philippe_Maratier hat es kreiert. Man kann es im #Tides, einem renommierten Restaurant auf Jersey speisen. Interessanterweise kommt an das Risottogericht Hühnerbrühe, Weißwein, auch etwas Sahne und Mascarpone aber auch Hummerbutter. Mehr verrate ich nicht. Das Hummerfleisch, ebenfalls sehr fein zubereitet, muss köstlich dazu munden. 

Sehr verlockend auch ist das "Risotto mit Kürbis, eingelegtem Ingwer und gebratener Gänseleber" von #Heinz_Winkler, der im #Residenz in Aschau im Chiemgau diese Delikatesse zubereitet.

Zudem steuert  #Cornelia_Poletto  ein Gericht bei. Sie kocht es in ihrem Hamburg Restaurant. "Risotto mit Tomate und Jakobsmuschel" begeistert mich bereits von den Zutaten. Dazu einen trockenen Sancerre. Ein Traum. Perfekt.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Risottogerichte mit Fleisch im Buch, aber wirklich überzeugend finde ich Fisch und Meeresfrüchte oder Pilze oder Gemüse zu Reis. 

Am bemerkenswertesten finde ich das Gericht von #Marco_Boscaini. Er ist Küchenchef im #Prego, dem renommiertesten Restaurant in Koh Samui in Thailand. An das Risotto werden Lorbeerblätter hinzugefügt und  kurz mitgedünstet. Zutaten wie Weißwein kommen hinzu und Butter sowie Käse werden untergerührt. Auf dem Risotto thront ein frisches Eigelb und gehackte Petersilie. Ich vermute, dass dies die beste Kreation des Buches ist, weil das Augenmerk völlig dem Risottoaroma gilt.

Was noch? Auf beigefügten Kartenausschnitten kann man genau sehen, wo die einzelnen Restaurants zu finden sind. Für Reiselustige nicht unwichtig.

Alles in allem ein großartiges Werk. Doch überzeugen Sie sich selbst. 

Maximal empfehlenswert.

Helga König
Im Fachhandel erhältlich

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Risotto, ti amo!: 101 Rezepte der besten Köche der Welt

Rezension: Der Griller #2 - 365 Tage Heiss auf BBQ- Grillen, Planken, Smoken -# Edition_Delius

Im Vorwort dieses reich bebilderten und dabei überaus informativen Buches kann man eingangs die für dessen Konzept aufschlussreichen Sätze lesen:

"#Grillen ist eines der letzten großen Gemeinschaftserlebnisse, auf die sich alle irgendwie einigen können. Egal, ob mit der Verwandtschaft bei Familienfeiern, mit Freunden im Park oder abends im kleinen Kreis auf dem Balkon: Grillen geht irgendwie immer, braucht wenig Vorbereitung und ist, wenn alle mitmachen, immer ein tolles Event.“

Genau deshalb findet man in diesem Werk außergewöhnliche #Grillrezepte für das ganze Jahr, für jeden Geschmack und jede Vorliebe. Untergliedert sind die Texte- dabei handelt es sich  um Sachinformationen, Warenkunde und raffinierte Rezepte - in die vier Jahreszeiten. 

Nicht genug loben kann man die schönen Grillimpressionen (Fotos), die nicht nur die Leseneugierde steigern, sondern die Lust am Grillen sofort entfachen. 

Zunächst erhält man wertvolle Sachinformationen, wie man den Grillfrühjahrsputz zufriedenstellend gestaltet und schon geht es zur Sache und zwar mit einem "#Spargel Spezial".  Ein #Grillbuch mit Gemüse zu starten, lässt neugierig werden. Man ahnt bereits, dass hier mehr geboten wird als eine Fleischgrillorgie wie zu Zeiten der alten Germanen und zwar viel Gutes für den verwöhnten Gaumen.

Zunächst erfährt man Warenkundliches zu  besagtem Edelgemüse und lernt fünf unterschiedliche Spargelsorten kennen. Dabei soll der knackig-nussig schmeckende Hopfenspargel, der in der Hallertau geerntet wird, der teuerste der Welt sein. Das Kilo wird mit 100 Euro gehandelt. Bemerkenswert, weil er früher ein Arme-Leute –Essen war. 

Es folgen sehr delikate #Grillrezepte für #Spargel. Dabei werden die Zutaten immer gut aufgelistet, auch stets die Zubereitungszeit und die Grillzeit genannt. Die Zubereitung wird jeweils bestens nachvollziehbar dem Leser vermittelt und ein Foto vom Rezeptergebnis  offeriert. So wird übrigens bei allen Rezepten im Buch vorgegangen. 

Ob nun Spargel pur oder mit vegetarischer oder  mit Fleischbeilage, für jeden Grillgast ist etwas dabei, wenn man zum Spargel-Grillfest einlädt. Hervorheben möchte ich die Rezepte für "Grünen Spargel mit Bacon", der sehr einfach zuzubereiten ist und sich als kleiner Imbiss eignet, zudem das "Filet Mignon mit grünem Spargel", das mit wenigen Zutaten auskommt, aber im Geschmackergebnis  "Großes Kino" ist. 

Auf einigen Seiten  des Buches wird gezeigt, wie man vegan grillt. Als guter Gastgeber (m/w) sollte man bei Essenseinladung stets nachfragen, wer von den Gästen zwischenzeitlich vegan präferiert und in einem solchen Fall "Seitansteaks in Mangosoße" oder "Gemüsespieße" anbieten. Die Rezepte sind von den Zutaten her nicht uninteressant, denn die Gewürze harmonieren perfekt miteinander. 

Alsdann folgt ein "Steak Spezial". Eine Fülle von Tricks und Tipps für das perfekte #Steak und eine hervorragende #Warenkunde erfreuen jeden Steakliebhaber (m/w). So werden beispielsweise Steaks aus den #USA, aus #Argentinien und #Japan  näher beschrieben. Dabei zählt das #Wagyu_Fleisch aus #Kobe zum besten der Welt. Grund ist die Ernährung dieses Tieres und die tägliche Massage. 

Fünf wertvolle Grilltipps für Steaks werden ausführlich erläutert. Dazu zählt natürlich auch das richtige #Marinieren und #Würzen. Das Rezept für "#T_Bone_Steak" enthält Sardellenpaste, die der Marinade beigefügt wird. Das hat mich an "#Garum" erinnert und vermuten lassen, dass im alten Rom die Steaks ähnlich geschmeckt haben müssen. 

Neugierig gemacht hat mich das Rezept für "#Bistecca_alla_Fiorentia", das den letzten Kick durch Zitrone erhält. So schmeckt Italien im Hier und Jetzt. 

Im beigefügten sogenannten "Steak ABC" lernt man alle wichtigen Fachbegriffe um das Thema Steak kennen. Der Begriff "#XERT" beispielsweise besagt, dass das Fleisch erst gegart und dann gegrillt wird. Wie das wohl schmecken mag?

Die besten Steak-Marinaden werden vorgestellt. Hier möchte ich die "Kräutermarinade- Der Klassiker" hervorheben.#Rosmarin und #Thymian sorgen für ein köstliches Aroma. 

Im Beitrag "Messer Spezial" lernt man dann unter anderem die Kunst des richtigen #Cuts wie auch wichtige Messertypen kennen und danach alles, was man über "#Spareribs" wissen sollte. Natürlich werden auch hier Rezepte mitgeliefert, die den Leser überzeugen. 

Dann kommt der Sommer und mit diesem wunderbare "Fisch Spezial Grilltipps" sowie viele raffinierte #Fischgrillrezepte, die #Fischgenießer wirklich begeistern können. Die "Wilde #Bachforelle mit Sauerampfersoße" schmeckt auch schon im Frühling vortrefflich, wenn der #Sauerampfer ganz jung auf den Wiesen sprießt. Bei den Rezepten für #Thunfisch_Steaks bevorzuge ich das "Steak im Pfeffermantel". Sehr gut ist das Rezept für "Kabeljaufilets von Grill", das zuvor in eine köstliche Knoblauchmarinade eingelegt worden ist, aber auch das "#Lachsfilet mit Whiskey-Marinade" erweis sich als erste Sahne. Man lernt zudem "#Steckerlfische" zuzubereiten und #Hummer und #Tintenfische perfekt zu grillen, liest anschießend das"1x1 perfekter Grill-Weine" im Rahmen eines Wegweisers in 9 Schritten, um sich dann - immer noch voller Neugierde-  mit Salatrezepten näher befassen. Großes Lob für den "Nizza-Salat mit gegrilltem Thunfisch" und für den "Griechischen Oktopussalat". 

Wie man auf der #Planke grillt? Das erfährt man im "Planking Spezial". Eine ganze Reihe exzellenter Rezepte für Fisch und Fleisch, ja sogar für Ziegenkäse machen hier neugierig mit dieser Methode zu experimentieren. 

Ein weiteres Thema ist "Mitsommer-Grillen Spezial". Es vermittelt Wissen über skandinavisches Grillen mit entsprechenden Rezepten, zu denen auch ein Rezept für ein "Elch-Steak" gehört. Interessant zudem ist das "Dutch oven Spezial". Hier wird noch gekocht wie im Wilden Westen und zwar in einem gusseisernen Topf direkt über offenem Feuer. Ein tolles Sommergericht ist das deftige "#Jambalaya" aus der Cajun-Küche. 

Weiter geht es dann mit einem "Wild Spezial". Jetzt sind wir bereits im Herbst angelangt. Auch hier gibt es eine Menge Grilltipps für den  #Hirsch sowie für das #Wildschwein und außerordentlich gute Rezepte u.a. für "#Hirschkoteletts mit Pfifferlingen", auch für einen "#Rehrücken" und eine "#Wildschweinkeule mit Bärlauch".  Wildgeflügelfans kommen auch auf ihre Kosten und zwar mit den Rezepten für "#Wachtelschenkel mit Gemüse" und "#Wildente mit Champignons".

Ein "Pilze Spezial" bietet sehr gute Grill-Gerichte, in denen #Pilze eine Rolle spielen. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle den "#Seeteufel mit #Steinpilzen und Artischocken". Diese Aromenfülle erfreut natürlich den Gaumen. 

Dann folgt der Winter und mit ihm das Grillen im Schnee. Hier lernt man zunächst die schlimmsten Fehler beim Grillen im Winter kennen und auch die goldenen Regeln, damit es gelingt. Das Rezept  für die "#Lammkeule mit Baked Potatoes" überzeugt ebenso wie das Rezept für die "Ganze Gans vom Grill".

Zur Abrundung gibt es noch ein "Heisse Getränke Spezial" mit köstlichen Rezepten für Drinks, zudem ein "Hüttengaudi Spezial",  ein "Silvester Spezial" sowie ein "Karneval Spezial“, das allein schon wegen des Rezeptes für "Himmel und Äd" die Rheinländer jubeln lassen wird. Alle Festrezepte outen den Gastgeber als Kenner, der weiß wie man Gäste überrascht und mit kulinarischen Highlights bei guter Laune hält.

Fast vergessen hätte ich die Cocktails für die Partys zu erwähnen. Warum nicht eine "African Queen" als krönender Anschluss? Die Rezeptur überzeugt als Wachmacher.  Man kann nie wissen, was noch folgt.

Maximal empfehlenswert

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Der Griller 2: 365 Tage heiß auf BBQ

Rezension: Eat Good- Johan Rockström-Gerstenberg

#Johan_Rockström ist Professor für Umweltwissenschaften und leitet das Potsdam-Institut für Klimaforschung. Fernerhin ist er Vorsitzender des Advisory Board der Eat-Stiftung. Diese Stiftung befasst sich mit Belangen der Nachhaltigkeit und Gesundheit. 2009 wurde der Autor mehrerer Bücher und von mehr als hundert wissenschaftlicher Artikel zum "Schweden des Jahres" und zwei weitere Jahre in der Folge zu Schwedens einflussreichster Persönlichkeit in Fragen der Nachhaltigkeit gekürt. Gemeinsam mit Malin Landqvist, einer der erfahrensten Kochbuchautorinnen Schwedens und der Biologin und Umweltexpertin Victoria Bignet hat er dieses bemerkenswerte Kochbuch auf den Weg gebracht, dessen Bilderwelt von Wolfgang Kleinschmidt realisiert worden ist.

Das Vorwort dazu hat Gundhild Stordalen verfasst. Sie ist die Gründerin und Vorsitzende der EAT-Stiftung. Sie schreibt u.a. "Mit dem Essen- oder dem Mangel daran- sind große Probleme für den Mensch, Umwelt und Klima verbunden. Daher ist unsere Ernährung der wichtigste Schlüssel zur Lösung dieser Probleme. Damit die Ernährung der Weltbevölkerung zu einer nachhaltigen Zukunft und zur Gesundheit der Menschen beitragen kann, müssen nicht nur Politiker und Produzenten, Forscher und Industrie, Visionäre und Wissensvermittler an einem Strang ziehen. Wir sind alle gefordert, zur Verwirklichung der Ziele beizutragen."

Was bedeutet dies nun für das vorliegende Buch? 

Es werden im Rahmen von fünf Kapiteln delikate Rezepte vorgestellt, die nicht nur gesund sind, sondern bei denen Nachhaltigkeit Programm ist. Die Gerichte sind in nachstehende Rubriken untergliedert: 

Frühstück und Zwischenmahlzeiten 
Warme Küche für jeden Tag 
Festtagsgerichte 
Desserts und Süßes 

Das "Wildschwein bourguignon" oder "Wildbraten mit Wurzelgemüse" dokumentieren, dass hier kein reines Körnerbuch auf den Leser wartet, sondern eine vielfältige Küche, in der es neben Veggie-Style auch manch anderes gibt, was Feinschmecker entzücken könnte. Dabei sind die Rezepte gut beschrieben und problemlos zuzubereiten. 16 Tipps, wie man Lebensmittel rettet, lockern den Rezeptteil gekonnt auf.

Im Anschluss dann gibt es einen in fünf Rubriken untergliederten Textteil, in dem Wissen und Mittel geliefert werden, um im Sinne einer positiven Entwicklung, konkrete Entscheidungen bei der Auswahl gesunder und nachhaltiger Nahrungsmittel zu liefern. 

Die Rubriken tragen folgende Überschriften:

Was umfasst der Begriff "Nachhaltige Entwicklung?" 
Die Bedeutung der Nahrung. 
Der Zusammenhang zwischen Nahrung, Gesundheit und Umwelt. 
Was ist eine gesunde, nachhaltige Ernährung? 
Ernährungsgewohnheiten und Lebensmittel Produktion verändern. 

Man liest u.a. über den Einfluss der Lebensmittelproduktion auf die Umwelt,  über  das Klima, die Bodennutzung und auch über die aquatische Umwelt erfährt man Näheres. So liest man beispielsweise, dass in weiten Teilen der Erde noch heute Fischfangmethoden wie Grundschleppernetzfischrei, die ganze Lebensräume leerfegt, angewendet werden und es dadurch vielen Arten unmöglich gemacht wird, sich bestandserhaltend zu vermehren. Man liest mehr über gefährliche Chemikalien aber auch, welche Veränderungen innerhalb der Nahrungskette beispielsweise das Klima positiv beeinflussen können. 

Interessant auch ist der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit und die Antwort darauf, was eigentlich eine gesunde Ernährung ist. Sehr gut ist der Leitfaden für gesunde aber auch jener für nachhaltige Ernährung und die Fragen und Antworten zum Schluss, so etwa, weshalb Vollkornprodukte gut für uns sind oder wie wichtig die Zufuhr tierischer Produkte ist oder welche Auswirkungen Zucker im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Gesundheit hat. 

Unterrichtet wird auch darüber, wie man Lebensmittelverschwendung vermeiden kann und welche Rolle die Verpackung spielt. 

Kurzum  "Eat Good"  ist ein Aufklärungsbuch, das für kluges Kochen sensibilisiert und  auch zeigt, wie man dies bewerkstelligen kann. 

Empfehelnswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Eat Good: Das Kochbuch, das die Welt verändert

Rezension: Brodetto für alle- Gerichte und Geschichten aus der Region Marken- Daniela und Felix Partenzi- Gerstenberg

#Daniela_Partenzi ist eine Journalistin mit umbrischen Wurzeln. Ihr Gatte Felix arbeitet als Kommunikationsdesigner. Er hat das Buch gestaltet und die vielen schönen Fotos, die darin enthalten sind, realisiert. Gemeinsam haben sie das vorliegende Buch mit dem Titel "Brodetto für alle - Gerichte und Geschichten aus der Region Marken" auf den Weg gebracht.

Zu Beginn des Werkes erfährt man, dass die Marken die Wade des italienischen Stiefels verkörpern. Sie grenzen im Landesinneren an Umbrien, an einen Zipfel Toskana und im Süden dann an Latium. Vor allem jedoch liegen sie längs der Adria zwischen Emiglia-Romagna und den Abruzzen, d. h. zwischen Nord- und Süditalien.

Diese Publikation offenbart sich als ein Mix von Geschichten, Rezepten und Bildern, sei es von den Rezeptergebnissen oder von schönen Impressionen, die einen  Eindruck über  Land und Leuten vermitteln. 

Der Titel "Brodetto für alle" verweist auf die für die Region typische Fischsuppe. Der besondere Kick ist  hier der Weinessig. Man erfährt Wissenswertes über die Königin der Oliven, die bereits von Puccini besungen wurde. Diese wohlschmeckende Olive ist sehr fleischig und wird rund um die südlichste Provinzhauptstadt der Marken geerntet. Die Stadt heißt übrigens Ascoli Piceno. Ein Rezept für frittierte Oliven wartet darauf, ausprobiert zu werden. Es handelt sich hierbei um ein traditionelles Gericht, das neugierig macht, obschon die Zubereitung kompliziert erscheint. 

Unmöglich, auf die vielen Geschichten über Land und Leute und auf alle Rezepte hier näher einzugehen. Es fällt auf, dass die Anzahl der Zutaten für die einzelnen Speisen sich im Rahmen hält und man offenbar den authentischen Geschmack der Hauptzutat nicht verwässern möchte. So kommen die "Lammspießchen" mit nur vier weiteren Zutaten aus und auch die "Dorade im Kartoffelbett" besticht primär durch ihr eigenes Aroma. 

Etwas anders schaut es bei den "Gefüllten Tintenfischen" aus. Sogar gemahlene Nelken spielen in dem Gericht eine Rolle und viele andere geschmacksintensive Zutaten, die wohldosiert verwendet werden müssen, um die Harmonie des Geschmacks nicht zu zerstören. 

Ein Rezept für "Süße Feigen-Salami" beeindruckt deshalb, weil Zucker hier kein Thema ist.

Irgendwann liest man von Trüffeln und auch davon, dass sie im Nirgendwo der Bergwelt Provinz Pesaro-Urbino in allen Gassen angeboten werden. Dabei erzielen die Anbieter bis zu 6500 Euro pro Kilo. Ganze 16 Trüffelsorten findet man in den Wäldern rund um den kleinen Ort. Das Rezept für "Risotto" allerdings enthält keine Trüffel und jenes für "Hühnerleberpastete" ebenfalls nicht. Diverse Gerichte mit dicken Bohnen machen neugierig, auch das Rezept für  "Stockfisch Ancona". 

Sehr gut ist das "Thunfischwürziges Kaninchen". Dazu passt Reis oder aber auch Ciabatta und ein trockener Weißwein oder ein Glas Rosé. Ebenfalls sehr gut ist das Rezept für "Schweinerücken mit Anis", der mit Kastanienhonig aromatisiert wird. 

Begeistert auch haben mich zudem die Rezepte für Fenchelgerichte, so etwa das Rezept für "Auberginen mit wildem Fenchel" und die Rezepte für Seezungen. "Spaghetti mit Walnussugo" ist Gericht für jeden Tag und das "Mandelschwein" ein Festtagsgericht. Schweinfilet und Safran spielen hier neben Mandeln eine nicht unwesentliche Rolle. Gewürze wie Nelken und Zimt gehören dazu, natürlich auch Wein und anderes mehr. 

Geflügelfans können einen "Kapaun"  mit interessanten Zutaten füllen und wer es einfacher mag, kann "Kräuterlinsen" nach Art der Region Marken zubereiten.

Was noch?  Erfreulich zurückhaltend geht man übrigens mit Zucker um. Desserts sind  nur ein Randthema für die Autoren. 

Erwähnen möchte ich hier die "Esskastanienrolle" mit einem Klecks Aprikosenmarmelade. Sie ist ein schöner Abschluss eines Festtagsessen.  

Ansonsten heißt es, sich überraschen zu lassen, von dem, was die Region Wunderbares zu bieten hat. 

Maximal empfehlenswert .

Helga König

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Brodetto für alle: Gerichte und Geschichten aus der Region Marken

Rezension: #IZAKAYA- Mochi- Brandstätter

Das Mochi, ist ein gastronomisches Highlight in Wien, das traditionelle japanische Küche mit den verschiedensten internationalen Küchen verbindet. Die vier Betreiber- Eduard und Nicole Dimant, Tobias Müller und Sandra Jedliczka haben bereits erfolgreich in der Berliner Gastronomie zusammengearbeitet, bevor sie mit dem Mochi über die Stadtgrenzen Wiens hinaus eine bekannte Institution geworden sind. 

Im vorliegenden, reich bebilderten Werk erfährt man mehr über #IZAKAYA, das mehr als nur ein Potpourri aus Reisschalen, Frittiertem und Gegrilltem und mehr als bloß der volle Geschmack von Sojasauce, Sake und Mirin sei. 

IZAKAYA lebe primär von Geschichten, die sich zwischen den Menschen am Tisch, den Gastgebern und den Gästen abspielten. Die Geschichten im Buch handeln von vier Freunden und ihrer Begeisterung für japanische Esskultur. 

Die Rezepte für einen IZAKAYA- Abend haben keine bestimmte Reihen- oder Menüfolge. Alles lässt sich ohne großen Aufwand vor- und zubereiten und nach Lust und Laune einfach auftischen. 

Man liest zunächst Näheres über die fünf Geschmacksgeber: #Sojasauce, #Kombu, #Mirin, #Katsuobushi als auch #Sake und erfährt wie Sake, sprich Reiswein hergestellt wird. Dann liest man Wissenswertes zu Naturweinen aus den Weingärten Japans, auch zu japanischem Bier, um anschließend mehr zu höflichen Gepflogenheiten der Japaner und zum #Duruma, dem beliebtesten Glücksbringer Japans zu  erfahren. 

Die Gerichte machen neugierig, weil die Zutaten interessante Geschmackskombinationen erahnen lassen. Alle Rezepte werden sehr gut und zwar schrittweise erläutert. Das gilt auch für "White Fish Tartar – Wolfsbarsch.Nori" und für einen geeisten Grünen Tee mit Ingwer. Besonders gut haben mir die  vielen  unterschiedlichen Fischgerichte gefallen, die allerdings einen vertrauenswürdigen Fischhändler voraussetzen, weil viele Fische nur mariniert, also gewissermaßen roh verspeist werden. Nicht so die Miesmuscheln, deren Zubereitung wirklich überzeugt und dazu verführt, herkömmlichen Zubereitungen untreu zu werden. 

Die Rezepte sollte man mehrfach lesen, bevor man zur Tat schreitet, um die Philosophie hinter dem Rezept erst einmal zu entschlüsseln. 

Sehr empfehlenswert und überaus inspirierend. 

Helga König 

Im Fachhandel erhältlich

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Rezension: Essen-Genießen-Gesund Bleiben- Ernährung als Medizin- 70 Genial einfache Rezepte- Laura Koch at Verlag

Dieses Kochbuch eignet sich hervorragend, um damit etwas Neues zu Jahresanfang am Herd zu beginnen. Die Ernährungsberaterinnen Laura Koch und Laura Vagliani haben die Rezepte für dieses Werk zusammengestellt, das den Grundprinzipien der Naturheilkunde entspricht. 

Zunächst erfährt man, wann genau Verdauung und Regeneration stattfinden und was geschieht, wenn man durch schwere Mahlzeiten zur falschen Tageszeit seinen Körper überbelastet, wann unsere Leistungsfähigkeit auf dem Tiefpunkt ist, wann man besonders kälteempfindlich reagiert und wann beispielsweise es zum Höhepunkt der Melatoninausschüttung kommt. Des Weiteren wird man informiert über wertvolle Pausen im Tagesrhythmus und über besonders verträgliche Lebensmittel, um dann Näheres über neun,  sehr gesundheitsfördernde Gewürze zu erfahren. 

Dabei handelt es sich um Galgant, Gewürznelken, Ingwer, Kardamom, Kreuzkümmel, Kurkuma, Muskatnuss, Paprika und Zimt. Neben den neun Gewürzen werden neun entsprechende Kräuter vorgestellt und anschließend Tipps gegeben im Umgang mit Kräutern und Gewürzen. Über Salz und auch Natron wird man aufgeklärt und aufgelistet ist, was man in diesem Kochbuch nicht findet, nämlich Lebensmittel, die Entzündungen hervorrufen können. 

Erläutert wird sehr gut wie die Rezepte aufgebaut sind und was morgens, mittags und abends mit uns körperlich geschieht. Untergliedert sind die Rezepte in: Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Desserts, Getränke und Basisrezepte. 

Diese Rezepte werden in gut nachvollziehbaren Schritten erläutert. Anhand eines Fotos kann man sich jeweils einen guten Eindruck vom Rezeptergebnis verschaffen. Allen Rezepten wurden gesundheitliche Erklärungen vorangestellt. 

"Das Rührei mit Dinkelbrot" ist eine gelungene Alternative zu Brötchen mit Marmelade, eine Kombination, die wegen des Weißmehls und des Zuckers ohnehin tabu sein sollte. Ob man jeden Tag einen "Indischen Milchreis" essen möchte, sei dahingestellt, das Gleiche gilt für Porridge. Diesbezüglich sind mehrere Rezepte aufgeführt, gottlob auch vieles andere. Beim Mittagessen sind neben einigen sehr guten vegetarischen Gerichten, wie etwa einem "bunten Hirsotto" oder einem pikanten Nudelsalat auch Fleischspeisen dabei, u.a. ein gefülltes Truthahnschnitzel, das von der Füllung her überzeugt. Bei den Abendmahlzeiten gefallen mir die Suppengerichte der Abstimmung der Zutaten wegen, auch in der asiatische WOK-Pfanne harmonieren die Zutaten bestens. Bei den Desserts haben mir "Hildegards Nervenkekse" und der "Apfel aus dem Ofen" am meisten gefallen. Beides sind Gerichte, die man gewiss vor 300 und mehr Jahren so auch schon auf den Tisch gebracht hat. Gutes bleibt eben lange in Erinnerung.

Die Getränke versprechen Gesundheit pur und die Basisrezepte verdeutlichen nochmals, dass hier primär gesund und gut gekocht wird.  Genau das Richtige um  mit Power 2019 durchzustarten.

Empfehlenswert 

Helga König

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Essen, geniessen, gesund bleiben: Ernährung als Medizin - 70 genial einfache Rezepte. Ernährung nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Rezension: Der Speisen Würze-Geschichten um die Esskultur und Tischsitten aus aller Welt- Edition Zeitblende

Dieses wunderbare Buch befasst sich mit ursprünglicher esskultureller Gestaltung und Szenarien wie sie in Erzählungen, Geschichten aber auch in literarischen Texten dokumentiert sind. Dabei werden Quellen aufgetan, die unbekannte und ungewöhnliche Aspekte von Ernährung und Tischsitten beinhalten. Gesucht werden diese primär in außereuropäischen Ländern und Kulturen. Weil man dort noch Ursprüngliches vermutet. Insgesamt geht es bei den Betrachtungen nicht um die Darstellung historischer Entwicklungen, sondern stattdessen um die Authentizität konkreter Situationen und Verhaltensweisen. Von daher auch folgt der Autor nicht selten abenteuerlichen Spuren von Reisenden und Forschern, die eine bestimmte Esskultur erlebt, beobachtet und geschildert haben. Dazu kommt als weitere wichtige Quelle die Innenansichten von Personen fremder Kultur, die Erfahrungen und ihre Wertungen kommunizieren. Das Buch zeigt, dass bislang brachliegendes Wissen über Ernährung und Essverhalten nicht selten von uralten Mythen und Legenden geprägt ist. 

Die Betrachtungen von Kochkunst und Tafelkultur finden in folgenden Ländern statt: Russland, Zentralasien, China, Indonesien, Japan und Korea, Afrika, Mexiko, Andenländer und Amazonien, Nordamerika, Ozeanien und in Ländern, die durch den Islam geprägt sind. 

Dezente Illustrationen zwischen den einzelnen Kapiteln inspirieren, sich stets auf Neues einzulassen.

Auf Seite 75 beginnt die Betrachtung kleiner Leckerbissen rund um die Uhr. Wo? In Indonesien und anderen Inselwelten. So liest man hier zunächst Wissenswertes über die "Javanische Reistafel", die mehr als zwanzig Zugaben enthält, die man am Tisch erst vermengt, bevor man sie verspeist. Etwas gewöhnungsbedürftig ist ein kulinarisches Verfahren auf Bali, von dem der Reiseschriftsteller Richard Katz berichtet. In manchen Dörfern dort diente in den 1930er Jahren noch ein Hund als Wurstmaschine. Man fütterte das Tier, nachdem es zwei Tage gehungert hatte mit Büffelfleisch und Milch, schlachtete es eine Stunde später und entnahm ihm den gefüllten Darm. Aus dem Rest des Hundes wurde wie gewohnt ein Braten oder Suppenfleisch zubereitet.

Einige Seiten später liest man Wissenswertes zur japanischen Teezeremonie, erfährt u.a. , dass jedes Gespräch im Teeraum fern von Alltagsdingen verläuft, man von Malern, Dichtern, Teemeistern und ihren Werken spricht, vom Geschmack und den Anschauungen verschiedener Zeiten und dem auserlesenen Teegerät. Um den Gastgeber zu erfreuen, lobt man den Geschmack des Tees, seine Stärke und seine Farbe und sorgt durch Gesprächsbeiträge für ein schönes Klima. 

Eine unglaubliche Fülle von Textbeiträgen zur Esskultur und zu Tischsitten in all den oben angeführten Ländern warten auf den Leser, der klug dran tut, sie häppchenweise zu "konsumieren", um möglichst lange Freude an diesem Buch zu haben.

An einem der Leseabende schließlich in Mexiko angekommen, erfährt man mehr über eine gute aztekische Köchin, liest über Tortillas und über Kakao, dem Getränk der Edlen von einst. Dieser war "fein gemahlen, glatt eingehend, kräftig geschlagen, rot, herb, mit Pfeffersaft versetzt, blumig, mit blüten des Großohrenbaums, des Götterohrenbaums, mit Vanille, mit dem Saft der Früchte der Mecaxochitl-Pflanze, mit Blütenhonig und Blütenwasser."

Dieses und anderes mehr liest man zu Mexiko, um sich dann in den Andenländern und in Amazonien mit sonderbaren Speisen wie etwa einer "Ameisenpastete" oder auch mit "Pisuslarven" zu befassen, die ein Brotaufstrich sind, der angeblich wohlschmeckend ist.

Lesenswert auch ist das Nachwort mit dem Titel "Esskultur im Zeichen der Globalisierung". Hier wird u.a. auf den Selbstversuch des Amerikaners Morgan Spurlock hingewiesen. Er verspeiste einen Monat lang Mc Donalds Mahlzeiten und nahm 15 kg zu. Sein Cholesterinwert war schlagartig in die Höhe geschnellt und erste Anzeichen einer Lebererkrankung erkennbar.

Fettleibigkeit ist heute weltweit präsentes Phänomen einer ökonomisierten "Modernisierung" der Esskultur, so der Autor. 10 Millionen Diabeteskranke allein in Deutschland sprechen eine warnende Sprache. 

Das Buch zeigt Vielfalt in der Esskultur und dokumentiert wertvolles Wissen, das mehr als nur nachdenklich stimmen sollte bei dem nächsten Big Mac oder alternativ der nächsten Pizza. Dann doch lieber Ameisenpastete.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel  erhältlich

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Der Speisen Würze: Geschichten um Esskultur und Tischsitten aus aller Welt

Rezension: NENI- TEL AVIV- Food.People.Stories- Haya Molcho & Söhne- Brandstätter

Die weitgereiste Haya Molcho ist in Tel Aviv geboren und lernte auf ihren Reisen die Küchen der Welt kennen. So entwickelte sie ihren individuellen, kulinarischen Stil, typisch israelisch und international zugleich. Gemeinsam mit ihren Söhnen eröffnete sie 2009 das erste NENI-Restaurant. Dabei ging ihr Erfolgsrezept, mediterrane und levantinische Esskultur in Europas Metropolen zu bringen, auf. Heute ist NENI eine innovative anerkannte Marke mit Kochschule und eigener Produktlinie, die Restaurants in Berlin, Hamburg, München, Köln, Zürich und Berlin betreibt. 

Für das vorliegende Buch hat Haya Molcho und ihr Team eine Entdeckungsreise durch Tel Aviv gemacht und das laute Treiben auf den Märkten dieser Stadt eingefangen. Streetfood ist dort allgegenwärtig und man ist überrascht, dass hier jemenitische, türkische und irakische Angebote nebeneinander existieren. 

Das reich bebilderte Buch ist in fünf Kapitel untergliedert, in denen mit Rezepten, Fotos von den Speisen als auch von der Stadt und Leuten dort aufgewartet wird. Dazu kommen noch bemerkenswerte Storys, die interessante Bewohner von Tel Aviv, die ihre Gaben leben, dem Leser nahe bringen und das dortige Lebensgefühl erspüren lassen. 

So liest man beispielsweise von einer urbanen Pflanzensammlerin, die im Alter von 29 Jahren ein Studium zur Modedesignerin begann und die sich intensiv mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt, liest von Köchen, Köchinnen und anderen Menschen mit vielen guten Ideen, die diese erfolgreich umsetzen. 

Die Kapitel lauten: 
Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte 
Nenis Grundbaukasten 
Fisch 
Fleisch 
Süßes 

In diesen Kapiteln sind alle Texte und Bilder untergebracht. Die Rezepte sind  1 A, werden in einzelnen Schritten erläutert und weisen zumeist mediterrane Komponenten, nicht selten mit leicht orientalischen Gewürznoten auf. 

Neugierig vertieft man sich zunächst vielleicht in einzelne Rezepte, bevor man sich entscheidet, erste Versuche mit dem Kochbuch zu wagen. Man analysiert möglicherweise die Unterschiede zwischen einer spanischen und israelischen Meeresfrüchte-Paella und begeistert sich für "Krabben-Burekas", die – sieht man mal vom Koriander ab- fast der französischen Küche zugeordnet werden könnten. 

Beinahe italienisch mutet die "Rindertatar-Bruschetta" an. Auch hier bringt die Würze den Vorderen Orient mit Südeuropa zusammen. Das jemenitische "Rinderstew mit Lahoh" hingegen ist Orient pur. Geheimnisvolle Geschmackskomponenten machen hell wach. Was schmeckt man da?  Ein Gericht für weltoffene Gaumen. Eindeutig.

Interessant finde ich das Rezept für "Lamm mit Feigen und Trauben", interessant deshalb, weil es kaum Gewürze enthält. Irgendwie atypisch.

Die Süßspeisen sind allesamt orientalisch süß und begeistern ganz gewiss alle Süßmäuler, selbst in Nordschweden. 

Bei allem sind immer wieder die Storys bemerkenswert, so etwa jene über einen Gewürzhändler oder jene über die Sommeliers, die sogar noch einige Tipps geben im Hinblick auf ihre Lieblingsweingüter in Israel. 

Adressen und Websites von den vorgestellten Personen im Buch werden auch angegeben, sodass man sich weiter informieren und gegebenenfalls Kontakt aufnehmen kann.

Sehr empfehlenswert 
Helga König 

Rezension: Kohlrouladen& Krautwickel- Petra Kolip –Hädecke

Dr. Petra Kolip hat ein Kochbuch verfasst, das zu lesen nicht nur Freude bereitet, weil es hervorragend strukturiert ist, sondern dass zudem wirklich motiviert, die darin enthaltenen Rezepte nachzukochen. 

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die alte Kulturpflanze Kohl, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammen soll. Kopfkohl wird übrigens seit dem 11. Jahrhundert bereits angebaut und war bis zur Entdeckung der Kartoffel im 16 Jahrhundert neben Getreide das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung hierzulande. 

Alle Kohlsorten haben einen hohen Vitamin C Anteil, zudem einen hohen Anteil an Vitamin B,  darüber hinaus noch viele Mineralien und anderes mehr. 

Im Rahmen von kleinen Kohlporträts erfährt man Wissenswertes zu: Weißkohl, Wirsing, Rotkohl, Grünkohl, Palmkohl, Chinakohl, Pak Choi und Choi Sum sowie Kai Choi. 

Die einzelnen Kohlsorten haben im deutschsprachigen Raum oftmals unterschiedliche Namen. Dabei wird nicht jeder Bezeichnungen wie etwa "Wirz" oder "Komst" kennen, den Begriff "Kabbes" hingehen wohl eher. 

Man liest Näheres über das Geheimnis einer guten Kohlroulade und erfährt wie man Kohlblätter blanchiert und Blattrippen flachschneidet, liest zunächst Allgemeines über Kohlrouladenfüllungen, erfährt wie man sie rollt und verschließt, anbrät und schmort und eine gute Sauce dazu zubereitet. 

Die Kohlrouladenrezepte sind untergliedert in: 
Kohlrouladen mit Fleisch 
Kohlrouladen mit Fisch und Meeresfrüchten 
Kohlrouladen mit vegetarischer Füllung 
Rouladen mit Mangold, Salat und Weinblättern 

Alle Rezepte werden schrittweise sehr gut erläutert. Die Zutaten sind übersichtlich aufgelistet und immer sehr harmonisch aufeinander abgestimmt.  Was noch? Die Zubereitungs- und die Garzeit werden stets genannt. 

Man staunt über die Fülle von "Kohlrouladenrezepten mit Fleisch" aus vielen unterschiedlichen Ländern. Sehr gut gefallen mir hier die "Zuger Kohlwickel", weil sie in Tomatensauce gegart sind. Für die "Bayerischen Krautwickel" mit Kümmel wurde eine delikate Sauce kreiert, die u.a. Weißwein, süßen Senf und saure Sahne enthält. 

Arabische Kohlrouladen werden ganz ähnlich wie die griechischen Kohlrouladen mit Lammhackfleisch zubereitet, während "Libanesische Kohlrouladen" Lammwürfel und Reis enthalten und mit Zimt sowie Pimentpulver gewürzt werden. In Bosnien aber auch in Ungarn werden die Krautwickel aus sauer eingelegtem Weißkohl zubereitet. Die Rezepte sind vielversprechend. 

Sehr lecker schmecken die "Königsberger Spitzkohlrouladen", die vom Geschmack her die "Königsberger Klopse" noch toppen. 

Diverse Grünkohlrezepte werden Norddeutschen besonders gut gefallen. Ich selbst bin  allerdings von den Rezepten milderer Kohlsorten mit Fisch und Meeresfrüchten am meisten begeistert und hier z.B. von den "Spitzkohlrouladen nach Finkenwerder Art". Ein Festtagsessen! Delikat auch sind die "Chinakohlroulade mit Fisch und Koriander"  und die "Fischröllchen mit Curry und Zitronengras". 

Wer es vegetarisch mag, findet hier Vieles, was anspricht und wer neben Kohl Weinblätter oder dergleichen füllen möchte, wird hier auch fündig. 

Ganz zum Schluss gibt es noch tolle Rezepte aus den Resten des Kohls, den man für die Rouladen verwendet hat. So etwa "Bayrisch Kraut", "Sahnewirsing mit Orange" oder aber einen "Mallorquinischen Kohleintopf " und  schlussendlich Tipps zu Sehens- und Wissenswertem rund um den Kohl.

Dieses Kochbuch ist ein Highlight unter den Kochbüchern in diesem Herbst und Winter. Daraus  Speisen zuzubereiten, wird nicht langweilig, weil jedes Rezept  sich von den anderen unterscheidet.

Maximal empfehlenswert.

Helga König
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Kohlrouladen und Krautwickel

Rezension: Kochen für Freunde-Einfach. Entspannt. Zum Vorbereiten- Ursula Furrer-Heim-at Verlag

Die Autorin dieses Werkes  ist  die Schweizerin Ursula Furrer-Heim. Sie wurde für ihr erstes Buch bereits mit einer Medaille von der Gastronomischen Akademie Deutschland ausgezeichnet. Die schönen Fotos wurden von Patrick Zamp realisiert und das Bildkonzept sowie das Styling stammt von Natascha Sanwald.

Für Freunde zu kochen, ist eine hübsche Idee, speziell wenn man ihnen damit eine wirkliche Freude bereiten möchte. Im vorliegenden Buch hat man Gelegenheit, 20 Menüs mit jeweils drei Gängen zu entdecken, die sich alle sehr gut vorbereiten lassen und leicht aber auch verständlich in der Zubereitung sind. 

Die Zutaten sind problemlos erhältlich und zumeist aus der Region. Ein detaillierter Zeitplan zu jedem Menü sorgt gemeinsam mit den Rezeptbeschreibungen dafür, dass man in Ruhe alles vorbereiten und  mit Freunden eine schöne Zeit verbringen kann. 

Nach einigen Vorbemerkungen, die man nicht überlesen sollte, folgt der Rezeptteil, der in die vier Jahreszeiten untergliedert ist und stets fünf Menüvorschläge enthält, mit jeweils drei Gängen. Appetitanregende Fotos von den einzelnen Gerichten sorgen dafür, dass man einen Eindruck von den Rezeptergebnissen erhält und damit auch von den Serviermöglichkeiten. 

Menüs mit und ohne Fleisch bieten für jeden Geschmack etwas. Dabei sind viele Speisen mediterran angehaucht und wirken fast schwerelos. Das gilt auch für die "Kalbsschnitzelröllchen an Madeirasauce", zu denen eine erfrischende "Spinatpasta" gereicht wird. Die Desserts sind zumeist  keine Kalorienbomben. Sehr ansprechend ist beispielsweise die "Joghurttorte mit Rhabarber-Himbeer-Kompott" aber auch die erfrischende "Heidelbeertarte". Als Vorspeise eine halbe "Birne mit Käsetupfer" sollte man unbedingt ausprobieren und das "Entrecôte Double mit Orangenkräuter-Butter auf Orangen-Linsen" in der kälteren Jahreszeit ebenfalls. Auch die "Pastetchen mit Geflügel und Äpfel" überzeugen und vor allem das "Reh mit Apfelschnitzen". 

In diesem Buch gibt es tatsächlich für viele Vorlieben etwas, so dass Freunde frohlocken dürfen, wenn man mal wieder zu Tisch bittet und beispielsweise "Knuspernüsse zum Aperitif" reicht. Was dann folgt, können Sie dem Buch entnehmen.


Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Kochen für Freunde: Genial, Einfach, Zum Vorbereiten

Rezension: Zu Gast auf Sylt- Regina Stahl- Callwey

Dieses schöne Buch fällt bereits wegen seines Umschlags aus dem Rahmen. Norddeutsche Küchenkacheln laden dazu ein, sie zu berühren und locken auf sinnliche Weise, das Buch mit dem Titel "Zu Gast auf Sylt" zu öffnen, weil man sich dort plötzlich angekommen fühlt. 

Autorin des Werks ist Regina Stahl. Die einstige Mode- und Beauty-Chefin der deutschen "Vogue" kennt die Insel seit ihrer Kindheit und dort auch nahezu jedes Restaurant. Die Hamburger Fotografin Brita Sönnichsen hat die vielen imposanten Bilder für das Buch realisiert, das - kurz zusammengefasst-  60 Sylter Originalrezepte, Anekdoten, Sehnsuchtsorte und Geheimtipps enthält.

Nach einem Vorwort von Regina Stahl ist das Buch in sechs Kapitel gegliedert und beginnt mit dem Inseldorf List. Dort ist die Dittmeyer´s Austern-Compagnie zuhause, die 1986 gegründet wurde. Die berühmte "Sylter Royal" wird in Aquakulturen in der Blidselbucht im Lister Wattenmeer gezüchtet. Sie ist die einzige Auster, die in Deutschland produziert wird. Ein Rezept für "Überbackene Austern" ist beigefügt. 

Man lernt Restaurants in List kennen und jeweils delikate Rezepte von Gerichten, die man dort speisen kann, so etwa eine "Kapitänsscholle", die von Krabben bedeckt, ganz gewiss delikat mundet. "Geheimtipps und Wissenswertes" nennt sich eine Spezialseite in jedem Kapitel. Hier erfährt man dann auch, was man unter "Lister Hafenwasser" zu verstehen hat, bevor es weiter nach Kampen geht. 

Auch dort erhält man visuell einen guten Eindruck, lernt ganz unterschiedliche Restaurants, inklusive Kontaktdaten kennen und dazu sehr gute Rezepte, so etwa auch  aus dem "Gogärtchen" oder vom Bistro-Restaurant "Kaamp Meren".  Das "Lammcarré mit Balsalmico-Linsen"  lässt sich problemlos zubereiten und ganz ähnlich sieht es beim "Rührei mit lauwarmem Räucheraal" aus. Hierbei handelt es sich um ein Rezept aus dem Restaurant "Rauchfang". Es folgen eine ganze Reihe weiterer Lokale und Rezepte aus Kampen und auch hier werden Geheimtipps genannt. Dann wird Westerland vorgestellt. Dieser Ort erhielt 1855 den Status eines Seebades. Auch dort wird man mit den Restaurants vertraut gemacht, lernt für die einzelnen Restaurants typische Gerichte kennen u.a. anderem ein sehr leckeres Rezept für "Nordsee-Miesmuscheln" in Curry-Sahnesud aus dem Restaurant "Die Seekiste". 

Dann wird Keitum vorgestellt und hier das Spitzenrestaurant "Johannes King", der mit seinem "Matjesröstbrot" für Aufsehen sorgt. Eines der interessanten Rezepte stammt aus dem Restaurant "Wine & Dine". Es handelt sich dabei um  "Wildfanggarnele mit Tatar, Spargel, Safran-Chili-Eiscreme und Holunder-Buttermilch-Schaum". 

Das Tipken`s im Hotel Severin`s macht mich besonders neugierig. Der Küchenchef Benjamin Zehetmeier hat u.a. bei Eckart Witzigmann gekocht. Sein "Holsteiner Kalbsfilet mit Erbsen, Morcheln und Madeira –Jus" lassen erahnen wie gut man dort speist. 

Tinnum und hier die "Restaurant Bodendorf´s"  und "Siebzehn 84" im Landhaus Stricker werden ebenfalls vorgestellt und auch das Restaurant "Sansibar" in Rantum bleibt nicht ausgespart. Rezepte vom Feinsten machen auch auf den Folgeseiten neugierig und es wird rasch klar, dass bei einem Besuch, die Wahl eines Restaurants überaus schwer fällt, weil viele sehr gut zu sein scheinen. 

Für Syltreisende ist das Buch ebenso eine Bereicherung wie für alle, die gerne sehr gute Rezepte nachkochen. Warum nicht mit den "Nordsee-Miesmuscheln in Curry-Sahnesud" beginnen? Dazu ein gebuttertes Vollkornbrot und ein Glas trockener Weißwein und der Tag ist gerettet.

Lobenswert erwähnen möchte ich zum Schluss die vielen schönen Fotos. Wer sich in diese vertieft, hat bereits eine Reise  auf die Insel unternommen.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

Überall im Fachhandel erhältlich.

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Zu Gast auf Sylt: Sehnsuchtsorte, Originalrezepte und Geheimtipps

Rezension: Salate - Knackig frisch und einfach lecker- Lorenza Alcantara- Heel

Dieses Rezeptbuch werden all jene mögen, die gerne leckere Salate auf den Tisch bringen und  dazu noch gerne gesund essen. 

In der Einleitung erfährt man zunächst mehr über die Bestandteile eines
gemischten Salats. Dabei dienen Getreide und Gemüse als Grundlage, auf der dann aufgebaut wird. Proteine sollten ebenfalls nicht fehlen und auch knusprige, sowie aromatische Zutaten sind unverzichtbar. Zu guter Letzt gehören Würzzutaten natürlich ebenfalls dazu. 

Aufgelistet sind die Garzeiten unterschiedlicher Getreidearten und gezeigt wird wie man Gemüse appetitanregend schneidet, so etwa in Ecken, Rauten, Julien oder Scheiben. 

Die Salatrezepte sind in 4 Rubriken untergliedert. 

-Für jeden Etwas- Leckere und sättigende Rezepte mit Fleisch und Fisch
-Veggie- Farbe und Leichtigkeit-leckere vegetarische und vegane Salate 
-Alles roh –Einfache und schnelle Rezeptideen ohne Herd und Ofen
-Super- Außergewöhnliche Zutaten und Zubereitungsarten für besondere Salate.

Die einzelnen Rezepte werden sehr gut erläutert. Auf Fotos kann man die Rezeptergebnisse sehen, aber auch immer wieder warenkundliche Bilder bestaunen, durch die man beispielsweise diverse Blattsalate oder auch Früchte, Tomaten- und Gemüsesorten sowie Kräuter optisch kennen lernt. 

Lobenswert erwähnen möchte ich die Rezepte für Salatsaucen, Chutneys, Pestos etc. ganz zum Schluss, die bekanntlich für den letzten Kick in einem Salat sorgen.

Alle Rezepte sind  einfach zuzubreiten.

Empfehlenswert.

Helga König

Salate: Knackig frisch & einfach lecker

Rezension: Von der Provence bis nach Pondicherry- Rezepte aus Frankreich und weiter Ferne- Tessa Krios- Gerstenberg

Die Autorin dieses wirklich gelungenen Rezeptbuches- Tessa Krios -  hat bereits 10 Reisekochbücher verfasst. Die Tochter einer Finnin und eines Griechen wuchs in Südafrika auf und erkundete als junge Frau die Welt. Dabei hat sie in den renommiertesten Restaurants in London, Sydney, Athen und Mexiko gearbeitet und lebt heute mit ihrer Familie in der Toskana.

Für das vorliegende Buch hat Tessa Krios eine faszinierende, kulinarische Reise in die einstigen Kolonien Frankreichs unternommen. Ausgangspunkt der Exkursion war die Provence und Endpunkt die Normandie. Jede Region im Buch wird zunächst historisch beleuchtet. Zudem erfährt man stets, welche Produkte dort gedeihen und verspeist werden. Daran schließen sich immer die berühmtesten Gerichte der fokussierten Gegend an. Dass dieses Buch für Hobbyköche eine wahre Fundgrube darstellt,  wird jedem sehr rasch klar, der darin ein wenig blättert. Beigefügt sind den exzellenten Texten Fotos von den Rezeptergebnissen und Reiseimpressionen. 

Als Liebhaberin der Provence haben mich sogleich die Rezepte dieser Region innehalten  und mich  die Qualität des Kochbuches rasch erahnen lassen. Die "Muscheln mit Pistou" aber auch die "Bouillabaisse" lohnen, unvorzüglich auszuprobiert zu werden, weil sie geschmacklich perfekt in den Süden Frankreichs führen. Wunderbar auch ist das Rezept für den "Loup de mer mit Fenchel und Pastis". Ich kannte einen Koch in Antîbes, der ihn mit genau diesen Zutaten zubereitet hat. Köstlich. Alle weiteren Rezepte aus der Provence überzeugen ebenfalls, speziell auch jenes für "Kaninchen mit Thymian und Knoblauch". Lobenswert  ist zudem das Rezept für die "Tomatentarte". Dazu passt bestens ein milder Ziegenkäse und ein Glas trockener Rosé aus dieser Region. Doch ich möchte an dieser Stelle nicht alle Rezepte, die der Provence zugeordnet sind, verraten. 

Was folgt, ist ein historischer Abriss von Guadeloupe, einer karibischen Insel, die einst Teil des französischen Königreichs war. Hier sind die Rezepte völlig anders. So werden die Langusten mit Rum flambiert und die Fischsuppe mit viel Chili zubereitet. Zwei tolle Rezepte für "Red Snapper" machen neugierig und man überlegt sofort, wozu man die "Sauce Créole" noch verwenden kann. Möglichkeiten gibt es viele. Das "Kreolische Ratatouille" enthält neben den bekannten Zutaten beispielsweise noch ein tropisches Kürbisgemüse. Süßspeisen gibt  es  hier natürlich auch, die ich aber  nicht erwähne, weil mir die dann folgenden Bilder und Rezepte aus Vietnam keine Zeit lassen.  Die Neugierde plagt. Keineswegs vergeblich sucht man nach französischen Nuancen in den asiatischen Rezepten und findet sie u.a. in "Bo Sot Vang", einem Rindfleisch, das in Rotwein mariniert wird. 

Alsdann erfährt man zunächst historisch Wissenswertes von Pondicherry, eine Stadt in Indien, die vormals eine französische Kolonie war. Dass man nun verschiedene Chutney und köstliche Reisgerichte kennen lernt, wundert nicht. Überzeugt hat mich hier ein Fischcurry mit geradezu wunderbaren Aromen. 

Was noch? La Réunion. Auf dieser Insel gibt es eine Vielzahl hauseigener Rum-Rezepte. Einige davon lernt man kennen. Spannend sind die Würzungen der verschiedenen Gerichte. So etwa für ein Fischcurry, das auch Kardamom und Zimt enthält. 

Die Reise endet, wie eingangs erwähnt, in der Normandie, einer meiner Lieblingsgegenden. "Muscheln mit Cidre" überzeugen hier ebenso wie "Gratinierte Meeresfrüchte“. Noch besser allerdings sind die "gebratenen Jakobsmuscheln mit Äpfeln", auch der "Gebackene Camembert" und die wunderbaren Fischgerichte, speziell das Highlight "Seezunge a la Dieppe", ein Festtagsgericht vom Feinsten. 

Viele Rezepte aus der Normandie enthalten Äpfel, so auch der "Schweinebraten mit Cidre, Äpfeln und Backpflaumen" und das Pfeffersteak wird mit Calvados flambiert. 

Alles in allem also ein Kochbuch ganz nach meinem Geschmack, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Helga König
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Rezension: Beauty Kitchen- Koch dich schön, gesund und gut gelaunt – #Carla_Oates

Die Autorin dieses Buches ist überzeugt, dass strahlende Haut generell ein Spiegelbild gesunder Zellen ist. Wer seinen Darm im Gleichgewicht hält und seinen Körper mit nährstoffreichen Lebensmitteln versorgt, verhilft  sich dadurch zu einer  reineren, strahlenderen Haut und mehr Wohlbefinden.

Oates erinnert daran, dass der menschliche Körper aus Zellen und Bakterien besteht. Damit diese stark und vital bleiben, ist es notwendig, ihnen genügend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen: Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, essentielle Fettsäuren, Antioxidantien, aber auch Präbiotika und Probiotika- wie sie in unverarbeiteten und fermentierten Lebensmitteln enthalten sind.

Carla Oates hat in den 1990er Jahren als Autorin und Stylistin für Modemagazine gearbeitet und sich später als Schönheitsredakteurin mit dem Thema Schönheit und Gesundheit befasst. In dieser Zeit begann sie in Bioläden nach Pflegeprodukten zu suchen, die aus natürlichen Stoffen hergestellt sind und schrieb ihr erstes Buch, das den Titel trägt "Feeding your Skin". Es enthält Rezepte,  mit denen man mittels Getreide, Gemüse und Früchten Schönheitsmittel selbst herstellen kann.

In den Folgejahren befasste sich die Autorin immer intensiver mit dem Thema Darmgesundheit, bzw. Darmenzündungen, deren Folge Hautprobleme, Candidabefall, Konzentrationsschwierigkeiten, Allergien, Abgeschlagenheit, Erkältungsanfälligkeit, Grippe und Autoimmunkrankheiten sein können. Auch mit der Heilkraft durch Ernährung setzte sie sich auseinander und erläutert Wissenswertes zu den Problemen, die durch Getreide, Milchprodukte, Fette und Zucker entstehen können. Zudem reflektiert sie einen ganzheitlichen Ansatz im Zusammenhang mit gesunder Ernährung für mehr Strahlkraft, der nicht zuletzt auch in Bewegung in der Natur und genügend Schlaf besteht.

So kann lang anhaltender Schlafmangel den Alterungsprozess beschleunigen, wodurch man sich weniger gut von Schäden durch freie Radikale, Toxine und UV-Strahlen erholen kann, weil nachts dann nicht genügend Wachstumshormone produziert werden können, die die Zellreparatur, die Kollagenbildung und das Wachstum neuer Hautzellen stimulieren.

Um dem entgegenzuwirken hat die Autorin viele köstliche und dabei gesunde Rezepte entwickelt, die sie wie folgt untergliedert: Frühstück; Mittagessen; Snacks; Abendessen; Beilagen; Desserts; Backwaren; Getränke und Basics.

Im Vorfeld erhält man 19 Küchentipps, die uns zum Strahlen bringen sollen und kann sich ausgiebig mit den Nährstoffen für die Schönheit befassen. Hier erfährt man, wozu die einzelnen Nährstoffe gut sind und in welchen Lebensmitteln man sie vorfindet. Jedes dann folgende Rezeptkapitel beginnt mit einigen gesundheitlichen Überlegungen, so etwa wie man mittels gut gewählter Produkte für das Frühstück den Stoffwechsel ankurbelt. Dann folgen die Rezepte und sehr appetitanregende Bilder von Rezeptergebnissen.

Alle Rezepte sind sehr gut beschrieben, einfach zuzubereiten und beeindrucken durch Vielseitigkeit. Sie orientieren sich an Kreationen aus unterschiedlichen Ländern und nehmen speziell Anleihen an der mediterranen und asiatischen Küche. So darf man sich u.a. an einem Rezept für "Asiatische Frühlingszwiebel-Omlettes mit Kimchi und Krabben" erfreuen aber auch an "Kräuter-Muscheln auf knusprigem Brot mit Knoblauch-Kräuter-Aioli" oder aber- und jetzt wird es ein wenig orientalisch an "Zatar-Brathähnchen mit einer Füllung aus Blumenkohl, Pinienkernen und Rosinen".

Die "Krautwickerl mit Schweinehack und Tomatensauce" sind ein gelungenes Cross-Over, in dem sich, was die Zutaten anbelangt, unterschiedliche Landesküchen wiederfinden. Perfekt zusammengestellt.

Besonders gut gefallen mir die Beilage-Rezepte. Beispiel: "Zitroniger Kräutersalat mit gebackenen Artischocken", "Radicchio mit Feigen, Granatapfelkernen, Orangen und Feta" und "Grüner Spargel aus dem Ofen mit Tomaten, Oliven, Knoblauch und Zitrone."

Neben leckeren Dessert- sind die Getränkerezepte nicht uninteressant. Ideal jetzt im Sommer ist beispielsweise  ist der "Eisgekühlte Hagebutten-Hibiskus-Gewürztee mit frischen Kräutern" und auch der "Kaltgepresste Grüne Saft mit Gurke und frischen Kräutern." 

Die wunderbaren Basics zum Schluss machen natürlich auch neugierig, sei es der "Graved Lachs mit Radieschensprossen und Dillspitzen"  oder beispielsweise die "Eingelegten Salz-Zitronen mit Gewürzen."  Vom Norden bis in den Süden ist einfach alles drin.

Dies ist ein gelungenes Kochbuch, das mehr möchte als nur delikaten Speisen vorzustellen, sondern dass den gesunden, gute gelaunten und damit strahlenden Menschen im Fokus hat.  Ihm zum Erwachen zu verhelfen, ist ein  schönes Ziel.

Sehr empfehlenswert.

Helga König
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Beauty Kitchen: Koch Dich schön, gesund und gut gelaunt

Rezension: Lust auf Wurst- Marcus Bauermann- Mosaik bei Goldmann

Der Fleischermeister Marcus Bauermann betreibt auf Rügen eine Manufaktur mit geradezu überirdisch gut schmeckenden, kulinarischen Produkten. Um die hohe Qualität seiner Kreationen zu erfassen, empfiehlt es sich, vor der Verkostung sein Werk "Lust auf Wurst"- Bewusst genießen" zu lesen. 

Das Vorwort beginnt mit der Botschaft "Wurst ist Glück". Warum das so ist, erklärt Marcus Bauermann in der Folge und möchte durch sein Buch, wo er auch kulinarische Geheimnisse verrät, vor allem die Leser "hemmungslos verführen mit wunderbaren Wurstliebhabereien." 

Das erste Kapitel trägt den Titel "Wurst ist Handwerk". Neben warenkundlichen Informationen und tollen Rezepten erfreut der Rügener seine Leser mit sehr schönen Anekdoten und philosophischen Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Gefallen hat mir der Satz: "Wertvolle Wurst gilt in manchen Kreisen als inoffizielles Zahlungsmittel, Freunden gibt man kein Geld, man bezahlt mit Naturalien." Hier erinnerte ich mich sogleich an meine Kindheit. Damals war es bei Erwachsenen noch üblich, selbstgemacht Kulinarisches zu verschenken,  zwar nicht als Bezahlung für irgendetwas, so doch als Ausdruck von Wertschätzung. 

Interessant ist, was Marcus Bauermann zu Leberwurst schreibt, die für ihn eine Philosophie verkörpert. In seiner Leberwurst sind mehr als nur Leber, Schweinbauch und Gewürze enthalten. Er weist auch auf die Zutaten "Liebe und Überzeugung" hin und dass ehrliches Essen eine Grundlage für Zufriedenheit sei.

"Fleischer" ist seit 1966 der offizielle Name des Handwerks, das Bauermann voller Überzeugung sowie mit viel Reflektion betreibt. In dieser Funktion macht er den Lesern klar, wieso nur eine wirklich frische Schweineleber und ein ganz spezieller Schweinebauch Basis für eine gute Leberwurst sein können. Die Schweine, die Marcus Bauermann bevorzugt, haben gekochte Kartoffeln gefressen und sind "schön fett". Sie werden artgerecht gefüttert und gehalten, aber auch schonend geschlachtet. 

Bauermann verrät sein  persönliches Leberwurstrezept im Buch und erklärt in gut nachvollziehbaren Schritten, wie man diese Wurst zuhause zubereiten kann.

Unbedingt ausprobieren sollte man das Rezept "Pellkartoffeln mit Leberwurst und Kräuterquark". Dabei finde ich es spannend, welche Kräuter im Quarkrezept angegeben werden. So etwa Vogelmiere und Wiesenkerbel. Sie ausfindig in der Natur zu machen, kommt einem kleinen Abenteuer gleich. Man sollte es nicht scheuen des wunderbaren, ursprünglichen Essens wegen, das sehr bekömmlich ist. 

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf alle Rezepte eingehen, um nicht zu viel zu verraten. Erwähnen will ich aber, dass der Autor erklärt, worauf man bei Schinken und Salami achten sollte und dass man im Buch alles Wichtige über die Kunst des Grillens erfährt. 

Das  Werk unterscheidet sich von allen anderen Publikationen im Kochbuchbereich, die ich jemals gelesen und rezensiert habe. Marcus Bauermann versteht nicht nur sein Handwerk, sondern er ist ein Intellektueller, der völlig anders an das, was er handwerklich unternimmt,  herangeht wie man es normalerweise erwartet. Er durchleuchtet die Materie, mit der er sich befasst, wie ein guter Rezensent ein Buch. Das verblüfft und begeistert zugleich. 

Man liest von Bauermanns Art, Schinken herzustellen und von seinen naturgereiften, trockenen Salamis, die er mit seinen Mitarbeitern in der Rügener Landschlachterei zubereitet. Es handelt sich dabei um ein reines Konzentrat, denn über 50% Wasser trocknen in der Reifezeit der Salami aus. 

Bei der ersten Trocknung entsteht der Edelschimmel. Dieser bildet die Schicht, die das Klima in der Wurst reguliert und eine tatsächlich überaus interessante Geschmacksnote hinzufügt. 

Es gibt drei Arten Salami herzustellen. Der Autor nennt: Räucherung, Lufttrocknung sowie Edelschimmel und erklärt, was dies ist. Des Weiteren erfährt man, wie bereits angedeutet,  Essentielles über das Grillen und hier auch, weshalb rohe Bratwurst mindestens 20 bis 25 Minuten auf dem Grill liegen muss, damit das Eiweiß denaturiert. 

Man lernt zudem ein tolles Rezept für Fleischsalat sowie ein damit korrespondierendes für Kartoffelsalat kennen und erfährt ein Grundrezept für selbstgemachte Grillwürste plus Variationen. Wer gerne Steaks isst, wird sich freuen, ein Rezept für "Rib-Eye-Steaks mit Folienkartoffeln und Sauercream nach Metzgerart“ zu entdecken, dass dazu veranlasst, sofort die Koffer zu packen und nach Rügen zu reisen. 

Sehr informativ ist auch, was Marcus Bauermann über das von ihm bevorzugte Salz der Saline Luisenhall schreibt und über die Kunst des Würzens.

Bauermanns "Sülzwurst" ist ein Traum. Im Buch findet man das Rezept dazu und begreift, weshalb  ihre  spezielle Würzung sie so köstlich macht. Inspirierend auch ist das Rezept für "Salami mit Olivenöl" und für "Luftgetrockenetes Schweinefilet als Carpaccio".  Soviel nur: Hier begegnen sich Rügener und mediterrane  Geschmacksnoten auch höchstem Niveau.

Marcus Bauermann ist ein Gourmet, der seine Firma 1998 gegründet hat, um "richtig gute Wurst herzustellen". Dies ist ihm gelungen in seiner Feinschmeckerschlachterei, die einen überregional hervorragenden Ruf besitzt, dessen Ursprung in der Authentizität des Fleischer-Experten Marcus Bauer liegt und seinem unermüdlichen Bestreben seinen Kunden optimalen Genuss zu offerieren. 

Ein spannend zu lesendes Buch, das uns lehrt, wirklich gute Wurst, Schinken aber auch Fleisch  mehr als bislang wertzuschätzen und  noch wählerischer beim Kauf dieser Produkte zu sein.  Gottlob kann man bei Marcus Bauermann online bestellen.

Sehr empfehlenswert Helga König 
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Lust auf Wurst: Bewusst genießen