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Rezension: Ballaststoffpower- Hugh Fearnley Whittingstall.at Verlag

Hugh Fearnley Whittingstall ist der englische Bestsellerautor dieses appetitanregend bebilderten Kochbuchs. Hier stellt er 12 Pflanzen vor, die reich an Ballaststoffen sind. 

Im Vorwort erläutert Prof. Tim Spector gut verständlich die wissenschaftlichen Grundlagen zu diesem Werk. 

Die rund 100 Rezepte sind mit jeweils zwei informativen Punkten versehen. Was diese bedeuten, sollte man nicht überlesen, sondern sich gut merken. 

Doch zunächst geht es darum, aufzeigen, wie man 30 Gramm Ballaststoffe täglich zu sich nehmen kann. Das ist die Menge, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird, um darmgesund zu bleiben. 

15 "Ballaststofffreunde" werden deshalb aufgelistet und ausführlich erörtert. Dazu gehört natürlich frisches Obst, Hafer, Hummus, auch Oliven. Dass Mahlzeiten mit Vollkornprodukten, Kartoffeln oder aus Puy-Linsen Ballaststoffe haben, wird der ein oder die andere bereits wissen. 

Eine ganze Reihe wohlschmeckender Geschmackslieferanten werden vorgestellt. So etwa geräuchertes Paprikapulver oder eingelegte Zitronen. Auch sehr brauchbare Hinweise zu den Rezepten werden geliefert. Alsdann kann man in bunten Kreisen erfahren, welche Gemüsesorten in den einzelnen Rezepten dominieren. 

Der Reigen beginnt mit Erbsen. Sechs Rezepte werden diesbezüglich vorgestellt. Vorab gibt es, wie bei allen anderen Gemüsesorten, spannend zu lesende warenkundliche Informationen. 

Was den Leser und die Leserinnen erwartet, sind Rezepte wie etwa "Erbsentaboule" oder auch "Gebratene Erbsen mit Kopfsalat, Zwiebeln und Croûtons", also internationaler Flair, insofern nicht langweilig. Delikate Würzungen auch bei "Erbsella", spanisch angehaucht, überzeugen so sehr, dass man mit dem Ausprobieren neugierig fortfährt.

Als Liebhaberin von Gemüsegerichten stöbere ich in allen 100 Rezepten. Die delikaten Rezepte für Karotten, Kohl, Bohnen, Blumenkohl, Lauch, Pilze, Tomaten, Linsen, Spinat, Zuckermais und Brokkoli werden beeindruckend präsentiert. Meine Favoriten sind die Blumenkohl- und Lauchrezepte.

Fleischesser können alle Rezepte mit diesen zusätzlichen Eiweißspendern anreichern. Die Ballast-Power des Gemüses bleibt erhalten. Einfach mal ausprobieren, z.B. mit einer "Karottenlasagne"!
Helga König