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Rezension: Lieblingsrezepte für Mehlspeisen, Blechkuchen & mehr (Gebundene Ausgabe)

"Wahrer Genuss kann erst entstehen, wenn die verwendeten Produkte so ursprünglich wie möglich verarbeitet werden." (Véronique Witzigmann)

Véronique Witzigmann untergliedert ihr neues Rezeptbuch in die Kapitel:

Süße Aufläufe
Strudel
Vom Blech
Süße Knödel und Nudeln
Kuchen, Gebäck und Co.
Kompotte und Fruchaufstriche

Bevor der reich bebilderte Rezeptteil seinen Anfang nimmt, klärt die gertenschlanke, charmante Autorin die Leser über historisch Wissenswertes zu Mehlspeisen auf, erläutert anschließend Hilfsmittel und Formen, die man zur Zubereitung der Rezepte benötigt und philosophiert über die besten Zutaten.

Die Rezepte, die dann folgen, werden jeweils schrittweise sehr gut nachvollziehbar erklärt, auch wird stets die Zubereitungszeit und die Backzeit genannt.

Besonders begeistert bin ich von den delikaten Strudel-Rezepten und hier speziell vom "Birnenstrudel", der sich durch den frischen Ingwer und den Zimt als ideales Dessert für ein herbstliches Festmenü präsentiert.

Der "Brombeerstrudel" ist eine Leckerei, die sich nicht nur als Nachspeise für Wildgerichte eignet. Wie man den Teig zubereitet und aufrollt wird bestens erläutert. Im Grunde kann nichts schief gehen, wenn man sich genau an die Erklärung erhält.

Lobend erwähnen möchte bei den Blechkuchenrezepten die "Birnen im Blätterteig", die übrigens nicht nur mit einer Tasse Kaffee, sondern auch zu Tee gut schmecken.

Wer gerne süße Knödel mag, findet hier eine Fülle reizvoller Rezepte. Hier möchte ich die "Mispelknödel" hervorheben, aber auch die "Sacherknödel", die man in Pistaziengries wälzt.

Die Rezepte für "Marillenschinken und Topfenpalatschinken" habe ich schon ausprobiert. Der Teig für die Marillenpalatschinken wird durch die gemahlenen Haselnüsse zum Niederknien gut.

Sehr leckere Kompotte und Fruchtaufstriche werden zum Schluss vorgestellt. Den Marillenfruchtaufstrich hat meine Mutter bereits zubereitet. Köstlich. Der Orangenkompott ist ein Geheimtipp als feiner Schlussakkord eines guten Essens.

Das Rezept für Zwetschgenröster gewinnt durch den Johannisbeersaft und Johannisbeerlikör eine französische Note und lässt mich an einstige Habsburger Heiratspolitik denken. Diesen Gedanken möchte ich jetzt aber nicht weiterspinnen.....

Tolle Rezepte. Empfehlenswert.

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Rezension:Mediterran genießen: Verwöhnrezepte rund ums Mittelmeer (Gebundene Ausgabe)

Hier nun ein weiteres Kochbuch der Autorin Cornelia Schinharl. Es enthält sogenannte Verwöhnrezepte rund um das Mittelmeer. Die vielen appetitanregenden Fotos hat Alexander Walter realisiert.

Untergliedert sind die Rezepte in:

Tapas, Antipasti und Mezze 
Suppe und Eintöpfe 
Pasta, Reis und Co
Gemüse 
Fisch und Meeresfrüchte 
Fleisch und Geflügel
Desserts 

Kennen lernt man Gerichte aus Spanien, Frankreich, Italien, dem Orient, der Türkei, und Griechenland. Die einzelnen Rezepte sind schrittweise und dabei sehr gut erklärt. Stets ist der Zeitbedarf angeführt und auch immer das, was wirklich wichtig ist, genauer, worauf man achten soll. Zudem lernt man Rezeptvariationen und Einkaufstipps kennen, die man sich merken sollte.

Viel Warenkundliches ist aufgeführt, so etwa, was man unter Tapas konkret zu verstehen hat oder worin der Unterschied von Ciabatta und Fladenbrot besteht.

Da die Gerichte aus verschiedenen Ländern stammen, sind die Aromen aufgrund der Zutaten und der Würzung auch höchst unterschiedlich. Das macht das Kochbuch für mich interessant.

Obschon ich mittlerweile sehr viele Kochbücher gelesen und rezensiert habe, sind mir in diesem Buch zahlreiche Gerichte begegnet, die mir völlig unbekannt waren. Dies hat mich natürlich neugierig werden lassen.

Hervorheben möchte ich "Labaneh mit Würzöl" aus dem Libanon. Dabei handelt es sich um eine Art Frischkäsebällchen aus dem Libanon, die mit frischer Minze und Koriander den letzten Kick erhalten.

Loben möchte ich das Rezept für die "Bouillabaisse" und auch jenes für die "Rouille" dazu. Unbedingt ausprobieren sollte man "Gazpacho mit Knoblauchgarnelen", eine kalte Suppe aus Spanien, die Tomaten und Gurken enthält.

Hervorragend auch sind die Pasta-, Reis- und Co-Gerichte mit den entsprechenden Saucen und hier nicht zuletzt das Rezept für "Paella ganz klassisch".

Bestens auch ist ein weiteres Gericht aus dem Libanon "Taboulé mit Tomaten und Minze" und ganz meinem Geschmack entsprechen die "Artischocken mit Aioli" sowie die "Zucchiniblüten mit Käse gefüllt".

Sehr gut sind die mediterranen Fischrezepte im Buch und ideal in der heißen Jahreszeit sind die "Garnelen in Tomatensauce" mit Feta zubereitet wie auch die "Muscheln in Weißweinsud".

Auch die mediterranen Fleischgerichte sind sehr lobenswert. Der "Ochsenschwanz mit Sherry" aus Andalusien soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben und die griechischen "Lammspieße würzig mariniert" möchte ich hier anführen, um Neugierde für das Buch zu wecken. Als Festtagessen kommt natürlich der italienische "Wildscheinbraten mit Rotwein" in Frage, dessen Sauce nach Rosmarin, Petersilien, Basilikum und vielen anderen Zutaten mundet, die ganz klar auf das Herkunftsland hindeuten.

Zum Schluss warten noch feine Dessert darauf, Beachtung zu erhalten, nicht zuletzt auch eine "Crème Caramel", die viele sicher schon bei Aufenthalten in Frankreich und Spanien kennen gelernt haben.

Gefallen haben mir die Infos über Wein, Kaffee und Tee. Sie haben mich veranlasst eine Tasse "Caffé latte" zuzubereiten.

Empfehlenswert.

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Rezension: Fingerfood: Zubereiten, Dekorieren, Genießen (Gebundene Ausgabe)

Christina Kempke hat gemeinsam mit den Fotografen Rogge und Jankovic dieses reich bebilderte Rezeptbuch auf den Weg gebracht, das von feinen Häppchen als Appetitanreger über Tapas bis zum großen Fingerfood-Buffet vieles enthält, was sich lohnt, in der Küche auszuprobieren und seinen Gästen anzubieten.

Die sehr gut erklärten Rezepte sind untergliedert in:
Handlich- Aromatisch- Knusprig- Edel- Süß und Fruchtig

Man wird stets darauf hingewiesen, was bei den einzelnen Rezepten wirklich wichtig ist und man wird darüber hinaus auch immer über den Zeitbedarf aufgeklärt.

Gerade für Empfänge eignen sich handliche Imbisse wie "Lamm-Saté mit Paprika-Walnuss-Dip" oder auch "Mini-Saltimbocca". Exzellent sind übrigens die Rezeptideen für Dips, Cremes und Chutneys, die man auf sogenannten Blitzhäppchen zum Einsatz bringen kann.

Bei den aromatischen Rezepten haben mir die "Orangen-Pilze mit Thymian und Pinienkernen" sehr gut gefallen und auch das "Heilbutt-Ceviche" mit Ananas. Diese kleinen Gerichte sind außergewöhnlich und sorgen für Aha-Erlebnisse bei den Gästen.

Vielleicht sind es aber besonders die knusprigen Gerichte, die zu einem Glas Wein auf einem Empfang am besten geeignet sind, ich denke da speziell an "Bündner Crostini mit Birnen und Walnussmayo".

Zu einem Glas Sekt passt eher das "Graved-Lachs-Mousse mit Forellenkaviar" und der "Gebeizte Saibling mit Honig-Senf-Sauce".

Für Freunde eines kleinen süßen Highlights zum Abschluss ist eine "Mini-Tarte-Tatin mit Quitten“ oder ein "Weißes Schokomousse mit Macadamia-Krokant" angesagt.

Möglichkeiten gibt es im Buch viele für alle, die kleine Gaumenfreuden zu schätzen wissen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Geschmack entscheidet - Meine außergewöhnliche Aromenküche. Mit einem Vorwort von Alain Ducasse (Gebundene Ausgabe)

Der Starkoch Angelo Sosa ist der Autor dieses sehr bemerkenswerten Kochbuches, das soeben Gesprächsgegenstand eines Telefonates mit einer Fachfrau war, die mir Wissenswertes über ein Produkt der Geschmacksart "umami" berichtet hat. Diese Geschmacksart spielt im vorliegenden Kochbuch auch eine Rolle.

Das Vorwort  hat Alain Ducasse verfasst. Wie Kenner wissen, ist es einer der besten französischen Köche überhaupt, der mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist. Wenn dieser Meister seines Faches ein Vorwort zu einem Kochbuch eines Kollegen verfasst, sollte man dies als Gütesiegel begreifen.

Die appetitanregenden Fotos stammen übrigens von William Brinson.

Gefallen hat mir die Widmung des Autors: "Mein Sohn Jakob. Glaub an deine Träume, dann werden sie sich erfüllen."

Nach dem Vorwort von Alain Ducasse, lernen wir den zur Wirklichkeit gewordenen Traum Angelo Sosas kennen. Er setzt sich aus dem Inhalt der Kapitel: Süß- Salzig- Rauchig- Bitter- Sauer- Umami- Scharf- Erdig und Nussig zusammen.

Der Autor schreibt zunächst über seine Erfahrungen sowie über seine Obsession und sagt in diesem Zusammenhang, er sei besessen von einem Geschmack, einer Zutat, einem Duft und beginne dann diese mit anderen Aromen zu kombinieren. Viele seiner Rezepte basieren auf einem Dreiklang von Aromen. Sosa postuliert für sich und andere Köche sowie Hobbyköche, sich bitte als Extrakteure zu betrachten, d.h. alle sollten einen Weg finden, aus jeder Zutat die Essenz heraus zu destillieren, um auf diese Weise die individuellen Nuancen hervorzuheben.

Wie weiter oben bereits erwähnt, sind die Rezepte nach Geschmacksrichtungen untergliedert. Alle Rezepte werden schrittweise und dabei sehr gut erklärt. Der Geschmack ist immer kurz gekennzeichnet, so etwa "würzig/salzig/kräuterwürzig", der das Gericht "Kabeljau mit grünen Oliven und Tomaten" kennzeichnet, das mir von der Rezeptur so gut gefiel, dass ich es sogleich nachkochte. Exzellent. Ein schönes, leichtes Sommergericht.

Sehr lecker auch ist "Thunfisch auf Dosenart" mit einer delikaten asiatischen Tatarsauce, auch "Thunfischtatar mit Chipotle-Vinaigrette" schmeckt köstlich. Zu Chipotle habe ich vor Kurzem übrigens eine Rezension geschrieben und mich in diesem Zusammenhäng intensiver mit dem geräucherten Gewürz befasst.

Generell gefällt mir in diesem Buch, dass es viele Fischgerichte enthält, auch solche mit Bitternoten, wie etwa "Thunfischstreifen mit kandiertem Wasabi" 

Die Geschmacksnote "umami" interessiert mich derzeit besonders. Ich habe sie mir mittels der "Bombay-Fisch-Tacos" verdeutlicht. Es geht um einen vollmundigen Geschmack, den ich überaus interessant finde. Bei den scharfen Gerichten will ich "Red Snapper á la Chaca" hervorheben. Dazu ein Glas trockenen Weißwein. Eine perfekte Kombination.

Dieses Kochbuch eignet sich für alle Jahreszeiten. "Wok-Pak-Choi mit Pfefferschoten"- Geschmacksnote: scharf/umami/beißend ist mein Geheimtipp aus diesem Buch. Dazu eine Stange Baguette und ein Glas Rosé. Ganz wunderbar.

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Rezension:Hessische Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele - 30 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte (Gebundene Ausgabe)

In diesem wunderbaren, reich bebilderten Buch der Autorin Goerlich und der Fotografin Francisca Endress werden dreißig Wirtinnen in Hessen und deren Lieblingsrezepte vorgestellt.

Zu Beginn hat man Gelegenheit, sich mittels einer Landkarte kundig zu machen, wo genau die beschriebenen Orte liegen.. Fotos von den Wirtinnen, deren Restaurants und den Rezeptergebnissen begleiten die Texte. Stets werden ausführlich und sehr gut die Wirtinnen und ihre Restaurants beschrieben. Man erhält zudem Ausflugtipps und des Weiteren drei Rezepte, mittels denen man sich sehr gut einen Eindruck von dem jeweiligen Kochniveau des Hauses beschaffen kann.

Die äußerst ansprechenden Rezepte sind alle gut beschrieben und lassen sich bestens nachkochen. Die Kontaktdaten und die jeweilige Homepage werden stets genannt, die Öffnungszeiten und Ruhetage werden auch nicht vergessen.

Mich haben natürlich zunächst die Restaurants im Rhein-Main-Gebiet besonders interessiert, denn hier lebe ich. Dabei fand ich ziemlich zu Anfang bereits das Portrait über die Direktorin im Restaurant Opéra und die Alte Oper Gastronomie sehr lesenswert. Das Restaurant ist mir nämlich nicht unbekannt. Ich finde es gut beschrieben. Als Ausflugsziel von dort aus, den Palmengarten zu nennen, ist eine gute Idee. Tolle Rezepte, nicht zuletzt für das Dessert "Erdbeer-Tiramisù mit süßer Frankfurter Grüner Sauce" sind es wert, ausprobiert zu werden, sei es in dem Restaurant selbst oder zu Hause.

Neugierig haben mich einige Restaurants im Odenwald gemacht und noch neugieriger ein Restaurant in Rüdesheim. Hier begann ich mich in das Porträt der Wirtin und ihres Restaurants "Breuer`s Rüdesheimer Schloss" erst einzulesen, nachdem ich mich in das Rezept "Handkäs`mit Rheingauer Musik" vertieft hatte. Dieses Rezept ist mit Abstand das beste für Handkäse, das ich kenne. Das hängt wohl mit den Haselnüssen, den Rosinen und dem guten Rieslingessig zusammen.

Die anderen Rezepte aus diesem Hause sind auch erste Sahne. Mein Vorurteil gegen die Rüdesheimer Gastronomie ist nach Jahren endlich relativiert worden. Schön, dass als Ausflugsziel die Abtei St. Hildegard genannt wurde, denn erst kürzlich haben wir die Weine von dort getrunken und vorgestellt.

Mein nächstes Ausflugsziel wird Limburg sein. Dort möchte ich nicht nur den Dom besichtigen, sondern auch das Restaurant "Himmel und Erde" besuchen. Wie die "Kaninchenkeule und-filet mit heller Balsamico-Sauce" schmecken wird, ahne ich, denn ich kenne ja schon die Ingredienzien. 

Ein gelungenes Buch.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Aromaküche: Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen (Gebundene Ausgabe)

Dass man ätherische Öle auch zum Kochen verwenden kann, ist mir noch nicht lange bekannt. Ich nutzte sie viele Jahre nur zur Raumbeduftung und für Aromabäder.

Die Köchinnen Sabine Hönig und Ursula Kutschera zeigen in ihrem reich bebilderten Kochbuch, wie man mit ätherischen Ölen würzt. Dabei informieren sie zunächst über das Wesen von ätherischen Ölen und erläutern wie man diese gewinnt. Ferner sensibilisieren sie den Leser für Qualitätskriterien beim Einkauf.

Die Qualität eines ätherischen Öls bestimmt sich nicht zuletzt dadurch, dass es keine Denaturierung durch Moleküle synthetischer Stoffe geben darf, auch kein Entzug einzelner Anteile mittels Nachdestillation und es muss von Terpenen befreit sowie nicht überoxidiert sein, (vgl.: S.13).

Man erfährt, wodurch Qualitätsminderung zustande kommt, lernt auf die Mindestbeschriftung zu achten und kann sich in eine Reihe von Richtlinien einlesen, die eine sichere Anwendung gewährleisten. Generell gilt, dass man nur naturreine ätherische Öle nutzen sollte, die übrigens zum körperlichen Wohlbefinden beitragen.

Man wird in die Grundlagen der Anwendung sehr gut eingeführt und hat Gelegenheit, sich über mehrere Seiten in Auflistungen der beliebtesten ätherischen Seiten vertiefen, erfährt stets wie man sie in der Aromaküche anwenden kann und liest auch immer die Vorsichtsgebote.

Aufgeklärt wird man des Weiteren über Hydrolate. Das sind Nebenprodukte, die bei der Destillation von ätherischen Ölen entstehen.

Bevor der Rezeptteil beginnt, erfährt man wie man aromatische Vorräte anlegt. Hier werden Rezepte für Würzöle, Würzessige, Würzsalze etc. vorgestellt, zudem erhält man hilfreiche Tricks für die Aromaküche und es wird bestens erläutert, wie man das Kochbuch verwenden soll.

Der Rezeptteil ist untergliedert in:
Kalte Vorspeisen
Warme Vorspeisen und Suppen
Hauptgerichte Beilagen
Desserts
Getränke
Das passende
Menü für fast jeden Anlass

Die Rezepte sind gut erklärt. Es werden viele sinnvolle Tipps gegeben. Die Gerichte sind zumeist mediterran oder asiatisch, was mir sehr gut gefällt. Die vorgestellten Menüs sind zudem wohl durchdacht und finden allesamt meine Zustimmung.

Gestern habe ich den "Avocadosalat mit Shrimps und Limettenöl-Dressing" zubereitet und bin von dem Ergebnis noch immer sehr angetan, weil durch das Limettenöl der Salat noch weitaus fruchtiger daherkommt als mit bloßen ausgepressten Limetten.

Sehr gut auch schmeckt die "Kalte Gurkensuppe mit Koriandersamenöl", die ich mit einem Löffel Shrimps anreicherte und als kalte Vorspeise vor dem Avocadosalat als leichtes Hauptgericht (eigentlich ist er ja eine Vorspeise) auftischte. Den frischen Dill sollte man sehr klein hacken, dann kommt das Aroma besser zu Geltung.- Zum Nachtisch gab es "Obstsalat mit Sanddornöl". Als Früchte verwendete ich 1 Apfel, 1/2 Banane, 10 weiße Trauben, 1 Orange, einige rote Stachelbeeren und eine Bio-Limette. Die Ingredienzien, die im Kochbuch für die Aromatisierung angegeben sind, können sie dort auf Seite 132 nachlesen.

 Bleibt noch zu erwähnen, dass im Buch sehr gute Fleisch- und Fischgerichte zu finden sind, darunter eine "Gefüllte Saiblingroulade mit Paprikasauce", die wirklich überirdisch gut mundet.

Ein Kochbuch, das ich gerne weiterempfehle, weil es in die Geheimnisse von ätherischen Ölen beim Kochen einweiht und wirklich raffinierte Rezepte beinhaltet.

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Rezension: Biokiste vegetarisch: Neue Rezepte aus der Gemüseküche (Gebundene Ausgabe)

Jetzt zur Sommerzeit freuen wir uns natürlich alle darüber, neue Rezepte aus der Gemüseküche kennen zu lernen. Cornelia Schinharl stellt in ihrem reich bebilderten Buch sehr gute Gemüsegerichte vor und zwar in Jahreszeiten untergliedert.

Anhand eines Saisonkalenders hat man Gelegenheit, sich kundig zu machen, was wann bei uns in Mitteleuropa geerntet werden kann.

Die Rezepte in der Folge sind sehr gut erklärt und machen neugierig. Hervorheben möchte ich bei den Frühlingsrezepten Das "Frühlingsgemüse mit Kräutersauce und Hirsepflanzerln", auch das "Erbsen-Risotto mit Zitronenbutter" und die "Zwiebel-Quiche mit Nussguss". Festgehalten werden muss die individuelle Würzung, die jedes Gericht zum Unikat werden lässt.

Vertieft habe ich mich heute in die Sommerrezepte. Dabei habe ich eine Vielzahl von Highlights entdeckt. Beginnend mit einem lauwarmem Salat aus Zucchini und Tomaten. Dazu ein Glas Rosé und etwas Baguette und das kleine, sommerliche Abendessen ist perfekt. Sehr gut mundet die frische Minze in diesem Salat. Pinienkerne, Oliven und Kapern lassen das Gericht besonders mediterran erscheinen.

Überzeugt haben mich auch die Rezepte für "Fenchel-Salat" und für die "Geschmorten Gurken mit Dillpaste und Mandelreis", sowie für den "Salat aus Ofentomaten mit pochierten Ei". Man muss kein Vegetarier sein, um diese Gerichte köstlich zu finden.

Pro Jahreszeit gibt es neben den tollen Rezepten auch immer Hinweise für Vorratshaltung, so etwa für Tomaten in Chiliöl.

Bei den Herbstrezepten habe ich einen gelungen "Sellerie-Apfel-Salat mit Walnüssen" entdeckt. Zu diesem Rezept gibt es zudem noch eine Variante, die ich wegen der Birnen anstelle von Äpfeln fast noch ein wenig interessanter finde. Auch gefällt mir hier der Einsatz von Kürbiskernen und Kürbiskernöl sehr gut.

Die "Spinat-Semmelknödel mit Pilzragout" kann man auch im Sommer gut zubereiten und ebenfalls die "Kürbisravioli mit scharfer Nussbutter" Beide Gerichte sind eigentlich dem Herbst zugeordnet.

Bei den Wintergerichte dann finden sich Rezepte, die typische Wintergemüse enthalten, so etwa Grünkohl, Schwarzwurzel etc, aber auch Chicorée, den ich bislang nur als Salat wahrgenommen habe. "Gebackener Chicorée im Blätterteig" überzeugt durch seine Zutaten, zu denen u.a. Walnüsse und Bergkäse zählen.

Ein tolles Freitagsgericht im Sommer sind "Knusperbohnen mit Quarkbratlingen". Die Zubereitungsart der Bohnen stammt Graubünden. Gefallen hat mir in diesem Buch die Ausgewogenheit in den einzelnen Rezepten und die Tatsache, dass man Wert darauf legt, dass bei der Produktwahl regional, saisonal und nachhaltig vorgegangen wird.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Suppen, die glücklich machen (Gebundene Ausgabe)

Auf meinen Schreibtisch liegen derzeit u.a. zwei Suppenkochbücher. Das hat einen guten Grund. Ich schätze gute Suppenrezepte, weil viele Suppen sich problemlos zubereiten lassen und insofern geeignete Mittagsmahlzeiten darstellen für Menschen wie mich, die während der Werktage nicht stundenlang am Herd stehen können, weil dort nicht ihr Hauptbetätigungsfeld liegt.

Cornelia Schirnharl stellt Suppen vor, die glücklich machen und beginnt mit Erläuterungen zur Basis für beste Suppen, sprich dem Brühe kochen. Sehr gut erklärt wird wie man eine "Klare Fleischbrühe mit Suppenknochen", einen "Fischfond aus Edelfischen" und eine "Gemüsebrühe mit Frühlingskräutern" zubereitet und man wird zudem aufgeklärt, wie diesbezüglich die Grundlagen für die schnelle Küche ausschauen. Dabei kommen u.a. die gekörnte Brühe und auch der Brühwürfel zur Sprache.

Frühlingssuppen werden vorgestellt und die entsprechenden Toppings für cremige Süppchen. Dazu gehören u.a. Knuspernüsse sowie Gemüsechips. Man lernt im Bereich der Frühlingssuppen solche kennen, die Lebensgeister wecken, gute Laune machen und Energie spenden. Alle Rezepte werden sehr gut und schrittweise erläutert. Delikat ist die "Frühlingssuppe mit Ziegenfrischkäse", die besonders vitaminreich daherkommt. Gefallen hat mir auch die "Grüne Suppe mit Radieschenblättern", die die Stimmung heben soll.

Sommersuppen gilt es jetzt zu kochen. Mittels der Kräuterpasten, die u.a. vorgestellt werden, kann man ihnen noch mehr Geschmack verleihen. Hervorheben möchte ich die "Brotsuppe aus Italien" mit sonnengereiften Tomaten und die "Tom Yam Gung" die thailändischen Nationalsuppe, die Austernpilze und Garnelen enthält.

Tolle Herbstsuppenrezepte machen schon jetzt neugierig. Gefunden habe ich mehrere Rezepte für Kartoffelsuppen, alle sehr gut zubereitet, aber auch eine Pilzsuppe, deren Ingredienzien besonders gesund sind.

Schlussendlich dann lernt man Wintersuppen kennen und spezielle Würzmischungen. Die "Zwiebelsuppe mit Käse-Croutons" soll die Selbstheilung aktivieren. Ihre Zutaten klingen vielversprechend.

Mein Favorit bei den Wintersuppen allerdings ist die "Currysuppe mit Mango, Ingwer und Huhn". Sie schmeckt auch an einem kühlen Spätsommertag bestens.

 Sehr empfehlenswert. 

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Rezensionen:Birne, Quitte, Nuss & Traube: (Süße und pikante Rezepte) (Gebundene Ausgabe)

Auf dem Buchmarkt hat die Zeit der Kochbücher für die Herbstsaison begonnen. Natürlich habe ich sogleich Karl Newedels "Birne, Quitte, Nuss und Traube" gelesen, eine reich bebilderte Rezeptsammlung, die mir sehr gut gefällt.

Der Autor untergliedert in: 
Birnenrezepte 
Quittenrezepte 
Rezepte mit Nüssen 
Traubenrezepte 

und wartete zudem mit einem alphabetischen Register auf.

Birnen zählen zu meinen Lieblingsfrüchten, insofern habe ich die Birnenrezepte mit besonderer Neugierde studiert.

 Für alle Rezepte im Buch gilt, dass sie sehr gut und zwar schrittweise erklärt werden, die Zubereitungs- und Backzeit genannt wird und man immer wieder hilfreiche Tipps erhält.

Den "Avocado-Birnen-Salat mit Garnelen" werde ich heute Abend zubereiten. Dazu wird es ein Glas Veltliner geben. Darauf freue ich mich schon jetzt. Das Dressing enthält meine geliebten Chiliflocken und wird mit frischen Bio-Limetten angerührt. Das Rezept für "Gewürzbirne auf Weinschaumsauce" ist schon ein wenig herbstlich und eignet sich als Dessert nach einem Wildgericht. Für Süßmäulchen gibt es in dieser Rubrik ein Rezept für "Birnenschokoladenkuchen" und zudem für "Schoko-Grieß-Strudel mit Birnen". Die Rezepte enthalten interessante Ingredienzien, die bemerkenswerte Backergebnisse versprechen.

Mit Quitten habe ich bislang wenig Erfahrung gesammelt, finde aber das Rezept für "Chili con Quitte" sehr spannend. Nichts für Vegetarier, da es auch Hackfleisch enthält.

Spannend finde ich es nicht nur wegen der Quitten, sondern auch wegen der Gewürze, durch die das ursprünglich mexikanische Gericht orientalische Noten erhält.

Ein wenig an "Tarte Tatin" erinnert der "Umgedrehte Quittenkuchen", wobei dieser Teig gemahlene Haselnüsse aufweist.

Im Bereich der Nussrezepte habe ich die "Haselnuss-Biscotti" gefunden, die ich ausprobieren werde. Ein wahrer Genuss zu einer Tasse Capuccino, wie man mittlerweile auch in unseren Regionen weiß.

Da meine Mutter Trauben in ihrem Garten anbaut und diese bereits fast reif sind, kommen mir die Traubenrezepte sehr entgegen. Den "Blechkuchen mit Traubenschmand" klingt vielversprechend, ich selbst werde aber das "Joghurtmousse mit Traube und Minze" zubereiten, da ich Kuchen nur backe, wenn Gäste kommen und auch dann nur sehr selten.

Ausprobieren möchte ich auch das "Lachsfilet mit Riesling-Trauben-Sauce". Dazu gibt es Wildreis mit frischen Kräutern und natürlich ein gutes Glas Riesling. Die Rezepte zeichnen sich alle durch Kreativität und ein sehr gutes Kochniveau aus. Dabei ist das Preis- Leistungsverhältnis mehr als nur lobenswert.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Die besten Schweizer Rezepte und ihre Geschichte (Gebundene Ausgabe)

Heute möchte ich auf ein bemerkenswertes Kochbuch des Autors Alfred Haefli aufmerksam machen. Ein Schweizer Facebookfreund hat es mir empfohlen. Ich habe es mit großem Vergnügen gelesen und bereits danach gekocht.

In diesem reich bebilderten Buch sind die Rezepte in nachstehende Rubriken untergliedert in:

Suppen
Für den kleinen Hunger 
Vegetarisch Fleisch und Fisch 
Aus dem Ofen 
Eintöpfe 
Desserts 

Wie dem Untertitel zu entnehmen ist, erfährt man stets auch etwas die Geschichte des jeweiligen Rezeptes. Diese Hintergründe sind nicht nur spannend zu lesen, sondern sie eignen sich auch vortrefflich für Tischgespräche.

Bei den Suppen hat mir die "Zürcher Unterländer Weinsuppe" besonders gut gefallen, die seit dem Mittelalter immer mehr veredelt wurde und bei den Gerichten für den kleinen Hunger, nicht zuletzt die "Käseomelette", die ideal zu einem trockenen Weißwein munden. Die Omlette werden mit Walliser Bergkäse und Gruyère gefüllt und mit Weißwein und Williams verfeinert. In einer Auflaufform werden sie dann mit einer Béchamelsauce übergossen und gratiniert.

Bei den vegetarischen Speisen findet man beispielsweise das "Fondue moitié-moitié", das u.a. Gruyère AOC und Freiburger Vacherin aus Rohmilch enthält. Man findet aber auch das Rezept für "Schwyzer Kapuzinerklößchen", die man mit Aprikosenkompott servieren kann. Reisende Kapuziner sollen sie einst in den Kanton Schwyz importiert haben.

Das Rezept für "Rösti mit Pilzragout" hat mir sehr gut gefallen, aber auch das "Tessiner Risotto". Dass man im Tessin Reis anbaut, wusste ich bislang noch nicht. Die Anbauflächen liegen in Ascona, Locarno und Gordola.

Sehr delikate Fleisch- und Fischgerichte machen es nicht einfach, zwei oder drei davon hervorzuheben. Ich habe mich für das "Gefüllte Walliser Kalbsschnitzel" mit Pfifferlingen und natürlich für "Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti" entschieden. Das zuletzt genannte, berühmte Gericht ist übrigens erst 100 Jahre alt.

Interessant finde ich wie man "Albeli mit Kräutern" zubereitet. Albeli sind Felchen, die man in zerlassener Butter badet und mit Kräutern würzt. Die Mischung aus gehackter Petersilie und Schnittlauch passt bestens zum feinen Fellchengeschmack.

"Walliser Cholera" hat eine nicht uninteressante Geschichte, die mal wieder beweist, dass selbst aus etwas Schrecklichem auch immer etwas Gutes erwachsen kann. In diesem Fall ein leckerer salziger Kuchen mit Lauch und Bergkäse gefüllt, der sich bestens als Imbiss eignet, wenn man Freunde zum Weintrinken eingeladen hat.

Zu einer solchen Angelegenheit passt allerdings auch "Kartoffel-Birnen-Ramequin", "Tessiner Klosterkuchen" und der "Appenzeller Brotauflauf".

Die Eintöpfe sind schmackhafte Wintergerichte und auch bei den Desserts findet sich so manches Rezept, das besser in die kühlere Jahreszeit zubereitet werden sollte, so etwa die "Engadiner Nusstorte" oder das Gebäck mit einer langen Geschichte, das die Schweizer "Birewegge" nennen.

Besonders beeindruckt hat mich die "Safrancreme". Safran wird in der Schweiz seit dem 14. Jahrhundert angebaut. Bis zu 12 00 Franken pro Kilo muss man dafür berappen. Keine Sorge, für die Creme sind nur 15 Fäden notwendig, solange man sie nicht im großen Rahmen Gästen auftischen möchte. 

Empfehlenswert.
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Rezension:Panna Cotta: Cremig italienisch - süß und pikant (Gebundene Ausgabe)

Heute möchte ich mal wieder etwas für den Gaumen rezensieren. An einem solch kühlen Tag im Mai heißt es, südliche Geschmackskomponenten in einem Dessert unterzubringen, um sich auf diese Weise lukullisch zu trösten.

Laura Zavan wartet in ihrem Rezeptbuch mit einer typisch italienischen Speise auf, die sie in ihren Rezepten süß und pikant variiert. Panna cotta (gekochte Sahne) ist eine echte Seelentrösterin, deren Herkunft das Piemont ist. Wir wollen jetzt nicht über Kalorien und gesundheitliche Aspekte nachdenken, sondern lieber in Erfahrung bringen, wie man diese himmlisch weiche Creme zubereitet und worin sich die Klassiker von den Aromatisierten, den Fruchtigen und den Salzigen unterscheiden.

Das Mischungsverhältnis für traditionelle Panna-Cotta-Rezepte beträgt 3:1. Soll das Dessert besonders cremig werden, verwendet man ausschließlich Sahne. Die Autorin thematisiert, welche Sahne und welche Milch man dazu nehmen kann, stellt auch diverse Aromen vor, neben Vanille beispielsweise Orangenblüten- oder auch Rosenwasser.

Über die richtige Form, das erfolgreiche Stürzen, das Vorbereiten- und Aufbewahren wird man unterrichtet, um anschließend mehr über Saucen und Fruchtpürees zu erfahren.


Das Grundrezept für eine Panna Cotta wird schrittweise erklärt und mittels Bildern visualisiert. Dann folgt der Rezeptteil, beginnend mit der Klassikern. Alle Rezepte werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Man erfährt stets Näheres über die jeweilige Zubereitungs-, Gar- und Kühlzeit und auch wie viele Leckermäuler bei den angegebenen Mengen satt werden können.

 Bei den Klassikern finden sich Rezepte wie etwa "Panna Cotta mit Karamell", das durch trockenen Marsala erst den richtigen Kick erhält. Mein Lieblingsrezept bei den Klassikern ist "Panna Cotta mit Kaffee", ein sehr schönes Dessert, das von einer Tasse Espresso begleitet werden sollte. Besonders gefallen haben mir auch Rezepte für "Panna Cotta mit dunkler Schokolade" und "Panna Cotta mit Gianduja" denen ich allemal den Vortritt vor "Mousse au Chocolate" geben würde, weil sie viel zarter sind.

Interessant finde ich die Aromatisierten und hier speziell die "Panna Cotta mit Matcha-Tee". Dieses Dessert passt natürlich bestens als Ausklang eines japanischen Menüs, gleichwohl aber auch als Gaumenkitzler zu einer Tasse japanischen Grüntee.

 Bei den Fruchtigen inspiriert mich die "Panna Cotta mit Granatapfelgelee" optisch am meisten, dennoch werde ich wohl eher der Jahreszeit entsprechend dieser Tage eine "Panna Cotta mit Erdbeeren" zubereiten. Dieses Erdbeersahne-Dessert lässt sich problemlos zubereiten und noch problemloser genießen.

Die Salzigen eignen sich als Vorspeise. Die "Panna Cotta mit Pesto" ist ein im Grunde leichtes Gericht, dem ein Fischgericht folgen könnte.

Die Rezepte für alle Jahreszeiten werden Freunde italienischer Kochkunst gut gefallen... und der November im Mai ist alsbald vergessen nach dem zweiten Löffel dieser Köstlichkeit.

Empfehlenswert.

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Rezension:Luftig-leichter Brandteig: ganz einfach [Gebundene Ausgabe]

Windbeutel gab es stets zu meinen Geburtstagen während meiner Kindheit. Sie waren mit Erdbeeren und Sahne gefüllt. Ich fand diese Leckerei stets unwiderstehlich. Jahrzehnte später lernte ich in Frankreich "Profiteroles" kennen, gefüllt mit "Crème Chantilly" und übergossen mit heißer Zartbitter-Schokolade. Ein Traum. Eine Schande übrigens, was die Industrie aus diesem Top-Dessert gemacht hat, wenn man bedenkt, was diesbezüglich im Supermarkt angeboten wird.

Dieses Backbuch nun habe ich meiner Mutter geschenkt, die als Pensionären viel Zeit hat und gerne Rezepte austestet. Als Brandteig-Spezialistin ist sie begeistert von dem, was geboten wird, nicht nur im Bereich süßer Kreationen, sondern auch der pikanten. Gefunden habe ich in dem Rezeptbuch von Luise Lilienthal das ideale Snack-Rezept für einen Sektempfang, doch dazu später mehr.

 Ein Teig und 42 Köstlichkeiten wirbt der Verlag. Die Aussage ist keine Übertreibung. Neudeutsch formuliert handelt es sich um "Hammer-Rezepte" für Genussmenschen.

Zunächst wird in gut nachvollziehbaren Schritten die Teigzubereitung erläutert und auch wie man ihn in Form bringt, bäckt und schlussendlich füllt. Aufgelistet und erläutert wird das richtige Handwerkszeug, dann folgt der reich bebilderte Rezeptteil, der in drei Abschnitte untergliedert ist.

 Die eingangs erwähnten "Profiteroles" sind auch dabei. Stets werden die Zutaten genau genannt, auch die notwendigen Küchengeräte, Backzeiten und die Ofentemperatur bleiben nicht ausgespart, ebenfalls nicht die Anzahl der Gebäckteile. Die Rezepte werden schrittweise sehr gut erklärt und das Backergebnis auf einem Foto gezeigt. Zudem erhält man interessante Produktinformationen.

 Hier will ich jene zu der "Saint-Honoré-Torte" (sie ist sehr delikat, habe sie in Frankreich bereits gegessen) zitieren: "Die Torte ist nach dem Schutzheiligen der Bäcker, dem Heiligen Honorius von Amiens, der Bischof von Amiens war, benannt. Der Bischof starb im Jahre 600. Er selbst hatte nichts mit dem Backhandwerk zu tun, ein Bäcker überschrieb aber im 13. Jahrhundert Land an die Stadt Paris, damit eine Kapelle zu Ehren des Honorius gebaut werden konnte. Im Jahr 1400 gründeten die Bäcker in dieser Kapelle ihre Zunft." (Zitat.: S.23)

 Ich finde solche Geschichten überaus bereichernd und teile diese auch stets bei Tisch Gästen mit. Daraus ergeben sich oft interessante Gespräche.-- Sehr schön sind sie die Schwäne aus Brandteig, eine Spielerei, die eine Kaffeetafel betont edel gestaltet. Gefüllt sind sie mit einer Vanillencreme und eigentlich zu anmutig, um verspeist zu werden. Die "Windbeutel mit Mango-Zimt-Sahne" sind eher ein Dessert für die Winterzeit, während jene mit Kirschfüllung, demnächst darauf warten zubereitet zu werden.

 Wer kleine Kinder hat, sollte Brandteigmäuschen backen. Die schauen wirklich süß aus. Auch "Kaptain Blaubeer" eignet sich als Kinderleckerei, selbst wenn die Kinder schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben.

 Lädt man Gäste auf ein Glas Wein ein und sucht nach Rezepten für Snacks, stößt man hier im Buch auf wirkliche Köstlichkeiten. So etwa auf "Häppchen mit Roquefort und Birne", "Windbeutel mit Ziegenkäse", "Thunfisch im Brandteigmantel", "Gourmetwindbeutelchen mit Lachs" und vieles andere mehr. 16 Gourmetteilchen lassen sich aus besagtem Rezept verwirklichen, gefüllt mit Frischkäse, Dill und Räucherlachs passen sie bestens zum Sektempfang.

 Im dritten Abschnitt, das ist die Rubrik "Zarte Verführer" findet man auch sogenannte "Liebesknochen", in Frankreich nennt man diese Teile "Eclairs". Leider erfährt man nicht wie es zu dieser Wortschöpfung kam. Das stört aber nicht, wenn man sich auf die Milchkaffeecreme einlässt und das Gebäck ebenso andächtig genießt, wie ein weiteres, das sich "Brunnen der Liebe" nennt und mich spontan an ein Gemälde von Hieronymus Bosch denken lässt, das man im Prado besichtigen kann.

Brandteig kann man übrigens auch frittieren. Das ist notwendig, wenn man beispielsweise "Eberswälder Spritzkuchen" zubereiten möchte. Frittiert ist das Gebäck dann aber nicht mehr sinnlich oder gar erotisch, auch nicht wenn es als "Dauphin Kartoffeln" daher kommt. Sonderbarerweise assoziere ich diese spontan mit Ludwig XVI. von Frankreich. Seinem Großvater würde ich dann doch eher die Eclairs zuschreiben. 


Ein tolles Rezeptbuch, das ich gerne empfehle.

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Rezension:Mein WDR-Kochbuch -Björn Freitag

Dies ist ein Kochbuch des westfälischen Fernseh- und Sternekochs Björn Freitag, das nicht nur 130 delikate Rezepte enthält, sondern auch sehr gute Ernährungstipps von der Oecotrophologin Anja Tanas.

Untergliedert sind die Rezepte in die Kapitel: 
Spargel, Spinat und Stielmus 
Erbsen, Bohnen und Linsen 
Tomate, Gurke und Kohlrabi 
Huhn, Schwein und Rind 
Möhre, Pastinake und Sellerie
Apfel, Birne und Quitte 
Kartoffel, Kürbis und Rote Bete 
Weißkohl, Rotkohl und Grünkohl 
Käse, Eier und Milch
Rhabarber, Erdbeere und Heidelbeere 

Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man über die jeweiligen, oben genannten Produkte warenkundlich Wissenswertes über Einkauf, Lagerung und Küche. Dazu kommen dann stets spezielle Ernährungstipps von Anja Tanas.

Unter den Rezepten dann findet man weitere Tipps. Diese allerdings stammen von dem westfälischen Sternekoch.

Natürlich gefällt mir, dass Freitag mit alten Gemüsesorten kocht. Wie er schreibt, hat in Westfalen Blattstielkohlgemüse als deftige Beilage zu Fleischgerichten aller Art Tradition. Stielmus enthält sehr gesundheitsfördernde Senfölglykoside sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Man kann daraus beispielsweise einen "Stielmuseintopf mit Crème fraiche, Kassler und Garnelen" zubereiten.

Viele Rezepte im Buch assoziiere ich mit der gehobenen bürgerlichen Küche der Westfalen, so etwa den "Düsseldorfer Senfbraten vom Kaninchenbuckel mit Stielmus" und den "Sauerbraten vom Butt mit getrockneten Sauerkirchen und Kohlrabi". Westfälische Alltagsgerichte sind wohl eher die "Wirsingrouladen mit Salzkartoffeln", "Apfel-Steckrüben-Eintopf mit Mettendchen" und "Himmel und Ääd". "Piroggen mit Champignons und Sauerkraut" erinnern mich an die eingewanderten Polen, die sich als zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Bergarbeiter im Ruhrgebiet verdingten und die "Kalbsfrikadellen mit Tomaten-Koriander-Füllung" daran, dass in der Region heute auch Türken leben.

Für mich ist das Buch sehr inspirierend, weil ich alte Gemüsesorten sehr zu schätzen weiß, mich freue nun neue Zubereitungsarten in Erfahrung gebracht zu haben und auf eine Vielzahl schmackhafter bodenständiger Rezepte zurückgreifen kann, die durch eine hervorragende Rezeptur meine Neugierde wecken.

Die "Kartoffelsuppe mit Majoran" habe ich gestern ausprobiert. Sie schmeckt exzellent und transportiert die Idee der westfälischen Küche auf sehr sympathische Weise. Hätte ich einen Nachtisch zubereitet, dann wäre es gewiss der "Rhabarber-Vanillen-Kompott mit Holunderblütenparfait gewesen". Das Rezept klingt vielversprechend.

 Empfehlenswert. 

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Rezension:Amore: Meine Liebe zur Italienischen Küche- Maddalena Caruso

Die Köchin Maddalena Caruso lebt in Asolo in der Provinz Treviso, nordwestlich von Venedig. Ihr Kochbuch "AMORE- Meine Liebe zur italienischen Küche" hat sie gemeinsam mit dem italienischen Starfotografen Stefano Scatà auf den Weg gebracht. Die Bilderwelten in diesem Werk sind wahrlich ein Traum. Kein Wunder also, dass das Stimmungsbarometer beim Betrachten der Landschaftsimpressionen und Food-Aufnahmen unaufhörlich steigt. Allein schon deshalb, lohnt es sich das Buch zu studieren.

Untergliedert sind die Rezepte in die vier Jahreszeiten. Die Absicht der Köchin besteht darin, mit dem Buch die Geschichte ihrer grenzenlosen Liebe zur italienischen Küche zu erzählen. Vorab: Es ist ihr gelungen. Ich schwelgte von der ersten bis zur letzten Seite.

Die einzelnen Rezepte werden in gut nachvollziehbaren Arbeitsschritten erklärt. Caruso gibt im Rahmen der Rezepte persönliche Tipps, die man aufmerksam lesen sollte und die dokumentieren, dass man immer wieder etwas dazulernen kann.

 Italienische Kochbücher gibt es viele. Was spricht dafür sich ein weiteres zuzulegen?

 Die Rezepte von Maddalena Caruso interpretieren die italienische Küche auf eine geradezu poetische Art und das unterscheidet sie von italienischen Standardkochbüchern. Die Köchin weiß mit Gewürzen und Kräutern kundig umzugehen. Das zeigt ihr Frühlingshauptgericht "Schmorbraten Gärtnerin-Art" gleich zu Beginn. Vorspeisen wie etwa "Tomatenconfit mit Knoblauch" oder "Gebratene Zucchini mit Pinienkernen und Frühlingszwiebeln" kommen fast ohne Kräuter und ohne Gewürze aus. Sie überzeugen durch die Eigenaromen.

 Delikate Spargel- und Erdbeergerichte kann der Hobbykoch in den nächsten Wochen ausprobieren. Nennen möchte ich hier die Gerichte "Gebratener Spargel mit Parmesanhippen und Basilikumdressing"; "Tagiatelle mit Spargel, Mandeln und Minze" und auch "Muskateller-Zabaione mit Erdbeeren und Mandelkeksen".

 Hervorheben möchte ich die Rezepte mit Rosenblüten, die natürlich unbehandelt sein müssen. Eine Festtagsvorspeise ist das "Carpaccio vom Wolfsbarsch mit Garnelen und Passionsfrucht-Vinaigrette", aber auch der "Lachs mit Zucchinigemüse und Rosenessens", hier sind die Geschmacksnoten außergewöhnlich. Das Gericht besticht durch subtile Raffinesse.

 Die Sommerrezepte sind umwerfend gut, speziell die Rezept für "Aprikosenkuchen", für "Feigen mit Haselnüssen und Ziegenblauschimmelkäse" und die "Feigentarte mit Ricotta, Mandeln und Honig". Die sonnige Sommerküche bietet aber auch "Geflügelsalat mit Aprikosen und Pinienkernen" und andere delikate Gerichte für einem Abend im Garten oder auf der Terrasse. Nennen will ich "Bruschetta mit Ziegenkäse, gegrillten Pfirsichen und Knoblauch" oder "Zucchini –Garnelen-Salat mit Minze".

Der "Steinpilzsalat mit Parmesan" ist ein tolles Herbstgericht, aber auch die "Gebratenen Wachteln mit schwarzen Feigen" ist ein kulinarisches Hightlight in dieser Jahreszeit.

 Sehr ansprechend sind die Vorschläge für ein "Picknick im Weinberg" und die Gerichte für die Spätherbsttage. Die "Linguine mit Pistazienpüree und Scampi" habe ich bereits ausprobiert und zwar jetzt Ende März. Köstlich.

Sehr gute Rezeptideen für Granatäpfel haben mich besonders neugierig gemacht. Dabei könnte die "Armagnac- Crème brulèe mit Mandelkrokant und Granatapfelkernen" aus dem Märchen "Tausendundeine Nacht" stammen.

 Bei den Rezepten im Abschnitt "Einmachzeit" habe ich mir die "Birnenmarmelade mit Macadamianüssen, Walnüssen, Sauterne und Rosmarin" vorgemerkt und mir aufmerksam die dann folgenden Winterrezepte durchgelesen. Einige Gerichte enthalten Radicchio, andere Wirsing und den "Kalbsbraten mit Gremolata" kann man auch zu Ostern bedenkenlos der Familie anbieten, die dann gewiss auch nicht den leckeren "Amarettikuchen mit Äpfeln und Birnen" ablehnen werden.

 Sehr empfehlenswert. Ein Fest für die Augen und den Gaumen.

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Rezension: Grüner & weißer Spargel-Set: Buch mit hochwertigem Spargelschäler (Gebundene Ausgabe)

Vor mir liegt eines dieser hübschen Geschenksets, die ich sehr zu schätzen weiß. Viele dieser Sets aus der Serie habe ich als Mitbringsel bereits bei Essenseinladungen im privaten Bereich verschenkt und stets sind die Präsente begeistert entgegen genommen worden. Immer wieder höre ich: "Super. Damit kann man wenigstens etwas anfangen."

Das Spargel-Set enthält ein reich bebildertes, sehr gutes Rezeptbuch über grünen und weißen Spargel und einen Spargelschäler aus Edelstahl, der garantiert rostfrei ist. Er verfügt eine handliche Griffmulde und ist für Links- und Rechtshänder geeignet. Nicht nur für Möhren, sondern auch für anderes Langgemüse ist er verwendbar und besitzt eine frei bewegliche Klinge.

Die Rezepte sind untergliedert in: Suppen; Salate; Aus dem Ofen; Fürs Partybuffet, Mit Fleisch und Geflügel; Mit Fisch und Meeresfrüchten; Vegetarisch als Beilage.

Alle Rezepte sind schrittweise erklärt und insofern gut nachvollziehbar erläutert. Die Zubereitungszeit und die Anzahl der Personen, für die das jeweilige Rezept gedacht ist, werden genannt.

Spargelrezeptbücher gibt es viele. Mich hat deshalb interessiert, ob der Autor Neues zu bieten hat. Hat er. Besonders aufgefallen ist mir das Rezept für eine "Lachstarte" mit grünem und weißem Spargel, der "Holunder-Spargel in Folie gegart", ein tolles Rezept für ein "Spargelmousse" mit gewürfeltem Räucherlachs, "Kaninchenrücken mit Spargel" und dann vor allem "Spargel nach Königsberger Art". Das Rezept ist wirklich erste Sahne. Kant wäre entzückt gewesen, denn der Königsberger war delikaten Gerichten bekanntermaßen nicht abgeneigt.

Nicht nur für die Bayern gibt es im Buch ein Rezept für "Spargelknödel mit Salbeibutter" und nicht nur für die Liebhaber italienischer Gerichte wartet Newedel mit "Spargelrisotto“ mit Parmaschinken" auf.

 Ein wirklich tolles Mitbringsel, beispielsweise am kommenden Wochenende, sprich an Ostern.

Gibt es etwas Schöneres als jemand zu beschenken? Wohl kaum. Empfehlenswert.

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Rezension:Tender | Obst: Vom Apfel bis zur Weintraube (Gebundene Ausgabe)

Dieses sehr informative, textreiche Warenkunde- und Kochbuch mit dem Titel "Vom Apfel bis zur Weintraube" hat der Brite Nigel Slater verfasst. Er ist übrigens einer der besten Food-Journalisten Englands und informiert in diesem Standardwerk ausgiebig über viele Obstsorten. Dabei wartet er mit 300 tollen Rezeptideen auf.

Zur Sprache kommen: Äpfel, Aprikosen, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Haferpflaumen, Haselnüsse, Himbeeren, Holunder, Kirschen, Maronen, Pfirsiche und Nektarinen, Pflaumen, Quitten, Rhabarber, Rote Johannisbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Walnüsse, Weintrauben, Weiße Johannisbeeren und ein paar andere gute Sachen.

In der Einleitung beantwortet Slater u.a. die Frage, weshalb man Früchte anbauen sollte, schreibt von seinem Garten, den Obstbäumen und wie er diese dort umsetzt hat, schreibt zudem von Sträuchern, Pflanzen und Weinstöcken, macht hilfreiche Anmerkungen zum Kauf von fruchttragenden Bäumen, Sträuchern und Pflanzen und berichtet in der Einleitung auch über allgemein Wissenswertes zu Früchten und deren Zubereitung.

Anschließend beginnt der Warenkunde- und Rezeptteil, der in die oben genannten Obstsorten untergliedert ist. Man erhält eine Fülle von Informationen zu den einzelnen Obstsorten, die mir mal wieder vor Augen geführt haben, dass ich trotz der viele Bücher, die ich auch im Hinblick auf Früchte gelesen habe, noch immer sehr große Wissenslücken habe.

Man erfährt hier u.a., welche Früchte zu bestimmten anderen Lebensmitteln passen und erhält nicht selten eine Begründung dazu. Meine Lieblingsfrüchte sind noch immer Himbeeren. Der Autor klärt über einzelne Sorten auf. Die "Gelbe Himbeere" (habe sie noch nicht gegessen) soll die köstlichste überhaupt sein. Dass es verschiedene Sorten von Sommer- und Herbsthimbeeren gibt, wusste ich bislang auch noch nicht, auch war mir nicht bekannt, dass der weiße Stumpf in einer Himbeere "Blütenboden" heißt.

Schon beim Studieren der Rezepte lief mir das Wasser im Mund zusammen. Das ein oder andere Rezept habe ich zwischenzeitlich ausprobiert und habe mir vorgenommen in den kommenden Monaten, wenn es auf dem Wochenmarkt wieder Früchte aller Art zu kaufen gibt, viele der vorzüglichen Gerichte zuzubereiten. Es sind keineswegs nur Süßspeisen, aber die Desserts nehmen den größten Raum ein.

Sie finden hier Rezepte für u.a. ein köstliches "Schmorgericht mit Äpfeln und Kaninchen", auch für ein "Gewürztes Aprikosen-Couscous", für eine "Lamm-Aprikosen- Tajine" oder für ein "Gebratenes Rebhuhn mit Wacholder und Birnen", aber eben auch für einen "Pfirsich-Eisbecher mit sommerlicher Fruchtsoße", für eine "Tarte mit Pflaumen und Streuseln", für einen " Stachelbeer-Pie" und für "Gebackene Feigen in Rotwein und Fruchtgelee", aber auch für einen schnelle "Himbeer-Tarte", die einfach unwiderstehlich schmeckt und rasch zureitet ist, wenn unerwartet Gäste kommen.

 Ein besonders empfehlenswertes Buch, das einen Ehrenplatz in meiner Kochbuch-Bibliothek erhalten wird.-
 Empfehlenswert. 

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Rezension: Home Made. Sommer -Yvette van Boven


Das vor mir liegende Kochbuch reich bebilderte und hübsch illustrierte Kochbuch hat die niederländische Köchin Yvette van Boven auf den Weg gebracht. Von ihr auch stammen die Illustrationen. Die Köchin führt mit ihrem Cousin gemeinsam ein Restaurant in Amsterdam.

Diese Stadt habe ich erst einmal besucht und zwar 1978 als junge Studentin. Damals fuhr ich in den Semesterferien alleine mit dem Fahrrad von Mainz aus nach Amsterdam, um dort alle Kunstmuseen zu besichtigen. Was die Amsterdamer speisen, interessierte mich nur sekundär. In Erinnerung geblieben sind mir Pfannkuchen. Obschon ich in den letzten 10 Jahren viele Kochbücher rezensiert habe, ist van Bovens Rezeptsammlung die erste einer niederländischen Kochbuchautorin, die ich rezensiere.

Die Rezepte sind untergliedert in:
Frühstück, Brunch und kleine Mahlzeiten
Kuchen
Drinks
Snacks und Vorspeisen
Hauptgerichte
Desserts

Wer traditionell niederländische Küche erwartet, wird hier durchaus einige solcher Gerichte finden. Generell allerdings sind die Einflüsse mehr als nur grenzüberschreitend und lassen die kulinarische Neugierde der alten Seefahrer- und Handelsnation erkennen.

 Die Rezepte werden gut erklärt und benötigen keine großen Vorkenntnisse.

Neugierig gemacht hat mich das ultimative Pfannkuchenrezept gleich zu Beginn. Die Holländer nämlich sind für ihre Pfannkuchenrezepte berühmt, wie ich durch meinen alten Brieffreund Jos van B. mittlerweile weiß. Das Ergebnis der Rezeptur von van Boven lässt sich sehen und die Leckerei schmeckt wirklich sehr gut, speziell wenn man Himbeeren und Creme fraiche dazu reicht.

Wer Austern mag, kann sich von tollen Dressings und Dips dafür überraschen lassen. Hervorheben möchte ich hier den "Ingwer-Limetten-Dip". Gefallen auch haben die "Krebsküchlein mit erfrischender Zitronen-Tomaten-Mayo" und diverse Fischspeisen sowie ein sehr delikates Spargelgericht, das von Estragon-Soufflés begleitet wird.

 Ein schönes Kochbuch, das ich gerne empfehle, auch der delikaten Getränke-Rezepte wegen.

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Rezension:fresh + easy - Unkomplizierte Gerichte für entspannten Genuss (Broschiert)

Nach Rezepten dieses Kochbuchs werde ich zukünftig häufiger kochen, weil sie genau meinen Geschmack treffen. Die Autorin Michele Cranston ist Köchin und schreibt u.a. für die New York Times.

Das geschmackvoll und appetitanregende bebilderte Rezeptbuch ist untergliedert in:
Leckeres: Kleinigkeiten für den frühen Morgen
Erfrischendes: knackiges Grün
Genussfrisches: Häppchen, kalte Platten und Dips
Entspannendes: beruhigende Köstlichkeiten
Scharfes: Pikantes mit Zitrusnote
Erdiges: feine Gewürze, intensive Aromen
Wärmendes: herzhafte Gerichte für Wintertage
Verführerisches: ein würziger Hauch von Vanille, Ingwer und Honig
Süßes: Schokolade und Obst mit Pfiff
Säuerliches: fruchtige Zitronen, Limetten und Orangen
Luftiges: Blütenduft und Frühlingsdesserts
Extras: Dies und Das zum Mischen und ergänzen.

Alle Gerichte werden schrittweise erläutert und entsprechen einem modernen Kochstil, wie ich ihn zu schätzen weiß. Dazu gehören keine langen Garzeiten, frische, aromareiche Produkte und unkomplizierte Zubereitungsarten mit mediterranen und asiatischen Komponenten.

 Viele der Gerichte sind ideal für den kommenden Frühling und auch für den Sommer, so etwa die pikanten "Büffelmozarella-Häppchen", "Grünes Gemüse mit Arame-Algen und Sesamsalz", " Gebackener Kabeljau mit Kräutersalat", "Marinierte Meerforelle mit Buchweizennudeln", "Tintenfischsalat" oder auch "Muscheln in Sauce".

Verführerische Desserts machen neugierig. Was ist "Eton Mess" mit Rosenduft? Ein englischer Nachtisch und ein Geheimtipp für die Erdbeerzeit.

 Da ich leidenschaftlich gerne koche, werde ich morgen die "Linsen mit Koriander und Pinienkernen" zubereiten, ein Wochentagsgericht, das aufgrund seiner Zutaten fast ein wenig arabisch daherkommt. Mal sehen ob der hiesige Türke mir "Ras el Hanout" verkauft. Puy-Linsen und Bulgur habe ich immer zu Hause, nur Korianderblättchen muss ich noch beschaffen. Das ist aber kein Problem.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Grüner kochen! - Weniger Fleisch - mehr Genusss (Gebundene Ausgabe)

Die Schweizerin Juliana Neumann ist die Autorin dieses reich bebilderten Kochbuches, das sie gemeinsam mit der Österreicherin Alexandra Medwedeff auf den Weg gebracht hat. Beide Damen sind übrigens Bloggerinnen, die sich zum Thema Food in ihren Blogs ausbreiten und nun gemeinsam bereits ihr zweite Kochbuch veröffentlichen. Nicht unerwähnt möchte ich dabei lassen, dass ihr erstes Buch "Jahreszeitenküche frisch vom Markt" 2012 mit dem Gourmand Cook Book Award für das beste erste Kochbuch in Österreich ausgezeichnet wurde.

Im Vorwort erklären die beiden Damen, weshalb zukünftig weniger Fleisch und mehr Gemüse auf den Teller sollte und lassen dabei nicht unerwähnt, dass übermäßiger Fleischkonsum zu Krebs, Diabetes und Herzkrankheiten führen kann. Umweltaspekte und Überlegungen zur Verantwortungsvollen Tierhaltung bleiben auch nicht ausgespart. Die Autorinnen möchten aufgrund ihrer Überlegungen an die Essgewohnheiten ihrer Großeltern anknüpfen, wo Fleisch in unbegüterten Gesellschaftsschichten zumeist nur an Sonntagen auf den Tisch kam.

Die Kochrezepte, allesamt sehr gut gegliedert und bestens erklärt, sind in folgende Kapitel untergliedert: Kleine Köstlichkeiten Gemüse in der Hauptrolle Freitagsfisch Sonntagsbraten Süße Genüsse Anhand von appetitanregenden Fotos erhält man einen guten Eindruck von den Rezeptergebnissen. Hier kochen zwei Hobbyköche und unter diesem Gesichtspunkt bewerte ich die Rezepte. Hervorheben möchte ich die "Zucchiniquiche", eine schöne Essensbegleitung zu einem Glas Wein. Des Weiteren haben mir die "Gnocci mit Pfifferlingen" bestens gefallen und auch der "Wirsingstudel".

 Ich muss eingestehen, dass ich zunächst zwischen vier und fünf Sternen schwankte wegen einiger Gemüsegerichte und es die Fischspeisen waren, die mich dann doch zu einer Handvoll Sternen bewegten. Eine tolle Rezeptidee ist der "Zander mit Rhabarber-Ingwer-Kompott", dazu passt, dem stimme ich zu, Reis. Originell ist das Gericht "Flussbarsch mit Blättern der Roten Bete". Dass man diese Blätter essen kann, wusste ich bisher nicht.

Bei den Fleischgerichten finde ich das "Rindergeschnetzelte japanische Art" am interessantesten, bei dem Ingwer und Paprika neben dem Fleisch entscheidende Rollen spielen.

Am meisten überzeugt bei den Desserts hat mich das Rezept für "Brombeertartelettes mit 
Pistazienmarzipan".

 Empfehlenswert 
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Rezension:Warum schmecken Maulbeeren am besten nackt?: Selbstgemachte Köstlichkeiten aus Natur & Garten (Gebundene Ausgabe)

Merke: Pilze in Blätterform sind noch lange keine Knollenblätterpilze.

Dieses edle, geschmackvoll bebilderte Garten-, Koch und Lesebuch für Experimentierfreudige der Autorin Ute Woltrun wird all jene ansprechen, die kulinarisch interessiert sind, sich gerne ausgiebig mit Lebensmittel-Warenkunde befassen, Freude an raffinierten, außergewöhnlichen Rezepten haben und zudem noch ein Faible für Anekdoten, sofern diese gut erzählt sind.

Vier große Abschnitte gibt es im Buch: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Themen für den Frühling sind: Brunnenkresse, Gänseblümchen, Johanniskraut, Radieschen, Milchsauer vergären, Römischer Ampfer, Süßdolde, Gelbrote Taglilie, Tripmadam und Schwertlilie.

Was nun hat beispielsweise die "Gelbrote Taglilie" in einem Buch verloren, in dem es fast nur um Essbares geht? In China werden die Blütenknospen dieser Taglilie seit Jahrtausenden als Leckerei und Heilmittel verzehrt. Man bezeichnet sie dort als "Goldnadelgemüße" und "Vergiß-Deinen-Kummer-Kraut". Die Blätter und Stängel verspeist man in China als Gemüse.

Kulinarische Besonderheiten aus Garten und Natur versammeln sich hier nicht nur im ersten Abschnitt. Im Sommer geht es in diesem Buch um: Apfelbeere, Austernpflanze, Tulsi-Basilikum, Dill, Heidelbeere/Schwarzbeere/ Blaubeere, Indianernessel, Tee fermentieren, Knoblauch-Kaplilie, Anis Ysop, Weißkraut, Kreta-Oregano, Maulbeere, Mexikanische Minigurke, Rattenschwanzradieschen, Ringelblume, Rote Rübe/Rote Beete, Chinesischer Surenbaum und Za`tar Parsi.

Bislang wusste ich nicht, dass die Maulbeere als der Baum des Pan gilt, der der Gott des Waldes und der Natur war. Dass die Griechen diese Früchte bereits schätzten, lässt sich denken, da sie ja mittels des Baumes Pan huldigten. Offenbar schmecken die Früchte dieses Baumes am besten frisch oder etwas kühner ausgedrückt nackt ohne alles. Das jedenfalls verkündet Ute Woltron.

Sehr gute Rezepte für die Andenbeere, sprich die Phyalis warten auf den Hobbykoch, aber man lernt auch eine Gärtnerhandcreme zuzubereiten und zwar aus Ringelblumen.

Für den Herbst hält die Autorin Borlotti-Bohne, Feige, Grüner Hokkaido, Pastinake, Peruanischen Salbei, Tomatillo und Weinbergpfirsich bereit. Da meine Mutter einen Feigenbaum im Garten hat, habe ich zunächst einmal über die Feige etwas gelesen und hier auch das Rezept für "Feigensenf", der sehr gut zu bestimmten Käsesorten passt.

Nicht überlesen sollte man, dass die Pastinake eine phototoxisische Pflanze ist, deren Blattsäfte sich bei starker UVA-Einwirkung zu giftigen Substanzen zersetzen. Die Ernte von Pastinaken kann bei Sonnenlicht zu Verbrennungen 2. Grades führen. Im Idealfall werden sie bei Nebel geerntet. Bislang habe ich dieses Gemüse völlig ahnungslos auf dem Wochenmarkt gekauft und werde die Gefahren demnächst dort natürlich mit dem Bauern erörtern.

Rezepte für Weingartenpfirsiche sind einerseits der "Weingartenpfirisichgelee" andererseits der "Bellini". Das Frucht –Gelierzuckerverhältnis 1:3 findet meine Zustimmung.

Der Winter kommt mit den Themen Banane, Grünkohl, Palmkohl, Kaffirlimette, Grünem Kardamom, Kohlsprosse /Rosenkohl, Lorbeer, Essig machen und Pilzkraut daher.

Was nun ist Pilzkraut? Ein Gewächs, das ursprünglich in den Regenwäldern von Neuguineas beheimatet war, sehr schnell wächst und das Aroma guter Speisepilze hat. Allein wegen dieser Information hat sich das Buch für mich gelohnt, denn ich werde jetzt wohl Pilzkraut im Garten züchten, in der Hoffnung, dass es nach Steinpilzen schmeckt. Die Rezepte machen mich jetzt schon neugierig: "Rührei mit Pilzkraut" und "Pilzkrautnudeln"...Da bin ich aber mal sehr gespannt.

 Ein Kleinod für Kenner. 

Empfehlenswert.

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