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Rezensionen:Suppen, die glücklich machen (Gebundene Ausgabe)

Auf meinen Schreibtisch liegen derzeit u.a. zwei Suppenkochbücher. Das hat einen guten Grund. Ich schätze gute Suppenrezepte, weil viele Suppen sich problemlos zubereiten lassen und insofern geeignete Mittagsmahlzeiten darstellen für Menschen wie mich, die während der Werktage nicht stundenlang am Herd stehen können, weil dort nicht ihr Hauptbetätigungsfeld liegt.

Cornelia Schirnharl stellt Suppen vor, die glücklich machen und beginnt mit Erläuterungen zur Basis für beste Suppen, sprich dem Brühe kochen. Sehr gut erklärt wird wie man eine "Klare Fleischbrühe mit Suppenknochen", einen "Fischfond aus Edelfischen" und eine "Gemüsebrühe mit Frühlingskräutern" zubereitet und man wird zudem aufgeklärt, wie diesbezüglich die Grundlagen für die schnelle Küche ausschauen. Dabei kommen u.a. die gekörnte Brühe und auch der Brühwürfel zur Sprache.

Frühlingssuppen werden vorgestellt und die entsprechenden Toppings für cremige Süppchen. Dazu gehören u.a. Knuspernüsse sowie Gemüsechips. Man lernt im Bereich der Frühlingssuppen solche kennen, die Lebensgeister wecken, gute Laune machen und Energie spenden. Alle Rezepte werden sehr gut und schrittweise erläutert. Delikat ist die "Frühlingssuppe mit Ziegenfrischkäse", die besonders vitaminreich daherkommt. Gefallen hat mir auch die "Grüne Suppe mit Radieschenblättern", die die Stimmung heben soll.

Sommersuppen gilt es jetzt zu kochen. Mittels der Kräuterpasten, die u.a. vorgestellt werden, kann man ihnen noch mehr Geschmack verleihen. Hervorheben möchte ich die "Brotsuppe aus Italien" mit sonnengereiften Tomaten und die "Tom Yam Gung" die thailändischen Nationalsuppe, die Austernpilze und Garnelen enthält.

Tolle Herbstsuppenrezepte machen schon jetzt neugierig. Gefunden habe ich mehrere Rezepte für Kartoffelsuppen, alle sehr gut zubereitet, aber auch eine Pilzsuppe, deren Ingredienzien besonders gesund sind.

Schlussendlich dann lernt man Wintersuppen kennen und spezielle Würzmischungen. Die "Zwiebelsuppe mit Käse-Croutons" soll die Selbstheilung aktivieren. Ihre Zutaten klingen vielversprechend.

Mein Favorit bei den Wintersuppen allerdings ist die "Currysuppe mit Mango, Ingwer und Huhn". Sie schmeckt auch an einem kühlen Spätsommertag bestens.

 Sehr empfehlenswert. 

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Rezensionen:Birne, Quitte, Nuss & Traube: (Süße und pikante Rezepte) (Gebundene Ausgabe)

Auf dem Buchmarkt hat die Zeit der Kochbücher für die Herbstsaison begonnen. Natürlich habe ich sogleich Karl Newedels "Birne, Quitte, Nuss und Traube" gelesen, eine reich bebilderte Rezeptsammlung, die mir sehr gut gefällt.

Der Autor untergliedert in: 
Birnenrezepte 
Quittenrezepte 
Rezepte mit Nüssen 
Traubenrezepte 

und wartete zudem mit einem alphabetischen Register auf.

Birnen zählen zu meinen Lieblingsfrüchten, insofern habe ich die Birnenrezepte mit besonderer Neugierde studiert.

 Für alle Rezepte im Buch gilt, dass sie sehr gut und zwar schrittweise erklärt werden, die Zubereitungs- und Backzeit genannt wird und man immer wieder hilfreiche Tipps erhält.

Den "Avocado-Birnen-Salat mit Garnelen" werde ich heute Abend zubereiten. Dazu wird es ein Glas Veltliner geben. Darauf freue ich mich schon jetzt. Das Dressing enthält meine geliebten Chiliflocken und wird mit frischen Bio-Limetten angerührt. Das Rezept für "Gewürzbirne auf Weinschaumsauce" ist schon ein wenig herbstlich und eignet sich als Dessert nach einem Wildgericht. Für Süßmäulchen gibt es in dieser Rubrik ein Rezept für "Birnenschokoladenkuchen" und zudem für "Schoko-Grieß-Strudel mit Birnen". Die Rezepte enthalten interessante Ingredienzien, die bemerkenswerte Backergebnisse versprechen.

Mit Quitten habe ich bislang wenig Erfahrung gesammelt, finde aber das Rezept für "Chili con Quitte" sehr spannend. Nichts für Vegetarier, da es auch Hackfleisch enthält.

Spannend finde ich es nicht nur wegen der Quitten, sondern auch wegen der Gewürze, durch die das ursprünglich mexikanische Gericht orientalische Noten erhält.

Ein wenig an "Tarte Tatin" erinnert der "Umgedrehte Quittenkuchen", wobei dieser Teig gemahlene Haselnüsse aufweist.

Im Bereich der Nussrezepte habe ich die "Haselnuss-Biscotti" gefunden, die ich ausprobieren werde. Ein wahrer Genuss zu einer Tasse Capuccino, wie man mittlerweile auch in unseren Regionen weiß.

Da meine Mutter Trauben in ihrem Garten anbaut und diese bereits fast reif sind, kommen mir die Traubenrezepte sehr entgegen. Den "Blechkuchen mit Traubenschmand" klingt vielversprechend, ich selbst werde aber das "Joghurtmousse mit Traube und Minze" zubereiten, da ich Kuchen nur backe, wenn Gäste kommen und auch dann nur sehr selten.

Ausprobieren möchte ich auch das "Lachsfilet mit Riesling-Trauben-Sauce". Dazu gibt es Wildreis mit frischen Kräutern und natürlich ein gutes Glas Riesling. Die Rezepte zeichnen sich alle durch Kreativität und ein sehr gutes Kochniveau aus. Dabei ist das Preis- Leistungsverhältnis mehr als nur lobenswert.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Die besten Schweizer Rezepte und ihre Geschichte (Gebundene Ausgabe)

Heute möchte ich auf ein bemerkenswertes Kochbuch des Autors Alfred Haefli aufmerksam machen. Ein Schweizer Facebookfreund hat es mir empfohlen. Ich habe es mit großem Vergnügen gelesen und bereits danach gekocht.

In diesem reich bebilderten Buch sind die Rezepte in nachstehende Rubriken untergliedert in:

Suppen
Für den kleinen Hunger 
Vegetarisch Fleisch und Fisch 
Aus dem Ofen 
Eintöpfe 
Desserts 

Wie dem Untertitel zu entnehmen ist, erfährt man stets auch etwas die Geschichte des jeweiligen Rezeptes. Diese Hintergründe sind nicht nur spannend zu lesen, sondern sie eignen sich auch vortrefflich für Tischgespräche.

Bei den Suppen hat mir die "Zürcher Unterländer Weinsuppe" besonders gut gefallen, die seit dem Mittelalter immer mehr veredelt wurde und bei den Gerichten für den kleinen Hunger, nicht zuletzt die "Käseomelette", die ideal zu einem trockenen Weißwein munden. Die Omlette werden mit Walliser Bergkäse und Gruyère gefüllt und mit Weißwein und Williams verfeinert. In einer Auflaufform werden sie dann mit einer Béchamelsauce übergossen und gratiniert.

Bei den vegetarischen Speisen findet man beispielsweise das "Fondue moitié-moitié", das u.a. Gruyère AOC und Freiburger Vacherin aus Rohmilch enthält. Man findet aber auch das Rezept für "Schwyzer Kapuzinerklößchen", die man mit Aprikosenkompott servieren kann. Reisende Kapuziner sollen sie einst in den Kanton Schwyz importiert haben.

Das Rezept für "Rösti mit Pilzragout" hat mir sehr gut gefallen, aber auch das "Tessiner Risotto". Dass man im Tessin Reis anbaut, wusste ich bislang noch nicht. Die Anbauflächen liegen in Ascona, Locarno und Gordola.

Sehr delikate Fleisch- und Fischgerichte machen es nicht einfach, zwei oder drei davon hervorzuheben. Ich habe mich für das "Gefüllte Walliser Kalbsschnitzel" mit Pfifferlingen und natürlich für "Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti" entschieden. Das zuletzt genannte, berühmte Gericht ist übrigens erst 100 Jahre alt.

Interessant finde ich wie man "Albeli mit Kräutern" zubereitet. Albeli sind Felchen, die man in zerlassener Butter badet und mit Kräutern würzt. Die Mischung aus gehackter Petersilie und Schnittlauch passt bestens zum feinen Fellchengeschmack.

"Walliser Cholera" hat eine nicht uninteressante Geschichte, die mal wieder beweist, dass selbst aus etwas Schrecklichem auch immer etwas Gutes erwachsen kann. In diesem Fall ein leckerer salziger Kuchen mit Lauch und Bergkäse gefüllt, der sich bestens als Imbiss eignet, wenn man Freunde zum Weintrinken eingeladen hat.

Zu einer solchen Angelegenheit passt allerdings auch "Kartoffel-Birnen-Ramequin", "Tessiner Klosterkuchen" und der "Appenzeller Brotauflauf".

Die Eintöpfe sind schmackhafte Wintergerichte und auch bei den Desserts findet sich so manches Rezept, das besser in die kühlere Jahreszeit zubereitet werden sollte, so etwa die "Engadiner Nusstorte" oder das Gebäck mit einer langen Geschichte, das die Schweizer "Birewegge" nennen.

Besonders beeindruckt hat mich die "Safrancreme". Safran wird in der Schweiz seit dem 14. Jahrhundert angebaut. Bis zu 12 00 Franken pro Kilo muss man dafür berappen. Keine Sorge, für die Creme sind nur 15 Fäden notwendig, solange man sie nicht im großen Rahmen Gästen auftischen möchte. 

Empfehlenswert.
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Rezension:Panna Cotta: Cremig italienisch - süß und pikant (Gebundene Ausgabe)

Heute möchte ich mal wieder etwas für den Gaumen rezensieren. An einem solch kühlen Tag im Mai heißt es, südliche Geschmackskomponenten in einem Dessert unterzubringen, um sich auf diese Weise lukullisch zu trösten.

Laura Zavan wartet in ihrem Rezeptbuch mit einer typisch italienischen Speise auf, die sie in ihren Rezepten süß und pikant variiert. Panna cotta (gekochte Sahne) ist eine echte Seelentrösterin, deren Herkunft das Piemont ist. Wir wollen jetzt nicht über Kalorien und gesundheitliche Aspekte nachdenken, sondern lieber in Erfahrung bringen, wie man diese himmlisch weiche Creme zubereitet und worin sich die Klassiker von den Aromatisierten, den Fruchtigen und den Salzigen unterscheiden.

Das Mischungsverhältnis für traditionelle Panna-Cotta-Rezepte beträgt 3:1. Soll das Dessert besonders cremig werden, verwendet man ausschließlich Sahne. Die Autorin thematisiert, welche Sahne und welche Milch man dazu nehmen kann, stellt auch diverse Aromen vor, neben Vanille beispielsweise Orangenblüten- oder auch Rosenwasser.

Über die richtige Form, das erfolgreiche Stürzen, das Vorbereiten- und Aufbewahren wird man unterrichtet, um anschließend mehr über Saucen und Fruchtpürees zu erfahren.


Das Grundrezept für eine Panna Cotta wird schrittweise erklärt und mittels Bildern visualisiert. Dann folgt der Rezeptteil, beginnend mit der Klassikern. Alle Rezepte werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Man erfährt stets Näheres über die jeweilige Zubereitungs-, Gar- und Kühlzeit und auch wie viele Leckermäuler bei den angegebenen Mengen satt werden können.

 Bei den Klassikern finden sich Rezepte wie etwa "Panna Cotta mit Karamell", das durch trockenen Marsala erst den richtigen Kick erhält. Mein Lieblingsrezept bei den Klassikern ist "Panna Cotta mit Kaffee", ein sehr schönes Dessert, das von einer Tasse Espresso begleitet werden sollte. Besonders gefallen haben mir auch Rezepte für "Panna Cotta mit dunkler Schokolade" und "Panna Cotta mit Gianduja" denen ich allemal den Vortritt vor "Mousse au Chocolate" geben würde, weil sie viel zarter sind.

Interessant finde ich die Aromatisierten und hier speziell die "Panna Cotta mit Matcha-Tee". Dieses Dessert passt natürlich bestens als Ausklang eines japanischen Menüs, gleichwohl aber auch als Gaumenkitzler zu einer Tasse japanischen Grüntee.

 Bei den Fruchtigen inspiriert mich die "Panna Cotta mit Granatapfelgelee" optisch am meisten, dennoch werde ich wohl eher der Jahreszeit entsprechend dieser Tage eine "Panna Cotta mit Erdbeeren" zubereiten. Dieses Erdbeersahne-Dessert lässt sich problemlos zubereiten und noch problemloser genießen.

Die Salzigen eignen sich als Vorspeise. Die "Panna Cotta mit Pesto" ist ein im Grunde leichtes Gericht, dem ein Fischgericht folgen könnte.

Die Rezepte für alle Jahreszeiten werden Freunde italienischer Kochkunst gut gefallen... und der November im Mai ist alsbald vergessen nach dem zweiten Löffel dieser Köstlichkeit.

Empfehlenswert.

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Rezension:Luftig-leichter Brandteig: ganz einfach [Gebundene Ausgabe]

Windbeutel gab es stets zu meinen Geburtstagen während meiner Kindheit. Sie waren mit Erdbeeren und Sahne gefüllt. Ich fand diese Leckerei stets unwiderstehlich. Jahrzehnte später lernte ich in Frankreich "Profiteroles" kennen, gefüllt mit "Crème Chantilly" und übergossen mit heißer Zartbitter-Schokolade. Ein Traum. Eine Schande übrigens, was die Industrie aus diesem Top-Dessert gemacht hat, wenn man bedenkt, was diesbezüglich im Supermarkt angeboten wird.

Dieses Backbuch nun habe ich meiner Mutter geschenkt, die als Pensionären viel Zeit hat und gerne Rezepte austestet. Als Brandteig-Spezialistin ist sie begeistert von dem, was geboten wird, nicht nur im Bereich süßer Kreationen, sondern auch der pikanten. Gefunden habe ich in dem Rezeptbuch von Luise Lilienthal das ideale Snack-Rezept für einen Sektempfang, doch dazu später mehr.

 Ein Teig und 42 Köstlichkeiten wirbt der Verlag. Die Aussage ist keine Übertreibung. Neudeutsch formuliert handelt es sich um "Hammer-Rezepte" für Genussmenschen.

Zunächst wird in gut nachvollziehbaren Schritten die Teigzubereitung erläutert und auch wie man ihn in Form bringt, bäckt und schlussendlich füllt. Aufgelistet und erläutert wird das richtige Handwerkszeug, dann folgt der reich bebilderte Rezeptteil, der in drei Abschnitte untergliedert ist.

 Die eingangs erwähnten "Profiteroles" sind auch dabei. Stets werden die Zutaten genau genannt, auch die notwendigen Küchengeräte, Backzeiten und die Ofentemperatur bleiben nicht ausgespart, ebenfalls nicht die Anzahl der Gebäckteile. Die Rezepte werden schrittweise sehr gut erklärt und das Backergebnis auf einem Foto gezeigt. Zudem erhält man interessante Produktinformationen.

 Hier will ich jene zu der "Saint-Honoré-Torte" (sie ist sehr delikat, habe sie in Frankreich bereits gegessen) zitieren: "Die Torte ist nach dem Schutzheiligen der Bäcker, dem Heiligen Honorius von Amiens, der Bischof von Amiens war, benannt. Der Bischof starb im Jahre 600. Er selbst hatte nichts mit dem Backhandwerk zu tun, ein Bäcker überschrieb aber im 13. Jahrhundert Land an die Stadt Paris, damit eine Kapelle zu Ehren des Honorius gebaut werden konnte. Im Jahr 1400 gründeten die Bäcker in dieser Kapelle ihre Zunft." (Zitat.: S.23)

 Ich finde solche Geschichten überaus bereichernd und teile diese auch stets bei Tisch Gästen mit. Daraus ergeben sich oft interessante Gespräche.-- Sehr schön sind sie die Schwäne aus Brandteig, eine Spielerei, die eine Kaffeetafel betont edel gestaltet. Gefüllt sind sie mit einer Vanillencreme und eigentlich zu anmutig, um verspeist zu werden. Die "Windbeutel mit Mango-Zimt-Sahne" sind eher ein Dessert für die Winterzeit, während jene mit Kirschfüllung, demnächst darauf warten zubereitet zu werden.

 Wer kleine Kinder hat, sollte Brandteigmäuschen backen. Die schauen wirklich süß aus. Auch "Kaptain Blaubeer" eignet sich als Kinderleckerei, selbst wenn die Kinder schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben.

 Lädt man Gäste auf ein Glas Wein ein und sucht nach Rezepten für Snacks, stößt man hier im Buch auf wirkliche Köstlichkeiten. So etwa auf "Häppchen mit Roquefort und Birne", "Windbeutel mit Ziegenkäse", "Thunfisch im Brandteigmantel", "Gourmetwindbeutelchen mit Lachs" und vieles andere mehr. 16 Gourmetteilchen lassen sich aus besagtem Rezept verwirklichen, gefüllt mit Frischkäse, Dill und Räucherlachs passen sie bestens zum Sektempfang.

 Im dritten Abschnitt, das ist die Rubrik "Zarte Verführer" findet man auch sogenannte "Liebesknochen", in Frankreich nennt man diese Teile "Eclairs". Leider erfährt man nicht wie es zu dieser Wortschöpfung kam. Das stört aber nicht, wenn man sich auf die Milchkaffeecreme einlässt und das Gebäck ebenso andächtig genießt, wie ein weiteres, das sich "Brunnen der Liebe" nennt und mich spontan an ein Gemälde von Hieronymus Bosch denken lässt, das man im Prado besichtigen kann.

Brandteig kann man übrigens auch frittieren. Das ist notwendig, wenn man beispielsweise "Eberswälder Spritzkuchen" zubereiten möchte. Frittiert ist das Gebäck dann aber nicht mehr sinnlich oder gar erotisch, auch nicht wenn es als "Dauphin Kartoffeln" daher kommt. Sonderbarerweise assoziere ich diese spontan mit Ludwig XVI. von Frankreich. Seinem Großvater würde ich dann doch eher die Eclairs zuschreiben. 


Ein tolles Rezeptbuch, das ich gerne empfehle.

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Rezension:Mein WDR-Kochbuch -Björn Freitag

Dies ist ein Kochbuch des westfälischen Fernseh- und Sternekochs Björn Freitag, das nicht nur 130 delikate Rezepte enthält, sondern auch sehr gute Ernährungstipps von der Oecotrophologin Anja Tanas.

Untergliedert sind die Rezepte in die Kapitel: 
Spargel, Spinat und Stielmus 
Erbsen, Bohnen und Linsen 
Tomate, Gurke und Kohlrabi 
Huhn, Schwein und Rind 
Möhre, Pastinake und Sellerie
Apfel, Birne und Quitte 
Kartoffel, Kürbis und Rote Bete 
Weißkohl, Rotkohl und Grünkohl 
Käse, Eier und Milch
Rhabarber, Erdbeere und Heidelbeere 

Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man über die jeweiligen, oben genannten Produkte warenkundlich Wissenswertes über Einkauf, Lagerung und Küche. Dazu kommen dann stets spezielle Ernährungstipps von Anja Tanas.

Unter den Rezepten dann findet man weitere Tipps. Diese allerdings stammen von dem westfälischen Sternekoch.

Natürlich gefällt mir, dass Freitag mit alten Gemüsesorten kocht. Wie er schreibt, hat in Westfalen Blattstielkohlgemüse als deftige Beilage zu Fleischgerichten aller Art Tradition. Stielmus enthält sehr gesundheitsfördernde Senfölglykoside sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Man kann daraus beispielsweise einen "Stielmuseintopf mit Crème fraiche, Kassler und Garnelen" zubereiten.

Viele Rezepte im Buch assoziiere ich mit der gehobenen bürgerlichen Küche der Westfalen, so etwa den "Düsseldorfer Senfbraten vom Kaninchenbuckel mit Stielmus" und den "Sauerbraten vom Butt mit getrockneten Sauerkirchen und Kohlrabi". Westfälische Alltagsgerichte sind wohl eher die "Wirsingrouladen mit Salzkartoffeln", "Apfel-Steckrüben-Eintopf mit Mettendchen" und "Himmel und Ääd". "Piroggen mit Champignons und Sauerkraut" erinnern mich an die eingewanderten Polen, die sich als zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Bergarbeiter im Ruhrgebiet verdingten und die "Kalbsfrikadellen mit Tomaten-Koriander-Füllung" daran, dass in der Region heute auch Türken leben.

Für mich ist das Buch sehr inspirierend, weil ich alte Gemüsesorten sehr zu schätzen weiß, mich freue nun neue Zubereitungsarten in Erfahrung gebracht zu haben und auf eine Vielzahl schmackhafter bodenständiger Rezepte zurückgreifen kann, die durch eine hervorragende Rezeptur meine Neugierde wecken.

Die "Kartoffelsuppe mit Majoran" habe ich gestern ausprobiert. Sie schmeckt exzellent und transportiert die Idee der westfälischen Küche auf sehr sympathische Weise. Hätte ich einen Nachtisch zubereitet, dann wäre es gewiss der "Rhabarber-Vanillen-Kompott mit Holunderblütenparfait gewesen". Das Rezept klingt vielversprechend.

 Empfehlenswert. 

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Rezension:Amore: Meine Liebe zur Italienischen Küche- Maddalena Caruso

Die Köchin Maddalena Caruso lebt in Asolo in der Provinz Treviso, nordwestlich von Venedig. Ihr Kochbuch "AMORE- Meine Liebe zur italienischen Küche" hat sie gemeinsam mit dem italienischen Starfotografen Stefano Scatà auf den Weg gebracht. Die Bilderwelten in diesem Werk sind wahrlich ein Traum. Kein Wunder also, dass das Stimmungsbarometer beim Betrachten der Landschaftsimpressionen und Food-Aufnahmen unaufhörlich steigt. Allein schon deshalb, lohnt es sich das Buch zu studieren.

Untergliedert sind die Rezepte in die vier Jahreszeiten. Die Absicht der Köchin besteht darin, mit dem Buch die Geschichte ihrer grenzenlosen Liebe zur italienischen Küche zu erzählen. Vorab: Es ist ihr gelungen. Ich schwelgte von der ersten bis zur letzten Seite.

Die einzelnen Rezepte werden in gut nachvollziehbaren Arbeitsschritten erklärt. Caruso gibt im Rahmen der Rezepte persönliche Tipps, die man aufmerksam lesen sollte und die dokumentieren, dass man immer wieder etwas dazulernen kann.

 Italienische Kochbücher gibt es viele. Was spricht dafür sich ein weiteres zuzulegen?

 Die Rezepte von Maddalena Caruso interpretieren die italienische Küche auf eine geradezu poetische Art und das unterscheidet sie von italienischen Standardkochbüchern. Die Köchin weiß mit Gewürzen und Kräutern kundig umzugehen. Das zeigt ihr Frühlingshauptgericht "Schmorbraten Gärtnerin-Art" gleich zu Beginn. Vorspeisen wie etwa "Tomatenconfit mit Knoblauch" oder "Gebratene Zucchini mit Pinienkernen und Frühlingszwiebeln" kommen fast ohne Kräuter und ohne Gewürze aus. Sie überzeugen durch die Eigenaromen.

 Delikate Spargel- und Erdbeergerichte kann der Hobbykoch in den nächsten Wochen ausprobieren. Nennen möchte ich hier die Gerichte "Gebratener Spargel mit Parmesanhippen und Basilikumdressing"; "Tagiatelle mit Spargel, Mandeln und Minze" und auch "Muskateller-Zabaione mit Erdbeeren und Mandelkeksen".

 Hervorheben möchte ich die Rezepte mit Rosenblüten, die natürlich unbehandelt sein müssen. Eine Festtagsvorspeise ist das "Carpaccio vom Wolfsbarsch mit Garnelen und Passionsfrucht-Vinaigrette", aber auch der "Lachs mit Zucchinigemüse und Rosenessens", hier sind die Geschmacksnoten außergewöhnlich. Das Gericht besticht durch subtile Raffinesse.

 Die Sommerrezepte sind umwerfend gut, speziell die Rezept für "Aprikosenkuchen", für "Feigen mit Haselnüssen und Ziegenblauschimmelkäse" und die "Feigentarte mit Ricotta, Mandeln und Honig". Die sonnige Sommerküche bietet aber auch "Geflügelsalat mit Aprikosen und Pinienkernen" und andere delikate Gerichte für einem Abend im Garten oder auf der Terrasse. Nennen will ich "Bruschetta mit Ziegenkäse, gegrillten Pfirsichen und Knoblauch" oder "Zucchini –Garnelen-Salat mit Minze".

Der "Steinpilzsalat mit Parmesan" ist ein tolles Herbstgericht, aber auch die "Gebratenen Wachteln mit schwarzen Feigen" ist ein kulinarisches Hightlight in dieser Jahreszeit.

 Sehr ansprechend sind die Vorschläge für ein "Picknick im Weinberg" und die Gerichte für die Spätherbsttage. Die "Linguine mit Pistazienpüree und Scampi" habe ich bereits ausprobiert und zwar jetzt Ende März. Köstlich.

Sehr gute Rezeptideen für Granatäpfel haben mich besonders neugierig gemacht. Dabei könnte die "Armagnac- Crème brulèe mit Mandelkrokant und Granatapfelkernen" aus dem Märchen "Tausendundeine Nacht" stammen.

 Bei den Rezepten im Abschnitt "Einmachzeit" habe ich mir die "Birnenmarmelade mit Macadamianüssen, Walnüssen, Sauterne und Rosmarin" vorgemerkt und mir aufmerksam die dann folgenden Winterrezepte durchgelesen. Einige Gerichte enthalten Radicchio, andere Wirsing und den "Kalbsbraten mit Gremolata" kann man auch zu Ostern bedenkenlos der Familie anbieten, die dann gewiss auch nicht den leckeren "Amarettikuchen mit Äpfeln und Birnen" ablehnen werden.

 Sehr empfehlenswert. Ein Fest für die Augen und den Gaumen.

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Rezension: Grüner & weißer Spargel-Set: Buch mit hochwertigem Spargelschäler (Gebundene Ausgabe)

Vor mir liegt eines dieser hübschen Geschenksets, die ich sehr zu schätzen weiß. Viele dieser Sets aus der Serie habe ich als Mitbringsel bereits bei Essenseinladungen im privaten Bereich verschenkt und stets sind die Präsente begeistert entgegen genommen worden. Immer wieder höre ich: "Super. Damit kann man wenigstens etwas anfangen."

Das Spargel-Set enthält ein reich bebildertes, sehr gutes Rezeptbuch über grünen und weißen Spargel und einen Spargelschäler aus Edelstahl, der garantiert rostfrei ist. Er verfügt eine handliche Griffmulde und ist für Links- und Rechtshänder geeignet. Nicht nur für Möhren, sondern auch für anderes Langgemüse ist er verwendbar und besitzt eine frei bewegliche Klinge.

Die Rezepte sind untergliedert in: Suppen; Salate; Aus dem Ofen; Fürs Partybuffet, Mit Fleisch und Geflügel; Mit Fisch und Meeresfrüchten; Vegetarisch als Beilage.

Alle Rezepte sind schrittweise erklärt und insofern gut nachvollziehbar erläutert. Die Zubereitungszeit und die Anzahl der Personen, für die das jeweilige Rezept gedacht ist, werden genannt.

Spargelrezeptbücher gibt es viele. Mich hat deshalb interessiert, ob der Autor Neues zu bieten hat. Hat er. Besonders aufgefallen ist mir das Rezept für eine "Lachstarte" mit grünem und weißem Spargel, der "Holunder-Spargel in Folie gegart", ein tolles Rezept für ein "Spargelmousse" mit gewürfeltem Räucherlachs, "Kaninchenrücken mit Spargel" und dann vor allem "Spargel nach Königsberger Art". Das Rezept ist wirklich erste Sahne. Kant wäre entzückt gewesen, denn der Königsberger war delikaten Gerichten bekanntermaßen nicht abgeneigt.

Nicht nur für die Bayern gibt es im Buch ein Rezept für "Spargelknödel mit Salbeibutter" und nicht nur für die Liebhaber italienischer Gerichte wartet Newedel mit "Spargelrisotto“ mit Parmaschinken" auf.

 Ein wirklich tolles Mitbringsel, beispielsweise am kommenden Wochenende, sprich an Ostern.

Gibt es etwas Schöneres als jemand zu beschenken? Wohl kaum. Empfehlenswert.

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Rezension:Tender | Obst: Vom Apfel bis zur Weintraube (Gebundene Ausgabe)

Dieses sehr informative, textreiche Warenkunde- und Kochbuch mit dem Titel "Vom Apfel bis zur Weintraube" hat der Brite Nigel Slater verfasst. Er ist übrigens einer der besten Food-Journalisten Englands und informiert in diesem Standardwerk ausgiebig über viele Obstsorten. Dabei wartet er mit 300 tollen Rezeptideen auf.

Zur Sprache kommen: Äpfel, Aprikosen, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Haferpflaumen, Haselnüsse, Himbeeren, Holunder, Kirschen, Maronen, Pfirsiche und Nektarinen, Pflaumen, Quitten, Rhabarber, Rote Johannisbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Walnüsse, Weintrauben, Weiße Johannisbeeren und ein paar andere gute Sachen.

In der Einleitung beantwortet Slater u.a. die Frage, weshalb man Früchte anbauen sollte, schreibt von seinem Garten, den Obstbäumen und wie er diese dort umsetzt hat, schreibt zudem von Sträuchern, Pflanzen und Weinstöcken, macht hilfreiche Anmerkungen zum Kauf von fruchttragenden Bäumen, Sträuchern und Pflanzen und berichtet in der Einleitung auch über allgemein Wissenswertes zu Früchten und deren Zubereitung.

Anschließend beginnt der Warenkunde- und Rezeptteil, der in die oben genannten Obstsorten untergliedert ist. Man erhält eine Fülle von Informationen zu den einzelnen Obstsorten, die mir mal wieder vor Augen geführt haben, dass ich trotz der viele Bücher, die ich auch im Hinblick auf Früchte gelesen habe, noch immer sehr große Wissenslücken habe.

Man erfährt hier u.a., welche Früchte zu bestimmten anderen Lebensmitteln passen und erhält nicht selten eine Begründung dazu. Meine Lieblingsfrüchte sind noch immer Himbeeren. Der Autor klärt über einzelne Sorten auf. Die "Gelbe Himbeere" (habe sie noch nicht gegessen) soll die köstlichste überhaupt sein. Dass es verschiedene Sorten von Sommer- und Herbsthimbeeren gibt, wusste ich bislang auch noch nicht, auch war mir nicht bekannt, dass der weiße Stumpf in einer Himbeere "Blütenboden" heißt.

Schon beim Studieren der Rezepte lief mir das Wasser im Mund zusammen. Das ein oder andere Rezept habe ich zwischenzeitlich ausprobiert und habe mir vorgenommen in den kommenden Monaten, wenn es auf dem Wochenmarkt wieder Früchte aller Art zu kaufen gibt, viele der vorzüglichen Gerichte zuzubereiten. Es sind keineswegs nur Süßspeisen, aber die Desserts nehmen den größten Raum ein.

Sie finden hier Rezepte für u.a. ein köstliches "Schmorgericht mit Äpfeln und Kaninchen", auch für ein "Gewürztes Aprikosen-Couscous", für eine "Lamm-Aprikosen- Tajine" oder für ein "Gebratenes Rebhuhn mit Wacholder und Birnen", aber eben auch für einen "Pfirsich-Eisbecher mit sommerlicher Fruchtsoße", für eine "Tarte mit Pflaumen und Streuseln", für einen " Stachelbeer-Pie" und für "Gebackene Feigen in Rotwein und Fruchtgelee", aber auch für einen schnelle "Himbeer-Tarte", die einfach unwiderstehlich schmeckt und rasch zureitet ist, wenn unerwartet Gäste kommen.

 Ein besonders empfehlenswertes Buch, das einen Ehrenplatz in meiner Kochbuch-Bibliothek erhalten wird.-
 Empfehlenswert. 

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Rezension: Home Made. Sommer -Yvette van Boven


Das vor mir liegende Kochbuch reich bebilderte und hübsch illustrierte Kochbuch hat die niederländische Köchin Yvette van Boven auf den Weg gebracht. Von ihr auch stammen die Illustrationen. Die Köchin führt mit ihrem Cousin gemeinsam ein Restaurant in Amsterdam.

Diese Stadt habe ich erst einmal besucht und zwar 1978 als junge Studentin. Damals fuhr ich in den Semesterferien alleine mit dem Fahrrad von Mainz aus nach Amsterdam, um dort alle Kunstmuseen zu besichtigen. Was die Amsterdamer speisen, interessierte mich nur sekundär. In Erinnerung geblieben sind mir Pfannkuchen. Obschon ich in den letzten 10 Jahren viele Kochbücher rezensiert habe, ist van Bovens Rezeptsammlung die erste einer niederländischen Kochbuchautorin, die ich rezensiere.

Die Rezepte sind untergliedert in:
Frühstück, Brunch und kleine Mahlzeiten
Kuchen
Drinks
Snacks und Vorspeisen
Hauptgerichte
Desserts

Wer traditionell niederländische Küche erwartet, wird hier durchaus einige solcher Gerichte finden. Generell allerdings sind die Einflüsse mehr als nur grenzüberschreitend und lassen die kulinarische Neugierde der alten Seefahrer- und Handelsnation erkennen.

 Die Rezepte werden gut erklärt und benötigen keine großen Vorkenntnisse.

Neugierig gemacht hat mich das ultimative Pfannkuchenrezept gleich zu Beginn. Die Holländer nämlich sind für ihre Pfannkuchenrezepte berühmt, wie ich durch meinen alten Brieffreund Jos van B. mittlerweile weiß. Das Ergebnis der Rezeptur von van Boven lässt sich sehen und die Leckerei schmeckt wirklich sehr gut, speziell wenn man Himbeeren und Creme fraiche dazu reicht.

Wer Austern mag, kann sich von tollen Dressings und Dips dafür überraschen lassen. Hervorheben möchte ich hier den "Ingwer-Limetten-Dip". Gefallen auch haben die "Krebsküchlein mit erfrischender Zitronen-Tomaten-Mayo" und diverse Fischspeisen sowie ein sehr delikates Spargelgericht, das von Estragon-Soufflés begleitet wird.

 Ein schönes Kochbuch, das ich gerne empfehle, auch der delikaten Getränke-Rezepte wegen.

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Rezension:fresh + easy - Unkomplizierte Gerichte für entspannten Genuss (Broschiert)

Nach Rezepten dieses Kochbuchs werde ich zukünftig häufiger kochen, weil sie genau meinen Geschmack treffen. Die Autorin Michele Cranston ist Köchin und schreibt u.a. für die New York Times.

Das geschmackvoll und appetitanregende bebilderte Rezeptbuch ist untergliedert in:
Leckeres: Kleinigkeiten für den frühen Morgen
Erfrischendes: knackiges Grün
Genussfrisches: Häppchen, kalte Platten und Dips
Entspannendes: beruhigende Köstlichkeiten
Scharfes: Pikantes mit Zitrusnote
Erdiges: feine Gewürze, intensive Aromen
Wärmendes: herzhafte Gerichte für Wintertage
Verführerisches: ein würziger Hauch von Vanille, Ingwer und Honig
Süßes: Schokolade und Obst mit Pfiff
Säuerliches: fruchtige Zitronen, Limetten und Orangen
Luftiges: Blütenduft und Frühlingsdesserts
Extras: Dies und Das zum Mischen und ergänzen.

Alle Gerichte werden schrittweise erläutert und entsprechen einem modernen Kochstil, wie ich ihn zu schätzen weiß. Dazu gehören keine langen Garzeiten, frische, aromareiche Produkte und unkomplizierte Zubereitungsarten mit mediterranen und asiatischen Komponenten.

 Viele der Gerichte sind ideal für den kommenden Frühling und auch für den Sommer, so etwa die pikanten "Büffelmozarella-Häppchen", "Grünes Gemüse mit Arame-Algen und Sesamsalz", " Gebackener Kabeljau mit Kräutersalat", "Marinierte Meerforelle mit Buchweizennudeln", "Tintenfischsalat" oder auch "Muscheln in Sauce".

Verführerische Desserts machen neugierig. Was ist "Eton Mess" mit Rosenduft? Ein englischer Nachtisch und ein Geheimtipp für die Erdbeerzeit.

 Da ich leidenschaftlich gerne koche, werde ich morgen die "Linsen mit Koriander und Pinienkernen" zubereiten, ein Wochentagsgericht, das aufgrund seiner Zutaten fast ein wenig arabisch daherkommt. Mal sehen ob der hiesige Türke mir "Ras el Hanout" verkauft. Puy-Linsen und Bulgur habe ich immer zu Hause, nur Korianderblättchen muss ich noch beschaffen. Das ist aber kein Problem.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Grüner kochen! - Weniger Fleisch - mehr Genusss (Gebundene Ausgabe)

Die Schweizerin Juliana Neumann ist die Autorin dieses reich bebilderten Kochbuches, das sie gemeinsam mit der Österreicherin Alexandra Medwedeff auf den Weg gebracht hat. Beide Damen sind übrigens Bloggerinnen, die sich zum Thema Food in ihren Blogs ausbreiten und nun gemeinsam bereits ihr zweite Kochbuch veröffentlichen. Nicht unerwähnt möchte ich dabei lassen, dass ihr erstes Buch "Jahreszeitenküche frisch vom Markt" 2012 mit dem Gourmand Cook Book Award für das beste erste Kochbuch in Österreich ausgezeichnet wurde.

Im Vorwort erklären die beiden Damen, weshalb zukünftig weniger Fleisch und mehr Gemüse auf den Teller sollte und lassen dabei nicht unerwähnt, dass übermäßiger Fleischkonsum zu Krebs, Diabetes und Herzkrankheiten führen kann. Umweltaspekte und Überlegungen zur Verantwortungsvollen Tierhaltung bleiben auch nicht ausgespart. Die Autorinnen möchten aufgrund ihrer Überlegungen an die Essgewohnheiten ihrer Großeltern anknüpfen, wo Fleisch in unbegüterten Gesellschaftsschichten zumeist nur an Sonntagen auf den Tisch kam.

Die Kochrezepte, allesamt sehr gut gegliedert und bestens erklärt, sind in folgende Kapitel untergliedert: Kleine Köstlichkeiten Gemüse in der Hauptrolle Freitagsfisch Sonntagsbraten Süße Genüsse Anhand von appetitanregenden Fotos erhält man einen guten Eindruck von den Rezeptergebnissen. Hier kochen zwei Hobbyköche und unter diesem Gesichtspunkt bewerte ich die Rezepte. Hervorheben möchte ich die "Zucchiniquiche", eine schöne Essensbegleitung zu einem Glas Wein. Des Weiteren haben mir die "Gnocci mit Pfifferlingen" bestens gefallen und auch der "Wirsingstudel".

 Ich muss eingestehen, dass ich zunächst zwischen vier und fünf Sternen schwankte wegen einiger Gemüsegerichte und es die Fischspeisen waren, die mich dann doch zu einer Handvoll Sternen bewegten. Eine tolle Rezeptidee ist der "Zander mit Rhabarber-Ingwer-Kompott", dazu passt, dem stimme ich zu, Reis. Originell ist das Gericht "Flussbarsch mit Blättern der Roten Bete". Dass man diese Blätter essen kann, wusste ich bisher nicht.

Bei den Fleischgerichten finde ich das "Rindergeschnetzelte japanische Art" am interessantesten, bei dem Ingwer und Paprika neben dem Fleisch entscheidende Rollen spielen.

Am meisten überzeugt bei den Desserts hat mich das Rezept für "Brombeertartelettes mit 
Pistazienmarzipan".

 Empfehlenswert 
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Rezension:Warum schmecken Maulbeeren am besten nackt?: Selbstgemachte Köstlichkeiten aus Natur & Garten (Gebundene Ausgabe)

Merke: Pilze in Blätterform sind noch lange keine Knollenblätterpilze.

Dieses edle, geschmackvoll bebilderte Garten-, Koch und Lesebuch für Experimentierfreudige der Autorin Ute Woltrun wird all jene ansprechen, die kulinarisch interessiert sind, sich gerne ausgiebig mit Lebensmittel-Warenkunde befassen, Freude an raffinierten, außergewöhnlichen Rezepten haben und zudem noch ein Faible für Anekdoten, sofern diese gut erzählt sind.

Vier große Abschnitte gibt es im Buch: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Themen für den Frühling sind: Brunnenkresse, Gänseblümchen, Johanniskraut, Radieschen, Milchsauer vergären, Römischer Ampfer, Süßdolde, Gelbrote Taglilie, Tripmadam und Schwertlilie.

Was nun hat beispielsweise die "Gelbrote Taglilie" in einem Buch verloren, in dem es fast nur um Essbares geht? In China werden die Blütenknospen dieser Taglilie seit Jahrtausenden als Leckerei und Heilmittel verzehrt. Man bezeichnet sie dort als "Goldnadelgemüße" und "Vergiß-Deinen-Kummer-Kraut". Die Blätter und Stängel verspeist man in China als Gemüse.

Kulinarische Besonderheiten aus Garten und Natur versammeln sich hier nicht nur im ersten Abschnitt. Im Sommer geht es in diesem Buch um: Apfelbeere, Austernpflanze, Tulsi-Basilikum, Dill, Heidelbeere/Schwarzbeere/ Blaubeere, Indianernessel, Tee fermentieren, Knoblauch-Kaplilie, Anis Ysop, Weißkraut, Kreta-Oregano, Maulbeere, Mexikanische Minigurke, Rattenschwanzradieschen, Ringelblume, Rote Rübe/Rote Beete, Chinesischer Surenbaum und Za`tar Parsi.

Bislang wusste ich nicht, dass die Maulbeere als der Baum des Pan gilt, der der Gott des Waldes und der Natur war. Dass die Griechen diese Früchte bereits schätzten, lässt sich denken, da sie ja mittels des Baumes Pan huldigten. Offenbar schmecken die Früchte dieses Baumes am besten frisch oder etwas kühner ausgedrückt nackt ohne alles. Das jedenfalls verkündet Ute Woltron.

Sehr gute Rezepte für die Andenbeere, sprich die Phyalis warten auf den Hobbykoch, aber man lernt auch eine Gärtnerhandcreme zuzubereiten und zwar aus Ringelblumen.

Für den Herbst hält die Autorin Borlotti-Bohne, Feige, Grüner Hokkaido, Pastinake, Peruanischen Salbei, Tomatillo und Weinbergpfirsich bereit. Da meine Mutter einen Feigenbaum im Garten hat, habe ich zunächst einmal über die Feige etwas gelesen und hier auch das Rezept für "Feigensenf", der sehr gut zu bestimmten Käsesorten passt.

Nicht überlesen sollte man, dass die Pastinake eine phototoxisische Pflanze ist, deren Blattsäfte sich bei starker UVA-Einwirkung zu giftigen Substanzen zersetzen. Die Ernte von Pastinaken kann bei Sonnenlicht zu Verbrennungen 2. Grades führen. Im Idealfall werden sie bei Nebel geerntet. Bislang habe ich dieses Gemüse völlig ahnungslos auf dem Wochenmarkt gekauft und werde die Gefahren demnächst dort natürlich mit dem Bauern erörtern.

Rezepte für Weingartenpfirsiche sind einerseits der "Weingartenpfirisichgelee" andererseits der "Bellini". Das Frucht –Gelierzuckerverhältnis 1:3 findet meine Zustimmung.

Der Winter kommt mit den Themen Banane, Grünkohl, Palmkohl, Kaffirlimette, Grünem Kardamom, Kohlsprosse /Rosenkohl, Lorbeer, Essig machen und Pilzkraut daher.

Was nun ist Pilzkraut? Ein Gewächs, das ursprünglich in den Regenwäldern von Neuguineas beheimatet war, sehr schnell wächst und das Aroma guter Speisepilze hat. Allein wegen dieser Information hat sich das Buch für mich gelohnt, denn ich werde jetzt wohl Pilzkraut im Garten züchten, in der Hoffnung, dass es nach Steinpilzen schmeckt. Die Rezepte machen mich jetzt schon neugierig: "Rührei mit Pilzkraut" und "Pilzkrautnudeln"...Da bin ich aber mal sehr gespannt.

 Ein Kleinod für Kenner. 

Empfehlenswert.

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Rezension:Bärlauch & Rucola (Gebundene Ausgabe)

Der Schwerpunkt dieses Rezeptbuches liegt auf Bärlauch und Rucula, zwei aromareichen Pflanzen, mit denen es sich zu kochen lohnt. Die Rezepte und Fotos stammen von Karl Newedel, der sich gute Gerichte hat einfallen lassen, die ich im bevorstehenden Frühling gerne nachkochen werde. 

Mittlerweile dürften alle wissen, dass für den Bärlauch der knoblauchartige Geruch typisch ist. Gewiss weiß aber nicht jeder, dass er im Norden seltener vorkommt und dass das Sammeln von Bärlauch in Naturschutzgebieten und Naturdenkmälern nicht erlaubt ist. 

Rucula, das sogenannte Senfkaut, wird seit dem Mittelalter im Mittelmeergebiet angebaut, wächst aber auch in kühleren Gegenden. 

Der Autor hat sein Buch in zwei Teile untergliedert. Im ersten Teil geht es um Rezepte mit Bärlauch. Er nennt immer die Zubereitungszeit und weist auch stets darauf hin, für wie viele Personen das jeweilige Gericht angedacht ist. Die Rezepte werden alle gut nachvollziehbar schrittweise erläutert und man erhält auch stets einen visuellen Eindruck. Zudem wartet Newedel mit speziellen gerichtbezogenen Tipps auf, die man sich auf jeden Fall merken sollte.

Hervorheben möchte ich die "Bunte Gemüse-Bärlauchsuppe", die aufgrund der Reisnudeleinlage durchaus sättigend ist und ein wohlschmeckendes Alltagsgericht darstellt.

Gefallen auch hat mit das Rezept für "Dörrtomaten und Schafskäse in Olivenöl", zu dem ein Glas Rosé sehr gut passt. 

"Die Bärlauchpesto auf gebratener Dorade" werde ich bei nächster Gelegenheit zubereiten. Allerdings passt das Pesto auch recht gut zu Fleischgerichten, eignet sich zudem als leckerer Belag zu geröstetem Brot.

Bei den Rucula-Gerichten im zweiten Teil fiel mein Augenmerk zuallererst auf das "Käse-Rucula-Soufflé". Ein tolles Rezept, das kaum getoppt werden kann, außer vielleicht von der "Rühreipfanne mit Pfifferlingen und Rucola". Newedels Empfehlung Pellkartoffeln dazu zu reichen, würde ich nicht folgen, denn ich denke, dass Sylter Schwarzbrot die ideale Ergänzung ist. Doch das ist Geschmackssache

 Versuchen Sie sich vorzustellen wie "Kaninchen in Thymiansauce mit Rucola und Oliven" mundet, besonders wenn sich das Gericht mit den Aromen einem guten Glases Chianti Classico verbindet.

Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis absolut. Ein wirklich brauchbares Rezeptbuch, das ich gerne empfehle.

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Rezension:ARD-Buffet. Die schönsten Landgasthöfe (Gebundene Ausgabe)

Dieses schöne, reich bebilderte Buch bezieht sich auf die Fernsehsendung "ARD-Buffet" und stellt 60 der schönsten Landgasthöfe in Deutschland vor. Dabei werden im ersten Teil des Buches die einzelnen Landgasthäuser sehr anschaulich beschrieben und man erhält jeweils die Kontaktdaten sowie einen visuellen Eindruck und erfährt schon mal vorab, was die lukullische Spezialität des jeweiligen Hauses ist. 

Gleich zu Beginn des Buches kann man auf einer doppelseitigen Landkarte ein Bild von der geografischen Lage der beschriebenen Landkarte machen. 

Einige der beschriebenen Gasthöfe habe ich bereits besucht, darunter das "Gasthaus zur Kanne" in Deidesheim wie auch "Zum grünen Wald" in Kronberg im Taunus. Das sind Adressen, die ich auch gerne weiter empfehle. 

Weshalb ich von dem 1876 bereits gegründeten Frankfurter Ebbelwoigasthof "Zur Buchscheer" noch nichts gehört habe, ist mir ein Rätsel. Mit einem alten Frankfurter habe ich mich telefonisch, noch während des Lesens über das Rezept für die "Grüne Soße" ausgetauscht, die ein Bestandteil der Buchscheer-Spezialität ist. Wie mein Gesprächspartner mir mitteilte, enthält das Rezept eine Zutat, die den letzten Kick ausmacht, wenn man die Frankfurter Spezialität zur gepökelten Ochsenbrust reicht. Natürlich verrate ich diese Zutat an dieser Stelle nicht.

Im zweiten Teil des Buches wird man mit allen 60 Spezialitätenrezepten vertraut gemacht. Die Rezepte werden bestens erklärt und zwar im Rahmen gut nachvollziehbarer Arbeitsschritte. Den Leser erwarten gutbürgerliche Gerichte mit hervorragenden Aromen. Man erhält einen Eindruck vom Kochniveau in den einzelnen Landgasthäusern und kann zuhause schon mal prüfen, ob sich ein Besuch in einem bestimmten Landgasthaus lohnt, vorausgesetzt natürlich man hat die Grundlagen guten Kochens bereits begriffen.

Sehr gute Fisch- und Fleischgerichte erwarten den Leser. Damit Sie einen Eindruck von den vorgestellten Gerichten erhalten, nenne ich vier der vorgestellten Spezialitäten:

"Gebratener Barsch und Kohlrabi mit Waldpilzfüllung", eine interessante Komposition, die Wasser und Erde raffiniert zusammen führt.

 "Ostsee-Steinbutt mit gedämpften Krabben-Wan-Tan auf Spitzkohl", auch hier werden Kohl- mit Fischaromen verbunden und sorgen für ein gutes Geschmacksergebnis.

 "Lammroastbeef in Rosmarinessenz mit Bohnen und Grappakartoffeln". Die Idee Kartoffeln mit Grappa zu verfeinern und den Gericht eine italienische Note zu verleihen, finde ich nachahmenswert.

"Wildschweinrücken auf Wirsing-Steinpilz-Gemüse", ein tolles Rezept, das man sich vormerken sollte, wenn Gäste kommen, die Fleischgerichte lieben und dazu ein gutes Glas Burgunder zu schätzen wissen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Einfach. Gut. Bachmeier (Gebundene Ausgabe)

Ein solides Kochbuch, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis stimmt

Dieses Kochbuch enthält Rezepte des bayerischen Kochs Hans Jörg Bachmeier, der in München ein eigenes Restaurant betreibt und seit März 2012 in einer Kochsendung in Bayerischen Fernsehen zu sehen ist. Der Sternekoch Eckart Witzigmann weiß nur Gutes über ihn zu berichten und wünscht uns Lesern viel Erfolg mit dem Buch am heimischen Herd.

Untergliedert sind die Rezepte in: Vorspeisen und Salate; Suppen und Eintöpfe; Gemüse, Nudeln und Co.; Fisch u. Meeresfrüchte; Geflügel; Fleisch und Wild; Desserts.

Die Arbeitsschritte der einzelnen Rezepte sind bestens erläutert. Nicht selten erhält man einen visuellen Eindruck vom Gericht und immer wieder erteilt Bachmeier Tipps im Hinblick auf die Rezepte, z.B. wie man ein Fischfilet vollständig von den Gräten befreit.

Die Rezepte muten teilweise mediterran, teilweise auch bayerisch an. Hervorheben möchte ich die Vorspeisen "Saibling mit mariniertem Radi und Meerrettich" und "Kaninchensalat mit marinierten Artischocken", die sehr gute Beispiele für diese Rezeptgestaltung sind.

 Bei den Suppen überzeugt mich die "Knoblauchsuppe" sehr, die nur noch von der "Fischsuppe mit klarem Tomatenfond" getoppt wird, die sowohl bayrische Fische als auch Mittelmeerfische enthält.

Wer in München ein Restaurant besitzt, muss in seinem Kochbuch natürlich als bayerischer Koch ein Rezept für " Rahmpfifferlinge mit Semmelknödeln" anbieten. Das Rezept klingt wirklich vielversprechend.
Vielversprechend auch sind die Rezepte für das "Rotweinrisotto mit Quittenragout" und für "Leberwurst-Apfel-Strudel mit Apfelkren" die die Vielseitigkeit der Kochs unter Beweis stellen.

 Überzeugende Fischrezepte warten auf den Hobbykoch. Hier macht mich das Rezept "Gedämpfter Huchen mit Sherry-Mandel-Spinat" besonders neugierig. Bestimmt ausprobieren werde ich auch das "Graupenrissotto mit Forelle und Paprika-Zucchini-Vinaigrette" und "Krosser Zander mit Kohlrabisauce".

Spannend finde ich das Rezept "Coq au vin nach Eckhart Witzigmann", das mit 2 Flaschen jungem Rotwein zubereitet wird und die "Fasanenbrust mit Rosmarinfeigen", eines der besten Fasanenbrustrezepte, das ich kenne und das dokumentiert, dass andere Beilagen als Champagnerkraut auch noch möglich sind, wenn man von angemessener Begleitung spricht.

Für Fleischesser hat der Koch exzellente Gerichte kreiert. Hier möchte ich "Bistecca fiorentina" nicht unerwähnt lassen. Portwein und Radicchio machen deutlich, dass hier Italien mit im Spiel ist. Ein tolles Rezept auch ist die "Lammschulter auf Schmorgurken und Tomaten". Aber die Krönung wohl ist der "Hirschrücken mit Preiselbeeren". Hier wurde Bachmeier eindeutig von der französischen Küche inspiriert.

Das Highlight unter den Desserts ist nach meiner Meinung der "Brotpudding mit Aprikosen", ein im Grunde sehr einfaches Dessert, das aber gut schmeckt und mich an ein Dessert aus meiner Kindheit erinnert. Bei Desserts darf man ein bisschen sentimental sein, ansonsten aber nicht.

Empfehlenswert.


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Rezension: Die Landküche der Provence

In den 1990er Jahren verbrachte ich nicht selten die Zeit zwischen den Jahren in St. Paul de Vence, einem kleinen Künstlerort in der Provence. Dort wurden in dem Restaurant, in dem mein Gatte und   ich immer zu Abend speisten, genau die Gerichte angeboten, die hier im Buch nachzulesen sind. Nicht alle Rezepte waren mir bislang inhaltlich geläufig, obschon ich im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder ein Kochbuch mit Rezepten aus der Gegend gelesen und auch rezensiert habe.

„Die Landküche der Provence“ des an der hessischen Bergstraße aufgewachsenen Kochbuchautors Reinhardt Hess und der Foodfotografin und Autorin Manuela Rüther enthält gutbürgerliche Rezepte aus der Provence, die sehr gut erklärt sind und von appetitanregenden Fotos begleitet werden. In diesem Buch werden alle Küchengeheimisse gelüftet, die die bodenständigen Köche der Provence bislang lieber für sich behalten haben. 

Im Vorwort erfährt man allgemein Wissenswertes zur provenzalischen Küche.

Der dann folgende Rezeptteil ist untergliedert in:

Casse- croutes
Dèjeuners
Diners
Desserts

Den einzelnen Abschnitten sind immer wieder grundsätzliche Betrachtungen zur provenzalischen Küche zugeordnet, die man nicht ungelesen überblättern sollte.

Die frisch zubereitete „Tapenade aus Oliven und Kapern“ schmeckt natürlich ungleich besser als die industriell hergestellte Sorte, die im Supermarkt ab und an auch bei uns in Gläsern angeboten wird. Dass  sie besser schmeckt, hängt wohl mit dem frischen Thymian und dem Pastis zusammen. Sehr gut auch ist die „Olivencreme mit Paprika“. Die Paprikaschoten werden geröstet und mit vielen anderen Zutaten zu einer Creme verarbeitet.

„Nizza-Salat mit Thunfisch und Bohnen“ esse ich besonders gern. Das Rezept entspricht meinen Vorstellungen, weil Oliven ohne Stein verwendet werden. Unter den Dèjeuners-Rezepten gibt es auch eine interessante Zubereitungsart für „Ratatouille“. Hier sehe ich den eigentlichen  Kick in der Prise getrocknete Lavendelblüten. „Junges Gemüse mit Hackfleisch gefüllt“ ist von der Rezeptgestaltung her ebenfalls vielversprechend. Dieses Gericht in Verbindung mit frischem Baguette und einem himbeerfruchtigen Rosé kann man  seinen Gästen servieren, wenn man keine Lust hat, ein aufwändiges Menü auf den Tisch zu zaubern.

Das Rezept für „Muscheln in Weißweinsud“ ist sehr, sehr gut. In der Rubrik „Das ist wirklich wichtig“ , die vielen Rezepten beigegeben ist,  erfährt man sogar wie man Muscheln entbartet. Die 5 Knoblauchzehen und der Thymian in der Sud sorgen für ein feines Mittelmeeraroma.

Das Rezept „Hähnchen mit Knoblauch“ enthält -  bitte nicht erschrecken-  2 frische Knoblauchknollen. Bei den delikate Rezepte für festliche Diners fand ich u.a. „Artischocken mit Wald-Pilz-Füllung“, die zusätzlich durch luftgetrockneten,  hauchdünn geschnittenen Schinken aromatisiert werden, fand auch ein Rezept für eine „Bouillabaisse mit Chili-Knoblauch-Sauce“, das meinen Vorstellungen, was diese Marseiller Spezialität anbelangt, entspricht und auch ein exzellentes Rezept für Goldbrassen, die mit Fenchelsamen gewürzt werden.

Ein tolles Rezeptur  für „Kaninchen mit Honig“ und einr weitere für „Cote de Boeuf“ mit Schalotten wird frankophile Fleischesser begeistern, nicht zu vergessen, die „Lammkeule mit Lavendel“, zu der ein kräftiger Rotwein mundet.

 Bei den Desserts überzeugen mich die „ Feigen mit Lavendel-Sahne“ am meisten. Dieses Rezept enthält u.a. Pinienkerne, Thymian und Weißwein. Eine raffinierte Kreation. Sehr typisch für die Provence ist die „Zitronentarte mit kandierten Zitronenscheiben“, der ich allerdings die „Aprikosentarte mit Mandelcreme“ vorziehe.

Ein gelungenes Rezeptbuch, das Freunde der Provence sich nicht entgehen lassen sollten.

Empfehlenswert.

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Rezension: früchte- Schätze aus dem Garten

Die Kochbuchautorin Rose Marie Donhauser hat gemeinsam mit dem Fotografen Alexander Walter dieses schöne  Rezeptbuch auf den Weg gebracht, das in vier Abschnitte untergliedert ist.

Im ersten Abschnitt geht es darum, Früchte zu konservieren. Dabei erläutert sie zunächst, worauf man beim Einmachen und beim Einfrieren und beim Einkochen achten sollte. In den Rezepten, die dann folgen, lernt man Früchte haltbar zu machen, sowie Konfitüren und Chutneys zuzubereiten. Alle Rezepte werden schrittweise und sehr gut nachvollziehbar erklärt und immer wieder wird auf Varianten hingewiesen. Es fällt auf, dass die Rezepte außergewöhnliche Zutaten enthalten. Beispiele hierfür sind die „Stachelbeerkonfitüre mit Rosinen und Ingwer“, der „Apfelgelee mit Rosenblüten“, aber auch das „ Brombeerchutney mit Tomaten“, und die  „Getrockneten Erdbeeren“, deren Aroma tatsächlich atemberaubend ist. Ich kann dies bestätigen, weil ich besagte getrocknete Früchte schon in Wie gegessen habe. Vielversprechend auch klingt das Rezept für „ Pflaumen in Rotweinsud“, eine passende Begleitung für Wildgerichte.

Im Abschnitt „Zum Vernaschen“ wird man zunächst warenkundlich über Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren aufgeklärt, bevor man sich in köstliche Rezepte für Früchte-Drinks, „Gefüllte Zitronen“, „Gratinierte Pfirsiche auf roten Beeren“, "Pfirsich Melba“, „ Birne Helene“ etc. vertiefen kann.

Der Abschnitt „Zum Genießen wie geschaffen“ beginnt mit warenkundlichen Erläuterungen zu Äpfeln, Aprikosen, Birnen, Kirschen, Pfirsichen und Zwetschgen. Daran schließen sich erneut leckere Rezepte an. Diesmal u.a. für „Erdbeergrütze mit Eierlikörparfait“ oder auch für „ Mille- Feuilles mit Schokoladensahne u. Beeren“, wobei die Sahne mit weißer Schokolade angereichert wird. Ein sehr gutes Rezept für „Mandelkuchen mit Aprikosen“ wartet auf den Leser und Hobbykoch und im letzten Abschnitt dann zunächst die warenkundliche Erläuterung der Exoten unter den heimischen Früchten, wie etwa Taybeeren, Longanbeeren Jostabeeren etc. Eine „Biskuitrolle mit Erdbeersahne“ habe ich als Teenager mal zubereitet und die Zubereitungsergebnisse erfolgreich verdrängt. Bevor ich mich erneut mit dieser Rolle befasse, werde ich wohl eher eine „Geeiste Charlotte mit Pflaumen“ zubereiten. Das Rezept hat mich überzeugt.

Ein wirklich gelungenes Rezeptbuch, bei dem verwöhnte Süßmäulchen in Verzückung geraten.

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Rezension:Indische Gewürzküche: Die neue leichte Art (Gebundene Ausgabe)

Jeeti Gandhi wartet in diesem Rezeptbuch mit mehr als 80 leichten und bekömmlichen Gerichten der indischen Küche auf. Die vielen appetitanregenden Fotos stammen von Dirk Pieters.

In der Einleitung wird man u.a. über regionale und kulturelle Unterschiede in der indischen Küche informiert und erfährt auch wie man indische Speisen serviert und isst. Zur Sprache gebracht werden zudem nützliche Tipps, die das Kochen der Speisen leichter machen. Dann erste folgt der Rezeptteil, untergliedert in:
Snacks und Vorspeisen 
Tandoori-Gerichte
Fisch und Meeresfrüchte 
Huhn und Lamm 
Vegetarische Gerichte 
Joghurt und Gemüse 
Reisgerichte 
Fladenbrot 
Süßspeisen und Getränke
Grundrezepte 
Kräuter und Gewürze

Die einzelnen Rezepte werden sehr gut erläutert. Im Vorfeld zu den jeweiligen Kapiteln erfährt man immer allgemein Wissenswertes zu dem, was dann kommt. Mich überzeugen die Fisch- und Meeresfrüchtegerichte im Buch am meisten und hier beispielsweise "Samundri Khazana", Meeresfrüchte in Mandelsauce, die keineswegs durch die intensive Würzung erschlagen werden, was ich ursprünglich dachte.

Sehr gute vegetarische Speisen dokumentieren, was man unter einer ausgewogener Kost zu verstehen hat. Da ich Tofu nicht mag, habe ich diese Rezepte überblättert und mich mit den Rezepten für Hülsenfrüchte befasst.

Delikat ist "Sabat Massor", das in Begleitung von Naturjohurt nicht uninteressant schmeckt. Empfehlenswert auch sind die Gemüsebeilagen, so etwa "Kachoomer Raita". Das sind verschiedene Gemüse in Joghurt.

Leckere Chutney-Rezepte beenden den Reigen, dem die aufschlussreiche Erläuterung von typischen Gewürzen und Kräutern folgen. Ein Kochbuch, das ich all jenen gerne weiterempfehle, die am heimischen Herd gerne mit fremden Gewürzen hantieren und vor gewagten Gewürzkompositionen nicht zurückschrecken. 

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Rezension:Köstliches von Waldbäumen: Bestimmen, sammeln und zubereiten (Broschiert)

Dr. Markus Strauß beschäftigt sich in diesem Buch mit den Früchten unserer einheimischen Bäume und listet zunächst die Nährstoffgehalte verschiedener Waldbaumfrüchte auf.

In der Folge dann porträtiert er: Birke, Buche, Eiche, Esskastanie, Fichte/Nadelbäume, Robinie, Sommerlinde, Spitzahorn, Vogelkirsche und Walnuss.

Im Zuge der einzelnen Baumporträts erfährt man stets Wissenswertes über Wuchs und Aussehen, Vorkommen, über charakteristische Inhaltsstoffe und Heilwirkungen, erhält zudem immer auch Sammlertipps und lernt die verwendeten Pflanzenteile, deren Erntezeit kennen und erhält zudem Rezepte für die Zubereitung dieser Baumfrüchte.

Staunen musste ich über den Reichtum an Inhaltsstoffen und die Heilwirkungen, die unsere Urgroßmütter, sofern sie auf dem Land gelebt haben, sicher noch gekannt haben.

Die jungen Triebe der Fichte, beispielsweise, enthalten Vitamin C, Zucker und Gerbstoffe, jedoch noch wenig ätherisches Öl, (vgl.: S.42). Aus diesen Fichtenspitzen kann man ein wohlschmeckendes Gemüse zubereiten und der Nadelbaumsamen, der einen Ölgehalt von 35% aufweist, eignet sich als Pinienkernersatz.

Dass Lindenblühtentee bei Erkältungen zum Einsatz kommt, wird der ein oder andere schon gehört haben, aber dass man aus Lindenblätter einen Salat zubereiten kann, wohl eher nicht. Berichtet wird u.a. auch über Lindenblütenbäder und Lindenöl, über Ahornkapern u.a. mehr. Das Wissen, dass man aus 10 Pfund Eicheln 7 Pfund Eichelmehl herstellen kann, hat in Kriegszeiten vergangener Jahrhunderte so manchen vorm Hungertod gerettet.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Waffeln: Süße und pikante Rezepte für jede Gelegenheit (Gebundene Ausgabe)

Wenn ich meine Mutter besuche, bereitet sie mir immer mal wieder Waffeln zu. Diese Leckerei habe ich als Kind schon gemocht.  Das reich bebilderte Backbuch von Tara Duggan werde ich ihr morgen schenken, damit sie neue Waffelrezepte ausprobieren kann.

Untergliedert sind diese Rezepte in die Kapitel:
Frühstück und Brunch
Lunch und Abendessen
Desserts
Grundrezepte
Im Vorfeld erfährt man Wissenswertes über Waffeln im Allgemeinen. Dabei wird hervorgehoben, dass für die Rezepte im Buch in erste Linie einfache Zubereitungsarten verwendet werden. Näher erläutert werden die wichtigsten Zutaten und man erfährt im Rahmen einer kleinen Waffelkunde, dass diese Köstlichkeit schon im Altertum zubereitet wurde und dass die "Belgischen Waffeln" eine Besonderheit darstellen. Ausführlich wird man mit der Küchenausstattung vertraut gemacht, erfährt Näheres zu Standard-Waffeleisen und Spezialwaffeleisen, bevor man in 10 Schritten exakt erklärt bekommt wie die Zubereitung von Waffeln gelingt.

Die Seite mit den Tricks und Tipps sollte man nicht ungelesen überblättern. Dann erst sollte man sich mit den 40 unterschiedlichen Waffelrezepten zu befassen.

 Gleich zu Beginn liest man, dass bei Rezepten für "Belgische Waffeln" das Eiklar separat steif geschlagen wird. Auf diese Weise werden die Waffeln knuspriger und luftiger. Verfeinert werden sie mit echter Vanille, und sie werden mit Erdbeeren und Schlagsahne garniert. Alle Rezepte werden sehr gut erklärt. Zu meinen Favoriten zählen die "Kartoffelwaffeln mit Apfelmus", die "Buchweizen-Waffeln mit Räucherlachs und Dill-Schmand" und die "Vollkorn-Blaubeer-Waffeln". Die Zutaten entsprechen meinen Vorstellungen von gesunder Ernährung. 

Morgen werde ich mit meiner Mutter "Mehrkornwaffeln mit Avocado und Tomaten-Mandel-Pesto" backen. Darauf freue ich mich jetzt schon. Das Teigrezept steht auf den letzten Seiten in der Rubrik Grundrezepte. Dabei sorgt das Buchweizenmehl für eine nussige Geschmacksnote, die vermutlich den Geschmack des
Tomaten-Mandel-Pesto unterstreichen wird.

Empfehlenswert.

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