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Rezension: Bistro mon Amour- Anna & Christoph Heinrich

Als Frankreichliebhaberin kommt mir dieses wundervolle Buch von Anna & Christoph Heinrich sehr entgegen. Die beiden betreiben das Bistros BEAULIEU in Wien. Im vorliegenden Buch präsentieren sie Rezepte aus ihrer Bistroküche. Diese Rezepte stammen von  Sylvain Maudet, dem Chef de Cuisine des Bistros. Die vielen appetitanregenden Fotos und jene, die einen guten Eindruck vom Ambiente des Lokals vermitteln,   hat die Fotografin Rita Newman realisiert. 

In der Einleitung schreibt Severin Corti zunächst allgemein Wissenswertes zum französischen Bistro, dann geht es zur Sache. Dabei sind die Rezepte in nachstehende Abschnitte untergliedert: 

Les Salades & Les Sandwichs
Les Quiches& Les Galettes.
Les Entrées & Les Soupes
Les Plats
Les Desserts & Les Fromage

Die Rezepte im Buch werden schrittweise und dabei sehr gut erläutert. Zu jedem vorgestellten Gericht gibt es eine Weinempfehlung von Christoph Heinrich, der von Beruf Sommelier ist. Neben den verlockenden französischen Bistro-Rezepten findet man zudem warenkundliche Beiträge, so etwa über Ziegenkäse, auch über Nizza-Oliven, Puy- Linsen, Dijonsenf, Brie, Bergkäse, Galettes, Austern, Blauschimmelkäse, Bouillabaisse, Coq au vin u.a mehr.

Begeistert bin ich von den schönen Bisto-Rezepten, so etwa für Baguettes. Besonders gefällt mir hier  das Rezept für "Casse-Croûte du Berger" (Baguette aus dem Backofen mit Ziegenkäse und Rohschinken), das durch die getrockneten Tomaten den letzten Kick erhält. 

Sehr gute Toastrezepte und noch bessere zu Quiche warten auf den Leser und Hobbykoch, aber auch ein exzellentes Rezept für Weinbergschnecken in Knoblauch-Kräuter-Butter. Sehr gut auch ist das Jakobsmuschel-Lachs-Tartarerezept mit Dill, zu dem ein Glas Sancerre vortrefflich mundet. 

Lobenswert finde ich das Rezept für Zwiebelsuppe, aber auch jenes für Kartoffelgratin.  Eine tolle Weinempfehlung zur Bouillabaisse fällt mir sofort ins Auge. Das Rezept für die Fisch-Suppe lässt nichts zu Wünschen übrig. Zum Niederknien gut auch ist das Rezept "Bouchet-Miesmuscheln im Weißweinsud". Dazu der vorgestellte Muscadet sur lie und man ist im Himmel. Es führt zu weit alle Fischgerichte zu benennen. Exzellent sind die Rezepte allesamt. 

Wunderbar auch die Rezepte für "Baskisches Huhn" und für den "Hahn in Burgundersauce"  auch für das "Boeuf bourguignon" und das "Schweinefilet in Dijonsenfsauce" und das "Lammragout nach Art der Provence". All die genannten Rezepte und die nicht genannten aus dem Buch sind von der Würzung her sehr gut angelegt. Die Zutaten sorgen für ein perfektes Geschmackserlebnis. Das gilt auch für die vorzüglichen Desserts, nicht zuletzt für die "Tarte Tatin mit Blätterteig" zubereitet, aber auch für den offerierten Käse. 

Ein tolles Buch, das dazu einlädt,  nach Wien zu reisen und vor Ort all die köstlichen Speisen zu genießen oder aber zuhause die französischen Wochen einzuläuten. 

Empfehlenswert.

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Rezension:100 Rezepte aus meinem Garten (Gebundene Ausgabe)

Die Foodfotografin Barbara Bonisolli stellt in diesem reich bebilderten Koch- und Gartenbuch 100 Rezepte vor, die Produkte aus ihrem Garten enthalten. Ihre Rezepte sind in die vier Jahreszeiten untergliedert. Neben appetitanregenden Fotos der Rezeptergebnisse wartet die Fotografin mit vielen schönen Bildern ihres Gartens auf, in die man sich auch des fotografischen Könnens wegen gerne vertieft.

 Den jahreszeitlich untergliederten Rezepte sind stets gute Informationen zu bestimmten Gemüsesorten, Salaten, Kräutern und Früchten vorangestellt. Zudem gibt es vier interessant zu lesende Specials, als da sind: Bienen, Pasta, Hühner und Brot und es werden 12 Sonderthemen "Garten" vorgestellt, auch diese sind den verschiedenen Jahreszeiten zugeordnet.

 Die Rezepte sind bestens erläutert. Dabei zeigen die Zutaten für die Gerichte und die Rezepturen, dass hier eine fähige Hobbyköchin am Werk ist.

Jetzt für den bevorstehenden Frühling stellt die Autorin Rezepte wie etwa "Kohlrabipflanzerl" , "Spinatpizza mit Frühlingszwiebeln und Ricotta" oder ein "Brennesselrisotto mit gratiniertem Ziegenkäse und Bärlauchblüten" vor. Auch delikate Dessert werden präsentiert, natürlich ebenfalls den Jahreszeiten entsprechend.

 Die Bilderwelten der Fotografin schenken viel Freude und motivieren dazu, das ein oder andere Gericht sogleich auszuprobieren. Das Sommergericht "Kräuterpfannkuchen mit Avocado und Rucola", lässt sich jetzt schon zubereiten, ebenfalls wohl auch der "Fenchelsalat mit Orangen und Pinienkernen". Sehr raffiniert in der Zubereitung. Lecker im Geschmacksergebnis. Lobend erwähnen möchte ich die "Pasta mit Riesengarnelen und Fenchel". Den letzten Kick erhält diese Speise durch die Rosinen. Interessant auch ist das Rezept für "Brotsalat mit gegrillten Zucchini" und das Herbstgericht "Apfel-Sellerie-Salat mit Haselnusskrokant", eine gelungene Variation des Walldorf-Salats.

Bemerkenswerte Fleischgerichte, wie etwa "Rehragout mit Quitten und Haselnussspätzle“ oder "Wirsingrouladen mit Reis-Hackfleisch-Füllung" lohnt es ebenso zuzubereiten wie die "Maispuffer mit Kräutercreme".

 Ein gelungenes Koch- und Gartenbuch zugleich, das ich gerne weiterempfehle.

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Rezension: Die Marquise bittet zu Tisch. Tafelfreuden auf französischen Schlössern

Durch die Aufklärung wurde Kochen salonfähig

Tafelkultur und Tafelfreuden wie man Sie einst bei Tisch in französischen Schlössern schätzte, sind die Themen dieses Buches der französischen Aristokratin Bettina de Cosnac.

Zehn Schlösser werden in diesem Zusammenhang vorgestellt. Dabei versteht sich das Buch als eine kulinarische Reise an die Tafeln französischer Adeliger.

Zunächst erfährt man Wissenswertes über die Tafelkunst am Hofe des Sonnenkönigs, der übrigens Wert auf heimische Produkte legte. Erst im 18. Jahrhundert wurde die Küche salonfähig. Von da an wurden Rezepte wie Galanterien ausgetauscht.

Man liest von Frankreichs erster Porzellanmanufaktur, die zunächst im Chateau de Vincennes eingerichtet und 1756 nach Sèvre verlegt wurde. Rokokomaler wie Boucher und Watteau inspirierten das Dekor. Im 18 Jahrhundert kam es zu einer Verkleinerung der Adelstafel, zudem wurden spezielle Speisezimmer in Schlössen eingeführt. Durch die französische Revolution wurde das 19. Jahrhundert das Jahrhundert der Küchenchefs. Die französische Adelstafel wurde nun identitätsstiftend für die gesamte Nation. Wie sich dies gestaltete und wie die Tafelrunden sich im 20 Jahrhundert fortsetze, wird bestens erklärt. Dann erhält man einen Blick in die Schlösser, erfährt historisch Wissenswertes und darf sich einiger authentischer Rezepte erfreuen.

 Es führt zu weit, auf die einzelnen Schlösser und die dortigen Gepflogenheiten näher einzugehen. Lesenswert ist es allemal. So erfährt man beispielsweise von der Politisierung der Tafel, von königlichen Besuchern und opulenten Vergnügen, auch von der hohen Schule des Tischgesprächs und vielem anderen mehr.

Es wird nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass intelligente Tischgespräche und der Beweis guter Manieren mehr als eine das Mahl abgerundete Beigabe verkörpern. Daran hat sich seit den Tafelfreuden auf französischen Schlössern vergangener Jahrhunderte nichts geändert.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Das Paris-Kochbuch: Kulinarische Weltreise durch die Quartiere (Gebundene Ausgabe)

Wissen Sie woraus sich "Ficelle Gourmande", das typische Pariser Gourmet-Baguette zusammensetzt?

Dieses Paris-Kochbuch von Danyel Couet mit zauberhaften Fotos von David Loftus trägt den Untertitel "Kulinarische Weltreise durch die Quartiere" und nimmt seinen Anfang im afrikanischen Viertel "La Goutte d `Or", das kurz und dabei sehr gut skizziert wird, ähnlich wie die dann folgenden Viertel. Man erhält von allen Quartieren einen visuellen Eindruck analog zu verschiedenen Rezeptergebnissen. Die Rezepte werden bestens erläutert und zwar gut nachvollziehbar, schrittweise.

Vorgestellt wird das afrikanische, das arabische, das jüdische, das griechische, das indische und das asiatische Viertel. Nicht alle Viertel waren mir bislang unter lukullischen Gesichtspunkten bekannt, wohl aber Le Marais, sprich das jüdische und natürlich auch Saint Michel, das griechische Viertel. Alle Quartiere werden unter besagten kulinarischen Gesichtspunkten gut und kurzweilig beleuchtet.

Neben der Betrachtung der genannten Viertel plus entsprechender Rezepte, warten noch zwei weitere Kapitel darauf, gelesen zu werden. Bei diesen beiden Kapiteln handelt es sich um:

Le bistros de Paris-In den Bistros
Au marché-Auf den Märkten und den Straßen

Wer französische Speisen bevorzugt, findet hier alles, was sein Gaumen begehrt. Es sind Traditionsgerichte aus der gutbürgerlichen Küche aus allen Regionen Frankreichs, die hier vorgestellt werden. Beispiele: "Coquilles St. -Jacques Gratinées", "Bouillabaisse" oder auch "Boeuf Bourguignon"

Mir gefällt die Vielfalt der Speisen in diesem Kochbuch, weil sie eine Lebensrealität in Paris spiegelt und miteinander korrespondiert, bzw. sich befruchtet. Beispiel: "Poulpe à la Lavande", ein Rezept aus dem griechischen Viertel, das südfranzösischen Lavendel enthält oder auch ein indisches "Chutney á la Mague", das mit Cidre-Essig aus der Normandie zubereitet wird.

Ein schönes Werk, bereichernd der Spezial-Infos von Paris wegen, aber auch aufgrund der raffinierten Rezepte und der vielen Bilder.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Süßes Paris: Verliebt in französische Patisserie und Desserts (Gebundene Ausgabe)

Für alle, die Paris lieben und ein Faible für französische Patisserie und Desserts haben, ist dieses reich bebilderte Buch mit 23 Rezepten für süße Leckereien und Empfehlungen, die zum Schlendern und Schlemmen einladen, eine wirkliche Fundgrube.

Michael Paul klärt zunächst darüber auf, weshalb Paris zu Recht als Welthauptstadt der Schokolade gilt und erläutert woraus hochwertige Schokolade grundsätzlich besteht. Die besten Bohnen sollen übrigens aus Venezuela, Peru, Costa Rica, Madagaskar und Bolivien kommen. In Paris lebt der Chocolatier Patrick Roger. Seine Tafeln werden aus den besten Kakaosorten der Welt kreiert.

Der Leser erfährt Wissenswertes über Pralinen. Die Geschmackskombinationen von Pierre Hermé gelten als besonders fein. Hermé ist übrigens einer der kreativsten Konditoren von Paris. Die Presse nennt ihn den "Picasso unter den Konditoren". Um eine Vorstellung von dem zu bekommen, was in Paris auf Naschkatzen in dieser Beziehung wartet, kann man ein Rezept für Schokoladentrüffel zuhause ausprobieren und mit diversen Aromen variieren.

Über Macarons berichtet der Autor auch. Erfunden wurden diese angeblich in einem Kloster. Hauptumsatzträger ist heute Ladurée, über dieses Traditionsunternehmen habe ich kürzlich erst ein Buch gelesen und eine Rezension verfasst. Ein Rezept für Mokka-Macarons ist in Michael Pauls Werk nachzulesen. Das Rezept ist gut erklärt und einfach zuzubereiten. Ideal zu einer Tasse Cappuccino.

Berichtet wird u.a. über Meringuis, einst gefüllt mit Schlagsahne, gibt es heue viele Variationen. Das präsentierte Rezept lockt mit einer Himbeercreme-Füllung.

Zu den Köstlichkeiten, die man aus den Patisserie und dem Salon de thé kennt, zählen natürlich die "Eclairs". Wie man Schokoladen-Eclairs zubereitet, wird durch ein beigefügtes Rezept vermittelt. Man erfährt Näheres über die Geschichte von "Millefeuilles", einem fragilen Aufbau aus drei Schichten Blätterteig und dazwischen zwei dicke Schichten "Crème pâtissière" mit Vanille Aroma, des Weiteren die Geschichte von "Gâteau de l` Opéra", "Baba au rhum", von dem Blätterteiggebäck "Paris-Brest" und u.a. dem Dessert "Mont Blanc", das sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Ein Rezept für heiße Schokolade lernt man kennen, bevor man mehr über die "Tarte aux fraise" lesen kann, nicht zuletzt auch, wo es die besten in ganz Paris gibt. Ein sehr gutes Rezept macht es möglich, dass man diese Torte auch zuhause zubereiten kann, ferner wartet eine "Tarte au Citron" darauf, am heimischen Herd kreiert zu werden.

Es geht weiter mit den historischen Hintergründen von "Croissants", sowie "Madeleines" und man darf sich auch hier über Rezepte freuen, bevor man in ein Apfelbackwarenparadies geführt wird, mit sehr guten Rezepten, nicht zuletzt für "Chaussons aux Pommes" und für die berühmte "Tarte Tatin".

Auch über delikate Eiscreme erfährt man Wissenswertes und kann sich immer wieder wundervolle, visuelle Eindrücke von Paris verschaffen. Zudem erhält man die besten Adressen für Chocolatiers, Patisserien, Confiseries und Salons de thé der Stadt.

Ein wunderschönes Buch, an dem man lange Freude hat.

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Rezension:ROH: Fisch, Fleisch, Gemüse: Der pure Genuss: Purer Genuss! (GU Themenkochbuch) (Gebundene Ausgabe)

Dass in Rohkost bei Weiten mehr Vitamine und andere gesundheitsfördernde Stoffe stecken als in gekochten Produkten dürfte sich bereits herumgesprochen haben. Gabriele Gugetzer stellt in ihrem reich bebilderten Rezeptbuch Gerichte mit rohem Fleisch, Fisch und Gemüse vor und beschreibt zunächst das Handwerkszeug, das für die Gerichte notwendig ist. Sie erläutert auch die traditionellen Techniken fürs "Garen" ohne Hitze und geht hier näher aufs Trocknen, Kalträuchern, Einsalzen & Pökeln sowie Marinieren und Beizen ein.

Der dann folgende Rezeptteil ist untergliedert in: 
Salate 
Suppen&amp Smoothies 
Carpaccio,Ceviche& 
Tatar Fingerfood 
Süßes 

In jedem Kapitel gibt es kleine Extras. Im Abschnitt für Salate sind es angehauchte Dressings und würzige Pickels, aber auch Rohkost auf feine englische Art eingebunden. Die einzelnen Rezepte werden sehr gut und schrittweise erläutert. Zudem gibt es stets warenkundliche Infos und Zusatztipps.

Besonders lobend erwähnen möchte ich bei den Salaten den "Avocado-Grapefruit-Salat mit Basilikum", eine gelungene Vorspeise, ganz ähnlich wie der "Waldorfsalat", der sich aufgrund der Abwandlung mittels Staudensellerie und Weintrauben dem Zeitgeist angepasst hat.

Bei den Suppen und Smoothies gefallen mir die Sommersuppen, sprich die "Gazpachos" sehr gut, auch die kalten Suppen mit Gurken lohnt es auszuprobieren. Sehr aufmerksam habe ich mich mit dem Abschnitt "Carpaccio, Civiche & Tatar" befasst. Delikat und dabei vegetarisch ist das "Pilzcarpaccio mit Haselnüssen" . Bei dem Rezept für das klassische Carpaccio gefällt mir die Wildkräuterdekoration sehr gut, allerdings bin ich vom "Lammcarpaccio mit Salsa Verde" noch ein wenig mehr angetan, weil die Kräutermischung pikanter ist.

Was "Ceviche" ist wusste ich bereits, weil ich bei einer in Deutschland lebenden Peruanerin vor langer Zeit das Original gegessen habe. Das Fischfilet wird mit Limetten und Orangensaft mariniert und erhält durch die später hinzugefügten Zutaten wie etwa Korianderblättchen und Chili eine exzellente Geschmacksabstimmung. Im Buch lernt man tolle Rezepte für weitere Fisch -Ceviche kennen, die ich alle ausprobieren werde. Getestet habe ich u.a. bereits das "Lachs-Ceviche auf Fenchelscheiben mit Zitrusdreierlei". Durch Grapefruit, Blutorangen und Limetten ist das Aroma wahrlich perfekt. Grapefruit und Lachs sind ohnehin ein ideales Paar

Sehr feine Tatarrezepte, nicht zuletzt von Thunfisch und Lachs aber auch vom Rind überzeugen mich, weil ich solche gutgewürzten Speisen im Rahmen eines sonntäglichen Brunchs schätze.

 Fingerfood ist natürlich ideal für Stehpartys. Auch hier werden gute Rezepte angeboten. Lecker sind die "Gefüllten Zucchinisschiffchen", aber auch die "Röllchen mit zweierlei Lachs".

Köstlich sind die sehr gut zusammengestellte Rezeptur für "Guacamole", aber auch die "Tomatensalsa" und sie "Salsa Verde". Bestens als Dipp geeignet, aber auch als Begleiter für Fisch oder Fleisch.

Sehr gute Desserts, mit frischen Früchten runden das Rezeptbuch ab, das auch immer wieder mit Reportagen aufwartet, die Ideen von Profikochen wie Daniel Schmidtthaler, Josie Franke, Andrea Klitsch und Holger Zurbrüggen zum Thema haben. Durchaus inspirierend für den Leser.

Zum Schluss kann man sich in ein Glossar über die Rohzutaten vertiefen und auch über feine Extras, mittels denen man die Klassiker perfekt zu würzen vermag.

Ein gelungenes Buch, das ich in diesem Jahr sicher oft in die Hand nehmen werde, speziell um in der warmen Jahreszeit etwas Raffiniertes daraus zuzubereiten.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension:300 Gramm Glück - Kleine Torten zum Verlieben (Gebundene Ausgabe)

Dies ist das zweite Buch zum Thema "Kleine Törtchen", das ich rezensiere. Renate Gruber ist die Autorin von "300 Gramm Glück". Die zauberhaften Fotos stammen von Harald Eisenberger. Die Törtchen in diesem Buch bestechen durch ihr ausnehmend schönes und dabei kreatives Deko und machen diese Köstlichkeiten zum Highlight bei einem festlichen Menü.

Untergliedert ist das Backbuch in die Rubriken Dekorieren Torten Kuchenteige Cremes Dekorelemente In der ersten Rubrik lernt man Techniken kennen, um Dekorationselemente herzustellen oder auch um Törtchen zu gestalten. Anschließend werden Törtchenrezepte vorgestellt und diese ausführlich beschrieben. Anhand von Fotos kann man sich Eindrücke verschaffen, wie die Rezeptergebnisse ausschauen.

Sieht man sich die Rezeptergebnisse an, stellt man schnell fest, dass die kleinen Törtchen fast zu schön sind, um gegessen zu werden.

Für die momentane Jahreszeit wäre das Törtchen namens "Pingu" wohl am geeignetsten. Dabei handelt es sich um ein Törtchen, das ausschaut wie ein Iglu. Auf diesem sitzen dann zwei Pinguine. Wie dies alles kreiert wird, wird schrittweise erläutert. Die Herstellung der Kuchenteige und der verschiedenen wird bestens erklärt. Besonders delikat finde ich die Brombeerquarkbreme. Für alle Gelegenheiten findet man schöne Törtchenkreationen mit delikatem Inhalt. Zu Schluss werden eine Menge Fragen beantwortet, die sich dem interessierten Leser stellen könnten, vor allem bei der Zubereitung des Fondants. Am meisten haben mich optisch und inhaltlich die Törtchen "Gräfin Sophia" überzeugt. Es sind Früchte-Baiser-Türmchen. Absolute Hingucker. Damit können Sie jeden Naschkater verführen, meine Damen. 

Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Cocina mexicana: Die wunderbaren Rezepte meiner Großmutter (Gebundene Ausgabe)

Mal wieder ein neues Kochbuch...und immer noch keine Langeweile.

Die Autorin Daniella Germain stellt die mexikanischen Rezepte ihrer Großmutter vor. Einige alte Fotos und viele hübsche Illustrationen wurden zur Gestaltung dieses Kochbuchs benutzt, das meine Neugierde deshalb weckte, weil ich vor Jahrzehnten eine Studienreise mit einigen Mitstudenten und unserem argentinischen Politologie-Professor nach Mexiko unternahm und jetzt Lust verspürte, Informationen zu der mexikanischen Kochkunst aufzufrischen.

Zunächst werden Grundlagen im Hinblick auf die mexikanische Küche zur Sprache gebracht und hier zunächst Küchengeräte, die uns fremd sind, vorgestellt, so etwa der "Molinillo", ein hölzerner, geschnitzter Rührstock zum Umrühren von heißer Schokolade oder die Tortilla-Presse, die man übers Internet problemlos beziehen kann. Mexikanische Kräuter und Gewürze werden vorgestellt, darunter auch Hibiskusblüten, die man u.a. für Marinaden verwenden kann, zudem "Achiote" , das ist der dunkelrote Samen der Annattopflanze, ebenfalls für Marinaden geeignet, des Weiteren diverse Chilisorten und auch entsprechendes –pulver.

Der Rezeptteil beginnt mit Grundrezepten. Darunter sehr gut Salsa-Rezepte, anschließend Salate, Dips und Beilagen. Sehr gut sind die Rezepte für "Ensalada de agnacates" und für "Ensalada mexicana", beide mittels Chili scharf gemacht.

Ein Rezept für eine guten Avocadodip, genannt "Guacamole" wartet ebenso auf den Hobbykoch, wie auch verschiedene Maisgebäcksorten, so etwa "Tortillas" und "Enchiladas" mit entsprechender Füllung und zudem sehr gute Eiergerichte sowie Speisen mit Rind- oder Lammfleisch. Erwähnen möchte ich "Empanadas de Carne", ein ideales Gericht zu Gartenparty, die gefüllten Chilischoten, in denen Pekannüsse eine Rolle spielen, wunderbare Gerichte mit Huhn und Pute und exzellente Fischgerichte, in denen stets typisch mexikanische Würzungen bevorzugt werden.

Ich habe einige mexikanischen Fischgerichte in der Vergangenheit immer mal wieder zubereitet, nun aber interessante neue Rezepte, nicht zuletzt für Pulpo gefunden, die mich sehr ansprechen.

Bei den Nachspeisen finde ich das Rezept für den Karamellflan mit Rohrzucker am besten und bei den Getränken die "Sangria mexicana". Eine tolle Fruchtkombination von teilweise exotischen Früchten mit Rotwein und Limonade.

Ein gelungenes Kochbuch für alle, die gerne eine gewisse pikant-scharfe Würzung bevorzugen.

Empfehlenswert.

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Rezension: 1 Salat - 50 Dressings: Würzig, cremig, herrlich frisch: (GU Küchenratgeber Relaunch ab 2013)

In diesem Küchenratgeber von Tanja Dusy werden 50 delikate Salat-Dressings und Vinaigrettes vorgestellt. Im aufklappbaren vorderen Buchdeckel lernt man diverse Toppings kennen und erhält kurze Infos wie man diese zubereitet. Die Rede ist hier von Knoblauchcroûtons, Knusperkernen etc. Es folgen u.a. Erläuterungen zu verschiedenen Salatsorten, auch zu Kräutern, zudem wird mit einem lobenswerten Essig- Öl –Guide aufgewartet. Dann beginnt der Rezeptteil.

Zunächst wird eine Vielzahl delikater Vinaigrettes vorgestellt und zwar teilweise mit einem entsprechenden Salatrezept. Hervorheben möchte ich die "Fenchelvinaigrette", die nicht zuletzt zu gegrilltem Fisch und im Meeresfrüchtesalat gut mundet. Die "Radieschenvinaigrette" finde ich zu Kopfsalat am besten und die "Tomatenvinaigrette" ist der perfekte Begleiter für Mozzarella. Ausprobiert habe ich heute die "Blutorangenvinaigrette" und zwar zu Feldsalat wie empfohlen. Durch die grünen Pfefferkörner und den Sherry-Essig schmeckt diese Vinaigrette ausgesprochen delikat.

Im Gegensatz zu Vinaigrettes, die mit Öl und Essig oder aber Zitrone zubereitet werden, verwendet man an cremige Dressings, Joghurt, Sahne oder Frischkäse. Vorgestellt wird u.a. z.B. für Endiviensalat "Roquefortdressing". Hier spielen Walnusskerne eine Rolle. Einige Dressings eignen sich hervorragend zu Gurkensalat. So etwa die "Zitronen-Sahne-Dressing" und die "Buttermilchdressing", jeweils mit verschiedenen Kräutern angereichert.

Man lernt u.a. auch ungewöhnliche und exotische Dressings zuzubereiten. Sehr gut finde ich hier das Rezept für "Schwedische Honig-Senf Dressing" zu Graved Lachs. Exzellent auch ist das Rezept für die Thai-Dessing, die man an einen Hähnchensalat geben kann. Die Thunfischsauce für "Vitello tonnato" kann man nicht besser machen, speziell wenn man die Mayonnaise dazu selbst zubereitet.

Drei süße Dressings werden auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels vorgestellt. Wer Apfelstrudel mag, findet hier das perfekte Saucenrezept dazu.

Die Rezept wurden von GU dreifach geprüft. Als Beigabe zum Buch gib es einen kostenlosen App zum Sammeln Ihrer Lieblingsrezepte.

Das Buch ist handlich und insofern gut in der Küche einsetzbar. Wer Salate mit immer neuen Geschmacksnoten schätzt, findet hier alles, was für eine abwechslungsreiche Zubereitung notwendig ist.

Empfehlenswert.

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Rezension: Alles Gemüse- Genussvolle Desserts mit Gemüse

Diesem Rezeptbuch konnte ich etwas Außergewöhnliches entnehmen: Desserts mit Gemüse. Solche Kreationen gibt es nicht sehr oft in Kochbüchern.

Die Französin Julie Andrieu wartet mit 30 Rezepten für Gemüse-Nachspeisen auf, die sie in die Rubriken:
Leicht und Luftig
Knackig und Knusprig
Stärkend und Belebend
untergliedert.

Sie begründet im Vorwort ihre Experimentierfreude mit Gemüse als Zutat für Dessert u.a. damit, dass der hohe Wassergehalt beispielsweise Gebäck saftig macht und ganz neue, unwiderstehliche Geschmackserlebnisse auf den Weg gebracht werden können.

Die Desserts werden alle visualisiert. Mitgeteilt wird stets für wie viele Personen ein Rezept gedacht ist, auch wie lange die Zubereitungs- und Backzeit andauert. Die Rezeptbeschreibungen sind gut und ausführlich.

Für Hobbyköche, die Neuem, Außergewöhnlichem und Raffiniertem gegenüber aufgeschlossen sind, ist das Buch eine wahre Fundgrube. Ich finde die Rezepte besonders interessant für Drei-Gänge-Menüs, in denen ein bestimmtes Gemüse dann in allen drei Gängen vorkommen kann. Fenchel ist in dieser Beziehung am geeignetsten.

Hervorheben möchte ich die Rezepte für "Karamellisierter Fenchel mit Cassata-Eis", "Avocado-Ingwer-Parfait" und den "Karottenkuchen im Wasserbad mit Walnüssen". Nicht jedes Gemüse eignet sich natürlich für solche Experimente. Erbsen sind eher dazu da, um auszutesten, ob die Tischpartner eine französischer Prinz ist, der sich für "Tarte- Tatin mit Vanille-Auberginen" begeistern könnte.

 Empfehlenswert.

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Rezension: Genießen mit George Sand: 80 köstliche Rezepte (Gebundene Ausgabe)

Zitat: "Unser Leben heißt Liebe, und nicht mehr lieben heißt nicht mehr leben." George Sand (1804 - 1876)

Zitat: "Ich habe viele Arten der Liebe kennengelernt: die Künstlerliebe, die Liebe als Frau, als Schwester, als Mutter, die Liebe zu Gott, die Dichterliebe und was weiß ich nicht alles. Manch eine Liebe ist noch am gleichen Tag, an dem sie das Licht der Welt erblickt hatte, gestorben, ohne sich demjenigen zu offenbaren, der sie erweckt hatte. Manch eine hat mein Leben zur Qual gemacht und mich in eine Verzweiflung gestürzt, die dem Wahnsinn nahe war. Einer anderen zuliebe führte ich jahrelang in der Abgeschiedenheit ein völlig dem Metaphysischen zugewandtes Leben. Mit alledem habe ich es wirklich ernst gemeint." (George Sand)

Genießen mit George Sand ist ein sehr schöner Bildband mit 80 Rezepten für Gerichte, die diese berühmte, französische Salonnière ihren Gästen einst servieren ließ. Die Rezepte wurden für das vorliegende Buch allerdings etwas modernisiert.

Auf den Weg gebracht haben dieses Kleinod die Radio-Moderatorin Muriel Lacroix, die 2011 die letzte Erbin von George Sand kennenlernte, der Koch Pascal Pringarbe und der Food-Fotograf Philippe Asset. Das Geleitwort hat Christiane Sand geschrieben, die darauf hinweist, dass es sich bei dem vorliegenden Werk um eine vollständig überarbeitete Ausgabe ihres vor 25 Jahren bereits erschienenen, aber mittlerweile vergriffenen Buches handelt.

Die berühmte Salonnière George Sand empfing auf Schloss Nohant und dort am Familientisch viele berühmte Musiker, Maler und Schriftsteller. Sie galt als wacher, schöpferischer Geist. Schriftsteller besuchten sie, um sich ihre Meinung einzuholen, wenn sie gerade neue Romane oder andere Schriften verfasst hatten. Sand war aber auch die Urheberin heutiger Essenseinladungen. Die Gerichte, die sie ihren Gästen präsentierte, waren eine Mischung aus Innovation und Tradition. Diese Gerichte lernt man im Rahmen des bemerkenswerten Buches kennen, das neben den sehr gut erklärten Rezepten, immer wieder auch Textpassagen und Bilder enthält, nicht nur von den Gerichten, sondern auch von Schloss Nohant und nicht zu vergessen von George Sand.

In den Textpassagen erfährt man Wissenswertes über das Leben dieser französischen Intellektuellen, liest auch, dass sie ihren Hausangestellten gute Arbeitsbedingungen bot, damit die Gäste stets perfekt bewirtet werden konnten. Es ist natürlich interessant zu erfahren, wen sie alles auf Nohant empfing, nicht zuletzt den Musiker Frédéric Chopin, der sich zwischen 1839 und 1846 sehr häufig dort aufhielt und hier den größten Teil seine Werke schuf.

Auch Honoré de Balzac und der Maler Eugène Delacroix verbrachte längere Zeit auf diesem Schloss, ferner Gautier und Flaubert, um nur einige der Persönlichkeiten zu nennen, die zu den Gästen zählten. Über deren Aufenthalt gewinnt man einen guten Eindruck und liest auch von dem umfangreichen Briefwechsel des Liebespaares George Sand und Frédéric Chopin. Man lernt die große Intellektuelle mit den vielen auch häuslichen Neigungen sogar als Großmutter kennen und freut sich, eine Frau mit bewundernswerter Altersweisheit entgegengebracht zu bekommen, die mit heiterer Gelassenheit dem Tode entgegenging, nicht zuletzt, weil sie ein wirklich interessantes, selbstbestimmtes Leben geführt hat.

Für kulinarisch Interessierte ist es natürlich überaus spannend, zu erfahren, welche Speisen sie und ihre Gäste einst genossen haben. Die 80 Rezepte sind sehr gut erklärt und die Zutaten problemlos zu beschaffen. Die Zubereitungszeit wird immer genannt und auch erwähnt, für wie viele Personen das jeweilige Rezept gedacht ist.

 Die "Königinpasteten" wird nicht mit Kalbfleisch gefüllt, sondern mit Hahnenkämmen und Champignons. Die "Bouillabaisse" wird so zubereitet wie noch heute in Südfrankreich. Der "Hase à la royale" wird mit 10 Gramm schwarzem Trüffel aromatisiert und das "Omelette mit Flusskrebsen" wird mit Bio-Eiern hergestellt.

Ich möchte jetzt nicht alle 80 Gerichte hier auflisten, sondern stattdessen nur versichern, dass sehr gute, nachkochbare Rezepte darauf warten, Liebhaber im Hier und Jetzt zu finden. Sehr gut ist das Rezept "Mit Sauce Mousseline überbackene Austern", auch die "Seezunge auf normannische Art" (mit Muscheln zubereitet) lohnt es auszuprobieren, um in Erfahrung zu bringen, was man auf Nohant goutierte.

Was nun brasilianisch an den "Rinderfilets in Madeirasauce oder auf 'brasilianische Art'" sein soll, ist mir noch unklar, jedenfalls ist das Rezept harmonisch konzipiert. Dazu ein Glas Rotwein und man wähnt sich auf Nohant, mit wem auch immer parlierend. Das gilt auch für die "Sieben-Stunden-Lammkeule", die mit Madeira und Cognac zubereitet wird. Die Desserts werden gewiss auch schon zu Zeiten der großen Gastgeberin für Begeisterung gesorgt haben, denn sie bestechen durch Raffinesse.

Ein gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle, weil George Sand sich nicht nur in ihren schriftlichen Zeugnissen offenbart, sondern auch in der Art wie und womit sie ihre Gäste bewirtete.

Überall im Handel erhältlich.

Rezension:Das marktfrische AIDA Kochbuch: Genussvolle Märkte & Meer (Gebundene Ausgabe)

Als ich das Cover des AIDA-Kochbuches sah, was ich spontan von der Farbe begeistert. Warum nicht blau, sondern grün, so fragte ich mich kurz darauf und fand darauf keine überzeugende Antwort. Wie auch immer, die laubfroschgrüne Farbe (wird auf dem Foto nicht exakt abgebildet, leider) hat es mir sofort angetan, denn sie suggeriert ein Versprechen, dass es sich bei den Rezepten im Buch, um delikate Kreationen mit vielen marktfrischen Produkten handelt.

Autoren des reich bebilderten Buches sind die beiden Chefköche des Kreuzfahrtenunternehmens AIDA Frank Meissner und Günther Kroack, die hier zeigen, zu welchen Rezeptideen sie in der Lage sind. Sie besuchen mit dem Leser Märkte in der ganzen Welt, konkret in Cádiz, New York, Curacao, Istanbul, Ho Chi Minh Stadt, Stockholm, Cochin und Palermo und berichten jeweils ausführlich von den Eindrücken dort.

Jeder Markt ist einer bestimmten Region oder einem Meer zugeordnet, wo die Kreuzfahrtschiffe des Unternehmens AIDA unterwegs sind. Der Markt von Cádiz liegt wie geographisch Kundigen bekannt ist, an der andalusischen Atlantikküste. Es macht Spaß mehr über diesen Markt zu erfahren, auch über die Spezialitäten dort und sich in einem warenkundlichen Bereich, über Meeresfrüchte schlau zu machen. Einige davon lernt man visuell kennen. Diese werden dann auch kurz textlich porträtiert. Anschließend folgt der erste Rezeptteil, der Gerichte parat hält, die die beiden Köche mit Produkten des Marktes von Cádiz zubereitet haben. Besonders gut gefallen hat mir hier die "Fischsuppe von Merluza", des feinen Orangenaromas wegen, doch auch die "Scharf gewürzte Dorade" und das "Kaninchen in Mandel-Sherry-Sauce" sind vortrefflich in ihrer Aromenvielfalt.

Beschreibung eines bestimmten Marktes, der jeweiligen Highlights, eines entsprechenden Warenkundeteils und spezielle regionale Rezepte sind das Prinzip, nachdem dieses Kochbuch aufgebaut ist.

Das Unternehmen AIDA fährt auch New York an. Hier hat mich nach der Marktbeschreibung im warenkundlichen Teil speziell der Unterschied zwischen einem Ribeye-Steak, einem Clubsteak, einem T-Bone-Steak und einem Porterhouse-Steak interessiert.

Für meinen Geschmack sind die Rezepte nach den Einkäufen auf dem Markt von Curacao mit am am besten. Man kann diese Gerichte auch zuhause nachkochen, wenn man in Stadtnähe wohnt, dort einen guten Fischhändler kennt und einen Obst- und Gemüsemarkt, der auch exotische Früchte vertreibt. Lobend erwähnen möchte ich den "Shrimpssalat mit Limetten-Dressing", die mit "Schweineschulter-Ragout gefüllten Papayahälften" und das weltberühmte "Jambalaya", den karibischen Eintopf, der sogar in einem Lied besungen wird. Alles ideale Gerichte, wenn Gäste kommen und man diese mit etwas Besonderem überraschen möchte.

Die köstlichen Smoothies im Buch möchte ich nicht unerwähnt lassen und hier speziell den Tomaten-Smooothie. Ein köstlicher, alkoholfreier Drink, bevor man sich mit einem rosa gebratenen Ribeye-Steak genusstechnisch befasst.

Die asiatischen Kreationen sind auch nicht uninteressant, speziell der "Geschmorte Wels mit Orangen", den man mit Basmati-Reis serviert. Mein ganz besonders Augenmerk gilt allerdings dem Markt von Palermo und den Speisen in der Folge. Die Rezepte für den "Pulpo-Salat", die "Süditalienische Muschelsuppe mit Gamberetti und Tomaten", auch der "Thunfisch mit mediterranen Aromen" sind wirklich erste Sahne. Wer ein vorzüglich mundendes Fleischgericht zubereiten möchte, sollte "Involtini di vitello" probieren. Diese mit Kalbsleber, Parmaschinken und einer aromatischen Kräuterpaste gefüllten Kalbfleischröllchen mit einer sehr gut dazu harmonierenden Sauce sind ein Festtagsgericht, das von einem guten, leichten idalienitschen Rotwein begleitet werden sollte.

 Ein gelungenes Kochbuch, das dem Leser einen Eindruck vermittelt vom Können der AIDA-Chefköche.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Sündig Süß: Geheimes aus der Klosterküche (Gebundene Ausgabe)

Fast hätte ich es verabsäumt, noch vor Weihnachten dieses schöne Rezeptbuch von Ernst Kaufmann und Günther Haderer zu rezensieren, das sich mit der Zubereitung von süßen Speisen und Getränken nach alten Handschriften aus Klöstern befasst.

Untergliedert ist das Buch in die Kapitel: 
G`rissenes und G`angenes- Mehlspeisen, Schmarren und Strudel 
G`sterztes und G`stocktes- Aufläufe und Puddinge 
G`ossenes und Wackerltes- Süße Sülzen und Gelees
G`ronnenes und G`fronenes- Cremen und Gefrorenes 
Zan Aufwama- Tees, Weine und Punsch 
Zan Schlof'ngeh- Liköre, Säfte und warme Getränke 
Ingredienzien..

Es empfiehlt sich, zunächst mit den Ingredienzien zu beginnen und alles über die Zutaten zu lesen. Diese warenkundlichen Betrachtungen sind sehr gut und ausführlich beschrieben. Hier erfährt man mehr über Gewürznelken, Vanille, Zimt, Rum, Nüsse etc., auch über Butter, die in der klösterlichen Süßspeiseküche nicht wegzudenken ist.

Zu Ende eines jeden Rezeptkapitels wird ein namhafter Kleriker oder eine Klerikerin, sogar auch ein berühmter Wallfahrer porträtiert, so etwa der Heilige Benedikt von Nursia, der Naturheiler Pfarrer Johann Künzle und Hildegard von Bingen.

Hat man erst mal diese Porträts gelesen, ist es nicht mehr all zu schwer, sich einzubilden, man habe die Absolution für die sündigen Naschereien erhalten, die im Buch vorgestellt werden. Beim Studieren der Rezepte wird schnell klar, dass man auch in Klöstern sehr gerne genascht hat und es Freude bereitet, die raffinierten Leckereien am heimischen Herd auszuprobieren. Viele dieser köstlichen Süßspeisen sind Balsam für die Seele an kalten bzw. trüben Tagen. In Maßen genossen, machen sie bestimmt nicht dick.

Vertieft habe ich mich lange in das Kapitel, das Tee- Wein- und Punschrezepte vorstellt und habe hier viele gute Anregungen gefunden, die man in die Tat umsetzen sollte, gerade nach langen Spaziergängen zwischen den Jahren, um sich ohne oder mit Alkohol aufzuwärmen.

Wer Schlafprobleme hat, sollte den "Zimtlikör" ausprobieren. Er ist wärmend, beruhigend und kreislauffördernd oder sich alternativ eine "Schaumschokolade" zubereiten.

Im Hinblick auf die delikaten Desserts komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Blicke ich aus dem Fenster, so könnte mich mit dem trüben Tag eigentlich nur eine "Weincreme" versöhnen. Das Rezept auf Seite 100 ist wirklich all zu verlockend.

Die Rezepte werden sehr gut erläutert und lassen sich problemlos zubereiten. 

Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Hofmenüs für heute - Rezepte vom Dresdner Hof aktualisiert von sächsischen Köchen und Pâtissiers (Gebundene Ausgabe)

Dieses Kochbuch ist etwas ganz Außergewöhnliches, denn es beinhaltet Rezepte vom Dresdner Hof, neu interpretiert. Zubereitet sind sie von sächsischen Köchen und Patissiers. Herausgeber sind Wolfram Siebeck, Georg Schenk und Josef Matzerath, die gemeinsam ein aufschlussreiches Vorwort verfasst haben und dort begreifbar machen, worum es in diesem Buch geht. Hier liest man, dass das kulinarische Werk ein Votum dafür sei, eine kulinarische Tradition zur Kenntnis zu nehmen, ähnlich wie andere kulturelle Ausdrucksformen mit langer Vergangenheit. Erinnert wird in diesem Zusammenhang an Kunst, Musik oder auch Architektur.

Parallel zu diesem Band sind zwei andere in der Einleitung auch erwähnte Bücher erschienen, die sich als korrespondierende Teile eine Intervention in die Ernährungssituation der Gegenwart begreifen. Beabsichtigt wird hochwertige Nahrungsmittel aus handwerklicher Herstellung zu würdigen und für Speisen ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe aus industrieller Fertigung zu plädieren.

Josef Matzerath schreibt auf den letzten Seiten des Buches Wissenswertes zur Küche und Kochkunst des Dresdner Hofes um 1900. Die Rezepte von Ernst Max Pötzsch belegen, was damals ein junger begabter Koch in Dresden wissen musste. Die Dresdner Hofküche hatte ein eigenes Potential. Man kochte mit jahreszeitlichen Produkten, stellte den Eigengeschmack von Speisen in den Vordergrund und achtete darauf, dass die Gerichte ihrer Menüs sich nach Hauptzutat, Zubereitungsweise und Farbe unterschieden. Nicht uninteressant dabei war, dass der Preis eines Produktes nicht das Kriterium für Exklusivität verkörperte.

Das Kochbuch von Ernst Max Pötzsch mit dem Titel "Vollständige Herrschaftsküche des Kronprinzen von Sachsen" (Dresden 1898-1899) bildet die Grundlage des vorliegenden Werkes, in dem namhafte Köche und Patissiers aus Sachsen aus dem Hier und Heute nach den Rezepten von Pötzsch kochen und zwar neuzeitlich interpretiert. Die Menüs beinhalten alle vier Gänge, so wie dies einst bei Hofe in Dresden üblich war.

Wolfram Siebeck wartet vor dem bemerkenswerten Rezeptteil mit einer Einleitung auf, die sowohl inhaltlich als sprachlich ein Hochgenuss ist und sehr schön auf das was kommt, einstimmt.

Vorgestellt werden von Wolfram Siebeck folgende Köche und Patissiers: Dirk Schröer (Bülow Palais, Dresden), Olaf Kranz (Schmidt`s Restaurant, Dresden Hellerau), André Mühlfriedel (Restaurant im Ratskeller, Dohna), Till Weiss (Hotel Fürstenhof, Leipzig), Mirko Pfuhland (Restaurant Schloss Wackerbarth, Radebeul), Thomas Eichler (Konditorei Eichler, Burgstädt), Silvio Escher (Goldener Löwe, Meißen), Mario Pattis (Food& Beverage Consulting, Dresden), Stephan Miessner (Element DELI und Restaurant, Dresden), Paul Gildemeister (Swisshotel, Dresden), Ines Kuka (Charlotte K. Radebeul), Tino Gierig (Café Keutzkamm, Dresden), Eva Haubold (Dresdner Schokowerk, Dresden) André Tienelt (Restaurant Sendig, Hotel Elberesidenz, Bad Schandau), Detlef Schlegel (Stadtpfeiffer im Gewandhaus, Leipzig).

Alle Personen werden durch ein Foto optisch vorgestellt. Wolfram Siebeck schreibt dann jeweils eine Seite Wissenswertes zu den einzelnen kulinarisch Kreativen, auch wie sie mit der Aufgabe der Interpretation der alten Hofgerichte umgegangen sind. Das liest sich, wie bei Siebeck nicht anders als zu erwarten überaus kurzweilig und spannend.

Die königlichen Rezepte sind wunderbar erläutert und lassen sich sehr gut nachkochen. Gerade jetzt zu den bevorstehenden Festtagen finde ich diese Menüs ideal, aber nicht unkompliziert.

Ein gelungenes Buch, das nicht nur neugierig auf das Zubereiten der Speisen macht, sondern auch zum Reisen nach Sachsen motiviert, da man dort augenscheinlich vorzüglich speisen kann.

Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Modernist Cuisine at Home (Gebundene Ausgabe)

Ein Kochbuch wie dieses zu rezensieren ist fast unmöglich, denn es enthält unzählige Fakten. Hier zu selektieren bereitet Kopfschmerzen. Der schön gestalteten Kassette ist ein dickes Buch mit dem Titel "Modernist Cuisine at home" und ein Rezepthandbuch mit praktischer Ringspirale zu entnehmen. Dabei ist das reich bebilderte dicke Buch in zwei umfangreiche Teile mit einundzwanzig Kapiteln untergliedert. Nach zwei Vorworten von Fachleuten kommen die Autoren zur Sprache. Bei diesen handelt es sich um Nathan Myhrvold und Maxime Bilet. Die vielen Fotos stammen übrigens von Nathan Myrvold, Melissa Lehuty und dem Foto-Team von The Cooking Lab. Zunächst erfährt man Wissenswertes zur Geschichte des Buches. Hier wird auch auf das 2011 bereits erschienene 2438 Seiten umfassende sechsbändige Werk "Modernest Cuisine. The Art of Science of Cooking" hingewiesen. Das vorliegende Buch hat zwar den Titel behalten, ist aber keine kondensierte Version des Vorgängerwerks. Dieses neue Werk konzentriert sich auf Kochgeräte, Techniken und 406 Rezepte. Sie alle sind neu. Es geht dabei um innovative neue Techniken im Rahmen der Rezepte. Doch darauf komme ich noch zurück.

Zum besseren Verständnis erfährt man zunächst die 10 Grundsätze der modernistischen Küche, wobei Parallelen zur Kunst nicht unerwähnt bleiben. Das Buch konzentriert sich auf neue Techniken wie Sous-vide-Wasserbad, Schnellkochtopf und Sahnesiphon und zeigt wie man damit zuhause modernistisch kochen kann, d.h. in diesem Falle Vereinfachung, Reproduzierbarkeit und Zeitgewinn beim Kochen.

Man erfährt in Vorfeld wie ein Rezept skaliert wird, auch dass die Rezepte von vielen berühmten Köchen inspiriert wurden. Anschließend liest man wichtige Kriterien zu neutralen und aromatischen Ölen und auch Näheres zur Lebensmittelsicherheit. Alsdann wird man im ersten Abschnitt mit Geräten am Arbeitsplatz, mir konventionellen Küchengeräten, mit dem so genannten Sous- Vide-Garen und interessanten Zutaten vertraut gemacht. Hier wurde ich mal mit der Gesamtheit meiner technischen Ahnungslosigkeit konfrontiert. Mir ist klar geworden, dass ich, was Küchengeräte anbelangt, vorsintflutlich agiere. Mikrowelle und Schnellkochtöpfe kannte meine Küche bislang noch nicht, das könnte sich aber jetzt ändern, denn es wurden durch die Lektüre des Buches massiv Vorurteile abgebaut.

Der Rezepteil ist untergliedert in: Frühstückseier; Salate und Kalte Suppen; Druckgegarte Gemüsesuppen; Steak; Chessburger; Carnitas; Geschmorte Querrippe; Brathähnchen; Chicken-Wings; Nudel-Hühnersuppe; Lachs; Meeresfrüchte; Pizza; Mac and Cheese; Risotto und Paella; Maismehl; Mikrowellengerichte und Custards und Pies.

Sehr übersichtlich werden die Rezepte stets gut erläutert. Es werden auch eine Fülle von appetitanregenden Bildern geliefert. Die Würzungen der Rezepte sind wohldosiert und dabei raffiniert. Das Buch enthält so viel warenkundliches und technisches Wissen, dass ich nur noch staune. Die vielen Infos halten beinahe vom Kochen ab. Man studiert erst einmal, was bekannter Maßen bildet.

Das beigefügte Rezepthandbuch lässt einen schnellen Überblick zu, was den umfangreichen Rezeptteil im Buch anbelangt.

Sicher werde ich mich noch oft in dieses Buch vertiefen, um mich an das Neue heranzutasten. Das ein oder andere Rezpt habe ich aber schon ausprobiert und das Kochergebnis war mehr als nur zufriedenstellend. Das gilt auch für die tollen Pestos.

Das nette Buch-Team ist zum Schluss abgebildet. Darunter viele sehr junge Menschen, die den Innovationen bestimmt per se offener gegenüberstehen als Hobbyköche, die schon Jahrzehnte lang am Herd ihre Neigung ausleben.

Ich finde den Buchinhalt sehr spannend und empfehle das Werk allen, die nicht als ewig gestrig gelten wollen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Weihnachten mit Fräulein Klein: Backzauber und Dekolust für die schönste Zeit im Jahr

Dies nun ist das zweite Buch, das ich heute vorstellen möchte. Hier handelt es sich um ein Werk der Bloggerin Yvonne Bauer. Ihr Thema ist Weihnachten. Im letzten Jahr bereits hat diese Autorin ein anderes wunderschönes und dabei brauchbares Kochbuch veröffentlicht, das ich rezensiert habe. Auch ihr neues Buch besticht durch die hübsche Gestaltung und die gut erläuterten Rezepte sind noch ausgereifter als jene auch dem letzten Jahr.

Untergliedert ist ihr Buch in die Abschnitte:
Adventsdekoration.
Nikolaus, Punsch und C.
Basteln mit Kindern.
Geschenke aus der Küche.
Plätzchen.
Weihnachtsbäckerei.
Christbaumdeko und Geschenke.
Weihachtstisch
Hot-Chocolate-Party 
Silvester.

Die Ideen für die Adventsdekoration sind wirklich originell. Hier hat mich der Adventskalender mit Kugeln am meisten angesprochen. Die Idee, diese an einem schönen Ast baumeln zu lassen, finde ich nachahmenswert und witzig.

Lobend erwähnen möchte ich den Birnenpunsch. Die Ingredienzien habe ich so eben mit einer alten Freundin am Telefon ausdiskutiert und beide haben wir diese für exzellent befunden. Das Glühweinrezept ist auch bestens und verlockend, zudem finde ich den Clementinen-Ingwer-Punsch köstlich.

Es ist unmöglich an dieser Stelle alle Bastel- und Rezeptideen anzusprechen. Insofern möchte ich nur einige hervorheben. Da sind z.B. die Schokoladen-Rumkugeln. Ein raffiniertes Rezept, für welches man sehr gut Schokolade verwenden sollte. Raffiniert auch ist die Zusammensetzung der Zutaten für die Chaikipferl, die diesem Gebäck eine orientalische Note verleihen. Großes Lob für das Rezept "Schokoladenplätzchen mit Brandycreme". Eine ideale Beigabe zu einer Tasse Cappuccino. 

Sehr gut gefällt mir des Weiteren das Rezept für die "Weihnachtstorte gefüllt mit Apfelkompott und Vanillencreme" und alternativ die "Mandelbiskuits mit Glühweinbirnen und Vanillen-Tonka-Sahne". Beide Rezeptergebnisse kommen meinen Vorstellungen von weihnachtlichen Leckerleien an der entsprechenden Kaffeetafel entgegen, weil beides Mal Äpfel eine Rolle spielen, die neben Nüssen und Zimt- nach meiner Vorstellung- einfach zum Weihnachtsfest dazu gehören.

Ich will nicht zu viel verraten, doch hier warten tatsächlich hübsche Kreationen auf den Leser, Betrachter, Bastler und Hobbykoch.

Gratulation zum weihnachtlichen Dessert "Kirsch-Meringues", eine gelungene Idee. Bravo. Weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Blog FRAEULEIN-KLEIN.BLOGSPOT.DE 

 Empfehlenswert.

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Rezension:Meine Gewürzküche aus Indien, Thailand, Vietnam und China: Meine 200 neuen Rezepte aus den vier Weltküchen (Gebundene Ausgabe)

Hier müssen Konservative über ihren Schatten springen. Das erfordert Kraft. Ohne Frage. Aber: Nur Mut. Der Sprung lohnt sich.

Auf dieses Buch habe ich lange gewartet und mittlerweile einige Rezepte daraus ausprobiert. Köstlich.

Den Autor Alfons Schuhbeck, das möchte ich nicht geheim halten, bewundere ich wegen seines großen Könnens und seines umfangreichen Wissens. Einfach hat es dieser unendlich fleißige Mann nie gehabt, umso mehr freue ich mich über seinen Erfolg.

Mit "Meine Gewürzküche aus Indien, Thailand, Vietnam & China" legt Schuhbeck nun das zweite Buch vor, das er im Rahmen seiner Weltreisen zur Erkundung von Gewürzen realisiert hat. Diesmal war er in Delhi, Bangkok, Hanoi und Shanghai.

Neben seinen kurzweilig zu lesenden Reiseberichten hat man Gelegenheit sich Bilder von seinen Reisen anzusehen, erlebt ihn beim Genießen von fremden Speisen, beim Fachsimpeln mit asiatischen Köchen und beim Kochen in Asien. Seine Reiseberichte sind sehr beobachtend und analytisch verfasst. Das wird seiner Leserschaft gefallen. Er dringt in die Geheimnisse der vier bedeutendsten Küchen Asiens ein, indem er vor Ort allerlei Speisen verkostet, mit Köchen spricht und ihnen bei ihrem Tun aufmerksam zuschaut.

Nach diesen spannenden Reiseberichten für kulinarisch Interessierte wartet Schuhbeck mit seiner Kochschule Asien auf. Diese setzt sich zusammen aus den Abschnitten:

Kochschule Indien 
Kochschule Thailand
Kochschule Vietnam 
Kochschule China 

Im Rahmen dieser Kochschulen werden insgesamt 54 Klassiker dieser Länder anschaulich erklärt und zwar in gut nachvollziehbaren Arbeitsschritten mit entsprechenden Bildern. Den Rezepterklärungen gehen für jede der vier Küchen lesenswerte allgemeine Betrachtungen zu den einzelnen Küchen voran, die man lesen sollte, um das Wesen der landestypischen Rezepte besser zu verstehen.

Für mich war es sehr interessant, diese Rezepte zu studieren, weil ich schon unzählige Kochbücher, die sich mit fernöstlicher Küche befassen, gelesen und rezensiert, vor allem Rezepte daraus zubereitet habe. Wie so oft konnte ich aber auch hier durch Schuhbecks Erläuterungen dazulernen. Er ist eben nicht nur eine Spitzenkoch und Gewürzkenner, sondern ein wirklich begabter Lehrer.

Im Anschluss an die Kochschulen-Erläuterungen folgt ein umfangreicher weiterer Rezeptteil. Dort stellt Alfons Schuhbeck dann von ihm entwickelten Rezepte vor, die eine Brücke zwischen Europa und Asien schlagen.

Dieser große Rezeptteil besteht aus den Kapiteln: Vorspeisen & kleine Gerichte; Suppen & Eintöpfe; Gemüse & Nudeln; Gemüse, Nudeln & Co; Fisch & Meeresfrüchte; Fleisch; Geflügel & Wild und Desserts.

Die Kreationen finde ich höchst spannend, weil sie unserer globalisierten Welt Rechnung tragen. Diesbezüglich wird es gewiss nicht wenige Kritiker geben. Ich schätze hingegen Neuinterpretationen von Gerichten ebenso wie Crossover-Gerichte, weil sie für mich ein Indiz für eine weltoffene Grundhaltung sind und ein Beweis dafür, dass man sich mit dem Fremden wirklich auseinandersetzt.

Ausprobiert habe ich u.a. "Thunfischtatar mit knusprigen Limettenblättern". Der Tatar mit dem gerösteten Sesamsamen ist wahrlich vorzüglich. Hier vor Ort auf dem Wochenmarkt wird Kräutersalat angeboten, sodass ich diesen auch zubereiten konnte. Die Shikokresse habe ich mit normaler Kresse ersetzt. Sehr delikat.

Probiert habe ich u.a. auch den "Gemüseeintopf mit Erdnuss –Minze-Pesto" und den "Eintopf von Meeresfrüchten mit Dill und Tamarinden". Beide Eintöpfe wirken aufgrund der Minze und Korianderaromen fernöstlich und durch den Einsatz von Dill erinnern sie daran, dass sie am heimischen Herd entstanden sind.

Wirklich super schmeckt das "Gröstl von Kartoffeln und Shiitake-Pilzen", wie bei vielen Gerichten in dem Buch fehlt auch hier weder Ingwer noch Koriander.

Die Rezepte für Fisch & Meeresfrüchte mag ich besonders gerne. Einfach klasse ist der "Kabeljau in Ingwerpanade auf Korander-Karotten-Salat." Auch die "Garnelen auf Kokosrisotto mit Chinakohl" habe ich schon ausprobiert. Lecker. Eine gelungene Würzung...

Sehr gute Fleischgerichte lohnt es ebenfalls zuzubereiten. Hut ab vor "Bayern meets Bangkok- Weißwurstgröstl auf Thaicurry". Auch eine gelungene Kreation. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich das Wagnis eingehen sollte wegen des Kokosmilcharomas. Es passt jedoch. Unglaublich.

Das "glasierte Rinderfilet auf Wokgemüse" wirkt durch den Einsatz von Butter auch ein wenig europäisch. Das "Bayrische Backhendl auf thailändischem Kartoffelsalat" finde ich sehr gelungen. Mutig ist es zudem, dem guten bayerischen Kartoffelsalat (mit frischen Gurkenscheiben) etwas Verlockendes entgegenzusetzen.

Ich gebe zu, dass es eine gewisse Überwindung kostet, einen Rehrücken zu würfeln, um daraus "Gewürfelten Rehrücken, 'Chiang Mai' mit Süßkartoffelpüree" zu kreieren. Bis Weihnachten ist ja noch eine Weile hin. Mal sehen.. Die Desserts muss ich noch ausprobieren, denn die Rezepte klingen vielversprechend. "Zitronengrassülze mit bunten Früchten" ist offenbar eine Art Wackelpeter mit asiatischen Komponenten.

Neben den Rezepten gibt es viele Tipps zu diesen, die man beherzigen sollte. Zudem stellt Schuhbeck seine Asien-Gewürzpasten zum Ende des Buches vor und erläutert auch, wozu man sie verwenden soll.

Ein wirklich gelungenes Buch. 

Sehr empfehlenswert.

PS: Heute bereite ich das "Lachsfilet auf grüner Paprika-Ingwer-Sauce" zu. Hoffentlich kriege ich alle Zutaten auf dem Wochenmarkt. Thai-Basilikum werde ich wohl durch die italienische Variante ersetzen müssen. Das dürfte das Geschmacksergebnis aber nur wenig beeinflussen.

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Rezension:Piment (Gebundene Ausgabe)

Kochbücher sehr guter Köche lassen uns Leser am Können dieser Meister ihres Faches teilhaben. Kochbuchliebhaber sammeln solche Bücher, um einen Überblick über gehobene Küche zu gewinnen, auch um im Vorfeld von Reisen genau zu erkunden, ob sie ein bestimmtes namhaftes Restaurant aufsuchen werden, wenn sie sich in bestimmte Regionen begeben und vielleicht auch, um ab und an ein Rezept auszuprobieren. 

Vorstellen möchte ich mittels meiner Rezension heute das Können Wahabi Nouris. Er ist der Besitzer und Küchenchef des Restaurants "Piment" in Hamburg. Die appetitanregenden Fotos im Buch hat Klaus Arras realisiert und von Ralf Schindler erfährt man in der Einleitung Wissenswertes über die Vita dieses Spitzenkochs.

Geboren in Casablanca, wuchs der charmante Marokkaner in Frankfurt auf, wo er offenbar durch eine hessische Ärztefamilie aus der Nachbarschaft viel Zuwendung und Aufmerksamkeit erfuhr. Der gelernte Koch hatte einen großen Lehrmeister in dem Dreisternekoch Harald Wohlfahrt. Dieser führte ihn in die Haute Cuisine ein. Im Jahre 2000 eröffnete er sein Restaurant "piment". Wahabi Nouri interpretiert klassische orientalische Kompositionen neu und nutzt die jahrhundertealte Würzkultur des Orients, um die Produkte und Aromen aus beiden Welten miteinander zu verflechten.

Sein Restaurant bietet komplexe französische Hochküche in marokkanischer Übersetzung ebenso wie klassisch marokkanische Gerichte subtil verfeinert und auf Sterneniveau transportiert. 2001 erhielt dieser Koch bereits den ersten Michelinstern und danach viele andere Auszeichnungen, 2010 schließlich wurde er Koch des Jahres.

Dieses außergewöhnliche Kochbuch stellt wahrlich bemerkenswerte Rezepturen vor. Diese sind alle sehr gut erläutert und lassen mich in ihrer Vielfalt und Würzraffinesse immer wieder inne halten.

Da gibt es Rezepte beispielsweise "tomate in sechs aromen", die alles andere als einfach zuzubereiten sind und so raffinierte Geschichten wie etwa "delice vom topinambur". Zahlreiche Rezepte um diese Süßkartoffel, auch raffinierte Trüffelrezepte und so viele kleine, feine Gerichte, dass man sich beim Lesen wundert, zu welch kreativen Leistungen dieser Koch in der Lage ist.

Sehr gut mundet das "zitronengewürzschaumsüppchen mit lachsforellen-tatar". Das habe ich bereits ausprobiert. Ein Spaziergang war die Zubereitung nicht. Köstlich auch ist "aubergine und thunfisch" und die vielen anderen Fischspeisen, nicht zuletzt das Rezept mit Angulas.

Die Fleischgerichte sind gleichfalls auf höchsten Niveau zubereitet. Hier möchte ich den "Fasan und Bries" mit Madeira-Portwein-Jus hervorheben. Überzeugend auch "rind und kürbis" aber auch "reh und rotkohl". Nouris Rehrücken wird mit Raz el –Hanout gewürzt und das Rotkraut enthält Feigen und Madeira. Diese orientalische Note finde ich sehr raffiniert. Bei den Desserts haben mich die marokkanischen Crepe am meisten neugierig gemacht. Doch auch seine Art "tarte tatin" zuzubereiten ist mehr als bemerkenswert. Ich weiß nicht, ob ich dazu die Geduld aufbringen könnte. Es käme auf den Anlass an. Die Grundrezepte und Fonds zum Schluss werden gut erläutert und auf außergewöhnliche Zutaten hingewiesen. In meinen Augen ist dies ein ganz besonders und hochwertiges Kochbuch, das zeigt, was möglich ist, wenn die Kulturen sich aufeinander zu bewegen, voneinander lernen und bemüht sind, sich gegenseitig zu befruchten.

Sehr empfehlenswert. 

PS: Nicht nur die Fotos von den Rezept-Ergebnissen sind sehr gelungen, sondern auch die marokkanischen Impressionen.

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Rezension: Die Schätze aus Omas Backbuch- Weihnachtsbäckerei

Dieses Rezeptbuch für Weihnachtsbäckerei enthält Rezepte, die von Generation zu Generation weitergegeben worden sind. Dabei hat man Gelegenheit handschriftliche Rezeptaufzeichnungen zu studieren, alte Fotos der Rezepteschreiberinnen kennenzulernen, abgebildete Rezeptergebnisse zu bewundern und viele Rezepte, alle sehr gut gegliedert und in anwenderfreundliche Sprache umgesetzt, zu lesen, um alsdann zur Tat schreiten zu können.

Untergliedert sind die Rezepte in die Abschnitte:
Kuchen und Torten
Plätzchen und Konfekt
Stollen und Brote
Lebkuchen und Printen
Mein Lieblingsrezept

Es ist ein nostalgisches Backbuch mit vielen Rezepten, die meine Großmütter einst auch zubereitet haben, wie etwa der „Festliche Eichenstamm“, der mit einer Schokobuttercreme gefüllt wird oder auch „Traditionelles Christbaumgebäck“. Heute fast undenkbar, in den 1950er Jahren war ein solcher Christbaumschmuck noch Gang und Gäbe. Kinder liebten ihre Großmütter für diese damaligen Leckereien.

Auch das Rezept für „Nürnberger Springerle“ kann man nachlesen. Mir hat dieses Anisgebäck nicht so sehr gemundet, aber ich mochte den Duft der Springerle. Nachbacken würde ich die Springerle nicht, sondern wohl eher die „Marzipanstangen“, die mich an das Spritzgebäck meiner Mutter erinnern, allerdings durch Marzipan den letzten Kick erhalten.

Schön, dass die Bethmännchen auch dabei sind und die „Weihnachtlichen Orangenschnitten“. Das Rezept kenne ich, weil meine Mutter er noch heute zubereitet. Ich weiß sogar aus welchen Backbuch es eigentlich stammt, denn meine Mutter besitzt dieses Backbuch noch heute. Wie auch immer, die Orangenschnitten sind wirklich sehr gut.

Gefallen haben mir auch die Striezel- und Stollenrezepte und andere nostalgische Rezepte, die ich gewiss nicht alle nach backen werde, aber gerne studiere, um ein wenig mehr über die Backvorlieben von Frauen aus längst vergangenen Zeiten zu erfahren. 

Die Rezepte sind alle gut erläutert und lassen sich bestens zubereiten.

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Rezension:Unsere Lieblingsrezepte für die Welt (Gebundene Ausgabe)

Drei Euro pro Buch gehen an die Organisation "Women for Women International". Das möchte ich gleich vorweg mitteilen, weil es sehr wichtig ist. 

Mitwirkende an dem Buchprojekt sich berühmte und weniger namhafte Menschen, die sich seit Jahren in irgendeiner Form dafür engagieren, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Das reich bebilderte Kochbuch, das Fotos vieler freundlicher Menschen enthält, wartet nicht nur mit Rezepten von weit mehr als zwanzig international renommierten Spitzenköchen auf, die wegen ihres Engagements für Nachhaltigkeit und biologische Landwirtschaft ausgewählt wurden, sondern auch mit Rezepten von angesehenen humanitären Helfern, Führungspersönlichkeiten, Stars und Künstlern. Die Biografien der Mitwirkenden kann man den Seiten 238- 246 entnehmen. Unter diesen Persönlichkeiten findet man auch die Schauspielerin Meryl Streep, die das Vorwort zum Buch verfasst hat.

Die Organisation WfWI (Women for Women) international arbeitet mit Frauen in Afghanistan, Bosnien, Herzegowina, der Demokratischen Republik Kongo, im Irak, Kosovo, in Nigeria, Ruanda und im Südsudan. Dort überall haben der Krieg und Konflikte das Leben und die Gemeinschaft zerstört.

Die WfWI hat seit Ihrer Gründung durch Zainab Salbi bereits 400 000 Frauen geholfen. Durch Einschreibung in ein Ein-Jahres-Programm erhalten die Frauen fachliche und berufliche Kompetenzen, Bewusstsein in ihre Rechte, Gesundheitserziehung und Hilfe beim Zugang zu Kapital und Märkten. Dabei können die sozialen Netzwerke und die Gemeinschaft, die sich entwickeln, Unterstützung, Kraft und Stärke bedeuten. Es ist schon erstaunlich, dass von jeder geförderten Frau bis zu fünf andere profitieren, geschätzte 2,16 Millionen Familienmitglieder seit der Gründung der Organisation.

Untergliedert sind die Rezepte in vier Abschnitte. Im Rahmen der Rezepte, die u.a. Frieden an den Tisch bringen sollen, um unsere gemeinsame Menschlichkeit zu feiern haben auch Berühmtheiten wie Paul McCartney, Annie Lennox, Nelson Mandela, Erzbischof Desmond Tutu Texte beigesteuert.

Man liest Geschichten über einzelne Frauen, die am Programm teilnahmen und beginnt zu begreifen wie notwendig es ist, einander beizustehen.

Ein gelungenes Buch mit vielen köstlichen Rezepten authentischer aber auch traditioneller Speisen und unendlich eindrucksvollen Bildern von Menschen, denen wir verpflichtet sind, die Hand zu reichen. Paul Mc McCartney hat das schon lange begriffen, andere werden es in ihrer grenzenlosen Raffgier nie verstehen.

Sehr empfehlenswert. 

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