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Rezension: Die Landküche der Provence

In den 1990er Jahren verbrachte ich nicht selten die Zeit zwischen den Jahren in St. Paul de Vence, einem kleinen Künstlerort in der Provence. Dort wurden in dem Restaurant, in dem mein Gatte und   ich immer zu Abend speisten, genau die Gerichte angeboten, die hier im Buch nachzulesen sind. Nicht alle Rezepte waren mir bislang inhaltlich geläufig, obschon ich im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder ein Kochbuch mit Rezepten aus der Gegend gelesen und auch rezensiert habe.

„Die Landküche der Provence“ des an der hessischen Bergstraße aufgewachsenen Kochbuchautors Reinhardt Hess und der Foodfotografin und Autorin Manuela Rüther enthält gutbürgerliche Rezepte aus der Provence, die sehr gut erklärt sind und von appetitanregenden Fotos begleitet werden. In diesem Buch werden alle Küchengeheimisse gelüftet, die die bodenständigen Köche der Provence bislang lieber für sich behalten haben. 

Im Vorwort erfährt man allgemein Wissenswertes zur provenzalischen Küche.

Der dann folgende Rezeptteil ist untergliedert in:

Casse- croutes
Dèjeuners
Diners
Desserts

Den einzelnen Abschnitten sind immer wieder grundsätzliche Betrachtungen zur provenzalischen Küche zugeordnet, die man nicht ungelesen überblättern sollte.

Die frisch zubereitete „Tapenade aus Oliven und Kapern“ schmeckt natürlich ungleich besser als die industriell hergestellte Sorte, die im Supermarkt ab und an auch bei uns in Gläsern angeboten wird. Dass  sie besser schmeckt, hängt wohl mit dem frischen Thymian und dem Pastis zusammen. Sehr gut auch ist die „Olivencreme mit Paprika“. Die Paprikaschoten werden geröstet und mit vielen anderen Zutaten zu einer Creme verarbeitet.

„Nizza-Salat mit Thunfisch und Bohnen“ esse ich besonders gern. Das Rezept entspricht meinen Vorstellungen, weil Oliven ohne Stein verwendet werden. Unter den Dèjeuners-Rezepten gibt es auch eine interessante Zubereitungsart für „Ratatouille“. Hier sehe ich den eigentlichen  Kick in der Prise getrocknete Lavendelblüten. „Junges Gemüse mit Hackfleisch gefüllt“ ist von der Rezeptgestaltung her ebenfalls vielversprechend. Dieses Gericht in Verbindung mit frischem Baguette und einem himbeerfruchtigen Rosé kann man  seinen Gästen servieren, wenn man keine Lust hat, ein aufwändiges Menü auf den Tisch zu zaubern.

Das Rezept für „Muscheln in Weißweinsud“ ist sehr, sehr gut. In der Rubrik „Das ist wirklich wichtig“ , die vielen Rezepten beigegeben ist,  erfährt man sogar wie man Muscheln entbartet. Die 5 Knoblauchzehen und der Thymian in der Sud sorgen für ein feines Mittelmeeraroma.

Das Rezept „Hähnchen mit Knoblauch“ enthält -  bitte nicht erschrecken-  2 frische Knoblauchknollen. Bei den delikate Rezepte für festliche Diners fand ich u.a. „Artischocken mit Wald-Pilz-Füllung“, die zusätzlich durch luftgetrockneten,  hauchdünn geschnittenen Schinken aromatisiert werden, fand auch ein Rezept für eine „Bouillabaisse mit Chili-Knoblauch-Sauce“, das meinen Vorstellungen, was diese Marseiller Spezialität anbelangt, entspricht und auch ein exzellentes Rezept für Goldbrassen, die mit Fenchelsamen gewürzt werden.

Ein tolles Rezeptur  für „Kaninchen mit Honig“ und einr weitere für „Cote de Boeuf“ mit Schalotten wird frankophile Fleischesser begeistern, nicht zu vergessen, die „Lammkeule mit Lavendel“, zu der ein kräftiger Rotwein mundet.

 Bei den Desserts überzeugen mich die „ Feigen mit Lavendel-Sahne“ am meisten. Dieses Rezept enthält u.a. Pinienkerne, Thymian und Weißwein. Eine raffinierte Kreation. Sehr typisch für die Provence ist die „Zitronentarte mit kandierten Zitronenscheiben“, der ich allerdings die „Aprikosentarte mit Mandelcreme“ vorziehe.

Ein gelungenes Rezeptbuch, das Freunde der Provence sich nicht entgehen lassen sollten.

Empfehlenswert.

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Rezension: früchte- Schätze aus dem Garten

Die Kochbuchautorin Rose Marie Donhauser hat gemeinsam mit dem Fotografen Alexander Walter dieses schöne  Rezeptbuch auf den Weg gebracht, das in vier Abschnitte untergliedert ist.

Im ersten Abschnitt geht es darum, Früchte zu konservieren. Dabei erläutert sie zunächst, worauf man beim Einmachen und beim Einfrieren und beim Einkochen achten sollte. In den Rezepten, die dann folgen, lernt man Früchte haltbar zu machen, sowie Konfitüren und Chutneys zuzubereiten. Alle Rezepte werden schrittweise und sehr gut nachvollziehbar erklärt und immer wieder wird auf Varianten hingewiesen. Es fällt auf, dass die Rezepte außergewöhnliche Zutaten enthalten. Beispiele hierfür sind die „Stachelbeerkonfitüre mit Rosinen und Ingwer“, der „Apfelgelee mit Rosenblüten“, aber auch das „ Brombeerchutney mit Tomaten“, und die  „Getrockneten Erdbeeren“, deren Aroma tatsächlich atemberaubend ist. Ich kann dies bestätigen, weil ich besagte getrocknete Früchte schon in Wie gegessen habe. Vielversprechend auch klingt das Rezept für „ Pflaumen in Rotweinsud“, eine passende Begleitung für Wildgerichte.

Im Abschnitt „Zum Vernaschen“ wird man zunächst warenkundlich über Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren aufgeklärt, bevor man sich in köstliche Rezepte für Früchte-Drinks, „Gefüllte Zitronen“, „Gratinierte Pfirsiche auf roten Beeren“, "Pfirsich Melba“, „ Birne Helene“ etc. vertiefen kann.

Der Abschnitt „Zum Genießen wie geschaffen“ beginnt mit warenkundlichen Erläuterungen zu Äpfeln, Aprikosen, Birnen, Kirschen, Pfirsichen und Zwetschgen. Daran schließen sich erneut leckere Rezepte an. Diesmal u.a. für „Erdbeergrütze mit Eierlikörparfait“ oder auch für „ Mille- Feuilles mit Schokoladensahne u. Beeren“, wobei die Sahne mit weißer Schokolade angereichert wird. Ein sehr gutes Rezept für „Mandelkuchen mit Aprikosen“ wartet auf den Leser und Hobbykoch und im letzten Abschnitt dann zunächst die warenkundliche Erläuterung der Exoten unter den heimischen Früchten, wie etwa Taybeeren, Longanbeeren Jostabeeren etc. Eine „Biskuitrolle mit Erdbeersahne“ habe ich als Teenager mal zubereitet und die Zubereitungsergebnisse erfolgreich verdrängt. Bevor ich mich erneut mit dieser Rolle befasse, werde ich wohl eher eine „Geeiste Charlotte mit Pflaumen“ zubereiten. Das Rezept hat mich überzeugt.

Ein wirklich gelungenes Rezeptbuch, bei dem verwöhnte Süßmäulchen in Verzückung geraten.

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Rezension:Indische Gewürzküche: Die neue leichte Art (Gebundene Ausgabe)

Jeeti Gandhi wartet in diesem Rezeptbuch mit mehr als 80 leichten und bekömmlichen Gerichten der indischen Küche auf. Die vielen appetitanregenden Fotos stammen von Dirk Pieters.

In der Einleitung wird man u.a. über regionale und kulturelle Unterschiede in der indischen Küche informiert und erfährt auch wie man indische Speisen serviert und isst. Zur Sprache gebracht werden zudem nützliche Tipps, die das Kochen der Speisen leichter machen. Dann erste folgt der Rezeptteil, untergliedert in:
Snacks und Vorspeisen 
Tandoori-Gerichte
Fisch und Meeresfrüchte 
Huhn und Lamm 
Vegetarische Gerichte 
Joghurt und Gemüse 
Reisgerichte 
Fladenbrot 
Süßspeisen und Getränke
Grundrezepte 
Kräuter und Gewürze

Die einzelnen Rezepte werden sehr gut erläutert. Im Vorfeld zu den jeweiligen Kapiteln erfährt man immer allgemein Wissenswertes zu dem, was dann kommt. Mich überzeugen die Fisch- und Meeresfrüchtegerichte im Buch am meisten und hier beispielsweise "Samundri Khazana", Meeresfrüchte in Mandelsauce, die keineswegs durch die intensive Würzung erschlagen werden, was ich ursprünglich dachte.

Sehr gute vegetarische Speisen dokumentieren, was man unter einer ausgewogener Kost zu verstehen hat. Da ich Tofu nicht mag, habe ich diese Rezepte überblättert und mich mit den Rezepten für Hülsenfrüchte befasst.

Delikat ist "Sabat Massor", das in Begleitung von Naturjohurt nicht uninteressant schmeckt. Empfehlenswert auch sind die Gemüsebeilagen, so etwa "Kachoomer Raita". Das sind verschiedene Gemüse in Joghurt.

Leckere Chutney-Rezepte beenden den Reigen, dem die aufschlussreiche Erläuterung von typischen Gewürzen und Kräutern folgen. Ein Kochbuch, das ich all jenen gerne weiterempfehle, die am heimischen Herd gerne mit fremden Gewürzen hantieren und vor gewagten Gewürzkompositionen nicht zurückschrecken. 

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Rezension:Köstliches von Waldbäumen: Bestimmen, sammeln und zubereiten (Broschiert)

Dr. Markus Strauß beschäftigt sich in diesem Buch mit den Früchten unserer einheimischen Bäume und listet zunächst die Nährstoffgehalte verschiedener Waldbaumfrüchte auf.

In der Folge dann porträtiert er: Birke, Buche, Eiche, Esskastanie, Fichte/Nadelbäume, Robinie, Sommerlinde, Spitzahorn, Vogelkirsche und Walnuss.

Im Zuge der einzelnen Baumporträts erfährt man stets Wissenswertes über Wuchs und Aussehen, Vorkommen, über charakteristische Inhaltsstoffe und Heilwirkungen, erhält zudem immer auch Sammlertipps und lernt die verwendeten Pflanzenteile, deren Erntezeit kennen und erhält zudem Rezepte für die Zubereitung dieser Baumfrüchte.

Staunen musste ich über den Reichtum an Inhaltsstoffen und die Heilwirkungen, die unsere Urgroßmütter, sofern sie auf dem Land gelebt haben, sicher noch gekannt haben.

Die jungen Triebe der Fichte, beispielsweise, enthalten Vitamin C, Zucker und Gerbstoffe, jedoch noch wenig ätherisches Öl, (vgl.: S.42). Aus diesen Fichtenspitzen kann man ein wohlschmeckendes Gemüse zubereiten und der Nadelbaumsamen, der einen Ölgehalt von 35% aufweist, eignet sich als Pinienkernersatz.

Dass Lindenblühtentee bei Erkältungen zum Einsatz kommt, wird der ein oder andere schon gehört haben, aber dass man aus Lindenblätter einen Salat zubereiten kann, wohl eher nicht. Berichtet wird u.a. auch über Lindenblütenbäder und Lindenöl, über Ahornkapern u.a. mehr. Das Wissen, dass man aus 10 Pfund Eicheln 7 Pfund Eichelmehl herstellen kann, hat in Kriegszeiten vergangener Jahrhunderte so manchen vorm Hungertod gerettet.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Waffeln: Süße und pikante Rezepte für jede Gelegenheit (Gebundene Ausgabe)

Wenn ich meine Mutter besuche, bereitet sie mir immer mal wieder Waffeln zu. Diese Leckerei habe ich als Kind schon gemocht.  Das reich bebilderte Backbuch von Tara Duggan werde ich ihr morgen schenken, damit sie neue Waffelrezepte ausprobieren kann.

Untergliedert sind diese Rezepte in die Kapitel:
Frühstück und Brunch
Lunch und Abendessen
Desserts
Grundrezepte
Im Vorfeld erfährt man Wissenswertes über Waffeln im Allgemeinen. Dabei wird hervorgehoben, dass für die Rezepte im Buch in erste Linie einfache Zubereitungsarten verwendet werden. Näher erläutert werden die wichtigsten Zutaten und man erfährt im Rahmen einer kleinen Waffelkunde, dass diese Köstlichkeit schon im Altertum zubereitet wurde und dass die "Belgischen Waffeln" eine Besonderheit darstellen. Ausführlich wird man mit der Küchenausstattung vertraut gemacht, erfährt Näheres zu Standard-Waffeleisen und Spezialwaffeleisen, bevor man in 10 Schritten exakt erklärt bekommt wie die Zubereitung von Waffeln gelingt.

Die Seite mit den Tricks und Tipps sollte man nicht ungelesen überblättern. Dann erst sollte man sich mit den 40 unterschiedlichen Waffelrezepten zu befassen.

 Gleich zu Beginn liest man, dass bei Rezepten für "Belgische Waffeln" das Eiklar separat steif geschlagen wird. Auf diese Weise werden die Waffeln knuspriger und luftiger. Verfeinert werden sie mit echter Vanille, und sie werden mit Erdbeeren und Schlagsahne garniert. Alle Rezepte werden sehr gut erklärt. Zu meinen Favoriten zählen die "Kartoffelwaffeln mit Apfelmus", die "Buchweizen-Waffeln mit Räucherlachs und Dill-Schmand" und die "Vollkorn-Blaubeer-Waffeln". Die Zutaten entsprechen meinen Vorstellungen von gesunder Ernährung. 

Morgen werde ich mit meiner Mutter "Mehrkornwaffeln mit Avocado und Tomaten-Mandel-Pesto" backen. Darauf freue ich mich jetzt schon. Das Teigrezept steht auf den letzten Seiten in der Rubrik Grundrezepte. Dabei sorgt das Buchweizenmehl für eine nussige Geschmacksnote, die vermutlich den Geschmack des
Tomaten-Mandel-Pesto unterstreichen wird.

Empfehlenswert.

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Rezension: Die neue Aromenküche- Genussvoll durch die Welt der Gewürze

Dieses bemerkenswerte Kochbuch wurde von Prof. med. Markus Metka, dem Präsidenten der Österreichischen Anti-Aging-Gesellschaft und dem Spitzenkoch Thomas M. Walkensteiner (1 Stern Guide Michelin, 3 Hauben. 18 Punkte Gault Millau 2010, 97/100 Punkten, 5 Sterne Guide à la Carte) auf den Weg gebracht. Dem Rezeptteil sind Informationen von Prof. med. Markus Metka im Hinblick auf Gewürze und Kräuter vorgeschaltet.

Hier schreibt er u.a. , dass die Wirkung von Oregano mit einem der gebräuchlichsten Anti-Diabetes-Medikament vergleichbar ist. Die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe besitzen ein starkes Anti-Aging-Potential. Der Mediziner berichtet über die historische Bedeutung und Nutzung von Heilpflanzen, hinterfragt, ob Oliven, Knoblauch und Zwiebeln auch zu den Gewürzen zählen und was Safran, Salbei, Granatäpfel und Weintrauben gemeinsam haben, bevor er Wissenswertes zu den sekundären Pflanzenstoffen übermittelt. Bislang wurden über 40 000 Pflanzeninhaltsstoffe erforscht. Einige dieser Stoffe nennt Metka.

Er schreibt über schleichende Entzündungen und freie Radikale und wie man diese in Schach halten kann, spricht in diesem Zusammenhang von vier Säulen der richtigen Ernährung und erläutert in der Folge wie Kräuter und Gewürze den Fett- und Zuckerstoffwechsel beeinflussen. Dabei vergisst er nicht zu erwähnen, aus welchen Bestandteilen die „Wunder-Gewürzmischung“ besteht, mittels der gleichzeitig der Fettstoffwechsel, der Zuckerstoffwechsel und der Blutdruck positiv beeinflusst werden können. 

Man lernt die wichtigsten Kräuter und Gewürze mit antiinflammatorischer Potenz und mit antioxidativem Potential kennen, auch die Kräuter und Gewürze für den Zuckerstoffwechsel, das Gewürz mit chemopräventiver Wirkung, die Kräuter und Gewürze gegen Viren, Bakterien und Parasiten, die Kräuter und Gewürze für „Mind and Mood" sowie die beliebtesten Küchenkräuter. 

Walkensteiner wartet mit hilfreichen Tipps für die Kräuter- und Gewürzküche in der Praxis auf. Danach kann man sich mit dem reich bebilderten Rezeptteil befassen. Dieser ist untergliedert in: Vorspeisen, Suppen, Vegetarisch, Fisch, Fleisch, Desserts, Handfeste Basis, Beilage, Eingelegtes, Gewürze, Brot, Energiedrinks und Eis. Die Rezepte sehr gut und werden schrittweise bestens erläutert.

Bei den Vorspeisen möchte ich den „Lauwarmen Salat von zweierlei Spargel mit Spitzmorcheln, pochiertem Bauernei und Matcha-Bärlauch-Schaum“ hervorheben. Matcha-Pulver ist ein Fat-Burner, besitzt zudem die antioxitative Wirkung, die  ansonsten in einem Glas Rotwein enthalten ist und die chemopräventive Wirkung von 5 ¼ Gläsern Orangensaft. Bei den Suppen möchte ich stellvertretend für alle Rezepte auf die „Miso-Suppe mit Seidentofu, Wakame –Algen und Sansho-Bergpfeffer“ hinweisen. Bergpfeffer schmeckt nicht nur gut, sondern ist entzündungshemmend.

Auf die Leser warten sehr gute vegetarische Rezepte, wie etwa „ Bärlauchrisotto mit jungem Grünspargel, Morcheln und Tomatenschaum“ oder „Salbei-Spinat-Tascherl mit Ziegenfrischkäse und Artischocken“. Salbei enthält entzündungshemmende Stoffe. Die tollen Fischrezepte machen die Auswahl schwer. Aromenträume sind das „ Rote Curry von Meeresfrüchten, zweierlei von der Erbse und Mini-Auberginen-Äpfel“, auch „Medaillon vom Seeteufel mit Paprika-Bouillabaisse-Fond und Muscheln“ sowie das „ Pot au feu mit Miesmuscheln und Weißwein mit Kurkuma-Macha-Gnocchi“. Von den Zutaten her sind diese Speisen überaus gesundheitsförderlich und das, obschon sie nach allem anderen als nach Krankenhausnahrung schmecken.

 Sehr gut gewürzte Fleischgerichte werden Fleischesser in Staunen versetzen. Mein besonderer Augenmerk gilt hier dem „ Kalbsfilet in der Rosmarinkruste mit Granatapfel, Steinpilzen und Eierschwammerln“ und dem „Lammrückenfilet mit Basilikum- Oliven-Kruste, Tomaten-Couscous und geschmorten Strauchtomaten“. Beide Gerichte haben eindeutig mediterrane Noten. Bei den Desserts schließlich möchte ich die „Gedünstete Rosmarinbirne mit Bitterschokoladeneis und Rosmarinsabayon“ nennen und der Jahreszeit entsprechend die „Warme Apfel-Tarte mit Cremeeis“ von Schmorapfel“. Der im Dessert enthaltene Zimt fördert übrigens die kognitiven Fähigkeiten und macht gute Laune. 

 Zum Schluss gibt es dann noch gute Rezepte für Basics, Beilagen und für Eingelegtes, für Gewürze, Brot
Energiedrinks und Eis. Alles sehr lecker und unglaublich gesund. 

Empfehlenswert.

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Rezension: TEUBNER Food (Teubner Solitäre) (Gebundene Ausgabe)

Die ersten Koch-Bücher aus dem Teubner-Verlag habe ich in den frühen 1990ern gekauft und sie Jahre später dann auf Amazon rezensiert. Vor kurzem nun hat mich ein Freund auf "FOOD" aufmerksam gemacht. Dieser reich bebilderte Prachtband mit edlem Schuber ist ebenfalls bei Teubner erschienen, aber es handelt sich hierbei nicht um ein Kochbuch, sondern um ein Lebensmittelwarenkundebuch.

Wer wirklich gut kochen möchte, muss sich über die Beschaffenheit von Lebensmitteln kundig machen. 1994 wurde mir klar wie ahnungslos ich immer noch war, obschon ich zu jener Zeit bereits viele Kochbücher gelesen hatte. Damals las ich ein Buch über Shrimps, Hummer und Langusten von Witzigmann aus dem Teubner-Verlag und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, welche Vielfalt es allein bei diesen Krustentieren gibt.

 "FOOD" ist in 11 Kapitel untergliedert. Hier erfährt man Wissenswertes über: Gewürze und Gewürzmittel, Kräuter, Gemüse, Getreide, Obst, Mich und Käse, Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Geflügel und Wild sowie Wurst und Schinken. Die genannten Kapitel sind jeweils in Unterkapitel aufgeteilt, in denen eine Fülle von Informationen auf die Leser warten. Obschon ich einige Gewürzbücher gelesen habe, habe ich jetzt mir bislang noch nicht bekannte Gewürze kennen lernen dürfen. Unter diesen befinden sich Akaziensamen, der aus grünen Mangos hergestellte Amchur, auch die Felsenkirsche, deren geschälter Samenkern bitter-aromatisch schmecken soll. Man erfährt Wissenswertes über Tradition und Neukreationen von Gewürzen, liest über internationale Vorlieben, asiatische Würzgewohnheiten, über die Gewürze in Amerika und in Australien, bevor man sich mit Pfeffer- und Salzsorten näher beschäftigen kann. Hier kannte ich bislang Sansho und Guineapfeffer nicht. Bei den Salzsorten war mir das Pyramidensalz und das Alaea Meersalz bisher fremd. Unterrichtet wird man übrigens sehr gut über die Salzgewinnung, um wenig später Wissenswertes über Gewürzmischungen zu erfahren. Vom Colombo-Powder habe ich noch nie etwas gehört. Es stammt aus der Karibik und sorgt für das Aroma der gleichnamigen Gerichte.

Anschließend erfährt man Näheres über Essig und Öl und hier über die große Vielfalt der Pflanzenöle, wird über die Herstellung von Essig aufgeklärt, um sich dann mit Würzsaucen und-Pasten auseinandersetzen zu können. Unter diesen findet man auch "Moutarde Brune", einen schwarzen Senf mit einer typisch französischen Kräutermischung. Chili und Peperoni kommen breitgefächert zur Sprache. Kolumbus erwähnte das scharfe Gewürz schon 1492. Einige der aufgeführten Sorten verwende ich fast täglich, andere habe ich noch nicht ausprobiert, darunter übrigens "Chile Cascabel".

Zu den Gewürzen und Würzmitteln zählen auch die Oliven. Hier werden die einzelnen Sorten bestens beschrieben. Das kann ich beurteilen, weil ich schon alle bis auf die Arbequina-Oliven bereits probiert habe.-Bei der Beschreibung von Zucker und Honig macht mich "LOU HAN GUO" neugierig, dieses Süßmittel wird aus einer chinesischen Kürbisart gewonnen, schmeckt karamellartig und hat nahezu keine Kalorien.

Kräuterbücher habe ich schon einige rezensiert, insofern, kann ich die Qualität der Kräuterbeschreibungen hier im Buch beurteilen. Sie sind ganz hervorragend dargestellt. Das gilt nicht nur für die Garten- sondern ebenfalls für die Wildkräuter, zu denen man auch den Sauerampfer zählt. Bislang hielt ich ihn für ein Gartenkraut. Zu den essbaren Blüten zählen u.a. Begonien, Orangenblüten und Gewürztagetes. Die zuletzt genannten Blüten werden auch von Vögeln gemocht, wie ich im Sommer im Garten stets beobachten kann. Verschiedene Asia-Kräuter werden vorgestellt, die hier nur selten in Asia-Läden angeboten werden. Anschließend lernt man eine Fülle von Blatt- und Stielgemüse-Sorten kennen, darunter Eiskraut und Mönchsbart, Zicchoriengewächse u.a.m. Wirklich bereichernd.

Im Rahmen der Gemüsepräsentation werden zunächst Blütengemüsesorten vorgestellt, zu diesen zählen die Artischocken und der Blumenkohl in unterschiedlicher Färbung. Was man unter Fruchtgemüse zu verstehen hat, wird auch sehr gut erläutert. Zur Sprache gebracht werden die Vielfalt der Auberginen, die Butterfrucht Avocado, Gurkenarten und Gurkensorten, Kürbisse, Mais, Paprika, Tomaten und Zucchini.

Gemüse, das als Obst verwendet werden kann und Hülsenfrüchte mit hohem Nährstoffgehalt, Sojaprodukte und eine Vielzahl von Knollen sowie Wurzeln sind ebenfalls Themen Zudem werden unzählige Kartoffelsorten vorgestellt und näher beschrieben. Man erfährt in diesem Zusammenhang, das die älteste deutsche Kartoffelsorte "Sieglinde" heißt und am beliebtesten die "Drillinge" sind, eine Art Minikartoffel.

Über Kohl und Rüben wird man aufgeklärt. Hier lernt man auch Kohlgemüsespezialitäten kennen, wie etwa "Pak Choi" und den "Chinesischen Senfkohl". Unendliche viele Pilzsorten sind aufgeführt, Sprossen- und Sprossengemüse, auch Zwiebelgemüsesorten, die zu den ältesten Kultursorten zählen und hier auch die rote Semianzwiebel. Sie kommt aus Italien und ist milder als unsere rote Zwiebel. Schließlich trifft man auch noch auf Tropisches und Exotisches. Dazu zählen die Balsambirne, die Luffa und die Tomatillo, die keine grüne Tomate ist, wie viele fälschlicherweise meinen.

Getreidesorten von A bis Z lernt man kennen. "Tricale" kannte ich bislang noch nicht. Es ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Über Reis erfährt man Wissenwertes, auch über Getreideprodukte u.a. und Nudeln, um alsdann die gesamte Obstvielfalt kennen zu lernen: Hier zunächst das Beerenobst. Die Tyberry wächst im Garten meiner Mutter. Die schwarze Maulbeere habe ich bisher noch nicht gegessen, die vorgestellten Traubensorten hingegen schon.

Sehr gut beschrieben sind alle Kernobstsorten, die mich verführt haben gleich nach einem Apfel zu greifen, einem "Idared" mit frischer Säure.Viele Birnensorten werden vorgestellt und auch Schalenobst, wie die Gingonuss. Steinobst wird thematisiert und hier zahlreichen Pfirsich- Aprikosen- und Nektarinenarten, Kirschen- und Pflaumensorten, zudem Wildobst, Südfrüchte und exotische Früchte. Wissen Sie wie südindische Wasseräpfel oder afrikanische Safu aussehen und schmecken? Ich weiß es erst seit wenigen Minuten.

Milch- und Milchprodukte in ihrer ganzen Vielfalt kommen zur Sprache. Über 40 Seiten hinweg werden Käsesorten aus aller Welt sehr aufschlussreich beschrieben. Wenn man sich dies Informationen gut gemerkt hat, hat man keine Probleme mehr, in einem guten französischen Restaurant sich bei der Käseauswahl zu artikulieren und weiß vor allem, was man im Käseladen kaufen möchte.

Beleuchtet werden des Weiteren Süßwasser- und Meeresfische von A-Z. Alle Fische, die zur Sprache gebracht werden, sind abgelichtet worden. Ferner erfährt man Näheres zu geräucherten, gesalzenen und getrockneten Fischprodukten, zu Plattfischen, zu Stör und Lachs und zum Luxusprodukt Kaviar. Dass die Eier der Weinbergschnecke eine besondere Delikatesse sind, wusste ich bislang allerdings noch nicht.

Sehr gut erläutert werden übrigens die Meeresfrüchte. Diese sind untergliedert in: Garnelen und Scampi, Hummer und Langusten, Krebse und Krabben, Meeres- und Landschnecken, Muscheln, Austern und Tintenfische. Es ist leider im Rahmen der Rezension nicht möglich auf all diese Meeresfrüchte näher einzugehen. Es lohnt sich, alles ganz genau zu lesen, bevor man Einkäufe tätigt. Soviel nur.

Wer gerne Fleisch isst, sollte sich über die einzelnen Fleischteile beim Kalb, Rind, Schwein, Lamm und Ziege, Pferd, auch beim Wild und Geflügel ein genaues Bild verschaffen. Für bestimmte Speisen sind bestimmte Fleischsorten unumgänglich. Zu wissen, was sich hinter den einzelnen Sorten verbirgt, halte ich für wichtig.

Zum Schluss liest man über die Vielfalt von Eiern, von Aufschnitt und Streichwurst, Hartwurst und Salami, Schinken und Speck sowie Würste wird man zum Schluss dann aufgeklärt. Es ist schon erstaunlich wie viele Schinkensorten es gibt. Ich selbst ziehe allerdings ein Stück Käse vor. Jetzt wäre mir nach einen "Bleu de Laqueuille", dazu frisches Baguette und ein Glas Pinot noir. Köstlich. Das Leben kann schön sein.

Wer sich über die Vielfalt kulinarischer Genüsse ein Bild machen möchte, ist mit diesem Buch bestens beraten.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Urban Cook. Anständig kochen. Das Must-have-Kochbuch mit mehr als 100 saisonalen, nachhaltigen Rezepten (Gebundene Ausgabe)

Das vorliegende Kochbuch habe ich schon einige Monate in meinem Bestand und habe insofern zahlreiche Gerichte daraus bereits zubereitet. Der australische Autor und Küchenchef Mark Jensen hat hier seine Idee umgesetzt, ein Buch zu verfassen, das im Hinblick auf die Fragen wie ethisch und ökologisch nachhaltig Lebensmittel produziert werden, sensibilisiert. Insofern ist dieses Werk kein reines Rezept-, sondern zudem auch ein Aufklärungsbuch, das den Leser dazu motiviert, das Kauf- und Essverhalten zu verändern. Keine schlechte Entscheidung übrigens, damit gleich zu Jahresbeginn zu anzufangen.

Jensen informiert über die Transportwege von Lebensmitteln. Mittlerweile soll es in Europa einige Länder geben, wo die "Foodmiles" auf Lebensmitteletiketten angegeben sind. Bei allem ist es aber am nachhaltigsten, regional erzeugte, der Jahreszeit entsprechende Produkte zu kaufen. Diese Ansicht des Autors vertrete ich schon seit langem. Gemüse und Obst werden so produziert, dass sie leicht transportiert werden können, nicht selten werden sie zu früh geerntet. Direkt beim Erzeuger seine Lebensmittel zu beziehen, ist verantwortungsvoller, besonders dann, wenn der Erzeuger biologischen Anbau betreibt.

 Der Autor informiert über ökologische Landwirtschaft, aber auch über Monokultur und hier nicht zuletzt über die schädlichen Auswirkungen von Düngemitteln. Auch über gentechnisch veränderte Pflanzen wird man aufgeklärt, bevor man die ersten Rezepte studieren kann. Die Rezepte sind übrigens untergliedert in die Rubriken: Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel, Schwein, Lamm, Rind und Kalb sowie Desserts.

Die einzelnen Rezepte werden sehr gut und anschaulich erläutert. Anhand von Fotos hat man Gelegenheit sich die Rezeptergebnisse anzuschauen. Zudem werden nicht selten Zusatzinfos geliefert, denen man unbedingt auch Aufmerksamkeit schenken sollte. Bei den Gemüsegerichten möchte ich "Sauté aus Frühlingszwiebeln in Zitronenbutter" und die "Grünen Bohnen mit Sauce aus roter Paprika und Tomaten" hervorheben. Sehr gut auch ist der "Lauch geschmort in Weißwein und Thymian". All diese Speisen kann man zubereiten, ohne lange Transportwege von Lebensmitteln in Kauf nehmen zu müssen.

 Der Autor kommt, wie schon erwähnt, aus Australien, deshalb enthält das Buch auch Rezepte mit Lebensmitteln, die bei uns nicht angebaut werden. Das gilt u.a. für die Papaya und einige andere Früchte, die man ja nicht zwingend zubereitet muss, wenn man es mit der Nachhaltigkeit genau nimmt. Die meisten der über 100 Rezepte sind so gestaltet, dass man die Zutaten hier bei uns auf dem Wochenmarkt oder beim Bauern kaufen kann, sieht man mal von den Gewürzen und solchen Dingen ab. Probiert habe ich auch das "Kohlrabi-Püree" und den " Rosenkohl mit Knoblauch und Frühlingszwiebeln". Beide Speisen lassen sich einfach nachkochen und schmecken exzellent.

Jensen gibt gute Informationen zu Fisch und Meeresfrüchten und unterstreicht dabei, dass ohne Kontrollmechanismen die industrielle Fangflotte in der Lage wäre, die Fischbestände in den Weltmeeren auszurotten. Aufgeklärt wird man über die Methoden der kommerziellen Fischerei, die verheerenden Auswirkungen von Grundschleppnetzen über den sogenannten Beifang und die Maßnahmen für dessen Reduzierung sowie die Vor- und Nachteile der Aquakultur. Der Autor unterstreicht, dass mit fundierten Kenntnissen und vernünftiger Tierhaltung es möglich sei, die Methoden der Züchtung von Fisch und Meerestieren zu verbessern und wartet dann mit feinen Rezepten auf. Unter diesen befindet sich ein delikates Muschelrezept: "Im Wok gerührte Miesmuscheln mit Kaffir-Limettenblättern, Ingwer und Knoblauch", das außerordentlich gut schmeckt. Delikat auch ist das "Indische Curry aus Regenbogenforelle in Joghurt", das die schönen Seiten der Globalisierung offenbart.

Kritische Betrachtungen im Hinblick auf Geflügelhaltung machen aufmerksam auf den Mangel an genetischer Vielfalt, Antibiotika, die künstliche Umgebung und Enge in den Ställen und den Transport der Tiere zum Schlachthof, bevor man Näheres über Hühner aus Freilandhaltung und aus biologischer Haltung erfährt. Mit diesen Infos ausgerüstet, wird man gewiss kein Huhn aus der Massentierhaltung auf den Tisch bringen. Gefallen hat mir in diesem Kapitel besonders die "Vietnamesische Hühner-Nudel-Suppe", "Huhn Geschmort in Weißwein, Sahne und Thymian", sowie das "Brathähnchen mit Zitronengras, Peperoni und Knoblauch".

Besonders loben möchte ich den Autor für den Aufklärungsunterricht in punkto Massentierhaltung der Schweine und auch im Hinblick auf Wachstumshormone und Antibiotika bei Rindern. Wer Fleisch isst, sollte dies nicht jeden Tag tun und wenn überhaupt beim Biobauern kaufen. Nach der Lektüre des Buches dürfte selbst dem größten Ignoranten klar sein, weshalb.

Sehr delikate Lammgerichte warten auf die Hobbyköche. Auch leckere Speisen mit Rindfleisch, wie etwa "Langsam gegartes Rinderfilet mit Sauce Bordelaise" und "Boeuf Bourguinon", das Jensen mit Shiraz zubereitet, will ich nicht unerwähnt lassen, um schlussendlich noch auf zwei Nachspeisen hinzuweisen, die köstlich schmecken.

 Eines meiner Lieblingsdesserts seit meiner Kindheit sind "Windbeutel mit Chantilly-Creme". Selbstgemacht nach der Rezeptvorgabe aus vorliegendem Buch kommen sie einem Kuss vom Himmel gleich. Lecker auch ist der "Gedeckte Apfelkuchen" mit Pekanüssen, der ein Menü gelungen abrundet.

 Ein tolles Kochbuch, das nicht nur über das Wie, sondern auch das Was kundig macht. 

 Sehr empfehlenswert.

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Rezension: Fünfzig Mal Mund auf in Schweden: Was man gegessen haben muss (Broschiert)

Was speist man in Schweden? 

Die in Schweden lebende Journalistin Katja Güth stellt in diesem kleinen, reich bebilderten Büchlein 50 kulinarische Besonderheiten aus dem Land, wo sie wohnt, vor. Dabei geht hier nicht um Rezepte, sondern ausschließlich um Warenkundliches. Viele Produkte kannte ich bislang nicht. Unter ihnen Moltebeeren. Das sind Früchte, die im Moor gedeihen und wahre Vitamin-C –Bomben verkörpern sollen. Man liest von Wildlachsen, Knäckebrot, vergorenen Heringen und auch von Gotland-Trüffeln, von denen ich bislang noch nichts gehört hatte. Diverse Beerensorten werden vorgestellt, auch sogenannter Kalixrogen, der aufgrund des geringen Brackwassers in der nördlichen Ostsee einen wohlbalancierten Geschmack haben soll.

Die Schweden verspeisen das Fleisch vom Rentier, Elch, von Auerhähnen und von Schneehühner. Über diese Lebensmittel wird man ebenfalls unterrichtet und schließlich auch über "Julmust"(Weihnachtssaft). Das ist ein alkoholfreies Getränk, das verdeutlicht, dass die Schweden keineswegs zum Weihnachtsbüffet nur reinen Branntwein trinken. Das ist offenbar ein böses Gerücht, denn nicht Schnaps, sondern Kaffee ist das Nationalgetränk schlechthin, (S. 74). Jeder Schwede verkonsumiert etwa 1200 Tassen im Jahr. Nur die Finnen trinken noch mehr davon. Vielleicht sollte ich nach Schweden oder Finnland auswandern, dort hätte man für meine Kaffeevorliebe Verständnis.

Wer die Absicht hat, nach Schweden zu reisen, sollte sich in dem Büchlein zuvor schlau machen, um zu wissen, was ihn erwartet, wenn er im Restaurant "Ostkaka", " Havregryn", "Tjäder" etc. bestellt.

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Rezension: Kulinarische Zaubereien: für Advent, Weihnachten und Silvester (Gebundene Ausgabe)

Die Konditorin Luisa Marschall hat gemeinsam mit ihrer Cousine Mona Binner, einer gelernten Werbefotografin, dieses reich bebilderte, sehr hübsch gestaltete Rezeptbuch für Advent, Weihnachten und Silvester auf den Weg gebracht, das mit einem Text von Heinrich von Fallersleben seinen Anfang nimmt, den viele aufgrund des Weihnachtsliedes "Fröhliche Weihnacht" aus Kindertagen sicher noch kennen.

Nach dem Vorwort und einem kurzen Bericht darüber, wie das Buch entstand, folgt der Rezeptteil, untergliedert in: Plätzchen, Stollen und Lebkuchen Kleine Nikolausgeschenke Deine Weihnachtsmenüs Schlemmen am Buffet

Die Rezepte sind alle gut und ausführlich erklärt und die Foodfotos motivieren zu Aktivitäten in der Küche. Den Stollenkonfekt werde ich auf jeden Fall zubereiten. Es handelt sich hierbei um ein Gemisch aus Rührteig und Brandteig mit vielen weihnachtlichen Gewürzen, darunter Kardamom, Nelken und Zimt.

Der "Zimtstern-Schaum" ist ein gelungenes Dessert in der kalten Jahreszeit, das nicht nur aufgrund des darin enthaltenen Rums und der Baileys Irish Cream innerlich erwärmt, sondern in erster Linie wohl aufgrund des Zimts.

Stollen gibt es übrigens nicht nur in Konfektform, sondern auch als "Schokoladenstollen mit Marzipan."

Die kleinen Nikolausgeschenke können erst wieder im kommenden Jahr verschenkt werden, sei es der "Granatapfellikör" oder auch die "Marzipankartoffeln mit Amaretto", die sich sehr einfach zubereiten lassen. Die "scharfe Zipfelmütze", ein Zartbitterpraline mit Chilischote, ist eine Köstlichkeit, die man zu jeder Zeit verschenken kann und die nicht nur zu einem Espresso, sondern auch zu einem Glas Rotwein hervorragend mundet.

In dem Kapitel "Einladungen zum Adventskaffee" habe ich ein delikates Kaffeerezept entdeckt. Hier auch findet man das Rezept für die "Sahnig-zarte Pistazienrolle" und für die "Himmlische Haselnusstorte mit Cointreau". Die vorgestellt Torte wird fast ohne Mehl zubereitet, dafür aber mit 10 Eiern. Ein Traum, der durch die Aromatisierung mit Cointreau den letzten Kick erhält.

Nicht vergessen möchte ich, dass jedes Kapitel mit einem Weihnachtsgedicht eines namhaften Lyrikers beginnt- eine lobenswerte Idee-, auch jenes, in dem drei delikate Drei- Gänge- Menüs vorgestellt werden, darunter auch ein vegetarisches, das ich für eine besonders gelungene Komposition erachte.

Für Silvesterfeten kann man sich im Buch auch kulinarische Anregungen holen. Das Motto heißt "Schlemmen am Buffet". Die Varianten von gewürzter Butter schmecken natürlich das Jahr über bestens, speziell auf dunklem Brot, das von einem Glas trocknen Weißwein begleitet werden sollte.

Das neue Jahr mit einer festlichen Champagnercremesuppe zu beginnen, ist gewiss kein Fehler, vor allem dann nicht, wenn man sich im Freien aufhält, um das Feuerwerk, das viele Menschen alljährlich Jahr entzünden, innerlich aufgewärmt zu bestaunen. Lassen Sie sich inspirieren. Gut gemacht, meine Damen. Glückwunsch! Empfehlenswert.

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Rezension: Italienisch vegetarisch

Dieses reich bebilderte Kochbuch stellt eine Vielzahl sehr delikater italienischer, vegetarischer Speisen des Starkochs Claudio Panazzo vor. 

Die Rezepte sind den Kapiteln: Antipasti; Pasta, Gnocci und Reis; Pizza, Calzone, Focaccia, Panzerotti; Insalate; Hauptgerichte; Desserts; Aperitifs und Getränke zugeordnet. 

Die Zutaten werden für jedes Gericht übersichtlich aufgelistet, alsdann werden die Arbeitsschritte sowohl textlich als auch mittels Fotos appetitanregend dem Kochinteressierten nahe gebracht, die Zubereitungszeiten werden konkret genannt und es werden immer hilfreiche warenkundliche Zusatzinfos geliefert. 

Bei den Antipasti gefallen mir die "Gemüseröllchen mit Couscous" sehr gut, ein Gericht, das aus Sizilien kommen könnte. Leckere Pastagerichte machen neugierig, so etwa "Grüne und gelbe Tagliatelle mit Pfifferlingen" oder auch die mit einer Ricotta-Nussmischung gefüllten Nudeln. Über Safran wird umfangreich informiert, auch sind kleine Spezialkochkurse eingebunden, etwa für die Zubereitung eines Pizzateiges oder für Artischocken. 

 Der "Weißkohlsalat mit Feigen und Trauben" ist eine gelungene herbstliche Vorspeise, der als Hauptgericht "Artischocken alla Romana mit Kräuter-Reis" folgen könnte. Als Dessert kann ich mir einen "Bratpfirsich" vorstellen, aber auch ein Stück von der "Cappuccino-Torte", von der ich gar nicht wissen möchte, wie viele Kalorien sie hat, denn sie enthält 500 Gramm Mascarpone, 300 Gramm Haselnüsse, Sahne , Eier u.a. mehr. Wer mag, kann hinterher noch einen "Caffè Shakerado" genießen, keineswegs nur im Sommer.

Ein schönes, informatives Kochbuch mit vielversprechenden Rezepten.

Empfehlenswert. 

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Rezension:Ayurveda - Das Kochbuch (Gebundene Ausgabe)

Elisabeth Füngers ist die Autorin dieses sehr guten, reich bebilderten Kochbuches, das authentische Rezepte aus Sri Lanka enthält, die auf der Basis der ayurvedischen Ernährungslehre konzipiert worden sind.

Bei Ayurveda handelt es sich um die älteste Naturheilkunde der Welt, die in Sri Lanka übrigens ihren Ursprung hat. Ihr Grundgedanke ist die Einheit von Körper, Geist und Seele.
"Ayur" bedeutet Leben und "Veda" Wissenschaft. "Ayurveda" ist das Wissen von einem langen Leben, so die Autorin. Die Lehre hat ihren Ursprung vor ungefähr 5000 Jahren in der Region am Fuße des Himalajagebirges. Aufzeichnungen darüber existieren bereits seit 3500 Jahren. Krankheit wird dieser Lehre nach als Disharmonie begriffen, die entsteht, wenn die Lebensenergie nicht richtig fließt. Ayurveda hat die Heilung durch Selbstheilung zum Ziel. Dazu ist eine gesunde Ernährung notwendig, aber auch der positive Umgang mit sich und anderen, der Toleranz und Aufmerksamkeit impliziert.

Man erfährt Wissenswertes zu den Konstitutionen- Vata- Pitta- und Kapha-Typ, die in reiner Form selten anzutreffen sind. Ayurvedische Ärzte können mittels Pulsdiagnose feststellen, welchem Typ man zugeordnet werden kann. Die Nahrung wird dann auf den bestimmten Typ ausgerichtet.

Man erfährt in der Folge Näheres zur Behandlung durch Ayurvedamedizin und dass es in Ayurvesaresorts darum geht, Genesungsprozesse einzuleiten. So werden beispielsweise durch Yoga und Meditation mentale Verspannungen und Stressblockaden gelöst.

Im vorliegenden Buch werden Rezepte für Suppen, Reis und Curry, Fisch und Fleisch, Chutneys und mehr, aber auch für Desserts und Getränke vorgestellt. Die Rezepte werden von schönen Fotos begleitet und man hat Gelegenheit im Rahmen kleiner informativer Texte mehr über Tempel und Mönche, über die Ayurvedaapotheke und Heilkräuter, über Kingoconut, über die Heilwirkung von heißem Wasser, über den Reisanbau, über Ayurvedaöle und -behandlungen, über Fermationen, die Papaya, die ayurvedische Sauna etc zu erfahren.

 Ausführlich wird man über Currymischungen unterrichtet und erhält Rezepte zum Selbstmischen, auch liest man, wofür einzelne Heilkräuter und Gewürze hilfreich sind und kann sich sehr guter Rezepte erfreuen, die Schritt für Schritt erklärt werden. Ich werde die nächsten Wochen nach diesem Kochbuch Mahlzeiten zubereiten, um in den trüben Spätherbstwochen gesund zu bleiben. Ingwer sollte man in dieser Zeit immer essen, denn es hilft gegen den Herbstblues.

 Heute koche ich ein "Scharfes Möhrencurry", das Ingwer enthält. Dazu gibt es dann Basmatireis. Anschließend dann werde ich einen Obstsalat (S. 112) zubereiten, der viele Vitamine enthält und die Körperabwehr stärkt.

 Empfehlenswert.

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Rezension:Kochen - Die neue digitale Schule (Gebundene Ausgabe)

39 Online-HD-Videos und ein tolles Kochbuch bilden hier eine Einheit. Dafür beide Daumen nach oben. 

Bei diesem Kochbuch handelt es sich um eine neue Kochbuchgeneration, mittels dem man 39 Grundtechniken des Kochen erlernen kann und zwar mithilfe von Step-by-Step Fotos im Buch, HD- Videos im Web und als APP. Zudem warten 300 Rezeptvariationen auf den Leser. Für jede einzelne Grundtechnik ist im Buch ein QR-Code abgebildet. Mittels Klick auf dem Smartphone oder über die angegebene Internetadresse gelangt man zum entsprechenden HD-Video.

Die Rezepte im reich bebilderten Buch stammen von Michael Koch und die Fotos von Jan-Peter Westermann.

Zunächst erfährt man Wissenswertes zum wichtigsten Handwerkszeug in der Küche, bekommt in der Folge sehr gut alle Garmethoden erklärt. Es folgen die Erläuterungen zu 14 Kräutern und 14 Gewürzen. Dann wird man mit warenkundlichen Infos zu Vorspeisen vertraut gemacht. Schneidetechniken werden gezeigt und zwar für für Rindercarpaccio, gebeizten Lachs und Gemüse-Antipasti. Anschließend lernt man sehr gute Vorspeisenrezepte kennen, die allesamt bestens erläutert werden. Hervorheben möchte ich "Carpaccio mit Steinpilzcreme und Knusperparmesan", "Lachstatar mit Zitronengras und Ingwer" und den "Gebratenen Ziegenkäse mit getrockneten Aprikosen und Mandeln". Alle Vorspeisen im Buch zeugen von der Kreativität des Kochs und zeichnen sich durch Aromenvielfalt aus.

Anhand von Bildern lernt man Schritt für Schritt Grundtechniken für Vinaigrette, Dressing und "Insalata Caprese mit Basilicumöl" zuzubereiten. Dann folgen eine Vielzahl superleckerer Salatrezepte, darunter ein "Waldorfsalat mit Granny Smith und Sellerie", ein "Lauwarmer Pilzsalat mit Pinenkernvinaigrette" und ein "Toskanischer Brotsalat mit Fenchelsalami und Balsamico", die nicht nur Gäste in Erstaunen versetzen.

Es geht weiter mit Suppen und Eintöpfen. Hier erfährt man ebenfalls warenkundlich Interessantes, nicht zuletzt, dass die Hühnersuppe Medizin für Leib und Seele ist und erhält auch die Begründung dazu. Gezeigt wird anhand von Bildern wie man klare und gebundene Suppen aber auch Eintöpfe zubereitet. Man wird auch mit der Zubereitung von feinen Suppeneinlagen vertraut gemacht und erhält sehr delikate Suppenrezepte, erstaunlicherweise auch für "Leipziger Allerlei mit Flusskrebsen", das ich bislang eigentlich nicht als Suppe interpretiert habe und für eine traumhafte "Bouillabaisse mit Fenchelaioli".

Warenkunde zu Nudeln und drei Grundtechniken zur Zubereitung der idealen Partner, so etwa zu einem Pesto, werden als Nächstes erläutert, dann folgen Pastarezepte, wobei hier meine erste Wahl die "Linguine mit Steinpilzpesto" sind.

Sehr informativ ist die Warenkunde zum Reis und in der Folge die Grundtechniken für Risotto, Sushireis und Duftreis. Die Reisrezepte im Anschluss möchte ich besonders loben, speziell das "Spargelrisotto mit Garnelen, Minze und Mascarpone", die Sushi-Rezepte und das Rezept für "Jambalaya".

Über den Allekönner, die Kartoffel, wird man ebenfalls aufgeklärt, auch hier gibt es 3 Grundtechniken, bevor die Rezepte erfolgen, darunter sehr gute Bratkartoffelvariationen, delikate Ofenkartoffeln und leckeren Stampf als auch Kartoffelsalat, beispielsweise mit frischer Gurke.

Warenkundlich Wissenswertes zu Gemüse, auch wichtige Grundtechniken und bemerkenswerte Gemüserezepte warten auf den Leser. Hier möchte ich das "Fenchelgratin mit Cocktailtomaten und Rosmarin", die "Bunte Tomatentarte mit Kräuterjoghurt" und die Gemüsepürees nicht unerwähnt lassen, bevor ich mich den Fischen zuwende. Auch hier wieder gibt es Warenkunde, Grundtechniken und wunderbare Rezepte, nicht zuletzt für einen "Rotbarsch-Krautwickel mit Meerettichschaum und Roter Bete", aber auch für eine "Lachsforelle in Weißweinsauce und Knusperkartoffeln" oder auch für "Jakobsmuscheln mit Safranhollandaise".

Für Geflügel- Wild- und Fleischrezepte sind zwei Kapitel vorgesehen. Wieder erfährt man Warenkundliches und wird erneut mit Grundtechniken vertraut gemacht. Festlich kommt die "Poulardenbrust im Speckmantel mit Rahmkraut " daher und exotisch das "Thaihähnchen mit Gurkensalat". Hervorheben möchte ich "Coq au Vin mit Pilzen und Speck" und den "Rehrücken im Weißbrotmantel mit Butter-Rosenkohl".

Bei den Fleischgerichten gefallen mir das "Züricher Geschnetzeltes mit Champignons", das "Roastbeef mit Bröselkartoffeln", das "Lammkaree mit Olivenkruste und Basalmico- Gemüse" und das "Boeuf bouguinon mit Waldpilzen und Speck" und das "Pochierte Rinderfilet in Barolo". 

 Eine wahre Lust sind die Saucen und Dips in der Folge, die ich gewiss alle ausprobieren werde, allen voran "Tomatensalsa mit Jalapenos und roten Zwiebeln".

Bei den Dessert und Süßes zum Schluss wird wie in allen Kapiteln zuvor verfahren. Dann folgen atmenberaubende Desserts, wobei meine erste Wahl das Mangosorbet mit Sekt darstellt, gefolgt von "Topfenschmarren mit karamellisierten Mandeln".

Wirklich tolle Rezepte, alles sehr anschaulich dargestellt von daher empfehlenswert. 

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Rezension: SAUgut! Wofgang Sievers

Das Kochbuch werde ich an eine Bekannte verschenken, die sehr gerne Gerichte mit Schweinefleisch zubereitet. Ich selbst esse ja bekanntermaßen kein Schweinfleisch, meine aber, dass es unbedenklich ist, die seitens Gerd Wolfgang Sievers dargebotenen Speisen zuzubereiten, sofern man Biofleisch dazu verwendet.

200 Rezepte werden dem Leser offeriert. Diese gut erläuterten Rezepte werden teilweise auch seitens des Food-Fotografen Kurt-Michael Westermann visualisiert.

Gerd Sievers stellt zunächst 16 Schweinerassen vor und erläutert im Einzelnen die Besonderheiten der fokussierten Tiere, zu denen u.a. auch das Iberische Schwein, das Schwäbisch Hällische Landschwein und das Wildschwein zählen.

Der Autor erläutert in der Folge Wissenswertes zur Aufzucht, dem Alter, der Schlachtung, der Messbarkeit der Qualität, der Rasse und worauf man achten sollte. Anschließend folgt der Rezeptteil.

Die Rezepte werden alle sehr gut beschrieben und zeichnen sich nicht nur in ihrer Würzung durch Vielfalt aus.

Untergliedert sind die Rezepte in:
Vorspeisen, Imbisse, kleine Gerichte
Herzhafte Suppen und deftige Eintöpfe
Gulasch, Pörkölt und traditionelle Schmankerln
Aus Omas Küche
Das Gasthaus zur alten Mauth und der Sautanz
Saugut: die Großen Braten
Das feine Schwein, modern und leicht
Das gefeuerte Schwein: Barbecue und Grill
Mit dem Schwein um die Welt- Asien und Ethno-Küche
Gutes von innen Knödel Kraut und wichtige Beilagen
Grundrezepte, Brühe, Fonds, Saucen und Pökel

Hervorheben möchte ich die tollen Gulasch- und Pörkölt- und Ragoutrezepte und hier vor allem den "Szégediner Gulyás", auch das "Ungarische Schweinspörkölt" und das  "Wildschweinragout mit Pilzen und Maronen". „Ostpreußische Dämpfkarbonade“ hat meine Großmutter immer zubereitet. Durch Majoran und Kümmel wird die Karbonade übrigens besonders schmackhaft.

Wer „Elsässisches Sauerkraut“ mit den üblichen Fleisch- und Wurstspezialitäten mag, wird  im Buch ebenfalls fündig, auch den für die Pfalz üblichen „Saumagen“ lernt man hier zuzubereiten und wohlschmeckende Braten, wie etwa  einen "Kümmelbraten", einen "Traditionellen Schopfbraten" und einen sehr raffiniert zubereiteten Wildschweinbraten, an dem Rotwein, Zimtstange und auch Wachholderbeeren nicht fehlen sollten. 

Erwähnen möchte ich noch das „Geschmorte Bio Schweinsbackerl mit Erdäpfel-Kohlrabigemüse und Morcheln", das "Schweinefleischcurry mit grünem Pfeffer" das „Schweinefleisch „Kuala Lumpur“, das mit fermentierter Garnelenpaste zubereitet wird und nicht zu vergessen das "Schweinefleisch mit Chilisauce aus Mexiko". Sowohl die Fleisch- und Wurstgerichte im Buch als auch die Beilagen überzeugen durch Vielfalt der Geschmacksnoten..

 Insofern empfehle ich das Kochbuch gerne weiter.

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Rezension: Deutsche Fische - wie ich sie liebe

Wer Fischgerichte gerne auf den Tisch bringt, findet in dem reich bebilderten Kochbuch von Rainer Sass viele gute Rezepte. Die Fotos hat übrigens Olaf Gollnek realisiert.

Sass wartet mit spannenden zu lesenden Reportagen zu folgenden Fischen auf: Aal, Felchen, Forelle, Hecht, Hering, Kabeljau, Karpfen, Lachs, Matjes, Meeräsche, Rotbarsch, Saibling, Schellfisch, Schleie, Scholle, Sprotte, Steinbutt, Stint, Stör und Zander und nennt dabei stets gleich zu Beginn die Eckdaten zu den Faktoren: Familie, Größe, Lebensraum und Verwendung in der Küche.

Die Rezepte sind jeweils für 4 Personen gedacht und werden Schritt für Schritt so gut erklärt,  so dass selbst blutige Anfänger mit vorzeigbaren Ergebnissen rechnen dürfen.

Gleich zu Beginn haben mich die Rezepte für Aal neugierig gemacht, denn ich habe bislang erst ein einziges Mal einen Aal zubereitet und werde demnächst einen weiteren Versuch starten. Diesmal mit dem Rezept "Lorbeer-Aal mit Zitrone". Dieses Gericht kommt sehr mediterran daher. Mit einer Scheibe dunklem Brot und einem Glas Weißwein ist es ein schöner Imbiss, auch wenn Gäste kommen. Die "Räucheraalbrote mit Dill-Rührei" sind eine Bereicherung für ein Brunch, das gilt auch für die "Eingelegten Felchen". Die Sud klingt vielversprechend. Das Ergebnis dürfte edel sein..

Forellen habe ich früher immer im Schwarzwald gegessen, selbst bereite ich sie nur dann zu, wenn sie in der Kleinmarkthalle in Frankfurt direkt aus dem Wasser kommen. Demnächst werde ich "Forellen Müllerin mit Pinienkernen und knuspriger Petersilie" braten, eine interessante Alternative zu den Mandelforellen mit Blattspinat, die ich ansonsten auf den Tisch bringe. Bin gespannt auf das Ergebnis..

Die Gerichte für Hecht lassen mich sofort an die vielen Gräten denken und sind insofern nicht meine erste Wahl. Neugierig allerdings machen mich die Heringsgerichte und hier der "Brathering in Rotweinsud", gewiss delikater als seiner Brüder in der Blechdose.

Gefallen haben mir die Rezepte für Kabeljau und hier besonders das "Fruchtige Kabeljau-Curry mit Fenchel und Ananas", das "Pochierte Kabeljaufilet mit Frühlingszwiebelcreme und Ofentomaten" und der "Kabeljau im Kräutersud", sehr einfach zuzubereitende Speisen, die sich selbst an Festtagen sehen lassen können.

An solchen Festtagen, speziell zu Weihnachten, ist in vielen Familien der Karpfen aus dem Dorfteich angesagt. Wer noch kein gutes Rezept kennt, hat hier im Buch sechs zur Auswahl, wobei mich das "Karpfenfilet blau auf Wurzelgemüse" am meisten überzeugt.

Tolle Rezepte für Lachs und ebensolche für Matjes finden meine Zustimmung. Ich mag "Eingelegte Matjesfilets auf schwedische Art" am liebsten, werde aber die "Matjesfilets mit Apfelcurry" auch mal ausprobieren und bin jetzt schon neugierig auf die Zimtnote.

Hervorheben möchte ich die "Rotbarsch-Spaghetti mit Gemüse und Oliven", auch den "Rotbarsch-Curry mit Gemüse- Kokos-Sauce", die hervorragenden Saiblinggerichte und die Rezepte für die Schollen. Zu Recht merkt der Autor an, dass eine frische Scholle wie die Essenz des Meeres schmeckt, wie die gewordene Schaumkrone einer Welle, fein und leicht elegant.

Der Steinbutt ist natürlich ein idealer Festtagsfisch. Wer an Heiligabend ein edles Fischgericht plant, sollte das "Steinbuttfilet auf Scharlottenbutter" oder das "Steinbuttfilet mit Safrangemüse" ins Auge fassen. Bis dahin ist ja noch eine Weile Zeit, die man u.a. für das Zubereiten von "Zandergerichten" nutzen sollte. Man muss kein Schwabe sein, um "Zanderfilet auf Linsengemüse" zu mögen und auch kein Russe, um "Stör blau" zu goutieren..

Ein sehr gutes Fisch-Kochbuch mit vielen warenkundlichen Hinweisen, das ich gerne empfehle, weil man die meisten Fische problemlos selbst in einer Kleinstadt erwerben kann..

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Rezension:Meat Free Monday: Einen Tag pro Woche fleischfrei essen (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch von Annie Rigg ist das Kochbuch zur Kampagne "Meat Free Monday", die seitens Paul, Stella und Mary Mc Cartney initiiert wurde, nachdem sie erfuhren, dass die Fleischproduktion und Massentierhaltung wesentliche Gründe für den Klimawandel darstellen.

Sie werben mit ihrer Kampagne für einen fleischfreien Montag in Großbritannien und hoffen, dass auch in anderen Ländern auf dieser Welt Menschen an dem Projekt teilnehmen.

In den letzten 50 Jahren ist der Fleischverzehr dramatisch gestiegen. Die FAO schätzt, dass die Massentierhaltung für 18% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Es gibt sogar Schätzungen, die von 50% ausgehen. Diese Treibhausgase steigen in die Atmosphäre auf, behindern die Wärmeabstrahlung ins Weltall und sind die Ursache für die globale Erwärmung, (vgl.: S.9).

 Die Massentierhaltung verbraucht zudem Unmengen von Trinkwasser. Zur Produktion eines 147-Gramm-Rinderburgers sind etwa 2. 890 Liter Wasser notwendig. Ein verminderter Fleischkonsum hat individuelle und globale Vorteile.

Die schlimmsten Zivilisationskrankheiten stehen nämlich auch in einem Zusammenhang mit zu hohem Fleischverzehr. Es gibt also ernstzunehmende Gründe, sich zumindest für einen fleischfreien Tag zu entscheiden. Das Buch wartet mit entsprechenden Rezepten für alle Jahreszeiten auf. Appetitanregende Foodfotos begleiten die vegetarischen Rezepte.

 52 Speisepläne mit fleischfreien Rezepten für jeweils ein Frühstück, ein Lunchpaket, ein Mittagessen, eine Beilage, ein Abendessen und ein Dessert warten darauf nachgekocht zu werden. Diese Rezepte sind alle sehr gut erläutert und erstaunlich abwechslungsreich.  

Wer erst einmal damit begonnen hat, Fleisch aus seinem Speiseplan zumindest einen Tag in der Woche zu verbannen, wird sehen wie wohltuend dies für den Körper und die Psyche ist und sich vielleicht recht bald auf zwei Fleischtage wöchentlich beschränken oder wie Paul Mc Cartney zum Vegetarier werden.

Besonders loben möchte ich übrigens das Rezept für die Gemüsepaella des spanischen Starkochs José Pizarro. Bei einer solchen Kombination vergisst man sogar die Garnelen, ohne die ich mir bislang kaum eine Paella vorstellen konnte und genießt die feinen Gemüsesorten in diesem delikaten Pfannengericht. Fleisch war gestern. Gemüse ist heute.

 Empfehlenswert.

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Rezensionen:80 geniale Rezepte der weltbesten Köche (Gebundene Ausgabe)

Der Foodfotograf David Loftus soll einer der besten und einflussreichsten Fotografen in seinem Metier sein. Er ist der Gastgeber dieses reich bebilderten, hochwertigen Kochbuches. Seine Gäste sind die Leser, die er mitnimmt auf seine kulinarische Reise, die in London ihren Anfang nimmt und dort auch endet. Die Reise führt Loftus an viele Orte dieser Welt, um von überall Rezepte von befreundeten Köchen vorzustellen, Anekdoten im Hinblick auf die Gerichte und deren Entwickler zu erzählen, aber hauptsächlich um den Lesern den Mund wässerig zu machen.

 Die Rezepte sind gut erklärt. Man erfährt stets, wer sie kreiert hat. Natürlich hat der Verfasser des Vorworts, Jamie Oliver, auch delikate Gerichte beigesteuert. Das sollte nicht weiter verwundern, denn Loftus realisiert schon seit langer Zeit die Bilder für die Kult-Kochbücher Olivers.

 Sehr delikat ist das Rezept Olivers, das sich " Jamies Meeresfrüchterisotto" nennt. Loftus berichtet wann und wo er diese Speise kennen lernte, die übrigens eine Fülle von Zutaten enthält, unter diesen natürlich auch Safran, Fenchelsamen und frischen Fenchel. Wahrlich lecker, nicht nur dann, wenn das Gericht von einem Glas trockenen Weißburgunder begleitet wird.

Bemerkenswert finde ich Rezepte wie etwa "Danyl Couets Pfirsisch-Pickles", die ich im kommenden Sommer aus Weinbergpfirsischen zubereiten werde. Auch etwas Besonderes sind die "Duftenden bengalischen Fischküchlein", die ein Feuerwerk an Aromen bereithalten und zu denen, fein abgestimmt, Rotkohlsalat gereicht wird.

 Durch Aromenreichtum zeichnen sich viele der Speisen aus, aber auch dadurch, dass sie sich im Stil sehr voneinander unterscheiden, was ja nicht verwunderlich ist, da hier viele Köche einen Beitrag geleistet haben. Sehr gut gefallen haben mir die meisten Fisch- und Schalentiergerichte. Dabei scheinen die "Miesmuscheln in Guiness" ein echter Geheimtipp zu sein. Das Gericht werde ich heute Abend zubereiten und dunkles Brot dazu auf den Tisch bringen. Bin schon jetzt neugierig auf das Geschmacksergebnis. Auf den letzten Seiten werden Kurzporträts der Küchenchefs und mit Mitwirkenden vorgestellt. Nachdem man sich in diese vertieft hat, sollte man "Fische Feigen mit heißem Espresso-Sirup" genießen, ein Rezept von Debbie Loftus und es sich danach, an einem trüben Tag wie heute, auf einem Divan gemütlich machen oder alternativ im Regen
spazieren gehen.

Empfehlenswert.

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Rezension: Es weihnachtet sehr ...: Rezepte und Ideen für die schönste Zeit im Jahr (Gebundene Ausgabe)

"Es weihnachtet sehr" ist ein sehr schöner Bildband mit Rezepten und Ideen für die Adventszeit, für Weihnachten und für Silvester.

 Untergliedert ist das Buch in fünf Abschnitte: -Adventsstimmung erfüllt Haus und Garten -Leckere Weihnachtsbäckerei -Geschäftiges Treiben -Das Christkind Kommt -Silvesterlaune.

Zunächst erfährt man, woher der Begriff Advent stammt und welchen Sinn die Adventszeit hat, dann erst wird man mit stimmungsvollen Kränzen vertraut gemacht und lernt hübsche vorweihnachtliche Dekorationsgegenstände kennen, die zum Gestalten der eigenen vier Wände anregen.

Rezepte für Punsch und andere heiße Getränke sind kurz darauf ein Thema. Das Glühweinrezept werde ich demnächst ausprobieren, denn es liest sich vielversprechend aufgrund der Zutaten, doch auch das Rezept für "Schokoladen-Kaffee" ist verlockend.... In der Folge wird mit vielen Rezepten für süße Leckereien aufgewartet, darunter "Baiser Muscheln", "Schokoladenkonfekt mit kandiertem Ingwer" und Backwaren aus Lebkuchen sowie zauberhafte Zimtsterne. Hier finde ich das Rezept mit den Mandeln besonders bemerkenswert, das durch die Prise Nelke den letzten Kick erhält. Auch die Rezepte mit Marzipan haben meinen Gefallen gefunden, speziell das Rezept für "Marzipan-Soufflé". Neben guten Plätzchenrezepten werden delikate Getränke vorgestellt, nicht zuletzt für einen "Weihnachtlichen Teepunsch", auch ein Rezept für ein "Zimtparfait" fand meine Aufmerksamkeit, das ich bei Gelegenheit als Dessert zubereiten werde.

Ich liebe Bratäpfel und bin immer noch entzückt hier im Buch auf diverse Bratäpfelrezepte gestoßen zu sein. Dabei hat es mir der "Bratapfel mit Baiserhaube und Vanillenmousse" besonders angetan. Die Soße, die den Bratapfel begleitet, wird übrigens mit Calvados angereichert.

 Man wird mit vielen hübschen Dekorationsideen vertraut gemacht, sowohl für die Adventszeit als auch für die Weihnachtstage. Die Weihnachtstafel und die Wohnräume sind übrigens in weißen und cremefarbenen Tönen dekoriert. Immer wieder wird mit festlichen Rezepten Freude bereitet. "Mandelwölkchen" schmecken auch schon jetzt zum Cappuccino. Neugierig macht die "Langustinencreme mit grünem Apfel", eine gelungene Vorspeise aber auch der "Seeteufel in Aspik" und das "Geflügelleber-Mousse".

Liebhaber von weihnachtlichen Enten- oder Gänsebraten werden hier auch nicht im Regen stehen gelassen. Ich selbst ziehe allerdings die Karpfenrezepte vor. Als Dessert begeistert mich der Crêpes mit "Preiselbeer-Birnen-Füllung auf Calvadossoße" wohl am meisten, obschon das "Apfelsorbet" auch verspricht den Gaumen zu betören.

Das Buch endet mit netten Ideen Gestaltungsideen und Rezepten zum Jahreswechsel, wobei der Schwerpunkt des Buches auf der Adventszeit und Weihnachten liegt. Alles duftet nach Bratäpfeln und Glühwein, der folgende Zutaten enthält: 700 ml Rotwein, 150 ml Rum, 200ml frisch gepresster Orangensaft, 1 Zimtstange, 3 Sternanis, 1 Bio-Orange, mit Nelken gespickt, 1 Bio-Orange, in Achtel geschnitten, Saft eine halben Zitrone und wer möchte 50 g Kandiszucker, (siehe S. 30).

Empfehlenswert.
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Rezension:Rezepte, Geschichten, Ideen (Gebundene Ausgabe)

Desirée Treichl-Stürgkh und Johann Lafer haben diesen reich bebilderten Prachtband auf den Weg gebracht, der eine Fülle von Dekorations- und Geschenkideen sowie Rezepten für die Adventszeit und die Weihnachtstage enthält.

 Die Autorin schreibt eingangs zunächst über den Adventskranz als weihnachtlichen Vorboten, auch über den Adventskalender und nennt jeweils zehn gute Gründe, weshalb in Österreich und Deutschland die Vorweihnachtszeit so schön ist. 

Treichl-Stürgkh stellt ihre Lieblingsblüten für die die Weihnachtszeit vor und erwähnt in diesem Zusammenhang auch die heilige Barbara, derer die Katholiken am 4. Dezember gedenken. Sie hat in den Tagen vor ihrer Hinrichtung einen Kirschbaumzweig mit Wasser benetzt, damit er ihr daraufhin blühend Trost spendete.

Neben sehr guten Geschenkideen aus der Küche, erhält man Anregungen, um in der Adventszeit am Herd aktiv zu werden. Johann Lafer zeigt u.a. wie man folgende Köstlichkeiten zubereitet: Vanillekipferl, Chili-Zimt-Kipferl, Kürbiskernkipferl, Kokos-Sterne mit Orangen-Gewürz-Gelee, Linzeraugen, einen Weihnachtskuchen mit Dörrobst und Nüssen, aber auch köstliche pikante Häppchen, eine Räucherlachs-Rose mit Limonen- Crème Fraiche auf Reibeküchlein, eine Süß-scharfen-Rotwein- Gewürzpunsch und köstliche Bratäpfel mit Marzipanfüllung. Alle Rezepte sind bestens erläutert..... Es gefällt mir, dass die Autoren das Weihnachtsevangelium in das Buch einbezogen haben, schließlich ist dieses Fest ja ein christliches. Das sollte nicht vergessen werden.

24 Fragen zum Weihnachtsfest werden zufriedenstellend beantwortet, bevor man Wissenswertes über das Christkind und den Weihnachtsmann erfährt. Nicht uninteressant finde ich den Fragebogen: "Welcher Weihnachtstyp bin ich?"

Sehr hilfreich sind die Betrachtungen zum Weihnachtsbaum und hier die Erläuterungen zu den Botschaften dort. Dass die einzelnen Schmuckstücke eine Symbolik haben, war mir bisher noch nicht bekannt. Man erhält Tipps zum Schmücken des Baumes, Weihnachtslieder und die Noten dazu werden präsentiert, zudem erfährt man mehr über Weihnachtsbräuche in der ganzen Welt, sportliche Übungen gegen weihnachtliches Hüftgold werden auch gezeigt und erklärt und es wird mit einem Dress-Code aufgewartet, den ich für angemessen halte.

Anschließend lernt man Weihnachtsrezepte von Johannes Lafer kennen, wie stets bei ihm perfekt beschrieben und insofern gut nachkochbar. Lafer stellt u.a. vor: eine "Kräftige Enten- Bouillon mit Frittaten-Strudel", "Rehrücken mit Selleriepüree, Kartoffelblinis und Preiselbeeren", "Eingelegte Honig-Gewürz-Birnen", "Lebkuchen Mousse", "Millefeulle von grünem Apfel und Rote Bete mit Meerechtichcreme und Walnuss-Vinaigrette", auch eine "Festags-Gans mit Hefereig-Füllung" und delikaten "Hirschschinken mit Feigen und Orangen-Honig-Dressing".

Wer an Weihnachten üppig speist, sollte an ein Frischluftprogramm denken. Im Buch werden Dinge, die man im Freien machen kann, nicht vergessen zu erörtern und auch erwähnt, wie viel Kalorien man dabei verbrennt. Eistanzen ist wohl mit am besten, denn man verbraucht ca. 500 Kalorien in der Stunde und es macht zudem Spaß, dabei Weihnachtslieder zu trällern.

 Lafer stellt in diesem Zusammenhang für alle, die an Weihnachten Schlemmen wollen zum Schluss noch "Outdoor-Rezepte" vor, darunter solche Köstlichkeiten wie etwa "Maronensuppe mit schwarzer Trüffel", "Wild-Essenz mit Wodka-Sahne" und "Marinierten Saibling am Stock gegrillt". Wer zu diesen Speisen im Freien ja sagt, muss hinterher noch eine weitere Stunde auf dem Eis Pirouetten drehen. Ganz klar.

Alles in allem ein tolles Buch mit vielen guten Ideen für die Adventszeit und für ein besinnliches, schönes
Weihnachtsfest.

Empfehlenswert.