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Rezension: Deutsche Fische - wie ich sie liebe

Wer Fischgerichte gerne auf den Tisch bringt, findet in dem reich bebilderten Kochbuch von Rainer Sass viele gute Rezepte. Die Fotos hat übrigens Olaf Gollnek realisiert.

Sass wartet mit spannenden zu lesenden Reportagen zu folgenden Fischen auf: Aal, Felchen, Forelle, Hecht, Hering, Kabeljau, Karpfen, Lachs, Matjes, Meeräsche, Rotbarsch, Saibling, Schellfisch, Schleie, Scholle, Sprotte, Steinbutt, Stint, Stör und Zander und nennt dabei stets gleich zu Beginn die Eckdaten zu den Faktoren: Familie, Größe, Lebensraum und Verwendung in der Küche.

Die Rezepte sind jeweils für 4 Personen gedacht und werden Schritt für Schritt so gut erklärt,  so dass selbst blutige Anfänger mit vorzeigbaren Ergebnissen rechnen dürfen.

Gleich zu Beginn haben mich die Rezepte für Aal neugierig gemacht, denn ich habe bislang erst ein einziges Mal einen Aal zubereitet und werde demnächst einen weiteren Versuch starten. Diesmal mit dem Rezept "Lorbeer-Aal mit Zitrone". Dieses Gericht kommt sehr mediterran daher. Mit einer Scheibe dunklem Brot und einem Glas Weißwein ist es ein schöner Imbiss, auch wenn Gäste kommen. Die "Räucheraalbrote mit Dill-Rührei" sind eine Bereicherung für ein Brunch, das gilt auch für die "Eingelegten Felchen". Die Sud klingt vielversprechend. Das Ergebnis dürfte edel sein..

Forellen habe ich früher immer im Schwarzwald gegessen, selbst bereite ich sie nur dann zu, wenn sie in der Kleinmarkthalle in Frankfurt direkt aus dem Wasser kommen. Demnächst werde ich "Forellen Müllerin mit Pinienkernen und knuspriger Petersilie" braten, eine interessante Alternative zu den Mandelforellen mit Blattspinat, die ich ansonsten auf den Tisch bringe. Bin gespannt auf das Ergebnis..

Die Gerichte für Hecht lassen mich sofort an die vielen Gräten denken und sind insofern nicht meine erste Wahl. Neugierig allerdings machen mich die Heringsgerichte und hier der "Brathering in Rotweinsud", gewiss delikater als seiner Brüder in der Blechdose.

Gefallen haben mir die Rezepte für Kabeljau und hier besonders das "Fruchtige Kabeljau-Curry mit Fenchel und Ananas", das "Pochierte Kabeljaufilet mit Frühlingszwiebelcreme und Ofentomaten" und der "Kabeljau im Kräutersud", sehr einfach zuzubereitende Speisen, die sich selbst an Festtagen sehen lassen können.

An solchen Festtagen, speziell zu Weihnachten, ist in vielen Familien der Karpfen aus dem Dorfteich angesagt. Wer noch kein gutes Rezept kennt, hat hier im Buch sechs zur Auswahl, wobei mich das "Karpfenfilet blau auf Wurzelgemüse" am meisten überzeugt.

Tolle Rezepte für Lachs und ebensolche für Matjes finden meine Zustimmung. Ich mag "Eingelegte Matjesfilets auf schwedische Art" am liebsten, werde aber die "Matjesfilets mit Apfelcurry" auch mal ausprobieren und bin jetzt schon neugierig auf die Zimtnote.

Hervorheben möchte ich die "Rotbarsch-Spaghetti mit Gemüse und Oliven", auch den "Rotbarsch-Curry mit Gemüse- Kokos-Sauce", die hervorragenden Saiblinggerichte und die Rezepte für die Schollen. Zu Recht merkt der Autor an, dass eine frische Scholle wie die Essenz des Meeres schmeckt, wie die gewordene Schaumkrone einer Welle, fein und leicht elegant.

Der Steinbutt ist natürlich ein idealer Festtagsfisch. Wer an Heiligabend ein edles Fischgericht plant, sollte das "Steinbuttfilet auf Scharlottenbutter" oder das "Steinbuttfilet mit Safrangemüse" ins Auge fassen. Bis dahin ist ja noch eine Weile Zeit, die man u.a. für das Zubereiten von "Zandergerichten" nutzen sollte. Man muss kein Schwabe sein, um "Zanderfilet auf Linsengemüse" zu mögen und auch kein Russe, um "Stör blau" zu goutieren..

Ein sehr gutes Fisch-Kochbuch mit vielen warenkundlichen Hinweisen, das ich gerne empfehle, weil man die meisten Fische problemlos selbst in einer Kleinstadt erwerben kann..

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Rezension:Meat Free Monday: Einen Tag pro Woche fleischfrei essen (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch von Annie Rigg ist das Kochbuch zur Kampagne "Meat Free Monday", die seitens Paul, Stella und Mary Mc Cartney initiiert wurde, nachdem sie erfuhren, dass die Fleischproduktion und Massentierhaltung wesentliche Gründe für den Klimawandel darstellen.

Sie werben mit ihrer Kampagne für einen fleischfreien Montag in Großbritannien und hoffen, dass auch in anderen Ländern auf dieser Welt Menschen an dem Projekt teilnehmen.

In den letzten 50 Jahren ist der Fleischverzehr dramatisch gestiegen. Die FAO schätzt, dass die Massentierhaltung für 18% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Es gibt sogar Schätzungen, die von 50% ausgehen. Diese Treibhausgase steigen in die Atmosphäre auf, behindern die Wärmeabstrahlung ins Weltall und sind die Ursache für die globale Erwärmung, (vgl.: S.9).

 Die Massentierhaltung verbraucht zudem Unmengen von Trinkwasser. Zur Produktion eines 147-Gramm-Rinderburgers sind etwa 2. 890 Liter Wasser notwendig. Ein verminderter Fleischkonsum hat individuelle und globale Vorteile.

Die schlimmsten Zivilisationskrankheiten stehen nämlich auch in einem Zusammenhang mit zu hohem Fleischverzehr. Es gibt also ernstzunehmende Gründe, sich zumindest für einen fleischfreien Tag zu entscheiden. Das Buch wartet mit entsprechenden Rezepten für alle Jahreszeiten auf. Appetitanregende Foodfotos begleiten die vegetarischen Rezepte.

 52 Speisepläne mit fleischfreien Rezepten für jeweils ein Frühstück, ein Lunchpaket, ein Mittagessen, eine Beilage, ein Abendessen und ein Dessert warten darauf nachgekocht zu werden. Diese Rezepte sind alle sehr gut erläutert und erstaunlich abwechslungsreich.  

Wer erst einmal damit begonnen hat, Fleisch aus seinem Speiseplan zumindest einen Tag in der Woche zu verbannen, wird sehen wie wohltuend dies für den Körper und die Psyche ist und sich vielleicht recht bald auf zwei Fleischtage wöchentlich beschränken oder wie Paul Mc Cartney zum Vegetarier werden.

Besonders loben möchte ich übrigens das Rezept für die Gemüsepaella des spanischen Starkochs José Pizarro. Bei einer solchen Kombination vergisst man sogar die Garnelen, ohne die ich mir bislang kaum eine Paella vorstellen konnte und genießt die feinen Gemüsesorten in diesem delikaten Pfannengericht. Fleisch war gestern. Gemüse ist heute.

 Empfehlenswert.

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Rezensionen:80 geniale Rezepte der weltbesten Köche (Gebundene Ausgabe)

Der Foodfotograf David Loftus soll einer der besten und einflussreichsten Fotografen in seinem Metier sein. Er ist der Gastgeber dieses reich bebilderten, hochwertigen Kochbuches. Seine Gäste sind die Leser, die er mitnimmt auf seine kulinarische Reise, die in London ihren Anfang nimmt und dort auch endet. Die Reise führt Loftus an viele Orte dieser Welt, um von überall Rezepte von befreundeten Köchen vorzustellen, Anekdoten im Hinblick auf die Gerichte und deren Entwickler zu erzählen, aber hauptsächlich um den Lesern den Mund wässerig zu machen.

 Die Rezepte sind gut erklärt. Man erfährt stets, wer sie kreiert hat. Natürlich hat der Verfasser des Vorworts, Jamie Oliver, auch delikate Gerichte beigesteuert. Das sollte nicht weiter verwundern, denn Loftus realisiert schon seit langer Zeit die Bilder für die Kult-Kochbücher Olivers.

 Sehr delikat ist das Rezept Olivers, das sich " Jamies Meeresfrüchterisotto" nennt. Loftus berichtet wann und wo er diese Speise kennen lernte, die übrigens eine Fülle von Zutaten enthält, unter diesen natürlich auch Safran, Fenchelsamen und frischen Fenchel. Wahrlich lecker, nicht nur dann, wenn das Gericht von einem Glas trockenen Weißburgunder begleitet wird.

Bemerkenswert finde ich Rezepte wie etwa "Danyl Couets Pfirsisch-Pickles", die ich im kommenden Sommer aus Weinbergpfirsischen zubereiten werde. Auch etwas Besonderes sind die "Duftenden bengalischen Fischküchlein", die ein Feuerwerk an Aromen bereithalten und zu denen, fein abgestimmt, Rotkohlsalat gereicht wird.

 Durch Aromenreichtum zeichnen sich viele der Speisen aus, aber auch dadurch, dass sie sich im Stil sehr voneinander unterscheiden, was ja nicht verwunderlich ist, da hier viele Köche einen Beitrag geleistet haben. Sehr gut gefallen haben mir die meisten Fisch- und Schalentiergerichte. Dabei scheinen die "Miesmuscheln in Guiness" ein echter Geheimtipp zu sein. Das Gericht werde ich heute Abend zubereiten und dunkles Brot dazu auf den Tisch bringen. Bin schon jetzt neugierig auf das Geschmacksergebnis. Auf den letzten Seiten werden Kurzporträts der Küchenchefs und mit Mitwirkenden vorgestellt. Nachdem man sich in diese vertieft hat, sollte man "Fische Feigen mit heißem Espresso-Sirup" genießen, ein Rezept von Debbie Loftus und es sich danach, an einem trüben Tag wie heute, auf einem Divan gemütlich machen oder alternativ im Regen
spazieren gehen.

Empfehlenswert.

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Rezension: Es weihnachtet sehr ...: Rezepte und Ideen für die schönste Zeit im Jahr (Gebundene Ausgabe)

"Es weihnachtet sehr" ist ein sehr schöner Bildband mit Rezepten und Ideen für die Adventszeit, für Weihnachten und für Silvester.

 Untergliedert ist das Buch in fünf Abschnitte: -Adventsstimmung erfüllt Haus und Garten -Leckere Weihnachtsbäckerei -Geschäftiges Treiben -Das Christkind Kommt -Silvesterlaune.

Zunächst erfährt man, woher der Begriff Advent stammt und welchen Sinn die Adventszeit hat, dann erst wird man mit stimmungsvollen Kränzen vertraut gemacht und lernt hübsche vorweihnachtliche Dekorationsgegenstände kennen, die zum Gestalten der eigenen vier Wände anregen.

Rezepte für Punsch und andere heiße Getränke sind kurz darauf ein Thema. Das Glühweinrezept werde ich demnächst ausprobieren, denn es liest sich vielversprechend aufgrund der Zutaten, doch auch das Rezept für "Schokoladen-Kaffee" ist verlockend.... In der Folge wird mit vielen Rezepten für süße Leckereien aufgewartet, darunter "Baiser Muscheln", "Schokoladenkonfekt mit kandiertem Ingwer" und Backwaren aus Lebkuchen sowie zauberhafte Zimtsterne. Hier finde ich das Rezept mit den Mandeln besonders bemerkenswert, das durch die Prise Nelke den letzten Kick erhält. Auch die Rezepte mit Marzipan haben meinen Gefallen gefunden, speziell das Rezept für "Marzipan-Soufflé". Neben guten Plätzchenrezepten werden delikate Getränke vorgestellt, nicht zuletzt für einen "Weihnachtlichen Teepunsch", auch ein Rezept für ein "Zimtparfait" fand meine Aufmerksamkeit, das ich bei Gelegenheit als Dessert zubereiten werde.

Ich liebe Bratäpfel und bin immer noch entzückt hier im Buch auf diverse Bratäpfelrezepte gestoßen zu sein. Dabei hat es mir der "Bratapfel mit Baiserhaube und Vanillenmousse" besonders angetan. Die Soße, die den Bratapfel begleitet, wird übrigens mit Calvados angereichert.

 Man wird mit vielen hübschen Dekorationsideen vertraut gemacht, sowohl für die Adventszeit als auch für die Weihnachtstage. Die Weihnachtstafel und die Wohnräume sind übrigens in weißen und cremefarbenen Tönen dekoriert. Immer wieder wird mit festlichen Rezepten Freude bereitet. "Mandelwölkchen" schmecken auch schon jetzt zum Cappuccino. Neugierig macht die "Langustinencreme mit grünem Apfel", eine gelungene Vorspeise aber auch der "Seeteufel in Aspik" und das "Geflügelleber-Mousse".

Liebhaber von weihnachtlichen Enten- oder Gänsebraten werden hier auch nicht im Regen stehen gelassen. Ich selbst ziehe allerdings die Karpfenrezepte vor. Als Dessert begeistert mich der Crêpes mit "Preiselbeer-Birnen-Füllung auf Calvadossoße" wohl am meisten, obschon das "Apfelsorbet" auch verspricht den Gaumen zu betören.

Das Buch endet mit netten Ideen Gestaltungsideen und Rezepten zum Jahreswechsel, wobei der Schwerpunkt des Buches auf der Adventszeit und Weihnachten liegt. Alles duftet nach Bratäpfeln und Glühwein, der folgende Zutaten enthält: 700 ml Rotwein, 150 ml Rum, 200ml frisch gepresster Orangensaft, 1 Zimtstange, 3 Sternanis, 1 Bio-Orange, mit Nelken gespickt, 1 Bio-Orange, in Achtel geschnitten, Saft eine halben Zitrone und wer möchte 50 g Kandiszucker, (siehe S. 30).

Empfehlenswert.
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Rezension:Rezepte, Geschichten, Ideen (Gebundene Ausgabe)

Desirée Treichl-Stürgkh und Johann Lafer haben diesen reich bebilderten Prachtband auf den Weg gebracht, der eine Fülle von Dekorations- und Geschenkideen sowie Rezepten für die Adventszeit und die Weihnachtstage enthält.

 Die Autorin schreibt eingangs zunächst über den Adventskranz als weihnachtlichen Vorboten, auch über den Adventskalender und nennt jeweils zehn gute Gründe, weshalb in Österreich und Deutschland die Vorweihnachtszeit so schön ist. 

Treichl-Stürgkh stellt ihre Lieblingsblüten für die die Weihnachtszeit vor und erwähnt in diesem Zusammenhang auch die heilige Barbara, derer die Katholiken am 4. Dezember gedenken. Sie hat in den Tagen vor ihrer Hinrichtung einen Kirschbaumzweig mit Wasser benetzt, damit er ihr daraufhin blühend Trost spendete.

Neben sehr guten Geschenkideen aus der Küche, erhält man Anregungen, um in der Adventszeit am Herd aktiv zu werden. Johann Lafer zeigt u.a. wie man folgende Köstlichkeiten zubereitet: Vanillekipferl, Chili-Zimt-Kipferl, Kürbiskernkipferl, Kokos-Sterne mit Orangen-Gewürz-Gelee, Linzeraugen, einen Weihnachtskuchen mit Dörrobst und Nüssen, aber auch köstliche pikante Häppchen, eine Räucherlachs-Rose mit Limonen- Crème Fraiche auf Reibeküchlein, eine Süß-scharfen-Rotwein- Gewürzpunsch und köstliche Bratäpfel mit Marzipanfüllung. Alle Rezepte sind bestens erläutert..... Es gefällt mir, dass die Autoren das Weihnachtsevangelium in das Buch einbezogen haben, schließlich ist dieses Fest ja ein christliches. Das sollte nicht vergessen werden.

24 Fragen zum Weihnachtsfest werden zufriedenstellend beantwortet, bevor man Wissenswertes über das Christkind und den Weihnachtsmann erfährt. Nicht uninteressant finde ich den Fragebogen: "Welcher Weihnachtstyp bin ich?"

Sehr hilfreich sind die Betrachtungen zum Weihnachtsbaum und hier die Erläuterungen zu den Botschaften dort. Dass die einzelnen Schmuckstücke eine Symbolik haben, war mir bisher noch nicht bekannt. Man erhält Tipps zum Schmücken des Baumes, Weihnachtslieder und die Noten dazu werden präsentiert, zudem erfährt man mehr über Weihnachtsbräuche in der ganzen Welt, sportliche Übungen gegen weihnachtliches Hüftgold werden auch gezeigt und erklärt und es wird mit einem Dress-Code aufgewartet, den ich für angemessen halte.

Anschließend lernt man Weihnachtsrezepte von Johannes Lafer kennen, wie stets bei ihm perfekt beschrieben und insofern gut nachkochbar. Lafer stellt u.a. vor: eine "Kräftige Enten- Bouillon mit Frittaten-Strudel", "Rehrücken mit Selleriepüree, Kartoffelblinis und Preiselbeeren", "Eingelegte Honig-Gewürz-Birnen", "Lebkuchen Mousse", "Millefeulle von grünem Apfel und Rote Bete mit Meerechtichcreme und Walnuss-Vinaigrette", auch eine "Festags-Gans mit Hefereig-Füllung" und delikaten "Hirschschinken mit Feigen und Orangen-Honig-Dressing".

Wer an Weihnachten üppig speist, sollte an ein Frischluftprogramm denken. Im Buch werden Dinge, die man im Freien machen kann, nicht vergessen zu erörtern und auch erwähnt, wie viel Kalorien man dabei verbrennt. Eistanzen ist wohl mit am besten, denn man verbraucht ca. 500 Kalorien in der Stunde und es macht zudem Spaß, dabei Weihnachtslieder zu trällern.

 Lafer stellt in diesem Zusammenhang für alle, die an Weihnachten Schlemmen wollen zum Schluss noch "Outdoor-Rezepte" vor, darunter solche Köstlichkeiten wie etwa "Maronensuppe mit schwarzer Trüffel", "Wild-Essenz mit Wodka-Sahne" und "Marinierten Saibling am Stock gegrillt". Wer zu diesen Speisen im Freien ja sagt, muss hinterher noch eine weitere Stunde auf dem Eis Pirouetten drehen. Ganz klar.

Alles in allem ein tolles Buch mit vielen guten Ideen für die Adventszeit und für ein besinnliches, schönes
Weihnachtsfest.

Empfehlenswert.

Rezension:Trüffel: Gaumentraum für Genießer (Gebundene Ausgabe)

Dieses besonders hochwertig gestaltete Kochbuch ist aufgrund der Zusammenarbeit des Chefs des Restaurants La Truffière Jean-Christoph Rizet, der Fotgrafin Iris L. Sullivan, der Stylistin Nathalie Nannini und Mitarbeitern der Edition La Martiniére entstanden. 

Der Rezeptteil ist untergliedert in:
-Die Périgord-Trüffel- Tuber melanosporum
-Die Sommer-Trüffel-Tuber aestivum
-Die Burgunder-Trüffel- Tuber unicinatum
-Die Alba-Trüffel- Tuber magnatum 

 Diesem umfangreichen Part des Buches ist die Einleitung, verfasst von Jean-Christophe Rizet vorangestellt. Er berichtet zunächst über den Stellenwert der Trüffel in der Geschichte. Wie man erfährt, wurde der Knolle bereits in der Antike gehuldigt, der römische Kaiser Plinius der Ältere nannte sie sogar die "Nahrung der Götter". Einige Jahrhunderte war das kulinarische Interesse an der Trüffel nicht besonders stark ausgeprägt. Erst Ende des 14. Jahrhunderts begann man sich erneut für sie zu interessieren. Darüber und wie es mit dem Trüffel-Interesse weiter ging, schreibt der Autor sehr spannend, um wenig später genau zu erklären, was man unter einer Trüffel zu verstehen hat. Die Trüffel ist ein unterirdisch wachsender Pilz und weist neben dem unterirdischen Wachstum ihres Fruchtkörpers eine Besonderheit auf, auf die speziell hingewiesen wird. Auch erfährt man, in welchem Umfeld und auf welchem Boden Trüffel gut gedeihen. 

 Neben sehr guten Informationen im Hinblick auf die Trüffelkultur und Trüffelforschung, erfährt man, dass es etwa 100 unterirdisch wachsende Pilze gibt, die man als Trüffeln bezeichnen kann, allerdings sind nur eine begrenzte Zahl davon kulinarisch wertvoll und können vermarktet werden. Die Alba-Trüffel ist wohl die seltenste und teúerste Trüffelart. Es handelt sich dabei um die Weiße Trüffel, die in erster Linie im Piemont wächst, aber auch in Slowenien und Kroatien gedeihen soll.

Im Rezeptteil werden die vier für die Rezepte vorgesehenen Trüffelarten jeweils genau beschrieben und auch anhand von beeindruckenden Fotos vorgestellt. Über die Einkaufszeit, die Herkunft und die Verwendung in der Küche wird man auch bestens aufgeklärt. Die Rezepte werden sehr gut beschrieben, angedacht sind sie stets für 4 Personen. Man erfährt immer, welches Wein oder dazu passt oder wie im Falle von "Viennoise mit grünem Spargel und Morcheln", welcher Tee. 

Der Viennoise wird aus Perigord- Trüffel zubereitet. Die Garnitur enthält Morcheln und grünen Spargel. Die subtil erdigen holzigen Aromen des Tees werden mittels der Schwarzen Trüffel und der Morcheln unterstrichen.

 Die "Kürbiscremesuppe mit gerüffelter Sahne" lässt sich unproblematisch zubereiten, weit schwieriger ist es, "Rosa gegarte Entenstopfleber mit im Artischockenherz" zu kreieren. Einfach aber köstlich ist das "Rührei mit Périgord-Trüffel" und ein Festessen für Fleischgourmets das "Rippenstück von Charolais-Rind mit Périgord-Trüffeln gespickt.

Bei den weniger kostspieligen Sommer-Trüffeln haben mir die Rezepte für "Weichgekochtes Ei, dazu Brotschiffchen zum Eintunken" und "Bruschetta mit Büffelmozzarella, Gemüse und baskischem Schinken" am besten gefallen und bei den Burgunder-Trüffeln "Pochierte Eier auf Rotweinsauce und Pfifferlingen". Die Rotweinsauce wird mi 50 g gehackten Burgunder-Trüffeln aromatisiert.

Neugierig war ich auf die Gerichte mit den Alba-Diamanten. Hier hat mich besonders das "Weich gekochte Ei in einer Brothülle dazu Brunnenkressensalat" angesprochen, zu dem ein Glas Grüner Veltliner, Schloss Gobelsburg Alte Reben 2007 empfohlen wird. Ein weich gekochtes Ein zu panieren, ist kein Spaziergang, aber die Mühe lohnt, zumindest dann, wenn man die Speise mit Alba-Trüffeln krönt.

 Ich vermute, dass "Warme Comtesse de Vichy" den eigentlich Kuss vom Himmel verkörpert, weil hier die Alba-Trüffel wohl am besten zur Geltung kommt. Dazu ein Glas Champagner aus dem Hause Taitinger und das Silvesterfest wird zum kulinarischen Highlight des Jahres

Ein tolles Buch und ideales Weihnachtsgeschenk für Gourmets, die gerne kochen. Dem Fotografen gilt mein besonderes Lob für die  wunderschönen Food-Aufnahmen.

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Rezensionen:Landküche neu entdeckt: Lieblingsrezepte (Gebundene Ausgabe)

Dieses reich bebilderte, hochwertige Kochbuch, das der Verlag Callwey in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Mein schönes Land" auf den Weg gebracht hat, stell t 90 traditionelle Rezepte sogenannter Küchenklassiker vor.

Den Rezepten sind einige Seiten mit wertvollen Warenkundeinformationen vorangestellt. Hier wird man ausführlich über Aprikosen, Bärlauch, Bohnen, Erbsen, Esskastanien, Feldsalat, Frühkartoffeln, Heidelbeeren, Pfifferlinge, Rhabarber, Schwarzwurzel, Spargel, Spinat, Tomaten, Topinambur und Zwiebeln unterrichtet.

Untergliedert sind die Rezepte in: Frische Salate; Heiße Suppen; Vegetarische Küche; Herzhafte Fleischgerichte; Köstliche Beilagen; Süße Nachspeisen; Leckeres Backwerk und Geschenke aus der Küche.

 Die Arbeitsschritte werden jeweils gut erläutert und sind sehr übersichtlich dargestellt. Dabei sind die Gerichte immer für 4 Personen angedacht. Appetitanregende Fotos motivieren zu Aktivitäten am Herd.

 Der Heringssalat, der aus Matjesfilets und Bismarckheringen und vielen weiteren Zutaten zubereitet wird, ist ein ideales Katerfrühstück, wenn man am Abend zuvor Gäste hatte, vielleicht eine Party feierte und zu diesem Anlass "Röstkartoffelsalat"(S. 35), "Nudelsalat mit Rauke" (S.38), "Käsesalat" (S.39) sowie anderes mehr auf den Tisch brachte und vielleicht dann doch zu späterer Stunde ein Glas zu viel getrunken hat.

Von den traditionellen Suppen gefällt mir die "Hochzeitssuppe", die als Einlagen Grießnockerl, Fädle und Markklöße enthält, am besten. Die Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen allerdings ist auch sehr verlockend von den Zutaten. Rosmarin und Preiselbeeren verleihen dieser Komposition den letzten Kick.

Handgeschabte "Allgäuer Käsespätzle" überzeugen ähnlich wie der "Feine Lammbraten", der durch eine Kräuterbröselkruste seine besondere Note erhält. Sehr aufmerksam habe ich das Rezept für die "Wildpastete" gelesen, deren Zubereitung ein wenig Zeit erfordert, aber ein tolles Geschmacksergebnis verspricht.

 Exzellent auch ist der "Wildhasenrücken mit Steinpilzen", bei dem Zimt und Ingwer eine Rolle spielen. Das Rezept für die "Frankfurter Grüne Soße" finde ich insofern interessant, weil neben den bekannten Zutaten auch ein wenig Essig und Öl an die Soße gerührt wird.

 Die "Esskastanien mit Rosenkohl" werde ich demnächst einmal ausprobieren. Eine Mischung, die sicher keine weiteren Beilagen bedarf.

Bei den Nachspeisen favorisiere ich das "Erdbeer-Vanille-Törtchen" sowie den "Milchreis mit Beerensoße" und bei dem Backwerk das "Rhabarbertörtchen mit Baiser".

Wer Gäste hat, kann zum Abschied ein kleines Geschenk aus der Küche kreieren, vielleicht ein "Walnuss-Pesto", das sich übrigens 2 Wochen im Kühlschrank hält und gut zu Frischkäse und einer dunklem Brot passt.

Empfehlenswert.

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Rezension: Cornelia Poletto- Meine Lieblingsrezepte

Auf der Frankfurter Buchmesse 2012 hatte ich das Vergnügen Cornelia Poletto live aus unmittelbarer Nähe beim Kochen zuschauen zu können und in diesem Zusammenhang einige Fotos zu realisieren. Dieses Erlebnis verstärkte natürlich meine grundsätzliche Neugierde im Hinblick auf das neue, reich bebilderte Buch der Starköchin, die hier mit ihren Lieblingsrezepten aufwartet.

Zunächst formuliert sie fünf Einkaufsregeln, weil nach ihrer Meinung gutes Essen beim Einkaufen beginnt. Die Basis für solche Gerichte sind für sie qualitativ wertvolle Produkte. Poletto erläutert des Weiteren welche Lebensmittel in einen Vorratsschrank gehören, bevor sie sich den Küchen-Basics zuwendet. Schritt für Schritt zeigt sie wie man delikate Saucen zubereitet, u.a. auch "Polettos Basis-Dressing", die ich schon ausprobiert habe. Eine wirklich aromatische Mischung!

Im Rahmen der Küchenbasics erhält der Leser einen "Grundkurs Kartoffeln" und einen "Grundkurs Nudeln" Hier lernt man u.a. "Mediterrane Bratkartoffeln" zuzubereiten, die mit Thymianblättchen aromatisiert werden. Die "Spaghetti al Pesto genovese" lassen sich sehr einfach herstellen. Dazu ein Glas trockenen Chianti, dann ist der Genuss perfekt. Im "Grundkurs Desserts" schließlich lernt man nicht zuletzt einen leckeren "Bellini-Cocktail" zuzubereiten.

"Spargelsuppe mit Brunnenkresse und
pochierten Ei", S. 79
Der dann folgende Rezeptteil ist in die Kapitel: Vorspeisen, Salate und Suppen, Pasta und Risotto, Fisch und Meeresfrüchte, Geflügel und Wild, Fleisch sowie Desserts gegliedert.

Die Rezepte werden alle sehr gut in einzelnen Arbeitsschritten erklärt. Die meisten Gerichte sind mediterran angelegt. Oft wartet Poletto mit zusätzlichen Tipps auf. Im Falle der "Auberginen-Caponata mit Garnelen und Basilikumöl" liest man: " Besonders dekorativ sieht es aus, wenn Sie die Auberginen-Caponata mithilfe eines Metallrings auf Tellern anrichten. Sie können die Caponata kalt oder lauwarm servieren und dazu zum Beispiel frisch geröstete Crostini reichen." (Zitat S. 45).

 Diese Auberginen-Caponata zählt zu meinen Lieblingsvorspeisen in diesem Buch, gefolgt von "Polettos Caprese mit getrockeneten Tomaten und Oliven" und "Jakobsmuscheln in Lardo mit Steinpilzen", einer festlichen Vorspeise, die ich am Heiligen Abend zubereiten werde.

 Bei den Salaten und Suppen möchte ich den "Romanasalat mit Lachstatar und Avocado" hervorheben. Sofern man die Avocadowürfel mit Zitrone beträufelt, bleibt die hellgrüne Farbe erhalten. Im Rezept kommt übrigens Zitronenverbenie vor, die Poletto auch für andere Fischgerichte empfiehlt.

"Polettos Caprese", S. 43
 Den "Salade nicoise mit gebratenem Thunfisch" möchte ich deshalb erwähnen, weil er durch das gebratene Thunfischfilet ein ungeahntes Geschmacksniveau erhält. Bei den Suppen dann will ich auf die "Spargelsuppe mit Brunnenkresse und pochiertem Ei" hinweisen, bei der man nicht vergessen sollte, sie mit Noilly Prat zu aromatisieren. Die "Steinpilz-Tomaten-Suppe" habe ich für das kommende Festmenü eingeplant

 Es ist nicht leicht, sich unter den vielen vorzüglichen Pasta-Gerichten zu entscheiden. Erwähnen will ich die "Zucchini-Minze-Spaghetti mit Garnelen und Tomaten", die "Zitronen-Spaghetti mit marinierten Lachswürfeln" und die "Lasagne alla Poletto mit Steinchampignons". Wer diese Pasta-Gerichte seinen Gästen zubereitet, muss sich nicht wundern, wenn diese einige Tage länger zu Besuch bleiben wollen.

 Ein Traum für den Gaumen ist der "Weiße Spargel-Risotto mit Scampi und Minze", der von einen guten Glas trockenen Silvaner aus der Pfalz begleitet werden sollte.

 Die Fisch- und Meeresfrüchte-Rezepte haben es mir speziell angetan. Ich liebe Spargel in Verbindung mit Fisch. Insofern begeistert mich der "Kabeljau mit Spargel aus dem Ofen und Zitrusbuttersauce". Gefallen hat mir auch der "Toskanische Fischeintopf mit Safran-Rouille", die eine Zubereitungszeit von 2,5 Stunden erfordert. 

 Wer gerne Wild und Geflügel mag, wird im Buch einige gute Rezepte finden, die für Gaumenfreude sorgen. Dazu gehört das " Lorbeerhuhn mit Oliven", "Involtini vom Fasan mit weißem Pfefferkraut" und auch "Brasato rosa vom Hirschkalbsrücken mit Maronen-Polenta".

 Bei den Fleischgerichten macht das Rezept für "Roastbeef mit grüner Olivenkruste", aber auch der "Chianti-Braten mit Tomaten" sehr neugierig. Gästen würde ich diese Speisen gerne zubereiten, auch ein "Lammkarree mit Tomaten-Oliven-Kruste und Peperonata" ist ein exzellentes Gastmahl.

"Panna Cotta", S 222
 Cornelia Polettos Desserts lassen schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen laufen. Lust hätte ich im Moment auf den "Weinbergpfirsisch aus dem Ofen mit Amaretto-Zabaglione". Leider aber ist die Zeit der Weinbergpfirsiche schon vorbei. Weniger problematisch ist es, die Zutaten für "Panna cotta mit Orangenlikör-Himbeer-Gelee" zu besorgen. Die Verbenespitzen finde ich im Garten.

Ein tolles Kochbuch mit Gerichten, die man problemlos zubereiten kann und die mir wegen ihrer  mediterranen Note sehr entgegenkommen.

Empfehlenswert

Fotos:S. 43: © Verlag Zabert Sandmann / Jan-Peter Westermann
S. 79: © Verlag Zabert Sandmann / Jan-Peter Westermann
S. 222: © Verlag Zabert Sandmann / Andrea Kramp & Bernd Gölling


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Rezension:Kochbuch Tiere leben lassen: Vegetarisch und vegan kochen (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch habe ich auf der Buchmesse entdeckt. An dem Stand des Verlags "Das Wort GmbH" wurde übrigens eine köstliche Kürbiscremesuppe gereicht, die mit Ingwer und gehackten Nüssen verfeinert war. Mir sind dort am Mittwoch drei Kochbücher aufgefallen, die ich mir in der Folge sogleich schicken ließ, weil sie sich auf unterschiedliche Weise mit vegetarischer Küche befassen. 

 Herausgegeben wurde das Kochbuch im Auftrag der Gabriele –Stiftung. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Stiftung zugute, die sich für die Rechte und die Würde von Tieren einsetzt.

Aus Achtung vor den Tieren wird bei den Rezepten im Buch auf Eier, Milchprodukte und anderen Zutaten tierischen Ursprungs verzichtet. Grundsätzlich sind alle Rezeptzutaten aus friedfertigem Anbau hergestellt. Die Landwirte düngen die Felder weder mit Gülle noch Mist, verwenden keine Giftstoffe, auch keine künstlichen Düngemittel, sondern geben den Feldern ausschließlich Naturmineralstoffe.

Vorgestellt werden sehr gute Rezepte mit: Äpfeln, Artischocken, Auberginen, Blumenkohl, und Broccoli, Fenchel, Getreide, Gurken, Hokkaido, Karotten, Kohl und Wirsing, Lauch, Mais Mangold, Nudeln, Paprika, Pastinaken, Reis, Rote Bete, Rosenkohl, Salate, Sellerie, Spinat, Tomaten, Zucchini, Zwiebeln, gemischtem Gemüse und Früchten. 

 Die Rezepte sind außerordentlich raffiniert zusammengestellt. Dezente Gewürze und gehackte Nüsse etc. sorgen für interessante Geschmackserlebnisse.

 Damit man eine Vorstellung von dem, was im Rezeptbuch geboten wird, erhält, möchte ich einige Rezepte hervorheben. Im Rahmen der Gerichte mit Äpfel u.a. das "Indische Curry-Gericht", bei neben Äpfeln auch Reismilch, Bannen und Rosinen eine Rolle spielen. Ein tolles Gericht sind die "Nudeln mit Artischocken". Hier sorgen Thymianblättchen für den letzten Pfiff.

 Die Arbeitsschritte werden übrigens stets auch bildlich gezeigt, so dass man selbst bei den "Gefüllten Auberginen" nichts falsch machen kann. Sehr gut gefallen mir die Nudelgerichte, allesamt figurfreundlich, wie überhaupt die gesamten Speisen, die man im Buch auch visuell näher kennen lernt.

 Die vegetarischen Reisrezepte werde ich alle nachkochen, weil die Zutaten meinem Geschmacksempfinden entsprechen. An den "Tomaten-Risotto-Reis" werde ich mit etwas Chili Schärfe in das Gericht hineinbringen. Doch dies ist letztlich Geschmackssache. Bei den Desserts würde ich das "Zwetschgen-Flambé" allen anderen Speisen vorziehen. Wer gerne Kuchen isst, findet allerdings im Buch sehr bemerkenswerte Rezepte, nicht zuletzt für einen "Feinen Apfelkuchen", der in Maßen genossen, sicher auch nicht dazu führt, dass man 
schwanger aussieht.

Empfehlenswert.


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Rezension:Die traditionelle österreichische Küche (Gebundene Ausgabe)

Dieses traumhafte, reich bebilderte Kochbuch thematisiert die traditionelle österreichische Küche. Auf den Weg gebracht wurde es seitens der Kochbuchautorin Ingrid Pernkopf, der Kochbuchbetreuerin Renate Wagner-Wittula und dem Fotografen Peter Barci.

Die Rezepte sind in neun Kapitel untergliedert. Dabei werden im ersten Kapitel Jausengerichte und kalte Vorspeisen vorgestellt. Alle Rezepte werden gut nachvollziehbar erklärt und nicht selten findet man im Anschluss an die Rezepterläuterungen unter dem Oberbegriff "Österreichische Vielfalt" wissenswerte Warenkundeinformationen zu kulinarischen Genüssen aus unserem Nachbarland.

 Bei den "Jausengerichten" möchte ich für Fleischesser den "Rindfleischsalat" hervorheben, der auch mit einer Marinade aus Kürbiskernöl zubereitet werden kann. Eine delikate Vorspeise sind u.a. die "Räucherfischnockerl mit Paradeisercoulis". Diese Nockerln werden übrigens mit Noilly Prat aromatisiert.

Sehr gut auch ist das Rezept für "Fischtatar", bei dem man auf keinen Fall auf den gehackten Dill verzichten sollte. Vorzüglich sind die Rezepte für "Marinierte Forellenfielts", die von einer Sauerrahm-Dillsoße und knusprigem Brot begleitet werden sollten, das "Fischsülzchen" sowie die "Matjesterrine".

 Tolle Suppengerichte werden in der Folge vorgestellt, allen voran eine typische "Rindssuppe", die man nach meiner Ansicht am geschmackvollsten mit Madeira verfeinert. Die "Frittatensuppe" finde ich dann am gelungensten, wenn der Palatschinken "Dinkelmehl" enthält. Die "Knoblauchsuppe" hat mein österreichischer Urgroßvater bereits auf die hier gezeigte Art zubereitet  Auch er hat sie stets mit Croutons bestreut. Sehr delikat.

 Erwähnen im Bereich der Suppen will ich die "Kürbissuppe", an die zum Schluss ein Schuss Kürbiskernöl gegossen wird. Eine Fülle Rezepten für Beilagen, vom Erdäpfelsalat bis zum Kaspressködel warten alsdann auf den Leser. Hier habe ich gestaunt, wie viele Knödelrezepte präsentiert werden, aber auch sehr gute Kartoffelgerichte, darunter ein "Erdäpfelstrudel", zu dem man u.a. eine Kräutersauce reichen kann. 

Es folgen viele delikate warme Imbisse und Zwischengerichte von Schinkenfleckerln bis zu Schlutzkrapfen. Besonders gut gefallen haben mir hier die "Schwammerl in Rahmsauce" und bei den Fischrezepten der Zander mit Sauerkraut auf "Szegediner Art". 

Wer gerne Fleisch isst, findet hier alle typischen österreichischen Fleischgerichte, natürlich auch ein gutes Rezept für "Wiener Schnitzel". Den "Kalbsnierenbraten" möchte ich nicht unerwähnt lassen, des Weiteren nicht den "Tafelspitz", den "Zwiebelrostbraten" und die "Gerösteten Kalbsnieren mit Apfelscheiben". 

Das "Paprikahendl" überzeugt vom Rezept her ebenso, wie das "Wildragout", aber die Krönung der Fleischgerichte ist der "Rehrücken in Mohn-Pfeffer mit Staudengemüse". 

Sehr gute Saucenrezepte warten auf den Hobbykoch und traumhafte Rezepte aus der österreichischen Backstube sowie andere süße Sünden. Meine Lieblingssünden sind der "Topfenpalatschinken" und die "Marillenknödel". 

Auf den letzten Seiten lernt man dann noch Grundteige und süße Saucen näher kennen und hat dann einen Gesamtüberblick im Hinblick auf die traditionelle österreichische Küche. 

 Ein gelungenes Kochbuch, das ich gerne empfehle.

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Rezension: Lanz kocht

Der Fernsehliebling  Markus  Lanz  ist der Herausgeber dieses  gelungenen, reich bebilderten  Kochbuches.  Hier stellt er die besten Rezepte aus seiner Kochshow „lanz  kocht“ vor. Auf den letzten Seiten des Buches werden die Köche, die die Rezepte kreiert haben, kurz charakterisiert. Hier liest man Wissenswertes zu Chakall, dem studierten Journalisten, der mehrere Restaurants in Portugal besitzt, zu  dem türkischen Küchenchef Ali Güngörmüs und  zu den Köchen  Steffen Henssler, Alexander Herrmann,  Johannes  King,  Kolja Kleeberg,  Mario Kotaska,  Horst Lichter,  Stefan Marquard, Nelson Müller, Andreas C. Studer, Ralf  Zacherl sowie zu dem bayrischen Starkoch und Gewürzguru  Alfons Schuhbeck  und last not least zu den begnadeten Köchinnen Sohyi Kim, Lea Linster und Cornelia Poletto.

In seinem Vorwort hebt der charmante, gebürtige Südtiroler hervor, dass  Spitzenköche nach seiner Recherche allesamt  Durchhalter, Aufsteher und extreme Menschen sind: „Extrem hart. Extrem Ehrgeizig. Extrem liebenswert.“

Lanz hat die Rezepte wie folgt untergliedert:
Vorspeisen und Suppen
Fisch
Fleisch und Geflügel
Desserts

Im Vorfeld zu den Rezepten schreibt der Autor stets Allgemein-Wissenswertes zu dem was folgt, aber auch Amüsant-  Anekdotisches. Die Rezeptergebnisse  sind teilweise abgebildet. Stets erfährt man von wem das Rezept stammt und merkt sehr rasch, dass die einzelnen Köche eine spezielle Art des Würzens bevorzugen und  sich  in  der Rezeptgestaltung  geschmacklich  erkennbar voneinander unterscheiden.

Die Rezepte werden alle schrittweise sehr gut erläutert und  sind problemlos nachkochbar. Sehr raffiniert finde ich Cornelia Polettos „ Erbsen-Matchatee-Suppe“, die  mich an eine  Kreation aus Saigon denken lässt.  Hervorheben möchte ich  im Bereich der Vorspeisen auch die „ Knusprigen Fischpflanzerl auf  „Mango-Avocado-Radieserl-Salat“, eine bayerisch-fernöstliche Kreation und Steffen Hensslers „Sushi Rolls mit Jakobsmuscheln und Krebsfleisch“, zu denen Lanz kurz kommentiert „Sushi kann man nicht zu Hause machen? Kann man doch! Und der Lohn dafür ist ein besonderes Geschmackserlebnis: Denn Sushi schmeckt meiner Meinung nach besonders gut, wenn der Reis noch einen  Hauch Restwärme hat.“(Zitat: S. 26).

Diese kleinen Kommentare findet man  immer wieder mal zu einigen der Rezepte, so auch zu einem Gericht von  Herrn Lanz selbst, das wirklich köstlich schmeckt. Es handelt sich dabei um „Pustertaler Schlutzkrapfen mit brauner Butter.“ Hier kommentiert er: "So wie Risotto schlotzig sein muss, so müssen Schlutzkrapfen schlutzig sein.  Heißt:  Sie müssen gut rutschen. Das Rezept hat mir Norbert Niederkofler verraten, einer der besten Köche Italiens. Und zur Sicherheit hab ich dann noch mal bei Mama angerufen. Mehr Geling-Garantie geht nicht,“  (Zitat: S. 54).

Ein Traum ist Nelson Müllers „Seezunge „Müllerin Art“ mit grünem Spargel und Petersilienschaum“. Dabei ist beim Braten der Seezungenröllchen höchste Achtsamkeit geboten.  Allein die Fischgerichte  genügen um sich für das Buch zu entscheiden. Besonders ins Auge gefallen ist mir die Rezeptur der "Weihnachtlichen Bouillabaisse mit Kardamom –Fenchel-Krokant" von Alfons Schuhbeck und  "Cacciucco mit Dorade, Steinbutt und Rotbarbe“ von Stefan Marquard. Bei dieser handelt es sich lt. Lanz um eine toskanische Fischsuppe, die mit ihrem französischen Pendant  mithalten kann, (vgl.: S. 84),

Bei Fleisch und Geflügel möchte ich  Kolja Kleebergs  "Huhn „Za`ta"  mit Fadennudel-Reis, Joghurt und Berberitzen“ hervorheben, eine  Kreation, die nordafrikanisch daherkommt.  Lanz kommentiert "Za´tar ist eine wunderbare Gewürzmischung aus Nordafrika: Thymian, gerösteter heller Sesam, Salz, Sumach-Essigbaumgewürz- und manchmal auch Oregano.  Die Afrikaner rühren es mit Olivenöl häufig zu einer Paste, und sie bestreichen damit vor dem Backen das Fladenbrot, schmeckt aber auch zu gebratenem oder gegrilltem Fisch und Fleisch in Joghurtsaucen ausgezeichnet", (Zitat: S. 107).

Erwähnen möchte ich auch das „Rosa Tafelspitz mit Rote Bete und Rosenkohl“ von Ali Günggörmüs, eine tolle Kreation mit einer feinen  Sauce, wie man sie sicher auch in Istanbul gerne goutiert. Das "Roastbeef mit Schmelzkraut und Röstbrot"  wird besonders Männern zusagen. Lanz kommentiert „Das Schmelzkraut ist der heimliche Star dieses Gerichts- ein Wucht!“ (Zitat : S. 138).

Wer Rindsrouladen schätzt, sollte die „Asiatische Rindsroulade mit Frühlingsrollen und knusprigem Dipp“ probieren. Kreiert hat sie Stefan Marquard. Die Rezeptur ist atemberaubend und zwar nicht nur der Thai-Chilischote wegen.

Die Desserts  sind  ein Traum.  Allen voran  das "Quarksoufflé mit Rhabarber und Limetten-Sauerrahm-Eis" von Ali Güngörmüs, gefolgt von der" Apfeltarte mit Milchspeiseeis" von Lea Linster und  dem „Mille-feuille von Mascarpone und  Himbeeren" von Nelson Müller und den vielen anderen Leckereien, die  man als Küsse vom Himmel bezeichnen muss.

Empfehlenswert.

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Rezension: Die wunderbare Welt des Fräulein Klein

Dieses schöne, reich bebilderte Buch hat die Bloggerin Yvonne Bauer auf den Weg gebracht, die den Blog "Fräulein Klein" betreibt.

Die Texte sind in vier Jahreszeiten untergliedert, der die Einleitung vorangestellt ist. Hier berichtet Bauer, dass sie vor drei Jahren mit zu bloggen begonnen habe und nun in diesem Buchprojekt die Begeisterung Fräulein Kleins für das Backen und Dekorieren vorstellen möchte. Entgegengebracht werden dem Leser eine Fülle schöner und dabei sehr inspirierender Bilder ihrer Backergebnisse, tolle Dekorationsideen und Backrezepte. Im ersten Kapitel, das den Titel "Frühling" trägt, fallen vor allem die hübschen österlichen Dekoideen ins Auge und bei den Rezepten jene, deren Mittelpunkt Erdbeeren darstellen

Sehr kreativ finde ich die Deko auf der "Sakura-Jasmin-Erdbeer-Torte", die aus selbstgemachten Papierkranichen besteht. Das Tortenrezept ist wirklich hervorragend. Es könnte von einem Meisterkonditor stammen. Gelungen auch ist die Deko für die Sommertorte "Ombre", deren Highlights Pfirsiche und Rosmarin sind. Der Hingucker ist eine "Tassel-Girlande". Wie man diese kreiert, wird sehr gut erläutert.

Die Charlotte auf dem Buchdeckel nennt sich "Himbeer-Charlotte mit Biscuitts, Rose de Reims" und besticht durch ihre Zutaten, die Aromenvielfalt versprechen. Auch die Sommertischdeko ist gelungen, nicht zuletzt weil sie farblich dezent gestaltet ist. Die Ideen bezeugen die erstaunliche Kreativität der Autorin.

Großes Lob der Nusskuchendeko. Das ist essbare Minimalkunst. Den herbstlichen Zimtrollenkuchen werde ich backen, wenn das Kind meiner Cousine demnächst zu Besuch kommt. Diese Teilchen dürften vermutlich großen und kleinen Kindern munden

 Hervorheben möchte ich den Serviettendruck mit Birnen. Sehr originell. Das "Birnen-Feigen-Chutney" hat meine Mutter bereits ausprobiert und ist begeistert vom Geschmacksergebnis. Gelungen auch ist die Rezeptur für die "Schokoladen-Brombeer-Torte". Ein gelungenes Dessert, das durchaus auch von einem Glas Rotwein begleitet werden kann und meines Erachtens eine Kreation verkörpert, die man nach einem Menü mit Hauptgang Wild im Herbst Gästen auftischen sollte, um diese bei guter Laune zu halten

 Nicht unerwähnt lassen möchte ich den winterlichen "Glühweingelee". Ideal auf einem Toast an einem Sonntagmorgen im trüben November.

 Empfehlenswert.

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Rezension: Angeika Kirchmaier- Gugelhupf

Die Gesundheitswissenschaftlerin Angelika Kirchmeier wartet in diesem Backbuch mit Rezepten für Gugelhupffreunde auf. Dabei stellt sie Klassiker, aber auch Kreationen vor, die aufgrund ihrer Zutaten ernährungsbewusste besonders Hobbybäcker goutieren werden.

Man wird zunächst über die Herkunft des Gugelhupfs informiert und liest u.a., dass er in Österreich während der Biedermeierzeit sehr populär war und als Statussymbol galt. Der herkömmliche Gugelhupf enthielt nur gesunde Zutaten. Zucker wurde nur eine verhalten eingerührt. Später dann wurden gesundheitsschädigende Produkte verwendet. Das Buch folgt einem neuen Trend, der auf hochwertigen Zutaten, vereinfachten Zubereitungstechniken und viele Rezepten für den kleinen Haushalt basiert.

Kirchmeier informiert ausführlich über die Zutaten, allen voran das Mehl. Für die Rezepte wird zumeist die Vollkornvariante verwendet, die konzentrationsfördernde B-Vitamine, verdauungsfördernde, immunstärkende und sättigende Ballaststoffe, Mineralstoffe und anderes mehr beinhalten. Aufgeklärt wird man des Weiteren im Hinblick auf Flüssigkeit, Butter, Süßungsmittel, Eier, und auf Gewürzmischungen, die gut harmonieren.

Backformen werden vorgestellt und es wird deren Qualität erörtert. Gut Informiert wird man u.a. über Garprobentechniken bekommt genau erklärt wie man den Gugelhupf stürzt. Dann folgen die 70 Rezepte, die allesamt ausführlich erläutert werden

 Mich sprechen die Gugelhupfe mit Germteig am meisten an. Sie erinnern mich an die Elsässer Variante, die ich dort auf Kurzreisen zu schätzen gelernt habe. Noch besser allerdings hat mir das Rezept für „Milchrahmstrudel-Gugelhupf gefallen, bei dem man auf Marillen oder Mirabellen als Innenleben nicht verzichten sollte

Glasuren und Marmeladenrezepte werden auch geboten, sodass Hobbybäcker wirklich zur Tat schreiten können. Warum nicht mit einem „Eierlikör-Apfel-Gewürzgugelhupf“ beginnen?

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Rezension: Teige- Angelika Kirchmaier

Die Gesundheitswissenschaftlerin Angelika Kirchmaier hat gemeinsam mit der Fotografin Ilvy Rodler dieses reich bebilderte Basiswerk zur Zubereitung von Teigen auf den Weg gebracht. 

Zunächst erfährt man Wissenswertes zu den Basics, so etwa welche Mehlsorten man verwenden kann und auch, dass es wesentlich von der Flüssigkeitsmenge abhängt, ob ein Teig gelingt. Nachdem man Näheres zu den Basics zum Backen im Rohr und über Garproben gelesen hat, kann man sich in die Teigrezepte vertiefen. Die Rezepte, für die man selten mehr als 2 Schüsseln benötigt, enthalten Zutaten, die einer gesunden und bewussten Ernährung entsprechen. 

Vorgestellt werden Rezepte für: Biskuitmasse, Sandmasse, Rührteig, Strudelteig, Plunderteig, Blätterteig, Kartoffelteig, Topfenteig, Hefeteig, Brotteig, Brandteig, Lebkuchenteig, Baisermasse, Makronenmasse, Palatschinken und. Co sowie Nudel- u. Spätzleteig. 

Die Arbeitsschritte werden jeweils sehr gut erklärt. Man erfährt immer, welche Zutaten für das Gelingen die wesentliche Rolle spielen, erhält eine Menge Tipps und Tricks und Grundrezepte, sowie Anleitungen zu köstlichen Leckereien aller Art. 

Allein die Unterschiede bei der Biskuitmasse versetzen mich ins Staunen. Nicht jeder Biskuitteig eignet sich zum Herstellen einer Biskuitrolle oder für Omeletts. Unmöglich auf all die Teigvariationen näher einzugehen. Mich interessieren speziell die Rezepte für Palatschinken und Co. Die Tricks sollte man sich unbedingt merken, speziell welche Möglichkeiten es gibt, um die Quellzeiten entfallen lassen zu können. Das Rezept für Marillenpalatschinken ist göttlich. Doch auch, wenn man 25- Minuten-Brötchen ohne Hefe backen möchte, wird man nicht alleine gelassen.

Man findet im Buch eine Vielzahl sehr guter Vollwertrezepte und Diabetikervarianten, die für Genuss ohne Reue sorgen. 

Empfehlenswert.

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Rezension: Wintergemüse

Dr. Karen Meyer-Rebentisch hat ein sehr informatives Buch über Wintergemüse verfasst, das neben vielen warenkundlichen Informationen zahlreiche, einfach nachkochbare Rezepte enthält. 

Die Autorin richtet sich in ihren Texten auch an Selbstversorger, denn sie erläutert sogar wie man diese Gemüsesorten anbaut, erntet und lagert. Einer Tabelle kann man u.a. entnehmen, welche Gemüsesorten vor dem Frost geerntet werden müssen und welche sogar noch bis 12 Grad minus draußen bleiben können.

Thematisiert werden in der Folge Gemüsearten wie Haferwurzel, Kohlrabi, Möhren, Palmkohl, Porree, Radicchio, Rosenkohl, Weißkohl, Wirsing und Zwiebel.  Zu  jeder der insgesamt 35 Gartenfrüchte erhält man Informationen zum Anbau, den Sorten, der Ernte, der Lagerung und wie man sie beim Kochen verwenden kann. 

Die Rezepte sind allesamt sehr gut erklärt und einfach nachkochbar. Haferwurzelrezepte waren mir bislang fremd. Die Zutaten für "Haferwurzel mit Fischklößchen und Kapern" klingen vielversprechend. Vegetarier dürften beim Rezept für "Kohlrabi-Kartoffel-Auflauf" aufhorchen und Weintrinker dürfen beim "Flammkuchen mit Porree" darauf hoffen, dass eine gute Fee in der Küche aktiv wird. 

Von allen Rezepten am meisten sagt mir die Zwiebelsuppe zu. Diese habe ich mit Zwiebeln aus dem Garten meiner Mutter nachgekocht und kann versichern, dass das Rezept  bestens ist. Ich empfehle in der Suppe den gleichen Wein zu verwenden, den man bei Tisch auch trinkt. Ein Weißburgunder eignet sich mehr als ein Riesling, weil  die Rieslingsäure nicht so optimal mit den anderen Suppenzutaten harmoniert.

 Ein gelungenes Buch. Empfehlenswert. 

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Rezension:Apfel, Zwetschge & Holunder (Gebundene Ausgabe

Dieses Kochbuch von Karl Newedel ist für Hobbyköche gerade jetzt im Spätsommer und im nahenden Frühherbst eine Bereicherung. Der Autor stellt delikate Rezepte vor, bei denen Äpfel, Pflaumen oder Holunder die zentrale Rolle spielen. 

Nachdem man eingangs kurz allgemein Wissenswertes über diese Früchte erfährt, werden anschließend die Rezepte näher erläutert. Untergliedert sind sie nach den Obstsorten. Diese Rezepte werden jeweils gut nachvollziehbar schrittweise erklärt. Man erfährt zudem immer die konkrete Zubereitungs-, auch die Backzeit bzw. die Kühldauer. Nicht unerwähnt bleibt, für wie viele Personen die einzelnen Rezepte gedacht sind. Zudem hat man Gelegenheit, sich aufgrund der appetitanregenden Fotos Gestaltungsidee für die Präsentation auf dem Teller zu holen. 

 Damit Sie eine Vorstellung davon bekommen, was Sie im Buch erwartet, möchte ich einige Gerichte hervorheben. Bei den Rezepten mit Äpfeln gefällt mir u.a. besonders gut das "Rosa Apfelmousse", bei dem etwas Weißwein und Sahne nicht fehlen dürfen. Die "Apfeltarte" mit Mürbeteig zubereitet, erhält durch die Orangenmarmeladen-Glasur geschmacklich den letzten Kick. Dazu passt ein Schälchen Tee wohl besser als eine Tasse Kaffee. 

 Wer gerne Fleisch isst, wird sicher Gefallen an den "Mit Hackfleisch gefüllten Äpfeln" finden, die mit Bergkäse aromatisiert werden. Der Autor empfiehlt hier ein Glas Riesling dazu. 

 Sehr gut ist das Rezept für "Joghurteis mit Zwetschge", das man auch zubereiten kann, wenn man keine Eismaschine im Haus hat. Das "Zwetschgenmus" klingt vielversprechend, der unreifen, grünen Walnüsse wegen, die in die Masse eingearbeitet werden. "Zwetschgenknödel mit Zimtbröseln" war eines meiner Lieblingsgerichte in meiner frühen Kindheit. Das Rezept ist das gleiche, das mein österreichischer Urgroßvater immer verwendet hat. Holundergerichte hat meine böhmische Großmutter immer zubereitet. Ihr hätten die "Hollerdatschi mit Streuseln" sicher zugesagt, während meine ostpreußische Mutter sich eher für "Rinderlende mit Holler-Chutney“ begeistern kann. Ich selbst favorisiere das Rezept "Holunder-Birnen-Grütze mit Eis", wobei ich das Eis durch Hüttenquark ersetze. Das schmeckt nicht so süß und sorgt nicht für leidiges Hüftgold. Eine gelungene Rezeptsammlung. 

Empfehlenswert.

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Rezensionen: Alfons Schuhbeck: Meine Bayerische Landküche

Kochbücher von Alfons Schuhbeck habe ich viele gelesen und auch rezensiert. Gleichwohl ist meine Neugierde ungebrochen, wenn dieser Starkoch mit neuen Rezeptsammlungen aufwartet. Ich hatte bereits vor Jahre das Vergnügen in einem seiner Restaurants zu speisen, konnte auch ein Interview mit ihm realisieren und hatte im letzten Jahr Gelegenheit Alfons Schuhbeck persönlich kennenzulernen. Sein Kenntnisreichtum, speziell im Hinblick auf Gewürze beeindruckt mich sehr, sein Händchen Bodenständiges mit Weltläufigem zu verbinden ebenfalls.

 In seinem neuen Buch thematisiert Schuhbeck seine bayerische Landküche und wartet zunächst mit bemerkenswerten Rezepten für Kräutersalz, Gemüsebrühpulver, Braune Grundsauce, Bayerisches Olivenöl (Braune Butter), Zwiebelsenf, Bayerische Remoulade, Bayerischer Ketchup, Bayerisches Pesto, Sahnemeerettich, Apfelkren, Landleberwurst, Griebenschmalz, Eingelegter Knoblauch mit Ingwer, Eingelegte Rote Beete, Senfgurken, Essigzwetschgen, Mandel-Orangen-Hippen, Gewürzeierlikör, Holunderblütensirup mit Minze und Ingwer sowie Bratapfelmus auf. Die Basics der bayerischen Küche sind natürlich durch Schuhbeck kreativ aufgepeppt. Der Meisterkoch agiert subtil mit Kräutern und Gewürzen und verwendet an seinem "Bayerischen Pesto" u.a. Liebstöckelblätter sowie auch eine Msp. Ingwer und braune Butter anstelle von Olivenöl, um nur einige Zutaten für diese Leckerei zu nennen.

 Nach den Basics folgen Rezepte für Vorspeisen und kleine Gerichte, so etwa für einen "Kräuteraufstrich und Birnen-Obatzda mit Croutons". Beim Kräuteraufstrich spielt dann das obige Pesto eine Rolle. Durch den Birnenbrand und die Birne erhält das bayerische Gericht eine französische Note. Nicht uninteressant.

Es ist natürlich unmöglich auf die einzelnen Rezepte hier alle näher einzugehen. Eine tolle Kreation für Freunde von Weißwürsten ist der "Weißwurst-Kräuter-Strudel auf Schwammerlsalat", für diese gewiss das Hightlight im Rahmen der kleinen Gerichte im Buch.

 Bei den Suppen möchte ich die "Kartoffelsuppe mit Pilzgröstl und Speck" hervorheben. Überirdisch von den Geschmacksnoten. Mit der landläufigen Kartoffelsuppe hat diese Kreation nur den Namen gemeinsam. Traumhaft auch die "Knoblauch-Mandel-Suppe mit gefüllten Zucchiniblüten". Der bayerische Kick ist wohl der, dass die Zucchiniblüten mit Schweinswürstelbrät gefüllt sind.

 Die Fischgerichte lassen nichts zu wünschen übrig. Am meisten angetan bin ich von dem "Gefüllten Bachsaibling mit Apfelmeerrettich" und der "Renke auf Gewürztomaten mit Safran- Zitronen-Dip". Den köstlichen Dip kann ich mir auch zu anderen Fischgerichten gut vorstellen.

 Für Fleischfans gibt es einige sehr gute Gerichte, darunter ein "Rosa gebratener Kalbstafelspitz mit Apfelrahmkraut", eine "Geschnetzelte Kalbsleber mit Apfel-Speck-Püree" und "Böfflamott mit gemischten Knödeln und Essigzwetschgen". Das Böfflamott enthält ein Feuerwerk von Aromen, so dass man bei der Rotweinauswahl wohlüberlegt agieren sollte.

 Geflügelesser werden überrascht sein von den wunderbaren Hendlrezepten. Besonders angetan bin ich aber von dem Rezept "Paillard vom Fasan auf Pfeffersauce mit Trauben und Wirsing", ein Festtagsgericht erster Güte.

 Die Wildgerichte, mit denen Schuhbeck hier aufwartet, lassen den Gaumen bereits beim Lesen frohlocken. Fast orientalisch finde ich von der Rezeptur für das "Rehragout mit Feigenblaukraut und Tasmanischem Pfeffer". Ein Gewürztraum, zu dem ich mir einen Merlot aus Argentinien gut vorstellen könnte.

 Für Süßmäulchen gibt es köstliche Leckereien mit unverkennbar bayerischen Namen, so etwa "Prinzregenten-Nockerl mit eingelegten Mirabellen" oder "Johannisbeerschnitte mit Bayerischer Creme". Bei beiden Desserts geht Bayern mit Frankreich eine Liebesverbindung ein, die so entzückt, dass man nach dem Genuss dann zum Espresso gerne noch ein Stamperl "Gewürz-Eierlikör" trinkt, um noch ein wenig in Schuhbecks Aromenparadies zu schwelgen.

Der Starkoch verrät unter vielen Rezepten noch Spezialtipps. Wie immer sind die Rezepte sehr gut erklärt. Wer sich an die Anweisungen hält, kann nicht verkehrt machen. Empfehlenswert.

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Rezension: Neapel genießen - 200 authentische Rezepte und ­Lokaltipps:

Gerd Wolfgang Sievers wartet in diesem handlichen Kochbuch mit 100 authentischen Rezepten und Lokaltipps aus der Region Neapel auf. Im Fokus stehen neben Neapel, Ischia und die Amalfiküste. 

Dabei untergliedert er sein hübsch bebildertes Kochbuch in die Rubriken: Die Küche im griechisch-römischen Zeitalter Die Küche der armen Leute Pizza "Calzone" und pikante Torte Hauptgerichte Salate, Gemüse, Eiergerichte und Gemüseeintöpfe Süßes, Früchte und Liköre 

 Im Vorwort weist der Autor u.a. darauf hin, dass die neapolitanische Küche in ihrer einfachen Form aus einem Imbiss oder Tellergericht und in der Restaurantvariante nur aus Primo, Seconodo und Obst sowie Dessert besteht. Eine Anti-Pasti-Kultur gibt es hier nicht. 

Damit der Leser die Küche Neapels und deren Spezialitäten besser versteht, informiert der Sievers ein wenig über die Geschichte der Stadt und macht auf diese Weise klar, das die Kluft zwischen einer armen, bevölkerungsreichen Unterschicht und einer kleinen Oberschicht sehr groß war und sich dies auf die Essgewohnheiten niederschlug, die entsprechend einfach sind. 

 Aufgeklärt wird man über das antike kulinarische Erbe, das sich in der Liebe zu Sardinen, in einer dezenten Würze und in unkomplizierten Speise offenbart. Der Autor präsentiert eine kleine Anzahl antiker Rezepte, ohne zu vergessen zuvor Wissenwertes zu "garum", der aus dem antiken Griechenland kommenden fermentierten Fischsauce zu berichten. Die Liebe zu Garum soll bei den Neapolitanern bis zum heutigen Tag anhalten. Über die tradierten Gerichte aus antiken Tagen erfährt man jeweils historisch Wissenwertes. Dabei klingt das Rezept für "Toronischen Fisch" vielversprechend und Gerstenbrei mit Süßwein und Honig zubereitet, ist gewiss eine schmackhafte Süßspeise, sofern sie von Aprikosenkompott begleitet wird. Antikes Speisen halte ich in heutigen Tagen allerdings für eine Spielerei. 

 Informiert wird man umfangreich über die Küche armer Leute, lernt dann eine Reihe von Pasta-Gerichten kennen, mit denen Mütter in allen Zeiten ihre Kinderschar problemlos sättigen konnten. Hier spielt die Tomatensauce eine große Rolle. Ich gebe zu, dass ich keine Freundin von Pizza bin, habe dennoch mit Interesse gelesen, dass die ersten Überlieferungen im Hinblick auf diese Mehlspeise aus dem Jahre 1835 stammen. Pizzaliebhaber finden in diesem Buch eine Vielzahl delikater Pizza-Rezepte, auch für "Baciolini", das sind Pizza-Küsschen. 

 Einige Hauptgerichte würde ich niemals zubereiten, da ich weder Kutteln, Kalbsgekröße, noch Schweinköpfe und Füße esse. Sehr gut allerdings sind die Fischspeisen, wie etwa der "Gegrillte Schwertfisch mit Oregano". 

 Mein Lieblingskapitel thematisiert Salate, Gemüse, Eiergerichte und Gemüseeintöpfe. Natürlich spielen hier Tomaten die entscheidende Rolle. 

 Bei den Süßspeisen schließlich lohnt es sich die Sorbetrezepte auszuprobieren. Das Blutorangensorbet schmeckt am besten. 

 Die Restauranttipps zum Schluss sind sehr gut beschrieben. Wohl dem, der heute Mittag eine delikate Pasta mit einem Glas Wein an der Amalfiküste genießen konnte. Zum Dank sollte er seine Mitmenschen den ganzen Tag freundlich anlächeln und charmant sein. 

 Empfehlenswert.

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Rezensionen:Mein B_Logbuch (Gebundene Ausgabe)

Astrid Paul betreibt den Food-Blog "Arthurs Tochter kocht". Sie stellt in ihrem Buch Kochrezepte vor, berichtet über ihr Leben, schreibt über ihr eigenes Einkaufsverhalten und stellt kritische Fragen zur Lebensmittelproduktion. Ferner informiert sie sehr aufschlussreich darüber, welche Erfahrungen sie im Bloggerland bislang gemacht hat. 

Ihr virtuelles Leben begann dort im Jahre 2009. Die Rezepte zeugen davon, dass Paul eine wirklich begnadete Köchin ist. Leider beinhaltet das Buch zu wenige Rezepte, als dass man das es als Kochbuch im herkömmlichen Sinne bezeichnen könnte. Vielmehr ist es eher ein Erfahrungsbericht und eine bemerkenswerte Marketingstrategie, um Internetunkundige auf ihren wunderbaren Blog aufmerksam zu machen. 

 Interessant fand ich, von den Möglichkeiten zu lesen, die Blogger üblicherweise zur Verfügung stehen, um ihre Blogs bekannt zu machen. Ob das Buch allerdings eine Hilfe sein könnte, dem Blog noch weitere 100.000 Leser in kurzer Zeit zu bringen, wird davon abhängen, wie viele Rezensenten in den Printmedien und im Internet auf das Buch aufmerksam machen und Neugierde wecken. 

 Wer nicht an Blogger- Insiderwissen interessiert ist und sich auch nicht für Astrid Paul und ihre Gedankenwelt interessiert, sondern ausschließlich für die Zubereitung von Gerichten, muss sich im Buch mit 17 Rezepten begnügen. Diese allerdings sind sehr raffiniert gestaltet. Blogger können viel Wissenswertes auf den 279 Seiten in Erfahrung bringen. 

Astrid Paul kennt sich sehr gut aus. Man kann selbst als alter Hase von ihr noch lernen. Bei immer größer werdender Anzahl an Bloggern eröffnet sich für ihr Buch ein beachtliches Leserpotential, das so ganz nebenbei auch noch einige gute Rezepte präsentiert bekommt. Auf welche Weise Astrid Paul einen Nutzen aus ihren Internetengagement zieht, lässt sie nicht unerwähnt und spornt gewiss den ein oder anderen an, ebenfalls eine interessante Bloggeridee zu entwickeln.

 Empfehlenswert.
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