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Rezension:La cucina siciliana: Ein Fest der Sinne Mit Fotos von Maurizio Maurizi (Broschiert)

Mit den 130 Rezepten dieses handlichen Kochbuches haben Maria Cécile Ferré und Maria Teresa de Marco es verstanden mittels ausgewählter Rezepte, die Vielfalt der sizilianischen Küche widerzuspiegeln. Der Fotograf Maurizio Maurizi hat die Speisen appetitanregend in Szene gesetzt und wartet ferner mit Momentaufnahmen auf, die dem Betrachter die Inselmentalitäten näher bringen.

Die Autoren verzichten auf warenkundliche Vorinformationen und gehen gewissermaßen sogleich zur Sache. Allerdings werden dann unterhalb der Rezepte ab und an hilfreiche Infos zu den Produkten erteilt.
Unangefochtener Schwerpunkt sind also die Rezepte, untergliedert in: Antipasti und Snacks; Pasta, Reis und Suppen; Fleisch; Fisch und Meeresfrüchte; Gemüse; Desserts, Eis und Süßspeisen; Eingemacht und eingekocht; Zutaten und Traditionelles mal anders.

Die Rezepte werden ausführlich erläutert. Sie bestechen durch ihre Vielfalt. Neben den typisch süditalienischen Kompositionen fallen arabische Kreationen ins Auge.

Typisch für die Vermählung süditalienischer und arabischer Küche ist beispielsweise das Gericht: "Spaghetti mit Mandel-Basilikum-Pesto". Hier werden anstelle von Pinienkernen Mandeln in der Pesto verwendet. Bei anderen Gerichten spielt Sesam eine Rolle und grundsätzlich geht man mit Knoblauch großzügiger als in Norditalien um.

An Speisen aus dem Orient erinnern mich die vorgestellten Reis- und Pastatimbale. Die Pastatimbale ist übrigens üppig gefüllt und eine Speise für Menschen, die keine Angst vor Hüftgold haben. Das gilt auch für die "Timbale alla Ildazza", eine üppige Pastete, die neben anderen Zutaten alleine 2 kg Anellini enthält. Die Timbale muss allerdings nicht von einer Person aufgegessen werden.:-))

Die vorgestellten Suppen mögen sättigend sein, aber sie sind auch recht kohlehydrathaltig und heißen übersetzt "Brotsuppe" oder "Weizenbrei", "Saubohnen-Fenchel-Püree". Sie mögen typisch für die sizilianische Küche sein, aber sie treffen nicht unbedingt meinen Geschmack.

Bemerkenswert sind die gut gewürzten Fleischspeisen, speziell die Geflügel- und Kaninchengerichte. Interessanter allerdings sind die Fisch- und Meeresfrüchterezepte und hier die Fülle an inspirierenden Sardellenspeisen.

Hervorheben möchte ich das arabisch geprägte Gericht "Couscous alla Enza", für das allein es sich lohnt, das Buch zu kaufen. Ein Gericht, das Sizilien kulinarisch wohl am besten präsentiert.

Bei den Gemüserezepten finde ich die "Gerösteten Artischocken" erwähnenswert, auch "Artischocken-Caponata" und diverse Orangen-Salatrezepte.

Desserts, Eis und Süßspeisen sind offenbar auf Sizilien sehr orientalisch angelegt. Man lernt die traditionellen Mandelplätzchen näher kennen, auch Mandel- und andere Nusstorroni, eine Reihe vorzüglicher Sorbets und vieles andere mehr, das ans Schlaraffenland erinnert.

Bei dem Eingemachten und Eingekochten möchte ich den Kaffeelikör erwähnen, der nach der Zubereitung 1 Monat ruhen muss und beim Traditionellen mal anders die "Tomatentarte mit wilden Fenchel", eine leckere Begleitung zu einem Glas gekühlten Weißwein, der idealerweise von der Insel kommen sollte.

Ein gelungenes Kochbuch, das einen guten Eindruck von den kulinarischen Besonderheiten dieser Insel hinterlässt.

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Rezension:Linsen: Das Kochbuch Mit Fotos von Barbara Lutterbeck (Broschiert)

Der Spitzenhoch Achim Schwekendiek, dessen Kochkunst man im Schlosshotel Münchhausen, unweit von Hameln gelegen, persönlich kennenlernen kann, stellt im vorliegenden Buch 70 delikate Linsengerichte vor. Die Food- und Still-Life-Fotografin Barbara Lutterbeck hat die Gerichte appetitanregend abgelichtet.

Schwekendieks Produktkochbuch beginnt mit einer Sentenz von ihm. Diese möchte ich nicht ohne Grund zitieren: "Linsen sind Inspiration! Sie lassen sich mit allen Gewürzen kombinieren, sodass immer neue Geschmackskompositionen entstehen."

Vor dem Rezeptteil wartet der Kochkünstler mit interessanten warenkundlichen Informationen auf. Hier wird auf historisch Wissenswertes hingewiesen, auch erwähnt, dass die Linsen zu den Schmetterlingsblütlern zählen und prall mit Nährstoffen gefüllt sind. Der Eisenanteil liegt über 2 mg in 100 g gekochten Linsen und ist insofern eine Alternative zu Fleisch. Neben Eisen und Eiweiß enthalten Linsen ferner Mangan, Phosphor, Zink, B-Vitamine und Folsäure und sind insofern ein beachtliches Powerpaket, (vgl.: S.9).

Schwekendiek erklärt für jeden nachvollziehbar, weshalb Linsen vor dem Verzehr immer gekocht werden müssen, wie man sie richtig aufbewahrt und korrekt zubereitet.

Im Rahmen einer kleinen Linsenkunde, erfährt man Aufschlussreiches zu Beluga-, Berg-, Champagner-, Puy- sowie Uridlinsen, aber auch zu gelb- und orangefarbenen sowie roten Linsen.

Der Rezeptteil im Anschluss ist untergliedert in: Vorspeisen, Suppen und Eintöpfe, Fisch, Fleisch, Vegetarische Gerichte, Desserts und Grundrezepte.

Einige Rezepte möchte ich hervorheben, damit Sie eine Vorstellung davon haben, was Sie in diesem Kochbuch erwartet:

Eine Vorspeise ganz nach meinem Geschmack ist das Gericht "Gewürzlinsen mit Garnelen, Passionsfruchtsauce und Korianderöl". Die Arbeitsschritte werden wie bei allen anderen Gerichten gut erklärt. Allen Rezepten gemeinsam ist, dass sie delikat gewürzt sind.
Die Gewürzlinsen im Rezept enthalten u.a. Kakaobohnenbruch und auch Curry. Die Passionsfruchtsauce ist ein zusätzlicher Faktor, um die Speise so zu gestalten, dass sie wie ein Gericht aus dem alten Persien daherkommt. Sehr delikat.

Bei den Suppen und Eintöpfe findet man auch das schwäbische Rezept für "Linsen und Spätzle und Saitenwürstchen". Der gehackten Liebstöckel sorgt für einen typisch nostalgischen Maggi-Geschmack aus den 1950er Jahren, nur eben nicht so intensiv.

Bei den Hauptgerichten ist "Linsenmoqueca" mein eindeutiger Favorit. Hierzu werden rote Linsen verwendet. Kokosmilch und Koriander sorgen für ein asiatisches Geschmackserlebnis. Bei den Fleischgerichten dann finde ich "Linsen con Carne" am bemerkenswertesten, eine gelungene Abwechslung zu den üblichen roten Bohnen.

Am besten im Buch gefallen mir die vegetarischen Gerichte und hier auch eine Art Gemüsefrikadelle, die neben braunen Linsen und Spitzkohl delikate Gewürze enthält.

Desserts mit Linsen halte ich für gewöhnungsbedürftig, jedoch durchaus nicht zu verachten. Es muss ja nicht alles schlecht sein, was mannicht kennt.:-))

Die Grundrezepte zum Schluss sind brauchbar und sollten nicht überblättert werden. Mein Lieblingsgericht sind hier die "Balsamicolinsen", die sehr lecker schmecken und einfach zuzubereiten sind.

Empfehlenswert.

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Rezensionen:Eine kulinarische Weltreise: 225 köstliche Rezepte (Gebundene Ausgabe)

"Eine kulinarische Weltreise" ist nicht nur ein bemerkenswertes Kochbuch, das 225 besonders delikate Rezepte aus allen Herren Ländern beinhaltet, sondern es ist zeitgleich ein Fest für die Augen.

Jeder, der schon einmal Bücher von "National Geographic" in den Händen gehalten hat weiß, das man sich stets wundervoller Fotos erfreuen kann. Im vorliegenden Buch sind es Landschaften und ihre kulinarischen Produkte, sowie Speisen, die man sinnlich wahrnehmen darf.

Das Buch ist untergliedert in: Brot und Gebäck; Getreide; Pasta und Nudeln; Gemüse; Fisch und Meeresfrüchte; Geflügel; Fleisch; Eier und Milchprodukte; Früchte, Nüsse und Schokolade.

Pro Kapitel erwarten den Leser sehr viele warenkundliche Infos und bestens strukturierte Rezepte aus aller Welt.

Sehr gut gefällt mir, wie man sich mit dem Getreide rund um die Welt befasst und aufzeigt, wie vielgestaltig die Speisen, in denen das Getreide der Protagonist ist, kreiert werden können. Eingebunden in die Rezepte sind u.a. warenkundliche Erläuterungen spanischer Wurst- und Schinkenspezialitäten, die mir bis auf Serranoschinken bislang alle unbekannt gewesen sind. Eingebaut in das Kapitel sind auch Infos zu Olivenöl aus der Toskana. Hier wird kurz erklärt, wie hochwertiges Olivenöl entsteht.

Das Rezept für Paella ist für 8 Personen gedacht und ein ideales Partygericht. Neugieriger hat mich allerdings ein Gericht aus Thailand gemacht, das den Namen "Garnelen mit Reis und Thaibasilikum" trägt, sich einfach zubereiten lässt und durch typisch asiatische Aromen besticht, die nicht zuletzt auf Thaibasilikum, Koriander und Fischsauce zurückzuführen sind.

Ausgiebig wird man übrigens über Pasta und Nudeln aufgeklärt. Über italienische Pastagerichte haben die meisten Hobbyköche schon viel gelesen, doch wer kennt schon gute mexikanische, philippinische oder vietnamesische Nudelspeisen? Die asiatischen Nudelgerichte sind am raffiniertesten gewürzt, eindeutig. Wie man einen Pasta-Teig herstellt wird gut erklärt.

Im Rahmen der Rezepte für Hülsenfrüchte werden Fleisch und Wurstwaren aus den USA näher beleuchtet und der Weinanbau in Spanien kurz thematisiert. Wieso diese Produktinfo im Kapitel Hülsenfrüchte eingebaut ist, hat sich mir nicht erschlossen.

Ein Traum ist das Kapitel "Gemüse" im Buch. Hier entsprechen die mediterranen Rezepte am meisten meinem Geschmack, wobei die "Pfannengerührten Spargelbohnen" aus Thailand auch köstlich sind.

Man lernt Wissenswertes über asiatisches Gemüse kennen und auch über die unterschiedlichen Arten von "Pecorino Toscana". Sehr gut aufgeklärt wird man über "Römische Artischocken" und lernt delikate Rezepte in diesem Zusammenhang kennen. Innerhalb der Gemüserezepte findet man leckere Pilzspeisen. Hier stieß ich auch auf ein französisches Gericht, dass ich dort schon einmal gegessen habe und das vorzüglich mundet. Es handelt sich hierbei um "Wildpilz-Tartelettes", die einen exzellenten Begleiter für ein Glas Rotwein darstellen.

Das Kapitel "Fisch" ist mein Lieblingskapitel. Sehr gut sind die warenkundlichen Infos zum Thema Fisch und Meeresfrüchte, besser noch die entsprechenden Rezepte aus aller Welt.

Die Muschelzeit hat diesen Monat begonnen, insofern habe ich mich mit den diesbezüglichen Rezepten näher befasst. Dabei haben mir die belgischen "Gedämpften Muscheln mit Aioli" am besten gefallen. Ich habe sie bereits nachgekocht und bin begeistert davon.

Lobend erwähnen möchte ich die "Orangen-Tequila-Garnelen" und die "Frittierten Garnelen mit Tamarinde" aus Malaysia. Bei den Jakobsmuscheln finde ich das Rezept aus Peru am spannendsten, eine delikate Vorspeise, die sich einfach zubereiten lässt.

Sehr gut wird über die Champagnerherstellung in Frankreich, über Tapas in Spanien, über Rohschinken sowie Salami in Italien und über britische Käsesorten, sowie über die Brie-Herstellung berichtet.

Die Geflügelrezepte suchen ihresgleichen. Besonders bemerkenswert sind das malaysische "Hähnchencurry", das italienische "Zitronenhähnchen" und das italienische "Schmorhähnchen mit Pancetta".

Fleischesser kommen auch auf ihre Kosten. Als ich noch Fleisch aß, hätte ich gewiss die Lammgerichte bevorzugt.
Die Eier- und Milchprodukterezepte finden meine spezielle Anerkennung, vor allem die "Stilton-Lauch-Tarte" aus Großbritannien.

Im wunderbaren Kapitel über "Früchte, Nüsse und Schokolade" finden Süßmäuler alles, was ihr Gaumen begehrt. Dabei wird auch erklärt, wie man Fürchte flambiert und man erhält delikate Tarte- Rezepte, auch solche für Sorbets. Übrigens wird im Buch auch erläutert, wie verschiedene italienische Eis-Sorten gemacht werden.

Ganz am Anfang des Buches hat man Gelegenheit Brotsorten weltweit kennenzulernen und man sollte diese Seiten keinesfalls überblättern, denn zu vielen der vorgestellten Speisen eignet sich Brot als Begleitung und nach manchen Tagen der Schlemmerei genügt es, eine Scheibe Sauerteigbrot mit einem Glas Wein zu genießen, bevor man sich erneut mit Köstlichkeiten, wie "Meeresfrüchte-Nudeln" aus Spanien koch- und speisetechnisch befasst und nach deren Genuss "Profiteroles mit Schokoladensauce" zu sich nimmt.

Das Glossar zum Schluss ist sehr aufschlussreich.


Ein tolles Buch, eines der besten Kochbücher in diesem Herbst.


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Rezension:Die moderne Speisekammer: Einkaufsplanung · Vorratshaltung · Resteküche mit vielen Rezepten (Gebundene Ausgabe)

Sabine Huth-Rauschenbach hat ein interessantes Buch geschrieben, das uns dazu verhilft, bewusster einzukaufen und sinnvoll Vorräte anzulegen. Des Weiteren liefert die Autorin schmackhafte Rezepte aus der gesunden Resteküche, der saisonalen Küche und für das Büro sowie für unterwegs.

Zunächst lernt man die 6 Goldenen Regeln der Speisekammer kennen, die ich in jeder Beziehung bejahe. Anschließend lernt man Einkäufe zu planen, die wichtigsten Regeln im Supermarkt zu überdenken, Alternativen zum Supermarkt ins Auge zu fassen und Vor-und Nachteile bei Discountereinkäufen abzuwägen.

Huth -Rauschenbach hat ein scharfes Adlerauge und ist in der Lage, nicht nur junge Menschen den Vorteil von klugem Einkaufen zu verdeutlichen.

Sehr gut ist das Kapitel "Die richtige Lagerung von Lebensmitteln" abgehandelt. So gilt beim Obst und Gemüse generell es niemals gemeinsam zu lagern, denn Obst produziert Ethylen und diesbezüglich sind die meisten Gemüsesorten empfindlich, (vgl.: S. 33). Man erfährt, wie man mit einzelnen Obst- und Gemüsesorten verfahren soll, auch wie man Käse, Wurst, Fleisch und Eier und Brot richtig lagert.

Aufgelistet sind in der Folge die Grundausstattung der Speisekammer und die Basics für den Kühlschrank, des Weiteren alle Kräuter und Gewürze, die man vorrätig haben sollte. Hier erfährt man im Einzelnen, wozu man sie verwendet. Auch liest man welche Utensilien als Grundausstattung eines zufriedenstellenden Küchenequipments notwendig sind und wen man als Feind der Speisekammer betrachten muss. Neben den üblichen Topfguckern, die im Buch nicht erwähnt sind:-)), z.B. Mehlmotten und Fruchtfliegen.

Die Rezepte im Anschluss sind bestens erklärt und appellieren in vieler Hinsicht an die Vernunft, aber auch an die Geschmacksnerven.

Eine gelungene Melange, die durch Nährwerttabellen und Saisonkalender für Kräuter, Obst und Gemüse abgerundet wird.

Dieses Büchlein ist ein ideales Geschenk zur Gründung eines Hausstandes.

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Rezension: Edle Kastanien

Das vorliegende Produktkochbuch der Rezeptautorin Sonja Schubert und der Fotografin Barbara Lutterbeck wird all jene begeistern, die Rezepte mit Kastanien suchen. Hier im Buch nämlich werden 50 solcher Rezepte vorgestellt.

Die Edelkastanie, genannt "castanea sativa" kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und ist eine der ältesten Kulturpflanzen Europas. Im Mittelalter stand sie in den nördlichen Regionen um das Mittelmeer beinahe täglich auf dem Speiseplan.

Die Frucht des Baumes, der bis zu 500 Jahre alt werden kann, ist übrigens botanisch gesehen eine Nuss, die aber weitaus weniger Fett als andere Nussarten enthält. Sie besteht aus Wasser, Eiweiß und vor allem Stärke und Saccharose, ist glutenfrei, hat einen hohen Kaliumanteil und enthält die Nervenvitamine Vitamin B 1 und B2 .

Schubert macht darauf aufmerksam, dass frische Kastanien vor dem Kochen blanchiert und geschält werden müssen. Sie erklärt, wie man dies bewerkstelligt und des Weiteren wie man Kastanien haltbar macht.

Die Rezepte sind untergliedert in:

Suppen, Snacks und Aufstriche

Kastanien zum Sattessen

Kastanien als Beilage

Gebäck, Desserts und Konfekt

Oberhalb jedes Rezeptes wartet die Autorin mit Produktinformationen auf, die sich auf andere Rezeptzutaten in Verbindung mit dem fokussierten Produkt beziehen.

Auf der Seite, die dem jeweiligen Rezept gegenüberliegt, kann man sich stets ein Bild von der vorgestellten Speise machen.

Die Rezepte sind in kleinen Arbeitsschritten gut untergegliedert und leicht nachkochbar. Die Zutaten sind in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Viele, sehr delikate Rezepte reihen sich aneinander. Bei den Suppen gefällt mir dabei die "Kürbissuppe mit Chilikastanien" am besten. Diese Suppe ist ein ideales Herbstgericht, ganz ähnlich wie "Schweineragout mit Kastanien und Pflaumen" für Fleischesser oder "Seeteufelmedaillons mit Kastanienkruste auf Fenchelgemüse" für Fischliebhaber.
Eine klassische Beilage der Sonderklasse für Wild sind "Glasierte Kastanien", die mit Cranberries, Rotwein und anderen Ingredienzien angereichert werden.

Bemerkenswert sind die vielen delikaten vegetarischen Speisen, nicht zuletzt das "Kartoffel-Kastanien-Püree", die "Gefüllten Zwiebeln" und die "Gefüllten Champignons".

Wer Süßspeisen mag, kommt bei diesem Buch auch auf seine Kosten. Wer dabei schnell zunehmen möchte, sollte einen Teller "Kastanientrüffel" essen. Damit klappt es bestimmt.

Das raffinierteste Dessert im Buch ist nach meiner Ansicht das "Kastanienparfait mit Quittenkompott", bei dem sehr sparsam mit Zucker hantiert wird und das von seinen Gewürzen her diese Nachspeise dazu prädestiniert, den letzten Gang eines Wildmenüs darzustellen.

Empfehlenswert.

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Rezension: Land und lecker

Der Homepage des Landfrauenverbandes e.v. ist zu entnehmen, dass der Deutsche Landfrauenverband (dlv) bundesweit die Interessen aller Frauen und ihrer Familien im ländlichen Raum vertritt und. Mitglieder in den dlv 22 Landes-Landfrauenverbände mit rund 430 Kreis- und mehr als 12.000 Ortsvereinen sind.

18 dieser sogenannten Landfrauen werden im vorliegenden Buch vorgestellt. Die Damen kommen alle aus Nordrhein-Westfalen. Über jede der einzelnen Frauen erfährt man Wissenswertes und alle Damen warten mit speziellen Kochrezepten auf, nicht selten aus der regionalen Küche, aber auch mit alten Familienrezepten.

Auf den ersten Seiten des Buches kann man anhand einer Landkarte genau erkennen, an welchen Orten die Damen ansässig sind. Irmgard Gräfin von Looz-Corswarem lebt mit ihrer Familie an der Stadtgrenze von Münster auf einem alten Herrengut. Man liest wie sie und ihre Familie auf dem Hof wirken, was ihr Freude bereitet und wodurch die Familie ihren Lebensunterhalt verdient.

Auf diese Weise erfährt man über all die anderen Bäuerinnen Näheres, die sich mit Tierzucht, Obst- und Gemüseanbau und anderem mehr sehr tatkräftig befassen. Besonders interessant finde ich das Engagement der Agraringenieurin Katrin Ivanov-Below, die mit ihrem Mann Gartenparzellen an naturhungrige Städter verpachtet, bin aber auch von all den anderen engagierten und arbeitssamen Frauen begeistert, die hier zeigen, dass Landfrauen keine Personen sind, die hinter dem Mond leben, sondern Menschen, die in ihrer Erdverbundenheit wirklich Großes leisten. Adelbert von Chamisso hat den Bauernstand nicht grundlos im Gedicht "Das Riesenspielzeug" ein Denkmal gesetzt.

Küchentipps und Hinweise, wie man kleine kulinarische Leckereien zubereitet, werden neben den Rezepten für Vor-, Haupt- und Nachspeisen- gut erklärt- den Lesern nahe gebracht. Bei diesen Speisen handelt es sich jeweils um ein TV-Menü, das im WDR in der Fernsehsendung "Land und lecker" vorgestellt wird und einem jeweils weiteren Menü, das die Kochkunst der einzelnen Landfrauen sehr gut darstellt.

Teilweise muten die Speisen fast mediterran, teilweise aber sehr deftig westfälisch an. Fleischesser dürfen sich freuen, speziell über Rezepte wie etwa "Senf-Kräuter-Roastbeef mit Weinsauce, Kirschtomaten und Balsalmico-Zwiebeln" oder auch "Wildschweinkeule mit Kartoffelpüree und Brokkoli mit gerösteten Pinienkernen" oder "Kaninchen im Speckmantel mit Thymian und Knoblauch".

Ich möchte nicht verschweigen, dass es auch sehr gute Fischspeisen gibt und eine Fülle sehr delikater Desserts.

Besonders gut haben mir hier die Rezepte für "Holunderblütenmousse mit Heidelbeersauce" und der "Überbackene Rhabarber mit Vanillesauce" gefallen, vielleicht, weil diese beiden Desserts nach meinen Vorstellungen in eine ländliche Region passen, wo man die Früchte direkt im Bauerngarten ernten kann.
Empfehlenswert.

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Rezension:Unser bayerisches Kochbuch: Neu interpretierte Klassiker und feine Schmankerl der beliebtesten Spitzenköche und Konditoren (Gebundene Ausgabe)

In diesem Kochbuch lernt man delikate Rezepte aus der Fernsehsendung "Wir in Bayern" kennen, die von bekannten Köchen wie dem Zwei-Sterne-Koch Christian Jürgens, dem passionierten Koch Werner Koslowski, dem Schmankerlkoch Andreas Geitl und anderen bayrischen Meisterköchen sowie Konditoren zubereitet werden, allerdings werden auch Rezepte von Zuschauern beigesteuert, die als Schmankerlkönige geoutet werden.

Die Rezepte sind untergliedert in:

Vorspeisen und kleine Gerichte

Fleischgerichte

Fischgerichte

Vegetarisches und Mehlspeisen

Süße Klassiker

Süße Ideen

Man erfährt stets von wem das jeweilige Rezept stammt. Die Köche werden eingangs kurz vorgestellt. Man kann also immer wieder zurückblättern und kurz nachsehen, wer jeweils agiert hat. Die Rezepte sind sehr gut erklärt. In keinen Arbeitsschritten kann man problemlos zur Tat schreiten und so delikate Vorspeisen, wie etwa eine "Kalte Radieschensuppe mit Rucola-Käsenocken" oder "Wildkräuterfrühlingsrolle mit scharfer Honigsauce" zubereiten. Dieses Rezept stammt übrigens von der Schmankerlkönigin Annemarie Zinsberger. Es steht in nichts dem Kochniveau der Spitzenköche nach.

Fleischesser finden sehr gute bayerische Fleischgerichte, nicht zuletzt ein Rezept für "Rostbraten vom Reh mit Reherl und Brombeersauce" oder "Ochsenschwanz in Bier geschmort mit Kartoffelkrapferl".

Mich jedoch interessieren eher die Fischrezepte, wie Christian Jürgens "Fischpflanzerl aus Zander und Krebsen" oder Michaela Hagers "Bayerische Fischsuppe", bei der wie bei allen anderen Speisen die Zubereitungszeit natürlich genannt wird.

Zu jedem Rezept gibt es übrigens stets einen Tipp vom jeweiligen Koch.

Nochmals zu den Fischrezepten. Sehr raffiniert ist das Rezept Alfred Fahrs für Zanderfilet im Glas mit Kartoffelschnee", in dem Honig auch eine Rolle spielt und "Zweierlei Forelle mit Rauchsauce und Schnippelbohnen" von Andreas Geitl, eine Speise, die ich eher in den Schwarzwald verorten würde.

Bei den vegetarischen Gerichten und Mehlspeisen sagt mir das Rezept für "Spaghetti mit Spargelpesto" der Schmankerlkönigin Eleonore Strasser am meisten zu. Der Zucchinisalat, der hier die Beilage darstellt, eignet sich auch als delikate Beilage zu Fischgerichten.

Bei den Dessert und süßen Ideen gefällt mir die "Fruchtige Sommerbeerentarte mit Sauerrahmguss" von Josef Schwalber sehr gut, wird aber getoppt vom "Windbeutelkranz mit Creme fraiche und Herzkirschen" von Martina Harrecker.

Ich esse höchst selten Süßes, allerdings kann ich bei dieser süßen Leckerei nicht widerstehen. Ein absolut sinnlicher Genuss. Köstlich.

Ein empfehlenswertes Kochbuch, das aufgrund der vielfältigen Ideen der unterschiedlichen Köche und Konditoren besticht.

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Rezension:Goethes erotische Liebesspeisen: Ein literarisches Kochbuch (Gebundene Ausgabe)

Dieses literarische Kochbuch habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Es enthält neben Goethes erotischen Lieblingsspeisen im literarischen Teil Episoden aus Goethes Leben, in denen Essen und Trinken und die Begegnungen mit ihn faszinierenden Frauen verquickt werden. Damen, die in Goethes Biographie von Bedeutung waren, werden unter dem Blickwinkel der kulinarischen Aspekte beleuchtet. Die Rezepte, die in den entsprechenden biographischen Kontext eingebaut wurden, sind für zwei Personen gedacht.
Diese Rezepte sind alle sehr gut erläutert und einfach nachkochbar, obschon sie auf hohem Niveau angesiedelt sind.

Liebesgedichte sind in die Texte, die von besagten Begegnungen Goethes mit ihn beeindruckenden Mädchen und Damen berichten, auch eingebunden. Am Zauberhaftesten sind die Verse des jungen Goethe an Riekchen (Friederike Brion), von der der Dichter später meinte, dass er diese Frau am innigsten geliebt habe.

Die Beziehung zwischen Frau von Stein und Goethe besaß viele Facetten, auch eine ausgeprägt kulinarische- erotische, doch die Verbindung zu Christiane war in jeder Hinsicht die sinnlichste, weil sie wohl die Frau war, die sich bedingungslos hingeben konnte, dem Sex, dem Essen, dem Trinken, dem Tanzen und hierdurch Goethe zu entsprechend befreiendem Verhalten motivierte. Christiane steckte in keinem Etiketten-Korsett, sondern war auf verlockende Weise frei. Dass begeisterte Goethe, ließ ihn phasenweise allerdings reichlich Hüftgold ansetzen. Die Wollust Christianes wird darunter nicht gelitten haben. Charlotte und viele anderen Damen der Hofgesellschaft wären vermutlich pikiert gewesen. Sie wünschten sich einen Apoll zum Parlieren und keinen fetten Hahn, wozu auch immer.:-))
Empfehlenswert.

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Rezension: Schätze der indischen Küche.

Dieses reich bebilderte Kochbuch wurde von Mridula Baljekar und dem Fotografen Jon Whitaker auf den Weg gebracht und thematisiert "Schätze der indischen Küche".

Zunächst beschreibt die Autorin die indische Küche im Allgemeinen und vergisst nicht zu unterstreichen, dass die traditionelle indische Küche nicht nur sagenhafte Aromen bietet, sondern dazu auch noch sehr gesund ist, größten Wert auf die Frische der Zutaten legt, von denen einigen sogar eine heilende Wirkung zugesprochen wird.

Das Buch ist in regionale Abschnitte untergliedert. Stets wird das Beste aus den verschiedenen Küchen vorgestellt. Man wird kurz über die Besonderheiten der einzelnen Regionen unterrichtet, bevor man sich in die Geschichte, die Religion und die Feste Indiens vertiefen kann. Danach erst erhält man einen allgemeinen Überblick über die regionale Kochkunst und die klassischen Zutaten, die alle sehr gut erklärt werden. Nicht ausgespart bleiben Kochtechniken und Utensilien, von denen ich viele noch nicht kannte.

Die Rezepte sind untergliedert in:

Nordindien

Ostindien

Südindien

Zentralindien

Westindien

Die Arbeitsschritte werden pro Rezept bestens erläutert. Die Gewürze kann man bei guten Gewürzhändlern oder auch bei Amazon beziehen. Es wird immer kurz erwähnt, woher das jeweilige Gericht stammt. Herausgearbeitet werden die kulinarischen Besonderheiten der Regionen, von denen man sich anschließend im Rahmen der Rezepte überzeugen kann.

Das mit Abstand beste Gericht im Buch stammt aus Zentralindien "Garnelen-Korma", das sehr kalorienarm ist und dabei oberlecker schmeckt. Es enthält u.a. weißen Mohnsamen und Sesamsamen, auch Mandeln und Ingwer, sowie Knoblauchpüree u.a. mehr. Das Gericht kommt konkret aus Bhopal, der Hauptstadt der zentralindischen Bundesstaaten, die bekannt für ihre hervorragenden Fisch- und Meeresfrüchterezepte sind.

Lecker auch sind die "Garnelenküchlein" aus Westindien, an denen Garam Marsala und frischer Koriander nicht fehlen dürfen. Das Rezept aus Goa soll leicht portugiesisch angehaucht sein.

Ausprobiert habe ich auch das "Rührei auf westindische Art", das mit Koriander, Chilischoten und anderen delikaten Zutaten angereichert wird. Sehr delikat.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Buch zahlreiche Fleisch- und Geflügelrezepte enthält, aber auch mit vegetarischen Gerichten nicht sparsam umgeht.

Mir allerdings ist ein "Fischcurry mit aromatischem Gemüse" lieber, weil ein solches Gericht leicht aromatisch und kalorienarm ist, ähnlich auch wie "Gedämpfter Fisch mit Kardamom, Zimt und Nelken", der von seinen Aromen her betört. Welcher Wein passt zu einer solchen Speise? Ein Grauburgunder wohl am besten, aber auch ein nicht zu aromenreicher Gewürztraminer ist hier denkbar, meine ich. Diese Weine passen auch zum "Garnelencurry nach Goa-Art". Mit Palmessig gewürzt schmeckt diese Speise besonders interessant.

Wer nach Nachtischen sucht, wird im Buch einige finden, auch ein "Seidenes Frischkäsedessert" mit gerösteten Pistazien mit nur 107 Kalorien pro Portion. Übrigens werden bei jedem Gericht die Kalorienmenge und andere Nährwerte aufgelistet.

Empfehlenswert.

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Rezension:Meine Küchengeheimnisse 2 (Gebundene Ausgabe)

Der Starkoch Alfons Schuhbeck hat jetzt, wenige Wochen vor der Buchmesse, den 2. Band seiner Küchengeheimnisse veröffentlicht.

Das Buch enthält Rezepte aus Österreich, Italien, Frankreich, Griechenland und Spanien, Amerika und Asien (China, Indien, Thailand) und in diesem Zusammenhang Schuhbecks ausführlich erläuterte Küchengeheimnisse, die es lohnt näher kennenzulernen und in der Praxis anzuwenden.

So erlernt man beispielsweise beim Küchengeheimnis "Bohnen" nicht nur warenkundlich Wissenswertes, sondern auch nach Anleitung Schuhbecks getrocknete aber auch grüne Bohnen perfekt zu garen und beim Küchengeheimnis "Mehlspeisen" einen perfekten Kaiserschmarren zuzubereiten, indem die Vorgehensweise Schritt für Schritt bestens erläutert wird. Sehr gut gefällt mir das Rezept für "Schwammerlsülze mit Schinken und Gemüsewürfeln" aus Österreich. Schuhbeck lüftet hier das Geheimnis des "Pilzaromas". Trockenpilze sorgen bei dieser Pilzspeise, ähnlich wie bei Pilzsaucen für ein zusätzlich herrliches Pilzaroma. Das etwas aufwendig herzustellende Gericht ist ein idealer Imbiss an heißen Sommerabenden, eignet sich allerdings auch als Vorspeise.

Aus Österreich lernt man eine ganze Reihe sehr guter Traditionspeisen perfekt zuzubereiten, darunter "Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat" (hier erfährt man wie man eine optimale, sprich wellige Panade zubereitet) und auch "Salzburger Nockerln mit Himbeermark und Marillenkompott". Es ist eine weniger zuckerhaltige Speise als ich bislang annahm.

Sehr bemerkenswerte Küchengeheimnisse in Bezug auf das Gelingen der italienischen Küche lernt man kennen und kann sich in warenkundlich Interessantes in puncto italienische Schinken- und Specksorten vertiefen.

Besonders hervorheben möchte ich das Gericht "Seeteufel und Scampi auf Tomatenragout", ein gelungenes Festtagsgericht, für dessen Zubereitung man etwas Zeit benötigt. Den "Südtiroler Apfelstrudel mit Weinsabayon" küre ich hiermit zum Dessert des Herbstes 2011. Allein wegen dieses Rezeptes lohnt es sich, das Buch zu kaufen.

Gelüftete Küchengeheimnisse für Rezepte aus Frankreich, Spanien und Griechenland haben mein Wissen hinsichtlich des Vorbereitens von Jakobsmuscheln und Seezungen erweitert. Wie man Artischocken perfekt zubereitet, haben mir Franzosen bereits gezeigt. Diesbezüglich konnte mir Schuhbeck nichts mehr Neues beibringen.

Das Rezept "Pulpo auf Galicische Art" werde ich dieser Tage zubereiten und mal schauen, ob der Oktopus ohne Weinkorken nach 1 1/2 Stunden Kochvorgang auch weich ist.

Die "Flambierten Crepes mit Orangenragout" habe ich vorhin zubereitet. Sie schmecken zum Niederknien gut. Nicht süß, sondern aromenreich, figurenfreundlich demnach. Danke Herr Schuhbeck.:-))

Bei den amerikanischen Küchengeheimnissen finde ich jenes für "Tortillas" am interessantesten, wobei mich die amerikanischen Rezepte generell nicht sonderlich interessieren, obschon Schuhbeck sie delikat zu interpretieren weiß.

Hingegen begeistern mich Schuhbecks asiatische Rezepte und das Lüften entsprechender Küchengeheimnisse. Sehr gut erklärt der Spitzenkoch asiatische Gewürze und wartet mit wohlschmeckenden Rezepten auf. Sein "Rindfleischsalat auf bayrisch-thailändische Art" werde ich demnächst zubereiten, wenn Freunde von mir, die Fleisch essen, zu Besuch kommen und werde dazu einen fruchtigen Rotwein aus der Toskana reichen. Für Nichtfleischesser gibt es dann "Pulpo auf galicische Art". Der fruchtige Rote passt auch zu diesem Gericht.

Ein Kochbuch, das alles hat, was ich von einem Kochbuch erwarte: Warenkundliche Infos, Tricks und Tipps, sowie delikate Rezepte mit individueller Note des Kochs. Empfehlenswert.

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Rezension: Saucen nach Escoffier (Gebundene Ausgabe)

Das vorliegende Kochbuch "Saucen nach Escoffier" wurde vom "Deutschen Institut für Koch- und Lebensmittelkunst" zum Kochbuch des Monats September 2011 gekürt.

Romeo Brodmann hat dieses hervorragende Werk auf den Weg gebracht. Der Schweizer ist seit 2007 Direktionsmitglied bei GastroSuisse, dem Schweizer Verband für Hotellerie und Restauration, Leiter der Verlage, Chefredaktor der Wochenzeitung GastroJournal sowie Buchautor.

Im Buch befindet sich ausschließlich Saucen der französischen Küche, wie sie bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Bestand hatten und zwar in der Art wie auch Auguste Escoffier sie zusammengetragen und 1903 in seinem Kochkunstführer sie damals publiziert hat.

Zu erwähnen ist, dass in diesem Buch fast vollständig auf Bilder verzichtet wird.

Romeo Brodmann, André Jaeger und Eckart Witzigmann haben jeweils ein Vorwort verfasst. Wie Brodmann unterstreicht, sind es gerade die Saucen, die durch die Zugabe von Industrieprodukten in Verruf geraten sind und zwar durch Pulver, Pasten, Instantprodukte, pasteurisierte Fertigsaucen etc. Hinzu kommt ein Verlust des Wissens, der die Individualität des Geschmacks fast nicht mehr möglich erscheinen lässt.

Brodmanns Grundidee zum Buch bestand darin, die Saucen, das Rückgrat der französischen Küche, nach heutigen Maßstäben zu ordnen und dem Zeitgeist entsprechend in seiner Gesamtheit abzubilden, (vgl.: S.5). Er unterstreicht, dass dieses Kochbuch explizit keinen kreativen Anspruch hat. Hier geht es um Grundsätzlichkeiten, die man beherrschen sollte, bevor man zu experimentieren beginnt. Wer süße Saucen oder moderne asiatische Saucen sucht, wird sie in diesem Buch nicht finden.

Untergliedert ist das Buch in:

Die Grundlagen

Die braunen Saucen

Die Tomatensaucen

Die weißen Saucen

Die Buttersaucen

Die warmen englischen Saucen

Die Kalten Saucen

Die Gelees, Sulzen und Sulzsaucen

Die Buttermischungen und aromatisierten Öle

Ich habe selten solch außerordentlich präzisen Angaben zur Zubereitung von Saucen gelesen. Wenn man genau die Anleitung befolgt, kann man nichts falsch machen. Hier ist Disziplin und Konzentration gefragt.

Auf der beigefügten DVD hat man Gelegenheit die Arbeitsschritte visuell nachzuvollziehen, die man unternehmen muss, um beispielsweise perfekte Fonds zuzubereiten.

Viele der Saucenrezepte sind sehr arbeitsaufwendig, weil nicht geschummelt werden darf.

Im Grunde müssten alle Berufsköche ein solches Buch zur Hand haben. Hobbyköche werden jahrelang beschäftigt sein, bis sie alle Saucen im Buch ausprobiert haben.

Heute Abend habe ich eine "Provenzalische Sauce" (S. 102) zubereitet und diese zu pochierten Fisch gereicht. Die Sauce ließ sich problemlos nachkochen und schmeckte bestens.
Das Buch bietet eine Fülle von Saucenrezepten, die mir verdeutlichen, dass es für mich auch hier noch viel zu lernen gibt.
Sehr empfehlenswert.

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Rezension:Kleine Gerichte der mediterranen Küche (Broschiert)

Dieses Kochbuch enthält über 100 Rezepte für Tapas, Antipasti und Meze, sprich kleine Gerichte der mediterranen Küche, wie ich sie sehr zu schätzen weiß, speziell als kleinen Imbiss in Verbindung einem Glas Wein und zwar nicht nur, wenn ich Gäste habe.

Dass Tapas aus Spanien kommen, dürfte sich mittlerweile schon herumgesprochen haben. Diese delikaten Appetithäppchen kann man dort in speziellen Tapa-Bars genießen. Im vorliegenden Buch lernt man sehr gute Tapas zuzubereiten. Es wird jeweils die Zubereitungszeit genannt und auch für wie viele Personen das jeweilige Rezept gedacht ist.

Viele der spanischen Gerichte mag ich sehr. Hervorheben möchte ich "Garnelen mit Tomatensauce" und "Überbackene Muscheln mit Schinken". Bei beiden Gerichten sollte man auf den Knoblauch nicht verzichten. Des Weiteren finde ich die "Geschmorten Artischocken mit Mandel-Kräuter-Bröseln" delikat. Dazu passt ein Grauburgunder aus Baden sehr gut, dieser verbindet sich bestens mit den Röstaromen.

Ein einfaches Tapa-Gericht sind Oliven, die man in verschiedenen Variationen auf den Seiten 14- 15 kennenlernt. Besonders empfehlenswert sind die "Oliven mit Fenchel, Minze und Orangen" und die "Oliven mit Safran und Käse". Natürlich kann man davon nicht satt werden, aber als Appetithäppchen zu einem Glas trockenen Wein sind sie die perfekte Ergänzung.

"Antipasti" sind italienische Vorspeisen, auch das dürfte fast jedem bekannt sein. Auszuprobieren lohnen sich vor allem der "Fencheldip", der "Paprika-Walnuss-Dipp" aber auch der "Oliven-Kräuter-Dip", zu denen man etwas Weißbrot reichen kann und Wein als Getränk wirklich unverzichtbar ist.

Man lernt eine ganze Reihe von Carpaccio-Rezepten kennen. Der Wildlachs muss dabei Sashami-Qualität haben, wenn er gut schmecken soll. Die beste Antipasta ist das Gericht "Gemischte Meeresfrüchte", die man mit Zitronenscheiben serviert. Eine gelungene Antipasta sind auch "Zucchiniblüten mit Risottofüllung", speziell, wenn im Hauptgang Fisch folgt.

"Meze" schlussendlich sind Vorspeisenhäppchen aus der libanesischen, syrischen, türkischen und griechischen Küche. Hier gilt es zu überlegen, welcher Wein zu den Gewürzen, wie etwa Koriander, Kreuzkümmel etc. passt. Ein leichter Rosé-Wein passt eigentlich immer, auch zu den Garnelenspießen, die mit Kümmel, Minze, Koriander, Piment und anderem mehr aromatisiert werden.

Alles in allem, ein gelungenes Kochbuch, geeignet für alle, die mediterrane, kleine Gerichte mögen, wie etwa einen "Türkischen Tomatensalat", der ein ideales Tellergericht für heiße Tage ist.

Empfehlenswert.

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Rezension: Einfach raffiniert: Schnelle Rezepte für jeden Tag (Gebundene Ausgabe)

Nicht nur Berufstätige werden von diesem Kochbuch begeistert sein, dass mit einer Fülle von Rezepten aufwartet, die man im Nu zubereiten kann. Der Spitzenkoch Alfons Schuhbeck verwendet bei den Zutaten teilweise auch eingefrorene Produkte, wenn es um Gemüse, Fisch oder Fleisch geht.

Ich selbst stehe Tiefkühlware, besonders was Fisch anbelangt, nicht negativ gegenüber. Für viele Menschen in ländlichen Gebieten ist es eine gute Gelegenheit, relativ einfach an Fische und andere Lebensmittel zu kommen, die es oft vor Ort nicht zu kaufen gibt. Der Vitamingehalt von frisch eingefrorenem Gemüse ist bei Weitem höher als bei Supermarktfrischkost, die im Regal durch die Lichteinwirkung nicht selten mit einem großen Schwund an Vitaminen zu rechnen haben. Natürlich können "bofrost-Produkte" durch Gefrierkostprodukte anderer Hersteller ersetzt werden. Insofern ist mir die Werbung für die spezielle Gefrierkostprodukte wurscht. Hier zählt das Ergebnis. Für mich ist es dabei unerheblich, mit welchen Werbepartnern Schuhbeck arbeitet.

Schuhbeck erteilt zunächst eine Reihe von hilfreichen Küchentipps, nicht zuletzt auch wie man Gewürzmischungen selbst herstellt und lehrt die Leser im Rahmen einer kleinen Kochschule, wie man braune Butter, Brezenknödel, Sauce Hollandaise, Kräutersauce und Vinaigrette herstellt.

Die Rezepte sind untergliedert in:

Vorspeisen und Salate

Kleine Gerichte und Snacks

Suppen und Eintöpfe

Gemüse und Beilagen

Vegetarisch

Fisch und Meeresfrüchte

Geflügel und Fleisch

Party und gut vorzubereiten

Desserts

Menü und Büfettvorschläge

Wie immer sind Schuhbecks Rezepte präzise erläutert. Es wird pro Rezept stets erwähnt, für wie viele Personen das Rezept gedacht ist, wie lange die Zubereitungszeit dauert und wie hoch der Aufwand ist. Der Sternekoch gibt immer wieder Sondertipps, die zur Vermehrung des Küchenwissens beitragen.

Anhand appetitanregender Fotos kann man sich von den Kochergebnissen ein Bild machen. Bei den Snacks gefällt mir der "Krabbentoast mit Kräuterrahm", auch die "Matjes mit Apfel-Gurken-Rahm und Reibekuchen". Hier übrigens sind die Krabben einerseits und die Kräuter andererseits Gefrierkost. Man kann sie in jedem Supermarkt kaufen.

Es führt zu weit, viele der Gerichte hier aufzulisten, doch gerade bei Suppen wie der "Bouillabaisse mit Lachs, Kabeljau und Seelachs" greift man gerne auf eingefrorenen Fisch zurück, auch dann, wenn man in der Stadt lebt.
Bei den Gemüsegerichten, wie etwa "Kaiserschoten-Tomaten-Gemüse mit Chili" oder "Spinat mit Mandeln" ist in meinen Augen die Verwendung von Zuckerschoten und Spinat aus der Gefriertruhe sinnvoll, nicht zuletzt, weil diese Produkte im Supermarkt in der Gemüseabteilung selten wirklich frisch sind.

Auf den Leser warten eine große Anzahl sehr delikater Fischrezepte, wobei ich die "Lachsnockerl auf Kartoffel-Dill-Soße" besonders hervorheben möchte. Auch die "Muscheln in Gewürzsud" finde ich prima. Nicht zuletzt, weil Schuhbeck diese aromenreich zubereitet, natürlich frische Muscheln verwendet, aber auch auf eingefrorene Julienne zurückgreift, die man nicht mehr zu bearbeiten, sondern nur noch anzuschwitzen und zu kochen braucht.
Sehr gut gefallen mir die Rezepte für Partys, wie etwa "Schweinefilet in Thunfischsoße", auch "Marinierter Kabeljau mit buntem Gemüse und Oliven".

Bei den Nachspeisen hat man bei Rezepten mit Himbeeren Gelegenheit in die Gefriertruhe zu greifen oder den Blätterteig für das ein oder andere Rezept eingefroren fertig zu kaufen.

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, für alle die nicht stundenlang mit Einkauf und Kochen verbringen aber dennoch ein gutes Ergebnis auf den Tisch zaubern wollen.

Empfehlenswert.

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Rezension:Meine Kochschule - Sonderausgabe: über 140 einfache und leckere Rezepte: Kochen lernen mit Alfons Schuhbeck (Gebundene Ausgabe)

Mit "Meine Kochschule" rezensiere ich das bislang letzte meiner Kochbücher des von mir hochgeschätzten Sternekochs Alfons Schuhbeck, der wie kaum ein anderer Wissen über das Geheimnis der Gewürze angehäuft hat und dieses subtil bei seinen Speisen einsetzt.

Ich bewundere Schuhbecks Können und seinen ungeheuren Fleiß. Sein Arbeitspensum ist enorm. Seine Erfolge sind wohlverdient. Er ist ein Persönlichkeitstyp mit vielen Ecken und Kanten, der zahlreiche Neider hat. Seinen langen Arbeitstag neidet ihm allerdings keiner.

Kochen lernen mit Alfons Schuhbeck kann ich jedem empfehlen, nicht nur jenen, die am Anfang ihrer Hobbykochlaufbahn stehen.
Schuhbeck erläutert in diesem Buch zu Beginn, welche Töpfe, Pfannen und Co., welche Kräuter, Gewürze, Öle und Butterarten man zuhause haben sollte, wenn man am Herd zur Tat schreitet.

Alsdann zeigt der Starkoch anhand von Bilderserien, die er erläutert, wie man Garnelen oder Scampi vorbereitet, Fische filetiert und entgrätet, Rinderfilet aufschneidet und Gurken einlegt.

Anschließend beginnt er dann im Rezeptteil einzelne Rezepte Schritt für Schritt zur erklären, wobei man ihm beim Zubereiten aufgrund der beigefügten Bilder gewissermaßen auf die Finger schauen kann.

Seinen Rezeptteil untergliedert er in:

Frühstück, Vorspeisen und Salate

Suppen und Saucen

Kartoffeln, Nudeln, Gemüse und Co.

Fisch und Meeresfrüchte

Fleisch, Geflügel und Wild

Süßen und Desserts

So wird dem Leser zunächst einmal verdeutlicht, wie man Spiegel- und Rührei perfekt zubereitet und liest u.a., dass man beim Spiegelei schon die zerlassene Butter salzen sollte, denn dann bekommt das Eigelb keine unschönen Pünktchen.

Sehr hilfreich sind Rezepterklärungen für Omelett mit dreierlei Füllungen (Krabben, Pilze oder Spargel), die Erläuterungen zur Herstellung eines superleckeren "Obatzda mit Birne" und der Hinweis auf die Zutaten für klassischen Obatzda.
Man lernt Tomaten zu häuten und Ofentomaten zuzubereiten, auch Bratheringe selbst einzulegen, die weitaus besser schmecken als jene aus der Dose, lernt Fisch und Fleisch zu beizen, aber auch die unterschiedliche Methoden umzusetzen zur Zubereitung eines Carpaccio, dass sich sehen lassen kann.

Wer gerne "Rindfleischtatar" isst, lernt hier wie man diesen zubereitet und schön gestaltet, sei es durch einen Metallring oder auch durch einen Roastbeefmantel.

Thematisiert werden des Weiteren Salat-Dressings, kalte Saucen, Mayonnaisen und Avocado-Salsa. Unter jeder Rezepterläuterung gibt Schuhbeck Empfehlungen. Beispiel "Limettensauce": "Die Limettensauce schmeckt wunderbar zu Fisch, kaltem Fleisch, Roastbeef oder zu Gemüse. Sie können die Sauce auch mit Schnittlauchdillröllchen oder mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinern. Die Honig-Dill-Senf-Sauce passt gut zu geräuchertem Fisch oder gebeiztem Lachs. Frische Kräuter übrigens immer erst kurz vor der Verwendung zerkleinern, damit ihr Aroma vollständig erhalten bleibt", (Zitat S.56).

Gezeigt wird des Weiteren wie man Bouillon und Consommé, auch Leberknödel und Leberspätzle zubereitet, Tomaten- und gebundene Suppen kreiert und eine betont delikate "Curry-Fischsuppe" auf den Tisch zaubert. Ersetzt man die Sahne in der Suppe durch Kokosmilch, erhält sie eine asiatische Note. Schuhbeck verwendet ein mildes Currypulver und tut recht daran, denn Fisch sollte stets sensibel in der Würzung behandelt werden.

Die "Rahmschwammerl" habe ich schon oft zubereitet, allerdings nicht mit einem Brezenknödel, sondern mit Reis. Dabei ist es unumgänglich die glatte Petersilie nicht zu vergessen, denn sie verleiht dem Gericht den letzten Pfiff. In der Kleinmarkthalle in Frankfurt erhält man übrigens beim Kauf von Pilzen Petersilie stets ungefragt mit eingetütet.

Man lernt Nudeln und selbstgemachte Spätzle herzustellen, auch ein gutes Kartoffelpüree anzurühren. Interessant an Schuhbecks Püree ist, dass er braune Butter in die Masse unterrührt.

Sehr gut sind die Erläuterungen zum Zubereiten von Bratkartoffeln und Karoffelsalat. Schuhbeck gibt in die Brühe des Salats einige gekochte Kartoffelscheiben, die er mit dem Stabmixer püriert. So wird die Sauce schön sämig.

Das Rezept für "Bayerisches Kraut" ist superlecker und kommt in der dargestellten Variation alles andere als altbacken daher.

Bei der Fischzubereitung habe ich viel dazugelernt, speziell beim Zubereiten von Forellen und beim Dämpfen von Kabeljau.

Sehr gut wird auch erklärt, wie man ein perfektes "Wiener Schnitzel" und wohlschmeckende "Saltimbocca" zubereitet sowie delikate "Kalbsleber Venezianische Art" zu Wege bringt. Hier agiert Schuhbeck mit Marsala und Fenchelsamen.
Ferner lernt man Steaks auf den Punkt zu braten, delikate gefüllte Rinderrouladen herzustellen und viele Fleisch- und Geflügelgerichte mehr zuzubereiten.

Schuhbecks "Bayerische Creme" bereite ich zu, wenn Gäste kommen. Sie schmeckt übrigens überirdisch gut, speziell wenn sie von "Orangensalat" begleitet wird. Das Rezept hierfür kann man auch in diesem Buch nachlesen.
Meinen ersten Apfelstrudel habe ich im zarten Alter von 15 Jahren zum Entsetzen meiner Mutter nach Fantasierezept zubereitet und seither viele Rezepte ausprobiert. Ich agierte damals mit Honig und saftigen Äpfeln mit entsprechenden Ergebnissen im Herd:-((

Das Rezept von Alfons Schuhbeck entspricht am meisten meinem Geschmacksempfinden, weil der Zimt und die Rumrosinen mit den Mandeln und dem Boskop eine ideale Verbindung darstellen. Der Strudelteig sollte hauchdünn sein. Gut für die Oberarme:-))

Empfehlenswert.

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Rezension:Herzhaft & süß: Raffiniert kochen und backen (Gebundene Ausgabe)

Der Starkoch Alfons Schuhbeck und die preisgekrönte Konditormeisterin Angelika Schwalber haben dieses Buch auf den Weg gebracht und warten beide jeweils mit mehr als 30 Rezepten auf, die sich in Menüfolgen gut ergänzen.

Die herzhaften Rezepte, konkret Vor-und Hauptspeisenrezepte, stammen von Herrn Schuhbeck, die köstlichen Desserts von Frau Schwalber.

Beide haben ihre Rezepte gut erläutert. Zahlreiche Zubereitungsergebnisse kann man sich auf Fotos betrachten und erhält auf diese Weise ansprechende Serviervorschläge.

Schuhbecks Gerichte sind allesamt raffiniert und dabei sehr unterschiedlich gewürzt. Delikat sind seine "Dreierlei Frischkäse-Aufstriche", die sich als kleiner Imbiss an Abenden mit Freunden eignen, wenn man auf ein Glas Wein eingeladen hat. Dies gilt auch für die "Dreierlei Crostini". Besonders delikat ist hier die Pfifferlingsmischung.

Drei Flammkuchenvariationen bietet Schuhbeck zum Nachbacken an, die weitere gute Begleiter zu einem Glas Wein darstellen.

Superlecker ist die Safran-Vinaigrette, das Rezept ist für 650ml gedacht und man kann diese Vinaigrette zwei Wochen aufbewahren. Ideal ist sie zum Aromatisieren von Garnelen, Muscheln, Oktopus und Fisch.

Diversen Eierspeisen folgt u.a. ein "Krabbencocktail mit Avocado", der so gehaltvoll ist, dass man auf eine Hauptspeise verzichten kann.

Bemerkenswerte Gerichte auch sind der "Rosa gebratene Kalbrücken mit Thunfisch im Sesammantel" und auch der "Zander auf Paprikakraut mit Zitronenschmand", eine interessante Abwandlung einer Speise, die ich aus dem Elsass positiv in Erinnerung habe.

Für Fleischesser hat Schuhbeck sehr gute Hauptgerichte kreiert, nicht zuletzt "Rehrücken im Brotmantel auf Birnen-Wirsing", eine Festtagsspeise und ein vorzügliches Rezept, das er "Rehragout auf Bandnudeln mit Walnüssen und Trauben" nennt.

Die Desserts von Angelika Schwalber kann man unbedenklich genießen, wenn man täglich Sport macht und mit Maßen isst. Hervorheben möchte ich hier die "Apfel-Zimt-Waffeln", die "Bayerische Creme mit Heidelbeerkompott", die "Windbeutel mit roter Grütze" und schließlich den "Millirahmstrudel mit Zimt-orangenfilet". Diese Speise ist etwas aufwendig in der Herstellung, gleichwohl überirdisch gut.

Das Koch- und Backbuch empfehle ich gerne.

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Rezension: Meine Lieblingsrezepte (Gebundene Ausgabe) - Alexander Herrmann

Der Sternekoch Alexander Herrmann, den viele aus dem Fernsehen kennen, wartet in diesem Kochbuch mit seinen Lieblingsrezepten auf, die er wie folgt untergliedert:
Kalte Vorspeisen

Warme Vorspeisen

Kleine Gerichte

Fisch und Meeresfrüchte

Fleisch, Geflügel und Wild

Beilagen

Desserts und Gebäck

Nachdem ich bereits Kochbücher vieler Sterneköche studiert habe, habe ich nun herauszufinden gesucht, worin die Besonderheit der Rezepte von Alexander Herrmann liegt. Was macht er anders als andere?

Alexander Herrmann ist ein Zwilling, Alfons Schuhbeck ein typischer Stier und genau das spiegelt sich in den Rezepten der beiden Köche wieder. Ich meine das beurteilen zu können, weil ich die letzten Tage diverse Bücher von Herrn Schuhbeck rezensiert habe und nun mit einem Koch konfrontiert bin, der typische Zwillingskocheigenschaft besitzt, die so völlig anders sind als die von Schuhbeck, dem König der Gewürze und Lafer (Waage), dem König der süßen Schmankerln.


Da ich selbst ein Zwilling bin, kommt mir Herrmanns Art Rezepte zu kreieren sehr entgegen. Auffallend ist die "Leichtigkeit des Seins", die aus allen Speisen spricht. Der attraktive Alexander kocht für Frauen, die im Leben stehen.:-)) Er wickelt sie mit seiner Art zu kochen um den Finger. Sie sind ihm dankbar, denn seine Speisen machen nicht dick und stellen dennoch Genuss pur dar. Unwiderstehlich, wie Alexander Herrmann selbst:-))

Sein Buch beginnt er mit so genannten Küchenhelfern. Hier zeigt er beispielweise, wie man Brühpulver oder auch Balsamicosirup herstellt. Dann geht es gleich zu Sache.


Die Rezepte sind sehr gut gegliedert und bestens erklärt. Man erfährt jeweils, für wie viele Personen sie gedacht sind und erhält zudem Tipps, die sich auf die Rezepte beziehen und sehr hilfreich sind. Viele Rezeptergebnisse kann man auf appetitanregenden Fotos in Augenschein nehmen.

An Herrmanns kalten Vorspeisen, wie etwa "Roh marinierter Wolfsbarsch mit geraspeltem Gurkensalat und Brotsticks", auch an seinem "Lachscarpaccio mit Caipirinha-Creme", der Paprika-Himbeer-Salat mit Entenbrust", diese ist geräuchert und hauchdünn geschnitten oder dem "Fenchelsalat mit Grapefruit" erkennt man, wohin die Reise geht, wenn man sich diesem Koch anschließt und mit ihm in die Welt der Farben und in eine wunderbare Leichtigkeit des Seins zu gehen bereits ist.


Mediterrane und auch asiatisch angehauchte Gerichte begegnen dem Leser sowie viele Cross-Over -Rezepte, wie etwa "Kasslerröllchen mit Salsa verde" bei den kalten oder "Gebratene Riesengarnelen mit Vanille und Chili" als warme Vorspeise.


Der Starkoch würz dezent aber sehr aromenreich und scheint nicht grundlos Garnelen mit Vanille zu würzen, wie dies auch in seinem kleinen Gericht "Riesengarnelen und Basilikumöl" zum Tragen kommt.


Immer wieder fällt mir Herrmanns ungehemmte Kreativität auf, so etwa bei den "Rote-Bete-Lachsforellen-Cannelloni mit Kressesauerrahm und Feldsalat" oder bei der "Pilz-Chips-Lasagne mit Schnittlauchquark."
Superlecker schmeckt die "Artischockenminestrone mit geschmorten Rosmarintomaten", ein sättigendes Tellergericht, das für Urlaubsstimmung sorgt.


Typisch für Herrmann ist auch die Kreation "Nudel-Spargel-Risotto mit Steinpilzen, Salami und Pecorino". Das Gericht enthält grünen Spargel und andere Zutaten, die es zu einem echten Highlight machen und zeigen, was möglich ist, wenn man keine Denkverbote gestattet.


Herrmanns Fischgericht sind ein Traum. Sehr lecker ist das "Zanderfilet mit gebratenem Salat", die "Saibling-Basilikum-Rouladen mit Sellerie-Limetten-Sud", auch die "Spaghettinester mit Langostinosauce". Immer wieder fällt bei den Rezeptbeschreibungen auf, dass sich dieser Koch sehr gut und präzise zu artikulieren weiß. Dadurch macht es viel Spaß in seinem Kochbuch zu schmökern und alsdann auch zur Tat zu schreiten.

Fleischliebhaber werden erstaunt sein wie raffiniert "Schweinmedallions auf Zimtspießen mit Tomaten-Papaya-Gemüse" munden können oder auch "Lammfilet-Rosmarinspieße mit Pilzen und Orangenkartoffeln". Dieser Hauch von orientalischen Noten finde ich gelungen oder auch den Gruß aus der Provence, sprich "Gebratener Rehrücken mit Pfirsich und Lavendelschaum".

Die Beilagen-Rezepte sind auch empfehlenswert. Speziell das "Pilzgratin mit klarem Tomatensud".

Im Dessert- und Gebäckbereich zeigt dieser Koch abermals, dass er die Frauen liebt und alles unternimmt, damit ihnen kein Hüftgold droht, wenn sie seine Kreationen goutieren.

Ich sage nur: "Geeister Kirschcappuccino mit Kardamom und Vanille", "Limetten-Erdbeeren mit geeister Buttermilch" oder "Gelierte Zitronenmilch mit Erdbeer-Kokos-Kaltschale". Ein Gaumenerlebnis feinster Art und dabei Genuss ohne Reue.

Empfehlenswert.

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Rezension: Meine Küche der Regionen (Gebundene Ausgabe)

Der Sternekoch Alfons Schuhbeck stellt in diesem Buch die beliebtesten "Schmankerln" der Regionen Mainfranken und Franken, Niederbayern und Oberpfalz, Bayrisch Schwaben und Bodensee, Allgäu, Oberbayern, Salzburger Land und Südtirol vor.

Die Rezepte sind, wie stets bei Schuhbeck, sehr gut erläutert und insofern problemlos zuzubereiten. Neben den Rezepten wartet der Chiemgauer mit vielen hilfreichen Küchentipps auf und des Weiteren hat man Gelegenheit diverse Kochergebnisse anhand von appetitanregenden Fotos genauer in Augenschein zu nehmen.

Die regionale Küche ist immer geprägt von dem, was die Bauern in der Gegend produzieren und dies wiederum hängt vom Boden und den klimatischen Bedingungen ab.

Mir geht es bei der Beurteilung der Rezepte nicht darum zu werten, wer nun bessere oder schlechtere Schmankerln auf den Tisch bringt - gut sind sie letztlich alle-, sondern ob diese regionalen Speisen bei einem Menschen, der nicht aus den genannten Regionen kommt, kulinarische Neugierde weckt, die dazu führt, am Herd aktiv zu werden. Jeder Region sind einige Vor- Haupt- und Nachspeisen zugeordnet. Die regionalen Speisen werden von Alfons Schuhbeck aus seine Art interpretiert und machen infofern immer neugierig.

Wer gerne ein Glas fränkischen Wein mit Freunden trinkt, sollte den "Fränkischen Zwiebelkuchen mit Speck und Crème fraiche" dazu reichen. Der Hefeteig wird mit Kümmel und Koriander aromatisiert und der Belag mit Majoran, Cayennepfeffer und Muskatnuss gewürzt. Der "Fränkische Zwiebelkuchen" unterscheidet sich nicht sehr von seinem elsässischen Pendant, nur dass man dort keine abgeriebene Zitrone und keinen Koriander verwendet.

Außergewöhnlich gut ist die mainfränkische "Flusskrebssuppe mit Zandernockerln", ein hocharomatisches Gericht mit einer Fülle von Gewürznuancen, zu deren Herstellung man etwas Ruhe benötigt.

Wer gerne Fleisch ist, sollte den "Altmühltaler Lammrücken mit Kräuterkruste auf Spargelgemüse" zubereiten. Das "Kopfsalat-Pesto", das zum Schluss über die Speise geträufelt wird, schmeckt übrigens auch zu Pasta.

Bei den Gerichten aus der Oberpfalz ist es nicht der "Pichelsteiner mit zweierlei Bohnen", der mich besonders anspricht, sondern der "Spiegelkarpfen auf Kartoffel-Feldsalat-Sauce", ein delikates Gericht, das von einem Glas Riesling begleitet werden sollte.

Aus der Oberpfalz stammt auch das Rezept für einen "Wildschweinbraten mit Kartoffelpüree" mit vielen bemerkenswerten Gewürzen, darunter auch einige Splitter Zimtrinde, Fenchelsamen und Schokoladenraspeln.

Atemberaubend ist das Oberpfälzer Dessert "Scheiterhaufen mit Böhmischem Wind und Gewürzzwetschgen". Es ist so umwerfend gut, dass nicht nur Kinder es sich als Hauptgericht wünschen, allerdings gibt es für Kinder kein Pflaumenschnapsaroma in den Gewürzzwetschgen. Ganz klar.

Sehr delikate Rezepte aus Bayrisch Schwaben und vom Bodensee warten auf den interessierten Hobbykoch. Ich bin übrigens von der "Bregenzer Fischsuppe mit Safranbaguette" und dem "Donauzander auf Linsen" am meisten angetan. Schuhbeck empfiehlt Berglinsen, die durch die vielen aromenreichen Zutaten superlecker schmecken und bestens mit dem Zander harmonieren. Dazu ein Glas Spätburgunder und man fühlt sich im Feinschmeckerhimmel angekommen.

Rostbratenfans kommen durch ein entsprechendes Rezept auch auf ihre Kosten und auch die Liebhaber von "Allgäuer Käsespätzle mit gebräunten Zwiebeln" werden ebenfalls nicht vergessen.

Meine kulinarische Vorliebe gilt den "Chiemseer Fischpflanzerl auf Schmorgurken" und der oberbayrischen Nachspeise "Schmankerlcreme Orlando" (Buttermilch-Himbeercreme mit gefüllten Mandelhippen).

Von den Rezepten aus dem Salzburger Land hat es mir die Lungauer Kartoffelsuppe" sehr angetan. Wegen der ausgesuchten Gewürze ist es eines der besten Kartoffelsuppenrezepte, das ich kenne.

Schuhbeck wartet übrigens mit delikaten Desserts aus dem Salzburger Land auf, wie etwa "Salzburger Nockerln mit Preiselbeeren", "Kaiserschmarren mit Marillenragout" und "Topfenknödel mit Johannisbeeren". Süßmäulchen dürfen sich also freuen.

Ein delikates Gericht aus Südtirol ist natürlich "Speckknödel auf grünem Spargel mit Steinpilzen". Vegetarier hindert niemand daran auf den Speck zu verzichten.
Empfehlenswert.

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