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Rezension: Die leichte Küche Skandinaviens

Die Dänin Trina Hahnemann ist die Autorin dieses exzellenten Kochbuches "Die leichte Küche Skandinaviens" mit dem Untertitel von Jütland bis zum Nordkap. Für mich ist dieses Buch nicht nur ein großer Lesegenuss, sondern ich finde hier viele Gerichte, die ich nachkochen kann, speziell seit ich mich zu Beginn des Jahres von Fleisch und Wurstwaren verabschiedet habe. Zwar bereite ich, wenn Freunde kommen, nach wie vor Fleischgerichte zu, weil ich Dritte in ihrem Essverhalten nicht bevormunden möchte, für meinen Gatten und mich allerdings hat sich das Thema Fleisch erledigt.

Das Umsteigen auf Fisch und vegetarische Produkte hat bewirkt, dass wir uns beide körperlich noch wohler fühlen, was vermutlich damit zusammenhängt, dass das Säure-Basen-Verhältnis im Körper ausgeglichener ist.

Hahnemann berichtet zunächst von der nordischen Lebensweise und deren Grundprinzipien. Die Mahlzeiten sind dort ausgewogen. Man kocht mit frischen Zutaten. Es gibt 1-2 mal Fisch pro Woche und an zwei Tagen wird fleischlos gegessen. Die Mahlzeiten enthalten unterschiedliche Getreidesorten, Wurzeln und Grüngemüse, Fisch, Wild, Lammfleisch, und Geflügel, das frei laufen kann, (vgl.: S.9).

Hahnemann unterstreicht, dass man sich, ganz unabhängig wie gesund man sich ernährt, sportlich betätigen sollte und Mahlzeiten dazu nutzen sollte, soziale Kontakte zu pflegen. Die Autorin nennt acht Leitlinien, die aufzeigen wie man gesünder leben kann. Ich werde die Leitlinien zitieren, weil sie sehr viel über das Buch aussagen:

1. Jeden Tag 30 Minuten Bewegung.
2. Kein Junkfood, kein Fertigessen, essen sie nur, was sie kennen.
3. 5-mal Obst und Gemüse pro Tag sind Pflicht.
4. Nehmen Sie Vollkorngetreide zu sich. Jeden Tag. Das geht mit Brot, Müsli, Pasta und in Form von Getreide wie Couscous.
5. Fahren sie den Fettgehalt des Essens herunter, besonders bei Käse und Fleisch.
6. Packen Sie 1-2 mal wöchentlich Fisch auf den Speiseplan.
7. Trinken Sie viel Wasser.
8. Vermeiden Sie Zucker, besonders in Erfrischungsgetränken, Keksen, Kuchen und Süßigkeiten.

In der Folge wird der gesundheitliche Wert einzelner Lebensmittel näher erklärt, konkret von Getreide, Gemüse, Pilze, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Geflügel und Wild, Beeren, Obst, Kräuter und Pflanzen. Anschließend wird erläutert, was man unter Antioxidanzien, Kohlehydraten, Cholesterin, Omega-3 und -6 Fettsäuren, sekundären Pflanzenstoffen, Protein und Mineralstoffen sowie Vitaminen zu verstehen hat, bevor man sich mit dem reich bebilderten Rezeptteil näher befassen kann.

Die 90 typischen Rezepte sind folgenden Oberbegriffen zugeordnet:
Frühstück
Leichte Mittagessen
Salate
Vegetarisches
Fisch und Meeresfrüchte
Wild und Geflügel
Desserts, Sirupe und Gelees
Brote

Die Rezepte sind alle sehr gut erklärt und sie lassen sich einfach nachkochen. Ferner ist es kein Problem, die Zutaten überall einzukaufen. Gefallen haben mir bei den Frühstücksgerichten "Roggenbrot mit Hüttenkäse, Kräutern und Gemüse", auch die "Eier auf Roggentoast mit Spinat" und "Weich gekochtes Ei mit Roggentoast und Räucherlachs."

Beim leichten Mittagessen bin ich vom "Sandwich mit Petersilienpesto und fein gegartem Fisch" sehr angetan. Das Pesto wird mit Traubenkernöl zubereitet. Hahnemann vergisst nicht darauf hinzuweisen, dass Petersilie einen hohen Eisengehalt hat und große Mengen an Carotinen und auch Vitamin C enthält und sich vorteilhaft auf die Leberfunktion und die Gallenblase auswirkt.

Suppen und Salate kommen zur Sprache. Im Rahmen des Rezeptes für "Brennnesselsuppe" erfährt man, dass Brennnesseln jede Menge Vitamin A, C und D, zudem Eisen, Kalium, Mangan, Kalzium und Silizium beherbergen. Sehr delikat ist die "Lauchsuppe mit Roggenbrotcroutons" und die "Verschärfte Blumenkohlsuppe mit grünen Chilis und Garnelen".

Ein großes Lob gilt den Rezepten für "Smorrebrod" (belegte Brote). Hier hat mich das "Smorrebrod mit Lachstatar" am meisten begeistert, bei dem man auf Kerbel nicht verzichten darf. Der schmeckt in Verbindung mit Lachs interessanter als Dill.

Über Rote Bete und grünen Spargel wird man aufgeklärt und sollte nicht verabsäumen, "Salat vom grünen Spargel" zuzubereiten, bei dem die Pininienkerne für den letzten Kick sorgen. Sehr gut auch sind die "Sommersalate" und hier speziell der "Tomaten-Gurken-Salat mit frischer Minze". Auch die Herbst- und Wintersalate sind kreative Kreationen. Hier gefällt mir "Rosenkohl mit Äpfeln und Walnussöl" am besten, der mit Cidreessig aromatisiert wird.

Das "Naturreis-Risotto mit Pilzen" ist ein delikates vegetarisches Essen. Die gehackte Petersilie gestaltet die Speise optisch appetitanregend. "Vegetarisch auch ist die "Mangoldtarte". Mangold enthält übrigens viel Kalium, Magnesium und Carotinen.

Die Rezepte mit Fisch- und Meeresfrüchten sind sehr gut. Wer denkt noch an Fleisch bei Speisen wie "Fischküchlein mit Kartoffeln und grünem Spargel", "Fisch-Muschel-Eintopf mit Gemüse und Weißwein" oder "Kabeljau mit Senfblumenkohl und Dinkelreis -Spinat-Gemüse"? Die "Wirsing-Fisch-Roulade mit Dinkelreissalat" ist eine besonders gelungene Komposition. In der Roulade spielen Schollen eine entscheidende Rolle und im Salat grüne Bohnen.

Bei den Wild- und Geflügelgerichten hat mir der "Kanincheneintopf mit Rosmarin und Zitrone" mit am meisten zugesagt. Der gehackte Thymian, Majoran und Rosmarin und der Knoblauch lassen mich allerdings an ein mediterranes Rezept denken. Wer gerne Wild isst, sollte die "Wildschweinkeule mit Ofengemüse und Preiselbeerkompott" ausprobieren. Die Zutaten verdeutlichen, dass das Geschmacksergebnis nichts zu wünschen übrig lässt.

Die Desserts sind leicht, geschmackvoll und nicht besonders kalorienhaltig. Das "Himbeer-Limetten-Sorbet" ist einfach zuzubereiten und ist ein ebensolch gutes Sommerdessert wie die "Kalte Rhabarbersuppe mit Joghurteis". Interessant auch finde ich die nördlichen Gelees und Marmeladen. Hier ist die "Hagebuttenmarmelade" mein erklärter Favorit.

Bei den Brotrezepte gefällt mir das "Roggenbrot mit Leinsaat und Sonnenblumenkernen" am besten. Die Kerne machen das Brot noch gesünder.
Dieses Kochbuch empfehle ich gerne, nicht zuletzt, weil es viele Frühlings- und Sommergerichte enthält. Jeder kommt auf seine Kosten, auch der Schmorfasan- und der Stockentenesser.

Empfehlenswert.


Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.


Rezension: Siebecks Deutsche Küche

Im Feinschmecker "Bookazine Nr. 22" stellt der Gastronomiekritiker und Journalist Wolfram Siebeck 60 einfache und gastliche Rezepte der "Deutschen Küche" vor. Wer bereits Rezepte von Siebeck kennt weiß, dass diese sich von Rezeptbeschreibungen von Berufsköchen abheben. Siebecks Rezeptbeschreibungen sind sprachliche Kunstwerke, die mit vielen Sonderinformationen und Anekdoten aus seinem Leben als Berufsesser gespickt sind. Bei Mengenangaben ist er übrigens nicht pingelig, sondern überlässt vieles dem Geschmack und der Kreativität des Lesers.

Seine Rezepte hat er untergliedert in:
Suppen
Beilagen
Fisch
Geflügel
Fleisch
Wild
Desserts

Siebecks Rezeptbeschreibung der "Erbsensuppe" beispielsweise ist eine Liebeserklärung an diese, von der er an einer Stelle seines Textes festhält, dass sie ihren Reiz durch ihre Schlichtheit entfaltet. Einst hatte diese Suppe den Ruf ordinär zu sein und Siebeck erinnert sich an Zeiten als große Stücke Fett darin schwammen, welche sonst nur Kartoffeln und Erbsen enthielt, (vgl.S.12). Siebeck meint, dass ein Laie selbst bei einer Erbsensuppe vieles falsch machen kann und beginnt bereits den ersten Arbeitsgang zu problematisieren. Im Verlauf des weiteren Textes ermahnt er: "Wenn beim Kochen Zeit eingespart wir, bezahlen wir das mit Qualitätseinbußen." (S.12). Mir gefallen die Zutaten, auch die Alternativen, wie gebratene Pfifferlinge oder der geräucherte, gewürfelte Aal, die der Erbsensuppe ein neuzeitliches Flair verleihen.

Mit großem Vergnügen las ich Siebecks Ausführungen zu Linsen im Rahmen seiner Rezeptes für "Mangold-Linsen-Suppe". Hier las ich auch, dass man mittels Safran die Linsen orange-rot färben kann. Weiter schreibt Siebeck, dass dieses kostbare Gewürz hervorragend zu Linsen passt, auch dann, wenn diese von "Spätzle" begleitet werden. In seinem Rezept darf ein Gramm Safran nicht fehlen, auch ansonsten sind die Zutaten erste Sahne und verdeutlichen, dass Linsensuppe mehr als ein rustikaler Magenfüller sein kann.

Delikat auch sind die beiden Schnecken-Rezepte. Siebeck ist offen und sagt es frei heraus: "Schnecken haben keinerlei Aroma."(S.18). Es geht also um die Zutaten. Diese sind in Siebecks "Badischer Schneckensuppe", aber auch in den "Schnecken im Blätterteig" fein aufeinander abgestimmt und im Grunde einfach nach zu kochen.

Das Muschelgericht nach Siebecks Art schmeckt vorzüglich, besonders dann, wenn man seinem Rat folgt und die Sud mit "Noilly Prat" abschmeckt. Der Gourmet verfeinert die Sud mit Sahne zu einer würzigen Suppe und verwendet eine Prise Curry.

300 Gramm Butter im Kartoffelpüree für vier Personen macht einen langen Spaziergang nach dem Genuss eines solchen notwendig. Siebeck berichtet im Rahmen des Rezeptes "Kartoffelpüree" zunächst über die Geschichte der Kartoffel und philosophiert über verschiedene die Arten von Kartoffelpüree, wobei er hier zum Ergebnis gelangt, dass die Sparversion nicht nachahmenswert sei. Mittlerweile hat es sich ja schon herumgesprochen, dass Kartoffelpüree stets mit dem Handgerät gerührt werden sollte, weil der Brei ansonsten pappig wird. Ich möchte an diese Stelle nicht zu viel von Siebecks Geheimnissen verraten, aber doch nicht unerwähnt lassen, dass geschlagenes Eiweiß dafür sorgt, dass man beim Zubereitungsergebnis nur dann von Kartoffelschnee sprechen kann. In seinem Rezept verwendet er natürlich auch Muskat. Die Rohmilchbutter kommt aus der Normandie. Wer diesen Schnee zu Jakobsmuscheln reicht, wähnt sich im Himmel.

Zu den Beilagenrezepten zählt auch das Rezept "Pfifferlinge", bei dem man die Schnittlauchröllchen nicht vergessen sollte. Ich teile Siebecks Meinung, dass die kleinen Pfifferlinge weitaus besser schmecken und am besten schmecken sie, wenn sie frisch geerntet sind. Seinen Trick, wie man Pfifferlinge gut reinigen kann, kann man auf Seite 32 nachlesen.

Es ist unmöglich, alle 60 Rezepte innerhalb der Rezension zu beleuchten. Mein besonders Interesse gilt den Fischgerichten. Siebecks kritische Betrachtungen zum Thema Lachs im Rahmen seines Rezeptes für Lachs "Gegrillter Lachs mit Gurkengemüse" zeigen, dass der Gourmet sehr kritisch ist in Bezug auf die Lebensmittel, die er beim Kochen verwendet. Seine Beilage zum Lachs, das Gurkengemüse, schmeckt umwerfend gut, speziell, wenn man mit zerdrückten Korianderkörnern aromatisiert. Siebeck empfiehlt zu diesem Fischgericht u.a. einen Spätburgunder. Das finde ich bemerkenswert. Ich selbst tendiere hier eher zu einem Glas Rosé.

Göttlich schmeckt Siebecks "Fischcurry". Er empfiehlt dazu einen festen Fisch, wie Steinbeißer oder Seeteufel zu verwenden und kann sich anstelle des Currypulvers auch grüne Thaipaste vorstellen. Die gedünsteten Apfelstückchen passen hervorragend zum Fisch in diesem Curry. Es stimmt, ein trockener Silvaner oder ein Weißburgunder harmonieren am besten dazu.

Siebecks "Heringssalat" kann man nicht genug loben. Er enthält neben den Heringsfilet, auch Kalbfleisch, Walnüsse, Rote Bete, einen Apfel, Gewürzgurken und anderes mehr. Wird dieser Salat von ein paar Scheiben dunklem Brot begleitet, ist die Vorspeise auch als delikater Abendimbiss interessant.

Das "Hühnerfrikassee" ist ein Rezept, das man problemlos nachkochen kann und das in der Zubereitung wenig Mühe bereitet. Ganz anders das "Essighuhn", ein wahrlich raffiniertes Rezept, das man unbedingt ausprobieren sollte.

Siebecks "Königsberger Klopse" liebe ich, nicht zuletzt, weil er wirklich großzügig mit den Kapern umgeht. Das muss man, wenn das Gericht schmecken soll. Meine ostpreußische Großmutter verwendete stets weißen Pfeffer, der hellen Sauce wegen. Siebecks Version mit schwarzem Pfeffer macht die Speise noch pikanter.

"Himmel und Erde" werden bei Siebeck zu einem Traum, weil dort der Kartoffelschnee zum Tragen kommt und auch delikater Apfelkompott. Nichtvegetarier dürfen eine gebratene Blutwurst dazu genießen. Das Gericht schmeckt aber auch so sehr köstlich, wenn man sich bei den Röstzwiebeln Mühe gibt.

Besonders loben möchte ich die beiden Kalbslebergerichte. Schön, dass Siebeck auf die Hitzeempfindlichkeit hinweist. "Eine Spur zu heiß und lange gebraten und sie ist ruiniert" (S.88). Die "Geschnetzelte Kalbsleber" mit Portwein und Salbeiblättern ist wirklich ein Gedicht. Ich finde allerdings, dass der Kartoffelschnee besser dazu passt als die Tagliatelle. Dazu ein Glas "Nitardi" und man fühlt sich im Paradies, oder was meinen Sie, Herr Siebeck?

Das Kaninchenrezept ist auch lecker. Ich musste lachen als ich folgenden Satz las "Allgemein bekannt wurde das gebratene Kaninchen als fester Bestandteil der italienischen Küche, wo es traditionell im Ganzen in den Ofen geschoben wird und als Mumie wieder herauskommt"( S.98). Siebecks Kreation erinnert nicht an eine Mumie, das möchte ich an dieser Stelle verraten. Mehr aber nicht.

Der "Hasenrücken mit Rosenkohlpüree" ist ein Festtagsgericht. Der Rücken brät bloße 8 Minuten. Das Rosenkohlpüree ist so lecker, das man es auch als vegetarischen Imbiss an fleischlosen Tagen mit Genuss zu sich nehmen kann.

Siebecks Dessert-Kreationen sind sündig, sein "Quarksoufflé", ebenso wie alle anderen Kreationen. Besonders angetan bin ich von seinem "Pflaumengratin mit Zimtsabayon". Die Pflaumen werden enthäutet. Später werden sie in eine feuerfeste Form gelegt, mit Zimtsabayon übergossen und im vorgeheizten Backofen zu dem gemacht, was die Zunge anschließend frohlocken lässt.

Die "Apfelstreusel" sind ein schönes Dessert nach einem leichten Fischgericht und schmecken am besten, wenn sie von Créme fraiche begleitet werden, die mit Calvados aromatisiert ist.

Ein wirklich gelungenes und dabei den Appetit anregendes, reich bebildertes Bookazine.

Empfehlenswert.

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Rezension: Muffins und Cupcakes

Dieses Geschenkset habe ich vor einigen Tagen einer meiner Cousine geschenkt, die immer wieder Feten für ihre kleinen Kinder und deren Freunde ausrichtet. Da kleine Kinder sich viel bewegen, können sie auch unbedenklich mal was Süßes essen, wie etwa Muffins oder Cupcakes.

Neben einem kleinen Backbuch enthält das Set zwölf hochwertige Silikon-Backförmchen in allerliebster Herzchenform. Kleine Mädchen sind gewiss entzückt. Meine Cousine und ich haben bereits probiert, darin zu backen. Es funktioniert übrigens sehr gut.

Das Buch ist untergliedert in:
Süße Muffins für jeden Tag
Cupcakes für besondere Anlässe
Herzhafte Muffins

Die Rezepte machen deutlich, dass romantische Gemüter auch im fortgeschrittenen Alter mit den Förmchen Vor-oder Nachspeisen, die im Buch näher beschrieben werden, für Kafferunden, Partys und für ein Essen mit dem/ der Liebsten nutzen können.

Zunächst werden die einzelnen Teige näher erklärt. Dabei handelt es sich um: Rührteig und Eier-Öl-Teig für Cupcakes, Muffin-Teig, Hefe- oder Quarkteig, Blätterteig, griechischer Filo-, türkischer Yufka- oder Strudelteig. Es wird gut erläutert, wie man mit den Förmchen umzugehen hat, wie man während des Backvorgangs agiert, wie man verziert und dekoriert und wie lange man die Backergebnisse aufbewahren kann.

Bei den süßen Muffins entdeckt man Kreationen, wie etwa "Bananen- Himbeer- Muffins", "Karamell-Pecanuss- Schnecken", "Bienenstichmuffins", die wirklich kindgerecht sind. Die erwachsenen Romantiker dürfen "Erdnuss- Schoko- Chili- Muffins" zum Dessert nehmen, um auf Trab zu kommen.

Zum Kindergeburtstag eignen sich auch diverse Cupcakes. Zu diesen gehören "Donauwellencupcakes", "bunte Cupcakeraupen", "Schmetterlingscupcakes" und "Kokoscupcakes". Mit "Eierlikör- Schokoladen- Cupcakes" und "Rotwein- Nuss- Cupcakes" dürfen Hobby-Bäckerinnen ihre Liebsten verwöhnen, sofern diese Süßmäulchen sind.

Gefallen haben mir die Rezepte für die Vorspeisen, respektive die Snacks zum Wein, speziell die "Lachs- Estragon- Törtchen" und die "Ziegenkäse- Zwiebel- Törtchen"

Die Rezepte sind alle sehr gut strukturiert, bestens erklärt und lassen sich einfach zuzubereiten.

Empfehlenswert, auch für all jene, die am 14. Februar ohne großes Gerede, gewissermaßen symbolisch ihr Herz dem Liebsten schenken wollen.

 

Rezensionen: Brigitte Diät- Abnehmen mit Lieblingsgerichten - Diät-Rezepte für jeden Tag: Im Job, mit der Familie oder mit Freunden,

Mein erstes "Brigitte Diät-Kochbuch" habe ich mir als Teenager in den 1970er Jahren gekauft. Ich besitze es übrigens noch immer. Zwar war ich gertenschlank, aber ich wollte es auch bleiben. Dass mein BMI heute noch immer nicht über 25 angesiedelt ist, verdanke ich den Lehren, die ich damals aus dem Kochbuch zog.

Die vorliegende brandneue "Brigitte Diät" haben Anna Ort-Gottwald und Susanne Gerlach auf den Weg gebracht. Nach einer erhellenden Einleitung, in der auch verdeutlicht wird, dass nicht allein der BMI etwas darüber aussagt, ob das Körpergewicht ein Risiko für die Gesundheit darstellt, sondern dass das Gesundheitsrisiko auch vom dem Fett, das sich im und am Bauch angesammelt hat, abhängt, erfährt man, dass Frauen deren Taillenumfang über 88 cm und Männer, deren Taillenumfang über 102 cm beträgt, ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf-und andere Erkrankungen besitzen.

Das Buch ist untergliedert in:

-Einleitung

-Energiedichte

-Rezepte für jeden Tag

-Rezepte für den Job

-Für Freunde und Familie

-Menuevorschläge

-Kleine Kochschule

-Gut zu wissen

-So läuft`s noch besser

-Fit für den Tag

Professor Volker Schusdziarra, Ernährungswissenschaftler und Gastroenterologe an der TU München lässt uns wissen: "Lebensmittel mit geringer Energiedichte sind in der Regel sehr wasserhaltig". Im Buch wird ein Beispiel zur Berechnung der Energiedichte gebildet: "Ein 150 Gramm schwerer Apfel liefert 78 Kalorien. Teilt man 78 durch 150, dann erhält man eine Energiedichte von 0,5 kcal/g." Man erfährt in der Folge, was man unter einer hohen und eine niedrigen Energiedichte zu verstehen hat. An der TH München wird, wie folgt eingeteilt:

niedrige Energiedichte: bis 1,5 kcal/g

mittlere Energiedichte: von 1,6 kcal bis 2,4 kcal/g

hohe Energiedichte: ab 2,5 kcal/g

Flüssige Kalorien nehmen dabei eine Sonderrolle ein. Weshalb das so ist, kann man auf Seite 13 erfahren.

Bevor ich mich mit dem Rezeptteil näher befasse, möchte ich die Kapitel, die sich dem Rezeptteil anschließen, beleuchten. Hier gefällt mir, wie man Schnitttechniken erklärt und veranschaulicht, d.h. zeigt, welche Schnitttechniken es beispielsweise bei Möhren und bei Lauch gibt. Sehr gut veranschaulicht werden Kochtechniken, wie etwa das schnelle Garen im Wok oder auch solche für Eier.

Gut informiert wird man über Kräuter und über Gewürze wie Chili, Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer, bevor man Näheres über die Kochtechnik des Bratens mit Mineralwasser erfährt. Ich habe dies ausprobiert. Es funktioniert wirklich sehr gut. Wenn man das Öl erst nach dem Braten hinzugibt, dann werden wertvolle Fettsäuren nicht durch Hitze zerstört, und das Aroma teilt sich besser mit.

Man wird über das Würzen näher aufgeklärt. Zur Sprache kommen: fein-sauer, süss, fruchtig-edel, würzig-scharf und würzig-ölig. Gezeigt wird u.a. Aromagaren in Papier, aber auch Garen im Bratschlauch. Anschließend kommen helle und dunkle Grundsaucen zu Sprache und natürliche Saucenbinder, die anstelle von Mehl oder Stärke als Verdickungsmittel bei Saucen eingesetzt werden können. Hefeflocken beispielsweise kann man zum Binden von Saucen und Suppen verwenden und darf sich beim Genuss der damit gebundenen Saucen der B-Vitamine, der Mineralstoffe und des Eiweißes erfreuen.

Wissenwert sind die 15 Antworten zur 15 Ernährungsfragen. Zu den Fragen zählen solche wie: Ist Eiweiß wirklich ein Schlankmacher? Mal eine Mahlzeit auslassen- gut für die Figur? Heißhunger! Was hilft außer essen?

Sehr gut ist die Rubrik Fitness abgehandelt. Wer sich bewegt, bei dem funktioniert bekanntermaßen die Fettverbrennung besser. Das Workout für Oberarme ist bestens. Diese Übungen mache ich seit Jahren. Die Oberarme sind noch immer fest. Die Übungen für einen flachen Bauch sind nicht unanstrengend, jene für schlanke Beine und einen ansehlichen Po sind hingegen sehr einfach. Wer die Übungen täglich macht, darf sich über wunderbare Ergebnisse freuen. Schauen Sie sich "die schöne Intellektuelle aus dem Münsterland" auf meiner Rezensionsplattform (eine meiner Freundinnen) an. Sie ist von Haus aus eine Sportlehrerin und hat, obschon sie keine 20 mehr ist, noch immer einen Körper wie Aphrodite.

Im Glossar zum Schluss werden dem Leser eine Vielzahl von Lebensmitteln warenkundlich näher gebracht.

Die Rezepte sind alle sehr gut erklärt. Zumeist sind sie für eine Person gedacht. Man erfährt in welcher Zeit man sie fertig gestellt hat. Wieviel Kalorien, Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate ein Gericht enthält und wie hoch die Energiedichte ist.

Die Rezepte sind sehr lecker und auch sättigend. Personen, die Freude am Kochen haben, werden diese Langzeitdiät zu schätzen wissen. Sowohl Vegetarier als auch Fleischesser kommen hier auf ihre Kosten und Süßmäuler müssen noch nicht einmal auf ein Dessert verzichten. Besonders gut gefallen mir die Rezepte für den Job und hier insbesondere die Brote. Das "Krabbenbrot" mit Kräuterquark ist sättigend und schmeckt wirklich vorzüglich.

Dass eine delikate "Rinderroulade mit Apfelrotkraut" nur 435 Kalorien haben kann, hätte ich nicht für möglich gehalten und dass "Bratwürstel mit Kraut" mit bloßen 380 Kalorien zu veranschlagen sind, sofern man sie nach vorliegendem Rezept zubereitet, hätte ich auch nicht gedacht. Männer, die solche Gerichte mögen, werden sicher begeistern sein, wenn sie sich von ihrem Hüftgold auf diese Weise verabschieden können.

Eine Portion "Quiche Lorraine" (Lothringener Speckkuchen) beinhaltet 320 Kalorien, hat aber eine mittlere Engergiedichte, während dessen "Lachs mit Senf-Tomaten-Sauce" nur mit einer Energiedichte von 0.5 zu Buche schlägt.

Für Nudelfreaks gigt es z.B. "Tomatennudeln aus dem Wok", pro Portion 360 Kalorien, bei einer Energiedichte von 0.6. Das Tellergericht ist überaus lecker.

Alles in allem ein brauchbares Diät-Buch, das ich deshalb gerne empfehle, weil die Speisen wirklich wohlschmeckend sind und sich insofern für Langzeitdiäten sehr gut eignen. Wenn man bis ins hohe Alter schlank bleiben möchte, ist es unumgänglich im Grunde dauerhaft die Kalorien im Auge zu behalten. Für Genussmenschen durchaus einfach, sofern sie das neue, übrigens reich bebilderte "Brigitte-Diät-Buch" besitzen, das ich gerne empfehle.

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Rezension: Grenzenlose Gaumenfreuden - Römische Küche in einer germanischen Provinz

Herausgeberinnen dieses Buches sind Dr. Jutta Meurers- Balke, die das Labor für Archäobotanik des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln leitet und Dr. Tünde Kaszab-Olschewski. Sie ist Archäologin mit dem Schwerpunkt provinzial-römische Archäologie. Das Buch ist Prof. Dr. Hansgerd Hellenkemper zu dessen 65. Geburtstag gewidmet.

Nach einem zweiseitigen Vorwort der Herausgeberinnen und einer erhellenden Einführung, in der man auch erfährt, weshalb sich die Autoren dazu entschlossen haben, die fast 2000 Jahre alte provinzialrömische Küche am Beispiel der CCAA (das heutige Köln und dessen Umland) zu beleuchten, wird man zunächst mit den einstigen Orten des Essens vertraut gemacht.


Zur Sprache kommen der Speiseraum, der Tisch, die Sitzmöbel und das Tafelgeschirr. Aufgrund der Ablichtungen erhält man von all dem auch eine konkrete visuelle Vorstellung. Bei Gastmählern war das Geschirr und Besteck Teil der Inszenierung. Gefäße aus Silber, Messing und Bronze galten als Krönung des Esstisches. Zum Trinkservice gehörten neben Trinkbechern Kelle und Sieb auch andere Gerätschaften. Löffel und Messer wurden benutzt, doch noch keine Gabeln. Man lernt sogar ein gläsernes Trinkhorn kennen. Wie Trinkhörner funktionierten, wird gut erklärt. Bis in die Spätantike soll diese Sitte fortgelebt haben.


Thematisiert wird in der Folge die Küche aus jenen Tagen, die Feuerstellen und Kochherde und das Haushaltsgeschirr einer römischen "villa rustica". Man liest auch über die Essgewohnheiten beim römischen Militär und über die Lagerung und Vorratshaltung, bevor man sich schließlich umfangreich in die Lebensmittel jener Tage vertiefen kann. Getreide und Hülsenfrüchte, auch Gemüse und Salate werden ausführlich abgehandelt. In diesem Zusammenhang kann man immer wieder Rezepte des Apicius nachlesen, der u.a. schreibt: "Zerstampfe Lattichstengel mit Pfeffer, Liquamen, Caroenum, Wasser, Öl, koche und binde mit Eiern, streue Pfeffer darauf und serviere." (Zitat: Seite 86)


Bei Apicius gibt es auch Rezepte für Gurkensalate. Die Gurken brachten die Römer mit in ihre nördlichen Provinzen. Das belegen Samenfunde aus Köln und bei Xanten.


Auf ihren Eroberungszügen wollten die Römer keinesfalls auf ihr Kulturobst verzichten. Pfirsiche waren bei ihnen beispielsweise so beliebt, dass sie zur Verpflegung der Soldaten sogar bis an den Rhein exportiert wurden. Apicius macht in seinem Kochbuch klar, wie sich Pfirsiche länger halten. Ob sie nach der Zubereitung noch geschmeckt haben, sei dahin gestellt: "Suche die besten aus und gib sie in Salzlake. Am folgenden Tag nimm sie heraus, wische sie sorgfältig mit einem Schwamm ab und lege sie in ein Gefäß. Gieße Salz, Essig und Bohnenkraut darüber." (Zitat: S. 93)


Die Autoren warten mit einer Fülle von Früchten auf. Es wird über die Funde von Archäobotanikern informiert und immer wieder Zubereitungsarten nach Apicius aufgezeigt. Dieser römische Kochbuchautor verfasste das Werk "De re coquinaria" (Über das Kochen). Es handelt sich dabei um das einzige, erhaltene antike Kochbuch, das detailliert Zutaten und Rezepte liefert.


Man liest von einer fruchtigen Sauce für verschiedene Vögel, auch von einem Birnenauflauf und erfährt, wie sich nach Apicius Weintrauben lange aufbewahren lassen. Trauben bauten die Römer in erster Linie zum Keltern von Wein an. Ob man damals in CCAA bereits Weinstöcke pflanzte, ist ungewiss.


Es ist unmöglich all die Lebensmittel, die im Buch thematisiert werden, im Rahmen der Rezension zur Sprache zu bringen. Gewöhnungsbedürftig sind Fleischgerichte wie etwa "Gefüllte Euter" oder die "Gebärmutter von Jungssäuen". Ein gegrilltes Zicklein nach Art des Apicius könnte man auch noch heute, ohne das Gesicht zu verziehen, verspeisen.


Ich staune, was alles man damals in der Kölner Gegend verspeist hat, auf Gerichte aus Pferdefleisch verzichteten die Römer. Spannend finde ich die Auflistung der Gewürze. Das Bohnenkraut brachten die Römer in diese germanische Provinz. Pfeffer, das beliebteste Gewürz der Römer, gelangte auch nach CCAA und wurde dort ähnlich gerne in der Küche verwendet, wie etwa Garum/Liquamen (Fischsaucen), Salz, Honig und Olivenöl.


Getränke wie Bier und Wein und Käse aus jener Zeit bleiben nicht unerwähnt und es wird schließlich auch auf die kulinarischen Umwälzungen hingewiesen, die das Ende der römischen Herrschaft am Rhein mit sich brachte.


Ein hochinformatives Buch, das ich gerne empfehle.
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Rezension: Cantinetta Antinori Zu Tisch in der Toskana (Gebundene Ausgabe)

Autorin dieses schönen Kochbuchs ist Allegra Antinori, die zweite Tochter von Marchese Piero Antinori. Sie führt gemeinsam mit ihren Schwestern Alessia und Albiera das traditionsreiche Familienunternehmen und ist auch für die Cantinetta Antinori verantwortlich. Die vielen schönen Bilder im Buch hat der Fotograf Herbert Lehmann realisiert.

Das Vorwort hat Allegra Antinori verfasst. Sie lässt nicht unerwähnt, dass die meisten Rezepte im Buch aus der Cantinetta selbst stammen und die vorgestellten Rezepte in ihrer Gesamtheit einen repräsentativen Querschnitt der toskanischen Küche, die einfache, leichte und schmackhafte Gerichte aus frischen Zutaten bevorzugt, darstellt.

Carmen Wieser, die Chefredakteurin des Magazins "Gesund leben", Österreichs größtem Magazin für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit, berichtet zunächst über die "Cantinetta Antinori". In einem malerischen Renaissance-Palazzo im Herzen von Florenz haben Einheimische und Gäste aus aller Welt Gelegenheit, den authentischen Geschmack der Region zu goutieren. Dieser Palast ist der Stammsitz der Familie Antinori. Er ist ein Beispiel für die Florentiner Architektur der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Hinter dem Tor des Palastes ist der Eingang zu Cantinetta mit dem Symbol der Einzelzunft, der Giovanni di Piero Antinori 1385 als erstes Mitglied der Familie beitrat. Erst viele Jahrhundert später, konkret im Jahre 1863, wurde das heutige Unternehmen Marchesi Antinori von Giovanni di Pieros Nachfahren Piero und Lodovico Antinori gemeinsam mit Guglielmo Guerrini gegründet.

Man erfährt, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts Piero die Besitztümer der Familie durch viele kleine Güter mit Weinbergen im Chianti Classico ergänzte, liest auch von dessen Schaumwein-Experimenten und erfährt, was der Komponist Giacamo Puccini, der ein Freund der Familie war, davon hielt. Man liest auch vom ersten Jahrgang-Chianti, den Niccoló Antinori 1828 kreierte. Nachdem man die Qualitätsnorm "Denominazione di Origine Controllata e Garantita" (DOCG) überabeitet hatte, wurde der Chianti auf ein nie dagewesenes Qualitätsniveau gehievt, (vgl.: 22). Der Kultwein "Tignanello" stellte 1971 einen Höhepunkt in der Weinproduktion des Hauses dar. Darüber erfährt man auf S. 24 Näheres.

Das Unternehmen wurde 25 Generationen ausnahmslos von Männern geführt. Jetzt in der 26. Generation agieren erstmals drei Frauen: es handelt sich hierbei um Piero Antinoris Töchter Allegra, Allesia und Albiera. Wie man erfährt brechen die drei Damen Traditionen behutsam auf und geben damit dem Neuen eine Chance, (vgl.: S. 24).

Wieser schreibt in Ihre Einleitung von Brot, dem Symbol für Bodenständigkeit und Einfachheit, über Gemüse und Kräuter in der toskanischen Küche, über Fisch und Fleisch, die im Hauptgang in dieser Region unverzichtbar sind, über Sattmacher wie Bohnen etc und über den Abschluss eines toskanischen Festmahls. Die Autorin vergisst nicht zu erwähnen, dass in der Toskana Wein nicht nur ein Essensbegleiter ist, sondern auch in vielen Rezepten eine Rolle spielt.

Die Rezepte sind untergliedert in:

Antipasti
Primi
Secondi
Contorni
Dolci

Die einzelnen, sehr gut beschrieben Rezepte sind den vier Jahreszeiten zugeordnet. Unter jedem Rezept gibt es eine passende Weinempfehlung. So findet man bei den Antipasti als Wintergericht die delikate Vorspeise "Terrina die faraona" (Perlhuhnterrine), bei der Vin Santo, Cognac und Pistanzien nicht fehlen dürfen und zu dem Allegra Antinori einen DOC Chardonnay "Pietrabianca Tormaresca Castel del Monte" empfiehlt. Weniger Aufwand bei der Zubereitung allerdings hat man mit der Herbstvorspeise "Sformatini di spinaci in crosta di prosciutto" (Spinatküchlein in Schinkenkruste). Bei dieser Speise spielen Rohschinken, Blattspinat, Ricotta, Eier, Parmesan und weitere Zutaten eine Rolle. Als Wein empfiehlt sie "Montensia Franciacorta Satèn".

Bei den Primi bin ich sehr von dem Sommergericht "Passato di zucca con i gamberi" (Kürbiscreme mit Garnelen) angetan. Durch den Curry bekommt die Suppe eine überaus appetitanregende Farbe, die mittels der gehackten Petersilie den letzten Kick erhält. Die nussig schmeckende Kürbiscreme harmoniert bestens mit den Garnelen. Superlecker ist auch die Herbstspeise "Fettuccine ai funghi porcini" (Fettuccine mit Steinpilzsauce). Die Bergminze verleiht neben den Steinpilzen dem Gericht ein zusätzlich interessantes Aroma. Dazu gibt es "Vino Nobile di Montepulciano DOCG La Braccesca". Köstlich!

Ein sehr feines Secondi-Gericht im Frühling ist "Sogliola alla livornese" (Seezunge nach Livorneser Art). Ich war zunächst irritiert, ob man den feinen Seezungen eine Tomatensauce zumuten kann, weil ich glaubte, dass das Aroma beeinträchtigt wird. Ich irrte mich. Das Gericht ist sehr delikat, sofern man ein mildes Olivenöl verwendet. "Galletto al Chianti" (Hühnchen in Chiantisauce) schmeckt überirdisch gut. Salbei, Rosmarin, Rotwein, aber auch Rotweinessig dürfen neben anderen Zutaten nicht vergessen werden. Das Gericht wird begleitet von "Badia a Passignano Chianti Classico DOCG Riserva".

Loben möchte ich die diversen Bratenrezepte, vor allem aber das "Roastbeef al pesto di erbe aromatiche" (Kaltes Roastbeef mit Kräuterpesto). Das Pesto enthält neben Basilikum und Petersilie auch Minze und freilich noch andere Zutaten, die ich aber nicht verrate. Dazu gibt es "Santa Christina Le Maestrelle Toscana IGT".

Eine Winter-Contorni-Speise sind "Fagioli all `uccelletto" (Weiße Bohnen mit Salbei und Tomaten). Sie sind gut zubereitet, jedoch nicht mein Fall.

Die Dolci bieten für jeden Geschmack etwas. Sehr gut mundet die "Torta die mele della Fattoressa" (Rustikaler Apfelkuchen), der mit Vin Santo aromatisiert wird. Als Weinempfehlung wird "Muffato della Sala Umbria IGT" offeriert. Düstere Spätherbst- und Wintertage können Genießern gewiss nicht anhaben bei solch leckeren Speisen.

Ein gelungens Buch, das ich gerne empfehle.



Bilder: Mit freundlicher Genehmigung des Brandstätter- Verlag

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Rezension:Die skandinavische Küche: Originalrezepte aus Mittsommerland

Die skandinavische Köchin und Food- Journalistin Trine Hahnemann hat gemeinsam mit einem der führenden skandinavischen Food- Fotografen Lars Ranek ein Buch herausgebracht, das die skandinavische Küche anhand von 110 Originalrezepten aus Mittsommerland den Lesern näher bringt.

Ihre Rezepte untergliedert Hahnemann saisonal. Für jeden Monat stellt sie bestimmte Speisen vor und erzählt - fast nebenbei - wieso man bestimmte Speisen vor Ort in bestimmten Monaten zubereitet.


Lars Ranek hat viele appetitanregenden Food- Fotos, aber auch schöne Landschaftsaufnahmen und Fotos von den hübschen weiß angestrichenen Holzhäusern gemacht, die die kleinen Texte und Rezepte begleiten.


Vertieft man sich in diese Bilder, möchte man sofort die Koffer packen.


Der Leser erfährt wie man Brot und dänisches Plundergebäck herstellt, lernt Lachs zu marinieren und "Skagener Fischsuppe" zuzubereiten. Man erfährt, dass schon Generationen von Künstlern nach Skagen gezogen sind und dort viele berühmte Gerichte, so auch die Fischsuppe kreiert worden sind.


Rote Beete sind die Beilage von einigen der beschriebenen Gerichte, so auch von Kabeljau mit Senfsauce.


Smorrebrod- ein pikant belegtes Brot- wird traditionell zum Mittagessen gereicht. Im Buch werden einige sehr delikate Varianten vorgestellt.


Fisch- und Schalen- und Krustentiere werden generell zu sehr delikaten Speisen verarbeitet, Rezepte für "Marinierten Brathering", "Hausgemachte Matjes", "Geräucherte Forelle mit neuen Kartoffeln und Räucherkäsecreme", "Roggen- Facoccina mit Lachs -Burger", "Kaisergranat mit Kräutermayonnaise" , "Fischküchlein mit Kräutercreme und Dillkartoffeln ", "Graved Lax mit Honig-Senf-Sauce " u. s .w . sind sehr gut beschrieben und lassen sich problemlos am heimischen Herd zubereiten.


Austern werden mit Rotweinessig-Vinaigrette auf den Tisch gebracht.

Für Fleischliebhaber bietet die skandinavische Küche teilweise sehr deftige Gerichte an, wie etwa einen "Kapitänseintopf", "Biff Lindstom", "Pikant gefülltes Lamm mit Spinat und Bratkartoffeln", "Sonntagsbraten mit Kartoffeln und Schwarzwurzeln", "schwedischen Weihnachtsschinken" etc., aber es gibt auch weniger schwere Speisen, beispielsweise "Kalbfleisch mit karamellisiertem Rhabarber und pikanten Salaten" oder "Huhn in Meerrettich- Kerbel- Sauce", wie auch "Gefüllter Fasanenbraten mit Wirsing und Kartoffeln ".


Überrascht hat mich die Kreativität im Bereich der Desserts. Rote Früchte aller Art werden mit Sahne oder Joghurt zu delikaten Rezepten verarbeitet. Die "Rote Beerengrütze mit eisgekühlter Sahne" schmeckt göttlich. Die "Crepes mit Kompott von unreifen Stachelbeeren", aber auch die "Heidelbeer - Tarte" sind ein Geheimtipp für Zuckerschnäuzchen.


Das Glossar am Ende des Buches sollte man sich nicht entgehen lassen, weil dort typische skandinavische Lebensmittel näher beleuchtet werden.



Empfehlenswert.




Rezension:Currys & Currys: 90 Rezepte für mich und meine Freunde (Broschiert)

Die Autorin Jody Vassalo und die Fotografin Deirdre Rooney stellen dem Leser neunzig Curry-Rezepte vor. Gleich zu Beginn nennt Vassalo die Gewürzzutaten für Currys. Es handelt sich um: Muskatblüte, Gewürznelken, Kafirlimettenblätter, schwarze Senfkörner, Thai-Basilikum, Panir, Galgant, Kafirlimetten, Tamarinde, grüne Kardamomkapseln, getrocknete, rote Chilischoten, Asant, Garnelenpaste, kleine grüne Chilischoten, Curryblätter, Ghee, geraspelten Palmzucker, asiatische Schalotten, Bockshornklee, Thailändische Fischsauce, Zitronengras, rote Zwiebel, große grüne Chilischoten und Safran.

Die Gerichte sind untergliedert in Rezepte für: Huhn und Ente, Lamm, Schwein und Rind, Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Currypasten, Würzzutaten und Reis. Ich empfehle zunächst die Rezepte für Currypasten, Würzzutaten und Reis zu studieren, bevor man sich mit den einzelnen Gerichten näher befasst. Man lernt hier u.a. die Zusammensetzung von Masaman-Currypaste, grüner und roter Currypaste, Garam Masala, Ingwer-Knoblauch-Paste, Koriander-Minze-Chutney, Kokos-Chutney, Safranreis, Zitronen- aber auch von Joghurtreis kennen, die bei den präsentierten Gerichten eine nicht unbedeutende Rolle spielen.

Bei den vorgestellten Speisen möchte ich folgene hervorheben: "Hähnchen »Kerala«". Kerala liegt übrigens im Süden Indiens und bedeutet "Das Land der Kokosnuss". Dass dieses Gericht 400ml Kokosmilch enthält, ist also nicht weiter verwunderlich. Sehr lecker auch ist das "Hähnchen mit Mango und Kokosmilch", bei dem Tamarindenpaste aber auch Garam Masala zum Tragen kommen. Roter Curry lässt das "Hähnchen süßsauer mit Mango" zu einem geschmacklichen Highlight werden, wobei die Wasserkastanien und der Koriander für den letzten Kick sorgen. "Tomatenhuhn mit Senfkörnern" vereint die Aromen Südthailands auf raffinierte Art und Weise, während " Hühnercurry mit Aprikosen und Cashnewnüssen" eine fast orientalische Note besitzt.

"Keema" ist ein indisches Curry, welches es dort offenbar in zahlreichen Varianten gibt, die sich an den jeweils regional verfügbaren Produkten orientieren. Traditionell bereitet man dieses Gericht mit Lammfleisch zu. Das im Buch offerierte "Keema" enthält Lammhackfleisch und eine Fülle köstlicher Gewürze. Gefallen hat mir auch "Schweinefleisch Vindaloo auf Goa-Art". Es handelt sich hierbei um eines der beliebtesten Gerichte der indischen Region Goa. Sehr lecker ist hier der Kokussnussessig, der dem Fleisch eine pikante Note verleiht. "Rindfleisch »Penang«" ist ein mittelscharfes thailändisches Gericht, bei welchem gehackte Korianderwurzel und Galgant für ein ungeahntes Geschmackserlebnis sorgen.

Bei den Rezepten mit Fisch und Meeresfrüchten bin ich besonders angetan von dem "Garnelencurry Goa", das aufgrund der karamelisierten Zwiebeln süßliche Geschmacksmomente erhält. Sehr schmackhaft auch ist die "Sauer-scharfe Suppe mit Garnelen und Chilischoten". Bei diesem Gericht darf auf Koriander keinesfalls verzichtet werden.

Nicht nur Vegetarier finden an den vorgestellten Gemüsegerichten Freude. Mich hat "Rotes Gemüsecurry mit Ananas" am meisten angesprochen, nicht zuletzt, weil Blumenkohl in Verbindung mit rotem Curry einfach göttlich schmeckt.

Die Gerichte sind sehr gut gegliedert sowie beschrieben und lassen sich problemlos nachkochen. Die beigefügten Fotos, die die Kochergebnissen ablichten, sind überaus appetitanregend.

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Rezension: Schmeckt's?: Kochen ohne Tabu (Gebundene Ausgabe)

Wer keine Tabus bricht und Vorurteile nicht zur Seite schieben vermag, für den werden viele nicht alltägliche Alltagsgerichte ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Die wissbegierige Autorin hat während ihrer Reisen oft in andere Töpfe geguckt und sich zudem mit den Geheimnissen großer Köche, wie Walterspiel, Witzigmann und Bocuse durch entsprechende Lektüre auseinandergesetzt. Diese Erfahrungen inspirieren sie bei ihren Experimenten am heimischen Herd. So sind eine Vielzahl unterschiedlichster Gerichte entstanden, angefangen von allerlei Suppen, Ragouts oder Frikasees von der Kalbszunge, aus Entenmägen, von Schnecken aber auch von Muscheln bis hin zu gebackenen Sepiolen oder Heringshäckerle.

Schließlich wird man darauf aufmerksam gemacht, dass es keine ernstzunehmenden Gründe gibt, bei Speisen aus Lammhirn oder Hammelhoden aufzuschreien. Frau Vanderbeke spricht von der sinnlichen Ebene beim Essen und bei dessen Zubereitung und von der Tuchfühlung, die man zum jeweilig vorliegenden Produkt aufnehmen sollte. Die coole Hobbyköchin zeigt, dass ursächlich für viele Ekelgefühle nicht selten ein Mangel an Sachkenntnis ist.


Was bedeutet schon ein wenig Fett oder getrocknetes Blut am toten Tier oder Fisch, wenn man dies als solches erkannt und mit dem Messer gelassen entfernt hat? Ist man brutal , wenn man einen Krebs oder Hummer ins heisse Wasser befördert? Was bedeutet für Frau Vanderbeke Küchenethik? Fragen dieser Art werden in dem Büchlein klug beantwortet und man erfreut sich beim Lesen dahingehend kleiner Anekdoten und Betrachtungen und natürlich der Rezepte von Gerichten, wie etwa Schnecken mit Knoblauchpüree auf Brennesseljus, Ragout aus Kalbs- oder Rinderzunge, gratinierte Austern oder Muscheln, feine Krebse im Sud, sowie getrüffelte Poularde und lernt, dass man bei Krakenragout oder gratinierten Schweineschwarten, wie auch Kutteln die Lippen nicht sogleich zusammenpressen und entsetzt vom Herd oder Tisch fliehen muss, sondern stattdessen kühl überlegen sollte, ob nicht gerade diese Gerichte am Ende vielleicht den ultimativen Kick für den Gaumen bedeuten könnten.


Ein wunderbares Büchlein.

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Rezension: Kleine Köstlichkeiten vor dem Hauptgericht (Gebundene Ausgabe)

Der Autor dieses exzellenten Kochbuchs ist der Küchenchef und gastronomische Leiter des Sternerestaurants "La Vision" im Hotel im Wasserturm in Köln. Er zählt zu den renommiertesten Köchen Deutschlands.

Seine vorgestellten einhundert "Zwischenspiele" sind fantasievolle Zwischengerichte, die Menüs auf vielschichtige Weise bereichern können. Nach Vorstellung Horberths sollten diese kleinen Gänge stets leicht sein. Deshalb verwendet er wenig Kohlenhydrate und tierische Fette. Ferner setzt er auf Kontraste wie heiß und kalt oder versucht die Kontraste auf besondere Weise zu gestalten.

Der Spitzenkoch legt natürlich sehr viel Wert auf die Qualität der Produkte, dabei sind ihm die Erzeugermärkte in seiner Umgebung sehr wichtig. Es geht ihm in erster Linie um authentische Produkte.

Auf den ersten Seiten erfährt man Näheres über seine Einstellung zu seinem Beruf, für den man, sofern man zur Spitze zählen möchte, nach seine Vorstellung Talent, Disziplin, einen eigenen Charakter und Geschmack mitbringen sollte.

Er selbst verfügt zudem noch über ein gerütteltes Maß an Akribie. Horberths Kochstil ist von seinen Reisen geprägt, aber auch von seiner sich wandelnden Lebenseinstellung und Erfahrung sowie seinen beruflichen Stationen beeinflusst.

Natürlich ist es unmöglich, an dieser Stelle alle einhundert Zwischengerichte näher zu beleuchten, deshalb werde ich nur einige wenige hervorheben, damit Sie, liebe Leser, einen Eindruck davon erhalten, auf welchem Niveau die präsentierten Rezepte angesiedelt sind.

Alle Rezepte sind sehr gut beschrieben und lassen sich problemlos nachzukochen.

Besonders gefallen hat mir die "Austerngurke". Die Auster ruht in der Austernschale auf Gurkensalat sowie einem delikat schmeckenden Gurkenmousse und ist mit etwas Forellenkaviar und frischen Dillspitzen garniert. Ein wahrlich fürstlicher Zwischengang.

Geschmacklich raffiniert finde ich "Eier mit gebratenen Steinpilzen, Hühnerfond und Petersilienöl". Die Eier, die für dieses Gericht verwendet werden, sind ungelegt.

Delikat schmecken die "Flusskrebse mit jungen Erbsen und zweimal Kopfsalat", Noilly Prat verleiht diesem Gericht den letzten Kick.

Eine feine Zwischenspeise ist auch das "Filet vom Atlantik-Heilbutt mit geröstetem Hanfsamen und Pfifferlingsnage". Der in der Nage verarbeitete Estragon verbindet das Pilzaroma auf vortreffliche Weise mit dem Heilbuttgeschmack.

Ein Traum ist das "Kalbsbries, in Briochebröseln gebacken, mit feinem Blumenkohlsalat". Die Zubereitung dieses Gerichtes erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Die Mühe lohnt sich aber.

Eine interessante Kreation sind auch die "Kräuter in Vinaigrette mit Gemüse En Papilote". Mich hat die Kräuterzusammenstellung zunächst etwas irritiert. Das Geschmacksresultat zeigt, dass keines der Blättchen dem anderen die Schau stiehlt, was ich zunächst vermutet hatte. Haben Sie schon mal Koriander, Kerbel und Basilikum zeitgleich gekaut? Versuchen Sie sich bitte das Geschmacksergebnis vorzustellen.

Ein weiteres Highlight, das ich hier kurz erwähnen möchte, ist der "Gebratene Petersfisch in Trüffelschaum". Dieses Rezept ist möglicherweise eines der besten im Buch, da seine Aromen von einer differenzierten Vielfalt sind, nicht zuletzt, weil sie Erde und Wasser miteinander vermählen.

Der "Ziegenkäse im Kartoffelmantel mit Lavendelvinaigrette" ist ein Zwischengang, der auf das Hauptgericht in einem Menü folgen, es sogar abschließen könnte, wenn man auf ein Dessert verzichten möchte.

Für die Freunde gehobener Gaumenfreuden eine Bereicherung.

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Rezension:Mamma Maria!: Familienrezepte aus Sizilien (Sondereinband)

Cettina Vicenzino stellt 75 Kochrezepte ihrer sizilianischen Mutter vor. Neben diesen sehr gut beschriebenen Köstlichkeiten wartet sie mit verführerischen Fotos aus dem Küchenalltag auf, außerdem benennt sie sizilianische Spezialitäten für Feste. Giusi Vicenzino steuert neun Kurzgeschichten bei, die die Atmosphäre sizilianischer Lebensart liebevoll skizzieren.

Die Rezepte im Buch wurden von Generation zu Generation weitergeben. Der Ursprung der Kochkunst von Cettinas Mutter liegt in der Catania, der Vulkanstadt der Insel. Die Küche dort gilt als sehr bodenständig, allerdings kocht jede Catanesin ein wenig anders, die eine etwas mehr normannisch, die andere etwas mehr arabischen, die Dritte etwas mehr spanisch.


Die Gerichte sind untergliedert in solche für: Gemüse, Pasta und Brot, Fisch, Fleisch, Fleisch und Süßspeisen.


Tomaten und Auberginen stehen bei den Gemüsesorten auf Sizilien ganz oben auf dem Speisezettel, aber es werden auch zahlreiche wild wachsende Pflanzen gekocht, wie etwa wilder Mangold, Senfkraut und dergleichen mehr. Bei den Gemüsegerichten möchte ich den "Sizilianischen Gemüsetopf" hervorheben, weil er die Aromen der Inseln am besten zum Ausdruck bringt. Tomaten, Oliven, Kapern, Staudensellerie, Auberginen, Basilikum und andere Ingredienzien machen die mediterrane Herkunft des Gerichts unmissverständlich klar.

Des Weiteren möchte ich den "Zitronensalat" lobend erwähnen. Wie die Autorin erwähnt, war dies auf Sizilien ein Gericht armer Leute, dessen Zutaten allerdings gut demonstrieren, dass solche einfachen Speisen durchaus auch sehr vitaminreich sein können. Der Ursprung dieser Einfachheit ist wie vieles in der sizilianischen Küche, in der Armut begründet, dies gilt besonders für die vielen Nudel- und Brotrezepte. Das Gericht "Nudeln mit Kichererbsen" könnten auch die Schwaben erfunden haben, denn von "Spätzle mit Linsen" ist der Schritt zu diesem sizilianischen Nudelgericht nicht weit. Oft werden vom Mamma Maria Makkoroni als Nudelsorte verwendet. Als Auflauf mit wildem Fenchel, Pinienkernen und Semmelbröseln schmecken sie besonders gut.


Die Fische Sizilien kommen aus dem Tyrrenischen Meer im Norden, dem Ionischen Meer im Osten und dem afrikanischen Mittelmeer im Süden der Insel. Sehr einfach zuzubereiten sind die in Zitronen marinierten Sardellen, etwas arbeitsaufwendiger ist allerdings "Selbst gemachter Couscous mit Fisch". Bei den Fleischspeisen hat mich das Rezept für "Kalbsmedallions mit Marsala" am meisten angesprochen, das in seiner Einfachheit besticht. Der Purismus macht auch nicht vor den Süßspeisen halt, wie nicht nur das "Sorbet aus Jasminblüten" erkennen lässt. In dem Einfachen sind die unverfälschten Aromen der wirkliche Luxus, den man nicht grundlos immer wieder aufs Neue würdigen sollte.


Alle Rezepte werden gut erklärt und sind problemlos nachkochbar. Die Zutaten erhält man auf Wochenmärkten und in gut sortierten Supermärkten.


Sehr neugierig machen die Hinweise der Autorin auf Feste, wie etwas das Fest der Kaktusfeige oder das der Tomate. Dort, wo Menschen, Nahrungsmitteln auf diese Weise ehren, wird man auch noch in hundert Jahren gut kochen können. Das scheint mir gewiss zu sein.

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Renzension: Die neue Wildküche von Wachtel bis Wildschwein (Gebundene Ausgabe)

Der hoch dekorierte Spitzenkoch und Jäger Michael Wollenberg ist der Autor dieses Spezialkochbuchs, das die neue Wildküche von der Wachtel bis zum Wildschwein präsentiert.

Es empfiehlt sich bei der Lektüre des Buches mit den letzten Seiten zu beginnen, denn hier erfährt man Näheres zur Person Wollenbergs, der, bevor er gemeinsam mit dem Verleger Alexander Jahr einen Wildhandel gründete und das Restaurant "Zum Watthorn" in Hamburg übernahm, bereits auf eine schillernde Karriere als Spitzenkoch zurückblicken konnte.


In seinem erstaunlich preisgünstigen Lokal möchte er u. a. die norddeutsche Küche bewahren und sich bei seinen Kreationen dem Rhythmus der Jahreszeiten anpassen.


"Das Wattenhorn" zählt zu einem der ältesten Landgasthäuser Hamburgs. Auf 20 000 qm erstreckt sich ein Idyll unter Reet mit Terrasse und Park.


Die Rezepte im Buch dokumentieren, weshalb das Restaurant fast immer ausgebucht ist.


Man erfährt, wann welches Wild Saison hat. Rehwild, Rotwild, Wildschweine, Hasen, Fasane und Wildenten können derzeit übrigens erlegt werden. Potentielle, kochbegeisterte Leser können also jetzt im Herbst sogleich zur Tat schreiten.


Damit man sich beim Kauf von Wild auch korrekt artikulieren kann, sollte man das Glossar "Richtig Wild von A bis Z" nicht überblättern.


Wollenberg wartet mit leckeren Rezepten für Vorspeisen, Zwischengerichte, Hauptgerichte und Nachspeisen auf, aus denen sich delikate Menüs zusammenstellen lassen.


Besonders die "Wildconsomme mit Grießnockerl" eignet sich als Einstieg für eine herbstliche Festtafel mit Freunden. Teile vom Fasan, der Wildente, des Rebhuhns etc. sowie andere Ingredienzien verleihen dem Süppchen einen edlen Geschmack. Die Griesnockerln haben einen feinen Schmelz, weil an Butter nicht gespart wird.


Bei den Zwischengerichten bin ich von den "Wildbuletten" besonders angetan, nicht zuletzt, weil der Thymian in der Hackfleischmasse für eine sehr gute Geschmacksabrundung sorgt. Gebratene Fenchel und Frühlingszwiebeln, als auch Cocktailtomaten schmecken lecker zu den Buletten. Wenn man das Zwischengericht zum Hauptgericht umfunktionieren möchte, passen Bratkartoffeln bestens dazu.


Rezepte für Bratkartoffeln, Schupfnudeln, Macaire- Kartoffeln, Rotkohl, Wildfond und Wildsauce thematisiert der Autor separat.


Sein Rezept für Rotkohl ist wahrlich gelungen, dafür sorgen nicht nur 500 ml kräftiger Rotwein, sondern auch die Nelken und andere Zutaten, nicht zuletzt der Apfel und die Preisbeeren, die dem Kraut den letzten Pfiff verleihen.


Die Hauptgerichte machen die Entscheidung nicht einfach.


"Der Hirschrücken in der Walnusskruste" steht dem "Rehrücken klassisch" in nichts nach, obgleich von allen Wildfleischsorten Rehfleisch den Verbrauchern am besten schmeckt und von den Verbrauchern am häufigsten nachgefragt wird.


Oberdelikat ist das Rezept für "Wildgulasch mit Kaffee- Pflaumen- Confit", getoppt wird dies vielleicht von der "Roulade vom Wildschwein-Überläufer" und dem "Sauerbraten vom Rotspießer". Das Rehfleisch wird zunächst in einer feinen Marinade 2-3 Tage eingelegt und schließlich geschmort.


Der "Frischlingsleber mit Sellerie und Birne", aber auch "Roastbeef vom Hirschrücken" gilt mein besonderes Interesse, da dies Speisen sind, die ich bislang noch nicht zubereitet habe.


Von den Hasenrezepten gefällt mir "Hasenkeule mit Schmorgemüse" am besten, weil die Ingredienzien am interessantesten sind. Zu ihnen gehören u.a. Rotwein, Lorbeerblätter, Rosmarienzweige, Thymianzweige, aber auch Cognac und Johannisbeergelee.


Wer "Flugobjekte" auf dem Teller schätzt, kann sich u .a . an einer "Wildente mit Spitzkohl" erfreuen.


Die Nachspeisen sind fast alle nicht besonders kalorienarm. Das gilt insbesondere für den "Kaiserschmarren" und den "Schokokuchen mit Nougatfüllung".


Wer es lieber leichter mag, ist mit dem "Parfait mit Rhabarber -Erdbeerkompott" bestens bedient.


Die Rezepte sind gut erklärt und lassen sich einfach zubereiten.

Das Buch besticht nicht nur durch seine Rezepte, sondern auch durch die Vielzahl wirklich schöner Fotos.


Empfehlenswert.

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Rezension:Brotbacken: Vom Vollkornbrot bis zum Salz- und Süßgebäck ... (Gebundene Ausgabe)

Marianne Dam zeigt in diesem Buch wie man Brot backt.

Zuallererst beschreibt sie das Getreidekorn. Dabei wird man über die äußeren Randschichten, die eine Vielzahl von Mineralstoffen, wie etwa Kalium, Calcium, Natrium, Phosphor, Eisen, Fluor, Magnesium, Mangan, Schwefel, Silizium und anderes mehr enthalten, aufgeklärt und erfährt, woraus die "Aleuronschicht" besteht und was man unter dem Keimling sowie dem Mehlkörper zu verstehen hat.

Neben den Bestandteilen des Getreidekorns werden auch die Nährstoffe genannt. Außer den Mineralstoffen beinhaltet das Korn Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Eiweißstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Fette.

Man erfährt Näheres über die Getreidearten Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Dinkel. Nicht uninteressant zu wissen, dass Dinkelanalysen einen hohen Gehalt an essentiellen Fettsäuren und bestimmten B-Vitaminen ergeben haben, überdies Dinkel im Körper Eisen anreichernd wirkt.

Sehr gut erklärt wird, wie man einen Sauerteig ansetzt, wie der Hauptteig zubereitet wird, wie man den Teig gehen lässt, ihn knetet und abermals gehen lässt, wie er anschließend gewirkt und geformt wird. Das Einschalten des Backofens, das dann folgende Gehenlassen in der Form und das Backen bleiben in der Gesamtbetrachtung nicht ausgespart, bevor man diverse Tipps zum Kneten des Teiges und schließlich eine Anleitung zur Zubereitung des Grundsauerteiges erhält.

Es folgt eine Vielzahl von Sauerteigrezepten. Man lernt u.a. Dinkelbrot, Sonnenblumenbrot, Roggenbrot, Leinsamenbrot, Bauernbrot, Fünfkornbrot und anders mehr zu backen.
Wie man einen Brotteig mit Hefe zubereitet wird auch erklärt. In vierzehn Schritten wird der schematische Ablauf der Zubereitung mit Hefe erläutert: Mehl einwiegen- Dampfl ansetzen- Mögliche Zutaten anrösten- Teig kneten- Gehenlassen- Kneten- Gehenlassen- Kneten- Teilen- Formen- Gehenlassen- Backen- Besprühen- Aufbacken sind kein Problem, wenn man sich theoretisch die Vorgänge erst mal klar gemacht hat.

Bei den Brotrezepten mit Hefe möchte ich das Buchweizenbrot, das Baguette und das Olivenbrot mit getrockneten Tomaten hervorheben.

Die Kleingebäckrezepte mit Hefe eröffnen Möglichkeiten, wenn unerwartet am Abend Gäste kommen: Partystangerln, Topfenweckerln, Käsebrötchen, Grissini etc. überzeugen vom Geschmack. Die Herstellung ist wirklich einfach, auch für Anfänger.

Delikat ist das süße Kleingebäck mit Hefe, so etwa das Rosinenbrot.

Der Leser wird durch Text und gute graphische Darstellungen mit den verschiedenen Arten des Striezelflechtens vertraut gemacht, bevor er schließlich ein ultimatives Striezelrezept mit auf den Weg bekommt, um daraufhin noch ausführlich über den schematischen Ablauf beim Brotbacken mit Spezial-Backferment und über glutenfreies Brot informiert zu werden.

Dieses Brotbackbuch sollte in keiner Kochbuchsammlung fehlen, auch dann nicht, wenn man primär sein Brot beim Bäcker kauft. Es schadet nicht, wenn man weiß, wie ein Brot entsteht. Hin und wieder ein Brot selbst zu backen bereitet viel Freude, insbesondere, wenn die Ergebnisse zufrieden stellen. Unter Anleitung von Marianne Dam sind die Bemühungen am Herd von Erfolg gekrönt, so jedenfalls meine Erfahrung.

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Rezensionen: East- Sushimania

Dieser wunderschöne Bildband ist kein Kochbuch, sondern ein Buch, das kleine essbare Kunstwerke -ganz exzellent fotografiert - darstellt und für das Können zweier Sushi-Meister aus Hamburg wirbt. Bei den Kunstwerken, auf die ich noch zu sprechen kommen werden, handelt es sich um Sushis, die die Sushimeister Ngima Sherpa und Tamatsu Tashi kreiert haben.

Wie man im Eingangstext erfährt, der in englischer und deutscher Sprache abgedruckt ist, bedeuten die beiden chinesischen Schriftzeichen für Sushi im weitesten Sinne "konservierter Fisch". Die Japaner haben diese feine Speise mit Reis, Fisch (roh, gekocht und mariniert), Meeresfrüchten oder Gemüse vor langer Zeit bereits perfektioniert.

Die beiden Sushimeister kommen nicht aus dem Ursprungsland der Sushi, sondern aus Tibet (Tamatsu Tashi) und aus Nepal (Nhima Sherpa). Man erfährt, dass dennoch beide ihr Handwerk auf klassischen Wege erlernt haben und beispielsweise das Reiskochen eine eigene Disziplin darstellt, mit der sich ein Lehrling mehrere Jahre befassen muss. Das korrekte Mischungsverhältnis von Reis, Essig, Zucker sowie Salz und die verschiedenen Garmethoden wollen gelernt sein. Sushis am heimischen Herd zuzubereiten, kann man also vergessen, sofern man sich keiner entsprechenden Ausbildung unterzieht.


Die beiden Sushi-Meister entwickeln seit 2008 in der Sushi-Bar im Hotel "East" in Hamburg immer wieder neue Kreationen und Konzepte und kombinieren asiatische Zutaten und Kochtraditionen mit europäischen Noten. Ferner pflegen sie auch Rituale. Hierzu gehören ihre ganz persönlichen Messer, mit denen sie geschickt hantieren.

Erlesene Zutaten sind für den höchsten Genuß entscheidend. Diesbezüglich sollte man den Sushimeistern vertrauen, denn sie wissen, was sie tun.

Über das Hotel "East" erfährt man Näheres zum Marketing-Konzept und dem außergewöhnlichen Design des Stararchitekten Jordan Moser. Das Interieur und das Gastrokonzept wurden mehrfach ausgezeichnet. Das Herz des Hauses ist die Kulinarik. Das Buch ist als Visitenkarte des Hauses gedacht.

Das faszinierende Fotostyling wurde von Anja Mönnich und die beeindruckenden Fotos wurden von Lutz Jaekel realisiert. Die Fotos sind wirklich ein Traum, wie Sie anhand der Bilder im Rahmen der Rezension auf meinem Kochbuchblog bereits erkennen können.
Auf den letzten Seiten erfährt man, woraus die kleinen essbaren Kunstwerke bestehen und erfährt zudem, welchen Wein man zu den einzelnen Häppchen genießen sollte.

Rezepte werden allerdings nicht mitgeliefert. Im Grunde sind diese Food-Skulpturen viel zu schade, um verspeist zu werden. Wer sie sich dennoch einverleiben möchte, muss sich nach Hamburg begeben.

Für Freunde schöner Bildbände eine Fest für die Augen.

Was in diesem Buch gezeigt wird, ist Kunst.
© 2010 „EAST Sushimania“, UMSCHAU / Lutz Jäckel

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Rezension: - Kochbuch - Das Gute essen

Dieses Kochbuch beinhaltet 500 Rezepte für jeden Tag. Dem umfangreichen Rezeptteil, in dem sparsam mit Foodfotos umgegangen wird, ist u.a. ein Gespräch über echten Genuß, Nachhaltigkeit und richtig gutes Essen voran gestellt. An diesem Gespräch nehmen teil: Dr. Eckhard Cordes, Vorstandsvorsitzender der Metro Group, der Zwei-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer und der Verleger Ralf Frenzel.

Anschließend werden den Spitzenköchen Stefan Steinheuer, Johann Lafer und Alfred Biolek jeweils sieben Fragen gestellt. Es sind Fragen zur Gourmetküche, über guten Geschmack und über das Thema "Küche für jeden Tag", die die Köche mehr als bloß zufriedenstellend beantworten.

Der Rezeptteil ist untergliedert in:

-Salate und Vorspeisen
-Suppen und Eintöpfe
-Kleine Gerichte
-Aufläufe und Gemüse
-Kartoffeln, Pasta und Risotto
-Fisch und Meeresfrüchte
-Geflügel
-Fleisch und Wild
-Süße Speisen und Desserts.

10 Sterneköche präsentieren jeweils ein besonderes Gericht. Zu diesen gehört beispielsweise "Quiche Lorraine mit Rehfilets, Pfifferlingen und Melone" von Alfred Klink, der in der "Zirbel- und Falkenstube" im Freiburger Colombi Hotel am Herd steht.

Die 500 Rezepte haben alle einen Button:
Raffinierte Kreationen für Gäste und Feste
Kreative Rezepte mit Pfiff für Hobbyköche
Einfach lecker für die "Jeden-Tag-Küche"

Die Rezepte sind sehr gut beschrieben und lassen sich problemlos nachkochen. Die Zutaten sind sehr ordentlich aufgelistet und die Zubereitungszeit wird präzise genannt. Zu jedem Gericht gibt es eine Weinempfehlung. So wird das "Tomaten-Risotto mit Kapern und Oliven" beispielweise von einen "Ságana, Nero d `Avola IGT trocken", aus Italien begleitet. Lobend erwähnen möchte ich das Rezept "Zanderfilet auf sahnigem Sauerkraut", einer Spezialität aus dem Elsass, das superlecker schmeckt und der Küche für jeden Tag zugeordnet wird. Eine Fülle wirklich gelungener Fischrezepte wartet übrigens darauf, nachgekocht zu werden.

In den einleitenden Worten zu den Geflügelrezepten wird nicht vergessen, dass Geflügelfleisch besonders viel Eiweiß enthält. Sehr gut gefallen mir die Rezepte "Geschmortes Huhn in Weinsauce", "Hähnchenfilet mit Kräutersauce und Pinienkernen" und "Hähnchen in Sherrysauce". Die Kreationen sind allesamt auf hohem geschmacklichen Niveau angesiedelt.

Mit großer Neugierde las ich das Rezept, das Erika Bergheim, die einzige Köchin in Nordrhein-Westfalen mit einem Michelin-Stern, vorstellt. Es handelt sich hierbei um "Rindsrouladen mit Steinpilzen, Apfelschalotte, Petersilie und Knödel". Dazu empfiehlt sie einen "Amerone della Valpolicella, DOC", aus Italien. Dies ist ein delikates Sonntagsgericht, bei der man gewiss auch bei der Schwiegermutter punkten kann.

Die meisten Rezepte im Buch haben mir gefallen, weil man auf feine Aromen Wert gelegt hat und sehr abwechslungsreich agiert. Auch im Rahmen der Süßspeisen gibt es viele Möglchkeiten, seine Lieben zu erfreuen, so z.B. mit "Marillen-Knödel mit Zimt und Zucker", die auch Kinder sehr mögen.

Im Anschluss an den umfangreichen Rezeptteil erfährt man mehr über nachhaltiges Einkaufen. Hier geht es u.a. darum, auf die Biosiegel zu achten, die dafür garantieren, dass die Tiere artgerecht gehalten werden, dass das Tierfutter keine Genpflanzen enthält und weitgehend auf chemische Pestizide und Stickstoffdünger verzichtet wird.

Thematisiert wird auch die genaue Herkunft eines Produktes und weshalb in Verbindung mit Nachhaltigkeit die Transparenz so wichtig ist, aber auch, welche guten Weine man in drei unterschiedlichen Einkaufsmärkten kaufen kann. Es werden eine Fülle von Weinen aufgelistet und jeweils Infos erteilt über: Land, Anbaugebiet, Wein und Erzeuger. Dabei wird auch eine kurze Geschmacksbeschreibung mitgeliefert.

Das Konzept des Kochbuches hebt sich von vielen anderen Kochbüchern dadurch ab, dass pro Rezept immer ein spezieller Wein empfohlen wird. Wem erst einmal klar ist, dass die beste Speise durch einen falsch gewählten Wein geschmacklich verhunzt werden kann, der ist dankbar für solche Infos.

Dies ist ein sehr schönes Kochbuch. Ein Euro von Ladenpreis geht an einen guten Zweck.

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Rezension:Kochimpuls: 30 Köche - 40 Sterne - 150 Rezepte (Gebundene Ausgabe)

In diesem Kochbuch werden 150 exzellente Rezepte vorgestellt. Kreiert wurden diese von folgenden Spitzenköchen:

Jean-Claude Bourgueil, Thomas Bühner, Lothar Eiermann, Klaus Erfort, Walter Eselsböck, Bastian Falkenroth, Rolf Fliegauf, Heinz Hanner, Stefan Hartmann, Nils Henkelmann, André Jaeger, Dieter L. Kaufmann, Thomas Kellermann, Michael Kempf, Marcus G. Lindner, Dirk Luther, Thomas Martin, David Martinez Salvany, Andreas Mayer, Marco Müller, Peter Nöthel, Hubert Retzbach, Jörg Sackmann, Peter Maria Schnurr, Achim Schewendiek, Michael Sicher, Ronny Siewert, Wolfgang Staudenmaier, Hans Stefan Steinheuer und Harald Wohlfahrt.


Alle Meister am Herd werden texlich und fotografisch aussagekräftig porträtiert. Den Rezepten wurde jeweils ein Zitat des Kochs vorangestellt, das viel über dessen "Philosophie" aussagt.


Beispiel: "Gastronomie ist wie ein Automobil: Vor hundert Jahren hat es ein Lenkrad, Motor, Karosserie und vier Räder. Hat es heute noch, aber mit viel mehr Innenleben, mit viel mehr Detail, mit viel mehr Technik. Als der Katalysator erfunden wurde, sind alle nachgezogen, weil es Sinn machte. Warum sollte man sich solchen Innovationen verschließen." Zitat: Harald Wohlfahrt.


Das Buch enthält eine große Anzahl an Warenkunde-Information zu Produkten, die bei den Rezepten eine zentrale Rolle spielen.


Die Rezepte der Sterne-Köche sind sehr gut erklärt, aber dennoch schwierig nachkochbar. Harald Wohlfahrts Rezepte flößen mir stets Ehrfurcht ein, auch im vorliegenden Fall. Sie annähernd so zubereiten, wie er sie sich vorstellt, erfordert viel Ehrgeiz und Fingerspitzengefühl.


Ich möchte keines der 150 Gerichte (darunter Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts) hervorheben, denn alle Kreationen sind von ganz außerordentlicher Raffinesse und Qualität.


Das Buch eignet sich für fortgeschrittene Hobbyköche, für Liebhaber schöner Köchbücher, aber auch für Personen, die gerne sehr gute Restaurants besuchen und sich im Vorfeld einige Informationen über das Können bestimmter Meisterköche beschaffen möchten. Die fotografische Repräsentation der Speisen im Buch erinnert an kleine Kunstwerke.


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